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Marokkorundreise im Herbst 2007 1, 2, 3


Gast am 06 Sep 2007 12:29:43

Hallo zusammen

für unsere Tour habe ich mich jetzt schon mal ein wenig um die Fähre nach Tanger gekümmert und ein Angebot mit FRS ab Tarifa für € 369.- gefunden. Also für 2 Personen und Wohnmobil bis 8 m. Darunter machen die keine Unterschiede. Klingt doch gut, oder ?

mfg

Michael und Beate

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Marisa am 09 Sep 2007 00:53:51

Hallo Michael und Beate,

sehr gerne wären wir mitgefahren,aber leider,leider......gehts nicht!

wir wünschen euch eine wunderschöne Reise,nur positive Erlebnisse und kommt gesund zurück.
Natürlich erwarten wir auch einen ausführlichen Bericht,macht euch viele Notizen,damit ihr bei der nächsten Marokkofahrt unser bester Führer werdet :D

Liebe

Horst und Trix

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Gast am 09 Sep 2007 12:52:15

hallo Beate & Michael,
bei dieser langzeitplanung dürfte nun wirklich nix mehr schief gehen.

370,--euro für die überfahrt :eek:

wir bezahlten alg.-tanger für 2 pers.+womo hin und retour
(an und rückreise open d.h.
wir konnten überschiffen wann immer wir wollten)
mit dem schnellboot

240 euro !

ich irre mich nicht, denn ich habe das ticket heute
extra rausgesucht, um sicher zu sein.

es scheint, die überfahrtspreise explodieren.

wie auch immer, ich wünsche euch eine knitterfreie fahrt und
wunderschöne erlebnisse.

winke
lele

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Gast am 10 Sep 2007 10:22:32

Hallo Lele

wo habt Ihr denn die Tickets bekommen ?

mfg
Michael und Beate

@ Marisa
Ich mache überall Notizen und mit einer Sprühdose hinterlasse ich Markierungen auf der Strecke, verstecke unter großen Steinen dann auch noch ein paar Zettel mit Tips.
Mal sehen, vielleicht fahren wir im Frühjahr tatsächlich nochmal zusammen rüber - sprechen wir dann ab.

mfg

Marisa am 11 Sep 2007 21:48:51

Hi Michael,

aber denk dran:

Notizen lesbar-
Sprühdosen,Markierungen wasserfest und die Steine zählen und kennzeichnen,damit du sie wiederfindest und dich erinnerst.

Gute Fahrt

Trix und Horst

Gast am 12 Sep 2007 07:41:14

hallo alino,
hier haben wir das ticket gekauft.
siehe bild.
zuerst per mail angefragt und dann ohne bestellung einfach hingefahren.
der im mail genannte preis unterschied sich von dem vorort gekauften ticket. man kann also verhandeln.
außerdem stehen bei lidl womos, die auch auf die überfahrt warten und wenn du dich dann mit denen zusammen tust, bekommt man sozusagen einen mengenrabatt.
gute fahrt

Gast am 12 Sep 2007 10:13:55

Hallo Lele

habe gerade mal bei deinem Tip angerufen, man glaubt ja garnicht, welche Unterschiede es im Preis geben kann. Für diesen Monat hätten sie noch Angebote ab €185.- Hin und zuück Womo und 2 Personen. Soll mich dann am Monatsende melden und die aktuellen Preise für Oktober erfragen. Vielen Dank für den Tip.

mfg
Michael und Beate

p.s. In welchem Ort ist das Büro ?

achimHH am 12 Sep 2007 10:31:52

Hallo Michael.

Booah !
185,-Euro ist ja wirklich ein Superangebot !

Wahnsinn !

ob das was mit "Ramadan",
der jetzt ja bald beginnt zu tun hat?

Ramadan ist vom 13.September bis 11./12. Oktober 2007.

achim

Gast am 12 Sep 2007 10:40:24

Hallo Achim

möglich wäre das schon, aber ist eigentlich egal. Die Hauptreisewelle ist aber schon durch, sodaß man anscheinend doch auf atraktive Angebote zurückgreift, um die Fähren voll zu bekommen. Werde den aktuelle Preis dann hier posten, wenn ich Ihn dann habe.

mfg
Michael

Gast am 12 Sep 2007 17:17:44

hi alino,
ja, das jahr zuvor haben wir auch unter 200 euros bezahlt.
die machen anscheinend die preise grad wie sie lustig sind.

wo das büro ist?
na, ich dachte, das siehst du sehr gut auf dem von mir beigefügten foto.

autobahn richtung algeciras nimmst du die ausfahrt 112 und
fährst auf den lidlparkplatz.
dort Womo stehen lassen, den rest kannst du zu fuß bewältigen.
alino, ich bin sicher, dass vor dem lidl auch andere womos stehen.
die erklären dir bestimmt ganz genau, wo das büro ist, falls du es aus dem plan nicht entnehmen kannst.
zu meiner zeit war alles im umbau und es könnte sein, dass das büro
jetzt woanders hin verlegt worden ist.
aber das könntest du auch per mail erfragen oder vor ort,
du sprichst ja sicher spanisch.

sollte dir aber immer noch was spanisch vorkommen, lass es mich wissen,
gebe dir gerne auskunft.
ciao
lele

Gast am 22 Okt 2007 11:17:34

habe gerade mit Alino telefoniert. Sie sind wieder in Europa. Schönen an alle soll ich ausrichten!

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Maggie am 22 Okt 2007 11:20:05

Na, dann gibt es ja hoffentlich bald einen großen Reise- und Erfahrungsbericht.

Neugierige von

Maggie

Gast am 22 Okt 2007 12:15:30

boh...alino ist aber schnell zurück !
man darf also sehr gespannt sein auf seinen
Reise- und Erfahrungsbericht

Gast am 22 Okt 2007 12:44:50

hallo zusammen

ich sitze gerade in einem Internetcafe in Cabo Pino bei Marbella und dachte mir, med dich doch mal kurz bei deinen " Freunden" .
Nur soviel, die Zeit war naturlich zu kurz, aber es war eine ganz tolle Reise und naechste Woche gibt es den Reisebericht und rd. 350 Fotos.
Also bis dann

Michael und Beate

Gast am 22 Okt 2007 12:56:33

Alino hat geschrieben:hallo zusammen

ich sitze gerade in einem Internetcafe in Cabo Pino bei Marbella und dachte mir, melde dich doch mal kurz bei deinen " Freunden" .
Nur soviel, die Zeit war naturlich zu kurz, aber es war eine ganz tolle Reise und naechste Woche gibt es den Reisebericht und rd. 350 Fotos.
Also bis dann

Michael und Beate

Marisa am 22 Okt 2007 20:05:50

Na,

bin gespannt wie ein Flitzebogen !

In Gedanken bin ich gerade bei euch,denn hier ist es s....kalt!

Marisa

Gast am 29 Okt 2007 12:00:13

So, da sind wir wieder und ich fange mal mit dem Bericht an, um Euch neugierig und "neidisch" zu machen.

Viel Spaß
Michael und Beate

1. Tag:
Wir hatten uns für 9.00Uhr verabredet und trafen uns auch pünktlich zur Abfahrt in La Caleta. Nur noch kurz tanken und dann geht es los, auf die Autobahn Richtung Algeciras, wo wir unsere Tickets für die Fähre bei VIAJES NORMANDIE Abfahrt 112(Tlf.: 956 675 653)in Empfang nehmen wollten. Den Tip hatten wir vom Forumsmitglied, der sich als sehr wertvoll erweisen sollten. Telefonisch angefragt, bekamen wir die Preise von € 190.- ab Algeciras, bzw. € 228.- ab Tarifa genannt. Das klang schon recht preiswert. Die Preise beinhalteten das Womo und 2 Personen – hin und zurück. Wir wollten ab Tarifa, ging aber nicht, meinte die Tochter des Hauses, worauf uns der Vater, als Chef per Handschlag begrüßte, und uns das Angebot von € 140.- ab Algeciras zu den o.g. Konditionen anbot und wir auch annahmen. Allerdings war es gerade mal 12.00 Uhr und wir mussten noch rd. 4 Stunden auf die Abfahrt der Fähre warten. Aber egal, rd € 90 gespart. Also bezahlten wir und als Erstkunde bekamen wir auch noch ein Paket Kekse geschenkt. Also weiter, die rd. 5km bis zum Hafen und warten. Der Kai war schnell gefunden und so standen wir erstmal dumm rum. Ein freundlicher Marokkaner, der seine Familie in Erfoud besuchen wollte, gab uns hier in gutem Deutsch einige Tipps und er erzählte uns von seinem Land. Wir liefen uns nun mehrmals über den Weg und dann gab er uns seine Adresse und Telefonnummer und lud uns tatsächlich auch ein. Er würde sich riesig freuen, wenn wir Ihn in der Wüste besuchen würden.
Es wurde nun endlich das Gate für die Fähre geöffnet, und wir konnten auf´s Schiff. Alles ging reibungslos und die Überfahrt dauerte rund 1,5 Std. Auf dem Schiff konnten schon die ersten Formalitäten erledigt werden, wie Einreisestempel usw.
Gegen 17.30Uhr legten wir in Tanger an und nun galt es, die Grenze zu überqueren, was ich doch etwas schwieriger darstellen sollte. Als erstes kam ein Herr, der sich die Papiere ansah – alles ok. Gleich kommt jemand für die Stempel - € 5.- und eine Zigaretten. Dann der Grenzer, er sammelte die Papiere ein – bitte warten. Also warten wir, und warten und warten…
Der nächste fragte uns: „ Sind Sie das erste mal hier, dann müssen Sie nach oben, den Pass registrieren lassen“ ?
Also wieder aussteigen, den Pass unter Führung nach oben gebracht, kurz gewartet und wieder zurück zum Womo – bitte warten.
Nun warten wir auf den Grenzer, der immer noch die Einfuhrpapiere für das Womo hatte, musste ja auch abgestempelt und registriert werden, damit es auch wieder ausgeführt wird. Nun erzählte uns der Mann von vorher, die müsst Ihr in einem anderen Büro wieder abholen. Also gehen wir, und treffen den Grenzer der die Papiere hat – bitte im Womo warten.
Wieder ins Womo, der Grenzer kommt und reklamiert, daß keine Liste mit den mitgeführten Wertgegenständen vorlag und machte ziemlichen Wind, gerade wegen den Fahrrädern am Heck. Er war wohl auch wegen des Ramadan genervt und nach einigem hin und her gab er seine Diskussion auf.
Bon Voyage- waren die entscheidenden Worte und wir reisten endlich ein. Ach noch was- Der, der uns darauf hingewiesen hatte, daß wir uns als Ersteinreiser separat anmelden müssen kassierte natürlich auch - € 5.- und Zigaretten, für seine gute Arbeit, wie er sagte.
Es fing langsam an zu dämmern und wir wollten nun schnellstens auf einen Campingplatz, aber nicht in Tanger – irgendwie fühlten wir uns hier nicht wohl, wahrscheinlich wegen der Grenzkontrolle, man war unweigerlich an den eisernen Vorhang erinnert.
Also ging es so zügig wie möglich Richtung Süden und fanden einen recht netten Platz in Asilah, rd. 90 km hinter Tanger. Durch den, na ja sagen wir mal etwas forscheren Fahrstil der Einheimischen, waren wir doch etwas genervt und froh, einen Platz für die Nacht gefunden zu haben. Noch einen kleinen Rundgang über den Platz, ein oder zwei kalte Bierchen und das war es für heute.

Bild 1:
1. Campingplatz in Marokko
Bild 2:
Blick auf Hafen Tanger
Bild3:
Hafen Algeciras
Bild 4:
Unsere Fähre

Gast am 29 Okt 2007 12:20:42

Weiter gehts

2. Tag
Der heutige Trip soll uns nach Rabat, oder auf den sehr schönen Platz nach Salé bringen, weil wir natürlich die Hauptstadt des Landes besuchen wollen. Durch viele Dörfer und schöne Landschaften führt die Strecke, und man glaubt es nicht, hier werden die Wälder gekehrt – ist wirklich war, man sieht keinen Reisig rumliegen, dieser wird in Pakete gebunden und wohl zum Kochen genutzt.
Vorbei an kleineren Märkten, wo viel an „Frischgeflügel und Fisch“ angeboten wird, sehen wir die ersten Dromedare. Beeindruckt von der Vielfältigkeit der Natur und der Ursprünglichkeit der Menschen und Ihrer Behausungen fühlt man sich unweigerlich zurückversetzt in die Welt von Laurence von Arabien.
Wir kommen Rabat näher und somit auch dem Wohlstand der Hauptstadt. Überall ist Polizei und Militär präsent, stehen hier doch einige Königspaläste und Militärreitschulen, die wohl der Stolz der ganzen Nation sind.
Wir rollen in die Stadt ein, in der Hoffnung, ein Schild nach Salé zu sehen, sehen wir aber nicht. Also fahren wir quer durch die Stadt – durch ein unvorstellbares Gewusel aus Auto, Mopeds, Radlern und Fußgängern. Man rechnet ständig mit Unfällen, aber nichts – irgendwie funktioniert das System.
An einer Tankstelle fragen wir nach dem Platz, und werden von einem zufällig vorbeikommendem Autofahrer aus der Stadt geleitet, und nehmen uns Rabat für die Rückfahrt vor.
Unterwegs auf dem Weg nun Richtung Marrakesch ist unser nächster Halt in Mohammedia, einem aufstrebendem Küsten-Ferienort mit vielen Apartmenthäusern und Hotels.
Am Ortseingang fahren wir auf dem Camping LÓcean Blue, den wir für uns alleine haben. Direkt am Atlantik gelegen, lädt er zu einem schönen Abendspaziergang ein. Die Kneipe ist leider wegen einem Konzert geschlossen.
Die Sanitäreinrichtung ist der Hammer, Ein Raum mit französischer Toilette, also ein Loch im Boden und 20 cm davor ist die Dusche – im selben Raum.
Was uns so langsam auffällt, je weiter wir von Tanger weggekommen sind, um so liebenswerter und freundlicher werden die Menschen. Aber auch ärmer – so beobachten wir alte Leute, wie sie in den Mülltonnen nach allem noch Verwertbarem suchen – wirklich schlimm.
Wir bauen unsere Stühle und Tische auf und bereiten das Abendessen zu, also meine Frau, und wie eigentlich immer kommen sofort alle Hunde und Katzen des Platzes, die eigentlich sehr gepflegt aussehen, zu uns und werden natürlich auch gleich gefüttert – so sind wir nun mal.
Auch beim Abendspaziergang werden wir dann von 2 der Hunde begleitet und sogar gegen andere Hunde geschützt-kein Witz, die haben wirklich auf uns aufgepasst.
Die Dämmerung setzt ein und das kalte Bierchen auch. So sitzen wir noch alle, also auch unsere neuen Haustiere vorm Womo und besprechen den nächsten Tag.

Gast am 29 Okt 2007 12:27:07

Weitere Fotos vom 2. Tag

Gast am 29 Okt 2007 12:47:25

Und weiter:

3. Tag
Wir hatten besprochen, um 9.00 Uhr zu starten, um unseren Tagestrip nach Marrakech bequem abspulen zu können. Unsere Mitfahrer schafften es aber wieder nicht, pünktlich zu sein, mit der Erklärung: „ Wir dachten, Du meinst Marokkozeit (also 2 Stunden Zurück), es ist doch erst 7.00Uhr- ja klar.
Also warten wir wieder einmal und die Abfahrt verzögert sich um eine Stunde, die wir für einen Strandspaziergang nutzen.
Über die neue Autobahn, die noch nicht mal auf der 2007er Straßenkarte angedeutet wird, fahren wir vorbei an Casablanca Richtung Marrakech und kommen gut voran. Natürlich ist Autobahn öde, aber wir müssen ein wenig Strecke machen, weil die Zeit ja nicht so üppig zur Verfügung steht. Unser heutiges Ziel soll ein recht bekannter Platz vor den Stadttoren sein , der auch von vielen geführten Touren angefahren wird. Unterwegs, also an einer Autobahntankstelle erkundigten wir uns nach dem Weg, und wurden von der halben Tankstellenbesatzung überfreundlich aufgeklärt und mit einer Zeichnung weitergeschickt, womit wir dann auch leicht den Platz finden. Direkt an der Haupteinfallsstraße zur Stadt gelegen, biegen wir also rechts ein und werden freundlich begrüßt, wie eigentlich überall. Der Platz ist geräumig und recht sauber, aber wie überall darf man hier eben keine allzu großen Erwartungen an die Sanitäreinrichtungen stellen, aber sie sind sauber. Wie schon im Reiseführer von E. Kohlbach erwähnt, laufen hier viele Pfauen frei herum, und wie soll´s auch anders sein, auch die melden sich bei uns zum Essen an, ebenso wie zahlreiche Katzen, die aber immer im respektvollem Abstand zu dem Federvieh bleiben, sonst aber sehr verschmust sind.
Von hier aus wird auch ein Shuttle mit Stadtführung angeboten, den wir uns auch gleich für den späten Nachmittag reservieren.
Unsere Mittagspause hatten wir schon unterwegs, also ruhten wir uns etwas aus, tranken gemütlich Käffchen und um 17.00 Uhr ging´s mit dem Kleinbus in das Stadtleben von Marrakech. Den Fahrstil zu beschreiben, übersteigt mein Vokabular, trotzdem kommen wir sicher in der Stadt an. Wir bekommen viel erklärt und irgendwann landen wir, wie kann´s auch anders sein, in einem Teppichladen, sowie in einer Apotheke, wo man sehr günstig ….
Jetzt reicht es uns langsam, daß man mit uns die üblichen Touri- Abzoktour vorhat, und lassen das auch ganz unmissverständlich unserem Fahrer verstehen. Fast zeitgleich bekommt er viel schlechtere Laune – ist uns aber egal.
Also noch mal zum Souk im Zentrum der Altstadt, wo natürlich, und besonders am Wochenende ein Treiben wie beim Freibieranstich ist. Ehrlich gesagt, haben wir uns dort gar nicht wohl gefühlt, wurde man doch ständig irgendwie angesprochen, oder aber auch – besonders von Kindern direkt verfolgt, die tatsächlich jede Bewegung beobachteten, und nur auch Ihre Chance warteten. Und als meine Frau dann die ersten Klapperschlangen sah, war eh alles gelaufen.
Unser Fahrer hatte brav auf uns gewartet – die Laune immer noch schlecht, und so ging´s zurück zum Platz. Der Abend verlief typisch, also kaltes Bierchen, warmes Essen und noch ein Schwätzchen mit den einem oder Anderem.

Gast am 29 Okt 2007 13:18:08

Weitere Fotos vom 3. Tag

Gast am 29 Okt 2007 13:28:36

4. Tag
Um doch noch etwas mehr von der Stadt zu sehen, blieben wir noch und ließen uns vom Bruder des gestrigen Fahrers in die Neustadt bringen, um dann zu Fuß unsere Erkundungen zu machen. Unsere Begleiter zog es wieder in die Altstadt –„ ist doch viel schöner und typischer“, und wir schlenderten ein wenig durch die Hauptstraßen und den Cyberpark. Landeten später aber wieder an den Stadtmauern und kleinen Gässchen, wo die Eingeborenen Ihre vielfältigen Waren anboten. Was war passiert, alles war viel ruhiger und entspannter, die Gerüche der Gewürze lagen schwer in der Luft, die Musik belebte die Sinne und man lächelte und wir lächelten. Es war immer noch die selbe Stadt, aber wir fühlten uns anders. In einem kleinen Lädchen kauften wir Duftöle bei einem vielleicht 12 Jährigen und mit Freunde zeigte er uns seine Angebote.
Man wurde nicht, oder sagen wir mal kaum noch genervt, von sogenannten Schleppern. Irgendwann wollte uns aber wieder in sein Schlepptau nehmen, als ich mich für einen Kaftan interessierte. Er hatte natürlich bei seiner Familie viel bessere Angebote und wollte uns in irgend welche dunklen Gassen schleppen – bis hierhin und nicht weiter.
Also allein weiter und bald treffen wir auch unsere Begleiter wieder und entschließen uns, mal typisch Essen zu gehen. Am Markt sehen wir die Speisekarte eines Restaurants und wollen dort hin. Die Karte steht vor einem Hausflur- von Restaurant keine Spur- also zur ersten Etg, nichts, zur 2.-nichts, 3. Nichts und dann folgen wir dem Duft und landen auf einer kleinen Dachterrasse mit traumhaftem Blick über die Altstadt und dem Markt. Von hieraus hat meine Frau auch keine Angst mehr vor den Schlangen und entwickelt eine gewisse Faszination zu den Tieren und redet über nichts Anderes mehr, bis das Essen kommt. Bestellt hatten wir ein Menü und waren absolut begeistert. Verschiedene Salate, Tajine mit Huhn, CousCous mit Lamm und als Dessert Gebäck sowie Orangen mit Zimt – toll.
Nun wollten wir doch noch ein wenig durch die bunten Gassen schländern, und die Atmosphäre in uns aufnehmen. An einem Schuhladen blieb ich – ja wirklich, nicht meine Frau, stehen und sah mir die Auslagen an. Tolle Angebote und so dauerte es vielleicht 30 min. bis alles probiert und bezahlt war. 3 Paar tolle Ziegenlederschuhe für rd.€ 50 –prima.
Bei der Aktion hatte sich jedoch keiner um die Frau unserer Begleitung gekümmert- auch Ihr Man nicht, sie war verschwunden. Oh Gott, was jetzt? Wir liefen umher, suchten, aber nichts.
Plötzlich sprach uns wieder ein Marokkaner an – wir verstanden kein Wort –„ Nein danke, wir kaufen nichts. No, No, war die Antwort. Frau, Camping …“ Langsam dämmerts, er hatte die nervöse und aufgelöste Frau gefunden und brachte uns wieder zusammen, alle waren erleichtert, denn sie hatte kein Geld und auch keine Adresse vom Campingplatz dabei. „ Woher kenne ich den bloß“ Ja klar, es war der Mann, der uns zuvor in die Souks seiner Familie bringen wollte. Eigentlich hatte er uns nur an unserem Hund erkannt, der von allen Leuten gestreichelt und sogar fotografiert wurde. Das war schon eine Aufregung. Sie erzählte uns ihre Erlebnisse dieser 30 Minuten, besonders, daß sie von allen von Deutschen gleich abgewiesen wurde, obwohl sie nur nach uns bzw. unserem Hund gefragt hatte – ohne Kommentar.
Nachdem nun doch noch alles gut war, fuhren wir mir dem Taxi zurück zum Platz und stimmten den Abend traditionell und gemütlich ein, kaltes Bierchen, nettes Essen und noch ein Schwätzchen.

Gast am 29 Okt 2007 17:09:15

Hallo

wie ich sehe, kommt keinerlei Resonanz, also kann ich mir die Arbeit auch sparen.
Wenn Ihr am weiteren Verlauf der Reise interessiert seid, dann lasst es mich bitte wissen. Dann geht es weiter.

mfg
Michael

Gast am 29 Okt 2007 17:13:30

Los, weiterschreiben....Ich wollte Dich nicht unterbrechen. Schreib schnell, denn ich lese auch schnell. Bis jetzt ist das ein Superbericht. Also hau in die Tastatur bis sie glüht. :D



Ich will da auch mal hin :cry:

Gast am 29 Okt 2007 17:15:34

Ach nein, Alino, aber man liest ja nicht jede Stunde mit.
Schreib bitte weiter, also MICH interessiert das alles schon sehr, eeeeehrrrrlich!! Und ich bin auch ganz begeistert bisher, vom Bericht bis zu den Bildern, toll und Kompliment!!
Was mich nur noch schwer interessiert, wie war denn die Bekannte abhanden gekommen und wo war sie denn dann überhaupt,bis ihr sie wieder aufgegabelt habt? Das ´lief ja wohl alles irgendwie seltsam ab ?!

Gast am 29 Okt 2007 17:20:04

@ Lira

nun, als wir eben in den Schuhladen gingen, lief sie einfach weiter, ohne es zu bemerken. Erst später brach dann die Panik aus, als sie plötlich allein da stand.

mfg
Michael

pezz88 am 29 Okt 2007 17:22:31

Tagsüber sind eben nicht alle online, warum wohl... also, nicht gleich muksch sein...
Ich bin auch sehr interessiert, wie es weiter geht!

Zu Euren Bekannten kann ich zu einen gewissen Unterton herauslesen, die kennt ihr aber nicht schon aus dem Sandkasten...

Tipsel am 29 Okt 2007 17:36:07

Ich les auch andächtig mit und wag keine Zwischenbemerkung zu machen, damit der Bericht nicht unterbrochen wird und so schnell wie möglich weiter geht 8)

Werde diese Ecke der Welt wohl niemals bereisen und bin gespannt auf die Fortsetzung.

conga am 29 Okt 2007 17:37:23

Da drängen sich mir 2 Fragen auf:
Hast Du das tägliche Bierchen komplett aus Spanien mitgenommen bzw. wie ist die Versorgungslage im islamischen Marokko?
Es klingt in Eurem Bericht so, als wäre die CP-Platz-Suche fast so leicht wie in Frankreich. Aber es wird doch bestimmt nicht viele CPs geben. Wie ist die Lage?

Gast am 29 Okt 2007 17:50:53

Junge, Junge, da schein ich mich aber schön in Euch getäuscht zu haben - freut mich sehr.

@Pezz88

Ich kenne die Leute schon etwas länger, aber bei so einer reise lernt man sich eben etwas besser kennen, weißt Bescheid ?

@conga

Ja, habe mal vorsichtshalber meine Bierreserven mitgeführt. Es gibt in den großen Städten die Supermarktkette Marjane, wo du auch alkoholische Getränke bekommst, Marokko hat sogar eine eigene Brauerei.
Laut marokkanischem Tourismusamt gibt es 87 Campings - aber wir sahen bei weitem mehr. Waren fast immer leicht zu finden, und auch geöffnet, obwohl wir sehr oft allein auf dem Platz waren.

Aber jetzt gehts erstmal mit dem Bericht weiter:

5. Tag
Heute soll die Tour über den Atlas Richtung Quarzazate, einem für die Filmindustrie wichtiger und interessanter Ort, wurden hier doch schon viele Spielfilme, auch Hollywoodfilme gedreht, aber dazu später mehr.
Also diesmal fast pünktlich starten wir zur nächsten Etappe. Gut ausgeschildert kommen wir an Marrakech vorbei und fahren die N9 hinauf, bis auf etwa 3000m. Die Luft wird dünner und der Duc qualmt, wie eine Dampflock. Das scheint aber normal zu sein, aber man macht sich doch erstmal seine Gedanken.
Die Natur zeigt seine ganze Vielfalt, saftig grüne Täler, steile kahle Berggipfel und strahlender Himmel. Die wenigen Leute leben sehr verstreut und in ärmlichsten Verhältnissen. So verteilen wir bei mehreren Stops mitgebrachte Kleidungsstücke und Süßigkeiten an die Kinder, die jedesmal aus den Gräben kommen, wenn wir anhalten. Aber irgendwie machen sie auch einen liebenswerten und netten Eindruck, obwohl oder gerade weil sie so leben. Aber es tut schon im Herzen weh, wenn man das sieht. Und uns geht es so gut, und wir jammern immer noch, denke ich so bei mir.
Das Wetter wird schlechter und es regnet ein wenig, als wir den Atlas talwärts fahren. Also die beste Zeit, um erstmal Päuschen zu machen. Es gibt Goulasch mit Nudeln und ein Käffchen. Lange halten wir uns nicht auf, wollen wir doch bei Tageslicht in Quarazate ankommen. Der Bergetappe hat viel Zeit gekostet, 2 und 3.Gang Vollgas – weist bescheid.
Ach ja, ganz vergessen, das muss ich noch erzählen. Also, beim Anstieg in den Atlas wir der Duc langsam aber stetig lauter, bis es passiert. Das Auspuffrohr bricht hinter dem Krümmer, also erstmal rechts ran und nachsehen – da kann man nichts flicken. Also das Rohr erstmal mit Draht etwas hochbinden, damit es nicht noch abreißt. Zwei Einheimische, die wie sooft im Nirgendwo herumstehen, erklären uns, daß in 5 km eine Ortschaft mit Werkstatt sei, also langsam weiter.
Der unüberhörbare Lärm kündigt unser Kommen schon weit vor dem Ort an. Alle stehen Spalier als wir einlaufen und an der Werkstatt stehen schon einige Leute lächelnd bereit, um uns zu helfen. Während ich dem Stammesältesten versuche zu erklären, was los ist, liegt schon Einer unterm Auto und schraubt das Rohr auseinander. Es wird geschweißt, geflext und geschraubt, während wir uns ein wenig umsehen. Überall freundliches Lächeln, und nach einer Stunde läuft der Duc wieder. „Wieviel?“ 100 Dirham – also etwa 9 €. Wir bedanken uns herzlich und werden überschwänglich und freundlich winkend verabschiedet.
Quarzazate ist nicht mehr weit und so laufen wir bald vorbei an den ersten Filmstudios und Kulissen vorbei in den sauberen mit vielen Hotels bestückten Ort. Der Campingplatz Municipal liegt zentral und ist recht sauber. Die warmen Duschen gibt’s gegen Aufpreis. Es ist gerade Wochenmarkt direkt neben dem Platz und wir schlendern durch die engen Wege. Natürlich liegt auch hier der Geruch von 100 Gewürzen in der Luft und genießen immer mehr das „Fremde“.
Wir nehmen uns hier mal die Zeit und bereiten uns ein 3 Gänge Menü, essen gemütlich und lassen die vielen Eindrücke des Tages auf uns einwirken. Leider beginnt es später etwas zu regnen und Wind kommt auf, also ziehen wir uns ins Auto zurück und lassen den Tag ausklingen.


Gast am 29 Okt 2007 17:51:15

Hei Alino....Pause untersagt :wink:

Ich habe auch den spannenden Bericht verfolgt, musste aber immer wieder wegen der Arbeit unterbrechen. 8)
Bitte nicht aufhören :!:

Gast am 29 Okt 2007 17:57:05

Achherrje, das Du aber auch noch den Auspuff verlieren musstest. Aber cool gehandelt. Respekt. So, genug gelobt.

Weiterschreiben ! :D

Gast am 29 Okt 2007 19:03:20

6. Tag
Heute geht’s in die Wüste, also wollen wir wieder so gegen 9:00Uhr los. Vor der Ausfahrt tanken wir noch Frischwasser, man weiß ja doch nie, wann man wieder Trinkwasser bekommt, aber auch diese Sorge war völlig unbegründet.
Fast pünktlich geht’s also bei bedecktem Himmel vom Platz. „Muß nur noch mal aufs Klo, und meine Frau auch“ hören wir von unserer Begleitmannschaft.
Was von Anfang an mein eigentliches Ziel war, sollte alle Erwartungen übertreffen. Auf der Straße der Kasbahs, entlang an fantastischen Gebäuden und Lehmhaussiedlungen kommen wir der Wüste immer näher. Es wird heißer, aber nicht unangenehm. Wir haben wohl eine günstige Jahreszeit gewählt. Immer wieder kommen wir an saftig grünen Oasen vorbei und sind über begeistert. Auch sehen wir jetzt immer häufiger Dromedare an der Straße. „ Aufpassen, da laufen wieder welche über die Straße“
Unser Ziel dieser Etappe soll die Erg Shebbi- Düne bei Erfoud sein. Nun denkt man, so eine Düne ist vielleicht ein bisschen größer wie an der See – man macht sich keine Vorstellung.
Am Horizont tauchen die ersten Dünen auf und über gut ausgebaute Straßen kommen wir unserem Ziel näher.
Viele Schilder weisen uns den Weg zu vielen, vielen Auberges, also Hotels, die direkt an der Wüste liegen und nun verlassen wir den Asphalt und rollen bei bis zu 47 Grad über die Vulkanwüste.
Was wird uns erwarten? Aus E. Kohlbachs Reiseführer haben wir uns 3 Auberges ausgesucht und wollen die erste auf der Strecke anfahren.
Was soll ich sagen, es ist wie in 1001 Nacht. Ein blau gewandeter Berber begrüßt uns und führt uns in die Herberge. „ Das hat aber keinen Pool, steht in dem Buch“ sagt meine Frau, und als Antwort bekommen wir zu hören:“ Keinen Streß, haben wir dieses Jahr neu gebaut-alles im grünen Bereich“. Hassan, der Leiter des Hauses spricht super deutsch, und wir sollen noch viel Spaß mit ihm bekommen.
„Aber hier wollen wir nicht stehen, so mitten in der Sonne“, aber nein, daß ist der Parkplatz. Die Womoplätze sind im Innenhof.
Wir werden immer stiller, so angetan sind wir von dem Haus und der Gartenanlage, und bleiben hier, ohne lange weiter zu suchen.
Alles klar ? Ja. Wir fahren also in den Hof und bauen unsere Womos auf. Danach gehen wir in den kühlen Innenhof, wo Hassan uns wieder empfängt. Kleine und größere Sitzecken, versteckt unter Palmen und überall kleine Springbrunnen. Erstmal was kaltes trinken – Bier gibt´s auf Anfrage auch, und dann zum ersten Gang in den Sand. Also raus aus dem Tor und wir stehen in der Sahara. Wir haben eine andere Welt erreicht –
Ein erster Spaziergang wird von einem herbeigekommenen Berber begleitet, der uns schön in die „Geheimnisse der Wüste“ einweiht- nimmt aber keinen Pfennig dafür.
„Meine Familie hat eine Steinschleiferei und wenn Ihr davon etwas haben wollt, dann gut, wenn nicht bleiben wir Freunde“ so seine Antwort.
Natürlich wollen wir Ihn für seine interessante Führung irgendwie entschädigen, also schauen wir uns die Fossilien an und kaufen/tauschen etwas bei Ihm.
150 Dirham und ein Pullover für einen Steinaschenbecher mit Schneckenintarsien, oder wie auch immer das heißen mag.
Zurück in der Auberge werden wir gefragt, ob wir abends etwas essen wollen, „wo ist den die Karte? Wir haben keine, heute abend gibt es bla bla bla (keine Ahnung) und wir reservieren uns einen Tisch und lassen uns überraschen. Die Überraschung ist gelungen, ich weiß immer noch nicht was wir gegessen haben, bis auf den Nachtisch, das waren Granatäpfelkerne in einer Yoghurtsoße- alles sehr lecker. Noch lange sitzen wir zusammen und sind begeistert von dem Ambiente und der Freundlichkeit, die uns überall entgegengebracht wird.

Gast am 29 Okt 2007 19:07:53

Noch weitere Fotos vom 6.Tag

Gast am 29 Okt 2007 19:18:32

hey, Michael, Dein Thermometer geht ja wieder :D

Ausderasche am 29 Okt 2007 19:32:08

Super Bericht! Irgendwann in den nächsten 5 Jahren kommt Marokko dran! Sind Eure Begleiter bis zum Ende mitgefahren? :D


Frank

Beduin am 29 Okt 2007 19:36:42

Alino hat geschrieben: keine Adresse vom Campingplatz dabei. „ .


:eek:
Nur mal so als Tipp am Rande.
Meine Kinder bekamen das immer als Zettel oder Visitenkarte in die Hosentasche geschoben

Beduin am 29 Okt 2007 19:43:38

Ich willlllll da auch mal hinnnnnnnnnnnnn :cry:

Gast am 29 Okt 2007 19:50:06

@Ina Ich komm mit :)

Gast am 29 Okt 2007 20:07:19

hi alino
habe deinen bericht mit spannung gelesen.
bin förmlich mitgefahren.

dass du die überfahrt für 140 euros bekommen hast, kostet
dich einen schluck auf mich :D

ciao
lele

Gast am 29 Okt 2007 20:12:58

Einer geht noch für heute

7. Tag
Noch lange saßen wir zusammen in der Kasbah und Hassan erzählte uns Geschichten über die Wüste und das Leben hier.
Wir blieben also noch hier und am Abend war dann natürlich eine Dromedartour durch die Wüste gebucht. Hassan regelte alles und so hatten wir den Tag frei zum Entspannen und genießen.
Natürlich wollten wir uns den Sonnenaufgang in der Wüste anschauen und so gingen wir gegen 7:00 die Dünen hinauf. Es war s..kalt, gerade mal 8 Grad, aber der Blick entschädigte uns. Das Licht-und Farbenspiel wirkte Überirdisch und irreal. Unsere Begleiter verpassten das leider, „ ist viel zu früh für uns“ – na ja, selber schuld.
Nachdem dann die Sonne höher stand gingen wir ins´s Womo, war immer noch kalt, und meine Frau machte schon mal das Frühstück.
Die Sonne schien nun langsam in den Hof, sodass wir draußen sitzen konnten, und genossen die unglaubliche Stille.
Die Sonne stieg schnell und somit auch die Temperaturen, so schnappte ich mein Lappi, ging an den Pool und schrieb schon mal ein wenig am Reisebericht. Unser Hund zog die Leute wie ein Magnet an und so kamen wir mit vielen Leuten aus Deutschland und Spanien ins Gespräch, die eine Jeepsafari gebucht hatten. „ Ja, mit so einem Wohnmobil, das wäre ja auch unser Traum“ hörten wir immer wieder, und sie hatten Recht.
Das Poolwasser war kalt, oder wie Männer sagen, erfrischend, aber wir nutzten es trotzdem und fühlten uns sauwohl. Das muß ein Stück vom Paradies sein…..
Rechtzeitig kam dann auch Hassan und mein Durst und ohne zu Fragen brachte er ein kaltes Bier sowie ein paar landestypische Aperitifs aus Oliven und Popkorn, wirklich war.
Meine Frau hatte Ihre Bahnen im Pool gedreht und ist zum Kochen wieder ins Womo. Ich saß noch hier ein wenig und freute mich des Lebens.
Der Nachmittag verlief ähnlich ruhig und wir freuten uns auf die Kameltour in den Sonnenuntergang.
Es wurde gegen 17:00Ortszeit und somit langsam ernst. Die Dromedare standen zur Tour bereit, und warteten brav auf die dollen Touris. Also ging ich zum Womo, holte meine Frau und unseren Freund, der auch mitwollte. Seine Frau passte derzeit auf unseren Hund auf, da sie sowas schon mal gemacht hatte, und keine Lust mehr hatte.
Also los, bewaffnet mit Kamera ging es zu den Tieren und ab ins Abenteuer, welches beim Aufstehen der Urzeitgeschöpfe schon begann. Ein Tip an alle, die das auch mal vorhaben:“Gut festhalten“
Also los in die Wüste – der Führer immer zu Fuß vorran. Meine Frau hatte natürlich einen erwischt, wo der Sattel schief war, und immer so wackelig ging, besonders bergab. Aber hart wie wir nun mal sind, biss sie die Zähne zusammen und wurde immer lockerer – nur nicht bergab.
Die Sonne ging langsam unter und ein prächtiges Farbenspiel begann. Nach etwa 1,5 Std. stiegen wir glücklich und breitbeinig wieder ab und nun erstmal ein kaltes, na ja ihr wisst schon.
Abends saßen wir dann wieder in der Kasbah, rechneten schon mal mit Hassan alles ab, denn morgen sollte unsere Tour weitergehen, eigentlich schade, aber wir kommen wieder hierher- enschalah (so Gott will).

Gogolo am 29 Okt 2007 20:23:10

Klasse Bericht - könnte stundenlang weiterlesen!


Habe die Ehre

Gogolo

Marisa am 30 Okt 2007 00:53:39

Hallo Michael und Beate,

schön,daß ihr wieder gesund und um viele Erfahrungen reicher,nach Hause gekommen seid.
Ich habe heute von der ersten bis zur letzten Seite deinen Bericht durchgelesen und bin mit den Fingern auf der Landkarte mitgefahren.
Superklassegeil!! :D
Wie hat euer Wauwau so alles vertragen,ging das alles auch mit ihm gut und war er im Wagen als ihr die Touren gemacht habt?

Schreib mal schnell weiter,will mehr wissen - Sicherheit,Sprache-Leute...!!!

Denn .. da will ich auch noch hin! :wink:

Trix

Gast am 30 Okt 2007 00:57:00

Klasse, weiterschreiben... Top Heldenfoto :D

Gast am 30 Okt 2007 13:01:17

Also weiter geht´s

8. Tag
So, heute sollten wir die Wüste wieder verlassen und Richtung Fes aufbrechen. Wieder hatten wir uns 9:00 Uhr als Startzeit vorgenommen, unsere Freunde gegen 7:30Uhr geweckt, aber was soll ich lange um den heißen Brei reden –es wurde wieder später. „ Wir gehen nur noch mal aufs Klo“ – wie jeden morgen.
Aber egal, man hat sich langsam daran gewöhnt, und wir sind ja im Urlaub, aber immer diese dumme Warterei….
Nun gut, wir fahren also wieder durch die Vulkanwüste und bald geht es auf wieder bergauf in den mittleren Atlas.
Aber erstmal geht es natürlich wieder vorbei an Sanddünen und schon etwas wehmütig schauen wir in den Rückspiegel und vermissen schon jetzt die Wüste und Ihre Einzigartigkeit.
Auf unserem Weg nach Fes haben wir uns als Zwischenstopp Azrou ausgesucht, wo es einen schönen Municipale geben soll, aber das müssen wir erstmal hinkommen.
Über mehrere Passstraßen führt unser Weg durch sehr abwechslungsreiche Naturlandschaften mit grünen Tälern und Ansiedlungen. Jeder dort schein einen kleinen Garten zu haben, wo er sein Obst und Gemüse anbaut. Freundlich winken uns die Leute zu und wir freuen uns immer wieder aufs Neue über die Freundlichkeit der Menschen. Natürlich wird es auch hier wieder ärmlicher, und so freuen sich die Kinder, wenn wir Ihnen ein paar Süßigkeiten schenken.
Von den vielgeschilderten Steine werfenden Kindern können wir nichts erzählen, es gab keine. Die Berge werden immer steilen und die Vegetation üppiger. Wie schon bei der Anfahrt über den hohen Atlas werden auch hier immer wieder Ammetissteine am Wegesrand angeboten, das sind also hohle Steine in denen sich über Jahrtausende hinweg farbenprächtige Kristalle gebildet haben. Leider ist die Ausfuhr verboten, aber nicht weitererzählen, wir haben uns natürlich so ein wundervolles Andenken mitgenommen.
Immer höher, die Luft wird dünner und der Duc qualmt wieder fröhlich schnaufend wie die Dampflock von Jim Knopf – wir haben uns daran gewöhnt.
Wir müssen langsam mal wieder tanken und halten an der nächsten Tankstelle, wo es außer No Name Diesel nichts gibt. Beim Aussteigen höre ich und auch der nette Tankwart, daß der Auspuff wieder lauter wird, und sofort liegt der junge Mann drunter, um nachzusehen.
Er sieht die lockere Auspuffschelle und winkt mich nach dem Tanken gleich auf seiner in einer art Werkstatt liegenden Grube und beginnt gleich zu schrauben.
Er gibt mir ein Zeichen, ich soll den Motor starten – alles klar!
Auch er möchte für seine Hilfsbereitschaft nichts haben,“ das ist Service“, aber ich bin wieder so beeindruckt und stecke ihm etwas zu.
Die Landschaft wird derweil immer grüner und es erinnert unweigerlich an die Alpen, viel Wasser und eine herrlich klare Luft. Sind wir wirklich noch in Afrika?
Wir haben den letzten Pass überwunden und fahren Azrou an, eine wunderschöne und saubere Universitätsstadt. Einen Polizisten fragen wir nach dem Weg, der uns mit Handschlag begrüßt und freundlich den Weg beschreibt. Der Municipale ist aber geschlossen und so fahren wir weiter nach Ifrane zu Hassan, der 20 Jahre in Köln gelebt hat, und jetzt einen Campingplatz hier betreibt. Wir sind dicht am Skigebiet, was wir auch an den Temperaturen merken.
Da dies die bislang längste Etappe der ganzen Tour, von rd. 530 km und unser Freund hatte sich auch noch eine Erkältung eingefangen. Also wird es ein ruhiger Abend, wir gehen nur noch frisches Fladenbrot kaufen und wir zwei sitzen noch etwas vorm Womo, und unterhalten uns noch mit Hassan, dem Betreiber. Wir haben unseren Freund mit Erkältungsmedikamenten versorgt, und die schlagen auch gut an.


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