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Das Gogolobil unterwegs SCO, IRL, Bretagne und Loire 2016 1, 2, 3, 4


nuvamic am 11 Jun 2016 00:14:44

Erst mal ganz lieben Dank fürs Mitnehmen - wir quetschen uns ja ganz schön rein, bald wird wegen Überfüllung geschlossen ;)

Schade, dass nicht alles nach Wunsch lief, ich hoffe, Ihr genießt trotzdem die Landschaft. Die Highlands habt Ihr ja noch vor euch...

Da ich ja immer hübsch verfolge, wo Ihr rumgondelt (und außerdem gern das eine oder andere neue finde), hab ich auch hier versucht, der Route zu folgen. An einer Stelle allerdings hab ich Probleme:

Gogolo hat geschrieben:.. Wir fuhren an Aberdeen vorbei .. und gelangen allmählich wieder an die Nordseeküste südlich von Inverness. Bei Aberdour Beach haben wir wieder einen absolut tollen Übernachtungsplatz .. Zuerst gings zum Grovie Car Park und hatten von dort aus eine absolut tolle Sicht auf den Ort Grovie ..

Aberdeen ist so weit weg von Inverness - meinste Inverurie?
Und Aberdour ist ziemlich weit südlich von Aberdeen, da komm ich auch nicht ganz mit.
Grovie hab ich bisher überhaupt nicht gefunden.

Kannst du (oder jemand anderes) meine Verwirrung lösen?

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pipo am 11 Jun 2016 10:02:40

Gogolo hat geschrieben:Haggis schmeckt viel besser als es aussieht!

Aber nur mit etlichen Guinness vorab. Sowas esst ihr, ehrlich? :eek: :wink:

gnarz18 am 11 Jun 2016 10:27:54

Haggis ist schon wirklich sehr speziell, aber als Mod für „ Kochen & Grillen“ muss man sich halt opfern. :D
Die Enttäuschung mit Edinburgh kann ich schon verstehen, ist im Sommer bzw. eigentlich immer ätzend voll. Wobei man sagen muss, abseits von Princes Street und Royal Mile ist Edinburgh schon schön, ist natürlich Geschmackssache.
Gruß
Michael

pipo am 11 Jun 2016 10:43:42

gnarz18 hat geschrieben:Haggis ist schon wirklich sehr speziell, aber als Mod für „ Kochen & Grillen“ muss man sich halt opfern. :D

Da würde ich eher den Job hier an den Nagel hängen ;D

Gogolo am 11 Jun 2016 12:50:36

nuvamic hat geschrieben:
Da ich ja immer hübsch verfolge, wo Ihr rumgondelt (und außerdem gern das eine oder andere neue finde), hab ich auch hier versucht, der Route zu folgen.

Kannst du (oder jemand anderes) meine Verwirrung lösen?



Ich hoffe, die Verwirrung zu lösen. Wahrscheinlich kommt das auch daher, dass ich "Südlich von Inverness" geschrieben habe. Östlich wäre zutreffend gewesen....

Zur Verdeutlichung hier noch eine Karte in einem besseren Maßstab. Der Ort Grovie ist mit einem grünen Kreuz gekennzeichnet, ausnahmsweise hier mal die GPS-Daten GPS 57°40'33.2 -2°19'29.4. Ausnahmsweise deshalb, denn sonst fahren zu viele Leute dort hin und beim nächsten mal kann man dort nicht mehr stehen...






Zu Haggis:

Auch Gogoline hat es gut geschmeckt! Gut dass die Geschmäcker verschieden sind, sonst wäre Haggis im Laden ausverkauft gewesen....


Habe die Ehre

Gogolo

nuvamic am 11 Jun 2016 14:38:46

Aah - nach genauerer Lage und weiterer Suche - isch glaub, das Kaff heißt "Crovie" - mit C statt mit G ;)

nahebei übrigens auch Pennan in ähnlicher Lage und mit Filmvergangenheit...

Gogolo am 11 Jun 2016 18:43:45

Ich bitte meine Rechtschreibfehler und meine geografischen Unzulänglichkeiten jetzt und auch in Zukunft zu entschuldigen. Sie sind der Hektik des Berichteschreibens geschuldet. :lol: :lol: :lol:


Habe die Ehre

Gogolo

Julia10 am 11 Jun 2016 18:59:14

Ist entschuldigt Gogolo, hauptsache, Du schreibst weiter :D

Eins schöne Reioseroute habt ihr Euch da ausgeguckt. Ich bleibe mal als Reisetross dabei, wenn auch nur in Gedanken. Die Umsetzung folgt, so hoffe ich in absehbarer Zeit.

Gute Fahrt Euch Beiden!

Julia

nuvamic am 11 Jun 2016 19:04:57

Genau darum hab ich meine Forschungserkenntnis auch hier hinterlassen - ich vermute, dass viele, die hier mitreisen, sich das Ganze mal in natura anschauen wollen.... Gogolo - wir folgen dir 8) :mrgreen: (zu deinem Glück nicht hinter der Stoßstange, aber iiiirgendwann)

Gogolo am 11 Jun 2016 20:16:30

nuvamic hat geschrieben:Genau darum hab ich meine Forschungserkenntnis auch hier hinterlassen - ich vermute, dass viele, die hier mitreisen, sich das Ganze mal in natura anschauen wollen.... Gogolo - wir folgen dir 8) :mrgreen: (zu deinem Glück nicht hinter der Stoßstange, aber iiiirgendwann)



Ich bin für jeden deiner Forschungserkenntisse/Berichtigungen/Verdeutlichungen dankbar - ehrlich!


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 13 Jun 2016 12:23:32

Unsere Berichts-Reiseroute:





Nach Baxter fuhren wir zur historischen Dallas Dhu Distillery, sie wurde im Jahre 1983 geschlossen und ist heute ein Museum wo die Herstellung von Scotch-Whisky auf traditionelle Art gezeigt wird. Man kann alles besichtigen und fotografieren, was in produktiven Distillerien oftmals verboten ist.







Der Besichtigungstag war zu Ende und es ging zu einem hochgelegenen Parkplatz über der Waldgrenze bei Skigebiet Cairngorm und von dort aus hat man eine grandiose Aussicht auf die umgebenden Berge und Täler. Zwar wären im Tal bei einem See auch einige Stell- und Campingplätze, aber hier oben ist es viiieeel schöner! Gleich in der Nähe des Parkplatzes ist auch ein Aussichtspunkt zur Beobachtung von Birk- und Auerhühner. Am frühen Morgen habe ich das typische „Klicken“ des Balzrufes gehört aber leider nichts gesehen...





Nur rund 50km waren es am nächsten Tag z.T. auf Nebenstraßen dann bis zur Südseite des bekannten Loch Ness. Die Straßen waren ganz, ganz schmal, einspurig und hatten nur alle hundert Meter eine Ausbuchtung, wenn Gegenverkehr kam. Dann musste einer von uns Beiden in diese Bucht zum ausweichen hinein fahren. Man bedankt sich dann immer bei der Gegenseite mit Handzeichen. Am Loch Ness fahren wir mal wieder einen Campingplatz zur Ent- und Versorgung an. Und wir haben am Südufer bei Foyers einen sehr schönen, sauberen und ruhigen Platz gefunden. Die ersten Blicke auf den See zeigen, dass heute bei dem schönen Wetter nicht mit einer Sichtung des Seeungeheuers Nessie zu rechnen ist. Vielleicht morgen?








Der Platz ist absolut zu empfehlen. Am Empfangsbereich gibt es auch freies WLAN, aber etwas langsam. Zum abrufen von eMails und Nachrichten reicht es aber.

Am nächsten Tag ist das Wetter zwar nicht so gut – und trotzdem ist von Nessie nichts zu sehen. Wir brechen vom CP auf und fahren an das südwestliche Ende des Loch Ness. Dort in Fort Augustus sind wir über den River Oich bis zur Canal Mole des Caledonian Canals gefahren. Dort werden in einer Schleusenanordnung die Schiffe hoch oder runder geschleust wenn diese auf dem Caledonian Canal unterwegs sind. Von der Hafenmole hat man einen schönen Ausblick auf den See.





Nun fahren wir die andere Seite des Sees hoch in Richtung Nordosten bis Inverness. Unterwegs machen wir noch Halt am Urquhart Castle, einer Burgruine direkt am See. Wir betrachten die Ruine etwas aus der Ferne und verkneifen uns den Eintrittspreis. Denn dieser ist erstens ziemlich gesalzen (für das was man zu sehen bekommt), zweitens wuseln wieder viele Asiaten vor der Kameralinse herum und drittens bietet das Wetter keine fotogenen Lichtblicke. Trotzdem ein Bild von der Ruine:





In Inverness ist ein sehr gut sortierter Tesco-Markt und wir vervollständigen wieder unsere Vorräte und kaufen auch frische Sachen ein. Dann geht es Richtung Norden nach Cromarty am Moray Firth. Hier sehen wir auf einer schönen Wiese unmittelbar am Wasser. Und wenn man Glück hat, dann kann man bei auflaufender Flut hier auch die weltweit nördlichsten Bottlenose-Delphine sehen. Und tatsächlich haben wir zweimal einen Delphinrücken so ca. 100m vom Ufer entfernt gesehen. Für Fotos waren die Tiere einfach zu weit entfernt. Auch den kleinen, sehr urtümlichen Ort haben wir besichtigt.







In aller Frühe fuhr das Kreuzfahrtschiff „Europa“ in den Moray Firth ein. Wir dagegen sind wieder ein Stück (ca. 15km) zurück gefahren um die Delphine bei Rosemarkie/Fortrose gleich bei der Leuchtturmlandzunge am Chanonry Point zu sehen. Am dortigen Parkplatz am Leuchtturm heißt es allerdings: „Overnightparking vorbidden“. Die Parkplätze sind aber auch wirklich winzig, so dass es selbst tagsüber nicht möglich ist mit einem Wohnmobil über 4m Länge dort zu stehen. Ich habe mich halt dann über mehrere Parkplätze hinweg quer hingestellt... Allerdings konnte man hier die Delphine besser beobachten und die Tiere sprangen hoch aus dem Wasser und drehten dabei Pirouetten. Zum fotografieren waren die Tiere wieder einfach zu schnell – oder ich zu langsam mit dem Finger am Auslöser des Fotoapparats.


Eigentlich wollten wir dann auf dem gleich in der Nähe befindlichen Campingplatz übernachten. Obwohl wir um 11 Uhr vormittags noch recht früh dran waren hieß es: keine Plätze mehr frei, alles ist reserviert. Das hängt sicher damit zusammen, dass Samstag ist und gleich in der Nähe ein großer Golfplatz zum spielen einlädt. Macht nichts – wir fahren wieder zum gestrigen Übernachtungsplatz in Cromarty (siehe oben), denn dort ist es ebenso schön und es kostet nichts. Unsere Kapazitäten (Wasser/Abwasser/Strom) reichen locker noch für ein paar Tage.


Jetzt sind wir erst einen Monat unterwegs und es kommt mir schon soooo lange vor. Und wir haben noch einiges vor uns liegen, was wir ansehen und bereisen müssen. Das Wetter hat sich etwas „gedreht“ - hatten wir bislang noch keinen richtigen Regentag, so ist es heute den ganzen Tag regnerisch gewesen. Wochenendwetter sozusagen...

Jetzt habe ich gerade etwas Zeit und möchte ein paar allgemeine Dinge los werden. Zum einen über die Menschen/Schotten hier. Sie sind absolut freundlich zu den Touristen (zumindest zu uns), aber ich muss jedesmal bitten, langsam und deutlich mit einfachen Worten zu sprechen, denn mein Englisch und der Sprachschatz an Vokabeln ist nicht mehr so gut wie zur Schulzeit. Hinzu kommt, dass manche Schotten und Schottinnen einen fürchterlichen Dialekt sprechen, der für mich nahezu unverständlich ist.

Campingplätze sind hier sehr häufig und sehr gut ausgestattet sowie meistens peinlich sauber. Stellplätze hingegen sind im Süden Schottlands nicht so häufig, ich bin neugierig ob es im Norden besser wird. Freies stehen/übernachten mit dem Womo wird häufig an Touristenzentren oder in der Nähe von Campingplätzen untersagt. Wenn kein Verbotsschild zu sehen ist, dann kann man aber auch gut und sicher über Nacht stehen.

Die Preise haben ein hohes Niveau. Diesel kostet 1,47€/Liter. Für eine Übernachtung an einem Campingplatz muss man für zwei Personen incl. Strom rund 25-30€ rechnen. Die ECC vom ADAC wird akzeptiert und man erhält die Preise/Vergünstigungen wie für die Mitglieder der englischen Campingclubs.

Supermärkte und Einkaufszentren sind häufig und haben ein gutes, vielfältiges und internationales Warenangebot. Das angebotene Fleisch (Schwein, Rind, Schaf) sowie Fisch sind hervorragend und haben höchste Qualität. Nur bei der Wurst und beim Brot „hapert“ es. Frischwurst wie wir sie kennen, ist nahezu unbekannt, Würstchen sind „lapprig“ und Brot gibt es nur als weiches Weißbrot. Selbst Körnerbrötchen sind viel zu weich, wenn man Butter draufschmiert ist man gleich mit dem Messer unten durch. Manchmal kann man Aufbackbrötchen vom Festland in den großen Supermärkten (Spar, Coop, Tesco, Aldi) ergattern – da lege ich mir dann immer einen Vorrat zu. Sollte ich noch einmal hierher fahren, dann kommen in meinen Vorrat auch noch ein paar ganze Salami, denn diese sind haltbar und hier oben ist die gewohnte Salami-vielfalt unbekannt.

Mücken haben wir bisher gottseidank noch keine gesehen und uns hat demzufolge auch noch keine gestochen. Die Mückenplage soll momentan mehr im Nordwesten sein. Aber dort kommen wir auch noch hin. Vorsorge mit superfeiner Mückengaze bei den Fenstern habe ich schon getroffen.


So, jetzt geht es wieder weiter mit der Fahrt.


In Cromarty geht auch eine kleine Fähre ab über die Fjordenge Moray Firth ein paar Kilometer ans gegenüberliegende Ufer nach Balnapaling. Die Fahrzeit dauert 15 Minuten und die Fähre geht alle halbe Stunde. Und wenn ich geschrieben habe „kleine“ Fähre, dann meinte ich es auch so - sie ist wahrscheinlich Englands kleinste Fähre. Die Auffahrtsrampe ist gerade so breit das das Gogolobil mit der Radspurweite hinauffahren konnte. Oben links und rechts bei der Durchfahrt zum offenen Deck waren links und rechts noch 2cm!!! Platz. Nach der millimeterweisen Auffahrt des Gogolobils war dann die Fähre voll, denn die Deckslänge war nur bis 6,5m ausgelegt. Also: keine Fähre für große Wohnmobile und Dickschiffe – maximal 2,22m Breite und 6,30m Länge können mitgenommen werden. Außerdem ist bei der Auf- und Runterfahrt ein langer Überhang am Heck eines Wohnmobils kontraproduktiv, d.h. das Fahrzeug geht auf.







Wie dem auch sei, wir wurden gut mitgenommen und während der Fahrt rollte das kleine Schiff beachtlich um die Längsachse, das Gogolobil schaukelte von rechts nach links und dann heftig wieder zurück, denn der Gezeitenstrom in der Fjordmitte machte sich ganz deutlich bemerkbar. Das Gogolobil stand direkt vor dem Steuerstand des Kapitäns, verdeckte komplett die Sicht nach vorne und der mitfahrende Helfer musste daher dem Kapitän per Handzeichen die Steueranweisungen geben. Ein kleines Abenteuer...


Bezahlt wurde heute (es war Donationstag, also Spendentag) nur das was man gerne gab. Üblicherweise kostet eine Überfahrt für ein Fahrzeug mit zwei Personen 16,5 Pfund. Ich wollte 20 Pfund zahlen, aber die Annahme wurde verweigert. 10 Pfund sei das Höchste und mehr wird nicht angenommen.

Wir haben durch die Fährüberfahrt 64km gespart, so dass die Tagesetappe nur 95km war. Weiter geht es nach Norden, wir möchten noch an die Nordostspitze des Inselfestlandes, nach John O'Groats. Bei Golspie machten wir einen Fotostopp beim Dunrobin Castle, dem nördlichsten Highlandschloss mit 189 Zimmern. Ob das Innere des Schlosses soooo sehenswert ist wie es der Besichtigungspreis verlangt, wissen wir nicht, denn wir sind nicht hinein gegangen.





Unterwegs faszinieren immer wieder die vielen dunkelgelb blühenden Ginsterbüsche die oftmals ganze Hanglagen bedecken und mit ihrer Farbenpracht erfreuen. In Helmsdal füllten wir am Hafen an einem freien Wasserhahn unsere Wasservorräte mit gutem Trinkwasser auf.






Am Ende der Tagesetappe stehen wir wie geplant auf dem CP John O'Groats. Hat es in der Frühe noch leicht getröpfelt, wurde es im Laufe des Tages immer besser und trockener und um 20 Uhr scheint die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Wir haben fast den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht (nur eine Landzunge westlich von uns ist noch nördlicher – aber da fahren wir auch noch hin) und bleiben nun für mindestens zwei Nächte hier. Daher ist auch etwas Zeit zur Erstellung dieses Reiseberichts. Viel Spaß beim lesen und ansehen....





Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

zeus am 13 Jun 2016 13:16:46

Sooo Klasse. Jetzt bin ich wieder auf dem neusten Stand. Habe den Karl an Deinen wunderschönen Fotos teilhaben lassen. Ein einmaliger Bericht mit eindrucksvollen Fotos. Auch das Wetter scheint ja mitzuspielen.

19grisu63 am 13 Jun 2016 13:34:54

Wie immer macht es Spaß, als blinder Passagier mitzureisen :ja:

Jonah am 13 Jun 2016 15:00:46

Ach wie schön, dass du wieder so fleißig schreibst. Ich hatte schon sehnsüchtig drauf gewartet. Einige Orte erkenne ich wieder. Da oben am Skigebiet wollten wir auch übernachten, sind aber fast weggeweht, weil es an dem Abend so stürmisch war, daher sind wir runter gefahren und haben unten am See übernachtet. Bin gespannt, wie es bei euch weitergeht. Gute Reise und ganz viel Spaß wünsche ich euch.

barnie1234 am 13 Jun 2016 16:29:14

Hallo Gogolo und Gogoline,
habe mich wieder über den Reisebericht gefreut. Ich selbst bin seit 2 Jahren krankheitsbedingt an die Wohnung "gefesselt" und giere deshalb schon auf den nächsten Bericht von Euch. Zwischendurch trainiere ich meine Beweglichkeit damit ich demnächst auch wieder auf Tour gehen kann. Für Euch weiterhin eine interessante Reise mit tollen Bildern.
Gruß Bernd

kleibeeke am 14 Jun 2016 13:13:54

Wie immer bin ich von eurem Reisebericht begeistert und freue mich schon auf die Fortsetzung.

HeikeD am 17 Jun 2016 17:50:53

Danke für den tollen Bericht!
Mein Schottlandwissen beschränkt sich auf den West Highland Way den wir vor 3 Jahren gewandert sind und auf ein paar Aufenthalte in Glasgow.
Fort William hat mich persönlich nicht so sehr vom Hocker gerissen, aber das Umland ist schon sehenswert.
Glencoe könnte ich empfehlen, Loch Lomond ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Viel Spaß weiterhin auf eurer Reise, wir sind auch bald unterwegs, bei uns steht Cornwall und Peak District auf dem Plan.

Gogolo am 21 Jun 2016 21:11:09

Wie gewohnt am Anfang wieder auf der Karte der Weg, den wir in diesem Bericht zurück gelegt haben:





In John O'Groats nutzten wir den Ruhetag als Waschtag, Servicetag und für einen Spaziergang am Ufer entlang. Wir finden dort farbenfrohe Häuser und ausgefallene Kunstwerke, die aus der üblichen Alltagsarchitektur heraus stechen. Man kann verschiedener Meinung dazu sein – uns gefallen diese Häuser.








Am Abend gibt es noch gegen 22:20Uhr einen prächtigen Sonnenuntergang.






Gegen 02:30 Uhr am Morgen wird es jetzt schon hell. Die Sonne geht jetzt fast im Norden unter und die Zeit der Sommersonnenwende ist nicht mehr weit. Dann wird die Taghelligkeit allmählich wieder kürzer und die Nächte länger. Das wird noch dazu verstärkt durch die Tatsache, dass wir nun allmählich wieder in Richtung Süden fahren.

Zunächst schauen wir uns aber noch am 4km entfernten Duncansby Head (Nord-Ost-Ecke des britischen Festlandes) den Leuchtturm und nach einem kurzen Fußweg die schönen Vogelklippen an. Auch die „Stacks of Duncansby, das sind beeindruckende Felsformationen an der Klippe müssen fotografiert werden.










12km weiter nach Westen, immer der Küste entlang, kommt „The Castle & Gardens of Mey“. Das war der Alterssitz der Queen Mom, der Königinmutter, in Caithness. Das Gebäude wurde Ende des 16. Jh. gebaut und für die Queen Mom restauriert und umgebaut. Man konnte das Gelände und den Park ohne Eintritt besuchen. Einen schönen Alterssitz haben sich da die Royals hingestellt:





Wiederum nur ein kurzer Weg von Mey aus war es zum „Britischen Nordkap“, zum Dunnet Head. Man muss es halt gesehen haben... Die Straße dorthin gab uns einen Vorgeschmack auf den weiteren Weg nach Durness: sehr schmal, nur für ein Fahrzeug gemacht mit Ausweichstellen (Passing Places) alle hundert Meter. Bei viel Gegenverkehr kommt man nur ganz langsam vorwärts. Aber es fahren auf der Straße auch Doppelstockbusse – dessen Fahrer möchte ich nicht sein. Immer wieder blüht der Ginster neben der Straße in einem intensiven Gelb, fast unnatürlich.








In Thurso haben wir einen Tesco-Einkaufsmarkt entdeckt und kaufen wieder frische Sachen ein. Die weitere Landschaft der Küste entlang nach Durness ist beeindruckend und imposant. Und wie schon geschrieben: die Straße ist sehr schmal. In Durness stehen wir austerf dem dortigen CP Sanga Sands oberhalb des Meeres und haben einen wunderbaren Platz wie auf einer Aussichtskanzel mit einem tollen Blick auf das Meer und den Strand ergattert. Das Wetter war tagsüber direkt sommerlich, am Abend kamen Wolken auf und es fing zu regnen an was zu einem Regenbogen führte.







Die ganze Nacht hat es mehr oder weniger kräftig geregnet und auch zum Morgen hin nicht ganz aufgehört. Eigentlich wollten wir hier zwei Tage bleiben, aber nicht bei diesem Wetter. Wir fahren daher weiter, und zwar wiederum auf den engen Straßen wie schon tags zuvor. Die Tagesetappe ist nur 104km lang, davon waren über die Hälfte mit diesen einspurigen Single Roads mit dem zahlreichen Gegenverkehr. Die Straße führt über das tolle, einsame schottische Hochland und entschädigt für das langsame Vorwärtskommen.





Unterwegs kamen wir an der Ruine Ardurek Castle vorbei und machten einen Fotostopp. Allerdings nicht da, wo sich auf dem Parkplatz die Busse und Wohnmobile – und damit auch die Menschenmassen - häuften, sondern von einer m.E. viel schöneren Stelle:








Einem Tipp zufolge sind wir kurz vor Ullapool beim Ardmair Point auf den dortigen CP abgebogen. Wir stehen wieder direkt am Atlantik an der Spitze einer Landzunge „The Minch“ und haben vom Gogolobil aus den ganzen Fjord im Blick. Leider tröpfelt es immer wieder und es hat nur 8-10°C. Zum sitzen im Freien auf dem Liegestuhl ist es viel zu frisch, aber vom Inneren des Fahrzeugs aus ist es kuschelig warm und der Blick ist gigantisch. Trotzdem machen wir auch einen schönen Spaziergang am Kiesstrand entlang. Alle, aber auch wirklich alle Kiesel sind dort ganz ungewöhnlich flach.








Haben wir bis jetzt keine Mückenplage gehabt, so wird es jetzt deutlich schlimmer. Wir sind schließlich im Nordwesten, wo es die meisten Mücken geben soll. Auf der Homepage der Mückenvorhersage --> Link haben wir jetzt die Stufe 3 (von 5 Stufen) erreicht. Momentan ist kein Wind und kein Regen, das begünstigt die Mücken. Wenn Wind aufkommt, dann sind die Mücken schlagartig weg. Die Eingeborenen laufen schon im Freien mit Mückenschutznetzen über dem Kopf herum. Diese Midges sind viel kleiner als unsere Stechmücken und können fast durch jedes übliche Netz durchschlüpfen, nahezu freihändig durchfliegen. Ich habe daher im Gogolobil mit einem ultrafeinen Mückennetz vorgesorgt, aber bislang verschonen sie uns im Fahrzeug. Die Vorhersage für die nächsten Tage ist auch nicht besser – aber auch nicht schlechter.


Am nächsten Tag schlafen wir aus, machen Ent- und Versorgung für das Gogolobil und nehmen nur ein ganz kleines Frühstück zu uns, denn in Ullapool soll es eine preisgekrönte „Fish and Chips-Bude“ geben. Ich liebe Fish and Chips und deshalb suchen wir diese Bude in Ullapool auf. Das Fahrzeug stellen wir auf dem Parkplatz von Tesco ab und gehen zum nahegelegenen Hafen wo sich die Fischbude befindet. Naja, der Fisch war ganz gut und absolut frisch, die Chips waren weniger mein Geschmack. Viel zu dick und zu lapprig, nix mit knusprig. Eine Auszeichnung hätte diese Kombination von mir nicht bekommen – nur der wirklich gute Fisch.





Ein Campingplatz wäre auch gleich in der Nähe (Broomfield Holyday Park), aber dieser liegt landschaftlich bei weitem nicht so schön wie der in Ardmair.

In Ullapool gehe ich auch noch in ein Schreibwarengeschäft und hole mir eine SIM-Karte von „3“, da diese im Internet günstiger ist als die Europa-SIM (Telfonie 3p/Min, SMS 2p und Internet 1p/MB). Dachte ich zunächst. Der freundliche Verkäufer aktivierte mir die Karte und ich kaufte als Guthaben 25 Pfund, welches mir auch der Verkäufer auf die Karte buchte. Eine entsprechende Bestätigungs SMS kam sofort. Als ich jedoch dann am Abend die Karte testen wollte kam die Meldung, dass kein Guthaben auf der SIM-Karte wäre. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt schon über 100km weit vom Verkaufsladen weg und wir stehen frei in der Pampa. Jetzt muss ich erst mal in der nächsten Stadt eruieren, was da mit dieser SIM-Karte los ist.






Von Ullapool aus fahren wir auf „normalen (normalbreit) Straßen“ über Inverewe Garden und Gairloch zum Loch Maree, einem der schönsten Binnenseen Schottlands. Der See ist mit zahlreichen Inseln gespickt, die alle bewaldet sind. Dort ist auch unser Tagesziel, ein asphaltierter Parkplatz, der etwas abseits der Straße oberhalb des Sees liegt. Schon unterwegs waren einige schöne Plätze, die sich auch für eine Übernachtung eignen würden, Verbotsschilder habe ich keine gesehen. Allerdings waren diese Plätze auch ziemlich in der Nähe der Straße.






Ein paar persönliche Sätze zu dem Womo-Buch aus dem Womo-Verlag (Autor Rohland, 4. Auflage): wieder einmal ein Buch für Womo-Fahrer, das m.E. das Geld nicht wert ist. Bei vielen der angepriesenen Stellplätzen oder Parkplätzen ist das dortige Übernachten verboten. Was der Gipfel ist: oftmals steht das auch schon im Text des Buches und trotzdem wird er als Stellplatz nummeriert - warum schreibt man dann den Stellplatz überhaupt in das Buch? In einigen Fällen wird auch der Platz im Buch als Übernachtungsplatz angepriesen, wenn man aber vor Ort genau schaut, dann ist auch hier das Schild „No overnight parking!“ oder „No Camping“ angebracht. Also ist das Buch auch nicht mehr aktuell. Vielfach fehlen auch schlichtweg die GPS-Daten für die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, wobei gerade diese der einzige Grund sind, warum man überhaupt in dieses Buch bei der Routenplanung schauen soll. Gottseidank haben uns unsere langjährige Reiseerfahrung und die vielen Hinweise aus dem Wohnmobilforum (Danke dafür an dieser Stelle) immer wieder einen schönen Übernachtungsplatz finden lassen. Ich bin neugierig, ob das Womo-Buch über Irland auch so schlecht ist, nachdem es doch vom gleichen Autor ist. Ich werde dann im nächsten Monat darüber berichten.


Das Barometer ist am steigen und seit vorgestern regnet es nicht mehr. Auch die Midges haben sich verzogen. Der Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel und keine Wolke trübt den Sonnenschein. Schon um 6 Uhr lädt die Solaranlage die nachts verbrauchte Energie wieder auf. Nach einer guten Nacht und einem guten Frühstück fahren wir wieder weiter. Die Strecke von Shieldaig nach Applecross soll recht schön sein. Nur welche Strecke? Denn es gibt zwei: eine am Meer entlang und eine andere über die Berge. Ich beschließe die Strecke nach Applecross am Meer entlang hinzufahren und die Rückfahrt dann über die Berge vorzunehmen. Der Weg am Meer entlang ist 78km lang. Eine schöne Tagesetappe, die über Kinlochewe, Shieldaig, Fearnmore nach Applecross verläuft.

Die Strecke ist ab Shieldaig für rund 35km recht abwechslungsreich, kurvig, schmal und geht ständig bergauf- und bergab. Sie hat aber auch tolle Ausblicke auf die Küste und das Meer. An der gesamten Strecke wären einige schöne Stellplätze (ohne Verbotssschilder) gewesen, aber wir müssen mal wieder entsorgen und fahren daher zu einem CP. Die Strecke am Meer entlang hat sich auf alle Fälle gelohnt. Noch dazu, wo unterwegs am Straßenrand eine Verkaufsstelle von ganz frischen Eiern war und man das Geld nur in eine aufgestellte Dose geben soll. Bei diesen Eiern im 6er-Pack handelte es sich um zwei große braune und vier große grünliche(!) Eier. Bin neugierig, wie diese grünlichen schmecken. Wie es sich am nächsten Morgen herausstellte, haben diese Eier einen dunkelgelben Dotter (fast etwas rötlich) und schmecken wunderbar. Ich hätte mehr davon mitnehmen sollen...












Der CP von Applecross befindet sich am Stadtrand etwas über dem Meer und hat auch schöne Wiesenplätze. Es ist nach wie vor schönes Wetter und das nutzen wir für diverse Putzarbeiten (u.a. Solaranlage, Staufach – hier ist eine Wasserflasche ausgelaufen, Fenster,...). Aber auch die Kaffee-Time und das faulenzen in der Sonne kommt nicht zu kurz. Der einzige Nachteil an diesem CP ist, dass hier überhaupt kein Handyempfang ist und demzufolge auch bei mir kein Internet geht. Lediglich im Rezeptionsgebäude ist ein schwaches, langsames offenes WLAN zu finden. Aber mit dieser langsamen Verbindung macht das surfen im Netz keinen Spaß. Gut, dann halt mal ein paar Tage ohne Verbindung zur Außenwelt.






Auf dem Platz sind auch eine Menge schottische Fahrer von Westfield-Sportwagen. Sie machen gerade mit ihren offenen Sportwagen Ausflüge im schottischen Hochland. Am Abend haben sie das Gogolobil entdeckt und wollten von mir alle möglichen technischen Auskünfte und auch Näheres über unsere diversen Reisen wissen. Unsere „Kommunikationskarte“ an der Fahrzeugseite lässt grüßen, es standen plötzlich über 20 Leute um das Fahrzeug herum. Schließlich wollten sie auch wissen, warum wir nicht nach England und nur nach Schottland und Irland fahren. Als ich mit der Gegenfrage „was soll ich in England?“ antwortete, lachten alle laut, waren begeistert und schüttelten mir die Hand. Offensichtlich habe ich hier nette schottische Patrioten getroffen!


In der Nacht bewölkt es sich und es fängt leicht zu tröpfeln an. Morgens leert sich der CP zusehend, denn das Wochenende ist zu Ende. Mit einem mächtigen Motorengebrummel verabschieden sich die Westfield-Fahrer. Sie müssen jetzt mit ihren offenen Fahrzeugen – stellenweise haben die keine Windschutzscheibe – ober den hohen Pass fahren. Das wird sicherlich etwas kühl werden, denn am Nachmittag fängt es richtig zu regnen an.


Am nächsten Morgen fahren auch wir – über die Passstraße, welche die höchste Passstraße Schottlands sein soll. Und welche Straße – Uferstraße oder Passstraße uns besser gefallen hat, das erfahrt ihr dann im nächsten Bericht. Nur soviel: wir sind jetzt auf der Insel Skye, auf den inneren Hebriden und warten auf besseres Wetter.


Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

bluecamper am 21 Jun 2016 22:07:03

Hallo Gogolo,

Schottland fände ich ja auch richtig toll zu bereisen. Aber da wir noch die Rente anderer unterstützen :D und somit nur begrenzt Zeit haben und dazu noch ein Schulkind dabei haben, werde ich die Reise wohl erstmal lesend miterleben.
Bei uns wird es dieses Jahr wohl (nur) das schottische Bayern werden :D . Da soll es ja auch Lochs und Pässe geben...

Ich freue mich also auf die nächsten Zeilen von dir...

Übrigens: die Jungs mit den Autos hatte ich letztes Jahr in Schweden auf einem CP gesehen... vielleicht waren es aber auch andere...

Jonah am 22 Jun 2016 01:54:54

Hallo, wunderschöne Fotos hast du da wieder gemacht. Die Route bin ich entgegengesetzt gefahren und erkenne einiges wieder. Auch den Fischladen in Ullapool. Macht Spaß die Orte mit deinen Augen wiederzusehen.

frankjasper8 am 25 Jun 2016 16:18:40

Auch ich verfolge Eure Reise wieder von zuhause aus. :)
Bei diesem trüben, regnerischen Wetter genau die richtige Aufmunterungslektüre. :)

So lernt man dann auch wieder Regionen der Welt kennen, die man als Vollberufler mit 6-wöchigem Jahresurlaub leider nicht selbst bereisen kann. :eek:
Vielen Dank für diesen informatiosreichen und schön bebilderten Bericht, so kann man sich ein ungefähres Bild von Land und Leuten machen! :)

Gogolo am 25 Jun 2016 16:44:01

frankjasper8 hat geschrieben:So lernt man dann auch wieder Regionen der Welt kennen, die man als Vollberufler mit 6-wöchigem Jahresurlaub leider nicht selbst bereisen kann. :eek:
Vielen Dank für diesen informatiosreichen und schön bebilderten Bericht, so kann man sich ein ungefähres Bild von Land und Leuten machen! :)



Genau das ist der Sinn und Zweck meiner Reiseberichte, die doch manchmal sedhr zeitaufwendig sind. Aber selbstvertständlich doch auch Spaß machen, denn sonst würde ich so etwas nicht machen. Hier kommt dann mein Selbstdarstellungs-Gen zur Geltung :lol: :lol: :lol:

Ich schreibe bei den Berichten absichtlich keine GPS-Daten dazu, denn wenn von schönen Plätzen - insbesondere bei Freistehplätzen - diese Daten offen im Netz stehen, dann ist zu befürchten, dass in kürzester Zeit dort Verbotsschilder für Caravan und Wohnmobile stehen. Ich hoffe, dafür habt ihr Verständnis. Wenn jemand aus dem Forum im Einzelfall diese Daten wissen will, dann nur per KN.


Habe die Ehre

Gogolo

Tinduck am 25 Jun 2016 21:10:47

Na ja, mit 6 Wochen Urlaub im Jahr kann man schon was anfangen, Gogolos Tour durch Schottland haben wir quasi im Uhrzeigersinn hinter uns und durch Norwegen ans Nordkap und durch FI/SE zurück hat auch geklappt, mit jeweils drei Wochen.

Man darf halt keine Angst davor haben, mal 200 bis 300 km am Tag zu fahren...

Wenn ich mit allen Zielen bis zur Rente warte, bin ich womöglich tot, bevor ich viel gesehen habe!

BTT: schön, das alles 'wiederzusehen', danke Gogolo :)

bis denn,

Uwe

Aretousa am 25 Jun 2016 21:22:06

Ja Uwe, so sehe ich das auch, mit den Zielen der Rente und dem tot sein.
Wir haben all diese Reisen ja auch mehrmals während der Zeit gemacht wo wir normale Arbeitnehmer mit höchstens 3 Wochen Urlaub am Stück und gebunden an Schulferien waren. So kamen dann auch insgesamt mehr als 2 Monate Irland und etwa genauso viel Schottland zusammen und Bretagne- naja gut ein halbes Jahr.
Günther, dein Bericht ist klasse, ich verfolge ihn natürlich mit Spannung.
Was die Gegend dort betrifft, so reizen mich derzeit vor allem die Hebriden und natürlich mal wieder Irland. Aber vorher sind andere Ziele geplant.
Ich wünsche euch beiden auch weiterhin eine tolle Reise.

Gogolo am 29 Jun 2016 14:49:17

Erstmal wieder die Reiseroute dieses Berichts:






Ja, welche Straße von Applecross raus – die am Ufer oder die über die Berge – war jetzt die schönere? Das kann ich so nicht eindeutig beantworten,denn beide Strecken haben ihre Reize. Wenngleich die Strecke am Ufer entlang auch für größere Wohnmobile geeignet ist, die Strecke über die Berge hingegen für diese Fahrzeuge nicht anzuraten ist.


Wir hatten auf unserer Fahrt über die Berge nicht das allerbeste Wetter,soll heißen: Wolken und ab und zu Nieselregen. Trotzdem war die Landschaft sehr beeindruckend. Schließlich handelt es sich hier mit 680m üdM. um die höchste Passstraße Schottlands. Die Straße ist sehr schmal (Single Track) hat aber ausreichend Passing Places und den entgegenkommenden Verkehr vorbeifahren zu lassen. Steil war die Straße obendrein, ich schätze so ca. 20% bis abschnittsweise 30%. Und es war trotz frühem Vormittag doch recht ordentlicher Gegenverkehr.







Nach dem Pass erreichen wir – weiter auf schmalen, aber nicht mehr ganz so schmalen Straßen – die Isle of Skye. Die Isle of Skye ist die größte Insel der inneren Hebriden. Dazu ging es in Kyle of Lochals über die Skye Bridge. Das Wetter war schottisch, d.h. immer wieder Regen, meist in feinen, aber ergiebigen Schwaden, vom böigen Wind fast waagrecht heran geweht. Landschaftlich ist es bergig, bewaldet oder auch kahl, aber immer grün. Der Ginster verblüht allmählich und macht dem Rhododendron in seiner Blüte Platz. Nachdem wir noch in einem Supermarkt (was man hier halt so nennt) in Portree eingekauft haben, sind wir nun zur Torvaig Campsite gefahren. Mit den Zeltbewohnern auf dem Platz, die mit Fahrrad oder Motorrad unterwegs sind, möchten wir bei dem Wetter nicht tauschen.





Heute ist Besichtigungstag von Skye,denn der Regen hat aufgehört. Am Storr-Massiv vorbei, wo die Felsnadel des Old Man of Storr herunterlacht ging es zum Aussichtspunkt Kilt Rock, wegen seiner Plisseeform der Felsabbrüche (aus Basatgestein) so genannt.








Auf der Weiterfahrt in Uig konnten wir zwar tanken, aber nicht parken. Zu den Coral Beaches ging wieder nur eine sehr schmale Straße, besser ein geteerter Weg. Zwar auch mit Ausweichstellen versehen, aber trotzdem musste man wegen dem Gegenverkehr höllisch aufpassen. Am Ende der Straße ist ein schöner Parkplatz, allerdings mit Übernachtungsverbot. Zum Strand aus weissen Korallen ist es von dort noch ein Fußweg von einer Stunde (hin- und zurück), aber durchaus sehenswert. Auch wenn wir durch einen kleinen Regenschauer auf dem Rückweg ein wenig nass geworden sind.








Bei der Rückfahrt konnte man von der Straße aus das Donvegan Castle sehen, wo man kräftig Eintritt zahlen muss wenn man den Park und das Castle besichtigen möchte. Es ist das einzige Castle, das noch von einem schottischen Clan bewohnt ist.





Kinloch an der Bucht des Loch Dunvegan hat einen schönen CP mit einer tollen Sicht auf den Ort und den Fjord – schon vom Fenster des Gogolobil aus. Das Wetter ist wieder etwas besser, manchmal scheint auch die Sonne.









Wir haben deshalb auf dem CP in Kinloch genächtigt, weil im Womo-Buch über unseren nächsten Punkt, dem Neist Point Lighthouse, geschrieben hat, dass dort das übernachten verboten ist. Als wir vom CP Kinloch jedoch nach rund 15km am schönen Neist Point ankommen stellt sich wieder einmal heraus, dass die Angaben im Womo-Buch schlichtweg falsch sind. Von einem Hinweis, dass das übernacht stehen oder campieren verboten ist, ist weit und breit nichts zu sehen. Ich ärgere mich ziemlich über dieses permanenten Falschangaben, denn hier heroben hätte ich gerne genächtigt. Dieses Womo-Buch ist m.E. immer weniger zu empfehlen und nicht das Geld wert, für das es verkauft wird. Neist Point Lighthouse ist der westlichste Punkt der Insel Skye und man hat schon vom Parkplatz eine grandiose Aussicht. Der Weg hinunter zum Leuchtturm mit tollen Blickperspektiven auf die Felsklippen ist nicht allzu weit und auch für Fußkranke locker machbar. Die Straße zum Neist Point war wieder eine von der Sorte „supersuperschmal“.







Noch ein wichtiges Ziel ist auf der Insel Skye anzufahren: die Insel-Destillerie
Talisker. Sie liegt malerisch am Ufer des Loch Harport. Als wir dort ankamen hat gerade eine Führung (8 Pfund/Person) begonnen und die nächste wäre erst in eineinhalb Stunden gewesen. Solanger wollten wir nicht warten. Die nette Dame am Empfang fragte uns aber, ob wir Whisky probieren möchten und wir können aus ein paar Sorten auswählen. Das machten wir auch. Erfreulicherweise war die Probe kostenlos! Dafür haben wir uns auch eine Flasche guten 10 Jahre alten Talisker Single Malt Whisky für 39 Pfund (= knapp 20 Kilo = 51€) gekauft. Es war natürlich der, der uns bei der Probe am besten geschmeckt hat.





45,8% Alkohol steigen leicht in den Kopf! Wir haben auch einen Talisker Single Malt mit 58% probiert, der hat uns aber nicht so gut geschmeckt. Der war zu „torfig“.

Mit dem Wetter hatten wir wieder einmal Glück, es war sonnig und Warm aber auch windig. In Sligachan (dem Mekka der Skye-Bergsteiger und Wanderer), auf unserem Übernachtungsplatz trafen wir ein schweizer Ehepaar, das wir schon einmal vor 3 Jahren in Polen getroffen hatten. Sie kannten uns und unser Gogolobil aus dem Womo-Forum. Sooo klein ist die Welt! Wir haben uns einige Zeit recht gut unterhalten.






Die Midges (Mücken) kommen jetzt auch zu uns. In der Nacht fängt es zu regnen an und die Midges-Plage ist nicht ganz so heftig, aber sie erreicht auf der fünfstufigen Skala doch die Stufe 3. Ich schaue auf der Website der Midges-Forecast auch nach dem Stand dieser Biester bei unserem geplanten nächsten Tagesziel, dem Loch Lochy – und zu meinem Erschrecken, dort ist für morgen Stufe 5 vorhergesagt!!! Ganz spontan entscheiden wir, dass ein Rasttag eingelegt wird den wir auch zum wechseln der Bettbezüge und für sonstige Reinigungsarbeiten nutzen. Da ich Zeit habe, mache ich am Abend unseren geliebten „usbekischen Plov“, der doch sehr aufwendig zu kochen ist.






Am nächsten Tag haben wir dann die Insel Skye verlassen und sind über die Skye Bridge aufs Festland gefahren. Beim Eilean Donan Castle machten wir einen kurzen Fotostopp. Aber wirklich nur ganz kurz, denn hunderte von Asiaten und sonstigen Touristen drängten sich aus vielen, vielen Bussen und bevölkerten schon den Parkplatz. Wir sind zu einer anderen Stelle gefahren, wo die Menschenmassen nicht gar so sichtbar sind und haben von dort fotografiert. Eilean Donan Castle ist bekannt durch die Highlander-Filme, daher der riesige Andrang. Ansonsten wäre es einfach nur eine sehenswerte Ruine gewesen.







Wir fahren weiter durch das Hochland, durch wirklich schöne Landschaften, an den malerisch gelegenen Loch Loyne, Loch Garry und Loch Lochy vorbei bis nach Fort William. Hier ist auch der höchste Berg Großbritanniens, der Berg Nevis mit 1344m Höhe. Als wir ankamen war es noch sonnig – zwei Stunden später regnete es wieder einmal – hier besonders häufig, denn die Wolken bleiben am Berg „hängen“.









Weiter geht es auf der Castel-Strecke zunächst zum Castle Stalker, welches auf einer ganz kleinen Insel liegt. Dann kamen wir auf der Fahrt zum Loch Lomond auch an der Ruine des Kilchurm Castles vorbei. Ebenfalls recht nett anzusehen.







Am Loch Lochmond zeigt sich wieder, welcher Schmarrn im Womo-Buch steht. Im Text wird beim Ort Luss ein toller 4-Sterne-CP für einen längeren Aufenthalt erwähnt. Beim Einchecken wurde uns aber gleich gesagt, dass hier nur Mitglieder des betreffenden Campingclubs erwünscht sind. Warum schreibt der Autor dann das nicht in das Buch? Wieder ein gutes Beispiel für eine schlechte Recherche und daher ein überflüssiges Buch. Wir fahren dann weiter bis ans südliche Seeende nach Balloch zum Lomond Woods Holiday Park. Dort sind wir willkommen. Es ist gerade sonnig und wir machen daher einen Spaziergang zum See und trinken dort einen Cappuchino.








Die letzten Tage unseres Aufenthalts in Schottland sind angebrochen, wir fahren noch ca. 160km nach Cairnryan, von wo die Fähre nach Irland abfährt. Mein nächster Bericht ist dann schon von Irland. Ich bin auf die Insel neugierig.


Bis dahin viele Grüße in die Heimat


Hab die Ehre

Gogolo

popey46 am 29 Jun 2016 17:25:01

Hallo Gogolo, wieder ein toller Bericht, Zum Chippy in Ullapool, mir haben das Fish'n chips da sehr gut geschmeckt, wohl eine Frage des Alters des Öls/Fett. Gleich 300m nach der Talisker Distillerie gibt es einen Austern Fischer, da habe ich die besten Austern seit langem gegessen, (ich bin ja auch sehr oft in der Gegend von Oleron, aber die auf Skye waren noch besser.
Gruss Fredi

eposoft am 29 Jun 2016 18:01:37

Schöner Bericht Gogolo. Wir waren kurz vor euch auf der Insel Skye. Habt ihr bewusst auf einen Abstecher zum Fairy Glen verzichtet? Bezüglich Distillery, wir haben auf der Islay eine Führung bei Laphroaig gemacht, 6 Pfund und wirklich jeden Pence wert. Dunvegan Castle ist ebenfalls jeden Pence wert, den der Eintritt kostet. Aber nicht wegen des Schlosses sondern vor allem wegen des unglaublichen Gartens. Da habt ihr leider etwas einmaliges verpasst.

Nun bin ich gespannt auf die Berichte zu Irland. Das könnte eines unserer nächsten Ziele werden.

Danke für die Berichte. Gruss Ernst

Gogolo am 29 Jun 2016 20:29:02

eposoft hat geschrieben: Habt ihr bewusst auf einen Abstecher zum Fairy Glen verzichtet?



Fairy Glen? Das sagt mir jetzt gar nichts....


Habe die Ehre

Gogolo

catsus am 29 Jun 2016 22:04:09

Hallo Gogolos. Wir stehen nun bei den Delphinen am Chanonry Point. Wir wünschen euch eine ruhige Überfahrt nach Irland und weiterhin schöne Reise. Wir sehen uns wieder wie besprochen in 3 Jahren um 16.00 in Irgendwo Die Schweizer Astrid und Peter

Jonah am 29 Jun 2016 22:26:33

Wieder super schöne Fotos, ich wäre zu gerne dort. Freue mich nun auf deinen ersten Bericht aus Irland.

Solofahrer am 29 Jun 2016 23:42:36

So sehr ich Eure Berichte aus Marokko gemocht habe (und dort war ich auch mehrfach), so enttäuscht bin ich von Eurer Hetze durch Scotland. :( — Seid Ihr auf der Flucht?

Insbesondere der Nordwesten Schottlands bietet so schöne Ecken und Ihr seid da nur durchgerast, habt die schönsten Ecken einfach rechts oder links liegen lassen und schreibt über (zu) enge Straßen und viel Gegenverkehr. Mich wundert dies nicht, denn wenn man gegen den Uhrzeiger fährt, dann ist der (touristische) Gegenverkehr auf den single track roads nicht verwunderlich; fährt man mit dem Uhrzeiger, dann sitzt man nicht nur auf der besseren Aussichtsseite (was bei single track roads aber eher sekundär ist), sondern hat auch weniger Gegenverkehr. :wink:

Übrigens, Eilan Donan Castle ist keine Ruine. Und at Sango Sands (Durness) seid Ihr auf dem Camping Platz gewesen, habt den Pub mit der life music nicht erwähnt und ward wahrscheinlich nicht einmal in der Smoo Cave ?!? — Was trieb Euch bloß?

eposoft am 30 Jun 2016 00:14:48

Gogolo hat geschrieben:Fairy Glen? Das sagt mir jetzt gar nichts....

Habe die Ehre

Gogolo


Oh, schade, ihr seid da quasi vorbeigefahren, das Feental auf Skye. Unglaublich bezaubernd. Erlaube mir, dass ich Deinen Thread missbrauche für 1 Foto. Andere können vielleicht davon Gebrauch machen. Der Abzweiger ist direkt nach der Ortschaft Uig in Fahrtrichtung Südost.

Bild

Gruss Ernst

eposoft am 30 Jun 2016 00:30:42

Ich möchte hier noch einen Verweis verlinken. Für Schottland zwingend erachte ich die folgende Seite:

--> Link

Hier hatten wir dann auch Tipps wie eben Fairy Glen entdeckt und man kann sich super genaue Wanderkarten herunterladen.

Bild

Neben Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten findet man auch Unterkünfte aller Art, inkl. Camping- und Stellplätze.

Gruss Ernst

Tinduck am 30 Jun 2016 07:13:25

Weise Wahl, der Talisker im zarten Alter von 10 Jahren wird als der ausgewogenste gehandelt :D wenn man so einen torfigen Tritt in den Hals mag... ich find ihn super.

bis denn,

Uwe

shoe1 am 30 Jun 2016 09:53:28

Hallo Gogolo,
ich bin wie immer begeistert von deinen Reiseberichten. Mich erstaunt immer wieder, wie unterschiedlich die Meinungen der Wohnmobilfahrer sind: für die einen "rast" :roll: ihr durch Schottland - für mich wäre die Reisedauer von einem Monat - für ein Land, momentan noch eine unvorstellbar lange, lange Zeit ...
Ich bin immer der Meinung - egal wie lange man sich in einem Gebiet aufhält - man kann nicht alles sehen und das wiederum gibt uns die Möglichkeit, wieder - zu einem späteren Zeitpunkt in das Land zu fahren, um weitere schöne Dinge zu entdecken ...

Ich kann es immer kaum erwarten, wenn es wieder bei euch weiter geht - dieses Mal besonders deswegen, weil wir in gut drei Wochen auch nach Irland aufbrechen wollen ...
Liebe Grüße und weiterhin eine schöne Reise
Rupert

Lancelot am 30 Jun 2016 10:21:36

Solofahrer hat geschrieben: Was trieb Euch bloß?

Ich nehme an : die Lust zu reisen - auf ihre Art, nach ihrem Gusto, nach ihren Interessen :!:

Du siehst das anders, setzt andere Prioritäten ?
Dann fahr hin und erstell einen eigenen Bericht ...
Aber hier rumnölen und anderen evtl. die Lust am berichten zu nehmen - find ich .. :wall:

(sorry Gogolo - hatte gerade das Bedürfnis .... :) )

Gogolo am 30 Jun 2016 14:30:07

Lancelot hat geschrieben:Ich nehme an : die Lust zu reisen - auf ihre Art, nach ihrem Gusto, nach ihren Interessen :!:




Genau so ist es - danke Wolfgang!


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 30 Jun 2016 14:33:43

Lancelot hat geschrieben:Ich nehme an : die Lust zu reisen - auf ihre Art, nach ihrem Gusto, nach ihren Interessen :!:




Genau so ist es - danke Wolfgang!


Ich muss mich nicht rechtfertigen: aber es ist unsere erste Reise nach Schottland, Irland und an die Loire und wir wissen noch nicht, wo es uns besonders gut gefällt, so dass wir auch ein zweites/drittes mal hinfahren möchten und die Gegenden DANN intensiver bereisen.


Habe die Ehre

Gogolo

peter1956 am 30 Jun 2016 16:11:35

Toler Bericht, wir waren letztes Jahr auch für 4 Wochen in Schottland, haben vieles wieder erkannt.

Danke

babydoc am 30 Jun 2016 18:03:41

Da ich Zeit habe, mache ich am Abend unseren geliebten „usbekischen Plov“, der doch sehr aufwendig zu kochen ist.


Hallo Gogolo,
gibt es denn irgendwo das passende Rezept dazu? Sieht ja lecker aus.
LG aus Esslingen
babydoc

zeus am 30 Jun 2016 19:55:44

Also, ich gehöre zu den Genießern. Gogolo, Eure Art zu reisen beeindruckt mich und ich bin dankbar, dass ich Deinen aktuellen Bericht mal wieder genießen kann.
Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß, und wünsche uns, dass wir Euch weiter folgen dürfen. :hallo:

Roman am 30 Jun 2016 20:26:15

Solofahrer hat geschrieben:So sehr ich Eure Berichte aus Marokko gemocht habe (und dort war ich auch mehrfach), so enttäuscht bin ich von Eurer Hetze durch Scotland. :( — Seid Ihr auf der Flucht?
Insbesondere der Nordwesten Schottlands bietet so schöne Ecken und Ihr seid da nur durchgerast, ?


Gogolo hat geschrieben:....Ich muss mich nicht rechtfertigen: aber es ist unsere erste Reise nach Schottland, Irland und an die Loire und wir wissen noch nicht, wo es uns besonders gut gefällt, so dass wir auch ein zweites/drittes mal hinfahren möchten und die Gegenden DANN intensiver bereisen...-


Ihr habt ja irgendwo beide recht. Wir sind seit vielen Jahren auch eher wie Axel ("solofahrer") unterwegs. Der Grund ist allerdings, dass wir noch an 6 Wochen Urlaub im Jahr gebunden sind. In dieser beschränkten Zeit, möchten wir Länder oder Regionen gern so intensiv wie möglich kennen lernen und wählen daher überschaubare Gebiete als Ziel.

Wären wir jedoch nicht mehr im Berufsleben, könnte ich mir durchaus den Luxus einer Schnuppertour durch Länder, die wir noch nicht bereist haben vorstellen, so wie Gogolo es macht.

Denn das Festlegen auf ein überschaubares Ziel birgt natürlich auch die Gefahr, dass das was man vorfindet nicht ganz dem entspricht, was man sich erwartet hat. Hätten wir z.B. vor unserer Apulien Reise im April diesen Jahres eine Süditalien Schnuppertour gemacht, hätten wir zugunsten anderer Regionen, durch die wir leider nur kurz auf dem Rückweg gefahren sind, Apulien evtl. gar nicht mehr besucht.....

Gruß
Roman

July123 am 30 Jun 2016 21:20:35

Solofahrer hat geschrieben:So sehr ich Eure Berichte aus Marokko gemocht habe (und dort war ich auch mehrfach), so enttäuscht bin ich von Eurer Hetze durch Scotland. :( — Seid Ihr auf der Flucht?
Was trieb Euch bloß?



Hallo Solofaher,
ich bin überrascht wie man hier Reisende mit den Worten Hetze und Flucht in Verbindung bringt.
Es gibt tausend Gründe wobei die Jahreszeit und das Wetter eine große Rolle spielen sowie auch das Interesse an Objekten deren Wertung
unterschiedlich ist um einen anderen Zeit- und Fahrplan haben.
Dankbar bin ich dir aber auch denn es hat mich bekräftigt meine Reiseberichte und Bilder nur im gute Bekanntenkreis offen zulegen.
Bin auch offen für Kritik, aber von Fremden wie es in Foren mal so ist muss man sich unnütze Kritik nicht anhören.

Gruß Wolfgang

Tuppes am 01 Jul 2016 17:16:30

Ich "Habe die Ehre" Gogolos Reiseberichte hier zu lesen. Niemand ist gezwungen das zu tun - und jeder ist sicherlich gerne eingeladen seine/ihre "ErFahrungsBerichte" hier einzustellen. Ob und wie lange jemand wo bleibt oder nicht, kann nur jedem selbst überlassen sein. Ich freue mich jedenfalls über JEDEN Reisebericht; wenn er mir weniger gefällt, verfolge ich ihn nicht weiter - aber Gogolos Berichte (und Bilder!) sind immer herzlich willkommen. - Ich bin schon ganz gespannt, wie seine Eindrücke von Irland sein werden. Zum Glück gehören die "Troubles" in Nordirland weitestgehend der Geschichte an - ich war zur genannten Zeit zweimal dort; war schon teilweise bedrückend - aber die Menschen um so herzlicher. Ich denke, dass Gogolo auch in Irland einen "Rundumschlag" geplant hat - und ich bin mir sicher, dass er danach weiß, wo es ihm persönlich am besten gefallen hat ... um später dahin gezielt nochmals hinzufahren. So haben wir es auch gehalten und mit der Zeit immer weniger Kilometer in immer länger werdenden Zeiteinheiten "erfahren" - aber wenn man auf nur einige Wochen Urlaub angewiesen ist, verschieben sich die Prioritäten. Zeit ist neben der Gesundheit der wichtigste Faktor für schöne Reisen - mir tun die Leute leid, die "Europa in 5 Tagen incl. Papstbesuch" buchen - aber wenn es denen gefällt, dann ist auch das vollkommen ok. - Man wird nie "alles" sehen und kennenlernen - ich denke, da hat jeder von uns seine eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse - und das ist gut so! - In diesem Sinne: Gute Reise, Gogolo - und viel Spaß in Irland!!!
Erhard (Tuppes)

franzose01 am 01 Jul 2016 17:35:02

Salut,

wie immer ein toller Bericht !!! :ja:

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