Caravan
PaulCamper

Das Gogolobil unterwegs SCO, IRL, Bretagne und Loire 2016 1, 2, 3, 4


Gogolo am 01 Jun 2016 11:24:38

Drei bis vier Monate für SCO, IRL, Bretagne und an der Loire in Frankreich wieder zurück nach Hause. Das ist unser grober Plan für diese Reise in einen Teil von Europa, den wir – bis auf die Bretagne - noch nicht kennen. Man hört so viel von Schottland und Irland – es soll wunderschön dort sein. Wir sind sehr neugierig und gespannt.

Nach unserer Überwinterung in Marokko musste das Gogolobil zum TÜV und "umgerüstet" werden. Der zweite Reservereifen und der rückwärtige Halter wurden entfernt und der Rolleranhänger samt Roller werden auch nicht auf die neue Reise mitgenommen. Ebenfalls zu Hause bleiben die eBikes. Statt dessen: Wanderschuhe, Gummistiefel und Nordic-Walking-Stöcke. Die Vorräte wurden ergänzt und den Gegebenheiten der Zielländer angepasst. D.h. Es wird nur das mitgenommen, was ich in den Zielländern voraussichtlich nicht oder nur sehr schwer kaufen kann, z.B. meine gewohnten Gewürze und einige Konserven. Frische Lebensmittel werden grundsätzlich immer "vor Ort" eingekauft. Es wäre totaler Unsinn würde ich gefrorenes Lammfleisch von Deutschland nach Schottland oder Irland mitnehmen. Auch Bier und Wein nehme ich nicht mit. Nur eine Ration für die erste Woche unterwegs.

So ein "Heimaturlaub" tut auch gut. Insbesondere wenn man die Familie wieder sieht und sich mit guten Freunden trifft. Dann wird Heimat noch intensiver erlebt als wenn dies alles alltäglich wäre. Es gibt auf beiden Seiten viel zu erzählen! Außerdem sind einige Besuche der bayerischen Wirtshäuser und deren Küche obligatorisch, denn hier gibt es solche Dinge, auf die wir lange verzichten mussten: Schweinebraten (-haxe), Leberkäse, Weisswürste... - all die Dinge, die Schweinefleisch enthalten. Und natürlich kann ich am heimischen Herd auch wieder meine Kochkünste beweisen.

Aber es zieht uns trotzdem schon wieder in die Welt hinaus, denn es wird schon etwas langweilig in den festen vier Wänden. Ich möchte dieses mal unbedingt wieder meinen Geburtstag unterwegs im Gogolobil feiern. Um dies auch zu machen, müssen wir noch vor Mitte Mai los starten. D.h. die „Zigeuner“ im Gogolobil sind – nachdem der TÜV (nach einer sehr teueren Reparatur an der Bremsanlage) nichts dagegen hatte - wieder unterwegs.

Auch für diese Reise gilt: kurze Tages-/Fahr-Etappen möglichst unter 200km (Ausnahmen bei der Hin- und Rückfahrt gibt es natürlich), zwischendurch immer wieder Rast- und Besichtigungstage (besonders wenn vorher eine etwas längere Etappe war), dieses mal auch "Wandertage". Nur ganz wenig wird vorgeplant, alles ist flexibel, selbst die Fähren werden nur vor Ort gebucht. Und wenn es dadurch Wartezeiten gibt, die werden wir dann schon irgendwie sinnvoll ausfüllen... Fest steht nur, dass wir über Norddeutschland (altes Land und Ostfriesland) nach Holland fahren und von dort eine Fähre nach Schottland nehmen. Und vorher auf der Anreise werden wir ein paar Freunde und Bekannte besuchen. Angekommen in Schottland wollen wir dort rund einen Monat bleiben, dann mit einer Fähre nach Irland übersetzen und dort auch ca. einen Monat auf der Insel herumreisen. Von Irland geht eine Fähre nach Nordfrankreich, die wir auch nehmen werden, denn unsere Heimreise soll uns entlang der Loire ebenfalls langsam (wiederum einen Monat lang) nach Hause führen. Die Rückkehr nach Hause ist für Anfang/Mitte September geplant. Soweit die Grobplanung. Einzelheiten werden erst ad hoc vor Ort geplant. Grundlage dafür: das Internet und einige Reiseführer, die sich in unserer Reisebibliothek befinden.

Man hört so viel von Schottland und Irland – es soll wunderschön dort sein. Wir sind neugierig, denn es ist unsere erste Reise dorthin. Aber auch auf die Mückenplage sind wir gespannt, wie heftig sie dieses Jahr wohl sein wird. Für die Fenster und die Dachluke habe ich ein extrafeines Moskitonetz gebastelt, das diese Plagegeister abhalten soll uns im Fahrzeug zu piesacken. Ein neues Mückenlicht, das nachts mit Hochstrom die Biester tötet, haben wir auch an Bord. Und vor dem Linksverkehr auf den Inseln – also dem dort üblichen Fahren auf der falschen Straßenseite – habe ich jetzt schon gehörigen Respekt.

Sollte jemand gute Reisetipps für Schottland, Irland und die Loire haben, dann bitte heraus damit und per eMail oder im Forum an mich senden, denn unsere Fein-Planung der Reise wird immer sehr kurzfristig gemacht. Danke im voraus dafür.

Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die wir unbedingt sehen wollen, die sind in unserer Grobplanung schon berücksichtigt. Schwerpunkt ist die Landschaft und die Natur – weniger die Großstädte und die Museen. Letztere werden wir eher meiden, es sei denn es ist ein wirklich außergewöhnliches Museum auf der Reiseroute. In den Städten werden wir meistens mit den angebotenen „Besichtigungsbussen“ die Stadt erkunden und anschließend ggf. auch zu Fuß. Sicher werden wir auch das eine oder andere Schloss oder Burgruine besichtigen – aber ebenso sicher ist, dass wir nicht alle ansehen werden.

Unsere voraussichtliche GROB-Planung der Reiseroute schaut auf der Karte wie folgt aus:





Am Abend vor einer Abfahrt zu einer längeren Reise gehen wir immer zu einem unserer Stammlokale zum essen. So auch dieses mal. Dann bleibt die Küche zuhause sauber und aufgeräumt und wir können am nächsten Tag ohne Hektik beruhigt losfahren.

Über die Anreise bis zur Fähre nach Schottland werde ich nur in kurzen Worten und wenigen Bildern berichten da solche Anreisen meistens unspektakulär und sich immer ähnlich sind.


Die erste Etappe führt uns rd. 310km bis nach Franken und dort auf den SP der Brauerei Reichold in Hochstahl. Wir bleiben hier für ein paar Nächte und treffen dort gute, langjährige Bekannte. Das Bier der Brauerei ist hervorragend und süffig und die Gedanken an die fränkische Spezialität "Scheuferle" haben mich schon seit Monaten das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Wer als Wohnmobilfahrer noch nie auf diesem schönen Stellplatz war, der hat sicher etwas versäumt. Liegt der Platz direkt am 14km langen "Brauereiwanderweg" wo man zu vernünftigen Preisen die fränkische Bier- und Wirtshauskultur so richtig kennen lernen (und erwandern) kann.










In Plankenfels – gleich in der Nähe von Hochstahl – erhält das Gogolobil einen großen Aufkleber auf der rechten Seite mit einer Weltkarte, auf der alle unsere bisherigen Gogolobilreisen eingezeichnet sind. Dies nicht, weil wir mit unseren bisherigen Reisen „angeben“ wollen, sondern wir hatten eine ähnliche Karte schon auf unserer Asientour und wir haben diese Karte „Kommunikationskarte“ genannt, weil sehr viele fremde Leute auf uns zugegangen sind und wir dadurch mit denen ins Gespräch kamen und auch nette Bekanntschaften geschlossen wurden. Die jetzige Karte ist halt aktuell.






Von Hochstahl aus geht es auf einem kurzen Weg weiter nach Hammelburg zum Treffen des Womo-Club. Hier treffen wir als „Überraschungsgast“ ein, da bis Anfang Mai nicht fest stand, ob es bei uns terminlich passt. Es ist ohnehin fast ein Wunder, dass dieser Termin nicht mit unseren Reiseplänen kollidiert, sind wir doch nahezu 300 Tage im Jahr auf Achse.

Es liegt zwar nicht ganz genau auf unserem Weg, aber wir fahren nach Erfurt um dort in der Nähe ein ganz nettes Ehepaar, natürlich Womo-Ehepaar, zu besuchen. Dort können wir auch sehr ruhig in ländlicher Gegend stehen und wir besichtigen gemeinsam die schöne Stadt Erfurt.









Weiter geht es über 400km in Richtung Norden und wir machen einen Abstecher (wie immer wenn wir im Norden sind) zum Nord-Ostsee-Kanal (NOK) und dort nach Rade zu Brauers Aalkaten, wo wir wie immer recht freundlich mit den Worten „Hallo ihr dauerurlaubenden Weltreisenden“ begrüßt werden. Mann/Frau kennt uns dort schon... Und das „Schiffe schauen“ ist dort, so 3m vom Kanal entfernt wirklich toll. Außerdem ist der Labskaus bei Brauer wirklich gut.







Nach einer ruhigen Nacht ging es wieder zurück nach Hamburg und wir fanden einen Platz bei den Fischmarkthallen, gegenüber den Schwimmdocks von Blohm&Voss. Das Wetter ist bedeckt und manchmal dizzelt es etwas naß vom Himmel. Trotzdem machten wir zwei Spaziergänge am Hafen entlang, einmal zu Fischbrötchen und das andere mal zu Kaffee und Kuchen.







Nur 60 km war der Weg nach Stade. Wir lassen uns jetzt Zeit und fahren keine großen Etappen mehr – wir sind nicht auf der Flucht. Nur die Fähre am 01.06. in Holland müssen wir erreichen. Eigentlich wollten wir nach Twielenfleet, aber da war kein Stellplatz mit Sicht auf die Elbe mehr frei. In Stade, eine recht hübsche Stadt, die wir auch ausgiebig besichtigten, waren dagegen noch einige Plätze frei. In der Stadt war gerade Labskausfest und ein Shanty-Chor sang in Seemannslieder. Das Wetter war wieder recht gut.







Der Stellplatz an der Doppelschleuse in Bremerhaven war das nächste Ziel. Auf dem 75km langen Weg dorthin wurde das Gogolobil ion einer 50kmh-Zone fotografiert als es mit rund 72kmh unterwegs war. Die müssen jetzt auf ihr Geld warten, denn wir kommen erst Anfang September wieder nach Hause. In Bremerhaven. Am Nachmittag gingen wir den kurzen Weg zur „Attraktion Klimahaus“. Man hört ja so viel davon. Aber wir waren total enttäuscht – das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Die ganze Ausstellung iat offensichtlich nur für Kinder und Jugendliche, die die Welt noch nicht gesehen haben, bis rd. 15 Jahre interessant. Als Ausgleich kauften wir uns in der netten Fußgängerzone einen Capuccino und ein leckeres Eis.





Auf dem Weg nach Caolinensiel/Harlesiel musste ich noch einen Abstecher zu einer Iveco-Werkstätte nach Nordenham machen, denn im vorderen Motorenbereich habe ich ein paar Tropfen Wasser/Öl auf dem Boden bemerkt. Es war nur eine Schraube an der Servolenkung locker und auch die Handbremse wurde etwas nachgezogen. Kosten: 20€.

Beim Stellplatz in Harlesiel haben wir einen tollen, unverbaubaren Blick direkt am Siel, ganz nahe am Wasser, ergattert. Wenn Flut ist, dann kommen die Schiffe in den Hafen oder sie fahren hinaus. Bei Ebbe ist einfach zu wenig Wasser unter dem Kiel. Hier bleiben wir ein paar Tage. Wir machten einige Spaziergänge und haben dabei in einem Fischgeschäft u.a. frischen Algensalat eingekauft. Aus diesem Algensalat machte ich dann am Abend wirklich köstliche Algenspaghetti. Das Wetter ist bewölkt bis wechselhaft, aber nicht kalt.

Es zieht uns weiter – 90km nach Weener am Emskanal, wo manchmal die großen Schiffe der Meyer-Werft aus Papenburg überführt werden. Es wird langsam wieder sonnig. Wir machen nette Spaziergänge am Kanal und an herrlich blühenden Rhododendronbüschen entlang und legen auch einen „Arbeitstag“ (Wäsche waschen, Haare schneiden, Gogolobil putzen) ein. Von den in Deutschland wütenden Unwettern blieben wir gottseidank verschont







Es waren doch knapp 200km bis nach Lüdingshausen, wo die besterhaltene Wasserburg Deutschlands namens „Vischering“ zu finden ist. Viele Leute kaufen in der Burg beim Bäcker frisches Brot – natürlich auch wir. Denn auf dunkles Brot werden wir jetzt dann einige Zeit verzichten müssen. Die Wasserburg selbst ist sehr malerisch und fotogen:











Beim Kludenseebad in Lüdingshausen gibt es auch einen kostenfreien Stellplatz für Wohnmobile. Den Stellplatz direkt an der Burg gibt es nicht mehr. In der Nacht waren heftige Unwetter.

Die letzte Station vor der Fährüberfahrt nach Schottland ist ein ruhiger CP nördlich von Amsterdam direkt an einem netten See gelegen. Zwei Nächte bleiben wir hier, dann geht mit der Fährüberfahrt nach Newcastle die eigentliche Reise richtig los.

Bis dahin viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

mk9 am 01 Jun 2016 12:21:30

Hallo,

schöner Anfangsbericht Eurer Tour. Danke.

Gruß vom verregneten linken Niederrhein
Manfred

OstfrieslandBE am 01 Jun 2016 12:42:32

Moin,

schöner Start. Freue mich schon auf die Fortsetzung. Viel Spaß und eine Pannenfreie Tour.

PS: vom Klimahaus waren wir auch enttäuscht, es war sehr laut. Das Deutsche Auswandererhaus war jedoch sehenswert.

markgraefin am 01 Jun 2016 12:45:22

Hallo, ihr Zwei,

vielen Dank für die schöne Einführung und danke auch für den Hinweis zum Klimahaus in Bremerhaven.
Ich war eigentlich traurig, dass ich neben Zoo am Meer und Auswandererhaus nicht mehr die Kraft für
das Klimahaus hatte.
Jetzt bin ich froh, dass wir es uns gespart haben und wir ganz sicher nicht extra deswegen noch einmal nach
Bremerhaven fahren müssen.
Der Platz an der Doppelschleuse war auch völlig überfüllt, so dass wir auf den CP in Wremen ausweichen mussten.
Das war aber ok.

Wir wünschen euch viele schöne Eindrücke uns uns tolle Bilder.

Danke, dass wir mitreisen dürfen.

Gruß
Markgräfin und Anhang :D

gnarz18 am 01 Jun 2016 12:55:21

Der Bericht liest sich ja schon mal gut an. Auf eure Eindrücke und Berichte von dieser Reise bin ich echt mal gespannt, da GB, IRL zu unseren favorisierten Reisezielen gehören. Einen Monat/ Reiseland finde ich schon ambitioniert, für ein Kennenlernen reicht es natürlich. Der Linksverkehr ist entspannter als man denkt und nach ein paar Kilometer geht es schon recht einfach, nur in Stress-Situation sollte man Ruhe bewahren und nicht in „alte Gewohnheiten“ zurückfallen. Möglichkeiten zum Wandern und Tipps gibt es viele, aber dies hängt natürlich auch ziemlich von eurer Fitness ab.
Dann wünsche ich euch mal eine gute Überfahrt und eine tolle Reise.

Gruß
Michael

ToMTuR.de am 01 Jun 2016 13:08:38

Da steige ich doch auch gerne zu, freue mich schon auf die weitere Tour. Euch einen schönen und erlebnisreichen Sommer!

VG Harriet

Lancelot am 01 Jun 2016 13:40:58

Ich auch : setze Lesezeichen :)

Schottland : von John o Groats aus (nördliches Punkt) gibt´s Fähren auf die Orkneys - macht einen "Maxi-Tagesausflug" dorthin und laßt Euch bequem per Bus über die Insel schippern, parken im Fährhafen. Sehenswert :!: "Skara Brae" und "Ring of Brodgar" fanden wir super.

Gute Reise ... :hallo:

Gast am 01 Jun 2016 14:15:08

Ich wünsche Euch auch hier nochmals "Gute Reise und immer 2mm Platz unterm Differential (OffroaderGruß)".

Wie ja letztens schon persönlich Auge ins Auge gesagt, wir beneiden Euch !! Passt gut auf Euch auf und kommt heil zurück. Schade das ihr nicht in die andere Richtung gefahren seid (Route entgegengesetzt), wir hätten uns nächste Woche in der Bretagne treffen können.

In dem Sinne, ich werde hier jeden weiteren Bericht von euch "verschlingen". Schottland steht nämlich für 2017 auf der Wunschliste.

macsteven am 01 Jun 2016 15:14:41

Hallo Gogolo,

ich bin hier relativ neu im Forum. Wir werden in ca. 3 Wochen unser Gogolobil ex358 bekommen.
Wir freuen uns schon jeden Tag darauf und sind schon auf unsere erste Reise mit dem neuen Gefährt nach Norwegen gespannt.

Wir kommen aus dem Cali Forum (T5) und waren auch schon 3 Wochen in Schottland.
Es ist ein traumhaftes Land und wir hatten Glück mit dem Wetter und den Mücken.
Am meisten hat uns der hohe karge Norden und die obere Westküste gefallen.

Ein paar Bilder habe ich angehängt.

Alles Gute und einen traumhafte Reise !

Stefan aus Andechs

macsteven am 01 Jun 2016 15:22:58

Ich habe einige Bilder von Schottland in mein Album hochgeladen.

Alter Hans am 01 Jun 2016 17:08:50

Habe Deinen Bericht gerne gelesen und freue mich auf den nächsten.
Letztes Jahr waren wir auch das erste Mal in GB und auch in Schottland. Ganz ähnlich wie ihr das vorhabt.
Das Fahren in Schottland ist überland sehr entspannt. Am berühmten Loch lomond entlang nicht so.
Hatte mir an die Windschutzscheibe einen dicken roten Pfeil nach links unten geklebt der immer im Sichtfeld war. Mir hatte das geholfen.
Wichtig ist das vor allem beim frisch losfahren - vor allem am Morgen oder nach Wanderung/Besichtigung.
Wie die Englandkenner betonen wird auf der Insel fast immer rücksichtsvoll gefahren. Auch wir hatten das so erlebt. Meine wenigen Fahrfehler wurden verständnisvoll ausgebügelt.
Weiterhin eine gute Reise und ein zuverlässiges gogolobil wünscht der AlteHans.

Pooh335 am 01 Jun 2016 19:02:34

Hallo Gogolo!

Ich wünsche viel Spaß auf der Reise und möchte euch für Schottland die kleinste Destillerie Edradour in Pitlochry empfehlen. Wenn ihr Glück habt gibt es einen Deutschen Führer. Aber auch sonst ist die Führung dort sehr empfehlenswert.

frankjasper8 am 01 Jun 2016 19:29:33

Juchu, es gibt wieder eine neue Weltreise vom Gogolo und Gogoline im Gogolobil. Schön, das Ihr wieder unterwegs seid. Und wir wären uns schon wieder fast begegnet: Auch ich war wieder an der Nordseeküste unterwegs. Ich hatte in Twielenfleth mehr Glück und konnte ganz gut die Schiffe betrachten. Stade und Harlesiel hatte ich auch angefahren.

Wenn ich nicht durch das Unwetter weggespült werde >hier schüttet es gerade wie aus Kübeln, 22 mm innerhalb etwa 30 Minuten< gibt es in den nächsten Tagen auch von mir wieder etwas zu lesen.

Jetzt wünsche ich Euch aber erstmal eine schöne Reise. Kommt gesund und ohne Beulen durch die Welt. Viel Spaß und schönes Reisewetter.

Alter Hans am 01 Jun 2016 21:42:58

Pooh335 hat geschrieben:Hallo Gogolo!

Ich wünsche viel Spaß auf der Reise und möchte euch für Schottland die kleinste Destillerie Edradour in Pitlochry empfehlen. Wenn ihr Glück habt gibt es einen Deutschen Führer. Aber auch sonst ist die Führung dort sehr empfehlenswert.


Der Empfehlung schliesse ich mir gerne an:
wenn ihr von Pitlochry aus zu Fuss durch den Wald bergauf nach Osten geht habt ihr den herrlichen Whiskygeruch schon lange vor Erreichen der Brauerei in der Nase.

Alter Hans am 01 Jun 2016 21:56:10



Die edradour Destillerie vor einem Jahr

garagenspanner am 01 Jun 2016 23:03:26

hättet ihr doch Bescheid gesagt , wann ihr am NOK Station macht.
Wir wären zumindest mit dem Quattro hin gefahren , um Euch im
schönsten Bundesland der Welt zu begrüssen :D

lg
Jan und `Linde

eposoft am 01 Jun 2016 23:44:41

Hey Gogolo, unsere Fähre geht am 3.6. von Rotterdam nach Hull, dann fahren wir im Uhrzeigersinn in Schottland über Hadrians Wall, Oban, Fort Wiliam, Malaig hoch bis Skye. Evtl. sieht man sich unterwegs. Sandbeiger VW California mit Züricher Nummer. Also ZH. Wär ja mal ein Spass.

Auf alle Fälle wünschen wir gute Reise, das Wetter lässt sich schon mal bald sommerlich an.

Gruss Ernst

eposoft am 01 Jun 2016 23:58:30

Ich sehe auf eurer Routenplanung, dass der Hadrianswall kein Ziel ist, könnte evtl. ein Hinweis sein. Zuerst Kastel Vindolanda und dann das naheliegende Roman Army Museum (Kombiticket) dann zwischen den beiden Zielen einen der beiden Camping anlaufen und einen Spaziergang auf der alten Armeestrasse dem Hadrianswall entlang.

Wird unser Ziel am kommenden Montag sein und falls eine schöne Gegend wohl zwei Nächte Grenzerfahrung werden.

Gruss Ernst

Ups, Korrektur des vorherigen Beitrages, die Fähre geht am 4.6. so sind wir am 5.6. auf dem Camping in York.

Gogolo am 02 Jun 2016 19:23:53

Danke euch allen für die netten Rückmeldungen und Tipps auf meinem ersten Reisebericht, dem sicherlich noch einige folgen werden.

Was wir sicher NICHT oft machen werden: Museen besuchen. Denn wir hassen solche verstaubten Dinger. Uns ist viel lieber die schöne Natur - die könnten wir stundelang geniessen und auch die eingeborenen Menschen, die uns auf unserer Reise begegnen werden. Auch Städte und ein paar alte Steine (Castles) werden wir gerne ansehen. Aber das Innere der Castles lässt uns dagegen wieder ziemlich kalt. Da muss schon etwas außergewöhnliches kommen. Und alte Kriegsschauplätze und Kriegsspielzeug sind uns ein Gräuel; da weigert sich mein pazifistisches Gewissen, dies anzusehen geschweige denn fotografisch zu dokumentieren.

Gute und originelle Pubs werden wir dagegen sehr gerne besuchen.


Solche Tipps liebe ich und werde ich mir vormerken, wenn ich in die Nähe komme:

Pooh335 hat geschrieben:Hallo Gogolo!

Ich wünsche viel Spaß auf der Reise und möchte euch für Schottland die kleinste Destillerie Edradour in Pitlochry empfehlen. Wenn ihr Glück habt gibt es einen Deutschen Führer. Aber auch sonst ist die Führung dort sehr empfehlenswert.




Der Hadrianswall liegt außerhalb unserer Reiseroute.


:arrow: Lacelot

Auf den Orkney waren wir schon im Rahmen einer Schiffsreise... Danke trotzdem für den Tipp.


Habe die Ehre

Gogolo


BTW: wir sind mit der Fähre gut auf der Insel angekommen! Ich hoffe, ich sehe den einen oder anderen von euch, denn es sind ja offensichtlich sehr viele hier aufder Insel bzw. auf Irland.

gnarz18 am 02 Jun 2016 19:42:20

Wenn es um Pubs geht, solltet ihr auf jeden Fall nach Applecross. GBs höchster Pass mit einem grandiosen Blick auf die Skye und einem wirklich tollen Pub. Die Strecke von Shieldaig nach Applecross finde ich mit einer der schönsten von ganz Schottland.

Gruß
Michael

Gogolo am 02 Jun 2016 20:14:06

gnarz18 hat geschrieben:Wenn es um Pubs geht, solltet ihr auf jeden Fall nach Applecross. GBs höchster Pass mit einem grandiosen Blick auf die Skye und einem wirklich tollen Pub. Die Strecke von Shieldaig nach Applecross finde ich mit einer der schönsten von ganz Schottland.

Gruß
Michael



Danke - ist vorgemerkt.


Habe die Ehre

Gogolo

nuvamic am 02 Jun 2016 23:15:35

Gogolo hat geschrieben:Was wir sicher NICHT oft machen werden: Museen besuchen. Denn wir hassen solche verstaubten Dinger. Uns ist viel lieber die schöne Natur.

Dann würd ich doch das hier empfehlen: --> Link

Eine meiner liebsten Erinnerungen - (für mich) wunderschöne Skulpturen in der schönen (süd)schottischen Landschaft...

DirksBiMo am 03 Jun 2016 08:07:10

Moin,

viel Spaß in Schottland .... links fahren ist im übrigen nicht wirklich anstrengend .... man gewöhnt sich schnell daran :wink:
Der Ausflugstipp in Richtung Orkney`s wurde ja schon genannt .... das ist wirklich sehr sehenswert da draußen .... u,a, Scapa Flow gibt es zu sehen.
Unbedingt den ein oder anderen Wanderausflug mit einer der kleinen Fähren auf die kleinen Inseln machen.

Auf eurer Karte habe ich gesehen dass ihr die äußeren Hebriden auslassen wollt ... da überlegt nochmal :!: :wink:
Ein echter Tipp ist Bara .... von Oban aus mit --> Link raus nach Castlebay ist eine wunderschöne Reise ... dann mit dem entsprechenden Hop Scotsch Ticket über die Inseln.
Wenn man mag und die Zeit dazu da ist unbedingt einen Rundflug mit Fly.be von Bara in Richtung Eriskay machen ... wenn die Tide passt kommt der Flieger aus Glasgow gegen Mittag und macht dann einen Rundflug über die Inseln um dann am Nachmittag den Linienflug zurück nach Glasgow zu machen.
Allein das zusehen wenn das Flugzeug kommt um auf dem Trockengefallenen Meeresboden zu landen ist es wert da mal gewesen zu sein.
--> Link

--> Link

Wenn ihr glück habt könnt ihr die --> Link auf Bara Abends im Pub zur Session treffen .... die sind echt gut.
Der Drummer fährt tagsüber u.a. den Müllwagen auf der Insel.
--> Link
--> Link

Ich muss :wink: ,ich ja noch für einen guten Stellplatztipp auf den Faröer revanchieren .... wenn ihr dann über Eriskay weiter nach Uist geht meldet euch kurz .... ein Bild von diesem Platz könnt ihr
ihr auf der Website des Karmann Mobil Club`s finden .... dort ganz einfach in das "geschlossenen" nur für Mitglieder zugängliche Forum klicken.
(Ich weiß ... der Verweis auf andere Foren ist lt. AGB nicht gewünscht .... das ist aber ein geschl. Vereinsforum und somit hoffentlich ausnahmsweise mal nicht so schlimm ... danke :!: )

Dort auf dem Bild seht ihr unseren alten Karmann direkt an der Abbruchkante mit einem grandiosen Blick auf den Atlantik.
Die Weg Beschreibung schicke ich dann wenn gewünscht :wink:
Ver und Entsorgen da draußen ist übrigens an den Fähranlegern problemlos möglich.

Gruß

Dirk

zeus am 03 Jun 2016 09:50:00

Juchhu, die Gogolo-Reise hat begonnen. Ich bin so gespannt, weil ich da auch schon immer mal hin reisen wollte (Schottland und Irland).
Gute Reise wünsche ich Euch beiden und freue mich auf die wunderbaren Reiseerzählungen.

Roman am 03 Jun 2016 10:03:21

Gogolo hat geschrieben:...Gute und originelle Pubs werden wir dagegen sehr gerne besuchen....


Da euch die geplante Route auch an dem wunderschönen "Pennan" vorbei führt, dürft ihr natürlich das "Pennan Inn" nicht auslassen. Evtl. hängen an der Wand noch Fotos als wir und Mark Knopfler dort waren....leider nicht zur gleichen Zeit.... :mrgreen:

--> Link

Gruß
Roman

nuvamic am 03 Jun 2016 10:24:56

Oh richtig.... da fällt mir ein... in Donegal (in der freien Landschaft) gibt es einen Pub, der dem Papa vieler Musiker gehört. Aus der Familie stammt die Band Clannad und eine Tochter nennt sich als Sängerin Enya. Im Pub hängen eine Menge goldener und Platinplatten rum - und das Pub Meal war auch sehr in Ordnung. Hab ich vor langen Jahren draußen im Freien bei schönstem Sonnenschein genossen.

Was ich allerdings damals noch nicht so perfekt gemacht hab, sind genaue Notizen. Irgendwo hatte ich nen Hinweis auf den Pub gefunden - aber ich hab ihn nimmer... vielleicht kann jemand anderes aushelfen?

Aretousa am 03 Jun 2016 10:40:41

Das ist Leo's Tavern (englisch geschrieben, nicht das gleich jemand loszetert wegen des Apostrophs --> Link
in the Rosses/ Meenaleck --> Link.

Gab's vor unendlich vielen Jahren dort. Ob die Familie selbst dort heute noch aktiv ist, weiß ich nicht. Die offizielle Homepage ist jedenfalls außer Betrieb.

nuvamic am 03 Jun 2016 10:53:48

Ah klasse.... mit dem Namen findet sich auch ne Infoseite auf der englischen Wikipedia: --> Link

Laut der gehört der Pub immer noch der Familie... es besteht also Hoffnung.

trevor2 am 03 Jun 2016 11:27:43

Hallo Gogolo und Gogoline!

Grüßt Schottland von uns. ;) Wir haben zwei Highlandponies direkt von dort.
Wollen mit Trevor auch mal hin in den nächsten Jahren, lesen jetzt erstmal wieder gerne bei Euch mit...

Die Schotten, die wir kennenlernen durften, waren/sind total nette herzliche und sehr gastfreundliche Menschen!
Und die Landschaft total schön, besonders die ländlichen Regionen teilweise wirklich einsam... viele schöne Freistehplätze!

Geniesst die Zeit und kommt heil wieder!
Wir freuen uns über den weiteren Bericht!

Gogolo am 03 Jun 2016 21:01:53

Danke für die vielen Tipps. Ob wir die Hebriden besuchen ist abhängig vom Wetter und insbesondere dem Seegang. Denn wenn es von letzterem zuviel hat, dann weigert sich Gogoline die Fähre zu besteigen.... - sie will nicht "Fische füttern".


Habe die Ehre

Gogolo

felix52 am 03 Jun 2016 21:10:50

Jou, so macht das Felicitas auch.

Viel Reiseglück und tolle Erlebnisse Euch Beiden.
Wir sind, wie immer, dabei schon seit vor China.
Toll, was Ihr so immer wieder auf die Reihe bekommt.
Und auf e-bikes UND Moped zu verzichten, das hat schon was. Ich rede da nicht von
"Vernunftsgründen". Aber die Hüfte? :roll:

Der, der immer noch an der "Kippe hängt"... :wink:

ilonqa am 03 Jun 2016 21:16:32

Naja zumindest nach Skye könnt Ihr über die Sky-Bridge von Kyleakin auf die Insel. Die Fähre von Armadale nach Mallaig ist auch nur kurz.
Du schreibst, dass Ihr die Orkneys während einer Schiffsreise besucht habt, dürften doch die kurzen Fährpassagen auf die Hebriden ein Klacks sein. Von Skye und auch von den Orkneys war ich restlos begeistert. Die Orkneys sind bei mir nächstes Jahr wieder dran. Für heuer war ich zu spät bei der Buchung, egal gehts weiter südlich auf die Kanalinseln.

Gogolo am 03 Jun 2016 21:19:34

felix52 hat geschrieben:Und auf e-bikes UND Moped zu verzichten, das hat schon was. Ich rede da nicht von
"Vernunftsgründen". Aber die Hüfte? :roll:




Dafür sind die Wanderschuhe, die Sportschuhe und die Nordic-Walking-Stöcke mit an Bord des Gogolobils. Soviel wie ich die letzten Tage zu Fuß gewandert bin, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Und meiner Hüfte geht es gut; auch die Knie melden keine Schmerzen. Und die Kondition ist dank "rauchfrei" (seit knapp 16 Monaten) recht gut. Gottseidank.


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 03 Jun 2016 21:22:22

ilonqa hat geschrieben:Du schreibst, dass Ihr die Orkneys während einer Schiffsreise besucht habt, dürften doch die kurzen Fährpassagen auf die Hebriden ein Klacks sein. Von Skye und auch von den Orkneys war ich restlos begeistert. Die Orkneys sind bei mir nächstes Jahr wieder dran.



Das war damals mit der "Maxim Gorki", ein großes Schiff, da ist der Seegang nicht so sehr zu spüren. Und damals war auch Gogoline nicht so empfindlich wie heute. Ich bin neugierig, wie das dann 2017 wird, wenn wir wieder mit der Fähre nach Island fahren...

Du hast recht: die Orkneys sind wunderschön und ich war auch davon begeistert.


Habe die Ehre

Gogolo

shoe1 am 05 Jun 2016 17:20:19

Hallo,
ich freu mich jedes Mal, wenn ich auf euren Reisen "dabei" sein darf - dieses Mal ganz besonders, weil - wenn alles klappt - wir heuer auch nach Irland wollen.
Wir wünschen euch eine interessante und schöne Reise.
lg Rupert und Sonja

pipo am 05 Jun 2016 20:12:50

Hallo Günter, hallo Sieglinde,
man o man ihr seid ja schon wieder on Tour. Wahnsinn :lach:

Reisetipps können wir euch leider nicht geben. Wir haben, bis auf ein paar Kurztripps noch keinen Kontakt mit Irland und Schottland gehabt. Allerdings kennen wir viele, die nicht mehr von der Insel wegkommen :wink:

Wir wüschen euch eine tolle Tour und uns mitreißende Reiseberichte ;D

Bleibt gesund, vergesst niemals den Regenschirm und genießt es.

Liebe Grüße aus Eschwege :!:

popey46 am 05 Jun 2016 20:41:56

Ich hätte noch einen Tip, der älteste Pub Irlands in Athlone:


bluecamper am 05 Jun 2016 20:46:51

Hallo Gogolos,

ich freue mich auch schon auf alle Berichte. Die Orte habe ich auch schon auf dem Zettel.
Bei uns kann das aber nicht in einer Tour abgearbeitet werden. (Der Chef ruft).
Aber in entsprechenden Etappen, machen wir das dann auch.
Also freue ich mich auf viele aussagefähige Bilder :D

Gute Reise und gesunde Rückkehr.

helge48 am 08 Jun 2016 15:21:25

hallo gogolo
ist ja witzig das ich dich hier gefunden habe...
wir standen am elg chebi bei den sanddünen nebeneinander.
wir sind die vom bodensee und den 2 kindern...
wie auch immer lese ich eure reise interesiert mit
grüssle
nico

Gogolo am 08 Jun 2016 19:42:00

Danke für die Rückmeldungen.


Wir sind natürlich zwischenzeitlich schon in Schottland angekommen. Wo wir uns derzeit befinden ist das Vodafone-Internet leider nicht so prickelnd, weshalb der nächste Reisebericht zwar fast fertig ist, aber wegen dem langsamen Netz (Bilder hochladen...) nicht abgesandt werden kann. Es kann sich nur noch um ein paar Tage handeln :D :D :D


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 10 Jun 2016 17:06:08

Mit der Fähre DSDF Prinzess Seaways sind wir von Ijmulden bei Amsterdam nach Newcastle gefahren. Die Passage dauerte von 17:30 Uhr bis zum nächsten Morgen um 09:00 Uhr. Das Schiff ist sehr groß und noch relativ neu, macht also einen guten Eindruck. Gleich nach der Abfahrt macht uns der Kapitän darauf aufmerksam, dass in der Nordsee starke Winde aus nördlicher Richtung erwartet werden. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, das wirklich sehr gute Abendbuffet (ca. 30€ bei Vorausbuchung) zu besuchen. Eigentlich war es das beste Buffet, das ich je auf einer Fähre genossen habe. Gogoline hat darauf verzichtet. Anschließend gab es das erste Guinness auf der Reise. Man muss sich schon mal an den Geschmack gewöhnen.

In der Nacht kam dann der erwartete Wind und die Fähre bewegte sich um alle drei Achsen: sie gierte (Hochachse), nickte (Querachse) und rollte (Längsachse) in der See. Nicht sehr stark, aber durchaus deutlich merkbar und man musste sich festhalten, wenn man irgendwo hin gehen wollte. Trotzdem gingen wir am Morgen ans Frühstücksbuffet, wo sich aber der Andrang aus den obigen Gründen in Grenzen hielt. Kurz nach dem Frühstück erreichten wir schon Newcastle und die See wurde ruhiger. Das erste Geld konnte ich schon an Bord wechseln. Die Ausschiffung (übrigens auch die Einschiffung) war absolut problemlos und ging flott über die Bühne.

Wie von meinen bisherigen Reiseberichten schon gewohnt – hier eine Karte mit der tatsächlichen Reiseroute, die in diesem heutigen Bericht beschrieben wird:





Die ersten Kilometer und Kreisverkehre gingen überraschend leicht. Trotzdem habe ich bei einem Kreisverkehr nicht gut aufgepasst und die falsche Abfahrt genommen – das Navi hat es sofort wieder korrigiert und mich auf den richtigen Weg gebracht. Wir fahren nach Norden bis kurz vor der Grenze nach Schottland und mein Navi findet bei Bamburgh einen kleinen, sauberen Campingplatz mit freundlichen Leuten. Hier können wir erst einmal in Ruhe eine Planung für die nächsten Tage vornehmen und das Navi entsprechend programmieren.

Endlich, eine ruhige Nacht, in der wir beide sehr gut geschlafen haben. Es geht doch nichts über das gute, gewohnte Bett in unserem Gogolobil. Als erstes besuchen wir den kleinen Ort Bamburgh, direkt am Meer gelegen. Bamburgh hat auch ein altes Schloss (Castle), das in den Jahrhunderten seiner Existenz ein wahrlich aufregendes Leben geführt hat. Die Burg gehört heute einer Familie Armstrong, ist aber öffentlich zugänglich. Es finden dort Hochzeitsfeiern und Firmenveranstaltungen statt. Seit den 1920er-Jahren wird die Burg als Filmkulisse verwendet.







Heute ist Besichtigungstag von verschiedenen Abbeys. Als erstes fahren wir nach Kelso. Die Kelso Abbey ist eine schottische Abtei, die im 12. Jahrhundert von Mönchen einer Kongregation aus dem heutigen Thiron-Gardais bei Chartres in Frankreich erbaut wurde.







Dann ging es Schlag auf Schlag, denn die Entfernungen zwischen den Abbeys sind nicht groß: Jedburgh Abbey , Dryburg Abbey und Melrose Abbey. Bei letzterer verzichteten wir auf eine Besichtigung, denn der Ort war voller Touristen aus aller Herrenländer. Bei den beiden ersten dagegen war kein Rummel und wir konnten die beiden gut erhaltenen Abbeys des schottischen Borderlandes fotografisch entdecken:










Für heute reicht es erst einmal mit den alten Steinen...wir werden davon wahrscheinlich auf unserer Reise noch viele sehen.


Bei der Weiterfahrt hat man vom Scott's View einen wunderbaren Ausblick in das Tal des River Tweed und m,an kann gut den vulkanischen Ursprung der Gegend erkennen. Das Wetter war heiter, die hellgelben Rapsfelder leuchteten in der Sonne und die dunkelgelben Ginsterbüsche geben dem Frühlingsgrün einen kräftigen Kontrast.






Am Nachmittag kamen wir in Edinburgh an und sind auf den CP Mortonhall Park gefahren. Der Platz ist ganz Ordnung und recht sauber. An die CP-Preise hier in Schottland muss ich mich aber erst noch gewöhnen. Zwei Nächte kosten 49 Pfund = 64,30€! Wenn die Stadt Edinburgh das wenigsten wert gewesen wäre, aber Gogoline und ich waren doch nicht sehr begeistert davon. Hauptsächlich wegen der Unmengen von Touristen in der Stadt.

Wir sind vom CP aus mit dem Bus Nr. 11 (Haltestelle gleich bei der Einfahrt in den CP) in das Zentrum der Stadt gefahren (Prinzess-Street) und haben uns von dort aus zunächst mit einem doppelstöckigen Sightseeingtour-Bus einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten von Edinburgh verschafft. Schon beim Einstieg in die an der Straße aufgereihten Busse musste man in einer langen Schlange anstehen, so dass es richtig Glück war, wenn man im Doppelstöcker-Bus oben im Freien (es war sehr gutes, warmes Wetter) einen Sitzplatz ergattern konnte. Leider erwischten wir einen Bus, in dem die Ansage live, nur durch einen Fremdenführer, und ohne Übersetzung erfolgte, denn unser Englisch ist nicht soooo gut, dass wir jeden Satz verstehen ohne in das Wörterbuch schauen zu müssen. Erst eine zweite Busrunde (24-Stunden-Ticket machts möglich) mit einer automatischen Bandansage in verschiedenen Sprachen und Kopfhörer brachte uns die notwendigen Erkenntnisse über die Stadt.

Das was wir von der Stadt so sahen riss uns nicht vom Hocker. Weder die Architektur noch die Sehenswürdigkeiten waren für uns beeindruckend. Die Sandsteinbauten machen die Stadt sehr duster. Und auch wenn verschiedene Museen keinen Eintritt verlangten – ins Innere konnten sie uns damit auch nicht locken. Wir freuen uns schon auf die Natur und die Landschaften im Norden von Schottland außerhalb der Städte.

Trotzdem hier ein paar Bilder von Edinburgh:










Wir verlassen Edinburgh und fahren über eine unendlich lange Brücke über den Firth of Forth ins Landesinnere um beim Ort Pitlochry ungefähr die geografische Mitte Schottlands zu erreichen. Pitlochry ist ein recht netter, typischer Ort für Schottlands Landesmitte. Zum Mittagessen gab es natürlich typische Fish and Chips.









Dort gibt es einen Staudamm mit Wasserkraftwerk und mit einer sog. Fischtreppe auf der Lachse und andere Fische leichter auf die höhere Ebene gelangen können. Gleich in der Nähe ist auch ein bekanntes Castle, das Blaire Castle (hat nichts mit Tony Blaire zu tun). Wir haben es nicht besichtigt, denn als wir auf den Parkplatz gefahren sind, kamen gerade zwei große Busse mit Touristen angebraust; vermutlich waren aber noch mehr Touris im Park des Castles, so dass wir wieder Verzicht geübt haben und fluchtartig weg gefahren sind. Dann wollten wir zur kleinsten Whisky-Destillerie namens Edradour fahren um diese zu besichtigen – aber es war Sonntag und somit geschlossen. Wir beschließen, dies morgen nachzuholen und fahren zu einem schönen Aussichtspunkt gleich in der Nähe – Queens View genannt – um dort auch zu nächtigen. Dies geht auf dem dortigen Parkplatz seht gut (Parkgebühr 2 Pfund). Von der Aussichtskanzel hat man einen guten Blick auf das Loch Tummel mit Sonntagswetter, d.h. blauer Himmel, Sonnenschein und über 20° warm.










Eigentlich wollten wir am Loch Tummel entlang fahren und eine kleine Rundreise machen bevor wir wieder zur Whisky-Destillerie Edradour kommen. Wir mussten aber unsere Pläne bezüglich der Rundfahrt ändern, denn am frühen morgen kamen Baufahrzeuge und sperrten wegen Straßenbauarbeiten die weitere Straße. Also wieder zurück nach Pitlochry und auf einer schmalen Straße nach Fortingall. Dort gibt es einen Kirchhof mit einer 5000 Jahre alten Eibe. Auch die Kirche ist sehenswert. In Aberfeldy füllten wir unsere Vorräte bei einem Coop auf. Dann schauten wir beim Castle Menzies vorbei und besichtigten dieses von außen.











Wieder zurück in Ptlochry fuhren wir nochmals auf schmaler Straße zur Destillerie Edradour. Auf dem Weg dorthin streifte uns ein großer Straßenbau-Lkw und Peng, der rechte Außenspiegel war bei beiden Fahrzeugen kaputt...

Bei der Destillerie habe ich gleich zu Beginn mein Anliegen vorgetragen: die Destillerie zu besichtigen, Whisky zu verkosten und auch zu kaufen, also Geld dort zu lassen – aber nur, wenn wir anschließend mit dem Gogolobil auf dem Firmenparkplatz übernachten können. Der relativ unfreundliche Herr mit Kilt am Empfang wies uns mit einem kurzen „NO!“ ab - und damit war auf für mich die Sache klar: dann kaufe ich dort nichts ein, wir drehten uns um und gingen wieder! Jede Gaststätte ist höflicher und zuvorkommender wenn man dort etwas isst und trinkt.

Wir fuhren dann weiter, denn es war noch früh am Tag. Über den Cairnwell Pass ging es am schottischen Ski-Zentrum Glenshee vorbei. Die Landschaft hat dort nur eine sehr spärliche Vegetation und erinnert etwas an di Tundra von Lappland. Wir fahren bis Braumar und stehen dort auf einem kleinen ruhigen Parkplatz mit Ent- und Versorgung (Wasserhahn an der Außenmauer der öffentl. Toilette) gleich in der Nähe. In diesem Ort sind im Herbst die bekanntesten Highland-Games und die Queen hat gleich in der Nähe ihren Sommersitz. Braumar selbst ist eine typische schottische Kleinstadt:








Bis auf das morgendliche Vogelgezwitscher war es eine sehr ruhige Nacht auf diesem Platz. Bei der Weiterfahrt haben wir uns den adeligen Sommersitz in untypischer Touristenart verkniffen. Unser erster Halt war erst wieder in Banchory. Dort bei den Falls of Feugh, dem wilden Zufluss des Rivers Dee, konnten wir ein paar Lachse beobachten, wie sie versuchten den Wasserfällen in Richtung ihrer Laichplätze flussaufwärts hinauf zu springen.





Wir fuhren an Aberdeen vorbei und mussten dabei geschätzte 30 Kreisverkehre bewältigen. Allmählich kann ich das schon mit dem linksfahren im Kreisverkehr. Wir kommen durch Gegenden mit viel gelben Ginsterbüschen überall und gelangen allmählich wieder an die Nordseeküste südlich von Inverness. Bei Aberdour Beach haben wir wieder einen absolut tollen Übernachtungsplatz mit Brandungsrauschen direkt am Meer.






Zwar war es am nächsten Morgen in der Frühe bedeckt und es nieselte leicht, aber im laufe des Vormittags besserte sich das Wetter zunehmens. Wir besichtigten nun die Küste mit ihren Schönheiten. Zuerst gings zum Grovie Car Park und hatten von dort aus eine absolut tolle Sicht auf den Ort Grovie – richtig malerisch.





Nur ein paar Meter Platz für nur einen einzige Häuserzeile ist zwischen der Felswand und dem Meer, worauf der Ort steht. Über Cullen und einem imposanten Eisenbahnviadukt (ohne Eisenbahn) erreichten wir Portknockie mit einem bizarren Felsen, dem Bow Fiddle Rock, im Wasser. Er ähnelt etwas einem Elefanten:






In Fochabers ist die bekannte schottische Spezialitätenfabrik Baxter. Hier gibt es auch ein Visitor-Centre, wo man etwas von den guten Sachen essen und sich auch mit den Spezialitäten für die Weiterfahrt eindecken kann. Zunächst probierten wir das schottische Nationalgericht Haggis. Was ist Haggis? Das ist ein „Matsch“ aus Schafsinnereien und Hafergrütze, pfeffrig gewürzt. Lt. Wikipedia: Haggis ist eine Spezialität aus der schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst. Das Ganze sieht aus wie Hackfleisch. Das Haggis wird mit einer Kartoffel serviert, mit Käse bestreut und Salat dazu. Haggis schmeckt viel besser als es aussieht!

Im Laden kaufen wir natürlich ein paar Dosen Haggis, den Eintopf „Cullen Skink“ (Suppe mit geräuchertem Schellfisch, Kartoffeln und Milch) und Walkers „Pure Butter Shortbread“, einem guten Buttergebäck mit viel Butter.







Wie es weitergeht, das erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht. Bitte dran bleiben...




Viele Grüße in die Heimat



Habe die Ehre

Gogolo

Lancelot am 10 Jun 2016 17:34:42

Gogolo hat geschrieben: Haggis schmeckt viel besser als es aussieht!

ICH finde : Ansichtssache - es schmeckt genauso wie´s aussieht :grosseaugen:

Für "keine Steine gucken" habt ihr aber schon reichlich ... :)
Schöne Weiterfahrt :ja:

Beduin am 10 Jun 2016 18:51:00

Bin natürlich auch wieder dabei ;D war ja vor geschätzen 100 Jahren auch schn mal drüben und schwärme heute noch davon.

Cullen war das Stichwort. Lese ja leidenschaftlich gerne und Cullen kam in der :) Highland-Saga - Diana Gabaldon --> Link vor, meiner Ansicht nach seeeeeeeeeeeeeeeehr lesenswert. Von mir bestimmt schon 5 mal. Kleiner Einblick --> Link

Euch noch paar mehr schöne Erlebnisse und das ihr mal nur zu Fuss unterwegs seid. Klasse das. Nur Bewegung hilft :oops:

diper am 10 Jun 2016 19:31:31

Habt Ihr den Spiegel wieder flicken können?

trevor2 am 10 Jun 2016 21:21:47

Schöne Bilder, netter Bericht!

Ja, die Gabaldon-Bücher haben 'Suchtfaktor' - unbedingt empfehlenswert besonders wenn man gerade in Schottland ist! ;)

Bin gespannt auf Euren weiteren Bericht und wünsche Euch weiterhin gute Fahrt und hoffentlich keine 'Berührungen' mit LKWs o.ä. mehr...

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