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Reisebericht WoMo-Reise Nieders Nordseeküste Teil 2 1, 2, 3, 4


frankjasper8 am 10 Jun 2016 00:15:31

Reisebericht: Wohnmobiltour Niedersächsische Nordseeküste (Teil II)

Ja, nun ist es wieder soweit; der nächste Urlaub, die nächste "Auszeit" vom Berufsalltag steht unmittelbar bevor. Bei meiner letzten Wohnmobiltour im März dieses Jahres habe ich einen Teil der niedersächsischen Nordseeküste bereist. Hier --> Link gibt`s den Reisebericht dazu.
Die nun anstehende Reise soll quasi eine Fortsetzung dieser Tour sein. Einige der da besuchten Orte werde ich noch genauer unter die Lupe nehmen, aber ich werde auch wieder neue Orte ansteuern und Neues entdecken.
Allen Lesern, die mich wieder auf dieser Reise begleiten, kann ich schon an dieser Stelle viele schöne Bilder ankündigen. Also, viel Spaß! Jetzt geht es los!

Tag 1: Pfingstsonntag, 15. Mai 2016

Das Abenteuer beginnt, die Räder rollen wieder, ich bin wieder "on the road".



Diesmal fahre ich über die Autobahn A 7 von der Anschlußstelle Seesen/Harz in nördlicher Richtung - vorbei an der Dauerbaustelle zwischen Seesen und Hildesheim für den 6-streifigen Ausbau der Strecke -





über Hildesheim und Hannover zum "Walsroder Dreieck". Hatte ich bis hierhin schon nicht unbedingt bestes Urlaubswetter, so war jetzt die reine Weltuntergangsstimmung - jedenfalls wettertechnisch gesehen. Der Himmel öffnete alle Schleusen und der Wettermacher zog alle möglichen Schubladen seines Wetterprogramms auf. Es regnete, es stürmte, es hagelte dicke Graupelkörner, die sich vor dem Scheibenwischer festsetzten.









Meine Absicht, mir Walsrode oder auch mal wieder den bekannten Vogelpark näher anzusehen mußte ich leider verwerfen. Von der Autobahn abgefahren kehrte ich dann aber über Hodenhagen und Walsrode bei Bad Fallingbostel zur A 7 zurück. Von der Anschlussstelle "Evendorf" führte mich der weitere Weg dann aber abseits der Autobahn durch schöne Heidedörfer und bei mit Sonnenschein und Regenschauern abwechselungsreichem Reisewetter durch die Ausläufer der "Lüneburger Heide" in Richtung "Altes Land" und an die Elbe.
Hier steuerte ich - wie schon mehrmals, wenn ich in der Region umherreiste - den schön gelegenen Stellplatz im Örtchen Hollern-Twielenfleth beim "Fährhaus Twielenfleth" an.



Hier steht man direkt an der Elbe und hat besten Blick auf den Schifffahrtsweg, kann die "dicken Pötte" beobachten, wenn sie sich auf dem Weg von der Nordsee zum Hamburger Hafen oder umgekehrt durch den Fluß quälen.
Ein Bummel durch den Ort Twielenfleth, wo allerdings nicht so viel los ist, lockerte die von der langen Fahrtstrecke geplagten Muskeln wieder auf. Ein Wahrzeichen des Ortes, das Leuchtfeuer steht direkt an der Elbe unweit des Stellplatzes.



Auf der Landseite des Elbdeiches dann der "Alte Leuchtturm", heute als kleines Museum teilweise zu besichtigen.



Die schöne kleine Kirche liegt etwas versteckt in den Obstfeldern.



Und dann war da noch die schöne alte Windmühle.



Schön wandern oder radeln kann man auch direkt an der Elbe entlang oder man besucht das Freibad direkt neben dem Hotel-Restaurant "Fährhaus Twielenfleth".
Sozusagen als Betthupferl konnte ich an diesem ersten Reiseabend noch diesen Anblick geniessen:



Noch ein paar Infos zum Stellplatz:

Kosten: 5,- € für 24 Std, zahlbar am Automaten. kein Strom, V+E-Anlage im Nachbarort Wetterndorf ( in Richtung Steinkirchen).



Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 11 Jun 2016 19:38:35

Tag 2: Pfingstmontag, der 16. Mai 2016

Es war eher Glückssache, daß ich an diesem Morgen das kleinere Kreuzfahrtschiff "Amadea" --> Link hier in Twielenfleth zu Gesicht bekam.



Es war 06:15 Uhr, als das Schiff fast lautlos auf der Elbe an mir vorbeischipperte. Zwar hatte ich mir schon daheim den "Anlaufplan für Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen" ausgedruckt, aber nur durch Zufall hatte ich den richtigen Moment abgepasst und konnte noch rechtzeitig auf den Auslöser der Digi-Cam drücken. Die "Amadea" ist das neue "Traumschiff" in der ZDF-Serie.

Meine Reise ging dann ca. 09:30 Uhr weiter, ich fuhr aber nur bis zum Nachbarort Steinkirchen. Auf einem Parkplatz bei einem Supermarkt stellte ich das Wohnmobil ab.



Wegen des Feiertags war der Platz fast gänzlich leer. Steinkirchen ist ein größerer Ort im "Alten Land", am Flüßchen Lühe gelegen. Wie in dieser Region überall, so finden sich auch hier schöne Fachwerkhäuser aus rotem Ziegelstein mit weißen Holzfächern.









Und wenn ein Ort schon den Namen Steinkirchen trägt, darf natürlich auch eine Kirche nicht im Ortsbild fehlen.



Die schöne Kirche "St. Martini et Nicolai", nicht nur von außen hübsch anzusehen, sondern auch mit der pompösen Inneneinrichtung und den "Balkonen" ein Blickfang. --> Link



Der bekannte Orgelbaumeister Arp Schnitger hat z.B. auch dieses Instrument in Steinkirchen geschaffen:



Mein Rundgang durch den Ort führte mich aber auch an der Lühe entlang, wo es idyllisch zugeht. Kleine Obsthöfe oder auch Wohnhäuser liegen am Flußlauf und auch eine kleine Bootswerft habe ich dort gesehen.









Die Lühe mündet wenige hundert Meter weiter dann bei Grünendeich in die Elbe und dorthin gehe ich dann auch. Bis an die Elbe heran reicht das Obstanbaugebiet. Ja, dafür ist das "Alte Land" bekannt - der Obstgarten Norddeutschlands.



Hier wird gerade die Obstplantage ausgemäht. Ob der Landwirt wohl noch einen Blick hat für das Geschehen auzf der Elbe? Hier kommt gerade ein ganz dicker Pott angedampft:



Der Container-Frachter "Houston-Express" der HAPAG-Lloyd-Reederei --> Link quälte sich den Fluß hinauf in Richtung Hamburger Hafen, wo an den Container-Terminals Ladung gelöscht und neue Ladung aufgenommen werden wird.



Und während sich der Frachter in Richtung Hamburg davon macht, schaue ich mir den Wohnmobilstellplatz in Grünendeich an.



Auch in Grünendeich gibt es einen Stellplatz für uns Wohnmobilisten. Dieser allerdings kostet gleich mal 10,- € pro Nacht. Dafür gibt´s gleich nebenan einige Imbiss-Stände mit Fisch- und Fleischgerichten oder süße Leckereien wie Crepes und Eis. Aber auch hier gibt es keine Stromanschlüße oder V+E-Möglichkeit. Jedoch zum "Schiffe-gucken" ist auch dieser Platz optimal direkt am Elbufer.





Zurück in Steinkirchen bei meinem Wohnmobil ging die Fahrt dann weiter über Mittelnkirchen mit Foto-Halt vor und in der dortigen Kirche.





Dann fütterte ich das Navi mit dem nächsten Reiseziel: Osten ( mit langem "O" gesprochen, wie Ostern ), denn wenn ich schon mal hier in der Gegend war, wollte ich mir doch die Schwebefähre mal in Natura ansehen, die ich bisher nur vom Fernsehen kannte. Über Stade und auf der B 73 auch durch das "Weihnachtsmanndorf" Himmelpforten erreichte ich dann den Ort und stellte das Wohnmobil auf einem auch als Stellplatz markierten Teil eines größeren Parkplatzes an einer Sporthalle ab. Drei Steckdosen zur Stromentnahme, sowie ein Schacht zur Abwasser und Toiletten-Entsorgung waren die "Ausstattung" dieses Platzes unter hohen Bäumen.
Ausser der Schwebefähre und der örtlichen Kirche war aber in Osten nicht viel Sehenswertes zu sehen. Ich machte einen Rundgang mit Foto-Shooting von der Schwebefähre





und der Kirche.



Die Kirche "St.Petri" war nicht geöffnet, deshalb hier ein Foto der Erklärungstafel vor der Kirche.



Danach ging die ahrt zurück nach Stade. Dort, auf dem Stellplatz am "Schiffertor" ging dann die 2. Etappe meiner Reise zuende. Hier gab es Strom, hier gab es eine V+E-Anlage, hier war ich richtig.

im nächsten Teilbericht nehme ich mir dann Zeit für einen Ortsbummel in Stade. Da gibt es auch ganz, ganz viele schöne Fachwerkgebäude zu sehen und auch einiges an Bildmaterial ist da zusammen gekommen.

Fortsetzung demnächst! :D

Gast am 12 Jun 2016 08:01:15

Hallo frankjasper,
vielen Dank für deinen Reisebericht.
Er uns noch einiges gezeigt, was wir im "Alten Land" übersehen haben.
Damit lohnt ein erneuter Besuch doppelt.

Dein Bericht ist ansprechend und macht Spaß die Reise dorthin anzutreten.

Sonnige Zeiten
gerwulf

frankjasper8 am 12 Jun 2016 09:02:38

Der 3. Tag: Dienstag, der 17. Mai 2016

Ich war in Stade auf dem Wohnmobil-Stellplatz in der Schiffertorstraße --> Link
Dieser Platz liegt am Rand eines Wiesengeländes mit einigen größeren Bäumen und dennoch ist man innerhalb weniger Gehminuten schon direkt in der schönen Altstadt. Die einzelnen Stellplätze sind teilweise durch Hecken getrennt und ein kleiner, wohl wasserloser Graben durchzieht das Platzgelände. Zur Ausstattung des Platzes zählen ausreichend viele Stromanschlüsse an Münz-Automaten ( 1,- €/kwh) sowie eine V+E-Anlage. Zeitweise, meist wohl gegen Abend, ist die Rezeption in einem kleinen Blockhaus besetzt und man kann Brötchen bestellen.
Bezahlen der SP-Gebühr geht zum Einen über einen Parkscheinautomaten ( Kleingeld! ), zum Anderen halt dann beim Platzwart, wenn er anwesend ist.
Ein Bauschild an der Einfahrt zum Platz weist auf den Bau eines Sani-Gebäudes noch in diesem Jahr hin.









So, nun geht es los mit dem Ortsrundgang durch die sehr schöne Stader Altstadt und ich fange mal im alten Hafen an. Das wohl bekannteste Objekt dort ist sicher der alte Holzkran.



Rund um das kleine Hafenbecken stehen schöne Fachwerkhäuser:







Das wohl prächtigste Gebäude ist das "Bürgermeister-Hintze-Haus" --> Link , hier in der Bildmitte:



Aber Stade hat noch einige weitere schöne Fotomotive zu bieten, deshalb geht es nun zum neuen Stadthafen,



hier ist die Anlaufstelle für Reisebusse, hier kann man z.B. auch mit einem Fleetkahn durch die Stadtkanäle fahren oder mit dem Tidenkieker --> Link eine Schiffstour zur Elbe unternehmen.



Ein altertümliche Schleuse verbindet den Stadthafen mit dem sogenannten Holzhafen und direkt hinter der Schleuse kann man mit Fleetbooten durch die Kanäle der Stadt fahren... --> Link



Weithin sichtbar ist von fast jedem Punkt der Sadt der mächtige Kirchturm der Kirche St.Cosmae et Damiani --> Link)



Gerade laufen in der Stadt Abbrucharbeiten für die Erstellung neuer Gebäude für ein Shopping-Center...





Eine Stadt im Wandel, na hoffentlich wird da nicht zuviel abgerissen. So, ich könnte Euch noch viel mehr aus Stade zeigen - es ist wirklich ein nettes Örtchen - aber ich habe noch andere Orte besucht auf meiner Mai-Tour und davon berichte ich im nächsten Teil.

Fotsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 12 Jun 2016 10:43:14

Tag 4: Mittwoch, 18. Mai 2016

Es geht weiter! Ich bin wieder unterwegs. Unterwegs zu neuen Zielen. Unterwegs irgendwo im nördlichen Niedersachsen, irgendwo zwischen Stade und Bremerhaven.



Auf einer schönen Alleestraße, bei sonnigem Wetter, fahre ich von Stade zunächst in Richtung Bremervörde und Bremerhaven. Ein kurzes Stück dann auf der Autobahn A 27 in südliche Richtung



um dann durch den Wesertunnel bei Stotel auf der B 437



und am Dollart entlang in Richtung Wilhelmshaven zu fahren. An der Nordseeküste entlang beim neuen Jade-Weser-Port vorbei und den Ölhäfen erreiche ich dann über Hooksiel den Wohnmobilstellplatz im Fährhafen von Harlesiel.



Der aufmerksame Leser meiner Reiseberichte wird jetzt sagen: Harlesiel, da war der Frank doch im März schon mal!

Ihr habt recht, da war ich im März auf meiner Frühlingsreise wirklich schon mal. :) Aber ich hatte seinerzeit nicht die Möglichkeit mal auf eine der Nordseeinseln zu schippern und hoffe, daß nun diesmal vielleicht die Tidezeiten anders sind. Ich parkte das WoMo also dort im Bereich des Schutzdeiches und schloß das Landstromkabel am Stromkasten an.



Die Anmeldung muß man in einem Container auf der anderen Seite des Schutzdeiches am Badestrand machen. Dahinter befindet sich auch gleich ein großer Campingplatz und ein weiterer Wohnmobilplatz.





Jedoch hier im Hafen bietet sich der Blick auf die ein- und ausfahrenden Schiffe. Das sind die Personenschiffe "Wangerooge" und "Harlingerland", die das Festland mit der Insel Wangerooge verbinden und das ist auch eine Frachtfähre, die den Waren- und Fahrzeugtransport nach Wangerooge übernimmt.
Der Stellplatz hier bietet ebenso eine V+E-Anlage, wie auch WC- und Duschmöglichkeit im Sanitärcontainer.



Und bei besserem Wetter wäre sicherlich auch im angrenzenden Freibad mehr los gewesen. :)
Am Deich befindet sich auch ein Restaurant mit SB- Teil oder auch mit Bedienung. Leckere Eisbecher gibt es ebenso wie frische Backwaren und Brötchen am Morgen. Also, alles vorhanden, was das Herz eines Reisemobilisten begehrt! :)

So, der nächste Teilbericht handelt dann von meinem Besuch auf der Nordseeinsel Wangerooge.

Fortsetzung folgt! :)

iwoi am 12 Jun 2016 11:50:52

wieder ein Reisebericht mit schönen Bildern! Freu mich schon auf die Fortsetzung !

GePe126 am 12 Jun 2016 14:43:08

Ja, ein wirklich schöner Bericht mit tollen Bildern. Danke dafür. :daumen2:

bonjourelfie am 12 Jun 2016 16:07:14

Was kann man an einem verregneten Sonntag schon besseres tun als deine Reiseberichte lesen? Vielen Dank und ich bin gespannt, ob du es diesmal bis in meine Heimatstadt Emden schaffst.

LGElfie

tztz2000 am 12 Jun 2016 16:26:56

Moin Frank,

danke für den schönen Bericht und die schönen Fotos! :top:


Und mach mal hinne mit der Fortsetzung.... :D :lach:

.... in 4 Wochen kommen wir in die Gegend! :ja:

Paulinchen am 12 Jun 2016 16:52:51

Frankieboy, Deine Reiseberichte sind wie immer lesenswert. Mach weiter so. Du merkst ja selber, dass Deine Berichte immer gern gelesen werden. So manch einer lernt auf diese Art auch Deutschland kennen. :ja:

leoline am 12 Jun 2016 17:18:04

Wie immer ein Genuß, deine Reiseberichte! Einiges davon haben wir schon gesehen, anderes nicht. Mehrere Besuche in derselben Gegend können also durchaus sinnvoll sein, man entdeckt immer wieder etwas, das man nicht gesehen hat. OFt ist es ja tatsächlich auch wetterabhängig.

frankjasper8 am 12 Jun 2016 19:38:57

Schon mal ein "Dankeschön!" an dieser Stelle für Euer Interesse an meinem Reisebericht. Es freut mich jedesmal, daß mein Geschreibsel und die Fotos Euch so gefallen. :)

bonjourelfie hat geschrieben:...ich bin gespannt, ob du es diesmal bis in meine Heimatstadt Emden schaffst.

LGElfie


Na, Elfie, ich habe schon unterwegs an Dich gedacht! :D
aber ich möchte jetzt an dieser Stelle noch nicht zuviel verraten!
Laß Dich einfach überraschen! :)


So, dann geht es weiter im Text:

Der 5. Urlaubstag: Donnerstag, der 19. Mai 2016

I bin reif, reif, reif, reif für die Insel...

So hieß es doch in einem bekannten Schlager, nicht wahr?
Dieser Tag stand ganz im Zeichen einer Tour zu einer der Ostfriesischen Inseln. Und weil es dorthin keine Landstraße oder Autobahn gab, mußte das Wohnmobil in Harlesiel auf dem Stellplatz zurückbleiben.
Nun sind die Menschen, die auf die Inseln möchten, auf die Schiffe angewiesen. Und die Schiffe wiederum sind vom Wasserstand abhängig.
Ihr wißt ja sicherlich alle, daß es an der Nordseeküste Gezeiten gibt. Ebbe und Flut kennt wohl hier jeder. Ebbe heißt Niedrigwasser, die Flut ist dann folgerichtig das Hochwasser. Der Schiffsfahrplan zu den Inseln richtet sich immer nach diesen Gezeiten. So ist es und so wird´s auch bleiben. Daher sind die Abfahrtszeiten auch jeden Tag anders. An manchen Tagen gibt es nur eine Fahrt, dann lohnt sich natürlich für die Tagestouristen die Tour nicht.

An diesem Tag allerdings stand die erste Abfahrt um 8:30 Uhr an. Das hieß für mich zwar, früh aus dem Heckbett zu klettern, aber der Wunsch, die Insel zu erkunden war stärker als der nach Schlaf.
Um 6:00 Uhr aufgestanden, war ich rechtzeitig fertig und ging zielstrebig über die Sielanlage des Flusses Harle zum Fährhafen auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Das Schiff, die "MS Wangerooge" lag seit gestern abend schon an seinem Liegeplatz. Ich kaufte eine Fahrkarte und konnte gegen 8:00 Uhr auf´s Schiff.
pünktlich 8:30 Uhr legten wir ab. Damit sich der Captain nicht verirren konnte, war die Fahrtstrecke zunächst noch mit Holzpfählen markiert...



Na, bei Niederigwasser ist es schon ziemlich eng in der Rinne. Etwa eine Stunde dauert die Überfahrt nach Wangerooge durch das Weltnaturerbe "Niedersächsisches Wattenmeer". Unterwegs sah ich durch die großen Fenster des Salons neben gaanz viel Matsch... äh, Entschuldigung: Watt...



...auch ein paar Seehunde auf einer Sandbank. Für ein taugliches Bildchen waren die Tiere aber zu weit entfernt. Ansonsten gab es von der Überfahrt nicht viel zu berichten, nur einmal war Gegenverkehr...



...und dann war Land in Sicht. Der erste Blickkontakt mit der Insel Wangerooge.



Wenig später legte das Fährschiff gegen 9:30 Uhr an der Kaianlage im Inselhafen an.



Eine zur frühen Stunde noch überschaubare Menschenmasse machte sich zügig auf zu den bereitgestellten Personenwagen der Wangerooger Inselbahn. --> Link



Während die Schiffsbesatzung die wenigen Frachtbehälter vom Schiff auf wartende Güterwaggons per Bordkran umlädt,



... warten die Passagiere in hochmodernen Reisezugwagen



auf die Weiterfahrt in den Ort. Das Alles geht aber sehr schnell, sodaß nach nur wenigen Minuten die Bahn lostuckert und weitere Minuten später den Ort und den Endbahnhof erreicht.



Das Gepäck der Urlauber wird dann ausgeladen und ausgegeben. Ich hatte ja nur meinen Wanderrucksack dabei und den hatte ich die ganze Zeit am Mann. Ich konnte also gleich ins Inselabenteuer starten.
Die Insel Wangerooge ist autofrei. Die meisten Transporte werden mit solchen Elektrofahrzeugen ausgeführt



Vom Paketzusteller



bis hin zum Getränkelieferanten



sind alle Dienstleister mit diesen Fahrzeugen unterwegs. Es gibt eine Inselspedition, die alle anfallenden Transporte erledigt. Ich glaube, nur die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind mit kraftstoffbetriebenen
Fahrzeugen unterwegs.

Die Touristen bewegen sich zumeist mit Fahrrädern auf der Insel, oder mit solchen Vehikeln:



Ich hatte mir zur besseren Mobilität dieses Fahrrad gemietet:



Auf gut befestigten "Fahrradautobahnen" kann man einen Großteil der Insel befahren.



Viel Natur ist dabei rechts und links der Wege zu betrachten.

Im Ort dann die Inselkirche, die evangelische Kirche "St. Nicolai"...



oder die Fußgängerzone mit Geschäften für den täglichen Bedarf und allem Möglichen gegen Hunger und Durst.





Vom Cafe Pudding hat man dann einen schönen Blick auf die offene Nordsee und den schönen Badestrand.



Daß die Zeit auch hier wie im Fluge vergeht, merkte ich dann ganz schnell. Es war Zeit, das Fahrrad wieder abzuliefern und dann brachte mich die Inselbahn auch schon wieder zurück zum Hafen. Drei Stunden Inselauffenthalt auf Wangerooge waren - leider - schon vorbei.







Die Touristen stiegen wieder um auf die "MS Wangerooge" und die Frachtbehälter wurden vom Zug auf das Schiff umgeladen.
Für manchen Touristen noch Gelegenheit für einen Sandbummel...



Dann hieß es endgültig Abschied nehmen von der Insel Wangerooge...



... unterwegs noch ein Treffen mit dem Gegenschiff vom Festland, die "MS Harlingerland", dann war die Seereise zuende. Harlesiel war wieder erreicht.



Die "MS Wangerooge" durfte jetzt in den wohlverdienten Feierabend gehen...



... und ich erholte mich auch nur noch im Nahbereich des Stellplatzes und nutzte die Duschmöglichkeit im Sani-Container.

Demnächst geht es dann weiter auf meiner Reise, bleibt mir treu! :)

frankjasper8 am 13 Jun 2016 19:43:52

und wieder geht es ein kleines Kapitel weiter.. :D

Tag 6 der Reise: Freitag, 20. Mai 2016

Es ging weiter auf meiner Nordseeküsten-Kreuzfahrt. Ich nutzte zunächst die V+E- Einrichtung zum Entsorgen und Frischwasser tanken. Dann ging es gegen 10:00 Uhr weiter und es wurde eine Mammut-Etappe. Ganze 2 Kilometer fuhr ich zunächst nach Carolinensiel, wo ich den EDEKA-Markt noch von der März-Tour kannte. Ich füllte den Kühlschrank mit Essbarem auf und setzte das Mobil dann auf einen Parkplatz nebenan um.
Für einen Ortsbummel nahm ich mir 1,5 Stunden Zeit. Zunächst hatte ich ein Rendezvous mit einer flotten Friesin.
Caroline hieß sie und sie war wirklich ein tolles Mädel! :D



Oh Mann, watt für ´ne Frau! :D



Caroline zeigte mir den schönen Museumshafen mit vielen alten Holzbooten...









Und mit dem alten Raddampfer "Concordia II" --> Link werden in der Saison täglich Pendelfahrten zwischen Harlesiel und dem Museumshafen angeboten...



Nur als ich dort war, lag das Schiff wegen Reparaturarbeiten fest und die Fahrten fielen aus.

Ich schaute mir dann noch die Deichkirche und den nebenstehenden Glockenturm an...









Ansonsten gab es in Carolinensiel natürlich auch die netten Geschäfte, wo einem wie bei Al Bundy das Geld aus dem Portemoney gezogen wird. Aber ich blieb standfest und die Kröten blieben bei mir. :D

Es war an der Zeit, ein Plätzchen für die Nacht zu suchen und ich fuhr nach Neuharlingersiel auf den Stellplatz am Fährhafen. --> Link



Ich hatte Glück und bekam den allerletzten freien Stellplatz, und das auch nur, weil ein vor mir angekommenes WoMo nicht über Nacht stehen bleiben wollte und mir den letzten Platz zur Verfügung stellte.
Die Gebühr beträgt 12,- € pro 24 Std, zuzügl. muß ein Kurbeitrag von 2,50 € pro Person gezahlt werden. Stromanschlüsse stehen auch für jeden der 23 Stellplätze zur Verfügung. Eine Chipmünze ist jeweils in der Platzgebühr beinhaltet, jede weitere kostet 1,- €. Alles zu bezahlen über den Parkautomaten. Eine V+E- Anlage ist ebenfalls direkt am Platz vorhanden, leider für große Fahrzeuge etwas schwer anzufahren.

So, nun noch ein paar Fotos aus Neuharlingersiel:







In einem dieser Häuser am Hafen ist auch eine Bäckerei, wo man morgens frische Brötchen und Backwaren holen kann. Auch ein Eiscafe und diverse Restaurants oder Imbisse sind übrigens in Neuharlingersiel zu finden.

Ich habe hier nicht so viele Fotos gemacht, weil ich ja auch hier schon im März Station gemacht hatte und außerdem war das Wetter auch etwas regnerisch. Schietwetter nennt man das hier an der Küste1 :D

Im nächsten Bericht werde ich Euch dann ein paar Fotos von der Insel Spiekeroog präsentieren, wenn Ihr wollt.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 13 Jun 2016 21:46:37

7. Reisetag: Samstag, der 21. Mai 2016

Eine Seefahrt, die ist lustig. Es geht wieder auf große Fahrt; Spiekeroog ist diesmal Ziel meine See(h)fahrt



Mit Holzpfählen waren auch hier die ersten Meter der Schifffahrtsrinne markiert. Der Weg nach Spiekeroog.
Die Überfahrt begann um 09:40 Uhr und dauerte etwa eine Dreiviertelstunde, sodaß das Fährschiff "Spiekeroog 2" gegen 10:30 im Hafen von Spiekeroog anlegte.



Auch hier wurde das Reisegepäck per Kran vom Schiff an Land befördert und den Reisenden zur Abholung bereitgestellt.



Einige Packstücke wurden jedoch von der inselansässigen Spedition mit Elektrokarren befördert...



Zusammen mit anderen angekommenen Inselbesuchern machte ich mich dann zu Fuß auf den kurzen Weg in den Inselort...



Der Ort hat mehr einen dörflichen Charakter, schöne alte Häuser stehen dort, wie hier das Rathaus...











Und es gibt auch eine niedliche kleine Inselkirche



Auch die Insel Spiekeroog ist autofrei, die Post kommt per E-Mobil

,

die örtliche Polizei fährt Fahrrad...



und ein paar solcher Golf-Mobile habe ich auch noch gesehen.



Ansonsten gibt´s sehr viel Natur mit viel Wiesen- oder Dünenlandschaften zu bestaunen...









... und dann konnte ich auf die Nordsee schauen...







Die Attraktion auf Spiekeroog ist die uralte Pferdebahn --> Link





Ja, und auch auf Spiekeroog ging die Zeit viiiel zu schnell vorbei. Um 15:00 uhr fuhr das Schiff wieder zurück zum Festland nach Neuharlingersiel ...



Ja, das war der Tag auf der Insel Spiekeroog. Und wenn Ihr wissen wollt, wie es dann weiterging, dann müßt Ihr bis zum nächsten Bericht warten! :D

Fortsetzung folgt! :)

Anne42 am 13 Jun 2016 22:11:53

ein sehr schöner Bericht, vieles kenne ich schon, aber ich freue mich auf die Fortsetzung!!

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