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Leistungsverlust moderner Wechselrichter WR


Solthi am 16 Jun 2016 12:34:07

Hallo liebe Fachgemeinde,

ich hatte gerade eine sehr intensive Diskussion mit meiner Mitfahrerin ..

Ich habe mir von DO-Power den 3500W/7000W WR zugelegt. Aktuell habe ich den Bedarf für diese Leistung noch nicht, wollte aber nicht zu klein dimensioniert sein.

Diese Wechselrichter haben ja eine ausgegebene "Verlustleistung", die i.d.R. bei 5-10 % liegt.

Meine Frage: diese steigt doch wenn linear an, d.h. bei Abnahme von 100W wäre diese 1W, bei 3000W 300W ? oder bin ich hier -als elektrotechnischer Laie- auf dem Holzweg ?

Um Erleuchtung bittend,
Ralf

xbmcg am 16 Jun 2016 12:50:56

Kann man so nicht sagen. Eine gewisse Leistung kostet es ja auch schon, um das Ding
übergaupt betriebsbereit zu halten, (Standby Verbrauch und On Verbrauch ohne Last).
Naturgemäß haben leisungsfähige Geräte einen höheren Eigenverbrauch.

Der Rest sind tatsächlich Wandlungsverluste, die in Wärme und elektromagnetische
Strahlung Lastabhängig entstehen (Magnetfelder des Spulen, Erwärmung der Leistungselektronik,
Verluste über die Leitungen / Anschlüsse etc. und diese sind lastabhängig.

Du weißt schon , dass 3500W bei 12V einen Strom von knapp 300A zur Folge hat / kurzzeitig bis zu 600A
bei 7000W? Da brauchst Du ordentliche Batteriebänke, um das zu stemmen oder LiFeYPO4 Batterien
ab 300Ah aufwärts und daumendicke Leitungen.

Headbanger am 16 Jun 2016 15:16:54

In der Regel ist der Wirkungsgrad bei geringer Last etwas schlechter als bei hoher Last.

Ein Wechselrichter mit 1500W Nennleistung hat 0,8-1,5 A Lerrlaufstromverbrauch, also nur eingeschaltet ohne Last. Bei angenommenen 10% Verlust( was schon sehr gut wäre, eher mehr in der Praxis), wären das bei 100W = 10Watt Verlust, die in Wärme verbraten werden. Bei deinen 3,5kw sind das dann schon 350W Verlust, da hast Du dann die Heizung inklusive, leider auch im Sommer.

Leitungsquerschnitte beachten! Welche Batteriesysteme / Kapazität hast Du denn? 300A wird nur ein LiFePo zuverlässig liefern....

MfG

rolfblock am 16 Jun 2016 15:20:57

Nicht nur die 12 V Seite ist ungewöhnlich fett auszuführen! Auch auf der 230 V Seite gibt es wegen der im Wohnmobil ungewöhnlich hohen Ströme einiges zu beachten.
3,5 kW dürfen nicht über einen normalen Schukostecker verteilt werden. Der verschmörgelt mit der Zeit, da er nur 10 A verträgt. Die Verkabelung muss min 2,5 qmm haben.
7 kW kurzzeitig sind auf jeden Fall unzulässig mit Schuko Stecker. Da hilft der blaue CEE Campingstecker. Der kann immer 16 A. Es gibt ihn auch in der 32 A Ausführung, dann kann man bedenkenlos die 7 kW anschließen.
Grundsätzlich würde ich bei Dauerleistungen über 2,3 kW = 10 A immer empfehlen auf ein Drehstromsystem zu setzen. Dann gehen auch handelsübliche Herdanschlussdosen.
Der Wechselrichter 3,5 / 7 kW soll sicherlich nicht für übliche Anwendungen im Wohnmobilbereich eingesetzt werden. Entweder jemand hat eine Wohnmobil untypische Anwendung, oder er wurde extrem schlecht beraten.

Rockerbox am 16 Jun 2016 15:30:24

Das wäre mir neu, das Schuko keine 3500W aushält
meine Hausinstallation ist mit 16A abgesichert und jede
Steckdose ist Schuko und kann das übertragen.

Ansonsten gebe ich dir uneingeschränkt recht.

xbmcg am 16 Jun 2016 15:37:18

Außerdem kann man an 220V mehr als nur einen Verbraucher gleichzeitig betreiben - nur mal so zum Nachdenken.
Das Teil hat 2 Steckdosen. Stärkere WR Haben Klemmanschlüsse auf beiden Seiten.

Für die Starken Verbraucher kann man separate Leitungen verlegen und man kann eine 220V Verteilung mit Sicherungen einbauen,
wenn man z.B. vor hat Induktionsplatten und Küchenherde zu betreiben.

rolfblock am 16 Jun 2016 15:38:30

Hallo Rockerbox,
ich hab es erst vor Kurzem gelernt.
Maximal zulässige Dauerleistung:
Schuko 10 A = 2,3 kW
CEE blau 16 A = 3,7 kW Campingstecker
CEE blau groß 32 A = 7 kW
CEE rot klein Drehstrom 11 kW = 16 A
CEE rot groß Drehstrom 22 kW = 32 A

Weiter gehts mit CEE 63 A Drehstrom

Schau mal unter --> Link

Ein mit 5 mal 1,5 qmm verdrahter Drehstromanschluss darf nur mit 13 A belastet werden. Ca 9 kW.

Es gibt Sonderformen vom Schuko für die Renault Zoe, die können 14 A und melden sich über einen Reedkontakt an.

rkopka am 16 Jun 2016 15:53:48

rolfblock hat geschrieben:3,5 kW dürfen nicht über einen normalen Schukostecker verteilt werden. Der verschmörgelt mit der Zeit, da er nur 10 A verträgt.

Was ist "normal" ? Es gibt genug Schukostecker für 16A. Und wenn man nicht unter Last einsteckt, schont das auch den Stecker.
Die Verkabelung muss min 2,5 qmm haben.

Auch hier gibts genug Kabeltrommeln mit 1,5mm2 und 16A oder 3200W(ist weniger) Nennwert.

7 kW kurzzeitig sind auf jeden Fall unzulässig mit Schuko Stecker. Da hilft der blaue CEE Campingstecker. Der kann immer 16 A.

Und was nutzt das bei 30A ?
Es gibt ihn auch in der 32 A Ausführung, dann kann man bedenkenlos die 7 kW anschließen.

Das ist wieder was anderes.

Grundsätzlich würde ich bei Dauerleistungen über 2,3 kW = 10 A immer empfehlen auf ein Drehstromsystem zu setzen. Dann gehen auch handelsübliche Herdanschlussdosen.

Dann brauchst du aber sowohl den passenden WR als auch die passenden Verbraucher.

Ich stimme aber zu, daß 7kW wohl nur zur Beruhigung der Nutzer gedacht sind, oder für den Anlauf von schweren Maschinen. Wobei dieser Wert meist nur wenige s lang gehalten wird. DIe Zeit wird selten angegeben. Ein Wert, den ich gefunden habe, war sogar nur 0,3s. Insofern braucht man auch die 230V Verkabelung nicht darauf ausrichten.

RK

xbmcg am 16 Jun 2016 16:01:41

CEE Stecker Blau / Rot sind Quatsch im WoMo. Bei wirklich starken Geräten kann man die Kabel fest intsallieren / anklemmen.
Landstrom für diese Lasten gibt es kaum auf dem Stellplatz, meist sind die auf 4A oder 6A begrenzt, da ist die CEE Dose egal.
Die Sicherung am Platz fliegt oft schon beim fönen.

Wenn man so starke Verbraucher verbaut, ist ein Moppel durchaus eine Überlegung wert.

rolfblock am 16 Jun 2016 16:13:09

Der Haushaltsschukostecker hat eine Beschriftung 16 A. Die Dose dazu kann evtl. nur 10 A.
Kurzzeitig im Minutenbereich sind 16 A kein Problem. Um ein Elektroauto zu laden geht Schuko nur mit 10 A!
So nun die spannende Frage: Wer und warum braucht im Womo einen 3,5 / 7 kW Wechselrichter?
Es gibt Induktionskochplatten mit 3,5 kW Dauerleistung, aber gibt es eine Applikation im Womo für so ein Großküchengerät. So etwas könnte ich zum Bierbrauen einsetzen.

xbmcg am 16 Jun 2016 16:17:28

Ach na ja, Induktionsherd + Backröhre und Splmaschine....
Dann noch die Dachklimaanlage, der Kühlschrank....

Vielleicht will er ja auch nur sein E-Auto auf dem Hänger wieder aufladen ;-)

geralds am 17 Jun 2016 00:26:42

Hallo Rolfblock,

Du verwechselt da was.
DIN 49441: Zweipolige Stecker mit Schutzkontakt DC 10 A 250 V, AC 16 A 250 V
Die 10A gelten für Gleichstrom, bei Wechselstrom 16A.
Kabelquerschnitt 1,5mm² reicht bei Wechselstrom für 16A, bzw. 10A gilt für mehrere Außenleiter, d.h. für Drehstrom.
16A Drehstrom benötigen 2,5mm²

Gruß Gerald

Solthi am 17 Jun 2016 12:07:20

xbmcg hat geschrieben:Ach na ja, Induktionsherd + Backröhre und Splmaschine....
Dann noch die Dachklimaanlage, der Kühlschrank....

Vielleicht will er ja auch nur sein E-Auto auf dem Hänger wieder aufladen ;-)


:-)

nein, will er nicht.. noch nicht :-)

Der Zweck wäre am Anfang einen etwas grösseren Fernseher , zwei Monitore und einen kleinen Server.

Gespeist wird das von 4x 210ah Gel exides mit zusätzlichen 4x 120w Solarpanelen und einen Gasstromgenerator.

Ich brauche leider für berufliche Zwecke die 230V.

Die Absicherung an sich ist klar.

Grüßle,
Ralf

xbmcg am 17 Jun 2016 12:30:03

Verstehe.

Ich auch, hab das aber anders gelöst. Ich habe ein Ultrabook mit 19V Netzteil, hab mir dafür einen Step-Up
Wandler 12V-19V gekauft. Wenn ich was mit "Server" machen will, lass ich virtuelle Instanzen laufen auf dem Gerät,
es hat eine SSD drin (Erschütterungen), ich hab auch eine externe Platte für den anderen Quatsch (Filme, Musik, Fotos)
und für Backups. Da ist man flexibel, was Betreibssysteme und Softwarereleases angeht und hat nicht so viele Büchsen mit.

Es gibt Mini-Server, die sehr stromsparend sind und mit einer PicoPSU 12V DC-DC Wandler direkt betrieben werden können,
auch lüfterlos: Mal bei ZOTAC z.B. schauen (Mini-ITX Boards), auch mit reichlich SATA Ports und WLAN an Bord. Hab ich für
zu Hause mal gebaut als NAS und Owncloud Server(Nas4Free, FreeBSD mit ZFS), könnte aber auch mobil genutzt werden.

--> Link, die geht auch für fette Server (150W)

Da spart man sich die 220V, außerdem ist mein Fernseher (9-30V Betrieb) gleichzeitig der Full-HD Monitor (über HDMI) für das Ultrabook.
Es gibt diverse Gigabit Switche und Router mit 12V Netzteil, die man direkt betreiben könnte, auch kann man einen MiFi Router
für den Internet Zugang hernehmen, der die Geräte verbindet (5V USB Betrieb / Akku). Für alle anderen Geräte gibt es USB
Dosen zum Laden (Step-Down von 12V), dann natürlich langsamer.

Ich habe trotzdem ein WR eingebaut (1500/3000W Sinus), der ist aber nur für Kaffee und für den Fön der Dame des WoMos.

xbmcg am 17 Jun 2016 12:45:19

P.S. Die Pico-PSU gibt es auch mit erweitertem Eingangsspannungsbereich speziell für mobile Lösungen
im Auto: --> Link
Diese hier: --> Link, die macht 6-24V am Eingang mit

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