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Reifendruck 4,5 bar, 4,8bar oder 5,5 bar?


lighty am 17 Jun 2016 15:31:22

Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage zum richtigen Reifendruck für unseren: Bürstner Active 642-2 Bj. 09./2000
Zul. Gesamtgewicht 4t, (das hat er fast immer) Länge: 6.950 mm, Alko Tiefrahmen, Fiat Ducato 2,8 i.d TD / 230 18er Chassis,
Reifen montiert: Michelin 215/75R16C113/111Q Ich habe laut Aufkleber in der Fahrertür ringsum immer 4,5 bar eingestellt,
bin mir aber nicht sicher ob das wirklich richtig ist. Im Bordbuch / Unterlagen finde ich keinen Hinweis mehr.
Von After Sales Verkauf von Bürstner wurde mir ringsum 5,5 bar empfohlen, mein WoMo Händler meint 4,8 ist besser!
Zulässiges max. Gewicht vorne: 1.850kg, hinten 2.300kg
Also meine Frage an Euch, welcher Reifendruck ist für uns richtig und gut?
DANKE ;-)

Grüße
Jürgen

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thomas56 am 17 Jun 2016 16:00:11

der sicherste Druck ist der, der auf den Reifen max. angegeben ist. Wer Komfort möchte, muss sich eine Tabelle besorgen, achsweise wiegen und kann den Druck danach optimal einstellen. Sagen kann das niemand!

Klemme am 17 Jun 2016 16:00:24

Hallo Jürgen,Antwort siehe weiter unten,
Gruß Andreas

globulli am 17 Jun 2016 16:23:35

Hallo,

ich halte mich einfach immer an die Reifendruckvorgaben, die auf dem Schild stehen, welches auf der Einstiegseite des Fahrers angebracht ist. Allerdings habe ich mal irgendwo gelesen, dass die Hersteller gerne einen etwas niedrigeren Druck angeben, als maximal sinnvoll ist, um Energie/ Sprit zu sparen. Der etwas niedriger Druck erhöht nämlich den Fahrkomfort durch besseres Abfangen von kleinen Stößen auf die Achsen. Bei höhererem Druck (ca. 0,2 bar), ist dafür der Verbrauch niedriger. Mein Tip: Hate Dich doch einfach an die Vorgaben des Herstellers, dann kannst Du nix verkehrt machen. Ach so - der Druck ist natürlich abhängig vom Beladungszustand. Aber das ist dann auch auf dem o.g. Schild ersichtlich. Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

Tinduck am 17 Jun 2016 16:27:01

Thomas56 hats auf den Punkt gebracht. Wenn Gewicht bzw. Achslast unklar, bis auf den auf der Reifenflanke angegebenen Max. Druck auffüllen.

Beim Reifenhersteller gibt es eine Belastungs-/Drucktabelle, mit der nach Wägung der Druck auf die Radlast eingestellt werden kann.

bis denn,

Uwe

olumbus am 17 Jun 2016 18:33:38

Bei dem Gewicht brauchst du hinten min 4,8.
Für vorne reichen auch 3,8 . Damit poltert es nicht so sehr.
Dafür gibt es Tabellen die nach der Traglast gehen. Gibt es bei den Reifen Herstellern.
Fahre selbst diese Drücke bei gleichen Achslasten wie bei dir, und bin voll zufrieden. Mit 4,5 auf der vorderachse hat es schon sehr hart Geschlagen.

19grisu63 am 17 Jun 2016 18:52:02

globulli hat geschrieben:Hallo,

ich halte mich einfach immer an die Reifendruckvorgaben, die auf dem Schild stehen, welches auf der Einstiegseite des Fahrers angebracht ist. Allerdings habe ich mal irgendwo gelesen, dass die Hersteller gerne einen etwas niedrigeren Druck angeben, als maximal sinnvoll ist, um Energie/ Sprit zu sparen.

Diese Aussage ist so nicht richtig. Auf dem Schild stehen die Daten für den original ausgelieferten Reifen, meist ein CP-Reifen. Solltest Du den gleichen Reifen wieder aufziehen, dann gelten die Daten. Bei einem Wechsel gelten diese Daten nicht mehr. Die CP-Reifen haben eine verstärkte Flanke und vertragen deshalb mehr Reifendruck. Ein C-Reifen verträgt diesen Druck i.d.R. nicht. Deshalb würde ich mich als obersten Wert an dem angegebenen Druck auf dem Reifen orientieren und sonst nach der Tabelle des Herstellers richten. Der Druck für Deine Achslasten wurde weiter oben ja bereits geschrieben.

July123 am 17 Jun 2016 19:08:26

Wenn man nach 5 Postings einen überzeugt hat stehen 5 andere auf.
Es ist die unendliche Wiederholung beim Reifendruck. Ich werde mich da raushalten und hoffe das es mal wieder Vollgummi Reifen gibt. :lol:

Gruß Wolfgang

Rockerbox am 17 Jun 2016 19:38:43

Achslasten + Mail an Reifenhersteller = optimaler Reifendruck

alles andere ist Kaffeesatzleserei

mystony am 17 Jun 2016 20:28:29

Meine Anfrage per Mail an Bridgestone in gleicher Sache:

Guten Tag,
auf unserem WoMo (4,5 t zul. Gesamtgewicht, 2 Achsen) nutzen wir folgenden Reifen:
Bridgestone Light Truck M723 m+S t9701 225/75 r16c 121/120n
Welchen Reifendruck empfehlen Sie bei folgenden Achslasten:
VA: 2.200 kg
HA 2.300 kg ?Uns ist viel an größtmöglichem Fahrkomfort gelegen.
Herzlichen Dank für Ihre Antwort per Email.

Die Antwort:
Bitte verwenden Sie die folgenden Luftdrücke im Volllastbereich:
Vorne: 4,1bar
Hinten: 4,3bar

Kann vielleicht ein Anhaltspunkt sein.

Ich fahre seit dem mit 4,3 und 4.5 bar ganz gut - man muss bedenken, dass die Reifen mit zunehmend Fahrt (gerade im Sommer) immer härter werden (warme Luft dehnt sich halt aus) - 1 bar mehr kommt da schnell auf den Reifen.

Von daher halte ich das maximale Aufpumpen für falsch - und unkomfortabel.

Rockerbox am 17 Jun 2016 20:32:06

Genau so sollt man es machen, hier meine Infos:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich fahre auf meinem Wohnmobil einen Good Year Ganzjahresreifen Cargo Vector 2
in der Dimension 225/70/15 auf Alufelgen mit folgenden Achslasten:

Vorne: 1600 kg
Hinten: 1900 - 2200 kg

Welche Reifenfülldrücke würden sie mir empfehlen?

Und das war die Antwort:

hier die von uns berechneten mindestens notwendigen Reifendruckwerte.

Vorne: 3.0 bar
Hinten: 4.4 bar

Best regards/Mit freundlichen Grüßen
Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

wippi63 am 17 Jun 2016 21:31:01



Jetzt noch die Achslasten ermitteln.
Komplette Tabelle gibt es beim Hersteller
Auf meine Anfrage bekam ich folgende Mail:

Bei den von Ihnen angegebenen Achslasten ergeben sich folgende Luftdrücke, damit der Reifen die Achslast tragen kann:

Vorderachse mit 2100 kg: 4,0 bar

Hinterachse mit 2400 kg: 4,75 bar

Bei Wohnmobilen allerdings empfehlen wir beim Agilis Camping auf der Hinterachse einen Luftdruck von 5,5bar in Verbindung mit Metallventilen.

Rockerbox am 17 Jun 2016 21:53:53

Metallventile sind grundsätzlich empfehlenswert bzw. bei manchen Felgen / Reifenkombinationen ohnehin vorgeschrieben!

Tinduck am 18 Jun 2016 08:17:52

mystony hat geschrieben:Von daher halte ich das maximale Aufpumpen für falsch - und unkomfortabel.


Unkomfortabel vielleicht, wenn die Reifen mit gerigerem Druck auskämen, wegen nicht maximaler Belastung.

Falsch in keinem Fall. Der auf der Reifenflanke angegebene Maximaldruck gilt für kalte Reifen (steht auch dabei), die Druckerhöhung durch steigende Temperatur ist eingerechnet. Auf keinen Fall sollte man aus warmen Reifen Druck ablassen, weil der zu hoch erscheint.

Nutzung des Maximaldruckes ist definitiv am besten für ein langes Reifenleben. Weniger Walkarbeit schont den Reifen, beim Überfahren von Bordsteinkanten etc wird der Reifen weniger verformt, und der Rollwiderstand ist auch minimiert.

Ungleichmässiges ablaufen ist bei diesen Beladungen auch kein Thema, hab noch keinen Transporterreifen gesehen, der bei Maximaldruck und niedriger Beladung nicht trotzdem mit dem ganzen Profil auf der Strasse liegt. Zumal bei den Womo-üblichen Laufleistungen die Reifen eh alt sind, bevor sie kein Profil mehr haben.

Deshalb: bei Ungewissheit Maximaldruck, bei vorhandenen Drucktabellen und Radlasten individuell einstellen. Dann aber auch oft Radlast kontrollieren und Druck angleichen.
Achsweises wiegen reicht nicht, weil sich die Radlasten zwischen den beiden Seiten stark unterscheiden können, und dann fährt man bei 'passendem' Druck einen Reifen zu niedrig, was sich dann irgendwann auf der Autobahn rächen kann.

Die höchste Sicherheit bietet der Maximaldruck, einfach ab und zu kontrollieren und fertig. Komfort gibts beim PKW, nicht beim LLKW.

bis denn,

Uwe

July123 am 18 Jun 2016 11:42:00

Die höchste Sicherheit ist auch nur dann gewährgeleistet wenn der optimale Reifenluftdruck ansteht.
Das ein Fahrzeug nicht ungleich beladen sein sollte setzt man dabei voraus.
Ist der Luftdruck unnötig zu hoch merkt man das Rad springt bei Unebenheiten und Schlaglöcher. Der Aufstandsdruck der Profilfläche
auf dem Asphalt ist geringer. Die Traktion verschlechtert sich. Bergauf auf Passstraßen aus den den Kurven mit Schlaglöcher beim Gas geben
spürbar und bei nasser Fahrbahn ein driften feststellbar. Beim Kreisbahntest bei nasser und trockener Fahrbahn ist durch die nicht optimale Auflagefläche der Profilfläche die gemessene Geschwindigkeit geringer. Das gleiche gilt beim Bremstest besonders auch wieder im nassen.
Eine Kurve versehentlich besonders bei Nässe etwas zuschnell angefahren und es kommen noch ein paar Schlaglöcher dazu kann der unnötig
erhöhte Luftdruck teuer und tödlich sein.
Ich bin hier jetzt draußen, alle paar Monate das selbe Thema zum Reifendruck und es wird sich nichts ändern.

Gruß Wolfgang

Tinduck am 18 Jun 2016 17:52:11

Wenn Du Dein Womo so fährst, dass Du die maximale Traktion in Kurven benötigst, besonders bei Nässe, wäre wohl eher eine angepasste Fahrweise statt der optimale Reifendruck förderlich.

Das Traktionsthema kann man übrigens auch trefflich erledigen, indem man beim Womo-Kauf auf den richtigen Antrieb achtet :D

Und wenn Deine Räder bei Maximaldruck springen, wird es Zeit für neue Stossdämpfer.

Die Voraussetzung (!), dass das Womo keine ungleichen Radlasten hat, kann arg ins Auge gehen, schau Dir mal die Wägungen in den Womo-Zeitschriften an. Wer dann 'passend' einstellt, killt den schwerer beladenen Reifen der Achse auf Raten. Wenn man genau passend einstellen will, muss man radweise wiegen und Druck einstellen. Und zwar nicht nur nach dem Kauf, sondern immer, wenn sich die Beladung ändert. Für mich ist das zu viel Aufwand für zu wenig konkreten Gewinn.

Im Endeffekt jeder wie er will, aber eins ist klar: mit zuviel (aber für den Reifen noch zulässigen) Druck ist man besser unterwegs als mit zuwenig. Frag doch mal den ADAC, was die zu nem halben Bar zuwenig sagen.

bis denn,

Uwe

Lutz171 am 18 Jun 2016 20:02:39

Hallo zusammen,
wir fahren einen Carthago Chic-T 4.9, Modelljahr 2015, zulässiges Gesamtgewicht 4.250 kg, mit folgenden Reifen: Michelin 225/75 R16 C Camping 116 Q. Von Carthago werden hierfür in der Fahrzeugbedienungsanleitung folgende Werte angegeben:

Achslast pro Achse / Reifenluftdruck
1.725 kg / 3,00 bar
1.835 kg / 3,25 bar
1.950 kg / 3,50 bar
2.060 kg / 3,75 bar
2.170 kg / 4,00 bar
2.275 kg / 4,25 bar
2.385 kg / 4,50 bar
2.490 kg / 4,75 bar

Hinweis: Der maximale Reifenluftdruck beträgt 5,50 bar.

Viele Grüße
Lutz

rolf51 am 19 Jun 2016 10:04:32

Hallo Lutz,
danke, dass ist die richtige Tabelle. Leider sind andere Aufbauer zu bequem solche Angaben zu erstellen. Aber dann kommen einige ins Schleudern, da der Fahrgestell-Aufbauer 5,5bar aufklebt. Bei dem Luftdruck Thema kommt man auf keinen Nenner, daher soll jeder fahren wie er meint.

miata97 am 11 Jul 2019 11:12:37

Ein Folgeproblem in diesem Zusammenhang ist der Reifendruckwarner in unserem Vantourer (2016) auf Peugeot Boxer-Basis.

Der für unsere Reifen und die gewogenen Achslasten lt. Reifenhersteller richtige Reifendruck (Tabelle liegt mir vor) beträgt z.B. vorne 3,8 bar. Fährt sich auch deutlich komfortabler als pauschal "sichere" 4,5 oder gar 5,0.

Leider schlägt die Fahrzeugelektronik bei Werten unter 4,3 bar Alarm. Bei jedem Start 2-4 mal "Ping" und ein ständig leuchtendes rotes Warnlicht. Das kann ich nicht ertragen ;-)

Vom Benutzer ist der Warn-Schwellwert nicht einstellbar, Peugeot weigert sich und die mir bekannten Anbieter von "Programmiergeräten" haben nichts für unser "Nischenmodell".

Der Werkstattmeister bei Peugeot hat mich angesehen, als würde ich kleine Kinder fressen, weil ich mit weniger als 5 bar fahren wollte...

Hat jemand ne Idee?

Gruß,
Thomas

HobiTobi79 am 11 Jul 2019 11:44:05

Wenn alle Stricke reißen mach mal ne Tour in Waghäusel bei Carsten Stäbler vorbei.
Dauert keine halbe Stunde und das Ding piept wanns soll :ja:

Stefan.1 am 11 Jul 2019 15:22:08

globulli hat geschrieben:Hallo,

ich halte mich einfach immer an die Reifendruckvorgaben, die auf dem Schild stehen, welches auf der Einstiegseite des Fahrers angebracht ist.


Moins,
woher soll der Hersteller wissen was nach Jahren für Reifen aufgezogen werden ?

Hennes

rkopka am 11 Jul 2019 15:41:43

globulli hat geschrieben:ich halte mich einfach immer an die Reifendruckvorgaben, die auf dem Schild stehen, welches auf der Einstiegseite des Fahrers angebracht ist.
Stefan.1 hat geschrieben:woher soll der Hersteller wissen was nach Jahren für Reifen aufgezogen werden ?

Und was machst du, wenn du Reifen nehmen mußt/willst (z.B. Winterreifen ohne CP), die auf dem Reifen einen kleineren Maximaldruck stehen haben, als auf dem Schild ?

RK

Pechvogel am 11 Jul 2019 16:01:21

Öhm, nur mal so zwischendurch:

ihr wisst das der Thread hier schon sein dreijähriges gefeiert hat?!?



Grüße
Dirk

HobiTobi79 am 11 Jul 2019 16:04:59

.....naja wenn jemand 4 Postings vor deinem eine neue Frage in den Raum wirft, gehts halt auch in einem alten Thrööt weiter...... :D

Stefan.1 am 11 Jul 2019 16:34:58

rkopka hat geschrieben:Und was machst du, wenn du Reifen nehmen mußt/willst (z.B. Winterreifen ohne CP), die auf dem Reifen einen kleineren Maximaldruck stehen haben, als auf dem Schild ?
RK


. . . es kommt bei MIR der Druck rein, den der Reifenhersteller angibt, wer sollte es sonst wissen ...
mein ja nur ma so.

Hennes

gespeert am 11 Jul 2019 17:45:49

at miata
Wo ist deine Homebase ungefaehr?
Ich habe auch ne Profi-Software die ggf. helfen koennte.

hmarburg am 11 Jul 2019 19:01:22

gespeert hat geschrieben:at miata
Wo ist deine Homebase ungefaehr?
Ich habe auch ne Profi-Software die ggf. helfen koennte.


Hallo,

Ich bin zwar nicht "miata", habe aber auch einen Peugeot Boxer als Unterbau. Meine Homebase ist in Unterfranken. Demnächst geht es beladen auf die Waage und da möchte ich den Reifendruck auch gemäß den Achslasten und den Reifenhersteller-Angaben anpassen.
Falls nötig, könntest du bitte meine Reifendrucküberwachung im Bordcomputer ebenfalls anpassen.
Würdest mir einen großen Dienst erweisen und ich würde mich auch erkenntlich zeigen.

Gruß, Holger

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