CampingWagner
anhaengerkupplung

Reisebericht Spanien und Portugal März und April 2016


Säcker am 21 Jun 2016 10:38:25

Es ist vollbracht, der Reisebericht ist fertig! Als Vorgeschmack gibt es hier im Forum Auszüge aus dem Reisebericht. Wer noch etwas mehr über Nordwest-Spanien und Nord-Portugal lesen möchte, findet den vollständigen Bericht hier --> Link.

Vorwort
Für dieses Frühjahr haben wir uns Nord-West-Spanien und Nord-Portugal als Reiseziel vorgenommen. Diese Gegend haben wir im Sommer 1978 schon einmal mit „Ente“ und Zelt bereist. Es ist für uns ganz spannend, die Veränderungen der Region zu sehen, aber auch die zwischenzeitlich veränderte persönliche Wahrnehmung an uns festzustellen. Außerdem möchte ich die Durchquerung Frankreichs auf mautfreien Straßen und trotzdem schnellstmöglich ausprobieren.

Mit diesen Vorstellungen starteten wir am 23.03.2016 unsere Reise, und legten bis zum 30.04.2016 insgesamt 5.694 km zurück. Dabei durchquerten wir Frankreich in Zielrichtung südliche Atlantikküste. Weiter ging es die spanische Atlantikküste entlang bis in Portugals zweitgrößte Stadt, Porto. Durch das Landesinnere arbeiteten wir uns wieder nach Spanien, und befuhren mit wenigen Abstechern den „Camino de frances“ in entgegengesetzter Richtung.

Gerade die Begegnungen mit den Pilgern und die Blicke in die Gesichter der Menschen, die den Unbilden des Wetters getrotzt haben oder die Erleichterung am Ziel, Santiago de Compostella, verspürten, haben mich sehr beeindruckt.

Wie immer waren wir natürlich auch auf die landestypische Küche gespannt.

Übernachtet haben wir auf offiziellen Stellplätzen oder auf Parkplätzen, wo es nicht verboten war oder geduldet wurde. An einem Tag haben wir bei sehr schlechtem Wetter einen ACSI-Platz aufgesucht, um unsere Wäscheschränke wieder aufzufüllen.


Tapas-Bar in Bilbao


Guggenheim-Museum in Bilbao


Comillas


Sidra-Kellner


Valdovinho


Bahnhof Porto


Keltensiedlung



Auszüge

Dienstag, 29.03.2016
Es ist so weit! Wir befahren mit dem Wohnmobil Neuland. Nach einer kurzen Fahrt auf der Landstraße, überqueren wir in Hendaye die Grenze nach Spanien ohne es zu merken. Ola Espana! In Hondarribia stimmen die Koordinaten für den Übernachtungsplatz beim Hafen nicht so richtig. Im Rückspiegel sehe ich aber eine Reihe von Wohnmobilen auf dem großen Parkplatz stehen. Nach selbst gekochtem Mittagessen und einer kleinen Ruhepause fahren wir mit unseren Rädern die knapp 2 km bis in die Innenstadt.
Wir genießen bei dem Spaziergang durch die Gassen die ersten baskischen Eindrücke, und ich tätige bereits schnell meinen wichtigsten Einkauf, eine echte Baskenmütze von „Elósegui“. Als Abschluß des Rundganges besuchen wir eine Bar, trinken in diesem Urlaub unseren ersten spanischen Wein und nehmen als Snack eine Portion Chopitos (frittierte Calamares) dazu.
Tagesstrecke: 67 km


Mittwoch, 30.03.2016
Nach einer ruhigen Nacht werden wir von der Sonne geweckt. Von der Mole aus hat man einen schönen Rundumblick in die Bucht, und wir relaxen noch ein wenig in der Sonne. Danach lassen wir San Sebastian rechts liegen und fahren etwas ins Landesinnere nach Hernani. Die Altstadt liegt mit ihren engen Gassen auf einem Hügel, deshalb müssen wir etwas außerhalb am Sportgelände parken. Das Sehenswerte von Hernani beschränkt sich auch tatsächlich nur auf die in dem Reiseführer erwähnten Gebäude. Wobei wir hier zum zweiten Male vor einer verschlossenen Kirchentür stehen (Auf der weiteren Fahrt durch Spanien sollte dies noch desöfteren vorkommen.).
Wir sitzen also gegen 13.30 Uhr in einem Lokal und haben eine Speisekarte vor uns. Einige Namen von Gerichten kennen wir von diversen „Spaniern“ in Deutschland. Doch was wir hier lesen, steht noch nicht mal alles im Wörterbuch. Wir sind im Baskenland. Auch eine Küchenhilfe, die angeblich Englisch kann, kommt bei den Erklärungen nicht weiter. Sie kann so gut Englisch, wie wir Spanisch. Um Lena das ausgesuchte Essen zu erklären, nimmt sie einem anderen Gast den Teller weg und zeigt ihn Lena als das ausgesuchte Essen. Mich nimmt sie kurzerhand mit in die Küche und zeigt in den entsprechenden Topf. Eines muß gesagt werden, wir hatten viel Spaß dabei und das Essen war supergut. Auch wurde uns zum Menü eine Flasche Weißwein und Wasser auf den Tisch gestellt.
Durch schier endlose Wälder und Täler geht es bergauf und bergab nach Azpeitia (Stunddurchschnitt von 30 km). Diese Gegend ist für die Vielzahl der Caserios, aus Naturstein erbaute Bauernhöfe, bekannt. Azpeitia selbst ist aber berühmt für sein Santuario Ignatius von Loyola, dem Begründer des Jesuitenordens. Nach einer kurzen Zeit als Soldat für den spanischen König, wurde Ignatius bei der Verteidigung von Pamplona gegen die Franzosen schwer verwundet und nach Hause gebracht. Die heutige Wandlungskapelle ist der Raum, in dem Ignatius gepflegt wurde und dabei seine tief religiösen Erfahrungen machte. Das Geburtshaus des heiligen Ignatius wurde im Laufe der Jahre mit vielen weiteren Bauten eingerahmt und alles zusammen bildet heute das Heiligtum.
Die heutige Etappe beschließen wir wieder an der Küste in Zumaia, westlich von San Sebastian. Der kostenlose Stellplatz mit V+E liegt zwischen eher schmucklosen und teilweise aufgegebenen Industriehallen. Die Aussicht nach vorne geht allerdings ins Grüne und auf einen Fluß. Nach dem anstrengenden Tagesprogramm lassen wir es ein wenig ruhiger angehen. Danach spazieren wir in den ungefähr 1 km entfernten Ortskern. Gegen Abend beginnt so langsam das Leben. Wir haben dazu gelernt, holen uns an der Bar Wein und dazu einen kleinen Teller mit Tapas, die hier im Baskenland aber Pinchos heißen, und setzen uns draußen auf die Mole. Gegen 20.00 Uhr sind es noch immer 24°. Auf dem Wasser wird in großen Ruderbooten eifrig trainiert.
Tagesstrecke: 97 km

Freitag, 01.04.2016
Hurra, die Sonne ist wieder da! Wir fahren die Küstenstraße weiter nach Westen. Immer wieder windet sich die Straße hoch oberhalb der Küste hinauf, um dann in einen der malerischen Orte, in einer Bucht liegend, abzufallen. Unterwegs gibt es sogar Aussichtsplätze, die wir mit unserem Wohnmobil anfahren können. Bei der Durchfahrt von Mutriku, gefällt uns die Aussicht so gut, daß wir spontan einen Parkplatz suchen, den wir aber erst am Ende des Ortes in einer Seitenstraße finden. Wir laufen nun steil bergab durch die engen Gassen bis in den Hafen. Die sehenswerten Gebäude sind alle mit Tafeln zur Geschichte ausgestattet.
Kurz danach erreichen wir bei unserer „hop off, hop on“-Tour Ondarroa. Wir parken vor dem Ort am Straßenrand. Auf unserem Spaziergang in den Ort, der sich noch viel von seinem mittelalterlichen Aussehen bewahrt hat, und vorbei an den bunten Fischbooten, überqueren wir den Rio Artibal auf der noch aus der Römerzeit stammenden Puente Viejo. Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich linker Hand die Markthalle für die Fischhändler. Nach einer ausgiebigen Suche finden wir ein Lokal mit Tagesgericht, und essen eine zünftige Linsensuppe und Nachtisch. Übrigens, in dieser Bodegoi, baskische Bezeichnung für Bodega, wird als Besonderheit ein Riesling von Anselmann aus der Pfalz ausgeschenkt.
Nur wenige Kilometer weiter kommen wir nach Lekeitio mit seinen schönen Villen an der Strandpromenade. Wir halten vor dem Ort auf einem Parkplatz, der an einem riesigen Strand liegt. Nach einer Siesta spazieren wir am Strand entlang. Vor uns liegt die kleine Insel San Nicolás, zu der man bei Ebbe über einen Damm zu Fuß gelangen kann. Leider müssen wir feststellen, dass wir von unserer Seite nicht auf den Damm kommen, und die Bucht nicht so schnell zu umrunden ist, um in den Ort zu gelangen.
Wir haben ja schon viel gesehen und werden noch mehr besichtigen können. Mit dieser Erkenntnis fahren wir weiter nach Gernika, oder auch Guernica. Vorher hatten wir Gernika nicht mit Picasso in Verbindung gebracht. Wir sollten eines besseren belehrt werden.
Für die Basken ist Gernika aber die Wurzel des baskischen Volkes. Sinnbild hierfür ist der verdorrte Stamm der ältesten hier erhaltenen Eiche (16. Jahrhundert), der Gernikako Arbola. Später gepflanzte Eichen wurden und werden immer aus Eicheln der ursprünglichen Eiche gezogen. Die Eiche und das baskische Parlament der Provinz Vizcaya befindet sich unweit des Parque de los Pueblos de Europa. In dieser herrlichen Grünanlage stehen Skulpturen von Henry Moore und Eduardo Chillida. Wenn man sich vom Park in Richtung Parlament bewegt und dann an der Straße nach links geht, gelangt man nach wenigen hundert Metern zu einem großen Wandfries, dass eine Nachbildung des von Picasso gemalten Anti-Kriegs-Bildes „Guernica“ ist. Das Gemälde sollte laut Picasso an die großflächige Zerstörung Gernikas im spanischen Bürgerkrieg durch die Luftangriffe der deutschen Legion Condor und der italienischen Corpo Truppe Volontarie erinnern, die sich bei dem Bürgerkrieg auf die Seite von General Franco gestellt haben. Der Besuch von Gernika hat sich wirklich gelohnt. Und wir sind froh, dass wir alles wichtige gefunden haben. Da wir keine braunen Hinweisschilder gesehen haben, waren wir schon fast wieder aus Gernika draußen, und haben dann gedreht und den Einstieg noch einmal über eine andere Straße versucht. Hierdurch gelangten wir an den Hintereingang des Parkes.

Unser heutiges Übernachtungsziel ist der Stellplatz von Bilbao. Unser Navi leitet uns diesmal gut über die Umgehungsstraße und dann den Berg in Serpentinen hinauf in Richtung Stellplatz. Nur die Einfahrt will es über einen Eselspfad oder so was ähnliches nehmen. Freundliche Menschen zeigen aber vom Bürgersteig sofort die richtige Richtung an. Wir finden noch einen Platz in der ersten Reihe mit einer phantastischen Aussicht. Direkt vor uns ist das Fußballstadion von Athletic Bilbao und etwas dahinter das Guggenheim-Museum. An der Rezeption, dort spricht man auch Englisch, erfolgt eine sehr gewissenhafte Anmeldung. In der Gebühr von EUR 15,00 für 24 Std. ist V+E und kostenloses Wifi im Bereich der Rezeption enthalten. In der herein brechenden Dunkelheit sehen wir Blinklichter durch die Straßen Bilbaos fahren. Kehreinheiten machen ihre Arbeit, damit die Stadt am nächsten Morgen wieder in Sauberkeit erstrahlt.
Tagessstrecke: 107 km

Samstag, 02.04.2016
Die Sonne scheint zwar schon ins Wohnmobil hinein, doch draußen sind es nur 2 °. Mit dem Bus, die Haltestelle ist unterhalb des Stellplatzes, wird man für EUR 1,25 bis an die Altstadt zur Puente de San Anton gefahren. Links davon befindet sich die Markthalle des Mercado de la Ribera. Das Angebot an Frischware und die im hinteren Teil befindlichen Tapas-Bars sind überwältigend. Gerade kommt mir der Begriff „Frischware“ doppeldeutig vor. Denn kurz vor dem Erreichen der Altstadt durchfährt die Stadtlinie das Prostitutionsviertel Bilbaos. Wir lassen uns durch das Viertel der „Sieben Gassen“ bis hin zur Catedral de Santiago (Gotik, 14. -15. Jhdt.) treiben. Am Plaza de Santiago befindet sich mit der gleichnamigen Kathedrale eine der wenigen offenen Kirchen. Danach gehen wir durch einen unscheinbaren Durchgang und landen auf der etwas mondänen Plaza Nueva. Hier ist alles ein wenig teurer, und es darf auch nicht in jede Bar hinein fotografiert werden. In einer kleinen Seitengasse haben wir uns aus dem Riesenangebot, für eine kleine Bar entschieden, wo wir uns draußen hinsetzen können und frittierte Calamares und Patates Ali Oli essen. Und es gibt in den Gassen noch so viele andere Leckereien.
Wir spazieren durch den Park am Plaza Arriaga, überqueren dann auf der Puente de Ayuntamiento den Ria de Bilbao und laufen am Fluß entlang bis zum Guggenheim-Museum. Schon auf dem Weg dorthin begeistern uns die Skulpturen an der Promenade. Dieser Bau, mit seiner Außenhaut aus Titan, wurde von dem Architekten und Designer Frank O. Gehry geplant und 1997 fertiggestellt. Für den Betrachter verändert sich aus jeder Blickrichtung die Gestalt und Form des Gebäudes. Auch die Innenraumgestaltung erreicht hier eine neue Dimension. Ich habe noch nie etwas vergleichbares in der Moderne gesehen. Aus dem Bestand des Museums sehen wir großformatige Bilder der Moderne von Anselm Kiefer, Baselitz, Rothko und Motherwell. Über Kunst läßt sich ja manchmal streiten. Es ist halt immer Geschmacksache. Dies trifft bei Lena und mir ganz bestimmt auf ein Gemälde von Motherwell (1915 – 1991) zu. Und wir stellen uns vor, dass der Künstler irgendwo in einer Ecke steht, die Besucher beobachtet und sich kaputt lacht, wenn er hört, was in sein Bild „Iberia“ (Entstehung 1958) hinein interpretiert wird. In diesem Fall ist es ein Riesenformat in Schwarz und in der unteren Ecke links ist ein kleiner weißer Fleck. Die Bedeutung, die dahinter stehen soll: Die Trauer über das Spanien Francos mit einem kleinen Stückchen Hoffnung. Bei diesen Künstlern durfte leider nicht fotografiert werden. Innovation ist alles: In einem kleinen Raum wird für viel Geld ein Kurs für Kinder im Alter zwischen 6 – 24 Monaten angeboten. Die Kinder können ohne Frust bei Body- und Pamperpainting den spielerischen Umgang mit Farben erlernen. Ist das nicht toll?
Nach soviel Kultur durchqueren wir das Viertel Abando und erreichen bei der Estación de Santander (La Concordia) wieder die Brücke hinüber in die Altstadt (Casco Viejo). Mittlerweile herrscht Feierabend-Betrieb und die Bars füllen sich. Wir genehmigen uns noch ein Glas Wein und fahren mit dem Bus wieder zum Stellplatz hinauf.

Montag, 04.04.2016
Der Regen, der am Abend einsetzte, dauerte bis zum Morgen. Etwas zögerlich klart es wieder auf. Die Sonne tut ihre Arbeit. Heute fahren wir erst ein wenig zurück in östlicher Richtung nach Comillas. Dort parken wir viel zu weit außerhalb, und gehen zur Universidad Pontificia, einem regelrechten Prachtbau. Von da aus laufen wir in die Ortsmitte. Dort gibt es genug Parkplätze. Unser Ziel ist „El Capricho“ oder auch Villa Quijano(1883 – 1885), ein Frühwerk des Archtekten Antoni Gaudi (1852 – 1926). Dieses Gebäude wurde räumlich ganz nach der Sonne ausgerichtet. Morgens weckte die Sonne die Bewohner, und führte sie im Verlaufe des Tages über Arbeitszimmer, Esszimmer bis in den abendlichen Salon. An der Außenfassade führt uns Gaudi mit den Sonnenblumen auf den Kacheln ganz nah in die Natur. Arabische Elemente und Spielereien tauchen immer wieder auf. Der Garten ist eines der wenigen erhaltenen Gartenkunstprojekte von Gaudi. Trotzdem tauchen in anderen Projekten immer wieder Bestandteile diese Gartens auf.
Für spanische Verhältnisse beginnt jetzt um 14.30 Uhr die Mittagszeit. Wir haben also noch einen langen Tag für die Weiterreise vor uns. Unser nächstes Zwischenziel ist Santillana del Mar, welches aber nicht am Meer liegt. Jean Paul Sartre hat diesen Ort in seinem Roman Der Ekel als schönste Stadt Spaniens eingearbeitet. Tatsächlich beeindrucken zahlreiche aristokratische Steinhäuser aus dem 15. – 18. Jahrhundert im alten Ortskern an der Calle del Santo Domingo und ihren parallel verlaufenden Straßen. Leider passt das Wetter nicht ganz zu der Charakterisierung Sartres. Auch hier erfreut sich das Pilgerbüro eines regen Besucherandrangs. Eine Übernachtungsmöglichkeit würde sich ebenfalls für uns auf dem Parkplatz bei der Touristinformation anbieten. Doch der Weg ist das Ziel.

Mit Santillana del Mar beschließen wir unsere kleine Rückwärtsschleife und fahren auf die kostenlose Autobahn nach Ribadesella. Dies ist eine alte Hafenstadt beiderseits der Mündung des Rio Sella. Zwecks Übernachtung überqueren wir den Fluß und fahren auf den Parkstreifen vor der Cueva de Tito Bustillo, die montags und dienstags geschlossen hat. Für uns jetzt gut; ein Besuch wäre aber auch bestimmt interessant gewesen. Der kurze Fußweg in den älteren Bereich von Ribadesella scheint sich für uns schon nicht gelohnt zu haben, da es keine ansprechenden bzw. offenen Tapas-Bars mit dem in dem Reiseführer angepriesenen frischen Fisch zu finden sind, der Ort selbst sieht auch nicht so toll aus, da landen wir auf einmal in unserer ersten asturischen Sidreria. Als erstes werden wir bei unserer Bestellung darüber aufgeklärt, dass man den Sidra nicht in Gläsern sondern per Flasche (EUR 2,50) bestellt, außerdem sind wir für Tapas noch etwas zu früh. Sie sind noch in der Vorbereitung. Dafür erleben wir die asturische Kunst des Sidra-Ausschanks. Die etwas später angelieferten Bigaros (kleine Meeresschnecken) passen hervorragend dazu. Im Laufe des Abends zeigt sich, dass unser Übernachtungsplatz doch nicht so ruhig ist. Hinter uns liegt noch ein großes Sportzentrum mit viel PKW-Verkehr. Und wie wir schon bemerkt haben, sind die Spanier ein sehr sportliches Volk. Joggen bzw. Walken ist ein Sport für Jedermann.
Tagesstrecke: 130 km

Freitag, 08.04.2016
Bei der erfolglosen Suche nach dem Campingplatz in der Nähe von Valdovino, auf dem wir vor 40 Jahren genächtigt haben, machen wir einen Abstecher zu dem Leuchturm Punto Frouxeira. Hier haben wir eine herrliche Aussicht auf das stürmische Meer. Unter unseren Füßen befinden sich zahlreiche versteckte Gänge zu Geschützstellungen aus dem 2. Weltkrieg. In Ferrol fahren wir auf die Autobahn, umfahren A Coruna (Maut insgesamt EUR 6,85) und besuchen, nachdem wir wieder zur Mittagszeit auf der Landstraße unterwegs sind, ein Restaurant. Bei dem Mittagsmenü für EUR 8,50 gibt es neben Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch, Wein und Wasser, auch noch Kaffee, und auf Wunsch sogar mit „Schuß“.
Danach geht es weiter zum Cabo Finisterre. Wir fahren so weit nach vorne, wie es uns als Wohnmobilisten erlaubt ist. Nachdem wir den Leuchtturm passiert haben, sehen wir auf dem Felsvorsprung auch einige verbrannte Stellen, wo sich Pilger von ihren Schuhen oder Socken getrennt haben. Denn einige Pilger nehmen zu dem Weg nach Santiago de Compostella, noch die Strapazen bis „ans Ende der Welt“ auf sich. Vorn am Leuchtturm spielt ein Gaita-Musiker. Für die Pilger hält ein Linienbus auf dem Vorplatz, um diese wieder nach Santiago zu bringen.
Wir fahren zurück nach Fisterra zu dem Stellplatz mit V+E (Parken EUR 5,00/V+E extra. Er scheint neu zu sein. Gegen Abend machen wir noch einen ausgiebigen Spaziergang durch die Gassen von Fisterra. Am Hafen gibt es eine große Fischhalle mit Fischversteigerung und schöne Bars zum verweilen. Auf dem Stellplatz sind wir noch immer ganz alleine. Spät am Abend wird dann sogar das Eingangstor zugesperrt. Die Betreiber wohnen auf dem Areal darunter.
Tagesstrecke: 186 km

Samstag, 09.04.2016
An der Küste entlang kommen wir nach Ézaro, und biegen dort in die kurze Mündungsbucht des Rio Xallas ein. Es gibt nach einer schmalen Zufahrt mehrere Möglichkeiten, um mit dem Wohnmobil zu parken. Hinter dem Elektrizitätswerk beginnt der kurze Weg zur Cascada de Ézaro. Gewaltige Wassermassen stürzen sich dabei in die Tiefe. Schade, dass es wieder anfängt zu regnen. Dadurch fällt der Aufenthalt etwas kürzer aus. Entlang eines ausgedehnten Fjordes fahren wir nach Noya. Laut einer Sage ist Noya oder auch Noia von einem Urenkel Noahs gegründet worden. Momentan ist die Stadt Zwischenstation für eine Auto-Rallye. Ständig hört man die Motoren aufheulen und es kommt ein kleiner Flitzer vorbei. Für uns bedeutet dies eine etwas längere Parkplatzsuche.
Die Stadt bietet uns nicht viel, so fahren wir über Porto de Son zum Castro de Barona. Jetzt haben wir endlich mit dieser Befestigungsanlage unsere keltische Siedlung aus der Eisenzeit. Von der Hauptstraße führen mehrere Wanderwege runter zum Meer. Am besten nimmt man den ausgeschilderten Weg, damit man nicht wie wir kreuz und quer laufen muß.
Unser heutiges Übernachtungsziel ist der Stellplatz mit V+E in Santiago de Compostella. Er ist Teil eines Großparkplatzes, hauptsächlich für Busse. Die Gebührenregelung ist etwas verwirrend. Von 20.00 Uhr ab kostet der Stellplatz für 24 Std. EUR 12,00 (Dies ist eigentlich die Übernachtungsgebühr.). Kommt man aber z. B. um 17.00 Uhr an, bezahlt man die Tagesgebühr von EUR 3,50 und ab 20.00 Uhr nochmals EUR 12,00 als Übernachtungsgebühr. Die V+E ist im Preis enthalten. Hierfür erhält man einen Schlüssel beim Wärterhäuschen.
Wir sind natürlich zu früh da und haben dafür aber die Möglichkeit, noch einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt zu machen. Vom Stellplatz aus gelangt man schnell in die Altstadt von Santiago. Der Fußweg ist ca. 1,5 km lang. Wer das nicht möchte, kann von etwas unterhalb des Stellplatzes mit einem Bus direkt in die Stadt fahren. Wir laufen kreuz und quer durch die Gassen. In jedem Winkel begegnen uns Pilger. Leider kommen wir nicht in die Kathedrale hinein. Sie ist für Besucher wegen eines Gottesdienstes gesperrt. Also versuchen wir es in dem nächsten Zeitfenster irgendwann nach 20.00 Uhr. In der Zwischenzeit streifen wir noch weiter durch die Gassen, bestaunen die Tapas-Auslagen der Bars und spazieren durch den riesigen Park. Bevor wir wieder zur Kathedrale gehen, genehmigen wir uns einen Wein und ein Bier (0,5 l) für je EUR 1,50. Die Kathedrale ist entweder wieder oder noch geschlossen. Als wir aber Leute durch einen Seiteneingang hinein gehen sehen. Machen wir es genau so und kommen mitten in ein Konzert von zwei Jugendchören. Der eine Jugendchor gehört zur Kathedrale (Escolania de la Catedral de Santiago), der andere ist von einer Musikschule (Escolania de LLUC). Die meisten Zuhörer sind wohl Familienmitglieder. An uns stört sich niemand und wir kommen in den Genuss von einem wunderschönen Konzert. Nebenbei haben wir auch genug Muße, unsere Blicke durch die Kathedrale schweifen zu lassen. Mittlerweile ist es draußen dunkel geworden und die Gassen strahlen in einem warmen Licht. Leider fängt es an zu regnen, sodaß wir uns in einen Irish Pub verkriechen. Das Guinness schmeckt uns auch in Spanien sehr gut. In einer kurzen Regenpause machen wir uns wieder auf den Heimweg. Kurz nach unserer Rückkehr, fängt es richtig an zu schütten und es stürmt ganz fürchterlich.
Tagesstrecke: 169 km

Mittwoch, 13.04.2016
Heute Nacht gab es ein schweres Gewitter mit Sturm, Regen und Hagel. Für die Weiterfahrt nach Süden nutzen wir die Eiffelbrücke. Die Auffahrt ist nur etwas verzwickt. Unser heutiges Ziel soll der ACSI-Campingplatz in Estela/Rio Alta zwecks Ver- und Entsorgung, aber vor allem zum Aufbessern der Wäscheschränke, sein. Bei der Durchfahrt von Esposende sehen wir ein Hinweisschild zu einem Wohnmobil-Stellplatz. Wir biegen ab und entsorgen schnell.
Richtig befreit können wir unseren Plan ändern und fahren stattdessen nach Barcelos. Dort gibt es donnerstags einen riesigen Wochnmarkt, auf dem man von der Bekleidung über Lebensmittel bis hin zu lebenden Tieren alles kaufen kann. Im ACSI-Stellplatzführer wird ein Platz unterhalb des Schwimmbades am Fluß zur Übernachtung empfohlen. Wir sind das dritte Wohnmobil was ankommt. Bei dem ersten Spaziergang durch Barcelos, stoßen wir schon nach wenigen hundert Metern zum ersten Mal auf den legendären „Hahn von Barcelos“. Diese Figur ist in Barcelos allgegenwärtig. In der Tourist-Information holen wir uns einen Stadtplan und erhalten sofort eine Beratung auf Englisch, welche Sehenswürdigkeiten wir uns auf jeden Fall anschauen sollen. Zuerst gehen wir in die nahe Rundkirche Bom Jesu da Cruz. Kaum draußen, spricht uns eine portugiesische Touristin auf Englisch an, und empfiehlt uns unbedingt auf den Torre da Porta Nova zu steigen. Von dort oben hätte man eine wunderbare Aussicht. Zuerst wollen wir aber das Hungergefühl im Bauch beseitigen. In einer kleinen Gasse finden wir ein Café mit Mittagstisch für EUR 5,50, bestehend aus Suppe, Hauptgericht (Fisch), Brot, Wein und Kaffee. Das Wasser wurde separat abgerechnet. Danach steigen wir auf den Turm. Schon auf den Treppen im Inneren hört man den Wind brausen. Oben angekommen kann man bei den Erinnerungsfotos kaum die Kamera ruhig halten. Auf dem Weg abwärts widmen wir uns ausgiebig der Ausstellung mit vielen ganz unterschiedlichen Figuren.In der Stadt gibt es sehr viele Kunsthandwerker, die sich mit den Arbeiten aus Ton befassen. Das spektakulärste Ereignis der Stadt, das „Fest der Kreuze“ wird bereits auf den Plakaten angekündigt. Leider findet es erst am 22. April statt. Trotz der Sturmböen versuchen die Arbeiter mit Kranwagen noch mehr dieser großen Bildtafeln für das Fest aufzustellen. Die Kirche Nossa Senhora do Terco des ehemaligen Benediktiner-Klosters sieht von außen so unscheinbar aus, und hat doch einen reich verzierten Innenraum mit Azulejo-Darstellungen (Keramikfliesen) aus dem Leben des Hl. Benedikt. Durch viele Gassen spazieren wir zum Töpfer-/Keramik-Museum. Zur Zeit wird eine Sonderausstellung mit Werken von Julia Ramalho zum 70. Geburtstag und zum 60. Jahr ihres künstlerischen Wirkens gezeigt. Hinzu kommen noch Arbeiten ihrer Großmutter Rosa Ramalho, die von 1888 – 1977 lebte. Die Familie Ramalho gehört zu den wichtigsten Vertretern der lokalen, als auch nationalen Töpfereien. Viele schöne alte Bauten stehen noch am Weg hinunter zur mittelalterlischen Brücke über den Rio Cávado. Auf dem sogenannten Stellplatz sind noch viele Wohnmobile hinzugekommen. Am Abend zählt Lena 21 Womos.
Tagesstrecke: 45 km

Samstag, 16.04.2016
Wir haben sehr gut geschlafen, und das monotone klopfen der Regentropfen ist schon normal geworden. Über Póvoa de Varzim wollen wir heute nach Villa de Conde fahren. Der kleine Fischerort Póvoa de Varzim von vor 40 Jahren hat nichts mehr mit dem großen Badeort Póvoa gemeinsam. Unsere nächste Staiton ist Vila do Conde. Wir parken auf einem Parkplatz an der Uferpromenade in der Nähe der Kleinmarkthalle, wo schon einige portugiesische Wohnmobile ein freies Grundstück in Besitz genommen haben. Bei unserem Rundgang durch die nähere Umgebung finden wir nichts von dem alten Ortskern. Und auf der Suche nach einem kleinen aber guten Lokal, werden wir nach einigen Kilometern dann doch noch an der Uferstraße fündig. Besonders Lenas gegrillte Dorade ist hervorragend. Bei der Weiterfahrt kommen wir auch an dem alten Hafen, der Altstadt und sogar an einem Wohnmobil-Stellplatz vorbei.
Jetzt geht es nach Porto. Der Wind und der Verkehr halten sich in Grenzen. Auf breiten Straßen durchfahren wir recht zügig Porto und gelangen auf die andere Seite des Douro nach Vila Nova de Gaia. Hier gibt es am Fluß einen Übernachtungsplatz. Dahin muß man aber eine 10 % steile und sehr enge Straße mit Gegenverkehr hinunter fahren. Als wir dieses Hinderniss geschafft haben, sehen wir vor uns und keine 20 m von dem Übernachtungsplatz entfernt eine Straßensperre samt Polizist. Jeglicher Verkehr wird umgeleitet, Gott sei Dank dürfen wir die kurze Strecke zu dem Platz fahren. Vila Nova de Gaia liegt gegenüber von Alt-Porto und beherbergt richtig viele Portweinkellereien. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt von Porto (ca. 2,5 km). Nach kurzer zeit sehen wir schon die Ursache für die Strßensperre. Teile einer Außenwand einer aufgegebenen Portweinkellerei sind heruntergefallen und versperren die Straße. Bergungsfahrzeuge und die Feuerwehr sind schwer zu Gange. Um weiter zu kommen, biegen wir bei einem kleinen Lokal rechts ab in das Gassengewirr und steigen immer weiter hinauf. Ein junger Mann ist so freundlich und führt uns bis zu dem Punkt, wo wir die Abbruchstelle umgangen haben und über Treppen wieder hinunter ans Wasser können. Vor uns sehen wir schon die Kellereien, die mit Führungen und Verkaufsstellen auf sich aufmerksam machen. Wir kehren in der Außenbewirtschaftung von „Sandeman“ ein und testen deren weißen Portwein und einen Imperial Tawny Reserve. Vor uns flanieren tausende von Touristen am Douro entlang. Als wir weitergehen, erwischt uns mal wieder ein Regenschauer. Schnell schlüpfen wir bei „Graham’s“ rein. Leider gibt es aber erst morgen wieder eine deutsche Führung. Über die altehrwürdige Ponte Dom Luis I. gelangen wir in das Altstadtviertel „Ribeira“ Portos. Trotz des wechselhaften Wetters tummeln sich überall Touristen und Einheimische in den Bars. Ohne großen Plan lassen wir uns durch die Gassen immer weiter hinauf treiben und irgendwann geht es wieder hinunter zum Douro, wo wir noch eine Weile in einer Bar die Stimmung genießen. Bevor wir wieder zum Wohnmobil gehen, kaufen wir noch in einem kleinen Laden ein schönes Sortiment Portwein. n Vila Nova de Gaia müssen wir erneut den kleiner Schlenker um die Baustelle machen. Bei der Beschreibung des Hinweges hatte ich ein kleines Lokal erwähnt, wo wir rechts abgebogen sind, und genau dort, im „Antiga Casa Zé Da Guida“, kehren wir noch einmal ein. Bei Wein und ein paar Häppchen sitzen wir zwei „Alten“ auf einer alten Metallbank auf der alten Terrasse eines alten Hauses und schauen auf den alten dahin fließenden Douro und sehen, wie die letzten Sonnenstrahlen über die Häuser Portos hinweg wandern, bis hinter uns die Sonne versinkt und sich sofort die abendliche Dämmerung breit macht. Nach einer kurzen Zeit erhellen immer mehr Lichter die Gassen und die Fenster in den Häusern. Diese himmliche Ruhe wird eigentlich nur von den Autofahrern gestört, die nicht glauben wollen, dass die Straße wirklich gesperrt ist, und ein Stückchen weiter wieder umkehren müssen.
Tagesstrecke: 50 km

Dieses war jetzt nur ein Auszug aus dem gesamten Bericht. Wer auf den Geschmack gekommen ist und noch mehr lesen möchte, findet den vollständigen Bericht hier --> Link

Anzeige vom Forum


kitally am 21 Jun 2016 12:01:29

:klatschen:
ein sehr schöner Bericht. Danke, ich werde ihn mir komplett reinziehen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Säcker am 21 Jun 2016 13:10:20

gern geschehen und viel Spaß :ja:

Anzeige vom Forum


eva b. am 21 Jun 2016 15:21:41

Hammer :!: :D
Jetzt hab ich doch tatsächlich den ganzen Bericht gelesen, dabei wollte ich doch nur kurz mal reinschauen.
Hans-Werner, wie immer ein wunderbarer Bericht, super geschrieben, mit dem richtigen Blick für Fotomotive.
Sehr schade, dass das Wetter doch arg nass daherkam.
Aber sag mal - keine Konzerte? Keine Musik? So kenne ich euch ja gar nicht :gruebel:

Säcker am 21 Jun 2016 15:33:55

eva b. hat geschrieben:Aber sag mal - keine Konzerte? Keine Musik? So kenne ich euch ja gar nicht :gruebel:


Hallo Eva, daß ist wirklich ungewöhnlich. Es war aber tatsächlich unterwegs nichts los. Dafür waren wir vergangenen Samstag in Saulheim (Rheinhessen) bei einem tollen Konzert von Carlos Nunez, dem galizischen Flötisten und Gaita-Spieler, & Band. Aber wie immer gilt der Prophet im eigenen Land nichts ;D .

eva b. am 21 Jun 2016 16:07:08

Säcker hat geschrieben:Es war aber tatsächlich unterwegs nichts los. Dafür waren wir vergangenen Samstag in Saulheim (Rheinhessen) bei einem tollen Konzert von Carlos Nunez, dem galizischen Flötisten und Gaita-Spieler, & Band. Aber wie immer gilt der Prophet im eigenen Land nichts ;D .

Vermutlich liegt es auch daran, dass ihr so früh im Jahr unterwegs gewesen seid, da wird den Touristen noch nicht so viel geboten.
Hab ich ganz vergessen :oops: : Danke für den tollen Reisebericht!

Lancelot am 22 Jun 2016 09:14:09

Sehr schöne Reise - superschöner Bericht ... :daumen2:
Hatte mich gestern Abend auch festgelesen, konnte/wollte nicht abbrechen :)
Hab´s sehr genossen. Nur Eure Food-Fotos sind geradezu ... gemein :!: Hatte nach dem Abendessen urplötzlich Heißhunger auf "was maritimes" .. :D

Uns geht´s ähnlich : wir waren vor 25plus Jahren zuletzt an der spanischen Atlantikküste bis Compostella. Damals mit Auto, Igluzelt (Notfall) und Rucksäcken. Seither hat sich unser Reiseverhalten doch sehr verändert.
Wir müssen da unbedingt mal wieder hin :ja:

Euer schöner RB könnte ein Leitfaden dazu werden. Vielen Dank dafür :!:

:dankeschoen:

eva b. am 22 Jun 2016 10:11:52

Lancelot hat geschrieben:Nur Eure Food-Fotos sind geradezu ... gemein :!:

...aber sehr authentisch :ja: Wir waren vor etlichen Jahren in Spanien und haben immer dort gegessen, wo die Trucker einkehrten. Das Essen sah wirklich so aus wie auf Hans-Werners Fotos. Lecker :D Und es ging sehr rustikal zu: Gräten und ähnliches Gedöns wurde einfach auf die Einweg-Papiertischdecke gesp... ähm, gelegt :oops: und nach dem Essen war der Tisch mit einem Handgriff vom Camarero sauber.

haroba am 22 Jun 2016 10:18:33

Moin!

Zwischen Fußballspielen war Euer Berichte wirklich zum Runterfahren.
DANKE!
Ich hab ihn auch von vorne bis hinten gelesen.
Toll!
Unsere Freunde waren zur gleichen Zeit wie Ihr dort unterwegs.
Wir hoffen, dass wir Nordspanien und Portugal auch nicht hinbekommen.
zZt ist unser Fahrradius sehr stark eingeschränkt (Dangast einen Tag - 55 km) bzw. ganz unmöglich.
Aber das wird bestimmt wieder so, dass wir auch reisen können.
Munterholln!

Und lasst den Atlantik nicht ganz auslaufen... Grins!

Hartmut

Säcker am 22 Jun 2016 10:24:58

Lancelot hat geschrieben:
Hab´s sehr genossen. Nur Eure Food-Fotos sind geradezu ... gemein :!: Hatte nach dem Abendessen urplötzlich Heißhunger auf "was maritimes" .. :D


Was glaubst du wie es mir beim Einstellen der Bilder erging. :D

eva b. hat geschrieben:...aber sehr authentisch :ja: Das Essen sah wirklich so aus wie auf Hans-Werners Fotos. Lecker :D


Hat denn jemand von euch auch schon mal so was gegessen?



Mein Ding war es auf jeden Fall nicht. Vor allen Dingen für den Preis von EUR 20,00 + Mwst.!!!

eva b. am 22 Jun 2016 10:49:14

Ach das war die Suppe mit den Knöchelchen :roll: Sooo übel sieht die gar nicht aus, vielleicht irgendwas vom Hasen? Bei dem Preis muss es auf jeden Fall was Besonderes gewesen sein ;D

Anzeige vom Forum


Jagstcamp-Widdern am 22 Jun 2016 11:04:34

ok, da muss ich auch mal wieder hin, vor allem die sidra - kellner vermisse ich täglich... :ja:
danke :!:

früher gut - heute besser!
hartmut

Aretousa am 22 Jun 2016 11:36:32

Diese undefinierbaren Knöchelchen sind "Lammpfötchen"- wörtlich übersetzt.

Da der Herr des Hauses nicht alles an Fleisch isst, lernen wir vor und während des Urlaubs alle Fleischsorten auswendig. Problematisch wenn man vom Spanischen nur Brocken versteht und Baskisch und Galizisch keinen Ton.

Lamm mögen wir aber beide und so kam die etwas eigenartige Bestellung zustande. :lol:

Lancelot am 22 Jun 2016 14:51:17

Aretousa hat geschrieben: Da der Herr des Hauses nicht alles an Fleisch isst, ...

:gruebel:
Wenn die Portion für zwei von einem verschmäht wird ... hat der andere nen Mords-Dusel :D
Ohne Knöchelchen hätte ich´s (vom Bild her) für Kutteln in Tomatensauce gehalten - auch legga :ja:

reisetanteuta am 22 Jun 2016 18:26:44

Hallo, ihr beiden Limburger,

es hat mal wieder großen Spaß gemacht, euren Reisebericht zu lesen. Vielen Dank für eure Mühe.

Ich gestehe, dass ich, ungeduldig wie ich nun mal bin 8) , immer wieder auf eurer Homepage gestöbert und den Bericht häppchenweise gelesen habe.

Einfach toll, wie ihr eure Reisen gestaltet! Faszinierend, wie es euch gelingt, Kultur und leibliche Genüsse zu einem harmonischen Ganzen zu verknüpfen. Und mehr als einmal bin ich mit knurrendem Magen vom Bildschirm aufgestanden.
Schade nur, dass das Wetter nicht immer mitgespielt hat.

Grüße
Uta

Säcker am 27 Jun 2016 09:33:03

reisetanteuta hat geschrieben:Ich gestehe, dass ich, ungeduldig wie ich nun mal bin 8) , immer wieder auf eurer Homepage gestöbert und den Bericht häppchenweise gelesen habe.
Faszinierend, wie es euch gelingt, Kultur und leibliche Genüsse zu einem harmonischen Ganzen zu verknüpfen. Und mehr als einmal bin ich mit knurrendem Magen vom Bildschirm aufgestanden.


Hallo Uta,
mit Hilfe meines Statistikprogramms konnte ich feststellen, dass schon während der Erstellung des Reiseberichtes Leser auf der Seite waren. Deshalb habe ich mich beim Einstellen der Bilder in den Text beeilt, damit genügend "Stoff" vorhanden war; :D wenn auch unkorrigiert.
Ja, und die Genüsse verschiedenster Art sind uns halt wichtig. Die nächste Reise in diese Gegend machen wir auf jeden Fall zu einer anderen Jahreszeit, so im September vielleicht.

gnarz18 am 28 Jun 2016 09:46:00

Sehr schöner Reisebericht, ist ja fast schon ein Reiseführer. Neben der tollen Landschaft scheint die Reise ja auch ernährungstechnisch ein voller Erfolg gewesen zu sein. :mrgreen:
Vielen Dank für eure Mühe
Michael

Säcker am 28 Jun 2016 22:58:46

Gern geschehen Michael. Mir ging es beim Schreiben, so wie Uta beim Lesen des Berichtes. Ab und zu musste ich mir etwas zum Essen machen und/oder ein Glas Wein holen. :D


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

La Rioja über Ostern 2016 lecker Essen
Katalonien in den Sommerferien
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt