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Sind Händler oder Hersteller der richtige Partner? Erfahrung 1, 2


hampshire am 24 Jun 2016 11:19:21

Tinduck hat geschrieben:Aber spätestens eine Anmerkung zum Preisniveau macht das kartell- und damit strafrechtlich relevant... dabei sollte man sich besser nicht erwischen lassen.


So lange es darum geht, unverbindliche Preisempfehlungen möglichst zu befolgen gibt es keine Berührungspunkte mit einem Kartell - schon gar nicht, wenn es viele weitere Produkte gibt, die denselben Zweck erfüllen. Da benötigt man nicht im Mindesten Vorsicht.

Wenn eine z.B. ein Uhrenhersteller nur Händler beliefert, die der unverbindlichen Preisempfehlung im vertretbaren Rahmen folgen ist das kein Problem, es gibt ja auch andere Uhren.

Wenn eine Fast-Food kette Preise für ihre Produkte festlegt kosten alle Burger bei dem gleichen Anbieter dasselbe. Es gibt ja auch andere Burger. Nur wenn sich alle Burger-Brater zusammentun und einen Burgerpreis bestimmen kann man von Kartell sprechen.

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rkopka am 24 Jun 2016 11:22:33

hampshire hat geschrieben:Unabhängig davon mit welcher Absicht der Unbekannte seine Anfrage startete kommt diese in den Schredder. Die Absatzchance wird gering eingeschätzt.

Und wie soll der Kunde dann feststellen, ob nicht ein Händler ihn evt. über den Tisch ziehen will ? Im Betrieb haben wir sogar die Anweisung, daß wir immer mehrere Angebote einholen müssen, sonst gibt es keine Freigabe. D.h. in dem Fall würde eure ganze Gruppe verlieren. Ohne Angebot kein Geschäft.

RK

hampshire am 24 Jun 2016 11:38:51

rkopka hat geschrieben:Und wie soll der Kunde dann feststellen, ob nicht ein Händler ihn evt. über den Tisch ziehen will ?


Indem er mehrere Angebote einholt. Ist doch klar und auch aus Sicht eines jeden Händlers legitim. Der Kauf von Luxusgegenständen unterscheidet sich eben vom Kauf von Investitions- oder Verbrauchsgütern.

Bei einem Neufahrzeug ist der Verkauf ohne Nachlass auf den Listenpreis kein "über den Tisch ziehen". Davon würde ich sprechen, wenn z.B.

Der Listenpreis Beaufschlagungen erfährt
Die Beratung nicht am Kunden ausgerichtet ist
Zugesagte Leistungen nicht geliefert werden
Wissentlich falsche Liefertermine genannt werden
Die Vertragsdokumente nicht das mündlich vereinbarte wiederspiegeln
Produkt- oder Leistungseigenschaften wissentlich falsch angepriesen werden
Mängel und Defekte verschwiegen werden
Statt dem bestellten Produkt ein ähnliches geliefert wird
...

Da mir als Kunde wichtig ist, dass ich in den oben genannten Aspekten gut behandelt werde, mache ich mir ein Bild vom Lieferanten bevor ich einen Preis anfrage - zumindest bei einer Investition wie einem Wohnmobil. Ich sage dem Lieferanten auch, wenn er für mich in Frage kommt und dass ich mit einem weiteren Lieferanten Kontakt habe. Der Lieferant kann sich somit auch ein Bild von mir machen und natürlich erhalte ich dann auch ein Angebot und kann mich überall wieder blicken lassen, auch bei denen, die dieses Mal leer ausgingen.

Grüße,
Max.

Tinduck am 24 Jun 2016 11:44:09

Du verwechselst Geschäfts- und Privatkunden.

Ich kann ja auch in jedem unserer Zulieferbetriebe quasi mordend und brandschatzend mit einem VDA 6.3-Audit einfallen und ihn zur Minna machen und Konsequenzen im Herstellungsprozess fordern, wenn er fehlerhafte Ware geliefert hat.

Versuch das mal als Endkunde... mehr als ein mildes Lächeln erntest Du da nicht.

bis denn,

Uwe

hampshire am 24 Jun 2016 11:46:19

Tinduck hat geschrieben:Du verwechselst Geschäfts- und Privatkunden.


Genau diesen Unterschied mache ich, wenn ich vom Einkauf von Luxusgegenständen mache. Wir sprechen von derselben Sache.

Grüße,
Max

rkopka am 24 Jun 2016 12:14:41

rkopka hat geschrieben:Und wie soll der Kunde dann feststellen, ob nicht ein Händler ihn evt. über den Tisch ziehen will ?
hampshire hat geschrieben:Indem er mehrere Angebote einholt. Ist doch klar und auch aus Sicht eines jeden Händlers legitim.

Aber nur nach Vorsprache ? Und dann nur, wenn nicht schon einige Kunden da sind ? Natürlich nur während der Öffnungszeiten ?
Wenn man einfach so anfragt, gilt man ja anscheind schon als nicht vertrauenswürdig und wird ignoriert. Oder muß man extra die Anfragen unterschiedlich machen, damit die Händler nicht erkennen, daß es der gleiche Kunde ist ?

Produkt- oder Leistungseigenschaften wissentlich falsch angepriesen werden

War ja auch schon ein Thema. Hier sind eher Punkte wie Zusatzkosten für Sat, Solar, Umbauten... interessant. Sowas sehe ich halt nur auf einem Angebot.

RK

hampshire am 24 Jun 2016 13:30:49

rkopka hat geschrieben:Wenn man einfach so anfragt, gilt man ja anscheind schon als nicht vertrauenswürdig und wird ignoriert. Oder muß man extra die Anfragen unterschiedlich machen, damit die Händler nicht erkennen, daß es der gleiche Kunde ist ?


Wenn die Anfrage wie eine Massenanfrage aussieht ist die Wahrscheinlichkeit des Ignoriertwerdens im Fachhandel erhöht.
Es geht nicht darum, dass der Händler erkennen kann, dass er in einen Abschluss investiert. Natürlich kann erkenntlich sein, dass auch andere Händler angefragt werden.

Wenn eine Anfrage wie folgt ausseht:

"Bitte erstellen Sie mir ein Angebot über (ausführliches Leistungsverzeichnis)" ist das etwas anderes als:

"Wir wollen gerne ein Wohnmobil kaufen. Nach unserer Recherche wäre dieses Modell mit dieser Ausstattung für uns günstig, da( ...). Was würde das bei Ihnen kosten? Worauf sollten wir achten? Welche von unserer Wahl abweichenden Ausstattungsmerkmale würden Sie empfehlen?"

Im letzteren Fall hat der Händler ein die Chance für ein Differenzierungsmerkmal, welches beim Interessenten Anerkennung findet.

Kann man doof finden, führt aber eher zum Ziel.

Gast am 24 Jan 2018 23:42:24

Hampshire hat recht.

Was unterscheidet den ausschließlichen Preisdrücker vom interessierten Kunden?
Die Fragen, die den Anfrager an Informationen interessiert erscheinen lassen.

Verkäufer sind Menschen, die sehr viele Anfragen erhalten und allein anhand der Formulierungen / Fragen ein Gefühl entwickeln, wie erfolgversprechend eine solche Anfrage ist. Danach wird sortiert und billigend in Kauf genommen, daß manchmal ein echter Interessent durch die Lappen geht. Die Kriterien für die Sortierung verschieben sich je nach Marktlage und die aktuelle bewirkt wohl, daß Anfragen schnell mal zur Seite gelegt werden.

Ich habe 2016 einen Kastenwagen für 74.000,-- EUR gekauft. Beim nächstgelegenen Händler habe ich persönlich erscheinend 3 x versucht, eine Bestellung loszuwerden (Übermäßiger Nachlass war nicht das Thema / ich kannte die Situation). Es ist mir nicht gelungen, weil keiner Zeit hatte. Auch der Versuch einer Terminvereinbarung für einen Samstag klappte nicht, weil der Verkäufer, an dem Samstag, an welchem ich Zeit hatte, wohl keinen Dienst hatte.

Bei dem nächsten Händler klappte es dann. Die Bestellung bin ich losgeworden. Das war aber dann das letzte Mal, daß ich den Verkäufer gesehen bzw. gesprochen habe. Telefonisch nicht mehr erreichbar. Die Übergabe hat dann die Werkstatt gemacht. Zu meiner vollen Zufriedenheit und wohl zum Glück.

So ist das im Moment halt.

Take it or leave it.


Gruß

Frank

gastino am 29 Sep 2019 22:47:30

Ich weiß, der Thread ist alt, aber hochinteressant, da hier offensichtlich beide Seiten vertreten sind. Daher auch meine Anmerkungen als Kunde dazu:

mefor hat geschrieben:Ich weiß auch, dass z.B. viele Motorradhändler solche Mailanfragen nicht oder nur sehr ungerne bearbeiten.


Motorrad ist ein gutes Stichwort. Vor ein paar Jahren stand ein Neukauf an. Verschiedene Händler-Webseiten angesehen, Kontaktformulare gefunden, konkrete Anfrage zu Modell XY gestellt. Wohlgemerkt, es ging nur um einen einzigen Preis und die grundsätzliche Möglichkeit der Inzahlungnahme, keine Konfiguration, kein weiteres Zubehör - nix. Aufwand für eine Antwort deutlich unterhalb einer Minute. Lieferschwierigkeiten bestanden für dieses Modell keine.
Von vier Händlern rief dann ein einziger an. Alle anderen haben weder telefonisch noch per Email reagiert. Der anrufende Händler hat dann nicht nur ein sehr einfaches, schnelles Geschäft ohne weitere Verhandlungen gemacht, sondern auch alle folgenden Service-Arbeiten usw. Ganz nebenbei habe ich mich mit dem Händler auch persönlich sehr gut verstanden.

Meine ernst gemeinte Frage in dem Zusammenhang: Warum offeriert man als Händler Kontaktformulare und Email-Adressen, wenn man diese Art der Kontaktaufnahme offensichtlich als unpassend ansieht? Das habe ich nie verstanden.

Ich kann den TE sehr gut verstehen. Aus seiner Sicht ist das Verhalten der Händler kaum nachvollziehbar. Und offenbar verstehen viele Händler nicht, dass es nicht nur den "Was ist letzter Preis?"-Email-Kontakt-Kunden gibt, sondern auch die Menge, die sich gut informiert und aus verschiedenen Gründen eben eine einigermaßen bequeme und moderne Form der Kontaktaufnahme bevorzugt und darüber hinaus kaum weiteren Aufwand verursacht.

Derzeit bin ich auch gerade dabei, ein WoMo zu kaufen. Ich habe allerdings das Glück, dass der Händler nicht weit weg ist und sich wirklich um Kunden zu bemühen scheint. Dass das Geschäft sehr gut zu laufen scheint, zeigt sich schon daran, dass Verkaufsgespräche erst deutlich nach Ladenschluss zustandekommen.

bigben24 am 29 Sep 2019 23:33:42

Von schlechten, bzw. schlecht beratenden Händlern hört man leider immer wieder. Ich kann davon allerdings nicht berichten. Wir hatten uns gut vorbereitet, wußten was wir wollten, ebenso die Liste des Zubehörs. Habe ein nettes freundliches Telefonat geführt, einen Termin vereinbart, sind zum Termin hingefahren und haben nach etwa 1, 1/2 Stunden ein WoMo gekauft und das zu einem hervorragend gutem Preis. Auch die obligatorischen Werkstatttermine zur Mängelbeseitigung würde ich mit 4,5* von 5 bewerten.
Im Übrigen, es erwartet doch niemand ersthaft, daß bei per Mail angefragt Preisen etwas positives zurückkommt? So etwas geht NUR persönlich und auch nur dann wenn der Verkäufer merkt, daß man wirklich kaufen will.

Gruß

felix52 am 30 Sep 2019 01:26:20

Wenn es um die Gesamtzeitdauer der Nutzung geht, man dem Markenhändler seit 11 Jahren vertraut, der alle Aufbauservices erledigt toll erledigt hat,
dann hat sich ne pers. Beziehung längst eingependelt. Und der kennt auch den entsprechenden Fachbetrieb umzu für die Kfz. Betreuung.

DER hat Erfahrung, Erfolg und Emphatie!

Bin NIE Liegengeblieben während meiner Urlaubszeit.
Die Beteiligten haben sich immer gekümmert. In Absprache untereinander.
Habe allerdings auch ALLE Dienste nur dort erledigen lassen.
Als langjährig seriöse Kaufleute und Partner Konnten und können wir Drei uns aufeinander verlassen.


Soo muss das sein. :)

Der Händler ist insofern der einzig richtige Ansprechpartner, meine ich.

RichyG am 30 Sep 2019 08:23:20

Seit dem Kauf unseres Fahrzeugs wurden (bisher nur kleinere) aufbaubetreffende Garantiearbeiten immer vom Weinsberghändler erledigt. FIATarbeiten immer direkt beim absolut freundlichen und kompetenten FIAT-Professionell-Partner. Das hat bisher absolut reibungslos funktioniert.

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