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Sind Händler oder Hersteller der richtige Partner? Erfahrung 1, 2


Nordmobil am 21 Jun 2016 17:21:07

Hallo zusammen,
konkreter Anstoß und vielleicht auch ein kleines Thema für Euch. Frage: Alles gut, wenn das Fahrzeug gefunden ist und bestellt werden kann?

Wir haben jetzt Sommersonnenwende 2016, seit einigen Wochen hole ich Angebote ein.
Typ: Knaus BoxLife 540 mit Hubbett, Einzelbett im Heck, Raumbad, alle 'Autark'-Komponenten wie Truma Combi 6 Diesel, zweite Aufbaubatterie, beheizter Abwassertank etc.

Nachdem es in der Branche echt richtig harte Erfahrungen geben kann in Bezug auf Ignoranz der Hersteller hier und da, habe ich nun einige Händler in der Anfrage und da muss ich sagen schlägt einem wirklich der pure Überfluss entgegen. Ich weiss ja nicht, wie sehr man die klassischen Argumente hier extra bemühen will (der Ducato bekommt jetzt Euro6 Motoren / die Nachfrage ist sehr stark angestiegen), aber Fakt ist, dass es sich ein ganzer Karton von Händlern mal richtig satt einfach macht und einfach auf den gleichen Zug springt wie die Hersteller.

Ich werde hier aus Gründen des Händlerschutzes einfach mal keine Namen nennen, aber ich bekomme teilweise kein schriftliches Angebot. Ich möchte gerne 60k€ bezahlen und es gibt echt Händler, die das nicht interessiert. Ich habe die fertige Konfiguration der Fzg.-Optionen schon extra als PDF mit Best.-Nummern der einzelnen Ausstattungspunkte angefertigt und per Mail versandt, damit hier nicht handschriftlich oder auf Zuruf gearbeitet werden muss. Einer wollte am Telefon vorab nur grob kalkulieren und weder Email noch meine Kontaktdaten haben, nur weil Euro6 ansteht. Ende offen.

Als ich noch Beratung gebraucht hätte, empfahl man mir im hamburger Raum, ich solle mich für drei Hauptpunkte des Fahrzeuges entscheiden und den Rest einfach irgendwie akzeptieren. Auf den BoxLife 540 mit Kindern und trotzdem großem Bad auf 5,4m wären wir mit der Beratung so wohl nicht gekommen.

Heute habe ich bei einem sehr großen Händler nach einem kleinen (definitiv machbaren) Umbau im Bereich Fenstertechnik gefragt. Nachdem der Verkauf meinte, ich müsse zum Service, meinte der Service, ich müsse zum Verkauf. Danach sagt man mir, ich solle das im Winter anfragen. Als ich meinte, ich würde aber gerne ein Fahrzeug kaufen und daran gerne eine Kleinigkeit machen lassen, wurde mir gesagt: 'Wissen Sie, ich mache so viel Überstunden - fragen Sie einfach nochmal beim Verkauf nach'.

Ich kann nicht so viel essen, wie ich langsam KO . . . . will!

Auch wenn die Branche genial abgeht - die technischen Fragen sind durch und es geht nur ums Kaufen. Meine Erfahrung: Nichts geht. Nicht mal kaufen geht gescheit. Und ich bin es natürlich mal so richtig satt, dass es immernoch Kunden gibt, die selbst das normal finden - denn der Markt ist nur so gut wie seine Kunden.

Also: einen Lieferstopp gibt es nicht, Lieferfristen werden zumindest der Presse gerne im höflichen Ton genannt. Warum man das dem Kunden derzeit nicht ernsthaft anbieten mag, keine Ahnung. Ich bleibe zwar dabei und setze mich durch, vergleiche Preise und versuche, den Ärger klein zu halten, aber: wie ist das bei Euch?

OK, die meisten User werden bereits im Besitz sein und dieses Thema ev. garnicht auf dem Schirm haben...

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mefor am 21 Jun 2016 19:13:03

Was erwartest Du? Die Händler können mehr Fahrzeuge verkaufen als sie von den Herstellern bekommen und die Lieferfristen sind schon lang. Da sollen sie sich die Arbeit machen und deine Mails beantworten?
Ich weiß auch, dass z.B. viele Motorradhändler solche Mailanfragen nicht oder nur sehr ungerne bearbeiten. Der Verkäufer muss dein Angebot zusammenstellen, kalkulieren und dir wieder zuschicken. Dauert ca. 1h Arbeitszeit die in den meisten Fällen nichts einbringt weil Käufer wie du (nicht persönlich nehmen kann dich ja im Grunde verstehen) viele Händler anschreiben um so den besten Preis zu bekommen.

willi_chic am 21 Jun 2016 19:40:52

Nordmobil hat geschrieben:Ich habe die fertige Konfiguration der Fzg.-Optionen schon extra als PDF mit Best.-Nummern der einzelnen Ausstattungspunkte angefertigt und per Mail versandt.......

......und jetzt denkt sich jeder Händler der das auf den Schirm bekommt: aha, wieder mal ne bundesweite Abfrage nach dem besten Preis...und ab damit in die Tonne

wenn Du einen guten Preis haben willst, mußt Du Dich schon selber hinbemühen und verhandeln. Und wenn Du im persönlichen Gespräch den Eindruck bekommst der verarscht Dich nur oder hat kein Interesse oder....geh zu einem anderen. Zahle dann lieber etwas mehr und das Klima paßt. Den Mehrpreis holst Du dann durch Zugeständnisse beim Zubehör wieder raus

grüße klaus

roxy am 21 Jun 2016 21:33:50

Servus,

bin auch im Bereich Fahrzeugverkauf tätig und das seit Jahrzenten.

Wenn Jemand anfragt (sinngem.) "Was billigster Preis" ab in die Tonne.

So jemand möchte (völlig legitim) eigentlich nicht das beste Produkt (eigentlich schon) sondern den billigsten Preis kaufen. Das merkt jeder Verkäufer sofort (egal ob Mail, Telefon oder vor Ort). Dann ist halt oft die Reaktion auch die "billigste Dienstleistung".
Weshalb soll ich mir den A........ aufreißen als Verkäufer wenn eh nur der Preis zählt und ich auch noch wenig Provision bekomme, dann noch 3 Stunden Beratung? Bitte auch das bedenken. Das was man für sich möchte, sollte man auch dem Anderen zugestehen.

Erschwerend kommt die aktuelle sehr gute Verkäuferposition (viel Nachfrage, weniger Angeot) für den Käufer hinzu. Ist auch legitim. Warum mit Nachlass verkaufen wenn es auch mit viel weniger Nachlass geht. Wär es andersrum sagt der Käufer "geiles Schnäppchen" jetzt ist aktuell halt der Verkäufer in der besseren Position. Ändert sich evtl. auch wieder.

Viel Glück beim suchen und finden.

Gast am 22 Jun 2016 01:05:00

Hallo Nordmobil,

bei allem Frust, Rollentausch hilft.

Bin ich an einem Unbekannten interessiert, der seine dezidierten Preisanfragen bundesweit streut?
Ist mir eine Kundin/ein Kunde lieber, der mir gegenüber sitzt/steht und der "leben und leben lassen" gelten lässt?
Gebe ich gerne etwas von meiner Verkaufsprovision ab? :idea:

Es gibt immer eine Alternative. Wenn es denn mit dem Neukauf nicht glücklich verlaufen will, dann
gibt es einen riesigen Gebrauchtmarkt mit einem Sparpotential, das sich glücklich und ohne Magengeschwüre "verreisen und verprassen" lässt. Halbjahres- und Jahreswagen sind ebenso eine Alternative wie Ausstellungs- oder Messefahrzeuge.

Ach so, glücklicherweise musste ich mein Geld nicht provisionsabhängig im Einzelhandel verdienen. Sonst hätte mir sicher mehrfach die Zunge wieder angenäht werden müssen.

topolino666 am 22 Jun 2016 06:14:42

völlig OT:

Auch ich bin im "Verkauf" (meiner handwerklichen Dienstleistung) selbständig.
Ich kann die Anfrage-Mails nach Wochentag/Uhrzeit aussortieren! :!:

Mails die z.B. Samstag abend ab 20 Uhr geschrieben werden sind zu 99% nur Ich-sitze-am-TV-klicke-nebenher-ein-bisschen-rum-und-frag-den-mal-was-sinnfreies-Mails, natürlich nicht ohne auch nach dem Preis zu fragen! ;-(

tztz2000 am 22 Jun 2016 06:26:02

Moin Nordmobil,

ich bin selbst auch im Vertrieb tätig, allerdings nicht von Fahrzeugen, sondern von Investitionsgütern. Die Beiträge meiner Vorschreiber kann ich nur unterstreichen. Preisnachlässe muss man sich "verdienen", und das geht eben nur, wenn es Dir gelingt, zum Verkäufer eine gewisse "persönliche Beziehung" aufzubauen. Wie schon geschrieben, Kastenwagen verkaufen sich wie warme Semmeln, warum also soll der Verkäufer die Dinger verschleudern? Überzeuge ihn davon, dass er gerade Dir einen für ihn provisionsmindernden Rabatt gewähren soll. Das ist nämlich gar nicht so einfach.

Aber Deine Vorgehensweise führt, mit Verlaub, leider nicht zu Deinem gewünschten Ergebnis.

Tinduck am 22 Jun 2016 06:44:23

Ich würd mal sagen, ganz normale Erfahrung bei Deiner Vorgehensweise.

Wenn der Markt schlecht läuft, kümmern sich die Händler natürlich auch rührend um e-Mail-Kunden, wenn der Verkauf im Laden schon besser läuft als die Lieferungen des Herstellers, eben nicht.

Und bitte diese Branche nicht mit z. B. der normalen KFZ-Branche vergleichen. Da gibt es dedizierte Online-Händler, die natürlich anders auf eine Anfrage reagieren als ein normaler Womo-Händler.

Wenn Du persönlich in den Laden gehst und sehr konkrete Vorstellungen hast, also quasi mit sofortiger Bestellung drohst, wird sich bei einem vernünftigen Händler auch jemand Zeit für dich nehmen. Wenn nicht, anderer Händler. Preislich wird bei der momentanen Marktsituation nicht viel gehen, warum sollte der Händler Nachlass gewähren und damit womöglich unter den aktuellen Preis eines Jahreswagens gehen?

Sonderwünsche wie ein irgendwie umgearbeitetes Fenster werden erstmal bei keinem Händler auf Gegenliebe stoßen, die haben alle die Werkstätten ausgebucht bis Ultimo und eigentlich keinen Bock auf Mimimi-Kunden (aus ihrer Sicht), weil sie mit Garantiearbeiten schon genug zu tun haben.

Aktuell ist leider ein sehr schlechter Zeitpunkt zum Kaufen, egal ob gebraucht oder neu. An Deiner Stelle würde ich bis zum CSD warten und dort was fest machen oder im Herbst/Winter gebraucht kaufen.

bis denn,

Uwe

GB63 am 22 Jun 2016 06:56:52

123daswars hat geschrieben:Bin ich an einem Unbekannten interessiert, der seine dezidierten Preisanfragen bundesweit streut?
Ist mir eine Kundin/ein Kunde lieber, der mir gegenüber sitzt/steht und der "leben und leben lassen" gelten lässt?
Gebe ich gerne etwas von meiner Verkaufsprovision ab? :idea:


Dieser Aussage kann ich voll zustimmen. Meine/unsere Erfahrung der letzten Monate war ähnlich.
Zuerst Internet Recherche, na klar will ich den theoretischen Listenpreis wissen.
Dann meist ein kurzes Telefonat ohne klare Antwort des Verkäufers, Terminvereinbarung, Treffen zur genaueren Absprache. (ich habe mir die gesamten gefahrenen km nicht notiert, wäre sonst wahrscheinlich wahnsinnig geworden)

Für uns war der "Nachlass" zum Listenpreis auch nicht uninteressant :D aber das Verhalten beider Personen Käufer und Verkäufer im persönlichen Gespräch finde ich sehr wichtig.
Leben und leben lassen, wie geschrieben. Letzendlich möchte ich dem Verkäufer auch bei evtl. Mängeln jederzeit offen gegenübertreten können.

jochen-muc am 22 Jun 2016 07:26:18

Jetzt muss ich aber den TE auch mal etwas unterstützen :D

ich finde so ein verhalten nämlich auch unter aller Sau. Sicher ist es verständlich, dass man solche Billigsucher ablehnt, aber kann nicht auch das ein Kunde werden ?

Kann man ihn nicht z.B. freundlich einen Termin im Haus anbieten um dort den Kunden in einer Beratung zu überzeugen ?

Und sein Beispiel mit dem Hin und Hergeschiebe Verkauf - Service - Verkauf hört sich eigentlich eher nach persönlichem Beispiel vor Ort an.

Eine Erfahrung die ich auch selber derzeit bei einem VW Händler mache (Mahag München)

In der Filiale am Frankfurter Ring habe ich einen Jahreswagen T5 vor 2 Jahren gekauft der ohne Probleme lief.
Auf einmal "versulzte" das Motoröl
In dieser Filiale wusste man sich nicht anders zu helfen, als den Motorraum zu spülen

Seit dem habe ich einen Ölverlust der immer größer wird (wohlgemerkt vorher habe ich einmal im Jahr was nachfüllen müssen)

1. Anruf Gesprächspartener ein KD Meister : Wieviel Öl verlieren Sie ? Einen halben Liter ? Wieviel Öl verlieren Sie ? Einen halben Liter ? Das ist im Bereich der Toleranz des Herstellers da werden wir nicht tätig
2. Anruf 3 Wochen später (hier bin ich noch Nichtmal über die Telefonistin hinausgekommen) : Wieviel Öl verlieren Sie ? Einen halben bis 3/4 Liter ? Das ist im Bereich der Toleranz des Herstellers da werden wir nicht tätig
Auch mein Hinweis auf die Zunahme und dem Umstand dass sich das steigert hat die gute Frau nicht Interessiert
3) Anruf 2 Wochen später: Da wollten sie mir den gleichen Mist erzählen obwohl ich inzwischen fast bei einem Liter war. Da bin ich dann hingefahren.....nach 30 Minuten warten und innerlichen "vorkochen" hat man mir auch persönlich genau den gleichen Mist erzählt. Einfach abspeisen.
Das Fahrzeug hat übrigens neu mal fast 75000 € gekostet und jetzt soll ich alle 1000 Kilometer gefälligst ein Liter Öl zum Preis von fast 30 € nachfüllen........

Ich bin da zu einer Filiale nur 700 Meter Luftlinie weiter gefahren und habe dort mit einem Bekannten gesprochen.........und siehe da, es ist bekannt, dass in dieser Motorenreihe einen Fehler gibt der dann nach Prüfung zum Austausch des kompletten Motors führt


Was ich damit sagen will:

Diese Servicewüste habe ich auch deutlich und speziell im KFZ Bereich erleben müssen und auch meine Erfahrungen auf der Messe in München waren bis auf die Ausnahme wo ich dann auch gekauft habe die gleichen.
Was mir da übrigens in nachhaltiger Erinnerung ist....Am Stand von Bavaria Camp hatte man mich damals auch brutal hochnäsig behandelt und mir als Neuling deutlich zu verstehen gegeben ich solle mir doch erstmal klar werden und mich im Netz informieren ............................Bavaria Camp gibt es inzwischen nicht mehr

Mag sein dass dies in der Brache so aufgrund des Überangebotes ist, eine Sauerei finde ich es trotzdem

kiteliner am 22 Jun 2016 08:00:17

Ich kann beide Seiten verstehen, jeder hat für sich gesehen bis zu einer gewissen Grenze Recht.
Auch wenn eine Anfrage per Mail kommt, so kann man antworten. Hinweis auf persönliches Gespräch, Listenpreis, .. immer wieder stellen wir fest, dass sich doch die Vorstellungen im pers. Gespräch noch ändern.....
Der Kunde fühlt sich wahrgenommen, man telefoniert.... vielleicht ist dann schon alles zu Ende und man kommt nicht ins Geschäft. Oder aber der Kunde kommt vorbei und...
Auch den Händlern sollte klar sein, dass mancher Kunde eben keinen Händler von Marke xy direkt in seiner Nähe hat und bevor er mehrere hundert km fährt, anschreibt um zu sondieren. So Mails kann man sich ja auch vorbereiten.

Ich habe ein ähnliches Problem, na gut, ich kaufe nicht so oft Wohnmobile. Ich suche dauernd nach Teilen ,die ich für meine Kernsanierung brauche. Menge bis spät abends am Bus, setze mich dann an den Rechner und suche ggf. passende Teile. Da ich für Magirus so leicht keine Teile original mehr bekomme, frage ich Teilehändler an. Halt auch schon mal um 23.00 Uhr, weil ich tagsüber im Dienst nur schlecht telefonieren kann. Wenn ich wieder zuhause bin, haben viele schon zu.
Oft bekommt man gar keine Antwort, dabei geht es mir meist nicht um beste Preis, sondern um: Habt ihr das? Könnt ihr das bestellen? nähere Daten....
eigentlich bin ich Fan davon lokale Händler zu unterstützen und nicht alles im Netz zu bestellen, selbst wenn dieser Ansatz ggf. teurer ist.
Bei uns in der Gegend fahre ich oft rum, um Teile anzufragen, aber oft genug kommt man hin, da steht ein Verkäufer, der gelangweilt im Katalog sucht, den ich mir online schon runtergeladen habe und antwortet auf Fragen mit dem, was dort geschrieben steht. Dann kann ich mir die Zeit und die Fahrt sparen, das kann ich auch selbst.
Dann kommt ggf. noch die Frage nach Fz und Typ und dann ist eh meist alles vorbei, viele von den Herren kennen noch nicht einmal die Marke.
Natürlich ist es schöner, wenn ein Kunde kommt, der die Nummer oder den Fahrzeugschein hinlegt und man dann nur noch ein wenig im PC klickern muss, aber meiner Meinung ist das kein Fachhandel, dann kann ich direkt im Netz bestellen und was nicht passt zurücksenden.

tztz2000 am 22 Jun 2016 08:12:31

jochen-muc hat geschrieben:Mag sein dass dies in der Branche so aufgrund des Überangebotes ist, eine Sauerei finde ich es trotzdem

Jochen.... jein! :D

Auch die Arbeitszeit eines Verkäufers ist nicht unbegrenzt verfügbar. In meinem Fall (ok, nicht ganz vergleichbar), erfordert die Bearbeitung eines komplexeren Projekts schon mal ein paar Manntage zuzüglich Projektarbeiten von Lieferanten, da muss man schon sehr genau selektieren, welches Projekt man bearbeitet und welches man "sausen" lässt. Mag sein, dass auf diese Weise ein möglicher Kunde verloren geht, aber das ist halt "Verkäuferpech". Wenn ich die Wahl habe zwischen einem erfolgversprechenden Projekt und einem sehr ungewissen Projekt, dann dürfte die Entscheidung klar sein. Auf die Anfrage des TE projiziert heisst das, wenn eine Anfrage von einem z. B. 500 km entfernten Interessenten kommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass man aus diesem Interessenten einen Kunden macht. Und wenn, dann i.d.R. nur über einen "Kampfpreis", aber das macht aus bekannten Gründen auch keiner.

Trollo am 22 Jun 2016 08:25:01

Ich habe mehrere Neufahrzeuge (PKW, Wohnmobile, Wohnwagen) nach erstmaliger mailanfrage mit Preisauskunft / Nachfrage gekauft, auch 400 km entfernt.

Teilweise habe ich die Mails sogar Samstagabend geschrieben.

Einige Verkäufer haben sich nie gemeldet, die haben wohl auch telepathisch festgestellt, dass ich kein adäquater Kunde bin.

Jeder, der irgendwie Interesse zeigt ist im Übrigen potentieller Käufer und Kunde.

Wenn jemand gar nicht auf Mails reagiert ist das nicht nur unhöflich sondern kommt für mich als Verkäufer nicht in Frage.

Auch wenn die Zeit für Verkäufer zur Zeit gut ist wird sich das zukünftig wieder ändern.

Mich sehen diese Händler dann auch in Zukunft nicht mehr.

Wenn ich eine klare Vorstellung vom Fahrzeug habe, dies dem Händler schriftlich per Mail kundtue, dann kann ich auch ein schriftliches Angebot erwarten, dafür brauche ich kein persönliches Gespräch, das ist für beide Seiten verschenkte Zeit.

Gruß

Michael

Nordmobil am 22 Jun 2016 09:06:28

Hallo zusammen und guten Morgen in die Runde.

Ich muss es ev. nochmal genauer erklären, denn hier scheint einiges völlig falsch verstanden:

1) Mein Text ist ev. zu knapp beschrieben, da ich hier keine Namen opfern möchte. Opfern, da es teilweise unmögliches Verhalten gibt.

2) Ich bin beruflich mehr oder weniger extrem eingespannt und versuche daher seit Wochen zunächst durch telefonisch VERBINDLICHE Kontaktaufnahme, einen verbündeten Partner für mein Reisemobil zu finden, dem ich dann (die Arbeit erleichternd) eine bereits ausgearbeitete Liste zumailen kann, damit ich am Telefon nicht anfangen muss, die Bestellnummern runter zu rattern.

3) Auch wenn es hier nicht hingehört, aber ich bin z.B. als Leiter F&E in einer großen Gruppe tätig, wo ich gerne bis 20 / 21 Uhr im Büro sitzen darf. Da geht mir das jetzt langsam schon an die Substanz, dass ich mir von Mitarbeitern des Händlerbereichs anhören darf: Wissen Sie, ich mache derzeit schon Überstunden...

Zusammengefasst: Es ist ein Produkt, es gibt einen Markt und es gibt das Dreigestirn zwischen Hersteller, Kunde und Händler. Der Händler wird gerade in der Reisemobilbranche sehr sehr stark als Bindeglied durch den Hersteller eingespannt, was bei technischen Fragen oftmals nicht gelingen mag, weil man auch hier wieder um Verständnis gebeten hatte, dass der Vertriebler für den Job, die Zeit und das Gehalt nicht auch noch Bock haben könne, sich mit technischem Wissen vollzupumpen.

Und so hangelt man sich als Kaufinteressent von einer Klatsche zur nächsten. Zumindest in diesen Zeiten.

Ich habe meine Anfragen definitiv nicht bundesweit gestreut.
Ich habe meine Anfragen definitiv auch nicht anonym per Mail versandt. Auch nicht zu klassischen WE Zeiten.
Ich kann durch meinen Job nicht rechtzeitig bis 18Uhr bei einem doch eher selten gestreuten Händler irgendwo zwischen den Bundesländern vor Ort sein, um dort für ein ordentliches Angebot betteln zu gehen.

Meine Güte, ich habe wohl selbst ein Interesse daran, im Fall von Fahrzeugproblemen einen kompetenten Partner an meiner Seite zu haben. Nur im Moment begegnet einem wirklich ein eklatantes Ausnutzen der aktuellen Hochphase der KaWa Branche, wonach man sich auch in der PERSÖNLICHEN Annäherung schon einfach keine Mühe gibt. Ich stehe mit meinen Anfragen im Moment echt relativ alleine da.

Und leider fällt mir auf, dass selbst ein Forum wie auch bei anderen Problemen im Moment eher dazu zu dienen scheint, die doch ausufernden Zustände im Nachgang noch in schriftlicher Form als 'IST HALT SO' zu unterstreichen.

Und zur Beratung: Ich habe meine Beratung zu genau 100% in Eigenregie durchführen dürfen, da bereits bei technischen Fragen allzu oft Ende war. 'Fragen Sie beim Hersteller nach.' Hersteller: 'Das muss Ihnen der Händler sagen.'

Ja, und der Händler sitzt im Saft und rechtfertigt sich ob der guten Zeiten noch damit, echt keinen guten Job machen zu müssen?!

hampshire am 22 Jun 2016 09:34:59

Moin,

Deinen Frust kann ich verstehen - und ein geringes Interesse an der Beantwortung Deiner Anfrage ebenfalls.

Als Verkäufer stecke ich keine Arbeit in eine anonyme Anfrage, hinter der ich keine Absatzchance vermute. Nicht nur, weil sich das selten lohnt, sondern auch weil es einfach keinen Spaß macht sich am anonymen bundesweiten Preiskampf zu beteiligen und x-Mal den Kürzeren zu ziehen, weil irgendwer auf noch etwas mehr Marge verzichtet oder viel günstiger einkauft.

Überlege, was Dich zu einem guten Interessenten macht. Du schreibst hier, dass Dir eine partnerschaftliche Beziehung zu Deinem Lieferanten wichtig ist und dass Du eine möglichst effektive Kommunikation wünschst, da Du selbst stark eingespannt bist. Ich würde daraus schließen, dass Du neben dem Preis ebenfalls an einer möglichst zuverlässigen und vor allem reibungsfreien Abwicklung interessiert bist. Der Verkäufer kann erkennen, dass es auf mehr als nur den Preis ankommt. Deine Wünsche entsprechen in der Regel auch den Wünschen des Verkäufers oder Händlers. Nun ist eine Basis gelegt, bei der der Verkäufer erkennen kann, dass er eine Chance durch mehr als nur Preisdifferenzierung hat. Und schon seid Ihr im Gespräch.

Auch beim Einkaufen gibt es zielführendere und weniger zielführende Vorgehensweisen.

Als Verkäufer würde ich eine detaillierte unpersönliche Mailanfrage auf meinem Schreibtisch ganz nach unten oder in die Ablage "Rund" sortieren.

Grüße,
Max.

Gast am 22 Jun 2016 09:59:21

Hallo Nordmobil,

aufgrund Deiner Einlassungen
bin ich aufrichtig froh nicht als Verkaufsberater Teil Deines "Dreigestirns" sein zu müssen.

Lieber würde ich mich um das Pensionärsehepaar kümmern, das sich nach 3 Prozent Preisnachlass über Radio, Navi und Fußmatten aufrichtig freut und würde gemeinsam mit ihnen zur Werkstatt gehen, um dort mit dem Meister den (kostenneutralen) Fensterumbau zu besprechen. Auch wenn diese Zeit von meiner Mittagspause abgehen sollte.

Häufig überprüfe ich mich selbst, insbesondere nach emotionsgeladenem Auseinandersetzungen.
Welchen Beitrag habe ich zur Eskalation der Situation geleistet?
Ich bemühe mich Kritik verstehen und annehmen zu können.
Natürlich gelingt mir das nicht so häufig. Ich arbeite aber daran.

Botschaft angekommen? Welchen Spaß, welche Freude soll dieses avisierte Wohnmobil denn verbreiten?
Ein Blick auf das Fahrzeug, der Blutdruck steigt und der suchende Blick geht bereits in Richtung Defibrillator?

"Andere können mich nicht ärgern, ich kann mich nur selbst ärgern."
Genug "geschlaumichelt", das Spiegeln war mir aber ein Bedürfnis.

willi_chic am 22 Jun 2016 10:04:25

Moin nordmobil,

ich zitiere mal aus meinem eigenen Beitrag vom 22.12.15 --> Link

"Deshalb: nimm einiges mehr Geld in die Hand, gehe zu einem renommierten Individualausbauer wo der Chef selbst mit seinen Fahrzeugen unterwegs ist und laß Dir ein Angebot machen. Andernfalls wirst Du auf Dauer nicht glücklich"

In Deiner Funktion im Unternehmen verfügst Du über gutes analytisches Denkvermögen, aber nach einem halben Jahr Arbeit bist Du trotzdem Deinem Ziel nicht näher gekommen....

deshalb: Denkansatz überprüfen

grüße klaus

tantefrieda am 22 Jun 2016 10:11:36

Willkommen in der Womo-Realität :-).

Der aktuelle Boom überfordert wohl leider die komplette Branche - mach dir einfach mal den Spaß und geh am Samstag Vormittag zu nem Womo-Händler und du wirst sehen, was da abgeht.

Nachdem wir in den letzten Wochen reklamationsbedingt öfter mal Zeit bei unserem Womo-Händler verbrachten, seh ich das Ganze - trotz Frust über die unsere Reklamationen - mittlerweile mit etwas anderen Augen.

Die Händler könnten wohl derzeit 24/7 verkaufen und verleihen, haben aber dann wieder das Problem, dass sie extrem von den Herstellern abhängig sind, die ebenfalls von der Nachfrage überrannt werden und darum mit viel Verspätung und vielen Mängeln liefern .... und ihrerseits wohl noch mit Lieferschwierigkeiten von Fiat kämpfen ....

So blöd es klingt, aber wenn du ein Womo kaufen möchtest, ist gerade eher der Verkäufer der König und nicht der Kunde :?
Und drum wäre mir - trotz aller Sparsamkeit - im Falle eines Neukaufs ein guter persönlicher Kontakt zum Händler fast wichtiger als ein paar Euro Rabatt.
Und ganz wichtig ist uns, dass der Händler einigermaßen in der Nähe ist und man für eine Reparatur/Reklamation nicht extra einen Übernachtungsausflug zum Womo-Händler machen muss.

Viel Erfolg beim Kaufen/Entscheiden!

rkopka am 22 Jun 2016 11:17:05

tantefrieda hat geschrieben:Und drum wäre mir - trotz aller Sparsamkeit - im Falle eines Neukaufs ein guter persönlicher Kontakt zum Händler fast wichtiger als ein paar Euro Rabatt.

Ich hatte ihn so verstanden, daß dieser Kontakt schon ein Problem darstellt. D.h. auch bei persönlichem Besuch keine ernsthafte Kundenbetreuung. Die Beratung ist ja schon soweit erledigt, daß der Kunde genau weiß, was er will, nur der Händler will/kann ihm nichts verkaufen oder auch nur einen belastbaren Preis nennen, von möglichen Individualisierungen ganz zu schweigen. Das würde mich auch nerven, wenn ich das Geld bildlich schon in der Hand habe und dann gibt es keine Fahrzeuge (Hersteller) oder man will mir nur ein Standardteil ohne Anpassungen zu einem ungeklärten Preis verkaufen (Händler), wenn ich schön bitte und mich in die Schlange stelle. Bei den Summen erwartet man eben etwas anderes. Ist halt blöd, wenn man auf der falschen Seite der Angebot vs. Nachfrage Waage sitzt.

RK

Nordmobil am 22 Jun 2016 12:20:48

123daswars hat geschrieben:Hallo Nordmobil,

aufgrund Deiner Einlassungen
bin ich aufrichtig froh nicht als Verkaufsberater Teil Deines "Dreigestirns" sein zu müssen.

Lieber würde ich mich um das Pensionärsehepaar kümmern, das sich nach 3 Prozent Preisnachlass über Radio, Navi und Fußmatten aufrichtig freut ...
...


Einfach Erfahrungen, die ich berichten kann und eine derzeit wirklich einseitige Machtposition der Händler zeigen (Ausnutzung der guten Marktsituation). Schön, dass man dann als Rat noch reingedrückt bekommt, an sich selbst die Fehler dieser Situation zu suchen. Deine Ausführung zeigt nicht, dass Du von den Zusammenhängen auch nach meinem zweiten Posting in diesem Thread auch nur irgendetwas erfolgreich durchdringen konntest. Aber Oberlehrerton vor Dritten zieht offensichtlich immer. Danke, ich gebe Dir Deinen Spiegel zurück.

tztz2000 am 22 Jun 2016 12:37:16

Nordmobil hat geschrieben:3) ....aber ich bin z.B. als Leiter F&E in einer großen Gruppe tätig, wo ich gerne bis 20 / 21 Uhr im Büro sitzen darf. Da geht mir das jetzt langsam schon an die Substanz, dass ich mir von Mitarbeitern des Händlerbereichs anhören darf: Wissen Sie, ich mache derzeit schon Überstunden...


Ich habe mal mit Absicht Deine Absätze zwei und drei vertauscht....

.... die Aussage zu den Überstunden ist natürlich dämlich, so was sagt man zu keinem Kunden....

Nordmobil hat geschrieben:2) ....versuche daher seit Wochen zunächst durch telefonisch VERBINDLICHE Kontaktaufnahme, einen verbündeten Partner für mein Reisemobil zu finden, dem ich dann (die Arbeit erleichternd) eine bereits ausgearbeitete Liste zumailen kann, damit ich am Telefon nicht anfangen muss, die Bestellnummern runter zu rattern.


.... aber hast Du schon mal daran gedacht, dass es sich hier um keine hochwissenschaftliche High-Tech-Branche handelt, sondern um grösstenteils bodenständige Betriebe, wo die Leute eine handwerkliche Ausbildung haben. Ich unterstelle mal aufgrund Deiner Position, dass Du eine akademische Ausbildung hast. Kann es sein, dass Ihr aneinander vorbeiredet, weil Ihr "unterschiedliche Sprachen" sprecht?

Aber egal, an einem persönlichen Meeting führt kein Weg vorbei, keine Ahnung warum das bei Dir nicht klappt! :nixweiss:

Tinduck am 22 Jun 2016 13:19:37

Wie schon weiter oben empfohlen, geh zum Individualausbauer bzw. Kleinserienfertiger, die haben da eine andere Einstellung. Leider auch andere Preise, aber man bekommt, was man bezahlt.

bis denn,

Uwe

hampshire am 22 Jun 2016 14:02:10

Nordmobil hat geschrieben:Einfach Erfahrungen, die ich berichten kann und eine derzeit wirklich einseitige Machtposition der Händler zeigen (Ausnutzung der guten Marktsituation). Schön, dass man dann als Rat noch reingedrückt bekommt, an sich selbst die Fehler dieser Situation zu suchen.


Hallo Nordmobil,

ich kann keinen Fehler bei Deinem Vorgehen feststellen. Es ist logisch nachvollziehbar. Nur funktioniert dieses Vorgehen offensichtlich nicht. Du analysierst, dass eine Marktlage herrsche, in der Händler eine einseitige Machtposition hätten.
Pragmatisch wäre ein Strategiewechsel.

oder anders:
Stell Dir vor, dass jemand mit einer gespeicherten Rufnummer immer einen Max ans Telefon bekommt, obwohl er einen Moritz erreichen will. Würdest Du ihm raten auf Max und Moritz zu schimpfen oder eine andere Rufnummer zu versuchen?

Grüße,
Max.

Nordmobil am 22 Jun 2016 14:22:24

Wird echt nicht deutlich, dass es sich um einen BoxLife 540 handelt, der bis auf eine Frage zum Fenster einfach nur eine normale Bestellung gemäß Knaus Liste darstellt?

Was soll ich damit bei einem Individualausbauer!!!!!

Es geht doch darum, dass im Umgang für die Anfrage von einem Angebot die Händler schon unangenehm werden, wenn Du begleitend zur Bestellung nur eine Frage hast.

Die Position im anziehenden Markt derzeit wird gnadenlos ausgenutzt.

1) Schon vor dem Boom wurde hier im Forum rumscharwenzelt, der 'arme' KaWa Verkäufer könne sich neben seinem harten Job und dem miesen Gehalt (O-Ton !! ) nicht auch noch in technische Fragen reinarbeiten.
2) Dann kam eine Erfahrung, wonach Hersteller offensichtlich dem Wachstum und den damit verstärkt automobilen Vorstellungen der neuen Kunden nicht ganz gewachsen waren. Oft Verweise auf den Handel, der es natürlich wieder eher gar nicht zu erklären wusste.
3) Jetzt haben wir den Boom und er ist voll uns ganz im Handel angekommen.

Wisst Ihr, den KaWa Verkäufer zwingt niemand, aus Prinzip Anfragen zu filtern, Kunden nach Nasenfaktor zu behandeln, Rabattfragestellungen ÜBERHAUPT ungehobelt und ohne weitere Erklärung durch Nichtstun zu 'beantworten', technische Fragen eines Neukunden garnicht erst klären zu wollen, nur weil ich nicht gleich persönlich bis 17.30 auf seinem Hof stehe um BITTE BITTE zu machen.

Wo sind wir hier eigentlich? Das nenne ich dann aber auch nicht mehr Vertrieb. Denn zu Vertrieb gehört auch in Zeiten des Booms eine Bandbreite des Umgangs mit Kunden.

Diesen Boom so eklatant auszuschlachten und wie hier zu lesen, Kunden mit Fug und Recht absichtlich ins Leere laufen zu lassen, weil es einfach nur eine Frage mehr gibt - unfassbar und nicht verzeihlich. Es dauert, aber diese Art und Weise wird sich nicht auszahlen.

Wäre jemand von denen, die hier so patzig antworten, sie würden nur noch Rentner mit 3% Rabatt bedienen, bei mir in der Gruppe angestellt, ich würde sie ob dieser Arbeitsauffassung rausschmeißen. Fristlos.

Es spult einen doch nur noch auf, wenn hier durch die Bank weg unsachliche Antworten zu einem tatsächlich vorhandenen Sachverhalt gegeben werden - hier hat schon mal jemand behauptet, wozu eine Dusche überhaupt wasserfest gebaut sein müsse, wenn er selbst und einige andere im Forum doch sowieso nicht duschen würden! Ist das die Art, wie man in einem Forum mit Leuten umgehen sollte, die am Markt Erfahrungen ausgesetzt sind, die aufrichtiger Weise tatsächlich so schlimm sind derzeit?

Wenn ich herausbekomme, wer welchem Händler zugehörig so abgezockt Meinungen postet, er würde sich eh keine Mühe geben und wozu solle er eine normale Anfrage bearbeiten, wenn damit eine zusätzliche Frage verbunden sei... dann gibt es endlich auch dort das Gespräch vor Ort. Auch und gerade mit redaktioneller Unterstützung. So langsam biegen sich die Teilnehmer der Branche den Weg ganz nach ihren eigenen Wünschen, dass es schon verwerflich scheint, als Kunde überhaupt noch irgend etwas fragen oder kaufen zu wollen.

Ich bin durch hier.

Nordmobil am 22 Jun 2016 14:24:10

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden.



Strategiewechsel??????? ICH WILL EIN ANGEBOT

hampshire am 22 Jun 2016 16:03:54

Nordmobil hat geschrieben:Strategiewechsel??????? ICH WILL EIN ANGEBOT


... und bekommst keins (wie Du berichtest). Und da Du die Händler gerade nicht ändern kannst kannst Du es entweder auf dieselbe Art weiter probieren, es einfach lassen oder Dir etwas Neues einfallen lassen. "Strategiewechsel" ist zugegebenermaßen ein hochtrabendes Wort für diese einfache Sache.

willi_chic am 22 Jun 2016 16:31:33

Nordmobil hat geschrieben:Strategiewechsel??????? ICH WILL EIN ANGEBOT

ok, Du willst also unbedingt den BoxLife, und ich hoffe Du hast bei den bereits besuchten Händlern gute Miene zum bösen Spiel gemacht, denn sonst bist dort bereits "verbrannt"


grüße klaus

cbra am 22 Jun 2016 16:58:16

Ich kann den Ärger des TE sehr gut verstehen.

bei mir würde das allerdings dazu führen dass ich mir ein anderes produkt suchen würde, weil ich mich jedesmal ärgere wenn ich das logo oder so sehe und an den kauf erinnert werde.

alternativen? - vergleichbares modell vom wettbewerb, kauf im ausland (falls die händler da freundlicher sind), anfrage ans werk, kauf verschieben und erstmal leihen,....je nach kompromissbereitschaft, aber solche verar...e würde ich auch nicht akzeptieren.

und ich frage viel per email an, durchaus strukturiert (jetzt mal keine fertigen womos weil selbstbauer) und i.a. bekomme ich immer eine antwort. aktuell gerade votronic- sehr gute beratung etc. - und die sind auch in GER und haben sicher auch viel zu tun.

teuchmc am 22 Jun 2016 22:54:15

Moin NM!Bleib doch mal locker...jibt nur Blutdruck.Da Du ja Dein Kfz.schon fertig ,laut möglicher Zubehör-Liste,konfiguriert hast,bleibt ja nur die "Fenster"-Frage,wenn ich das richtig verstanden habe.Da dieser Punkt nicht unwichtig ist für Dich,bleibt wohl nur ein persönlicher Besuch bei den Händlern um diesen Sachverhalt zu klären(Ja/Nein machbar) bzw.sogar eine andere Modellvariante/Ausstattung doch zu bevorzugen/in die Entscheidungsfindung ein zubeziehen o.ä..
Ob die Händler alle "satt" sind,will ich nicht beurteilen,aber es ist schon so wie es weiter vorne anklang.Viele sind "Einzelkämpfer"und eher "Handwerker" und ein Womo ist,egal ob von "Stange"oder vom "Individualisten" ,doch was persönlicheres wie einfach nur ein XY-Pkw.
Schönen Abend weiterhin.Uwe

StefanDe am 22 Jun 2016 23:00:31

Eine mögliche Frage (passend formuliert) an den Händler könnte auch sinngemäß lauten:
"Was muss ich tun, damit ich von dir ein Angebot bekomme?"

getreu dem Grundsatz: Was brauchst du von mir, damit du tust, was ich von dir will?
Bitte nicht falsch verstehen, funktioniert aber ganz oft, wenn Menschen auf Menschen treffen.

VG Stefan

nanniruffo am 23 Jun 2016 10:08:38

Da es sich ja um ein Euro 6 Fahrzeug handeln soll, frage ich mich, ob die Händler denn überhaupt schon in der Lage sind, dafür Preiskalkulationen vorzunehmen. Unser Händler ist jedenfalls noch nicht in der Lage ein Euro-6 Fahrzeug zu kalkulieren, da die Preisinfo´s seines Herstellers noch nicht raus sind.

Tom

Nordmobil am 23 Jun 2016 11:03:49

Ich bin noch einmal hier, um wenigstens für spätere Themeneinsteiger mit offenen Fragen oder ggf. auch Personen der Branche selbst ein exemplarisches, echtes Erlebnis der Angebotsphase offenlegen - etwas, das sich genau wie folgt zugetragen hat:

Kunde mit Frau und Kleinkind möchte vom Familienbus den Schritt zum nächstgrößeren Freizeitmobil wagen.

Da das neue Fahrzeug den Bus auch im Alltag ersetzen soll, setzt der Kunde die Größe auf max. 5,40m fest.

Nach viel Recherche bleibt der jungen Familie eine Entscheidung zwischen entweder:
A) beim Bus bleiben, diesen jedoch mit Campingausbau --> von Interesse war der Westfalia Club Joker City mit 4Motion
oder
B) zur 540er KaWa-Klasse auf Ducato wechseln --> von Interesse war der Knaus BoxLife 540

Lösung A) würde eine Menge an weiteren Kompromissen wie im Bus zuvor bedeuten, Lösung B) wäre für den Einsatz auch im Alltag schon eine ziemliche Hausnummer, hätte aber ein unfassbares Maß an zusätzlichem Freizeitwert ggü. Bus.
Dass dies wegen der Alltagstauglichkeit einen etwas höheren Aufwand an Fragen zur Tauglichkeit, Qualität und Ausführung mitbringt, dürfte klar sein, denn es geht auch um automobilen Ersatz. Wie ich aus verschiedenen Quellen der Hersteller erfahren konnte / durfte, ist dieses Marktsegment unter enormer Beobachtung und voller Planung im Hintergrund.

Daher greift der übliche Ansatz der Marketing-Interesse-Nachfrage-Angebot-Kette aus dem Bereich der z.B. 7m Alkovenmobile hier nirgendwo. Auch die sonst übliche Beratung ist dort anders anzusetzen.

Ohne jetzt weiter auf Unterschiede zwischen A) und B) einzugehen, kam es also zu ernsten Fragen über den Westfalia Club Joker City.
Kurzer Knackpunkt war am Ende:
Da das Fzg. im Heck über eine Küche und Bordtoilette verfügt, dort das Aufstelldach (nicht Hochdach) den benötigten Freiraum zur Verfügung stellt, ergab sich die Frage, ob der Stoffbalg des Aufstelldaches wetterfest bzw. regendicht sei. (Anmerkung: wenn nicht wetterfest, dann kann alles im Heck, das obere Bett für die Eltern und somit eigentlich das ganze Fahrzeug nur sehr eingeschränkt benutzt werden - denn Surf-Wassersport = Küste = wechselndes Wetter = regelmäßig Regen)

Die Leere in den Augen des Verkäufers...

OK, Anruf beim Hersteller. Westfalia machte durch die Dame im Vertrieb mehr als deutlich, dass Anfragen durch Endkunden beim Hersteller ausdrücklich nicht zur gewünschten Vorgehensweise gehören. Verweis an die Händler, diese seien IN ALLEN FRAGEN geschult und jederzeit in der Lage, derartige Fragen zu beantworten. Übrigens wollte man dort auch nicht zum Vertrieb durchstellen. Und ja, das kann hier wieder jeder verstehen - ich weiß. Dennoch löst es nicht die Frage.

Zurück zum Händler: er habe da keine Info zu bekommen und könne es nicht sagen. 'Annofüsich müsste dat gehen - der Kallefornia sei ja auch wasserdicht'. Anmerkung: Der California ist ausreichend undicht (Der Balg ist aus Baumwolle gefertigt, Imprägnierung erzeugt kein Abperlen oder sonstige Effekte bei Regen; ich bin so oft nass geworden, dass mir genau das reicht).

Nächster Händler: Keine Ahnung, es gäbe da ja auch andere Modelle.

Nächster Händler: Keine Ahnung und vor allem spürbar keinen Bock.

Nochmaliger Kontakt zu Westfalia: Diskussion darüber, dass laut Meinung Westfalia die Händler alles wissen, gar wissen müssten und es nicht sein könne, dass dies über den Hersteller laufen müsse.

Als Reaktion darauf die Suche nach Hilfe im Internet.

Hier im Forum dann erneut eine Klatsche nach der nächsten: man solle in solchen Fällen schließlich zum Individualbauer und - wie ich gerade hier jüngst erfahren durfte - sich an der eigenen Nase packen und sich ständig fragen, was ich selbst hierbei wohl die ganze Zeit falsch mache.

Dann zwischendurch hier im Forum immer wieder ein Abklatsch darauf, dass der allgemeine Womo-Verkäufer eigentlich nie für nix was könne, er sowieso unterbezahlt sei und sich DESHALB auch NICHT NOCH mit technischen Fragen auseinandersetzen könne.

Zum Schluss noch opportunistischer und billig-falscher Spott einiger hier gegenüber dem Thread-Eröffner, dass dieser nicht kapieren mag, ein Fall für den Individualausbauer zu sein.

Zu Beginn bis zum Ende stand bei dieser einen Geschichte für die Kategorie des Club Joker City die Frage offen, ob man das Ding bei Schlechtwetter normal nutzen kann.

Ich habe dann über unendliche Umwege erfahren, dass es bis dato nicht möglich scheint, einen Balg für ein Aufstelldach so zu fertigen, dass man das Fahrzeug auch dafür nutzen kann, wofür es ursprünglich VERKAUFT werden soll. Die Kiste ist nicht wetterfest.

Abschließend für dieses Modell gehören auch solche Erfahrungen zu der Aussage, dass selbst die Hersteller im Moment immer noch bemerkenswert hemdsärmelig kurzgedacht agieren und z.B. 70.000€ für ein Fahrzeug aufrufen, welches nur unter entsprechenden Einschränkungen voll nutzbar ist.

Für diese Forum heißt das: es kommt jemand, der hatte einfach nur eine Frage und die war verd.... nochmal NORMAL.

Und es liegt nicht am Fragenden, dass all diese Verfehlungen passieren.

Wenn diese Fragen nicht gestellt werden dürfen und gleich zu Beginn schon eine Kette von inakzeptablen Zuständen auslösen, dann kann man sich die Frage stellen, ob der Markt der Freizeit- & Reisemobile nicht einen generellen strukturellen Relaunch bis in die Etagen der jeweiligen Organe nötig hat.

Das war nur EIN reales Beispiel. Es wiederholt sich beliebig und wird größer, je mehr man einfach nur Fragen zur Unterscheidung der Wettbewerbsprodukte hat - sei es Dämmung, Dusche oder Platz am Tisch der Dinette.

Und ganz zum Schluss melden sich in diesem Thread Vertriebler der Händlerszene zu Wort und brüsten sich damit auch noch, dass es nun auch noch normal sei, für ein simples Angebot (ohne dass zuvor der Vertriebler mal eine effektive Beratung geleistet hätte) als Kunde auch noch BITTE BITTE machen zu müssen! Wer dann im Job so viel Stress hat, dass er es nicht bis zu den Öffnungszeiten der Händler schafft, bekommt dann gar keine Antwort mehr.

Wie schrieb einer zum Schluss hier: er würde ganz ehrlich lieber Rentner mit ganzen 3% Rabatt abspeisen.

Abstoßende (grenzenlos) Eindrücke, was hier in so einem Forum aufplatzt, wenn man die Realität an einigen Stellen aufkratzt.

Tschüs bis zu neuen Zeiten

nanniruffo am 23 Jun 2016 11:30:16

Also, jetzt wird es aber schon ein wenig kompliziert. Worüber sollen wir uns denn jetzt unterhalten. Über Knaus Boxlife, oder Westfalia oder vielleicht doch besser VW California. Was war denn das ursprüngliche Thema ? Kein Angebot zu bekommen oder das nicht wetterfeste Dach des California. Ich glaube im Augenblick wird alles durcheinander gewirbelt.

Ich glaube aus den ganzen TE-Beiträgen spricht eher ein genereller Branchen- und Händlerfrust. Und wenn der die Basis für die Kommunikation mit den Händlern ist, scheint mir unter Umständen die eine oder andere Reaktion etwas verständlich.

Tom

silent1 am 23 Jun 2016 11:32:58

Es geht doch nichts über glückliche und zufriedene Menschen :? .

tztz2000 am 23 Jun 2016 11:48:30

Nordmobil hat geschrieben:Abstoßende (grenzenlos) Eindrücke, was hier in so einem Forum aufplatzt, wenn man die Realität an einigen Stellen aufkratzt.

Ja, die Realität ist abstossend.... je nach Sichtweise und Blickwinkel.

Du hast genügend Hinweise bekommen, mach' was draus!

Gast am 23 Jun 2016 11:51:21

Mein Opa hat mir beigebracht:
"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."
Er hat Recht gehabt, wie sich auch an der Spirale der verbalen Ausfälle zeigt.

rkopka am 23 Jun 2016 11:52:34

nanniruffo hat geschrieben: Kein Angebot zu bekommen oder das nicht wetterfeste Dach des California. Ich glaube im Augenblick wird alles durcheinander gewirbelt.

Nein. Es geht eher um die nicht zu bekommende Information darüber. Der Hersteller schiebt es auf die Händler, die wiederum keine Ahnung haben (laut Beitrag) und entweder selber keine Antworten bekommen oder zu faul sind sie sich zu holen.
Das mit dem "Fach"personal findet man ja inzwischen in vielen Bereichen. Wenn man dem Händler erst mal erklären muß, was man will, und daß er das sogar verkauft, und warum das andere für einen gar nicht infrage kommt.

Ich glaube aus den ganzen TE-Beiträgen spricht eher ein genereller Branchen- und Händlerfrust. Und wenn der die Basis für die Kommunikation mit den Händlern ist, scheint mir unter Umständen die eine oder andere Reaktion etwas verständlich.

Eher andersherum. Woher kommt wohl der Frust ? Eben aus der Kommunikation.

RK

nanniruffo am 23 Jun 2016 12:07:02

Spannungen und Missverständnisse entstehen nicht immer nur durch eine Seite. Ich habe 30 Jahre in der ähnlichen PKW-Handelsbranche gearbeitet und in keinem einzelnen strittigen Fall war nur eine Seite schuldig.

Tom

teuchmc am 23 Jun 2016 12:08:26

Moin NM!Wirst es vermutlich eh nicht lesen,weil Du ja mit Deinem letzten Beitrag das Thema für beendet erklärt hast.Oder lese ich das falsch?
Zum ClubJoker.Den Sachverhalt"Dichtigkeit AD-Balg" sollte ein Verkäufer schon wissen,wenn er denn geschult worden ist.Bei vielen Händlern ist das Thema"Freizeitmobile" eher ne Stiefmutter-Sache.Eine FORD-Händler-"Kette"umme Ecke hat deswegen z.B.meines Wissens nach extra eine Filiale für die Nuggets etc.,die an die Nfz-"Haupt"-Filiale angeschlossen ist.Ob man da immer befriedigend Auskunft bekommt sei jetzt dahin gestellt,aber zumindest hast Du da keinen PKW-Verkäufer der nebenbei noch Nuggets verkaufen darf/soll/muß.Das jetzt nur mal als Beispiel.
Was ich nicht verstehe ist, daß Du hier ALLE für bescheuert erklärst,nur weil man nicht Deiner Meinung ist.Wenn dieses Auftreten generell so ist,brauch man sich aber auch nicht wundern, wenn"....da gebe ich doch lieber nen Rentnerehepaar 3% o.ä...." bei rauskommen.Sicherlich geht es hier nicht um "2markfuffzisch ausse Portokasse"sondern um richtig Kohle, aber eine gewisse Entspanntheit sollte doch da sein.Leben und Leben lassen.Oder bist Du auf der Flucht o.ä.?Oder bist Du nur sauer,weil aufgrund der Marktlage/Situation Du Dein Wunschmobil nicht sofort und jetzt und gleich bekommst?Du darfst einfach nicht vergessen,daß selbst Knaus und Co.eigentlich auch "nur" Handwerksbetriebe sind,welche in einer Art Serienfertigung ohne Roboterhilfe nur mit handwerklicher Arbeit alle diese Mobile mit individuellen Besonderheiten fertigen.
Sonnigen Tach weiterhin.Uwe

tztz2000 am 23 Jun 2016 12:23:15

Der TE hatte uns vor Weihnachten schon mit einem Thread zum Knaus Boxlife beglückt....
--> Link

.... damals hatte er sich schmollend zurückgezogen.

Zum Individualausbauer will er offenbar nicht (Kostengründe? :nixweiss: ) und die Grossserienhersteller bauen ihm seine Sonderwünsche nicht.
Also dann, Ansprüche zurückschrauben oder mehr Geld in die Hand nehmen.

topolino666 am 23 Jun 2016 13:35:07

Ganz anders als der TE empfinde ich die Caravanindustrie als sehr kundenoffen und durchlässig.

Ich nehme als erstes Beispiel die Zubehörlieferanten:

Kühlschrank defekt? Dometic schreibt hier im Forum mit, bietet einen Telefonsupport und verschickt(e?) recht offen Ersatzteile. Als Beispiel habe ICH schon die Kühlschrankverriegelung erhalten.

Heizung defekt? Truma betreibt in Putzbrunn ein Kundencenter in dem Endkunden betreut werden. ICH habe dort einen Heizungsumbau und ein neues Rückschlagventil erhalten.

War von Euch als Gegenbeispiel schon jemand mit dem PKW bei Conti wenn der Fensterheber nicht tut was er soll oder bei Lear wenn der Autositz wackelt?

Weiteres Beispiel sind die Kundencenter der Hersteller: meist direkt am Werk werden hier Endkunden betreut. ICH kenne das Servicecenter von Dethleffs in Isny, hier habe ich von Abdeckkappen über neue Schrankscharniere bis zu diversen Klappen erhalten.

Verkauf: Auch Dethleffs als Beispiel betreibt am Werk in Isny ein Beratungs- und Konfigurationszentrum, kurze Wege, bekannte Ansprechpartner für Sonderwünsche, nur den Vertragsabschluss mit dem angedachten Fahrzeug unterschreibt dann noch ein Händler.

Gast am 23 Jun 2016 15:26:33

tztz2000 hat geschrieben:Der TE hatte uns vor Weihnachten schon mit einem Thread zum Knaus Boxlife beglückt....

Zum Individualausbauer will er offenbar nicht (Kostengründe? :nixweiss: ) und die Grossserienhersteller bauen ihm seine Sonderwünsche nicht.


Danke für den Hinweis, auch dieser Thread spricht für sich. Hätte ich das vorher gelesen, wäre mir jedes Wort zu schade gewesen.
Unreflektiertes Geschimpfe kann ich mir ebenso ersparen wie die Drohung "rausgeschmissen zu werden" :lol: .

willi_chic am 23 Jun 2016 19:33:10

Nordmobil hat geschrieben: Wer dann im Job so viel Stress hat, dass er es nicht bis zu den Öffnungszeiten der Händler schafft.......

ich würde das Argument verstehen wenn es um die Anschaffung eines Staubsaugers ginge, aber hier reden wir über eine Anschaffung in der Größenordnung von 50.000 €.....
mag jeder sehen wie er sein Leben auf die Reihe bringt, ist einfach nur meine Meinung

grüße klaus

hampshire am 24 Jun 2016 11:00:06

Frust verstanden.

Keine Rückmeldung auf eine Angebotsanfrage ist frustrierend.
Keine Antworten auf Fragen zum Kauf zu bekommen ist frustrierend (und jede Frage zum Produkt muss erlaubt sein)
Anforderungen zu haben, die vom Markt nicht ausreichend bedient werden ist frustrierend.
Bei Äußerung des Frustes im Forum eine erhoffte Solidarität nicht zu erhalten ist frustrierend.

Emotional bin ich voll beim TE.

Aus einer anderen Branche kenne ich folgendes Verhalten: Prinzipiell konkurrierende Händler desselben Herstellers lernen sich bei diversen Gelegenheiten kennen und tauschen sich aus. Hersteller fördern diese Treffen mit dem Ziel der Markenbindung, Vertiefung der Partnerschaft und Erhalt eines hohen Preisniveaus. Es entsteht eine Community, die am Markt im Wettbewerb auftritt und sich dennoch gut austauscht. Nun kommt eine detaillierte Preisanfrage von einem Unbekannten. Man greift zum Telefon - nicht etwa den Unbekannten anzurufen, sondern beim Kollegen zu fragen "Hast Du die auch bekommen?". Hat er auch und noch ein weiterer. Der Verdacht entsteht, dass die Händler untereinander ausgespielt werden sollen. Es gibt so viele dieser Fälle. Unabhängig davon mit welcher Absicht der Unbekannte seine Anfrage startete kommt diese in den Schredder. Die Absatzchance wird gering eingeschätzt.

Ich hatte in den 90ern einen Einzelhandel mit sehr hochwertigen Produkten in der Preisklasse von günstigen Wohnmobilen - ebenfalls in vergleichsweise geringen Stückzahlen. Wir Händler waren in überschaubarer Zahl kannten uns. Keiner hatte Interesse an einem Preisverfall. Anfragen an mehrere von uns wurden ignoriert. Interessenten, die überall aufschlugen waren bekannt und wir zugen es vor unsere Zeit in andere Interessenten zu investieren. Unsere Differenzierung lag in der geografischen Lage, Serviceangebot, Beratungskompetenz, Flair und Persönlichkeit - nicht im Produkt.

Mit diesem Hintergrund möchte ich helfen die eine oder andere Händlerreaktion einordnen zu können.

Tinduck am 24 Jun 2016 11:07:03

Ich weiss, das sowas auf vielen Ebenen abläuft. Get together und Kumpanei sind auch OK.

Aber spätestens Deine Anmerkung zum Preisniveau macht das kartell- und damit strafrechtlich relevant... dabei sollte man sich besser nicht erwischen lassen.

bis denn,

Uwe

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