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Schadet der Wechselstrom eines Generators der Elektronik?


DigiMik am 03 Jul 2016 01:23:53

Moinsen,

hab ja sonst immer eine Antwort parat, aber nun... ;-)

Ich denke darüber nach, mir so als Notfallösung für den Winter einen Generator zuzulegen.
In einigen Urlauben in Asien hatten einige Ladegeräte den Geist aufgegeben. Ursache: Die kleinen Resorts werden mit Generatoren betrieben, angeblich 230 V - 50 hz, trotzdem...
Ein Bekannter hatte sich mit einem Generator seine teure Blitzanlage ruiniert.

Da mache ich mir ein wenig Sorgen um Laderegler & Co.
Gibt es da etwas zu Beachten? Besondere Anforderungen an den Generator? Erfahrung?

Danke euch und LG
Mikesch

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tztz2000 am 03 Jul 2016 07:36:23

Moin Mikesch,

ich hatte mir im Hinblick auf den Kauf eines Moppels (den ich allerdings bis heute nicht habe) den Calira (heute Truma) Netzprotektor NP 3000 in unseren Kasten einbauen lassen. Der hat damals einen guten Hunni gekostet.
--> Link

Es gab schon Threads zu dem Thema:
--> Link
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andwein am 03 Jul 2016 10:53:10

DigiMik hat geschrieben:Ein Bekannter hatte sich mit einem Generator seine teure Blitzanlage ruiniert.
Da mache ich mir ein wenig Sorgen um Laderegler & Co.Danke euch und LG Mikesch

Kaufe dir einen "Überspannungsschutz (Conrad 15-60€) und schalte ihn (je nach Ausführung) in die Eingangsleitung des Womos direkt hinter den CEE-Anschluss oder stecke in ein eine beliebige Netzsteckdose im Womo. Das kappt eventuelle Überspannungsspitzen des Generators oder des CP-Landstroms.
Gruß Andreas

DigiMik am 03 Jul 2016 15:23:30

Danke euch!
Wenn das alles ist um meine Sorgen zu vertreiben :-)

LG Mikesch

felix52 am 04 Jul 2016 20:07:41

Ich schalte den Generator über ein separates Ladegerät ohne Ladeelektronik direkt auf die Batterie.
Also unter Umgehung des EBL. Leitungskosten spare ich mir durch Direktanschluss am WR 12 V.
Dann kann ich zusätzlich auch mit Landstrom laden, wenn es mal schnell gehen muss.

Grüsse :)

jesse69 am 04 Jul 2016 20:43:39

Elektrogeräte mit eingebauter Elektronik nur an vernüftigen Stromaggregaten mit Inverter Technologie betreiben.
Z.B Honda EU10 oder EU20 oder ähnliches.
VG
Jesse

kintzi am 05 Jul 2016 06:32:53

Jesse hat recht !! Zusätzlich sollte man aber noch beachten: An's Bordnetz zuschalten erst, wenn der zunächst kalte Motor gut rund läuft.
Kann man mit schalterbewehrter Dreifach-Dose gut machen. Eingang ins Womo über CEE oder fest verdrahtet über spezielles Relais. Mache ich schon
seit 10 J mit Honda 20i so, an der gesamten aufgerüsteten Bordelektrik/elektronik noch nie etwas gewesen trotz keiner weiteren Schutzmaßnahmen.
Moppel mit Klimaanlage (freistehend) war eine Wohltat in d. Algarve u. Andalusien bei tags bis 36 u. nachts bei 26°C bei gelegentlicher feuchter Treibhausluft. Motorklima auch unverzichtbar während der Fahrt. Gr. Richi

xbmcg am 05 Jul 2016 09:01:22

Moderne Netzteile sollten das problemlos abkönnen. Wenn Du trotzdem Sorgen hast, hilft ein Netzfilter mit Überspannungs-
und Unterspannungsschutz. Schadet auch bei Landstrom nicht, auch da kann der Blitz mal einschlagen oder
Spannungsspitzen beim Ein - und Ausschalten von großen induktiven Lasten (Elektromotoren, Kompressoren etc.)
auftreten. Die Frequenz ist eher Nebensache, da sind schwankungen nicht ganz so kritisch, solange diese nicht
zur Zeitmessung verwendet wird (billige alte Wecker).

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Variophoenix am 05 Jul 2016 09:21:49

Oder der Victron Multiplus. Der hat bereits diese Selektierung integriert und ist auch auf eigene Bedürfnisse alles einstellbar wie Spannung Frequenz Zulässige Eingangspannung usw.

xbmcg am 05 Jul 2016 09:33:46

Ja, wenn Geld (und Platz) keine Rolex spielt, ist der Multiplus das Gerät der Wahl, auch als USV und zur Verstärkung
schwächelnder Landstromanschlüsse...

rkopka am 05 Jul 2016 09:36:50

felix52 hat geschrieben:Ich schalte den Generator über ein separates Ladegerät ohne Ladeelektronik direkt auf die Batterie.

Was ist ein Ladegerät ohne Elektronik (220V->12V) ? Das geht doch gar nicht !? Oder meinst du ein 12V Netzteil, das einfach nur eine fixe Spannung liefert ? Es wird ja wohl kaum eines der alten Ladegeräte sein, die nur einen Gleichrichter drin hatten und den Strom über einen verlustreichen Trafo "regelten".

xbmcg hat geschrieben:Moderne Netzteile sollten das problemlos abkönnen. Wenn Du trotzdem Sorgen hast, hilft ein Netzfilter mit Überspannungs-
und Unterspannungsschutz. Schadet auch bei Landstrom nicht, auch da kann der Blitz mal einschlagen oder
Spannungsspitzen beim Ein - und Ausschalten von großen induktiven Lasten

Die meisten habe einen Weitspannungsbereich. Andererseits sind manche so billig gebaut, daß man lieber vorsichtig sein sollte. Es kommt auch auf den Generator an. Ein moderener Inverter stellt da wohl kaum eine Gefahr dar. Die billigen Baumarktteile fast ohne Elektronik allerdings haben teilweise wilde Schwankungen auf der Spannung. Besonders wenn induktive Lasten oder Schaltnetzteile angeschlossen sind. Ich habe da schon über 350V gemessen. Die Schaltnetzteile haben es übrigens überlebt. Als einfache Abhilfe kann man eine ohmsche Last parallel anschließen, z.B. eine Glühlampe. Das verringert die Probleme massiv.

RK

DigiMik am 05 Jul 2016 13:11:16

jesse69 hat geschrieben:Elektrogeräte mit eingebauter Elektronik nur an vernüftigen Stromaggregaten mit Inverter Technologie betreiben.

Hier musste ich erst mal googln ;-)
Ich vermute mal, dass dies der Grund war, warum meine Netzteile und das Blitzgerät meines Kumpels drauf gegangen sind.
Die Sache mit der Frequenz scheint nicht unbedeutend zu sein, lese gerade auch von Problemen bei USA-Reisenden mit den 60 hz.

LG vom Mikesch

xbmcg am 05 Jul 2016 13:41:32

Die meisten Netzteile sind für 110V /60Hz und 220 / 250V 50Hz ausgeleht, die gehen normalerweise weltweit mit Steckeradapter.
Manche älteren Netzteile lassen sich von 110V auf 250V umschalten.

Die neueren Netzteile transformieren die Spannung nicht mit einem Trafo, sondern richten die Eingangsspannung gleich und zerhacken sie anschließend,
dann wird sie entsprechend herabgesetzt und wieder gleichgerichtet und geglättet (Schaltnetzteil). Das Zerhacken benutzt wesentlich höhere Frequenzen
als die Netzfrequenz, das hat den Vorteil, dass man sehr kleine Spulen für die Transformation mit Ferritkernen hernehmen kann, um große Leistungen
umzusetzen bei sehr kleiner Bauform und Gewicht, außerdem erreicht man bei passender Beschaltung eine große Eingangsspannungsbandbreite.

--> Link

andwein am 05 Jul 2016 14:06:06

DigiMik hat geschrieben: lese gerade auch von Problemen bei USA-Reisenden mit den 60 hz. LG vom Mikesch

Du bist aber nicht in den USA. Mach es nicht komplizierter als es ist. Überspannungsschutz installieren, fertisch
Gruß Andreas

sergiozh am 07 Jul 2016 00:02:52

Die firma schaudt hatte mir gesagt, dass für Ihre EBL braucht man ein SINUS inverter, um sie mit einem inverter zu versorgen.

Deshalb denke ich dass es gut ist, wenn der generator sinuswellige strom liefert.

xbmcg am 07 Jul 2016 09:54:06

Das war doch gar nicht die Frage...

Die Wellenform vom Generator hat doch mit der Frequenzfestigkeit / Toleranz oder Spannungsspitzen beim Hochfahren nichts zu tun.
Alle elektronischen Geräte mit modernen Netzteilen freuen sich über Sinus-Wellen, nur Ohmische Lasten, wie Glühbirnen etc.
sind für modifizierte Wellen (Rechteck, Trapez) geeignet.

Natürlich sollte ein Generator eine reine Sinuswelle liefern.

felix52 am 07 Jul 2016 20:23:17

Ich wundere mich schon ein wenig..... :wink:

Glaubt ihr im Ernst, dass ein Inverter, den ich ja auch betreibe, ausserhalb der Optimal-Bedingungen, die üblicherweise im ECO-Modus, also deutlich unterhalb
der versprochenen Maximal-Leistung stattfinden, keine Spannungsschwankungen verursachen? Und genau hier liegt der Unterschied.
Schon bei geringer Belastung ausserhalb des Eco-Modus läuft ein Generator unrund und akkustisch diesbezüglich deutlich wahrnehmbarschwankend.
Bei mir im Bereich unterhalb von 1000 W zwischen 140 und 270 V. Das hatte ich schon berichtet. Ansonsten wird zuerst der Inverter des Generators zerstört.
Honda mag da als anerkannte Premiummarke durchaus eine Ausnahme sein.
Und meinen Vorschlag dazu, wie man einen kleinen 8 KG leichten, sehr leisen Generator einsetzen kann, hatte ich ja schon vor 5 Jahren mitgeteilt.
Für mich passt das. Mit ordentlicher Batteriekapazität ist es durchaus sinnvoll, einen leise laufenden Mini-Generator über ein 230V / 12 V Ladegerät
vor sich hinbrummeln zu lassen. Ich brauche sowas nur im Winter. Am besten in einer schallschluckenden Schneekuhle... :ja:
Grüsse
Felix52

rkopka am 07 Jul 2016 20:48:21

felix52 hat geschrieben:Glaubt ihr im Ernst, dass ein Inverter, den ich ja auch betreibe, ausserhalb der Optimal-Bedingungen, die üblicherweise im ECO-Modus, also deutlich unterhalb
der versprochenen Maximal-Leistung stattfinden, keine Spannungsschwankungen verursachen?

Also mein Generator - eine günstigere Variante vom Honda mit 900W und weniger als dem halben Preis - hat einen ECO Modus, wo die Drehzahl schwankt und einen normalen, wo er immer auf Maximaldrehzahl bleibt.
Schon bei geringer Belastung ausserhalb des Eco-Modus läuft ein Generator unrund und akkustisch diesbezüglich deutlich wahrnehmbarschwankend.

Unrund läuft meiner eigentlich nicht, aber im ECO Modus ohne Volllast schwankt die Drehzahl schon. Allerdings bleibt die Spannung fix, wie ich an einem Meßgerät sehen konnte. Selbst bei starken Belastungsänderungen sieht man kaum mehr als 1V Schwankung. Auch wenn man sehr kurze Änderungen so natürlich nicht sieht.

Ansonsten wird zuerst der Inverter des Generators zerstört.

Das kapier ich nicht. Ansonsten von was ? Und warum sollte der Inverter zerstört werden. Der hat doch seine Sicherheitsschaltungen. Da wäre die Auslegung schon sehr mies, wenn er vom eigenen Generator zerstört werden könnte. Und was sollte nach dessen Zerstörung denn noch kommen ?

RK

kintzi am 09 Jul 2016 12:51:40

Das mit der Zerstörung ist Quatsch. Ein Qualitätsinverter , wie bei Honda-Gen. eingebaut, hält unter allen Umständen Spannung u. Frequenz konstant, unabhängig v. der Drehzahl , es sei denn, die mech. Leistungsabgabe des Motores an die "Stromerzeugungsmaschine " /Dynamo reicht nicht aus, dann schaltet er das System ab. Bei Kurzschluß oder Überlast im 230V-Ausgang fliegt der implementierte LS u. im geregelten Betrieb (Drehzahl nach elektr. Leistungsanforderung) geht der Motor in Standgas. Resetten durch Abstellen u. neu Anlassen, so macht es wenigstens mein 20i. Gr. Richi

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