Caravan
anhaengerkupplung

Aussteigen in ein Wohnmobil 1, 2, 3, 4


ArneD am 08 Jul 2016 06:58:16

Hallo und einen schönen guten Morgen!

Ich heiße Arne und lebe mit meiner Frau Manuela in Norddeutschland. Wir sind beide Anfang vierzig und aufgrund unseres Rheumas mittlerweile berentet. Beide haben wir ein Auskommen und sind relativ frei.
Ein auf den ersten Blick beneidenswerter Zustand, den wir aber mir unserer Gesundheit bezahlen. Meine Frau ist mittlerweile fast blind...
Das nur zur Info zu unserer Person. Ich bin von Beruf Krankenpfleger und meine Frau hat Mathematik studiert.

Seit langem überlegen wir alternative Lebensweisen. Ich kannte damals Leute einer Wagenburg, in Oldenburg am Stau. Die wurden aber auch an den Stadtrand verbannt, da sie auf einem lukrativem Innenstadtgrundstück standen.
Auch das Leben in einer Wohngemeinschaft auf einem Resthof wäre interessant.

Nachdem meine Rente dauerhaft wurde, kam uns die Idee, nach Spanien/Portugal auszuwandern. Hätte aber wieder Nachteile für uns.

So kam uns zu guter Letzt die für uns optimale Lösung, ein vollintegriertes WoMo zu kaufen. Da hätten wir Komfort und Flexibilität.
Meine Frau ist gerne in der Bretagne, ist auf Dauer aber zu kühl. So hätten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Noch als Info: Meine Frau und ich leben seit 11 Jahren zusammen und seit mehreren Jahren 24/7 ohne Pause. Wir sind wie eine Einheit
und sind bescheiden. Wir brauchen nicht viel. Ausserdem ist meine Frau robust und ist nicht so zimperlich wie man vielleicht denken könnte.
Ich darf über 3,5t fahren (kann ich auch :wink: ) und habe handwerkliches Geschick

Für uns sind die monatlichen Fixkosten interessant. Natürlich sind diese in Teilen sehr individuell und hängen vom Verhalten der Reisenden ab. Logisch. Im Netz finde ich auch einiges dazu. Aber trotzdem möchte ich den Thread mit dieser Frage eröffnen.
Welche durchschnittlichen Werte +/- wären zu erwarten?
Ein WoMo würden wir neu kaufen . 85k inkl. Extras sind wohl unsere Schallgrenze. Da gibt es schon interessante Modelle.
Im November schauen wir uns die CaravanBremen an. Ausserdem werden wir mal für ein-zwei Wochen ein WoMo mieten
um zu sehen, welche Anforderungen wir an ein WoMo stellen.

Es wird auch noch lange Dauern. Wir haben zwei Kater, denen werden wir keinen Stress antuen.
So haben wir Zeit genug um zu Planen. Da gibt es doch eine Menge zu bedenken.

Wir freuen uns über Eure Tipps und Hinweise. Auch habe ich bei den Herstellern immer wieder zwei Anbieter von Heiztechnik
gesehen. Auch die unterschiedlichen Wasser/Abwassersysteme und andere Extras brauchen eventuell einer Klärung. Auch Stromversorgung,
nötige Größe (der Batterieleistung), des Stauraums etc.

Gruß,

Arne

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Roman am 08 Jul 2016 07:26:06

Hallo Arne,

willkommen im Forum.

Das Thema ist nicht ganz neu und wird hier immer mal wieder diskutiert. Daher mein Tipp auch die Suchfunktion zu nutzen.

Hier mal zwei Links:

--> Link

--> Link

Da habt ihr für´s Wochenende schon mal etwas Lesestoff.... :wink:

Gruß
Roman

buschdie am 08 Jul 2016 08:18:14

Hi aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das Du in der Preisklasse nichts Neues für dauerhaften Aufenthalt finden wirst.Die meisten Marken Wohnmobile sind nicht dafür ausgelegt Möbelbau Betten und Polster sind nach kurzer Zeit der Dauerbewohnung Mangels Qualität der eingesetzten Materialien abgenutzt zerbrochen oder haben dann keine Funktion mehr.
Da brauchts dann schon etwas stabiles was wesentlich höher im Preis liegt.
Bedenke dabei das es nicht nur Sonnenschein und Warmes Wetter gibt,ausreichend Heizung (Warmwasserheizung ist dringend zu empfehlen) auch ausreichend Dimensionen der Tanks für Wasser,WC,Abwässer und Gas ist zu beachten.

Und es gibt noch viel mehr was es zu beachten gibt.Das fängt beim Wohnsitz einer Polizeilichen Meldung an.......

xbmcg am 08 Jul 2016 08:21:55

Interessanter Plan. Allerdings würde ich die Sache anders angehen. Ein nagelneues WoMo, VI, mit
allen Extres, die man für ein mobiles Leben braucht für 85k ist meiner Meinung nach nicht optimal,
nach einem Jahr ist es schon ein "altes" WoMo, und es kann eigentlich nur aus dem "Budget" - Anbieter
Kreis kommen, denn die robusteren Fahrzeuge kosten locker das 2-3 Fache.

Ich würde eher ein bis zwei Klassen höher ansetzen und mich nach einem guten Gebrauchten mit
einer soliden Basis umsehen. Die Fahrzeuge altern schnell und normalerweise sind sie als Reisemobile
konzipiert, mit vielen Kompromissen für einen mehrwöchigen Urlaub. Wenn man darin immer leben
will, hat man andere Ansprüche an die Technik. Die ganzen Habseligkeiten müssen mit, für alle
Jahreszeiten. Man legt andere Maßstäbe an an Wasser, Abwasser, Küche, Bad, WC, Energie. Oder wollt Ihr
Dauercamper werden auf einem Festen Platz mit Stromanschluß und Toiletten / Duschen in 200m Entfernung?
- Dann lieber ein Wohnwagen und das Geld für andere Dinge ausgeben.

Wie gesagt, nach kurzer Zeit ist das fabrikneue Fahrzeug genau so gebraucht, wie alle anderen,
die Garantie ist schnell Vergangenheit, was bleibt sind die hohen Wertverluste am Anfang und
ein Modell, das vielleicht den harten Anforderungen an ein dauerndes Leben im WoMo nicht erfüllt.

Ich würde ein robustes Fahrzeug wählen (IVECO Fahrgestell o.ä.) , das entsprechend groß ist und genug
Zuladung erlaubt, dann einen großen Gastank und Generator einbauen lassen, falls nicht vorhanden,
maximaler Solarausbau auf dem Dach, Kompressorkühlschrank + Kühltruhe einbauen, LiFeYPO4 Batterien
mit hoher Kapazität, große Frischwasser / Abwassertanks. Eventuell eine Kompost-toilette .
Damit sollte man 2 Wochen autark stehen können, ohne zur V/E fahren zu müssen. Ein neues Womo
fällt auch immer auf, Freistehen ist da eher schwierig und es zieht Langfinger an, denn es riecht nach
Geld. Ein älteres nicht mehr so frisch aussehendes Fahrzeug könnte weniger Ärger bedeuten. Unauffällige
Fahrzeuge sind für solche Aktionen unter Umständen besser geeignet.

In vielen südlichen Ländern ist das Freistehen ein Problem, die wollen ihre Campingplätze füllen und Geld
verdienen. Man muss sich also Regionen aussuchen, die noch nicht touristisch erschlossen sind und so
einigermaßen preiswert bewohnt werden können. Es gibt aber auch Campingplätze, die ganzjährig geöffnet
sind und man als Dauercamper bessere Konditionen bekommt. Wäre eine Alternative. Aber da ist auch wieder
der Anhänger besser, weil man mit dem Auto mobil bleibt.

Gast am 08 Jul 2016 08:21:55

Hallo, hier gab es bereits endlose Diskussionen, ein Fragesteller wollte sogar einen Kanonenofen zur Beheizung seines WOMO nutzen.
Heute glaube ich an einen Fake.

Hier eine strukturierte Übersicht durch "14qm", die es tatsächlich getan haben sollen.
--> Link

Mover am 08 Jul 2016 09:34:08

123daswars hat geschrieben: ... win Fragesteller wollte sogar einen Kanonenofen zur Beheizung seines WOMO nutzen.
Heute glaube ich an einen Fake.


Kanonenöfen in Wohnmobilen und in Wohnwagen sind nicht so selten wie man denkt.

Der erste Ansprechpartner ist der Bezirkschornsteinfeger.

Mit Holz heizen sorgt für ein angenehmes Raumklima.

xbmcg am 08 Jul 2016 09:39:53

Wenn ich das machen würde, würde ich mir einen alten Ami-WoMo-Bus mit Slideouts besorgen. Die sind gut isoliert,
haben jede Menge Stauraum und sind als Dauer-Bewohnbar von vielen Amis erprobt. 2 Klimaanlagen,
alternative Heizungen, Gastanks, große Kühlschränke, Generator, alles an Bord. Darin kann man wirklich wohnen.

markgraefin am 08 Jul 2016 10:09:53

Hallo Arne,
schön, dass du hierher gefunden hast.
Du wirst bestimmt deine Fragen beantwortrt bekommen und eine gute Vorbereitung ist
sicher auch richtig.
Viel Spaß in diesem Forum.

ArneD hat geschrieben:Im November schauen wir uns die CaravanBremen an.


Geht vielleicht auch Anfang September nach Düsseldorf. Dort bekommt man einen
großen überblick.

ArneD hat geschrieben:Ausserdem werden wir mal für ein-zwei Wochen ein WoMo mieten
um zu sehen, welche Anforderungen wir an ein WoMo stellen.


Das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
Damit kann man eine Menge Lehrgeld sparen.
Wir sind vom Alkoven über Teilintegrierten bei Integrierten gelandet und sehr zufrieden.
Leider haben wir nicht daran gedacht, dass es kaum Stauraum gibt.
Der Rolli muss deshalb auf den Fahrradständer.
Geht aber, er ist elektrisch.

ArneD hat geschrieben:Es wird auch noch lange Dauern. Wir haben zwei Kater, denen werden wir keinen Stress antuen.


Das haben wir auch immer gedacht.
Dann mussten wir vom Land in ein kleines Wohngebiet mit vielen Katzen, Hunden und Straßen umziehen.
Somit wollte ich unsere alte Katze nicht mehr raus lassen.
Nach einer Woche hat sie sich daran gewöhnt im Haus zu bleiben.
Statt dessen fährt sie jetzt im Wohnmobil mit.
Das Fahren findet sie nicht so toll, schläft aber inzwischen.
Wir fahren nie länger als drei - max. vier Stunden. Damit kommt sie gut klar.
Hauptsache ich bin da.

Zu den technischen Dingen können dir die Anderen hier sicher mehr sagen.

Aber als selbst Betroffene kann ich dir nur sagen : "Wartet nicht mit euren Träumen.
Das ist falsch, denn die Zeit ist absolut erbarmungslos und nichts ist schlimmer,
als sagen zu müssen "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meinen Traum ....."

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Suche.

Gruß
Markgräfin

Gogolo am 08 Jul 2016 10:24:42

Hallo Arne,

wir leben ca. 300 Tage/Jahr im Gogolobil und UNSERE Fixkosten sind im Schnitt rund 100€/Tag incl. Diesel, Fähren, Besichtigungen, Essen gehen und ggf. zwiwschendurch einmal ein CP.


Habe die Ehre

Gogolo

Flatus am 08 Jul 2016 10:34:20

Hallo Arne

Ich täte mir über das geeignete Wohnmobil keine allzu grossen Gedanken machen.
Besorgt euch irgend ein halbwegs intaktes und preiswertes Wohnmobil und fahrt los. Nach einiger Zeit unterwegs werdet ihr dann genauer wissen, wie euer ideales Wohnmobil ausschauen müsste. Und ob euch das Wohnmobilleben gefällt.

Gruss Flatus
.

X251 am 08 Jul 2016 11:31:01

Flatus hat recht. Auch nach meinen Erfahrungen (meine Frau und ich leben seit einigen Jahren dauerhaft im Wohnmobil) kann ich sagen, dass man gar nicht im Voraus wissen kann, was man braucht. Das ergibt sich erst mit der Zeit. Wir waren schon viele Jahre Wohnmobilbesitzer, bevor wir das Haus verkauft und in das Wohnmobil eingezogen sind und trotzdem hat sich gezeigt, dass viele Dinge so nicht machbar oder nutzbar sind, wie man das als Gelegenheitscamper gewöhnt ist. Das zeigen auch schon so manche Antworten hier. Beispiel: was manche Normalcamper für einen Fake halten, ist gängige Praxis: inzwischen haben wir in ganz Europa viele Menschen kennengelernt, die ebenfalls dauerhaft im Wohnmobil leben und die meisten, wirklich die allermeisten davon haben einen Holzofen im Wohnmobil. Und das sind nicht nur "arme Leute" die sich kein Gas leisten können, sondern wir haben auch schon wunderschöne "Mini-Kamine" gesehen, wo man abends in gemütlicher Runde mit einem Glas Wein davor sitzt und nebenbei köchelt die Suppe oben drauf.

Es kommt insbesondere aber darauf an, wie Du dir euer Wohnmobilleben vostellst. Auf Campingplätzen? Oder als Herumstreuner und Wildcamper? Das ist ein erheblicher Unterschied! Angefangen vom Fahrzeug: ein Fahrzeug von der Stange taugt für Campingplätze (aber da täte es auch ein Wohnwagen) für jemand auf Feldwegen und im Wald übernachtet, ist Weißware eher nicht geeignet. Dafür sind die Kabinen und die Möbel nicht gemacht, das schaukelt man sich kaputt. Platikfenster zerkratzen im Gebüsch, Frontgetriebene Fahrzeuge fährt man gern im Matsch fest und der Überhang ist oft auch hinderlich.

Wenn Du nicht das Geld für ein richtiges Expeditionsfahrzeug hast (sowas braucht man in Europa sowieso nicht) würde ich nur ein Serienfahrzeug nutzen (mache ich ja auch) und selber ausbauen. Ein LKW mit Koffer oder ein Kastenwagen sind um Längen stabiler und einbruchssicherer, als übliche Wohnmobile. Und wenn Du nicht selber bauen kannst, dann kauf Dir etwas entsprechendes Gebrauchtes. Ausgebaute Koffer-LKW gibt es öfter auf eBay oder Mobile. Eins noch: vergiss das normale Wohnmobilspielzeug an Kochern, Spülen, Wasserhähnen und was es da alles gibt! Da habe ich viel Lehrgeld bezahlt und letzten Endes alles wieder über die Jahre hinausgeworfen. Das taugt alles für 3 Wochen Ferien, aber nicht für eine ständige Nutzung.

July123 am 08 Jul 2016 11:43:56

Gogolo hat geschrieben:Hallo Arne,

wir leben ca. 300 Tage/Jahr im Gogolobil und UNSERE Fixkosten sind im Schnitt rund 100€/Tag incl. Diesel, Fähren, Besichtigungen, Essen gehen und ggf. zwiwschendurch einmal ein CP.
Gogolo

Das sind 3.000€ im Monat ohne Rücklagenbildung für ein neues Mobil. Und für die 60 Tage Zuhause fallen auch noch Fixkosten an.
Der Durchschnittsrentner in Deutschland hat eine Nettorente unter 1.000€.

Grüßle

xbmcg am 08 Jul 2016 11:52:59

X251, da hast Du völlig recht. Es fängt schon bei den unbequemen Sitzgelegenheiten und Betten an.
Wenn ich dauerhaft im Fahrzeug wohnen wollte, würde ich mir entsprechende Möbel einbauen.
(Couch, ordentliche Betten) Vor allem in der schlechten Jahreszeit und beim Freistehen kann man
nicht den Vorgarten mit Markise dauerhaft nutzen. Eine ordentliche Basis, die man seinen Bedürfnissen
anpassen kann, ist viel besser als ein fertiges neues Fahrzeug von der Stange.

Wie Du schon sagst, Heizung (Warmwasser über Gas und / oder Holzofen), Sitzen (Couch, Sessel),
Tisch, Herd mit Backröhre, Wassertanks, Druckwasserinstallation mit anständigen Armaturen, Filter,
ausreichend Stauraum für alles (auch Werkzeug und Ersatzteile!), Frage der Mobilität bei längeren
Aufenthalten (Moped, Fahrräder oder Auto im Schlepptau), dann Thema Wäsche Waschen
(Waschmaschine?), Energieversorgung (Batteriekapazität und Technologie, Generator, Solar,
Ladetechnik...)...

Ein altes Fahrzeug kann man ruhigeren Gewissens auf die Bedürfnisse umbauen und alles rauswerfen,
was im Weg ist. Und die Tarnung ist auch nicht zu unterschätzen.

Standgaaaaas am 08 Jul 2016 12:29:01

Hallo Arne und willkommen!

Hier im Forum zu lesen schadet sicher nicht. Viele Fehler lassen sich durch intensives Studium hier im Forum und auf sonstigen Seiten im WWW im Vorfeld vermeiden. Letztendlich müsst ihr es aber selber testen und eure eigenen Erfahrungen machen.

Ein paar Gedanken, die ich mir so mache:
Ein Kurzurlaub oder das komplette Leben im WoMo zu verbringen ist sicher ein riesiger Unterschied. Auch ist es ein Unterschied was man selber für eine Lebenseinstellung hat:
- Will ich primär im WoMo leben oder will ich dauerhaft reisen?
- Will ich mich von überflüssigen Lasten befreien, oder nehme ich die Last auf mich, indem ich dem "sicheren Hafen" des Steinhauses den Rücken kehre?
- Reicht mir das kleine Wohnmobil als mein "zu Hause", oder brauche ich ein "zu Hause" überhaupt?
- Brauche ich den Luxus eines teuren Mobils mit toller Heizung um damit dem Winter zu trotzen?
- Reicht mir ein Mobil mit dem ich auch mal unangenemes Wetter überstehen kann und halte mich überwiegend da auf, wo ich mit einfachen Mitteln klar komme? Im Winter im Süden, im Sommer eher im Norden?
- ...

Es gibt ganz viele Fragen und mindestens so viele individuelle Antworten. Probiert es doch einfach aus, seit mutig. Fahrt los und schaut wie es läuft. Vielleicht läuft es gut und es gefällt euch, oder ihr erkennt, das ein festes Steinhaus für euch doch besser geeignet ist. Ohne es zu probieren, werdet ihr es nie Erfahren/Erleben/Wissen.
Ich kenne Menschen, die haben es versucht und wohnen wieder im Steinhaus - und das ist ok! Ich kenne auch Menschen, die wollten nur für ein Jahr los und sind nun seit Jahren immer noch unterwegs - und sind glücklich dabei!

Gruß
standgaaaaas

Gast am 08 Jul 2016 13:24:11

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden.



Hallo, erneut ein Fake? Ein Ofenrohr an einem zugelassenen Wohnmobil habe ich nocht nicht gesehen! Gibt es Fotos, Belege oder sind es einfach weinselige Fehlinterpretationen eines kleinen Fake Kamins mit Elektroflackern?
Bis auf Peter Lustigs Baubude wird kein Prüfer eine offene Feuerstelle mit Schornstein in einer "Kunststoffbude" abnehmen. Wenn ich nur an unseren Schornsteinfeger oder unsere TÜV Prüfstelle denke.
Das Fahrzeug würde nicht vom Hof fahren dürfen!

dramme73 am 08 Jul 2016 13:31:37

Hallo,

hier wird ein Mini Holzofen betrieben und vorgestellt --> Link

Über Zulassung etc . kann ich nichts sagen

Gruß von Olli

xbmcg am 08 Jul 2016 16:50:18

Ich hab auch noch einen aus DACH: --> Link im Forum als schnatterente, 8 Jahre unterwegs
und in USA: --> Link, seit etlichen Jahren unterwegs mit verschiedenen Fahrzeugen, mittlerweile auf einem Catamaran wohnend.

phoenix am 08 Jul 2016 17:54:45

Gogolo hat geschrieben:Hallo Arne,

wir leben ca. 300 Tage/Jahr im Gogolobil und UNSERE Fixkosten sind im Schnitt rund 100€/Tag incl. Diesel, Fähren, Besichtigungen, Essen gehen und ggf. zwiwschendurch einmal ein CP.

Habe die Ehre

Gogolo


Hallo Gogolo,

schön mal einen Richtwert zu bekommen.
Sind die 100€/Tag für zwei Personen gerechnet, und sind die Kosten für Fahrzeugsteuer und -versicherung, Inspektionen und kleine Reparaturen darin enthalten.

Gruß von Franz-Bernd, der immer gerne Eure Reiseberichte verfolgt

ArneD am 08 Jul 2016 19:03:34

Moin Leute,

herzlichen Dank für das freundliche Willkommen und die zahlreichen Hinweise und Einwände.
Ja, sicher ist viel zu bedenken. Aber das Leben im WoMo entspricht unserem Lebensgefühl. Wie ich eingangs schrieb, wir
brauchen nicht viel.
Auch merke ich an, das wir nicht aus finazieller Not heraus, glauben, auf diese Weise "billig" wohnen zu können.
Ausbau/Selbstbau wäre sicher eine feine Sache, aber aus gesundheitlichen Gründen wäre mir dies nicht mehr Möglich.
Natürlich sind diese riesigen Wohn-LKWs eine feine Sache. Gerade heute noch auf der Autobahn gesehen.

Wie ich allerdings 3000Euro im Monat versenken will, das entzieht sich meiner Vorstellung. Klar, wenn ich möchte, ist das sicher
möglich. Luxus und Ausschweifung geht immer. Ich denke, das wir sogar weniger Geld ausgeben als vorher in fester Wohnung.
Man kann auch selber kochen und muss ja nicht täglich essen gehen. Und wir würden ja auch nicht ständig fahren wollen.
Wenn wir einschönes Plätzchen haben, bleiben wir auch erstmal. Stelle ich mir jetzt vor.

Nein, wir wollen schon CP nutzen, aber auch freistehen, wo möglich. Wie genau, dafür fehlt die Erfahrung.

Ich hätte auch gedacht, das die vollintegrierten WoMo's ganzjährig bewohnbar sind. Und auch mit großen Tanks ausrüstbar.
Einen Ofen bräuchten wir nicht. Am Gas wird es nicht scheitern. Auch sind doch Tanks beheizt etc. Da verstehe ich die Einwände jetzt nicht ganz. Das die Materialien nicht dauerhaft haltbar sind, okay. Das kann ich mir vorstellen.

Nur, wir würden ja ein nagelneues WoMo kaufen, zahlen das zehn Jahre ab und dann gehört es uns. Dann würden wir in Deutschland
wieder eine kleine Wohnung nehmen und weiterfahren...Da wären dann auch Aus-und Umbauten nicht so dramatisch. Solarpanele
würden sowieo als erstes angebaut. Bitte jetzt keine Kommentare dazu das, man das auch können muss.
Und hätten wir "nur" eine "Mini"rente, ginge es wohl bestimmt nicht , oder?
Es ist ja nicht so das ich Utopien nachhänge. Und unfähig oder dumm sind wir nun auch nicht.
Schon klar, ich habe auch Leute kennengelernt, die sich den Wohnwagen selber ausbauen etc.
Aber wir werden einen anderen Weg wählen. Gebraucht ist bestimmt auch gut. Aber eine Garantie ist auch nicht schlecht.

So, ich muss jetzt sacken lassen. Vieln Dank nochmal, es sind wirklich gute Hinweise dabei, die es zu bedenken gibt.

Ein schönes Wochenende
und Gruß,

Arne

ArneD am 08 Jul 2016 20:03:02

Moin,

nochmal kurz zum besseren Verständnis unserer Vorstellung vom Leben...
Wir wohnen jetzt ganz normal zur Miete. Und führen ein ruhiges, beständiges Leben.
Allerdings leben wir sehr für uns, obwohl wir schon Konatktfreudig sind. Das liegt daran, das die meisten Menschen
zu oberflächlich und materiell eingestellt sind.
Wir leben ja nun auch in diesem Konsumsystem. Dem möchten wir uns einfach auf diese Art entziehen.
Ausserdem bietet uns diese´Alternative alle Möglichkeiten, welche wir in den anderen möglichen Arten zu Leben, nicht
gefunden haben.
Das beisst sich irgendwie schon mit der Tatsache, das wir viel Geld für ein neues WoMo ausgeben. Aber das ist
eine Investition in die Freiheit. Und somit viel mehr Wert. Und auf einen gewissen Komfort wollen wir auch nicht verzichten.
Sonst könnten wir auch in eine alternative Wagenburg ziehen. Kennt jemand hier diese Wagenburgen? Da gibt es hier im Land
ein richtiges Netz.
Wir könnten auch nach Spanien oder Portugal auswandern. Wir bleiben hier KV versichert und erhalten unsere Rente europaweit.
Ganz simpel. Aber das ist auch wieder so statisch. Seit dem wir die Lösung des mobilen Lebens entdeckt haben sind wir schon jetzt
happy.
Meine Frage bezüglich Unkosten zielte darauf ab, was so die gemittelten Werte von CP-Gebühren sind (ein Mittelwert, wie gesagt),
der durchschnittliche Gasverbrauch mit einer warmen Mahlzeit am Tag und Kaffee am Morgen (analoger Espressokocher).

Die Selbstbauer werden bestimmt wild, weil die einzig wahre Lösung der Selbstbau ist. Aber ich kaufe mir dann also einen
alten LKW, muss evtl. das Fahrgestell tauschen, das Getriebe, etc. Dann noch ausbauen pipapo.
Hhm, da komme ich nachher doch auch auf eine nicht gerade kleine Summe.
Zumal die großen LKW gebraucht schon rund 80k kosten. Naja, würde ich grundsätzlich gerne machen, geht aber nicht.

Und ein neues Womo baue ich mir dann aus, wenn was den Geist aufgibt. Die dort gezeigten Liegeflächen sind jedenfalls hochwertiger
als das, was ich jetzt in meinem Bett habe. Ja, ein neues Bett wird bald gekauft. Der Konsum nimmt kein Ende....

Das wäre in einem WoMo anders. Da sind dann andere Kosten. Die betreffen m.M. doch erstmal den reinen Unterhalt.
Diesel, Versicherung, Maut, Standgebühren, Gas, Wasser, Abwasser. Ich denke nicht, das wir mehr Lebensmittel verbrauchen als jetzt...
Auch werden wir nicht täglich Sightseeing betreiben, jedenfalls nicht kostenpflichtig.
Ich weiß, es gibt Menschen, die können sich so etwas nicht im entferntesten vorstellen. Für uns wäre es ein Traum.
Achso. eine Meldeadresse ist wohl das geringste Problem, zumindest für uns. :wink:

Einen schönen Abend Euch allen

markgraefin am 08 Jul 2016 20:10:53

Wir hatten beides.
Gebraucht und zwei Mal neu.

Die wenigsten Probleme hat der 6 jahre alte Alkoven von ADRIA.

Der neue Sunlight stand mehr, als er fuhr.

Auch der jetzige Dethleff hat schon viele Werkstattstunden hinter sich.

Ich würde heute nicht mehr neu, sondern jung gebraucht, am ehesten wieder aus der Vermietung,
kaufen.
Da sind die Kinderkrankheiten weg und meistens noch eine Garantie vorhanden.

Ich denke nicht, dass ihr unbedacht handelt, dann würdet ihr nicht so viel Sorgfalt auf Informationen verwenden.
Aber wir waren eigentlich davon überzeugt, alles richtig zu machen.
War es dann aber doch nicht und die Fehlentscheidungen waren ärgerlich und leider auch teuer.
Deshalb ist es gut, dass ihr euch sehr genau hier und auf Messen umschaut.

Viel Glück bei der Entscheidung.

Gruß
Markgräfin

Jonah am 08 Jul 2016 20:20:17

Hallo Arne, zum Thema Gas, im Sommer komme ich mit einer 11 kg Flasche ca. 4-5 Wochen hin, Kühlschrank auf Gas und 7 x die Woche Kaffee kochen und mind. 6 x Abendessen kochen. Ich gehe so gut wie nie essen. Im Herbst sieht das schon anders aus, wenn ich heizen muss, reicht die 11kg Flasche nur ca. 1 Woche. Und dabei bin ich tagsüber lange unterwegs und heize nur abends mehr und nachts und morgens ein wenig. Eine 11 kg Flasche Gas kostet bei uns knapp 20 Euro. Im Winter wollt ihr ja sicher im Süden sein, da wissen andere sicher mehr über den gGsverbrauch in solchen Zeiten.

Edit: Für Campingplätze würde ich grob mit 25 Euro pro Tag rechnen. Klar gibt es welche auch mal für 14 Euro, aber eben auch die für 35 Euro und mehr. Da lohnt es sich bestimmt bei längeren Aufenthalten einen Sonderpreis auszuhandeln.

ArneD am 09 Jul 2016 05:27:16

markgraefin hat geschrieben:Ich würde heute nicht mehr neu, sondern jung gebraucht, am ehesten wieder aus der Vermietung,
kaufen.
Da sind die Kinderkrankheiten weg und meistens noch eine Garantie vorhanden.


Moin Markgräfin,

der Hinweis mit den jungen Gebrauchten ist super. Kommt in unser Notizheft. Dein Block 14m² ist super. Vielen Dank für Deine Arbeit! Minimalismus ist das Stichwort! Genau das wird es werden. Weg mit dem Tand und Tünneff.

Jonah hat geschrieben:Gas, im Sommer komme ich mit einer 11 kg Flasche ca. 4-5 Wochen hin, Kühlschrank auf Gas und 7 x die Woche Kaffee kochen und mind. 6 x Abendessen kochen. Eine 11 kg Flasche Gas kostet bei uns knapp 20 Euro.


Moin Jonah,

genau diese belastbaren Werte meinte ich! Damit kann ich rechnen. Vielen Dank für Deine Info. War sehr hilfreich!

Liebe Grüße und ein schönes Woggenend!

Arne

ArneD am 09 Jul 2016 05:56:25

Korrektur: der 14m²-Blog ist natürlich nicht von Dir, Markgräfin,
Mea Culpa!

Gruß,

Arne

markgraefin am 09 Jul 2016 09:19:33

Guten Morgen Arne,

hatte schon ein Fragezeichen im Kopf.
Man wird ja älter und ich fürchtete schon irgendein Unterbewusstsein hätte sich meiner bemächtigt.

Gut, dass du das aufgeklärt hast :D :D

Ich wünsche dir ein schönes und sonniges Wochenende.
(Bei uns ist es stürmisch und seehr nass. Die armen Touris.)

Gruß
Markgräfin

ArneD am 10 Jul 2016 07:05:54

Moin Markgräfin,

Danke für Deine Anmerkungen!
Nach einigen Stunden des Nachdenkens und Lesens von Berichten und Angeboten sind wir schon etwas weiter in
der Entscheidungsfindung.
Ich habe mir auch mal die WohnLKW's und Expeditionsmodelle angeschaut. Der Tipp mit den Gebrauchten ist wirklich gut.
Und wir haben große Augen gemacht ob der Angebote, die da zu finden sind.
Selbstbau komplett kommt allerdings immer noch nicht in Frage. Okay, Solarpanele und Innenausbau ja, Chassis und Motor nein.

Unterm Strich sieht unser Plan so aus, das
Schritt 1 wir erstmal ein WoMo mieten und mal Urlaub machen um zu schauen welche Bedürfnisse
und Ansprüche sich zeigen. Dann nochmal eine Tour MIT unseren Katern. (MietWoMo's mit Haustiere gibt es).
Um zu schauen, wie es den beiden gefällt.

Schritt 2: Kauf eines kleinen Gebrauchten. Die Wohnung behalten wir und gehen auf Tour, wenn wir Lustig sind. Sofern die Kater mitspielen. Das TestWoMo braucht dann auch noch nicht Winterfest sein. Wir wollen ja noch nicht drin wohnen!
Da könnte ich mich dann intensiv mit der WoMotechnik auseinandersetzen und eventuell Basteln. Alles von unserer Homebase aus.
Nach 2-3 Jahren wird das Teil wieder vertickt. Wenn er Schrott ist, ist es auch wurscht :razz:
Wenn das gut läuft kommt

Schritt 3: Der Kauf des endgültigen WoMo's. Damit machen wir dann erstmal eine Deutschlandreise.
Auf den Spuren des Limes und der Nibelungen.
So sind wir noch recht sicher, falls sich doch Probleme mit dem WoMo ergeben. (Reparaturen etc.)

Bis dahin werden wir viel Lesen....

Einen schönen Sonntag,

Arne

bandit-le am 10 Jul 2016 08:43:41

Guten Morgen Arne!
Ich verfolge Euer Projekt sehr interessiert.
Den 2. Schritt würde ich persönlich auslassen und dann lieber noch etwas länger auf Schritt 3 hinarbeiten oder 2 - 3 mal eines mieten, auch verschiedene Größen, um zu sehen, wie ihr zurecht kommt.
Ein kleines Mobil kaufen, nur um ein bisschen "rumzutesten" und es nach kurzer Zeit wieder zu verkaufen, wäre für mich rausgeworfenes Geld. Meine Meinung, das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
Wir haben unser Mobil damals auch aus der Vermietung gekauft, da war es 3 Jahre alt und sehr gut erhalten. Aber wir leben natürlich auch nicht drin, leider ;-)...

Schönen Sonntag!

Variophoenix am 10 Jul 2016 09:46:19

Testen finde ich gut. Denn auch ich habe lange gebraucht bis ich wusste was ich wil. Nun habe ich mein Traummobil gefunden den schon mal erwähnten Phoenix 8500 und sogar noch auf MB Vario was eher selten ist, aber kaum Probleme macht. Den fahre ich seit 1.5 Jahren rum und bin immer noch voll zufrieden. Er ist jetzt 15 Jahre alt aber das sieht man ihm nicht an, da sehr robust gebaut. Ich lebe darin. Es ist ein Alkoven dass nochmals zusätzlich Stauraum gibt und die Kabine lässt sie so auch schliessen was weniger kälte im Winter bedeutet. Ich kenne unterdessen viele mit Phönix die darin leben. Manche haben ein Budget von 1000€ und schafen es auch. Ich habe in etwa die gleiche Einstellung wie ihr und brauche wirklich sehr wenig Geld zum leben und das gefällt mir obwohl ich es eigentlich hätte.
Gas braucht ihr im Winter in Deutschland ca alle 3-4 Tage eine Flasche. Im Sommer jeden Monat.
Solar und damit Unabhängigkeit ist für mich wichtig deshalb habe ich das ganze Dach ausgenützt und voll mit 7x 200W Solar bepflastert. Zusammen mit 400 Ah lifepo4 Batterien kann ich damit nun sogar kochen so das ich ausser im Winter kein Gas mehr brauche.
Die meisten die ich kenne fahren im Winter nach Spanien, da heize ich so gut wie nie. Warte einfach auf die Sonne die mich und mein Mobil aufheitzt.
Mein Tipp: probiert einfach mal aus bevor ihr was ordentliches Kauft. Redet mit Leuten die so leben.
Kauft euch lieber einen hochwertigen Gebrauchten als eine billiglinie. Wie Phoenix, Concorde, Morello, Wochner, und wie die alle heissen. Die sind meist auch mit 10 Jahren noch gut. Schaut einfach jeden Tag den Markt an und wartet auf ein gutes Angebot sobald ihr wisst was ihr genau wohlt.
Ich wünsche euch viel Glück und Spass für euer Vorhaben.

markgraefin am 10 Jul 2016 13:39:31

Arne, vergiss nicht, dass du, wenn du die Kater mitnimmst, das Katzenklo
irgendwo hinstellen musst.
Also das Wohnmobil nicht zu klein wählen.

Da ja eine Katze eigentlich zwei Klos haben soll und dafür bei uns kein Platz war, haben wir ein sehr großes,
dreieckiges Klo genommen.
Das passt perfekt in die Nische unterm Kühlschrank und weil es so groß ist, kann man auch
die Entsorgungsvorgänge der Katze besser ertragen.

Gruß
Markgräfin

Aretousa am 10 Jul 2016 13:51:50

Also Messe besuchen, bei vielen Händlern vorbei schauen und dann erst mal leihen und testen finde ich gut.
Ich weiß nicht, wie sich euer Rheuma auswirkt. Aber darauf muss natürlich Rücksicht genommen werden. Also nichst, wo viel umgebaut werden muss, gut zugängliche Schränke, viel Platz im Bad etc.
Und dann, im Falle des totalen Ausstiegs, eine Adresse vorhalten wo man auch wieder unterkriechen kann. Oft liest man von "Aussteigern", die dann im Krankheitsfall auf die Schnelle wieder einen festen Wohnsitz suchen.

waldheini am 10 Jul 2016 14:52:54

Hallo Arne,
dauerhaft im Wohnmobil zu leben ist eine feine Sache, allerdings nicht für jeden.

Wir reisen seit 17 Monaten quer durch Europa und haben keinen Tag bereut.
Wir haben damals ein neues WoMo gekauft (aus Franken). Bis jetzt alles Bestens. Ob es allerdings in einigen Jahren noch so aussieht, wird sich zeigen.
Die "normalen " WoMos sind für 365 Tage im Jahr nicht ausgelegt.
Insofern ist der Tipp ein gebrauchtes "hochwertiges" WoMo zu kaufen nicht schlecht, würde ich heute wahrscheinlich auch so machen. Doppelboden, Warmwasserheizung, große Dusche und Bad sind nach meiner Erfahrung wichtig. Und überlegt euch, ob ihre ein Schlafzimmer mit mickriger Sitzgruppe durch die Gegend fahren wollt. Wir habne uns für einen Alkoven entschieden und eine uperbequeme Sitzgruppe. Denn ofz darf man beim Freistehen keine Campingmöbel nach draußen stellen oder die Schnacken suchen Futter.
Das mitgenommene Reisegepäck wird mit zunehmender Erfahrung immer weniger. Und je kleiner desto besser, im Süden Europas oder auf den Kanaren waren wir mit knapp über 7 m eigentlich zu groß. Dafür kamen Fahrräder und Wanderstiefel des öfteren zum Einsatz.
Die Kosten dürfen nicht unterschätzt werden. WoMo Leben ist nicht billig. Der von Gogolo genannte Kostenrahmen ist nicht so verkehrt, unter 2000.- /pro Monat geht gar nicht. Wie sieht es mit der Krankenversicherung und der Meldeadresse aus ?
Wichtig ist auch, sich Gedanken zu machen, wie man die nun reichlich vorhandene Zeit füllen will. Nur jeden Tag fahren ist anstrengend und wenig sinnvoll. Wir stehen oft länger als eine Woche an einem Platz und tauchen in die Region ein. Wir haben keine Fernsehantenne, allerdings Internet ist mir wichtig. Genauso wie ein gemeinsames zeitaufwendiges Hobby (Gleitschirmfliegen) und endlich lange Gitarre spielen. So kommen wir gut über die Runden.
Probiert auf jeden Fall verschieden Fahrzeuge auf Mietbasis aus. Ihr werdet schnell die Unterschiede bemerken.

Viel Erfolg bei der Suche.

Waldheini

ganderker am 10 Jul 2016 15:26:55

ArneD hat geschrieben:Wir könnten auch nach Spanien oder Portugal auswandern. Wir bleiben hier KV versichert......


Hallo Arne,
wir haben etwas ähnliches, was ihr vorhabt in den Wintern 2003/4 und 2004/5 ausprobiert für einige Wochen als Test in Spanien.
Wir haben ähnliche Erkrankungen wie ihr und daher wissen wir nun, dass das diese tollen Südländer eben für UNS nur Stress bedeuten. Kurzhinweis: auf der Brust gefühlte 40° und am Rücken gefühlte 0° durch den extrem kalten Wind, so wie viele 80jährige mit freiem Oberkörper war ich an einem der wärmsten Gebiete Spaniens (Mojacar: dort können die warmen Saharawinde nicht weiter wegen den hohen Bergen im Norden) nie unterwegs. Da merkt man plötzlich, das man GANZ andere Probleme als Gesunde haben. Dann fehlten uns die Sozialkontakte mit Leuten, die nicht jeden Tag mit Alkohol etwas zu feiern haben. Inzwischen nutzen wir den Winter für Kultur und Sozialkontakte und Sauna in unserer Heimat. Für den Rest des Jahres könnten wir uns langfristige Reisen sehr gut vorstellen, wir arbeiten daran. Die Cplätze boten dort tatsächlich oft bei mehrwöchigem Aufenthalt 10€/Tag an, bei gutem Service und 7kw Strom/Tag. Lebensmittel oftmals sehr günstig, also D ist nicht unbedingt das billigste Land diesbezüglich.

Und dann das wichtigste: denkt dran, dass ihr längstens für 40-60 Tage/Jahr im Ausland sein dürft bei eurer Krankenvers. Längere Spezialvers. sind relativ teuer und bei Vorerkrankungen uU unmöglich, müsst ihr euch erkundigen. Mann kann den Aufenthalt im Notfall leicht nachprüfen mit Kontoauszügen eurer Kartenzahlungen.

Ich habe alles sehr kurz angerissen, für mehr Infos, evtl. Nachricht per KN oder fragt konkret hier.

ArneD am 11 Jul 2016 05:28:05

waldheini hat geschrieben:Die "normalen " WoMos sind für 365 Tage im Jahr nicht ausgelegt. Wir habne uns für einen Alkoven entschieden WoMo Leben ist nicht billig. unter 2000.- /pro Monat geht gar nicht. Wichtig ist auch, sich Gedanken zu machen, wie man die nun reichlich vorhandene Zeit füllen will.


Wie ich eingangs erwähnte, möchten wir uns eben einen hochwertigen Vollintegrierten kaufen, eigentlich neu. Bis rund 80.000Euro ist drin.
Wenn wir allerdings einen Jahres-oder Mietwagen kaufen können mit entsprechenden Vorteilen, muss es nichts Neues sein.

Naja, wie schon mehrfach erwähnt leben wir NICHT am Sozialhilfesatz. Zudem unseren jetzigen Fixkosten sich auch auf gut 2000€
im Monat belaufen. Ohne Extras! :P :)

Schau mal meine Homepage. Meine Frau hat ebenfalls Ihre Beschäftigung. Wie schon erwähnt, wir leben schon jetzt täglich 24/7 zusammen,
und das seit Jahren.

Eine Meldeadresse (auch schon erwähnt) ist das geringste Problem. Da wir uns mit dem Thema auswandern beschäftigt haben, wissen wir,
das wir in Deutschland krankenversichert bleiben. Da ist das meiste mit drin. Wissen wir von einer Bekannten, die nach Schweden ausgewandert ist. Sie ist auch chronisch erkrankt, braucht aber in Schweden keine Zusatzversicherung!
Natürlich kann eine Zusatzversicherung Sinn machen. Man muss sehen , wie die Bedürfnisse sind.

Gruß,

Arne

ArneD am 11 Jul 2016 05:37:01

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden.



Naja, wir keinen großen Wert auf soziale Kontakte... :eek:
Wir möchten auch nicht täglich auf CP's stehen. Nicht nur weil es teuer wird, sondern auch, um
Menschenansammlungen zu meiden....

Ganderker, ich weiß ja nicht, in welcher Krankenkasse Ihr seid, aber wir sind auch bei dauerhaftem Auslandsaufenthalt
voll versichert. Das ist sogar auf die KV-Karte geprägt....

Waldheini, wäre es möglich, falls es Dir nicht zu persönlich ist, mal Deine 2000€uro Fixkosten aufzuschlüsseln?

Gruß,

Arne

eaglesandhorses am 11 Jul 2016 08:02:19

Du möchtest einen hochwertigen neuen Vollintegrierten für 80.000€....... Für das Geld gibt's in "neu" nur einen Joghurtbecher oder hast du bei deiner Budgetangabe vorn die eins vergessen.

Aretousa am 11 Jul 2016 08:38:29

ArneD hat geschrieben:
Naja, wir keinen großen Wert auf soziale Kontakte... :eek:


Na, dann ist's ja gut.

rkopka am 11 Jul 2016 10:34:20

bandit-le hat geschrieben:Den 2. Schritt würde ich persönlich auslassen und dann lieber noch etwas länger auf Schritt 3 hinarbeiten oder 2 - 3 mal eines mieten, auch verschiedene Größen, um zu sehen, wie ihr zurecht kommt.
Ein kleines Mobil kaufen, nur um ein bisschen "rumzutesten" und es nach kurzer Zeit wieder zu verkaufen, wäre für mich rausgeworfenes Geld.

Finde ich nicht. IMHO lernt man mit dem eigenen Womo und etwas Rumbasteln viel eher, was man will, als mit gemieteten Womos, die halt einfach so sind wie sie sind. Und wenn das "Test" Womo ein günstiges ist, dann kommen kaum viel mehr Kosten als beim Mieten zusammen.

RK

xbmcg am 11 Jul 2016 10:49:57

Nun sind die beiden ja nicht mehr soo fit und nicht jeder hat die handwerklichen
Voraussetzungen, sein WoMo selbst umzubauen. Ich würde eher einen weitgehend
passenden Gebrauchten suchen und starten. Vielleicht auch das Budget nicht ausreizen,
damit noch was für Umbauten und Reparaturen übrig ist.

Schwerpunkte: ausreichend Platz, gute Sitzmöbel und Bett, Energieversorgung,
ausreichende Tankkapazitäten für alle Flüssigkeiten und Zuladung.

In der Preis-Kategorie bekommt man schon zwar alte, aber recht hochwertige und
brauchbare Fahrzeuge für eine Dauerbewohnung.

xbmcg am 11 Jul 2016 11:05:52

Ihr müsst auch nicht bis zur Messe warten. Fahrt mal zum Freistaat nach Sulzemoos, der hat eine
riesen Auswahl an Hersteller und Ausstattungen bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen. Dann habt Ihr
schon mal ein Gefühl für die Preis-Leistung am Markt. Ihr könnt ja trotzdem noch zur Messe fahren.

--> Link

Es gibt sicher auch andere große WoMo-Händler in D - beim Freistaat habt ihr aber viele Händler auf
einem zentralen Platz. Kleinere Händler wären z.B. das Hymerzentrum bei Wertheim Village, der
hat auch verschiedene Marken am Start, aber bei Weitem kein so großes Spektrum

--> Link.

harpya am 11 Jul 2016 14:40:57

Wäre das nicht eine Erwägung wert sich an den Leuten zu orientieren die berufsmässig
mobil leben, wie Schausteller und Zirkusleute.

Dann allerderdings mehr Wohnwagen, da gibt es tolle Sachen mit geräumigen slideouts,
sogar kleiner Veranda und sehr solidem Innenausbau, auch Öfen.
Die Raumgröße ist auch besser als der Kleinlkw/Wohnkabine Komromiss.
Ständiges Reisen scheint bei euch ja nicht so angesagt.

Man ist doch um einiges flexibler wenn man nicht jeden Weg zm Arzt, Einkauf,
sightseeing, Restaurant irgendwie improvisiern muss.

Preislich ist man da auch deutlich in einer anderen Kategorie, das springt der Zugwagen gleich mit raus.

andwein am 11 Jul 2016 16:12:09

Also ich lese nur einen Satz "Wir sind beide Anfang vierzig und aufgrund unseres Rheumas mittlerweile berentet. "
Und jetzt stelle ich mir meine Urlaube im Wohnmobil vor, nur halt 364 Tage lang, mit Winter und Herbst, egal mit welcher Heizung, und fühle dann in meine Knochen, Oha!!!
Mit 40 Jahren verrentet heißt nach meinem Verständnis, zu 60% erwerbsbehindert durch Rheuma, und zwar beide!!!
Und dann 364 Tage im Womo, mit Einkaufen, Toilette leeren und Wasser bunkern und allem drum und dran.
Ob das Fahrzeug dann 80 TEU oder 500 TEU kostet ist egal, das Rheuma zieht in jedem Wagen!
Da kann ich bei dieser, bestimmt nicht vollständigen Aufzählung, nur sagen "Respekt", oder sollte ich sagen "mangelnder Realitätssinn." Ich weiß es nicht und ich will auch niemanden zu nahe treten oder etwas unterstellen.
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas

Variophoenix am 11 Jul 2016 17:53:32

Bei einem Hochwertigen zieht es nicht. Die Wärme ist da schön angenehm. Besser mit Alkoven.
Aber für 80000€ gibt es keine Hochwertige neue. Aber Gebrauchte schon. Und dazu rate ich euch nochmals.

ganderker am 11 Jul 2016 18:10:10

andwein hat geschrieben:Da kann ich bei dieser, bestimmt nicht vollständigen Aufzählung, nur sagen "Respekt", oder sollte ich sagen "mangelnder Realitätssinn." Ich weiß es nicht und ich will auch niemanden zu nahe treten oder etwas unterstellen.
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas


Hallo Andreas,
ich hatte es ja in meinem weiter oberen Beitrag angedeutet, dass unser Spanienaufenthalt im Winter nicht das gelbe vom Ei war (für unsere gesundh. Situation). Das ist alles aber äußerst subjektiv, hängt auch von Medikamenten ab (das kann im Ausland auch ein Problem werden, wenn man "eingestellt" ist). Ich würde nicht so weit gehen wie du, die TE scheinen ja sehr überlegt an die Sache heran zu gehen. Wenn man Medikamente hat, ist vieles nicht so kritisch. Und Bewegung ist auf jeden Fall besser als Sofasitzen, kenne ich ja selbst.
Aber VOR größeren Investitionen sollte man halt ausprobieren (mieten), was geht und was nicht, wurde ja schon mehrfach angesprochen. Ich würde mir die Region raussuchen, die mir gesundheitlich gut tut und dort evtl. im Winter bzw. Sommer bleiben und dann wechseln. Die erste Zeit kann man ja auf der Suche viel reisen, später dann evtl. weniger.

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