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Irland First Time - Der Reisebericht 1, 2


RichyG am 21 Jul 2016 08:49:13

Hallo Miteinander,
nun sind wir also seit Sonntagabend wieder zurück von unserer Irlandreise und können ein Resümee ziehen:
Viereinhalb Wochen Irland sind zu kurz, auch wenn es nur der Süden und Westen sein sollte. Oder es waren eben der Ziele zu viel.
Von Nürnberg und dahin zurück waren es insgesamt 5.125 Kilometer die ich, bis auf wenige Kilometer, alleine gefahren bin.
Laut Bordcomputer haben wir auf dieser Strecke 9,1l Diesel pro hundert Kilometer und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h verbrannt.
Die reinen Fahrzeiten betrugen 101 Stunden in diesen viereinhalb Wochen. Soweit die (Fiat-) Statistik.

Unser BobbyCar hat viele Kilometer Autobahn, enge und engste Coast Roads (vor deren Befahren man uns unnötigerweise gewarnt hatte), sowie Schotter- und Rüttelpisten fast schadlos überstanden. Fast weil zwei Dinge „zerstört“ wurden: Eine Schraubenabdeckung neben der Türe löste sich in Luft auf und war plötzlich verschwunden. Der Dämpfungsgummi, der ein Bein des Herdrostes aufnimmt, ist zerbröselt. Ersatz ist kulanter Weise schon unterwegs. An dieser Stelle: Danke nach Jandelsbrunn für den Service!
Bei mindestens einem Regenschauer bis wolkenbruchartigem Regen täglich (Ausnahme drei Tage) konnte auch der Aufbau seine Dichtigkeit unter Beweis stellen – und bestehen. Was nicht verwundern sollte, da das Fahrzeug gerade mal ein gutes Jahr auf dem Buckel hat. Uns hat die Qualität des Weinsberg auf dieser Reise restlos überzeugt.
Die Entscheidung für den schmalen Aufbau, die 130-PS-Maschine und den 120 Liter Dieseltank hat sich als absolut richtig und vernünftig erwiesen. Der neue Fahrersitz von „König“ war super und Energieprobleme gab es nicht. Der Schatten über dieser Reise war, dass die deutsche Elf nicht Europameister wurde. Dies hat der Reise jedoch nicht wirklich geschadet.
Die Preise empfanden wir nicht überhöht. Manches war teurer und manches günstiger wie in Deutschland (wir Franken sind da etwas verwöhnt, was Preise angeht). Die Straßen sind sehr oft eng aber mit etwas Gefühl gut befahrbar. Probleme gab es meist mit Touristen. Einheimische fahren meist sehr defensiv und rücksichtsvoll. Wer Angst um sein Fahrzeug hat, sollte die kleinsten Coast Roads meiden. Oftmals hat unser Fahrzeug mit 2,20m gerade so hindurchgepasst. Mit hässlichen Schleiftönen und –spuren der Büsche links und rechts.
Das Wetter war typisch irisch. Höchsttemperaturen von 20°C (2x). Meist zwischen 13°C und 17°C. Sonne, Wolken und Regen im ständigen Mix. Durch die relativ hohe Luftfeuchtigkeit war die gefühlte Temperatur jedoch höher und meist sehr angenehm. Wind gab es eigentlich ständig.
Die Überfahrten von Calais nach Dover (Übernachtung in Calais im Fährhafen) und die anschließende von Wales nach Irland (Übernachtung auf wunderschönem Parkplatz in Fishguard) waren problemlos. Eine Vermessung des Fahrzeuges bzgl. Länge oder Breite gab es weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt. Lediglich der Wohnraum und die Garage wurden auf der Hinreise in Calais genau vom englischen Zoll überprüft.






Fishguard/Wales

Unser Stellplatz für eine Nacht

Fischerort Fishguard

Anzeige vom Forum

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RichyG am 21 Jul 2016 09:11:08

Unsere Route führte uns von Wexford (zweitägiger Verwandschaftbesuch) über New Ross nach Kilkenny. Weiter nach Cashel mit dem beeindruckenden „Rock of Cashel“. Das Wetter war schlecht und so waren auch wenig (andere) Touristen unterwegs. Über Youghal erreiochten wir dann Corc. Etwas außerhalb auf dem Campingplatz in Blarney stehend, fuhren wir mit dem Taxi (Festpreis 30,-€ hin und zurück) in die durchaus sehenswerte Stadt. Das beste war in unseren Augen jedoch „The english market“ in einer alten historischen Markthalle. Das Angebot an frischen Lebensmitteln war riesig und nicht teuer. Und – ein Stand mit verschiedensten Brotsorten. Auch deutsches Sauerteigbrot!!!!! Natürlich haben wir da zugeschlagen. Und es war sehr gut!
Von Cork aus blieben wir die meiste Zeit auf dem gutausgeschilderten „Wild Atlantic Way“ mit seinen (auch sehr kleinen) Verästelungen an den Küsten. Diese Küstenstraße zieht sich 2.500 Kilometer an Irlands Westküste hinauf
Fähre Fishguard-Rosslare

Kilkenny


Rock of Cashel


Fahrt durch irische Zauberwälder

Camping Park Blarney bei Cork

Cork




RichyG am 21 Jul 2016 09:49:20

Auf dem Weg nach Baltimore konnten wir unseren ersten Stone Circle (Drombeg) erkunden und waren tief beeindruckt von diesem Ort. Nicht weit entfernt und nur auf sehr enger Straße zu erreichen liegt das „Knockdrum Fort“. Eine ca. 2500 Jahre alte Befestigungsanlage. Und in Baltimore hatten wir nach einer kleinen Wanderung unseren ersten imposanten „Klippenblick“.
Der Campingplatz bei „Mizen Head“ war sehr komfortabel, sehr ruhig und sehr abgelegen. Die Weiterfahrt entschädigte dann mit herrlichen Ausblicken für die regen- und sturmreiche Nacht.
„Mizen Head“ ist ein grandioser Aussichtspunkt und frühmorgens weitgehend Omnibustouristenfrei. Der Wind war gigantisch und die gesamte Atmosphäre erinnerte uns an das „Cape of Good Hope“ bei Kapstadt/Südafrika. Übrigens erinnerten uns viele Gegenden Irlands an das südliche Afrika.
Eine Fahrt über den „Sheep´s Head“ auf kleinesten Sträßchen war eine der schönsten Strecken auf unserer Reise. Bei der Auffahrt auf der „Goats Path Road“ hielt uns ein Ire mit seinem Wagen an. Er meinte diese Straße sei zu gefährlich mit dem Camper. Im Vorfeld hatten wir jedoch schon in Erfahrung gebracht, dass der Pass durchaus zu befahren sei, wenn man ein wenig Erfahrung habe. So haben wir es gewagt und es war gar nicht so schlimm. Selbst das Ausweichen war mit gutem Augenmaß und Willen möglich. Nur ein Russe mit Familie im geliehenen Landrover bekam sein Fahrzeug nicht auf die Fahrbahnseite. Da half nur minutenlanges gutes Zureden. Nachdem das BobbyCar mit nur noch einer halben Reifenbreite auf der abbröckelnden Fahrbahn stand, fuhr er souverän mit mindestens dreißig Zentimeter Abstand zu den Büschen(!) auf der Bergseite(!) weiter. Der Lohn war eine phantastische Aussicht auf die gegenüberliegende Kerry-Halbinsel. Auf der Fahrt nach Bantry kamen uns kaum 10 Fahrzeuge entgegen.
Der CP „Eagle Point“ bei Bantry bescherte uns wieder einmal eine unruhige Nacht. Die GG hatte sich einen Platz mit freiem Blick auf die Bucht ausgesucht, als der Wind schon sehr steif blies. In der Nacht steigerte sich das ganze zum (Fast-) Orkan. Das BobbyCar stampfte auf dem Platz hin und her wie ein Fischkutter auf hoher See. Am nächsten Morgen blauer Himmel, Wärme. Und ein Besuch im „Bantry House“ und seinem schönen Garten. Beides sehr interessant.
Charles Fort bei Kinsale


Kinsale

Old Head

Abbey Timoleague

Timoleague

Clonakilty


Drombeg Stone Circle



Zweisprachig Irisch/Englisch

Baltimore



Barley Cove Camping Park



Mizen Head


RichyG am 21 Jul 2016 10:00:25

Mizenhead erinnerte uns ganz stark an das Cape of Good Hope in SA




RichyG am 21 Jul 2016 10:13:54

Sheep´s Head




Bantry House - ein alter Adelssitz. Schon früher mußte die Bevölkerung herhalten um diese Besitztümer zu schaffen. Heute braucht uns der Adel wieder, um seinen Besitz zu erhalten


RichyG am 21 Jul 2016 10:41:05

Die darauffolgenden Stunden gehörten dem „Ring of Beara“.
„Molly´s Gallivan´s Farm“, unterhalb von „Molls Gap“, nahm uns noch ein wenig in Anspruch. Hier kann man eine alte weitläufige Farm besichtigen und Einblick ins Leben der Iren vor 100 Jahren gewinnen. Außerdem gibt es dort ausgezeichneten handmade Kuchen.
Nächster Stopp nach vielen kurzen Fotopausen ist dann an der Station der Cabel Car nach „Dursey Island“. Heftiger Wind mit lästigem Nieselregen verleiden uns den Ausflug auf die Insel in der klapprigen Gondel und wir fahren zu unserem Übernachtungsplatz unterhalb des „Dunboy Castle“. Es war nicht einfach zu finden dieses malerische Plätzchen weitab der Straße und mit Blick auf „Bear Island“ gegenüber. Ein Angler, der einzige Mensch weit und breit, kam auf ein Schwätzchen vorbei und schenkte uns eine frisch geangelte Makrele, die er freundlicherweise auch noch gleich für uns ausnahm.
Ein herrliches Abendessen brutzelte alsbald auf unserem Grill unterhalb der einsamen Castle-Ruine. Die Nacht war unendlich ruhig und erholsam.
SP Dunboy Castle





Auf dem Weg nach Kenmare verlassen wir wieder einmal die ausgewiesenen Straßen und wagen uns auf Ministraßen weiter. Nach einer Stunde langsamen Fahrens kommt der Hinweis, dass der weitere Weg nur für Fahrzeuge unter 3 Tonnen zugelassen wäre. Ein Zurück ist für uns ausgeschlossen. Also weiter. Die enge Straße wird noch enger und immer steiler winden sich die Serpentinen hoch und auf der Ostseite wieder hinab. Nach endloserscheinenden eineinhalb Stunden sind wir wieder auf der R571 und erreichen Kenmare. Der Campingplatz „White Villa Farm“ wird für eine Nacht unser Domizil. Ein weiterer Fußballabend steht an!
Verbotene Wege

Molly Gallivan´s Cottage



Cabel Car nach Dursey Island


RichyG am 21 Jul 2016 10:57:06


„Ring of Kerry“! Schon in meiner Jugend hatte ich davon gehört. Es hat nun Jahrzehnte gedauert, bis diese Reise geschafft ist. Das Wetter ist schön und so genießen wir den Ring (eigensinnig, wie wir nun mal sind) im Uhrzeigersinn. Kein Problem mit Bussen oder Lkw´s. Ein kleiner Ausflug auf der R 566 bringt uns nach „Baile an Scelig“ und der dort ansässigen Schokoladenfabrik. Erstaunlich, was Frauen abends so still und heimlich recherchieren! Natürlich nehmen wir an einer kleinen Verkostung teil. Natürlich kaufen wir auch ein! Die angebotenen Produkte sind wirklich hervorragend und lohnen den Abstecher vom Ring.
Staigue Fort (ca. 2.500 Jahre alt)






Den CP „Mannix Point“ in Cahersiveen erreichen wir mit der Fähre von der Insel“ Valencia Island“ kommend am Abend. Der Platz liegt traumhaft schön und ausgesprochen ruhig. Wir bleiben zwei Tage um etwas durchzuatmen und erleben wieder den typischen Mix aus Regen, Wolken und Sonne. Für einen Spaziergang in den Ort reicht es jedoch. Man muss ihn jedoch nicht gesehen haben.

Cahersiveen

zulu am 21 Jul 2016 11:03:59

Sehr schöne Bilder, danke!!
Da will man am liebsten gleich losfahren.
Irland kommt jetzt definitiv mit auf die Liste.

Mich wundert allerdings, dass Euer Womo nur 2,20 breit ist
(es sieht meinem Carado ziemlich ähnlich und hier steht 2,32m -ohne Spiegel!- in den Papieren,
mit Spiegel also sicher mehr als 2,5m ...)

Auf solchen Strassen in Irland wird man wohl eher selten Probleme mit der police bekommen - oder?

Aber ich war nun öfter auf Pass-Strassen in CH unterwegs und plötzlich kam irgendwo unterwegs ein Schild:
"max. 2,3m" (deswegen mein Blick in die Papiere) - und die CH nimmt bekanntlich gern und reichlich ...
und m.W. gilt im Fall des Falles doch "von Aussenkante Aussenspiegel bis Aussenkante Aussenspiegel" - oder?

Und was wäre dann im Fall eines Unfalls mit der Versicherung?

Aber nochmal zu Eurer Irland: Wirklich schöne Bilder!
Und wer ist die schwarze Schönheit vor dem weissen Blech?

zulu am 21 Jul 2016 11:07:36

doppelt - wieso?

RichyG am 21 Jul 2016 11:08:25

Nach dieser Pause von zwei Tagen geht es weiter auf die „Dingle Habinsel“. Diese ist ja so etwas wie ein Geheimtipp. Und es stimmt. Wir sind restlos begeistert. Insgesamt sind zwar hier weniger Touristen unterwegs, gefühlt aber mehr Busse (alle im Uhrzeigersinn!). Die Straße mit ihren Ausblicken ist hinreißend. Eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt „Baile an Lochaigh“ begeistert uns total.




Lange halten wir uns nicht auf, da wir heute noch Tralee erreichen wollen. Da bietet sich ein Pass an, der die Strecke um einige Kilometer verkürzt. Der „Conor-Pass“ hat nur einen Haken: Er darf nur von Fahrzeugen bis 2 Tonnen und einer maximalen Breite von 1,80 Metern befahren werden. Allerdings wissen wir, dass schon andere WoMo-Fahrer diesen Weg genommen haben und das Problem in einer nur etwa 200 Meter langen Passage liegt, da sich dort Felsüberhänge befinden. Was andere schaffen, schaffen wir auch! Notfalls geht die Beifahrerin vor dem Fahrzeug her und peilt die Höhe. Zunächst ist der Pass absolut harmlos aber steil. Die Passhöhe befindet sich auf 456 Metern und die Ausblicke von dort oben nach Norden Richtung Brandon Bay und in die Tralee Bay sind grandios. Dann kommen die besagten 200 Meter. Mit ein wenig Gefühl geht die Passage ganz gut und Gegenverkehr ist auf dem sehr engen und gut überschaubaren Abschnitt der Straße auch nicht.

So gelangen wir gut und schnell nach Tralee zum CP Woodlands. Er liegt sehr schön und wieder ruhig. Die Anlage ist wie alle bisher gesehenen außerordentlich gepflegt.

RichyG am 21 Jul 2016 11:23:15

Hier in Tralee befindet sich bei der ältesten noch funktionstüchtigen Mühle Irlands auch ein kleines aber gut gemachtes Auswanderer-Dokuzentrum. Es ist sehr interessant zu erfahren, unter welch entsetzlichen Umständen die Unglücklichen versuchten dem Hunger und dem Elend Irlands zu entgehen und nach Übersee zu gelangen. 59 Schiffe mit Auswanderern erreichten ihr Ziel nie und gingen samt den Menschen darauf verloren. Viele Tausende starben auf der Überfahrt ins vermeintliche Glück durch die widrigen Umstände an Bord der Schiffe.


Wir überqueren auf der weiteren Fahrt mit einer Fähre den Shannon. Er ist mit seinen fast 370 Kilometern Länge der größte Fluss Irlands und der britischen Inseln. 20 Minuten dauert die Überfahrt, kostet 20,-€ und erspart uns viele Kilometer Landstraße. Die steil stehenden Rampen lassen ein WoMo vor uns böse aufsetzen und sich die Heckverkleidung abreißen, als es mit Schwung nach oben gefahren wird. Wir nehmen die Rampe etwas quer und schon funktioniert es reibungslos.
In der Nähe von Kilrush navigiert uns die Beifahrerin ein Stück nach Westen, wo wir einen tollen Ausblick auf die dortigen Klippen haben. Ein Gedenkstein erinnert an einen armen Menschen, der 2004 dort ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt ist. Ich mit meiner Höhenangst halte eh immer Abstand vom Rand.
Kilkee Cliffs


Über die Ausläufer des Burren, einer steinigen, mondartigen Karstlandschaft erreichen wir schließlich Doolin. Seit über einer Stunde sind uns schon keine Fahrzeuge auf unserer abgelegenen Route über enge Sträßchen mehr begegnet. Nun geht es hinunter zum Campingplatz mit einer tollen Aussicht auf die „Cliffs of Moher“.
Die Nacht ist wieder stürmisch und es schüttet wie aus Eimern.
Sonne begleitet uns am nächsten Tag bei unserer Wanderung über die Cliffs. Leider auch sehr viele andere Menschen. Dies war uns jedoch schon bewusst. Trotzdem fanden wir die Klippen sehr beeindruckend. Und je weiter der Weg sich vom Besucherzentrum entfernte, desto weniger Menschen waren auch (in FlipFlops und Turnschuhen) unterwegs.
Nagles Camping Ressort/Cliffs of Moher

Cliffs of Moher


Gegenverkehr
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RichyG am 21 Jul 2016 11:44:51

Galway ist unser nächstes Ziel. Wir erreichen die Stadt in der Rushhour und finden den angepriesenen Stellplatz am Hafen als nicht mehr existent vor. Die Anschlüsse für Wasser und Strom sind verhüllt und das Übernachten verboten. Der CP „Salt Hill“ wird unser Ausweichquartier und wir bekommen einen Stellplatz unmittelbar am Meer. Dieses war nicht sehr begeistert von unserem Anblick, denn es zog sich über Nacht viele Meter weit zurück. Der Tidenhub ist schon überall sehr bemerkenswert. Ganze Hafenanlagen liegen in Irland (und sicher auch anderswo) völlig trocken und die Schiffe traurig auf der Seite.
CP Salt Hill/Galway

Der nächste Tag gehört erst mal Galway. Uns hat die Stadt ganz gut gefallen. Und am Vormittag sind die Touristen eher unauffällig im Stadtbild. Schön sind die schon anderweitig beschriebenen Musiker/Innen im gesamten Stadtbild. Auch wir haben gerne zugehört und unseren Obolus entrichtet.

Galway ist mit 75.000 Einwohnern Universitätsstadt. Auffallend deshalb die vielen jungen Menschen in der Stadt. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier nur irisch gesprochen. Viele Bezeichnungen sind deshalb zweisprachig in Englisch und irisch oder auch nur in Irisch ausgeführt. Ebenso die allermeisten Hinweisschilder auf Orte unterwegs.
Wir haben übrigens ganz hervorragend Fish and Chips (Catch oft he Day) gegessen. Zum moderaten Preis von 30€ incl. Salat und zwei Guinness.

Der Abend sieht uns dann in Cong, wo wir wieder einmal dem prasselnden Regen zuhören. Hier im Ort wurde übrigens in den 50er Jahren von John Ford der Film „The Quiet Man“ mit Maureen O´Haara und John Wayne gedreht. Überall wird an diese große Zeit erinnert und am Campingplatz mit dem Namen „The Quiet Man“ läuft dieser Film jeden Abend um 20:30 Uhr in TV und garantiert in schwarz/weiß.
Am nächsten Morgen ist die Sonne unsere Begleiterin beim Besuch der „Cong Abbey“ (oder dem, was seit dem 12. Jahrhundert von ihr übrig ist), ihrer Gärten und der angrenzenden Wälder.



Die Wanderung durch die irischen Laubwälder hat ihren ganz besonderen Zauber. So habe ich mir als Kind die Wälder des Robin Hood immer vorgestellt. Dunkel vom Laub. Die uralten Bäume von unten bis oben mit Rhododendren bewachsen. Geheimnisvolle Mauern und überwucherte Reste von Gebäuden aus einer fernen Zeit mitten Wald. Geheimnisvoll und wunderschön. Nur Vögel sind zu hören und das Knarzen und Rauschen der Bäume im Wind. 50 Meter hohe Redwoods und riesige verzweigte Zedern, die irgendjemand vor langer Zeit hier gepflanzt haben mag, stehen am Wegrand und begeistern uns.
Drei Stunden sind wir so auf einem Rundweg unterwegs, bevor wir wieder in Cong eintreffen.
Da wir vom Wandern noch nicht genug haben, fahren wir noch ein Stück weiter nach Clonbur.
Auf schmalsten Wegen (einmal mehr sind wir froh um unser schmales BobbyCar) erreichen wir einen kleinen Wanderparkplatz und starten dort hinauf auf dem „Mount Gable“ mit seinen 416 Höhenmetern. Die Aussicht ist gigantisch und der Wind gleichsam. Es ist nicht möglich die Filmkamera auf das Stativ zu stellen. Man müsste es im Boden vertäuen. Die Aufnahmen gelingen durch die unglaublichen Böen nur verwackelt. Das fängt kein Stabilisator der Welt auf. Der Boden ist selbst hier oben vollgesaugt mit Wasser und wir sinken immer wieder in der moorartigen Landschaft ein. Trotzdem hat sich der steile und mühsame Aufstieg gelohnt.


FastFood44 am 21 Jul 2016 11:58:38

DANKE

Heute in einer Woche fahren wir. 4 Wochen haben wir Zeit.
Ich habe deinen Bericht verschlungen! Kommt noch mehr???? :D

HeikeD am 21 Jul 2016 12:03:33

Sehr schöne Bilder, danke für den tollen Bericht!

Jetzt freue ich mich noch mehr auf das übernächste Jahr, da ist bei uns Irland auf dem Reisekalender schon fest eingetragen.

RichyG am 21 Jul 2016 12:06:51

Wir verbringen den ganzen nächsten Tag im Auto und fahren durch die Seen- und Moorlandschaften Connemaras im äußersten Westen Irlands.


Dazu bescheint uns meist die Sonne und wir bestaunen mal wieder die Vielseitigkeit irischer Natur. Für unsere Mittagsrast suchen wir uns eine verlassene Pier und stehen dort ruhig und mit schönem Blick über die Bucht.

In Clifden angekommen hat uns auch der Regen wieder eingeholt und gießt sich stundenlang über uns aus. Der geplante Wandertag im Connemara-Nationalpark fällt also buchstäblich ins Wasser und wird mit einem Besuch des Städtchens Cliffden und der Fahrt direkt zum Nationalpark ersetzt.
Ein schöner Rastplatz unterwegs ist der Parkplatz gegenüber "Omey Island". Es hätte eigentlich unser Traumübernachtungsplatz sein sollen. Aber ein kleines Hinweisschild (No Overnight Camping) verhindert dies. Bestimmt hätte uns hier niemand vertrieben oder gar kontrolliert. Aber wir respektieren grundsätzlich solche Ausschilderungen in unseren Gastländern.
Bei Low Tide kann man sogar mit dem Auto über eine ausgewiesene Route zur Insel fahren. Wir gehen lieber zu Fuß.



Dort stehen wir auf dem ruhigen Parkplatz über Nacht, um gleich am Morgen zur Wanderung auf den „Diamond Hill“ aufbrechen zu können.
Mit leichtem Nieselregen beginnt dieser neue Tag und wird dann zwei Stunden später im Fiasko enden. Kurz vor dem Gipfel wird aus dem Nieselregen Starkregen und der böige Wind frischt zum Orkan auf. Wir können uns kaum noch auf den Beinen halten und können uns schief in den Sturm legen, wie in einem Windkanal. Die Regenabdeckungen werden trotz Befestigungen von den Rucksäcken gerissen und die Wanderkleidung weicht durch. Nass bis auf die Haut brechen wir den Aufstieg ab und kommen total fertig beim BobbyCar an. Trockene Klamotten und ein Tee bringen uns wieder auf die Beine. Der Schock kommt beim Auspacken des Rucksackes. Auch dort steht das Wasser ca. 2 Zentimeter tief und in dieser Lache liegt meine ziemlich teuere Filmkamera und haucht dort ihr Leben aus (für immer wie sich später herausstellt). Wenigstens die SD-Karten mit dem bisherigen Filmmaterial waren zu retten. Ein Sch…tag!!!!

haralddoerr am 21 Jul 2016 12:27:44

Danke für den tollen Bericht. Echt klasse gemacht und sehr schöne Fotos. Harald

RichyG am 21 Jul 2016 12:33:33

Die Wicklow Mountains auf der Ostseite der Insel sind unser nächstes Ziel.
Über die Autobahn, die nur einen geringen Betrag kostet, erreichen wir den Dunstkreis von Dublin. Biegen jedoch zuvor in Naas rechts ab und erreichen die R 759. Eine wundervolle Fahrt durch eine weitere phantastische Landschaft liegt vor uns.


Die Wicklow Mouintains sind eine sehr verlassene Gegend. Auffallend sind die vielen Heidekräuter und der Königsfarn, welcher ganz Hügel bedeckt. Die Ebenen sind weite Moore, die durch die Abholzung in frühen Jahren entstanden sind. Wunderschöne Aussichtspunkte wie Sally Gap, lassen uns immer wieder verweilen. Unser CP für diese Nacht liegt in Redcross (River Valley Holiday Park) und ist eine sehr große Anlage mit einem Extrabereich für Urlauber ohne Kinder. Die Stellplätze sind groß und sehr gut ausgestattet mit Strom, Wasser und Abwasser. Für 26,-€ incl. fast geschenkt.




Der letzte Teil unserer Reise geht an der Küste entlang zurück nach Rosslare.
Da wir zwei Tage eher im Hafen sind wie ursprünglich geplant, müssen wir unsere Fährtickets umbuchen. Nach mehreren Anrufen bei ADAC-Deutschland war dies dann auch kein Problem und verursachte keine Mehrkosten. Direkt bei Stena-Line war dies nicht möglich, obwohl noch viel Platz auf dem Schiff war.
Wir überbrücken die Zeit bis zur Abfahrt mit einem wunderbaren zweistündigen Spaziergang an der Steilküste Richtung Süden. Am Greenore Point genießen wir ein letztes Mal die Aussicht aufs weite Meer und machen uns auf den Rückweg.


Um 20:30 Uhr beginnt das Boarding und pünktlich um 21 Uhr legt die Fähre Richtung Fishguard ab, dass wir gegen 0:30 Uhr erreichen. Es ist nur ein Kilometer bis zu unserem schon bekannten SP am Parkplatz mit Sicht aufs Meer. Nach zwei Gläsern Whiskey gelingt es uns einzuschlafen.


Wir wachen bei Sonnenschein auf und haben nach dem Frühstück einen langen Ritt durch Wales und England vor uns. Am Abend wollen wir die Fähre in Dover nach Calais erreichen.
Durch Wales bezaubern uns immer wieder die lieblichen Landschaften und tollen Wolkenformationen. Rund um den Großraum London dichter, jedoch kein stehender Verkehr. Durch die rücksichtsvolle und vorausschauende Fahrweise der Briten gibt es im dichtesten Autobahnverkehr keinen Stau. Es flutscht immer irgendwie und macht Spaß, dabei zu sein. Kaum ist der Blinker gesetzt, tut sich wundersamer Weise eine Lücke zum Einscheren auf. Kein Drängeln, keine Lichthupe und schon gar kein Gehupe.
Stressfrei aber doch ziemlich müde erreichen wir Dover und stellen uns auf weitere Telefonate mit dem ADAC wegen unserer Fährtickets ein. Da wir jedoch plötzlich im Hafen stehen wage ich es, einfach zum Check-in zu fahren. Hier ist das Fahren mit der Fähre wie Straßenbahnfahren. Ticket (mit anders ausgestelltem Datum) hingelangt, Fährticket ausgehändigt bekommen und ab die Post. 30 Minuten später (18 Uhr Ortszeit) rollen wir auf die Fähre nach Calais und treffen dort 20:30 Uhr (Ortszeit) ein.
Französische Küste im Abendlicht

Schnell ist ein relativ ruhiges Plätzchen gefunden und unser Whiskey hilft nach dem Abendessen wieder beim Einschlafen.

Am späten Morgen fahren zunächst nach Calais ins Zentrum um Baguette zum Frühstück zu besorgen. Wir wundern uns, über die französischen Langschläfer. Es ist Donnerstag und niemand auf den Beinen! Erst als die Nachrichten sender von Feierlichkeiten in Paris berichten wird uns bewusst: 14. Juli! Nationalfeiertag! Gott sei Dank nicht für Bäcker. So steht einem ausführlichen Frühstück an der Hafenmole nichts mehr im Wege.
Die weitere Heimfahrt erfolgt mit einer längeren Unterbrechung an der Lahn. Spontan entschließen wir uns nach einem Blick auf die Wetterkarte hier noch einige Tage Sonne zu tanken und zu relaxen. Wir verbringen die Tage mit Wanderungen rund um Diez an der Lahn und fahren dann am Sonntag wirklich erholt und gerne wieder nach Nürnberg. Dort treffen wir nach Fahrt im beginnenden dichten Ferienverkehr wohlbehalten, fröhlich und gesund ein.

Ich hoffe,
ich konnte allen mit dem Ziel Irland mit meinem Bericht und der kleinen Auswahl unserer Bilder ein wenig Vorgeschmack auf die Reise geben und den anderen, die schon dort waren, eine kleine Erinnerung.
In 49 Monaten werden auch wir ohne Zeitdruck auf Reisen gehen können. Dann sieht uns Irland auf jeden Fall wieder!!!

RichyG am 21 Jul 2016 12:42:55

zulu hat geschrieben:Aber ich war nun öfter auf Pass-Strassen in CH unterwegs... max. 2,3m" ...
und m.W. gilt im Fall des Falles doch "von Aussenkante Aussenspiegel bis Aussenkante Aussenspiegel" - oder?
...was wäre dann im Fall eines Unfalls...? Und wer ist die schwarze Schönheit vor dem weissen Blech?

Hallo zulu,
Nein, wir hatten keinen Kontakt mit der GARDA, wie die Polizei in Irland heißt. Da wird auch nichts vermessen so von Außenkante zu Außenkante usw. Im Falle eine schweren Unfalles vielleicht. Aber darüber mache ich mir auf meinen Reisen keine Gedanken. In der CH würde ich mich auch an solche Vorgaben halten.Aber sowas entscheide ich immer spontan und vor Ort. Da interessiert mich auch die Versicherung nicht. Man muß halt Vernunft walten lassen!
Die schwarze Schönheit war eine Zufallsbekanntschaft.
Und, danke für die Rückmeldung!

Lancelot am 21 Jul 2016 13:08:54

Richy : toller Bericht ... :gut:
Schöne Strecke, schöne Bilder, zum Glück konntest Du wenigstens Deine Speicherkarte retten.

:dankeschoen:

gnarz18 am 21 Jul 2016 13:14:42

Vielen Dank Richy für den informativen und unterhaltsamen Reisebericht, da werden Erinnerungen wach. Für so ein tolles Reiseland sind vier Wochen wirklich zu wenig. :ja:

Gruß
Michael

RichyG am 21 Jul 2016 13:16:25

Danke für die Blumen Wolfgang!
Ja, es werden wohl die letzten Filme sein die ich gedrecht habe. Der Schnitt und die Vertonung mit Kommentaren usw. waren immer sehr mit sehr viel Aufwand verbunden. Vielleicht hat es so sein sollen. Ich werde wohl in Zulunft nur noch fotografieren.

RichyG am 21 Jul 2016 13:17:37

Danke für die Rückmeldung Michael!
Vier Wochen sind eigentlich immer zu wenig. Egal für welches Reiseland :wink:

wwolter am 21 Jul 2016 13:26:19

Ja Richy, auch von mir ein Dankeschön für den tollen Bericht! Respekt für Euer Stehvermögen (im wahrsten sinne des Wortes) bei den geschilderten Wetterkapriolen!
Beste Grüße von Wilhelm

RichyG am 21 Jul 2016 13:35:47

Danke Wilhelm,
wir sind reiseerfahren und ziemlich wetterresistent :wink: Uns "haut" so schnell nix um!

19grisu63 am 21 Jul 2016 13:54:32

Danke für die vielen schönen Bilder und den Bericht und schön, dass Ihr gut wieder zuhause angekommen seid :ja:

RichyG am 21 Jul 2016 13:56:54

Servus Steffen,
danke für Deine Rückmeldung! Ja, wir sind wieder gut und vollständig :wink: in Nürnberg angekommen!

innisfree am 21 Jul 2016 14:54:31

Super Bericht, auch für einen der lange in Irland im Tourismus gearbeitet hat. Keine Klischees zitiert, sondern präzise geschildert.

Zu den Schildern (Gewicht, Maße): die Iren, speziell Bus- und LKW-Fahrer nehmen Schilder oft nur als freundliche Empfehlung. Auch auf Connor-Pass oder Beara-Pass kann einem ein LKW begegnen, manchmal auf einsamen Straßen auch der Schulbus, so dass man zurückstoßen muss. Aber wo ein Bus fährt, kommt eine kompaktes WOmo immer durch.
Dichte Hecken, die in die Straße hineinwachsen sind manchmal ein Problem für Kratzer auf den Fensterscheiben oder für einen Alkoven. Leider sind die Hecken auch nicht weich, sondern robust.

Tip: Den Ring of Kerry fahren die Touristenbusse meistens gegen den Uhrzeigersinn, was speziell auf der Strecke Waterville-Caherdaniel das Leben erleichtert.

Viele Grüße

Innisfree

RichyG am 21 Jul 2016 15:02:04

Hallo Innisfree,
danke für Deine Antwort. Wir haben kaum Busse im Gegenverkehr gehabt. Wo und warum auch immer. Und mit gegenseitiger Verständigung klappt es ja immer, wenn es mal eng wird. Aber wer Angst wegen Kratzern im Fahrzeug hat, sollte sich auf jeden Fall ein anderes Ziel suchen.

Hoss am 21 Jul 2016 18:58:13

Danke für diesen tollen Bericht und die vielen klasse Bilder. :daumen2:

Roman am 21 Jul 2016 20:29:56

Hallo Richy,

kann es sein, dass ihr euch den berüchtigten Irlandvirus eingefangen habt.....?.... :mrgreen:

Toller Bericht mit Fotos, die die Atmosphäre von Irland wunderbar einfangen.

Gruß
Roman

Rockerbox am 21 Jul 2016 20:35:09

An Richy,

besten Dank für den klasse Bericht und die super Bilder, damit rückt Irland auf meine "Noch-zu-besuchen-Liste"! :D

RichyG am 21 Jul 2016 22:29:23

Ich danke Euch für Eure Meinungen zu meinem Bericht.
Roman, DEIN Lob für meine Bilder adelt mich ;D

Jonah am 22 Jul 2016 00:36:25

Super schöner Reisebericht, hat richtig Spaß gemacht ihn zu lesen, vielen Dank.

RichyG hat geschrieben:In 49 Monaten werden auch wir ohne Zeitdruck auf Reisen gehen können. Dann sieht uns Irland auf jeden Fall wieder!!!


Oh man, mein Neid ist euch sicher. :ja:

Nexxolotte am 22 Jul 2016 09:34:42

Danke für diesen tollen Reisebericht!!! Und den gelungenen Fotos!!
Grüsse aus dem Westerwald

RichyG am 22 Jul 2016 09:49:22

Herzlichen Dank für alle Eure Rückmeldungen!!!

RichyG am 22 Jul 2016 09:52:26

Und das wollte ich noch nachreichen. Hatte beim Hochladen im Reisebericht wohl einen Fehler gemacht.

Weder der Rechte noch der Linke gehört uns :wink:

Lancelot am 22 Jul 2016 10:12:34

Man sieht : paßt doch :!:
Wieso wird immer erzählt Irland geht nur mit schmalen Autos ? Hier passen auch zwei dicke ... :ja:

RichyG am 23 Jul 2016 16:51:55

Aus gegebenem Anlass möchte ich noch eine Ergänzung anhängen:
Wir waren unter anderem mit dem "WOMO-Reiseführer-Irland" unterwegs. Zumindest die Grobplanung unserer gesamten Tour basierte auf diesem Reiseführer. Wir haben darin viele nützliche Tipps für Sehenswürdigkeiten, sowie SP und CP gefunden. Natürlich teilten wir nicht in allen Punkten die Meinung der Autoren/des Autors. Als Hilfsmittel für eine (oder auch mehrere :wink: ) Irlandreisen können WIR ihn jedoch uneingeschränkt empfehlen. Im Zusammenhang mit dem etwas schwierig zu handhabenden Kartenwerk "Official Road Atlas Ireland" im sehr guten Maßstab 1/210.000 war die Routenplanung und -findung einfach.

Faoinn am 23 Jul 2016 19:55:05

Hallo Richy,
vielen Dank und Gratulation zu diesem wunderbaren Reisebericht mit sehr, sehr schönen Fotos !!! Ich habe während eurer Reise immer wieder an euch gedacht, vor allem dann, wenn das Wetter weniger schön war. In diesem Jahr war hier der Mai der bisherige "Knallermonat" mit 3 Wochen sommerlichem Wetter. Das ging mit einer kurzen Unterbrechung weiter bis Mitte Juni, seither ist es unbeständiger gewesen, fast April-Wetter mit - wie die Iren sagen - "for seasons in one day", aber dazwischen auch immer Sonne und schöne Abschnitte. Am 19.07. war der bisher heißeste Tag im Jahr mit 30 Grad :-O , da drehten alle Leute durch und die Zeitungen überschlugen sich mit Superlativen.
Euren Bericht habe ich mit großer Freude gelesen und die Reise sozusagen "im Kopf" mitgemacht, denn an den meisten Orten waren wir schon mit unserem WOMO. Ihr habt euch offenbar auch nicht zu sehr gehetzt nach dem Motto: Wir müssen aber noch unbedingt bis da und dort hin kommen , das ist ein Fehler, den m.E. nicht wenige WOMObilisten machen. Es ist viel sinnvoller, sich auf eine oder zwei größere Regionen zu konzentrieren (z.B. der Südwesten und/oder Nordwesten bis Sligo), und sich Donegal und Nord-Irland oder das Landesinnere und die Ostküste für später aufzuheben. Ist natürlich alles eine Frage des Zeitbudgets, bei 4 Wochen muss ich anders planen als bei 3 oder 4 Monaten.
Zwei Fragen habe ich noch:
1. Hat das mit dem DVB-Empfang geklappt (du hattest da ja mal angefragt) oder musstest du doch die Schüssel ausfahren und justieren ?
2. Wo ist den dieser schöne Stellplatz bei Fishguard genau, kannst du mir die Koordinaten oder eine Wegbeschreibung geben (wir fahren nämlich Ende August nach Deutschland, nehmen dabei die Fähre Rosslare - Fishguard, wo wir nachts ankommen und möglichst vor Ort übernachten wollen) ?
Viele Grüße von der "Grünen Insel" und eine gute Zeit weiterhin in der Heimat !
FAOINN (=Finn)

Beefeater57 am 23 Jul 2016 22:36:16

Hallo, Richy
Super Bericht und klasse Bilder.Muß auch wieder mal hinfahren,ich habe noch 54 Monate und dann....

Bernd

RichyG am 24 Jul 2016 08:56:36

Servus Finn,
und danke für die Blumen :wink:
Zu DVB-T: Bis auf zwei mal immer Empfang mit deutschem Receiver und mit kleiner Stabantenne und - IN HD!!! :eek:
Zum SP-Fishguard: Wenn Du von der Fähre kommst, noch ca. 500 Meter. Dann kommt auf der linken Seite (vor der Rechtskurve, welche aus dem Ort den Berg hinaufführt) ein Parkplatz mit Blick in die Bucht. Solltest Du ihn auf Google nicht finden, suche ich Dir gerne noch die Koordinaten heraus. Melde Dich dann bei mir!

Faoinn am 24 Jul 2016 13:13:22

RichyG hat geschrieben:Servus Finn, Bis auf zwei mal immer Empfang mit deutschem Receiver und mit kleiner Stabantenne und - IN HD!!! :eek: Zum SP-Fishguard: Wenn Du von der Fähre kommst, noch ca. 500 Meter. Dann kommt auf der linken Seite (vor der Rechtskurve, welche aus dem Ort den Berg hinaufführt) ein Parkplatz mit Blick in die Bucht.

Hello Richy,
besten danke für die rasche Rückantwort. Mit einer Stabantenne und HD, das ist ja echt surprising ! Ich vermute, das Signal wird noch irgendwie verstärkt über einen zwischengeschalteten Antennenverstärker oder dein Receiver macht das gleich mit.
Den Stellplatz werde ich auf Grund deiner Beschreibung sicher leicht finden. Ist ja gar nicht weit entfernt vom Terminal und kaum zu verfehlen. Danke dennoch für das Angebot mit den Koordinaten, ist aber wirklich nicht nötig.
LG
Finn

Aretousa am 24 Jul 2016 15:04:40

Hallo Richy,

auch ich habe nun deinen Bericht endlich gelesen und muss sagen, er ist einfach nur klasse. So schöne Bilder und eindrucksvolle Schilderungen.
Und wieder macht sich da die Sehnsucht, wieder einmal nach Irland zu reisen, breit.

Was du zum Womo- Irland Buch schreibst kann ich so unterschreiben. Auch wir fanden es informativ, mit einigen guten Tipps und gut zu lesen, evtl. weil nicht von Schulz persönlich verfasst. :wink:

Und solltet ihr mal wieder in Diez übernachten, wir wohnen knapp 2 km entfernt und zeigen jedem, der es möchte, furchtbar gerne die Limburger Altstadt.

Vielen Dank nochmal.

RichyG am 24 Jul 2016 15:07:06

Hallo Finn,
gerne geschehen! Übrigens kein Verstärker für den Empfang. Ganz wie in Deutschland und ganz einfach. Nur eben HD. Da sind uns die Iren voraus. Keine Ahnung warum man uns in Deutschland nun eine totale Umstellung wegen dem HD-Empfang verlaufen muß.

RichyG am 24 Jul 2016 15:10:14

Hallo Lena,
das ist ja witzig! Wir wollen nächstes Jahr mal wieder in Deutschland urlauben. Vor allem wahrscheinlich im Ruhrgebiet. Beginnen wollen wir allerdings in Diez, weil es uns hier so gut gefallen hat. Dann vielleicht bis 2017 :ja:
Schönen Sonntag noch an die Lahn!

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