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Dover ferry passengers delayed by French security checks


elinor am 23 Jul 2016 13:02:19

Nix geht mehr in Dover:

--> Link

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FastFood44 am 23 Jul 2016 14:21:05

Danke für die Info.
Wir starten nächste Woche über Dünkirchen - Dover.
Zurück dann Dover - Calais.
Ist ja noch ein Weilchen.....

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Stefan-Claudia am 23 Jul 2016 15:26:35

Der STERN meldet : --> Link

Zitat :

+++ 07.27 Uhr: Schwimmende Flüchtlinge legen Hafen von Calais lahm +++

Im Hafen von Calais haben Flüchtlinge versucht, schwimmend auf die Fähren von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Wegen einer Rettungsaktion wurde der Fährverkehr in der Nacht zum Samstag vorübergehend gestoppt, wie Rettungskräfte mitteilten. Die Flüchtlinge waren demnach kurz nach 02.00 Uhr auf dem Weg zu den Verladestegen der Autofähren im Wasser entdeckt worden. Ein Flüchtling erreichte selbst das Ufer, ein zweiter wurde von einem Rettungsboot geborgen.

An der Rettungsaktion waren Boote von Hafen- und Zollbehörden, Fischkutter, Rettungsschwimmer und ein Helikopter der französischen Marine beteiligt. Der Hafen war eineinhalb Stunden lahmgelegt. Alle Fähren nach England blieben vorerst im Hafen, auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals in Dover mussten Schiffe warten.


aktuellere Meldungen kann ich z.Zt. nicht finden.

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schaschel am 25 Jul 2016 19:01:39

...um auf elinor´s Themenstart zurückzukommen: genau da standen wir vorgestern mittendrin. Es ist ganz nüchtern betrachtet folgendes dazu zu sagen: Es gab keinerlei erkennbare zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen oder zusätzliches Personal, das am Verkehrschaos Anteil hatte. Ich behaupte das, weil ich den Hafen von Dover seit über 30 Jahren kenne und nutze und weil ich als ehemalige "Sicherheitskraft" auf langjährige Erfahrung zurückgreife. Die Behauptung, daß das Verkehrschaos irgendwelchen angeblichen Sicherheitsmaßnahmen geschuldet ist/ war, ist schlicht falsch.

Als unübersehbarer Grund für das Chaos hat sich dagegen das betont zeitverzögerte und als schikanös zu bezeichnende Eincheckverhalten der DFDS- Mitarbeiter (keineswegs der Sicherheitskräfte!) unzweifelhaft herauskristallisiert. Alle Reisenden, die selbst im Hafen über Stunden auf ihr Einchecken zu warten hatten, haben das hautnah miterlebt. Bei DFDS nahm man sich die Freiheit, bei vier geöffneten Schaltern und einer persönlich ermittelten Durchschnittszeit von 10,5 Minuten/ Fahrzeug nach Adam Riese so um die 23 Fahrzeuge pro Stunde einchecken zu lassen. Wie viel mehr Fahrzeuge in der gleichen Zeit sich über zig Stunden an den Stauenden hinzuaddiert haben, kann sich jeder sehr gut vorstellen, wenn er die Fotos von elinors Link betrachtet.

Es gab entwürdigende Szenerien z.B. im Hafengelände, wo natürlich etliche Kinder und Frauen in arge Bedrängnis mit ihrer Notdurft kamen und vom "Personal" rudelweise zum Pinkeln abgeholt wurden- das jedoch viel zu selten. Nein, ich beklage mich nicht über einzelne Mitarbeiter, die das Arbeiten nicht erfunden haben. Diese Geschichte war aus welchem Grund auch immer ganz augenscheinlich "von oben" so angeordnet, jedoch wohl kaum aus "Sicherheitsgründen", sonst hätte man das schließlich guten Gewissens kommunizieren können. Es gab wie erwähnt kein zusätzliches, sondern eher weniger Personal bei den Sicherheitskräften, keine über das normale Maß hinausgehende Paß- oder Personenkontrolle und gleich gar nicht irgendwelche für mich ersichtlichen ausführlichen Fahrzeugdurchsuchungen, die man auch nur entfernt als tatsächliche zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hätte erkennen oder werten können.

Andere Mitreisende meinten darin Retourkutschen Frankreichs auf den beabsichtigten Ausstiegs Britanniens aus der EU zu erkennen- ich kenne die wahren Gründe für dieses Umgehen mit den Passagieren nicht, verurteile es aber als völlig unangemessen und respektlos. Besonders deshalb, weil ich auf Nachfrage bei einem DFDS- Mitarbeiter nach dem Grund für diese ungewöhnliche Verzögerung lediglich ein süffisantes Grinsen, nicht jedoch eine gescheite Antwort erhielt.

Als wir dann gegen Mitternacht endlich übergesetzt hatten (mindestens zehn Stunden später als ohne diese Zeitschinderei möglich gewesen wäre), gab es für die Touris in ihren Fahrzeugen kurz vor der belgischen Grenze noch ein kleines Abschiedsbonbon: die Autobahn wurde einspurig (aufgenagelt, nicht temporär) und dann an einer Abfahrt obwohl sie vollkommen unbeschädigt war, bis zur Wiederauffahrt 100 m weiter komplett gesperrt. Stau, weiterer Zeitverzug. Das ganze Kasperltheater von Touristenfahrzeugen durfte im Gänsemarsch schöööön langsaaam runter, unten durch einen Kreisverkehr und drüben wieder auf die Bahn drauf. Ohne Kontroll- oder Sicherheitsmaßnahmen, ohne jede weitere Information, ohne daß überhaupt eine Person oder ein Fahrzeug dort gewesen wäre. Meine unmaßgebliche Meinung dazu: sinnfreie Schikane. Ich neige nicht dazu, populistischem Geheule schnell zu folgen, aber diese Erlebnisse haben für mich ein Geschmäckle.

daktari110 am 25 Jul 2016 21:31:35

Da haben wir uns ja nur knapp verpasst...
Wir sind am Freitag bereits von Nord-Wales Richtung Kent gereist, um wegen des Ferienanfangs in England einen Tag Puffer bis zu der für Sonntagvormittag gebuchten Fährüberfahrt zu haben. Kurz vor Ashford standen wir dann eine gute Stunde im Stau, die Autobahn war hier wegen eines Unfalls mit mehreren Fahrzeugen kurzfristig gesperrt. Da wir sowieso noch im Outlet in Ashford einige Einkäufe für die Verwandschaft abarbeiten mussten, konnten wir der Blechlawine entkommen. Glücklicherweise haben wir uns dann spontan gegen eine Weiterfahrt auf der A20 Richtung Folkestone zum eigentlich geplanten Übernachtungsplatz entschieden und sind statt dessen in die Romney Marsh gefahren. Hier habe ich dann, mehr aus Zufall, mir die neuesten Tweets von P&O angesehen
Da war dann schon von Wartezeiten von bis zu 12h die Rede. Also Folkestone CC&C Campsite für die letzte Nacht gecancelt, statt dessen einen sehr schönen Tag in Lydd-on-Sea verbracht, immer die aktuellen Meldungen von P&O und Dover Port verfolgend. Nach einer kurzen Nacht auf dem Strandparkplatz sind wir, um unsere Fähre um 11:10 Uhr zu erreichen, dann um 4:00 Uhr über Nebenstraßen via Folkestone und Capel-le-Ferme Richtung A2 gestartet, die glücklicherweise deutlich weniger frequentiert war als die M/A20. Eine Stunde für die knapp 30 Meilen von Lydd bis zum Hafen waren quasi Lichtgeschwindigkeit, im Hafen hat es dann aber noch mal drei Stunden bis zum Check-In gedauert .
Bei uns haben die Franzosen gar nicht kontrolliert, es war aber ein bisschen wie im Autoballett - von 9 Spuren am Hafeneingang auf 4 Spuren bei der (nicht stattfindenden) Passkontrolle, dann auf zwei Spuren für die Sortierung auf P&O und DFDS, dann wieder auf 6 Spuren beim Check-In bei P&O (nur 3 bei DFDS). Der Check-In bei P&O ging aber sehr fix, glücklicherweise konnten wir direkt auf die Fähre rollen, die nur wenige Minuten später ablegte.
Der Nachbar auf der Fähre hat insgesamt 14h vom Stauanfang bis zum Schiff gebraucht .
Die A20 Richtung London war den ganzen Samstag und Sonntag gesperrt, Coast Guard und Kent Police hatten hier Dixi-Klos aufgestellt und haben 11000 Flaschen Wasser an die Gestrandeten verteilt.
Die Schikane der Franzosen auf der Autobahn vor der belgischen Grenze hat uns dann nochmals 1,5h gekostet - danke, liebe Franzosen
Wir haben gelernt, nie wieder zum Ferienanfang zu reisen, leider ging es aber dieses Jahr nicht anders.
Heute läuft der Verkehr und die Abfertigung in Dover wieder reibungslos und ohne größere Verzögerungen, die A20 ist wieder in beide Richtungen befahrbar.
Grüße, gute Reise und reichlich schönes Wetter allen demnächst in den UK-Urlaub Startenden.

celso am 25 Jul 2016 22:49:39

Hallo Alfred, hallo Stefan,
mit euren Berichten hinterlasst ihr echt ein paar Fragezeichen bei mir.
Bin mal gespannt, ob da noch etwas Licht in die Sache kommt.
Kann es sich eventuell um eine Arbeitskampfmaßnahme gehandelt haben (Dienst nach Vorschrift)?
Liebe Grüße
Celso

Scimitar am 26 Jul 2016 00:06:32

Moin,
wir sind heute Morgen über Dover mit DSDF nach Dünkirchen gefahren. Hatten die 10.00 Uhr Fähre gebucht.
Wir sind um 7.30 Uhr in Dover angekommen, an der Passkontrolle war ein wenig Stau. Nach 10 min. waren wir durch und sind dann zum Checkin Schalter gefahren. Dort wurden wir schnell und ohne Probleme abgefertig und gefragt ob wir die 8.00 Uhr Fähre nehmen möchten. Klar wollten wir und sind dann ca. 7.50 Uhr in die Fähre gerollt.
Auf der Spur für die Einschiffung P&O stand eine sehr lange Schlange.

schaschel am 26 Jul 2016 08:02:15

Es könnte sich durchaus um so was wie Dienst nach Vorschrift gehandelt haben, doch wie soll man das zuverlässig wissen? Nach meinen Beobachtungen hat es sich wie beschrieben nicht um den offiziell vorgeschriebenen Grund "zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen" gehandelt. Die Art, wie die Passagiere für dumm verkauft wurden, war schon etwas dreist, um das vorsichtig auszudrücken.

Beim Verlassen der Isle of Man in Richtung England mit der Steam Packet- Fähre hat es Fahrzeugdurchsuchungen u.a. durch Hundestaffeln der Polizei und weitere Überprüfungen gegeben, nicht jedoch in Dover. Der Umgang mit den Passagieren dort zur fraglichen Zeit war für mich in keiner Weise nachvollziehbar.

ottomar am 27 Jul 2016 11:05:13

Das scheint sich - und mich - ja wieder beruhigt zu haben.

Ich kann jedenfalls aktuell keine negativen Meldungen mehr finden.

daktari110 am 27 Jul 2016 17:36:32

Läuft alles wieder rund, stets aktuelle Infos gibt es hier:
--> Link
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Laut Aussage Port of Dover war der Hauptgrund für die extreme Staubildung die unzureichende Besetzung der Kontrollschalter durch die französischen Behörden. So waren in der Nacht von Freitag auf Samstag nur drei Beamte im Einsatz, die neben der Vielzahl von PKWs auch hunderte von Reisebussen zu kontrollieren hatten. Und das zum Ferienanfang im UK...
Nachdem im Laufe des Samstags wieder mehr Schalter besetzt waren und die Kontrollen erleichtert, bzw. teilweise ganz eingestellt wurden, löste sich der Mega-Stau (sehr langsam) auf. Sowohl DFDS als auch P&O setzten zusätzliche Schiffe ein, um die Massen auf den Kontinent zu befördern.
Gruß,

Stefan


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