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Trenntoilette 1, 2, 3, 4, 5 ... 32


Helmut5858 am 24 Jul 2016 09:21:41

Liebe Forums-Mitglieder,

ich baue derzeit selbst ein WoMo aus und befinde mich aktuell bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Toilette.

Wer von Euch hat eigene Erfahrungen mit Trenntoiletten und würdet Ihr so etwas wieder verbauen? Welche Marke/Typ habt ihr oder evtl. sogar einen Eigenbau?

Die Forums-Mitglieder Oliver und Harriet ("Stadtmaus") haben eine Kompost-Trenntoilette in ihrem Woelcke-Explorer und ich bin schon gespannt auf deren Erfahrungen. Gibt es sonst noch jemanden, der eine Trenn-Toilette benutzt?

Danke für Eure Infos und schöne Grüße

Helmut

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Stephan2703 am 24 Jul 2016 09:46:31

Hallo,

ich vermute, du meinst so eine Toilette, bei der Urin und Kot getrennt voneinander aufgefangen werden. In Scandinavien findet man das öffter in Häusern und ich habe mich damit auch schon befasst. Im Haus macht das Sinn weil dort richtig viel Trinkwasser für die Toilettenspülung gebraucht wird. Eingebaut habe ich so ein Teil dann aber doch nicht, da man ja auch mal Besuch hat und diesem so ein Teil wohl nicht zumuten kann. Ich hätte auch keine Lust, dem Besuch erst mal eine 15 Minütige Einführung in den Gebrauch meiner Toilette zukommen lassen zu müssen.
Aber zurück zum Wohnmobil. Welchen Sinn würde es dort machen? Wassersparen kann erstmal nicht der Grund sein, da die üblichen Womo-Toiletten mit sehr wenig Wasser auskommen. Vom Händling her wirds auch sehr viel komplizierter da man neben der Tankentleerung auch noch einen Feststoffbehälter hat. Zu Hause kann man die Entsorgung durch Kompostierung ja noch sicherstellen. Unterwegs landet das dann wohl in einem Müllcontainer und das möchte ich mir gar nicht vorstellen. Den Urin musst du weiterhin in einer Entsorgungsstation beseitigen. Zu hause würde man verdünnt im Garten entsorgen, unterwegs nicht möglich.
Mein Fazit: Trenntoilette im Womo absolut untauglich.

Plottiwerk am 24 Jul 2016 11:14:03

Hallo Helmut,

ich habe letztes Jahr eine Trenntoilette --> Link für Freunde in einen Bus gebaut.
Wir konnten die kaufbaren Aufsätze nicht verwenden weil die alle zu groß waren. Also
haben wir angefangen selbst zu konstruieren. Wenn der Kasten und die Deckel schön plan sind,
dann kann man gut abdichten mit weichen Profildichtungen z.B. E-Profil oder D-Profil.
Einen Lüfter der über einen Kohlefilter nach außen bläst haben wir auch noch eingebaut.
Die waren ein Jahr unterwegs damit und würden es wieder so machen, so zumindest die Aussage.

Grüße
Lothar

Helmut5858 am 24 Jul 2016 16:26:13

at Stephan: Der Vorteil der Trenntoilette liegt darin, daß Du nur sehr selten entsorgen musst. Der Urin geht in den Grauwassertank oder in einen extra-Tank. Urin mit Wasser verdünnt ist ein hervorragender Dünger und kann überall abgelassen werden, gefahrlos und unproblematisch für Tier, Mensch und Umwelt. Gut, in München am Stachus würde ich das auch nicht ablassen :ja: , das ist klar…. Die "Feststoffe" landen in einem kompostierbaren Beutel und dann auf dem Kompostmüll oder werden - ebenso gefahrlos und unproblematisch für Tier, Mensch und Umwelt - mitsamt dem kompostierbaren Beutel vergraben. Ein vernünftig grosser Feststoffeimer muss bei 2-Personen-Betrieb nur alle paar Wochen entleert werden. Ergo: Die Trenn-Toilette verschafft lange autarke Standzeiten und genau das wollen wir.

at Lothar: Danke für die tolle Info auf Euerer Website! Meinst Du, Du kannst mir einen Kontakt mit diesen Kunden herstellen? Ich melde mich nächste Woche mal bei Euch wegen eines individuellen Angebotes für mich.

Viele Grüße


Helmut

ENTDECKER am 24 Jul 2016 16:47:45

Flatus hat geschrieben:Ein eingebauter Fäkalientank ist bestimmt eine tolle Sache - wenn man Gülle spazierenfahren mag! :mrgreen:

Bei uns reicht die eine Kassette zu zweit problemlos eine halbe Woche. Dann brauchen wir in der Regel auch wieder Frischwasser und Diesel.
Alle drei Sachen erledigen wir oft an der gleichen Tanke.

Sorry Flatus, diese Meinung teile ich nicht. Hattest Du schon einen Fäkaltank? Wenn die Kassette bei dir eine halbe Woche reicht, dann ein großer Fäkaltank fast den ganzen Urlaub.
Noch dazu kommt, mit ordentlichen biologischen Mitteln (kann bei der Kassette nicht so optimal zur Wirkung kommen), futtern die zugesetzten Bakterien den Mist auf.
Wenn dann noch ein ordentlich großer Trinkwassertank dazu kommt, dann bleibt man lange genug autark.
Meine Erfahrung: Mobil < ca. 4 to. macht Kassette Sinn, Mobil > ca. 3,5 to. eher Fäkaltank.
Es gibt einfach mal einige Tage, da kann man nicht mal eben die Kassetten leeren, weil weit und breit nix ist. Und mit Tank sollte es doch innerhalb von 10 Tagen eine Möglichkeit geben.

Aber nun zurück zum Thema. Wir haben uns auch schon vor 5 Jahren mit dem Krematorium beschäftigt. Leider haben wir aus Umsetzungs-, Gasverbrauchsgründen und Kapazitätsgrenzen dagegen entschieden. Damals hatte ich zufällig Montezumas Rache und stellte mir das Krematorim vor. Unmöglich!
Ähnlich wird es mit den Komposttoiletten sein, aber da ich keine Erfahrung der beiden Systeme habe ist dies eine Vermutung meinerseits.

Freue mich auch auf Erfahrungsberichte. Auch von denjenigen, die nicht damit zufrieden sind.

Danke

Gruß,
Christian

wolfherm am 24 Jul 2016 17:17:10

Moderation:Leute, es geht hier um eine Trenntoilette und nicht um die Vorteile oder Nachteile von Kassetten oder Tanks. Deshalb habe ich die nicht passenden Beiträge verschoben. Wenn ihr über Kassetten oder Tanks diskutieren wollt, macht einen neuen Thread auf.


bennykater am 24 Jul 2016 18:22:58

Stephan2703 hat geschrieben:Im Haus macht das Sinn weil dort richtig viel Trinkwasser für die Toilettenspülung gebraucht wird...
Mein Fazit: Trenntoilette im Womo absolut untauglich.


Soweit ich informiert bin, ist einer der großen Vorteile der Trenntoilette die Tatsache, dasss eben KEIN Trinkwasser ("...für die Toilettenspülung..."???) gebraucht wird. Vorne das Flüssige, was direkt in den Grauwassertank geht (oder Kanister o.ä.) und hinten die Feststoffe einschl. Papier, was in einem Beutel gesammelt wird, der in einem entsprechend geformten Eimer gehalten wird. Darüber ein gut abschließender Deckel, und ggf. eine Luftabsaugung per Mini-Ventilator. Wo soll da welches Wasser wohin, was soll das Wasser wohin transportieren?

Das Thema intererssiert mich schon länger, daher hatte ich mir mal einen Link in die Favoriten gesetzt:

--> Link

Von Spülung steht da nichts. Es wäre auch kontraproduktiv, innerhalb dieses Systems Wasser zuzuführen. Einzig der "Permanent-Ventilator" (?) wäre ein Knackpunkt, den es bei Gebrauch im Wohnmobil zu beachten gäbe. Geruchsempfindliche Nasen könnten ggf. beim "kleinen Geschäft" einen Zahnputzbecher voll Wasser nachkippen, mehr aber nicht.

Stephan2703 am 24 Jul 2016 18:36:44

bennykater
Jo, sag ich doch. Hast mich falsch verstanden. Ich sagte, im Haus macht die Trockentoilette Sinn, weil die normale Toilette viel Wasser benötigt.
Aber noch mal eine andere Frage: Wie sieht diese Trockentoilette bei Durchfall aus? So richtig mit Pfrüt und Peng. Soll ja im Urlaub durchaus mal vorkommen.
Tolles Thema :D

bennykater am 24 Jul 2016 19:02:09

Stephan2703 hat geschrieben:Hast mich falsch verstanden. Ich sagte, im Haus macht die Trockentoilette Sinn, weil die normale Toilette viel Wasser benötigt.
Aber noch mal eine andere Frage: Wie sieht diese Trockentoilette bei Durchfall aus? So richtig mit Pfrüt und Peng. Soll ja im Urlaub durchaus mal vorkommen.
Tolles Thema :D


Jetzt hab ich´s kapiert: Im Haus macht die Trenntoi Sinn, um zuhause das Spülwasser einzusparen, was das "normale" Klo mehr braucht.

Bei "Sprühstuhl" sieht jede Toilette beschi..en aus, da isses dann schon egal, dann ist überall Nacharbeiten angesagt. Da fällt mir noch ein Nachteil der Trenntoilette ein, der aber nur für Männer ein Nachteil ist, die noch so´n büschen "Oldschool" pinkeln: Im Stehen muss noch exakter gezielt werden :eek: 8) :D

Variophoenix am 24 Jul 2016 19:52:47

Ich habe eine Zerhackertoilette mit 120L Festtank. (ca. 10 Tg.) Da ich noch Bidet habe, kommt kein WC Papier rein. Ebenfalls keine Chemie.
Nun das ist doch auch alles guter Dünger bzw. Biologisch abbaubar. Der Feststoff wurde verkleinert und es kommt ja auch nur noch eine mit Wasserverdünnte brühe raus.
Oder wo ist da noch der Vorteil von einer Trenntoilette?

Plottiwerk am 24 Jul 2016 20:11:28

Ja, bei Dünnpfiff schaut die Sache anders aus, da kann man nicht einfach auf den
Knopf drücken und wegspülen, so haben es auch die Freunde erzählt.

Helmut, wenn du Platz hast, dann würde ich mir einen fertigen Aufsatz kaufen z.B. sowas --> Link weiter unten
Den Kasten drum herum kannst du selbst bauen, gut gemessen ist halb gearbeitet, die Bretter kannst du im Baumarkt exakt zusägen lassen, so haben wir das auch gemacht. Ich habe auch nur eine Stichsäge, ich bin mehr auf Metall eingerichtet.
Vergiss nicht zwischen Kasten und Deckel 1-2mm Luft zu lassen für die Dichtung so dass der Deckel
ringsum satt aufliegt.

bennykater am 24 Jul 2016 20:17:00

Variophoenix hat geschrieben:Oder wo ist da noch der Vorteil von einer Trenntoilette?


Ich behaupte mal, dass die Entsorgung des (urin-angereicherten) Grauwassers (das Auffinden einer Abwasserstation) deutlich einfacher ist als einen Fäkalien-Auslass. Bei meiner letzten Fahrt im Bereich der Ostsee hatte ich mehrere Entsorgungsstationen gesehen, in denen es mit dem Fäkalientank-Ablassen Probleme gegeben hätte, bzw. nur mit dickem Schlauch möglich gewesen wäre. Grauwasser geht fast immer, Schwarzwasser seltener. Nur macht da jeder seine Erfahrungen und ist in unterschiedlichen Gegenden unterwegs. Auch für das Entleeren der Klocassetten braucht man spezielle Entsorgungsstationen.

Es ist jedoch mit Sicherheit einfacher, einen Müllbehälter zu finden, in dem man einen Plastikbeutel mit Feststoff und Klopapier entsorgen kann. So was findet man wirklich "an jeder Ecke", und glaubt man den Angaben der Hersteller, sind die Leerungsintervalle im 2-Personen-Betrieb beeindruckend; da kommste mit deinen 120-Litern nicht mit. In Deinem Wagen könnte man auch das "Problem" mit dem 12-Volt-24-h-Abluft-Ventilator vernachlässigen :D
Immer wenn man irgenwo seinen "Hausmüll" oder eben Restmüll entsorgt, kann man auch gleich den Beutel aus dem Trenn-Klo mitnehmen, und braucht noch nicht mal zum entsorgen fahren. Und man fährt nicht so viel Kot spazieren. Einfacher geht es wirklich nicht.
Wenn ich z.B. an den letzten Stellplatz denke, auf dem ich stand, bin ich ca. 500 m zum Kassette-Entsorgen gelaufen; den Mülleimer hätte ich in 50 m Entfernung gehabt.

Richtig vernünftige bzw. triftige Gründe gegen eine Trenntoilette gibt es m.E. nicht, es ist wohl eher eine Gefühlssache.

DirksBiMo am 24 Jul 2016 20:31:40

Auch für das Entleeren der Klocassetten braucht man spezielle Entsorgungsstationen.



Korrekt .....eine ganz "normale" Toilette :wink: ...... by the way ....wir haben bei unserem Neubau vorerst auch noch auf die Trenntoilette verzichtet ....aber ganz ehrlich.
Ich komme da derzeit doch nochmal in`s grübeln.
Na Egal ... umbauen geht bei unserem neuen Auto im Zweifel sicher auch später noch.
Wobei ...ich hörte auch schon stimmen, die meinten .... das mit dem Trocknen dauert dann doch seine Zeit.
Gibt`s da Erfahrungswerte ?

Gruß

Dirk

bennykater am 24 Jul 2016 20:42:03

DirksBiMo hat geschrieben:die meinten .... das mit dem Trocknen dauert dann doch seine Zeit. Gibt`s da Erfahrungswerte ?


Trocknen? Was soll denn da trocknen? Das Flüssige? Das Feste? Da braucht doch nichts zu trocknen. Das Flüssige geht in den Grauwassertank, das Feste in den Beutel. Dieser kann (fast) nach Belieben entsorgt werden, voll, ganz voll, halb voll, wie es kommt. Und ich bin sicher, dass man den Beutel auch irgendwie verschließen oder verknoten kann. Beim Entsorgen meiner Kassette hab ich immer Einmal-Handschuhe an; das würde ich dann beim Beutel-Wegtragen auch tun. Nur Trocknen würde ich da nix :D

DirksBiMo am 24 Jul 2016 20:51:52

Nach ca. einem Jahr Rottezeit können Sie den Kompost im Garten ausbringen.
(Zitat aus der Website von Separet

...die schreiben auf der Seite vom Naturhof, dass 2 Leute so einen 23 Liter Eimer 8 Wochen nutzen können bis er geleert werden muss.
Die Beutel sollen Kompostierbar sein , daher nehme ich mal an, dass die 8 Wochen Feuchtigkeit (aus den festen Anteilen :wink: ) evtl. nicht so gut abkönnen.
Die Beutel in den Hausmüll zu tun sollte ok sein...wobei das bestimmt auch irgendwo geregelt sein wird ... nehme ich an :roll:
Für den Biomüll ist das wohl eher nix.

Gruß
Dirk

Plottiwerk am 24 Jul 2016 21:10:48

Dazu gibt es genügend Diskussionsmaterial im Web welchen Streu man zum „Festen"
dazu machen kann.
Hierfür kann man auch googeln nach Trockentoilette oder Komposttoilette.

schnatterente am 24 Jul 2016 21:11:29

bennykater hat geschrieben:Bei "Sprühstuhl" sieht jede Toilette beschi..en aus

Sicher, aber bei Zerhacker oder Kassette kann man das dann einfach wegspülen ;-)

Stephan2703 am 24 Jul 2016 21:27:31

Bei den größeren Ausführungen von Trenntoiletten sollen die Feststoffe, also der Kot, tatsächlich trocknen. Dazu dreht sich der Behälter nach jeder Deckelöffnung ein Stück weiter und es läuft ständig ein Abluftventilator. Bei der Hausausführung ist das ein Thema weil der dauerlaufende Ventilator im Winter Wärme aus dem Raum zieht und die Heizkosten hochtreiben kann. Das es Trenntoiletten für Womos gibt war mir bis heute nicht bewusst. Kleinerer Behälter bedeutet natürlich auch schlechtere Trocknung und man muss wahrscheinlich mit Granulat arbeiten. Wenns zu nass wird, stinkts.

ToMTuR.de am 15 Aug 2016 15:04:52

So, vielleicht sollte ich mal was dazu schreiben, als Nutzer und inzwischen auch mit Erfahrung... da scheint mir viel Vermutung und Halbwissen unterwegs zu sein. :wink:

- Auf keinen (!) Fall eine Trenntoilette an den Grauwassertank anschliessen! Der fiese stechende Geruch nach Ammoniak entsteht beim Kontakt von Urin mit Wasser, ich kenne Trenntoilettennutzer, die haben sich das wieder umbauen lassen.

Was jetzt kommt, bezieht sich auf unser Modell, die Nature's Head. Also eine Variante mit Urintank und Feststoffbehälter.

- Der Urintank hat gute 8,3 l Inhalt und muss bei uns (2 Erwachsene, 1 Teenie) bei Dauer- und Ausschliesslichbenutzung alle 2 - 3 Tage entleert werden. Dies erledigen wir meistens auf Toiletten an der Strecke, auch mal auf CP am Chemiekloentsorgungsteil oder, wenn es gar nicht anders geht, in der Natur. Wir haben noch eine Ersatzflasche, haben sie bislang aber noch nicht gebraucht. Die Flasche hat eine Deckel, d.h. ich kann sie verschlossen in einem Einkaufsbeutel oder einer Tasche transportieren, dezenter geht es kaum, wenn einem das wichtig ist.

- Dadurch, dass kein Wasser mit dem Urin in Berührung kommt, riecht es nicht nach Ammoniak. Eher etwas würzig, aber nicht unangenehm. Und das auch nur beim Entleeren des Behälters, nicht an der Toilette selbst.

- Man sollte zwar, muss aber als Mann beim urinieren nicht sitzen, da die "Feststoffklappe" im geschlossenen Zustand eine Ableitung der Flüssigkeit in den Urintank hat.

- Nach Benutzung wird das frische "Feste" mit Hilfe des Rührwerks manuell (ich nehme den Fuß zum Betätigen des Rühres) unter den bisherigen Inhalt gemischt, vor der ersten Benutzung werden ca. 9-12 l Kokosfaser als Vorlage eingefüllt. Die Kokosfaser gibt es trocken gepresst als Ziegel für wenig Geld, ein Müllbeutel wird während der Nutzung nicht benötigt.

- Das Feste wird tatsächlich getrocknet. Und zwar über einen 12V-Lüfter (extrem leise), der 24/7 läuft. Hat man Angst wegen des Stromverbrauches, kann man z.B. einen Pilzlüfter mit Solarzelle und Pufferakku anschliessen. Bei uns haben wir nur ein kleines Kiemenblech mit Fliegengitter installiert.

- Durchfall und Erbrechen sind tatsächlich kein Problem. Sollte die Masse im Behälter zu nass werden, kann man etwas weitere Kokosfaser zum Binden zugeben. Auch Blut steckt die Masse geruchlos weg. Wir haben eher das Problem, dass das "Feste" zu trocken und damit schwerer zu Rühren wird. Dann kann man ein bisschen Wasser zugeben.

- Der Geruch des Feststoffbehälters ist nicht fäkalisch, eher nach Erde. Und ja, ich habe meine Nase schon direkt reingehalten.

- Wir haben die Toilette seit Ende Mai im Betrieb - jedes Wochenende und jetzt gerade 3,5 Wochen Dauernutzung im Urlaub - und haben bislang nicht entleeren müssen. Gerade gestern habe ich mal wieder reingelinst, der Behälter ist knapp unter halbvoll. Ich schätze die Entleerunghäufigkeit bei 2 Personen und Dauernutzung auf ca. 2-3 Monate, je nachdem, ob man das Toilettenpapier mit reinwirft oder dafür einen Extrabeutel hat (machen wir so).

- Beim Entleeren wird der Feststoffbehälter vom Boden abgeschraubt und in einen Müllbeutel umgekippt, den kann man wie Restmüll entsorgen. Die Masse ist trocken, krümelig, sieht aus wie Erde und riecht nicht.

- Wir verbrauchen keinrlei Frischwasser zum Spülen der Toilette, das verlängert unsere Autarkie immens. Und nein, wir möchten auch mal mehrere Wochen ohne V/E auskommen.

- Zum Reinigen der Toilette kann man die Schüssel mit etwas verdünntem Essig aussprühen und mit einem Zewa oder Toilettenpapier auswischen / abtrocknen. Bislang hat es noch keiner von uns geschafft das Loch nicht zu treffen... Der Feststoffbehäter soll nach der Entleerung / vor der Neubefüllung nicht gereinigt werden, da die verbliebenen Bakterien als Kompoststarter dienen.

- Die Installation ist einfach, sie wird mit 2 Schrauben am WoMo-Boden befestigt, lediglich eine Abluftmöglichkeit nach draußen muss geschaffen werden und ein 12V Anschluss. Da der Abuftschlauch flexibel ist, würde das sogar bei drehbaren Toiletten funktionieren. Man kann die Nature's Head auch problemlos nachrüsten, da 12V und Öffnung in der WoMo-Wand aufgrund der vorher installierten Thetford o.ä. sowieso schon da sind. Zusätzlich spart man sich den Platz für die Kassette, erhält also unter Umständen ein zusätzliches Staufach.

Unser Fazit:

Die Trenntoilette ist für uns perfekt. Wer speziellere Fragen hat, jederzeit gerne!

VG Harriet

Gast am 15 Aug 2016 15:53:13

Alternativ kannst du auch über den Aqualizer von HRZ nachdenken. --> Link
Leider liest man darüber nichts. Aber vom Konzept her ist es eine grandiose Idee.
Einfach einen größeren Grauwassertank nehmen und man hat Ruhe.

Stephan2703 am 15 Aug 2016 16:20:45

Stadtmaus hat geschrieben:
Die Trenntoilette ist für uns perfekt. Wer speziellere Fragen hat, jederzeit gerne!

VG Harriet


Hallo Harriet,

danke für die umfassende Erläuterung.
Eine Frage habe ich aber noch: Der Urin läuft vorne ab, durch die Löcher. Muss die Klappe in der Toilette geschlossen sein damit das funktioniert? Meine Frau meinte gleich, das bei ihr beides gleichzeitig abgeht. Funktioniert die Trennung von Kot und Urin auch bei geöffneter Klappe?

Gast am 15 Aug 2016 16:29:35

Hallo Harriet,

Auch von mir eine Danke.
Als ich meinen Beitrag geschrieben und abgeschickt hatte, ist mir die zweite Seite gar nicht aufgefallen. Sorry.
Dieses System ist wirklich interessant.
Ich hab mir direkt ein paar YT Videos angeschaut.
Versteh ich das richtig, das zu dem geschlossenen System noch ein Zusatzbehälter für Festes unterm Wagen ist?

ToMTuR.de am 15 Aug 2016 16:30:50

Stephan2703 hat geschrieben:Funktioniert die Trennung von Kot und Urin auch bei geöffneter Klappe?


Ja, solange der Urinstrahl nicht zu stark ist. Auch bei Benutzung der Klappe geht bei Frauen manchmal Urin ab, der dann hinten abtropft. (Es geht doch nichts über ein Fäkalthema :D ).

Bei einem starken Strahl würde vermutlich der Urin über die hintere Kante des Trichters geraten und in den Feststoffbehälter laufen. Das ist solange nicht schlimm, solange es wenig Urin ist. Bei größeren Mengen und häufigem Vorkommen könnte ich mir vorstellen, dass dann die Trocknung des Feststoffes nicht mehr funktioniert und es zur Geruchsbildung kommen könnte.

VG Harriet

ToMTuR.de am 15 Aug 2016 16:58:36

ich-bins hat geschrieben:
Versteh ich das richtig, das zu dem geschlossenen System noch ein Zusatzbehälter für Festes unterm Wagen ist?


Nee, bei der Nature's Head gibt es zwar zusätzliche Behälter zu kaufen, die werden aber nicht an der Toilette installiert. Das sind eher Reservekompostierungsbehälter für Leute, die die Head im Gartenhaus o.ä. installieren.

VG Harriet

DigiMik am 15 Aug 2016 18:33:49

Moin,
ich-bins hat geschrieben:Alternativ kannst du auch über den Aqualizer von HRZ nachdenken. --> Link

ich glaube kaum, dass Harriet darüber nachdenkt, sie hat ja ihre Lösung wie zu lesen ist ;-)

Ich persönlich halte vom Aqualizer nichts, könnte für mich auch keine Alternative zur Trenntoilette sein. Das Prinzip mag vielleicht bei kleinen Wochenendhäusern ganz toll sein, aber im Womo?
Ca. 16Ah nur für die Toilette? Da braucht man ja fast ein eigenes Solarpanel, das widerspricht meinem Gedanken von autark.
Das Abwasser kann IMHO nicht frei von Fäkalien sein, gibt der Hersteller ja auch selber an, wenn auch nur wenig. Streng genommen ist das kein Grauwasser nach der Europäischen Norm 12056-1.
Wie groß soll denn der Grauwassertank sein, um für mehrere Tage irgendwo autark zu stehen?
Kommt es zu Störungen im System, z.B. weil es mal zu kalt wurde, hat man ein echtes schweinisches Problem ;-)
Dazu dann der Preis...

Ansonsten gehts hier ja um Erfahrung Trenntoilette.

LG vom Mikesch

Gast am 15 Aug 2016 18:38:50

Mikesch, lies dir mal meinen Folgebeitrag durch. Die Info war an den TE gerichtet, nicht an Harriet.

Edit:,so schlecht wie du das HRZ Teil darstellst ist es auch nicht. Zitat aus FAZArtikel: ....Der Zersetzungs- und Um- wandlungsprozess entspricht dem in ei- ner kommunalen Kläranlage und kommt ohne jede Chemikalienhilfe aus. Das hat
dem Hersteller, HRZ Reisemobile in Öhrin- gen, das Institut für Siedlungswasserbau und Abfallwirtschaft der Universität Stutt- gart bescheinigt ....
Aber, darum geht es hier nicht. Man kann trotzdem mal über den Tellerand schauen

DigiMik am 15 Aug 2016 19:00:23

ich-bins hat geschrieben:Mikesch, lies dir mal meinen Folgebeitrag durch. Die Info war an den TE gerichtet, nicht an Harriet.

Ups, Tschulligung, Asche über mein Haupt! Bin manchmal verblendet ;-)

ich-bins hat geschrieben:Der Zersetzungs- und Um- wandlungsprozess entspricht dem in ei- ner kommunalen Kläranlage und kommt ohne jede Chemikalienhilfe aus.

Da widerspreche ich nicht. Ich hatte mal eine Kleinkläranlage, jenes Wasser wollte ich aber nicht in meinem Grauwassertank haben. Manche nannten das "frisch", aber meine Nase weigerte sich aber ;-)
Der Hersteller spricht ja selber von 86% Zersetzungsgrad.
ich-bins hat geschrieben:Man kann trotzdem mal über den Tellerand schauen

Richtig, hab ich ja gemacht und mich mit den Daten auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das System für meinen Einsatz für untauglich halte.
Primär sind das die Gründe Energieverbrauch und Wartung, das mit dem Wasser wäre in der Tat sekundärer Natur.
Bei einer nächste Planung, weil ich mich eben damit beschäftigt habe, sähe auch ich im Moment nur eine Trenntoilette als Alternative an.

LG vom Mikesch

Gast am 15 Aug 2016 19:06:51

DigiMik hat geschrieben:Ups, Tschulligung, Asche über mein Haupt! Bin manchmal verblendet ;-)


A watt, gar nicht nötig.
Ich hab ne ganze Seite übersehen, das ist ein Beitrag nix ;D

Harriet hat nicht nur dir und mir die Lösung nahe gebracht, da denken bestimmt noch andere drüber nach.

schnecke0815 am 15 Aug 2016 19:34:49

Stadtmaus hat geschrieben:- Der Urintank hat gute 8,3 l Inhalt und muss bei uns (2 Erwachsene, 1 Teenie) bei Dauer- und Ausschliesslichbenutzung alle 2 - 3 Tage entleert werden.


Stadtmaus hat geschrieben:- Wir verbrauchen keinrlei Frischwasser zum Spülen der Toilette, das verlängert unsere Autarkie immens. Und nein, wir möchten auch mal mehrere Wochen ohne V/E auskommen.


Harriet das verstehe ich jetzt aber nicht, bitte um Aufklärung.

Birdie am 15 Aug 2016 20:36:05

Ein Thema das mich interessiert wegen der verbesserten Autarkie. Füss Wohnmobile hat die Trockentoilette für Expeditionsmobile weiterentwickelt (wird in Video erklärt). Auch interessant, aber sicherlich teurer als die Nature's Head von Harriet.

Beste Grüsse
Birdie

bluecamper am 15 Aug 2016 21:16:27

Wir kommen zu dritt mit einer Kassette gerade mal 24 Std aus.
Macht bei 2 mitgeführten Kasetten gerade mal 2 Tage.

Ich liebäugel also auch mit einer Alternative.
Deshalb erstmal vielen Dank an Herriet und direkt mit der Erläuterung, dass sich die Tethfort auch umbauen lässt. Das wäre nämlich sonst meine Frage geworden.
Bevor ich einen 120l Fäkalientank unter unser WoMo schrauben würde, würde ich die Trenntoilette einbauen.

Weiß jemand, ob die auf dem Caravansalon ausstellen?

ToMTuR.de am 15 Aug 2016 22:11:24

schnecke0815 hat geschrieben:
Harriet das verstehe ich jetzt aber nicht, bitte um Aufklärung.


Äh, was genau? :oops:

Der Urintank erfordert keine V/E, und wir kommen deutlich länger mit dem Frischwasser hin.

VG Harriet

andreaveloce am 15 Aug 2016 22:33:18

Hi Harriett,

willkommen zurück! Danke für die Ausführungen - bestätigen sie mich doch in unserer Entscheidung, auch eine Nature's Head einbauen zu lassen.

Andreas

schnecke0815 am 16 Aug 2016 05:05:39

- Der Urintank hat gute 8,3 l Inhalt und muss bei uns (2 Erwachsene, 1 Teenie) bei Dauer- und Ausschliesslichbenutzung alle 2 - 3 Tage entleert werden. Dies erledigen wir meistens auf Toiletten an der Strecke, auch mal auf CP am Chemiekloentsorgungsteil oder, wenn es gar nicht anders geht, in der Natur.

Ich bin über diese Aussage von dir gestolpert. Du sagst alle 2-3 Tage. Solange hält auch meine Kassette.
Für mich stellt sich das nicht als Alternative zu einem Festtank dar.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht kritisieren sondern suche eine für mich passende Umbaumöglichkeit.

Stephan2703 am 16 Aug 2016 05:33:20

schnecke0815 hat geschrieben:Ich bin über diese Aussage von dir gestolpert. Du sagst alle 2-3 Tage. Solange hält auch meine Kassette.
Für mich stellt sich das nicht als Alternative zu einem Festtank dar.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht kritisieren sondern suche eine für mich passende Umbaumöglichkeit.


Für die Chemietoilette brauchst du zwingend eine Entsorgungsstation. Bei der Trenntoilette klannst du zur Not den Urin auch mal im Wald verklappen. Der Feststoffbehälter reicht für mehrere Monate.
Wenn du so eine Trenntoilette zu Hause betreibst, kannst du den Urin verdünnt im Garten entsorgen. Ist also nichts schlimmes. In Scandinavien findet man Trenntoiletten öffter.

Tinduck am 16 Aug 2016 08:54:17

Auch wenn das Pipi in den Wald kann und der Komposter mehrere Monate hält, wird wohl kaum jemand genug Wasser spazieren fahren, um mehrere Wochen autark zu sein.

Ich beziehe Autarkie auch auf das Frischwasser und den Grauwassertank. Bei uns reicht mit 5 Personen und sparsamem Duschen das Frischwasser (250 Liter) 2-3 Tage, der Abwassertank ebenfalls. Für mehrere Wochen müssten wir mehrere Kubikmeter mitführen, was ausser bei grossen Expeditionstrucks > 12 Tonnen wohl eher unrealistisch ist.

Mit Waschlappen und Geschirr'spülen' im Wüstensand hält es sicher länger, aber auch nicht mehrere Wochen... die 5-10 Liter, die in jeder Klokassette zum Nachspülen verschwinden, machen den Kohl nicht fett, insofern sehe ich die Wassereinsparung durch die Trenntoilette eher als homöopathisch an.

Insofern passen unsere 2 Klokassetten, die 2-3 Tage reichen, gut ins sonstige V&E-Raster. Auch wenn weniger oft leeren bequemer wäre.

Für ein Expeditionsmobil halte ich die Trenntoilette aber für erste Wahl.

bis denn,

Uwe

andwein am 16 Aug 2016 15:26:27

Stadtmaus hat geschrieben:- Man sollte zwar, muss aber als Mann beim urinieren nicht sitzen, da die "Feststoffklappe" im geschlossenen Zustand eine Ableitung der Flüssigkeit in den Urintank hat. Die Trenntoilette ist für uns perfekt. Wer speziellere Fragen hat, jederzeit gerne! VG Harriet

Guter fachlicher Beitrag mit Hinweis auf männliche Gewohnheiten, das finde ich sachlich !!
Gruß Andreas

e_boettcher am 16 Aug 2016 18:50:10

at Harriet,

danke für den ausführlichen und informativen Bericht.

Mit dem Thema beschäftige ich mich auch schon seit langer Zeit, da sind die geschilderten praktischen Erfahrungen sehr hilfreich.

Einige Fragen an Harriet hätte auch ich noch:

1. Der Stromverbrauch: ist es wirklich notwendig, dass der Ventilator kontinuierlich läuft?
Das sind dann gut 7 Ah in 24 Stunden!

2. Gibt es Probleme bei Hitzeperioden über 30 °C (Geruch, Fliegen/Insekten) bzw. bei kalter Witterung (Kompostiervorgag stockt)?

3. Gibt es im Raum Berlin einen Anbieter / Umbauer?

Nach dem positiven Bericht würde mich ein Umbau schon reizen; der Einbauplatz und der Stromverbrauch lassen mich aber noch grübeln.

Danke nochmals für die tollen Infos!
Gruss
Edgar

bluecamper am 16 Aug 2016 22:03:29

Edgar,
wenn Du den Umbau machen lässt, berichte doch dann da auch mal drüber. Mich würde der Aufwand auch interessieren.

Nun ja. Man kann auch mal 2 Tage nicht duschen und dann kommt man mit nem großen Wassertank auch schon etwas weiter...
und wenn man genug Getränke dabei hat, geht event. ja auch schon mal etwas nicht so perfektes Wasser im Tank.

Und Grauwasser lässt sich dann auch mal im Notfall über einen Kanal entsorgen...

Nun ja, wer war denn schon mal lange von Euch ohne Ver- und Entsorgung?
Mit Wasser und Abwasser war es bei mir bisher max 4 Tage: 3 Personen 150l Frischwasser - wie gesagt, bei uns ist das Klo das begrenzende Mittel (mit Mann am Baum) war es die Kassette trotzdem nach 1-2 Tagen voll...

gespeert am 16 Aug 2016 23:21:53

at tinduck
Überprüft mal euer Konsumverhalten hinsichtl. Wasser im Womo.
Pro Person innerhalb von 3 Tagen ca. 50l durchzujagen ist schon heftig, alleine dein Körper braucht pro Tag ca. 3l.
47l werden verpritschelt, 10l Spülgang sind einfach zu viel.
Das schreit nach Optimierung!!
Der Urintank einer TT wird normalerweise über Injektor (Wasserstrahlpumpe) für optimale Nutzung 1:8 verdünnt und schädigt dann keine Pflanzen.
Alternativ kann man diesen aber auch über eine Lehmwand wie anno dazumal verdunsten, oder wie bei mir über einen Holzofen verkochen. Rückstände verbrennen.

at edgar

1. es gibt Pilzlüfter aus dem Yachtbereich mit integriertem Akku und Solarmodul (schau mal bei SVB Bremen rein), welche aber auch am Netz betrieben werden können. Es ist nur ein leichter Luftzug nötig (bspw. kann so die vorgeschriebene Zwangsentlüftung über die Toilette erfolgen. Geringe Strömungsgeschwindigkeit der Luft im Raum heißt wenig Wärmeverlust).

2. Nein,
Fliegen werden bei richtig arbeitender Kompostierung nicht angezogen, wie bei einer normalen Entlüftung macht aber ein Gitter gegen sonstige Krabbler/Mäuse immer Sinn. Die Kompostbehälter sind gewöhnlich isoliert.

3. Es gibt noch weitere Hersteller von TT´s, suche mal die einschlägigen Händler aus dem Expeditionsbereich ab oder gehe auf die Herstellerseiten. Bspw. Biolan, Separett usw..
Dort findest Du u.U. auch Kontaktadressen.

DigiMik am 17 Aug 2016 00:50:33

bluecamper hat geschrieben:Nun ja, wer war denn schon mal lange von Euch ohne Ver- und Entsorgung?

Fahre mal z.B. gen Osten, wunderschön, aber in der Regel gibt es keine SP, nur CP und selbst dort ist bei Vielen keine VE möglich. Wer nicht täglich einen großen CP anfahren möchte, sollte da schon ein wenig autark sein.
Überhaupt Leute, die die gängige Infrastruktur verlassen wollen, auch in Europa, von Fernreisenden mal abgesehen.
Selbst in DE, meine U. stand neulich > eine Woche hier: --> Link
Da ist nichts, nadda...
Für mich ist das aber nicht der alleinige Grund. Ich habe einfach keine Lust, mich täglich oder 2-täglich um meine Ausscheidungen kümmern zu müssen. Auf Reisen hab ich bessere Dinge im Sinn ;-)

LG vom Mikesch

Tinduck am 17 Aug 2016 08:54:16

gespeert hat geschrieben:at tinduck
Überprüft mal euer Konsumverhalten hinsichtl. Wasser im Womo.
Pro Person innerhalb von 3 Tagen ca. 50l durchzujagen ist schon heftig, alleine dein Körper braucht pro Tag ca. 3l.
47l werden verpritschelt, 10l Spülgang sind einfach zu viel.
Das schreit nach Optimierung!!


Entschuldigung... wir Duschen im Womo, benutzen auf Stellplätzen immer unser Klo und machen auch den Abwasch im Womo, im Gegensatz zu vielen Leuten, die all das ausserhalb erledigen.
Wenn wir auf dem CP stehen und daher Duschen wegfällt und auch mindestens die Hälfte der Klogänge, reicht es auch schon mal 6 Tage. Aber wir reden hier von Autarkie, da muss alles im Womo erfolgen.

Und wir rechnest Du eigentlich? Pro Person in 3 Tagen 50 Liter. Bei 3 L Wasserbedarf am Tag sind das 9 Liter, die dafür abgehen. Bleiben für Hygiene, Geschirrabwasch und Klospülung 41 Liter, das sind knapp 14 Liter am Tag. Bei 3x täglich Abwasch geht schon ordentlich was durch, und WIR waschen uns nach dem Klo und vor dem Essen (die Kinder danach meist auch noch) auch die Hände :)

Fürs Kochen braucht man auch noch ein paar Literchen, Kaffee etc...

Die 5-10 Liter in der Klokassette waren geschätzt, könnte auch weniger sein, aber ein bisschen nachspülen muss schon sein, sonst versifft die Schüssel. Nicht vergessen, 3 Kinder an Bord.

Ergo: wir wollen weder stinken noch dreckig rumlaufen und auch nicht von Papptellern essen, von daher finde ich unseren Verbrauch OK. Wir sind ja nicht auf Zentralafrika-Expedition. Noch nicht :D

Man könnte sicher optimieren, aber da müsste man dann schon weniger Duschen oder den Abwasch ungründlich erledigen...

bis denn,

Uwe

Flatus am 17 Aug 2016 09:56:28

DigiMik hat geschrieben:Fahre mal z.B. gen Osten, wunderschön, aber in der Regel gibt es keine SP, nur CP und selbst dort ist bei Vielen keine VE möglich. Wer nicht täglich einen großen CP anfahren möchte, sollte da schon ein wenig autark sein. Überhaupt Leute, die die gängige Infrastruktur verlassen wollen, auch in Europa, von Fernreisenden mal abgesehen. ...

Wir haben ein ganz gewöhnliches Chemie-Klo, das wir etwa alle 4 bis 5 Tage leeren. Solange reicht in der Regel auch das Frischwasser und der Diesel. Noch nie hatten wir ein Problem mit Ver- und Entsorgung. In keinem europäischen Land; und weiter weg schon gar nicht. Öffentliche WC und Trinkwasserbrunnen gibt es überall. Und zur Not auch Campingplätze.

Ich glaube, um die Ver- und Entsorgung wird viel zu viel Aufhebens gemacht! :idea:

Gruss Flatus
.

DigiMik am 17 Aug 2016 10:56:58

Moin,
Flatus hat geschrieben:Wir haben ein ganz gewöhnliches Chemie-Klo, das wir etwa alle 4 bis 5 Tage leeren.

als wir noch eine Kassette hatten, hielt die max. 2 Tage. In unserem letzten Urlaub in Tschechien und Polen standen wir Tagelang auf Plätze da war keine Entsorgung möglich, ebenso in D auf SP.
Flatus hat geschrieben:Ich glaube, um die Ver- und Entsorgung wird viel zu viel Aufhebens gemacht!

Für Dich mag das gelten. Es ist einfach eine Frage der Art des Reisens und wo man sich aufhält.

LG vom Mikesch

e_boettcher am 17 Aug 2016 12:11:54

at Markus:
wenn es so weit ist, berichte ich.

at gespeert:
mit solarbetriebenen Pilzlüfter wird es bei meiner Lösung schwierig: ich möchte die vorhandene Luftführung der bisherigen Entlüftung durch den Boden nutzen. Ausserdem habe ich 200 Wp auf dem WoMo. Es lässt sich sicher eine Lösung mit weniger als 300 mA für den Lüfter finden. Mein "Silent Eagle" für den Kühli ( Empfehlung von Georg!) braucht auch nur 100 mA und pustet damit recht ordentlich, der Kompost wird sicher mit einem lauen Lüftchen zufrieden sein, wozu dann auch ca. 80 mA reichen sollten. Auch lässt sich wohl in Benutzungspausen von mehreren Tagen der Fan abschalten. Das wäre also lösbar.

Gruss
Edgar

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