liesje am 05 Sep 2016 13:08:41

Unsere Sehnsuchtsinsel seit 30 Jahren, diesmal machten wir es war und blieben gleich 9 Wochen. "Wir nehmen euch mit rund um die Insel und auch mal quer durch, denn Irland ist nur grad so groß wie Bayern. Das schaffen wir doch bis zum 10. August." So tönten wir vor der Abfahrt.
Aber lest es nun selbst:
Wir haben die lange Fahrt durch Frankreich - 840km bis Cherbourg - gut geschafft.
6.6.2016
Zuerst ging es mit einem drittel Schwarzwälder-Kirschtorte zu unseren französischen Freunden in Nancy zum französischen Aperitif und dann beinahe deutschen Kaffee.
Von Nancy immer Richtung Paris, was einfach ist, weil alle Straßen Richtung Paris führen.
70 km vor Paris verloren wir die Lust am Fahren und fanden einen tollen CP ( Le chêne de gris bei Pommeuse) mit Superschwimmbad. Also schnell den Bus installiert - nur so schnell ging das nicht. Nullkommanix hatte sich der Bus festgefressen im völlig aufgeweichten Boden. Aber das Bad wartete noch auf mich! Drei Becken und ein Hallenbad probierte ich aus.
Am nächsten Morgen ging es weiter. Wir ließen uns von der Tante (unser Navi) durch Paris leiten. Das schaffte sie ganz gut, aber einen großen Teil der Fahrt haben wir die Tante "heimgeschickt", weil sie uns nervte mit ihrer Meinung über Rouen fahren zu müssen.
In der netten Stadt Evreux haben wir eine große Pause gemacht und am Abend landeten wir auf einem schönen CP (Le Robinson in Colleville-sur-Mer) am Omaha-Beach. Genauer gesagt: ca. 1 km davon weg und mit Hallenbad für mich. Und erst einen weiteren km weiter fanden wir ein Restaurant. Trotz Reservierung durch eine Gruppe durften wir uns am Büfett uns laben. Der Koch erlaubte es uns und es war auch sehr reichlich aufgetischt.
Aber mit dem vielen Wein - der war inklusiv - ging es ziemlich schwer über den Strand und den Berg hinauf.
Der Rest der Fahrt war ein Klacks.
Zuerst fuhren wir nach Sainte Mère Église, ca. 40km vor Cherbourg zur Ausstellung über das Kriegsgefangenenlager in Foucarville, wo mein Vater mehr als ein Jahr war.
Dort gerieten wir zwischen eine Menge "Militär"-Touristen. Manchmal sah es nach Krieg oder Besatzung aus. Haufenweise Militärwagen und die Kleidung! Wir konnten nur staunen.
Nach einiger Sucherei hatten wir verstanden, dass die Ausstellung direkt im Airborne-Museum ist.
Einen Teil davon schauten wir uns mehr oder weniger notgedrungen an, weil wir auf der Suche waren in dem großen Museum. So konnten wir auch ergründen, dass der arme amerikanische Fallschirmspringer, der am Kirchturm festhing (heute als Puppe), das überlebt hat. Er geriet in deutsche Gefangenschaft, konnte türmen und kämpfte weiter.
Der Ausstellungsteil über das Lager war sehr gut gemacht. In der MItte waren alle Erinnerungsstücke von meinem Vater in einer Glasvitrine präsentiert, die 2 Geigen, das Tagebüchlein (aus dem einige Seiten kopiert drumherum lagen) die Fotos...
Obwohl in dem Air-borne Museum alles nur auf englisch und französisch beschrieben wird, war hier in der Lager-Ausstellung auch alles noch auf Deutsch!
Danach hatten wir genug vom Krieg!
Nur 36km später stellten wir uns in die Schlange am Hafen.
Jetzt sind wir "auf hoher See". 
Das Meer ist ruhig, das Schiff Irlands empfing uns dicker Nebel - von der Landung haben wir gar nichts mitbekommen.
Aber kaum an Land in Rosslar, schien die Sonne und es war ziemlich warm. Hier war es 11.30 Uhr, also machten wir uns auf die Socken, das Land zu erkunden.
Paul fuhr wie ein alter Engländer, souverän! - Bis er einen Aldi erspähte und quer über alle möglichen Linien rechts abbog in die Einfahrt - nach rechts!!!! Natürlich kam da jemand! Aber Paul, immer noch mit einem ordentlichen Zacken, hoppelte über die trennende Insel blitzschnell auf seine, die linke Seite!
Danach ließen wir es ruhiger angehen in Wexford in einem Museumspark für Ur- und Frühgeschichte. Alles verbunden mit einer hübschen Stunde Spaziergang. Alles in der Sonne!!!
Anschließend fuhren wir eine wunderschöne Strecke, schmale Straße, aber mit viel zu sehen bis Kilkenny.
Kurz davor "kauften" wir uns in den irischen Heritage-Club ein. Für 20 € können wir nun ganz viele Sehenswürdigkeiten umsonst genießen. Hier dann gleich Jerpoint Abbey - die erste von vielen Ruinen in Irland, die die Iren der Zeit und Oliver Cromwell verdanken.
Der CP liegt hübsch. In die Interessante Stadt können wir laufen oder radfahren. Graue Wolken lassen uns zu Fuß gehen, aber es war nur "Säbelgerassel"!
Zuerst ist das Castle dran. 500 Jahre bewohnten es die Butlers, dann war der Kasten ihnen zu lästig und sie verkauften es für 50 Pfund an die Stadt. (Das bessere Geschäft machten sie mit ihrem Steuerrecht auf Wein: 250 000 Pfund Sterling!)
Inzwischen sind sie ausgestorben!
Wir wanderten die Highstreet rauf und runter, bei einem kurzen Guß besichtigten wir ein sehr altes Wohnhaus und ohne Regen die Blackabbey, so genannt, weil die Dominikaner schwarze Kutten trugen.
Unser Hunger trieb uns ins Kytelers. 1263 erbaut im Auftrag von Alice Kyteler. Die beerbte schnell nach einander 4 Ehemänner und wurde daher der Zauberei angeklagt. Freunde verhalfen ihr zur Flucht nach England und retteten sie so vor dem Scheiterhaufen. Die "Gerechtigkeit" holte sich als Ersatz ihre Magd Petronella, die verbrannt wurde und nun im Castle spukt!
Bei uns im Pub war sie nicht, aber gute traditionelle irische Live-Musik! Die genossen wir und tippelten dann 35 Minuten zurück zum CP.
Der nächste Tag begann mit einer wunderschönen Strecke am Nore entlang und zur kleinen mittelalterlichen Stadt Fethard.
Dann kam das nächste Highlight: Rock of Cashel.
Hier war touristisch echt was los. Ein großer Felsen steht mitten in ansonsten flachem Land, bewohnt, bebaut seit Jahrtausenden. Heute zu sehen eine imposante Kirchenruine, drumherum ein uralter Friedhof, der aber noch genutzt wird und dazu eine Wahnsinnsaussicht! Wir bewunderten die Steinmetzarbeiten und die Reste von Frescen.
Beim Rückweg fanden wir "Grannys Café". Obwohl es schon geschlossen hatte (das danebenliegende Musikmuseum auch) bekamen wir Kaffe und Kuchen und konnten uns in den wunderschönen Blumengarten setzen.
Danach durfte Peter 11km Aurobahn fahren bis hierher zum Applefarm-CP. Wir stehen auf schöner Wiese mitten in der Obstfarm. Bei der Anmeldung bekamen wir gleich einen Apfelsaft geschenkt.
Hier blieben wir länger und besuchten von hier aus Cahir mit dem Castle und dem "Schweizer" Cottage.
Den nächsten Tag, den 13.6. auf dem Apple-Farm-CP ließen wir langsam angehen und feierten mit einem guten Frühstück Pauls Geburtstag. Sekt gab es keinen, aber Cider von der Farm! Natürlich gab es auch Geschenke, den weitesten Weg hatten Violas türkische Spezialitäten.
Heute soll es mal keine Ruine und kein Kulturtrümmer geben ? Geburtstag!
Aber eine große Tropfstein-Höhle in Michaelstown war am Wege. Von deren 2,5 km Wegen durften wir 200 m besichtigen, aber die haben sich gelohnt.
Über Cloneen und Lismor ging es Richtung Meer.
Das war eine tolle Fahrt über die Berge. Alles war mit dunkel-und hellrosa Rhododendron überwachsen. Darüber die Bergkuppen bestanden aus kahlem Fels mit ein wenig Erika und boten fantastische Ausblicke von 800m Höhe herunter in fast alle Richtungen.
Wir landeten am Meer in der Hafenstadt Youghal und gingen abends fein Essen. Vom 7 km entfernten CP wollten wir eigentlich hin radeln, aber da hat uns der Regen abgebremst. Etwas vornehmer gekleidet passten wir besser in ein Auto.
Am nächstem Tag sind wir über kleine und kleinste Sträßchen erst bis zur Hafenstadt Cobh getuckert. Dort suchten wir erst nervös einen Parkplatz und als wir den gefunden hatten, suchten wir das Queenstown Heritage Center. Aber gerade davor standen wir!
Cobh hieß früher Queenstown und war der wichtigste Transatlantikhafen Irlands zwischen 1849 und 1950. Das sehr gut gemachte Museum zeigte alle Aspekte der Schiffsfahrt in dieser Zeit: Die Auswanderer, die betuchten Reisenden, die großen Schiffe und die Schiffsuntergänge von „Titanic“ und „Lusitania“. Der Gang durch das Museum begann im originalen Bahnhof. Die Eintrittskarten waren für die „Lusitania“ und passend auf reale Passagiere aufgestellt. Und so ging es weiter, immer mit allen Sinnen.
Aber nach einem Kaffee machten wir uns auf den Weg nach Westen, diesmal nicht entlang der Küste, sondern am Iniscara Reservoir vorbei, Stopp an Inchigeelaghs altem romantischen Friedhof und im Naturpark Gougane Barra.
Wir landeten bei Bantry auf einem guten, aber teuren CP mit wunderbarer Sicht auf Meer, Berge und Klippen.
15.6.
Am nächsten Tag war Bantry-House unser erstes Ziel. Ein kleines Schloss mit Garten, mit viel teurem Kruscht drinnen, alles gesammelt von der adligen Besitzerfamilie. Wir „durften“ in der Küche einen Kaffee trinken und uns für Mizen Head stärken.
Das ist der südwestliche Zipfel und natürlich spektakulär mit Klippen, schroffen Abgründen und einer Signalstation bestückt.

Das ist der südwestliche Zipfel und natürlich spektakulär mit Klippen, schroffen Abgründen und einer Signalstation bestückt.
Auf wahnsinnig gesicherten Wegen spazierten wir über die Landspitze und die berühmte Brücke.
Mein Foto lief mal wieder heiß!
Nach diesem Höhepunkt war eine Pause angesagt.
Wir steuerten einen besser bezahlbaren CP an und machten am Anfang der Tour nur einen Schlenker übers Meer auf die Insel Garinish, die Blumeninsel. Unterwegs vom Boot aus ließen sich diese Tierchen es sich in der Sonne gut gehen.
Gestern, der 17.6. war wieder ein sehr sonniger Tag und wir faulenzten am Meer, bzw. am Platz.
Der CP hat nix zum surfen usw.
Wir sitzen nun im Pub grad 2 km weiter in Cahierdaniel am Ring von Kerry.
Hier waren wir von allen Reiseführern gewarnt worden: schmale Straße und viel Verkehr, aber es ging. Nur zu Fuß hatte ich Schwierigkeiten. Abschnittsweise sind die Hecken so unübersichtlich hoch und dicht, auch dicht an der Fahrbahn, dass man die entgegenkommenden Autos viel zu spät sieht und die Fahrer uns auch.
Da ist Radfahren besser und das taten wir auch am nächsten sonnigen Tag.
Wir mussten ja noch zum riesigen „Garten“ des Derrynane Hauses, der eher ein gestalteter Wald ist.
Nahtlos geht dieser Wald in eine Dünenbepflanzung über und dann zum wunderbaren Sandstrand oder zu einem Moor.
Hier wurde ein besonderer „Naturtrail“ angelegt. Da mussten wir natürlich die Räder stehen lassen.
Dann radelten wir noch weiter zur Inselabtei. Zwischen durch saßen wir im Innenhof des Hauses im netten Café. Und weiter ging es zu Fuß durch den Wald. Eichen sind wohl eher ein Baum Irlands. Jedenfalls gibt es hier eine Menge davon und das sind sehr gewaltige Bäume!

liesje am 09 Sep 2016 01:02:58


Mein Bericht geht weiter:
Und immer wieder fand sich versteckt zwischen den Bäumen ein kleines fantasiereiches „Feenhäuschen“, wie uns junge Iren erzählten. Im Derrynane Haus waren wir ja schon Tags zuvor im Regen gewesen.
Es ist eher eine Gedenkstätte für die Katholiken. Hier wohnte die Familie von Daniel O' Connell (1775-1847). Ihr Vermögen haben sie wahrscheinlich mit Schmuggel gemacht, aber Daniel O'Connell war der Begründer und Förderer der katholischen Emanzipation in Irland und wird als Freiheitsheld gefeiert.
Unter anderem kann man eine Prunkkutsche bewundern, die ihm von Honoratioren Dublins geschenkt wurde, als er 1844 aus dem englischen Gefängnis frei kam.
Zwei Tage später und wieder im Regen fuhren wir ein Stück zurück , besichtigten ein Ringfort der Kelten, ca. 2500 Jahre alt und setzten dann unsere Tour auf dem Ring of Kerry fort.
Wir wischen nur davon ab, um den kleineren und engen Skelligring weiter zu fahren.
Immer wieder hatten wir dann den Blick auf die Skellig-Inseln.

Drauf, wenn wir gewollt hättten, ging es nicht. Es stürmte zu sehr und kein Boot konnte dort landen.
Wir genossen die Blicke übers Meer vom sicheren Boden aus.
Aber nach dem Besuch der Kerry-Klippen – traumhafte Felsen,

die teilweise senkrecht ins Meer abfallen – besuchten wir das Visitor-Centrum an der Brücke zur Valentia-Insel und ließen uns ausführlich über die Skelliginseln informieren. Die ehemals von Mönchen von ungefähr 400 bis 1500 bewohnte größere Insel ist fürchterlich steil und unzugänglich. In jahrhundertelanger Arbeit haben die Mönche dort Steintreppen in den Felsen gehauen

und auf den wenigen ebenen Stellen runde Steinhütten gebaut und winzige Gärten angelegt.
Beeindruckend, wenn man das alles aus der Adler-Perspektive sehen kann.
Dann folgten wir wieder dem Ring of Kerry, bogen aber bald in die Berge ein.

Wir fuhren an etlichen Seen entlang. Teilweise sah die Landschaft wie ein Park aus und tatsächlich erfuhren wir am nächsten Tag, dass wir uns schon in Killarney Nationalpark befanden.
Rund um Killarney ist die älteste Touristenregion Irlands. Sie wurde schon im 19.Jahrhundert von Thomas Cook beschrieben.
So in der Vorsaison ist es da wie ein Paradies!
Schon der Blick vom Ladies-View auf die Seenkette beweist es.

22.6.
Unser CP lag zwar außerhalb von der Stadt Killarney, aber noch direkt am Park.
Also planten wir eine Kombination aus Boots- und Radtour.
Beinahe hätte das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, es wechselte vom Nieselregen zum Schutt und dann aber doch guckte wieder mal die Sonne raus – eben typisch irisch!
Für die Bootsfahrt mussten wir uns anmelden und alle Organisation dauerte so lange, dass wir es mit den Rädern bis zum Start der Boote (ca. 9km) nicht mehr geschafft hätten – und wir hätten schon nass in den offenen Booten gesessen! Also fuhren wir mit unserem Bussle hin zum Ross-Castle, nahmen dann die Räder mit zum Bootssteg.
Die Boote sehen aus wie ehemalige Ruderboote, rechts und links eine Bank für die etwa 10 Leute. Vorne eine Luke, aus der dann Rettungswesten raus kamen und mein Rad teilweise rein gestopft wurde. Pauls obendrauf!

Der „Kapitän“ begrüßte und an Bord der "Titanic" und dann ging es los, fast 2 Stunden über drei Seen und durch den diese verbindenden Fluss.
Wunderschön rundherum die Berge, davon einige bis 1000m hoch.

Einmal mussten wir alle aussteigen und eine „Stufe“ höher laufen. Mit dem fast leeren Boot kam der Käp'ten auch eine „Bootsrutsche „ rauf!
Etwas steif kletterten wir dann am Brandons Cottage

an Land, kehrten erst ein, stärkten uns und starteten zur Radtour über Gap Dunloe.

Und prompt setzte der Regen ein. Dennoch war auch die anstrengende Strecke zum Pass noch einiger maßen angenehm. Immer wenn es steil wurde, stiegen wir vom Rad und schoben so sicher die Hälfte des Weges.

Da wir – wenn überhaupt – nur langsam fuhren, wurden wir mehr von innen nass vom Schwitzen!

Aber dann endlich der Pass und wahnsinnig, die Sonne kam raus.
Ab nun ging es nur runter und das teilweise ganz steil.

Runter rasen ging gar nicht, denn ich musste immer wieder stoppen, einmal um zu fotografieren und dann immer wieder für die Pferdekutschen, die vor uns waren und bergrunter sehr langsam fuhren.

Glücklich kamen wir unten an, machten eine Pause und radelten dann los.
Ja, bis zum Bussle wären es sicher 15km gewesen, wenn auch schön durch den Park.
Ich hatte dann die glorreiche Idee, bis zum CP zu fahren (6km), die Räder zu unseren „daheimgebliebenen“ Stühlen zu stellen und gemütlich mit dem Shuttle-Bus bis zum Ross-Castle zu fahren.
So ausgeruht hatten wir dann noch Lust, die Burg zu besichtigen.

Morgen geht es weiter!

HUGOSTRATZ am 09 Sep 2016 08:37:49

Sehr schöner Bericht, ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

G.H.

Aretousa am 09 Sep 2016 09:50:44

Oh, was für ein schöner Bericht liebe Liesje.
Hoffentlich geht es bald weiter :ja:
Euer Bild aus Cahierdaniel ist richtig klasse. Da säße ich auch gerne. Naja, vielleicht ein bisschen später am Tag als im Moment, denn das Glas Guinness gehört natürlich dazu. :gui:

Jonah am 09 Sep 2016 09:52:21

Tolle Bilder und toller Bericht, auch ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

JoFoe am 09 Sep 2016 10:58:39

Moin,
Bilder und Bericht haben mir sehr gut gefallen. Ich werde auch weiterlesen. :ja:

liesje am 09 Sep 2016 13:38:56

Und weiter geht es!
23.6.16
Einen weiteren teilweise verregneten Tag spazierten wir zum Muckross House mit Garten und auch noch im Park herum,
besuchten eine weitere Klosterruine, in deren Kreuzgang vor langer Zeit wohl mal ein kleines Bäumchen gepflanzt wurde,
und einen Wasserfall, verbunden mit einem kleinen Spaziergang durch den Wald.
Am 24.6. erkundeten wir die Dingl-Halbinsel.
Immer wieder Stopps zum Staunen und fotografieren, und dann für einen Kaffee in den „Süd-Pol“-Pub. Hier wurde Tom Crean geboren
und lebte dort mit seiner Familie nach seinen Abenteuern in der Antarktis (Er war z.B. einer der Überlebenden von Scotts tödlicher Antarktisexpedition) bis zu seinem Tod 1938.
Am Slea Head Drive gab es ein Lied für eine Möwe.
Bild[/url]
Mit dem vielen Gucken kamen wir nur langsam voran, weil wir uns vor Dingle auch die Augen ausguckten nach dem berühmten Delfin Fungie,

dann durch Dingle-Town schlenderten

und nun in der Nähe einer Sehenswürdigkeit übernachteten, der Gallarus-Kapelle, einem über 1000 Jahre altem Gebäude, nur aus Stein ohne Mörtel.
Wir sind langsamer geworden. Die Landfschaft ist so schön und es gibt so viel zu sehen, dass wir nicht vorwärts kommen.
Kaum um die Spitze herum, machten wir eine Wanderung auf eine der Felsnasen. Zum Glück fanden wir in der Nähe einen CP.
Unser nächstes Abenteuer sollte der Connor-Pass sein. Rauf - kein Problem, aber runter knubbelte es sich fürchterlich. Wir schauten es uns bei einer Wanderung an und verzichteten auf die Abfahrt nach Norden.
Kurz vor Tralee machten wir noch eine Pause am schönen Sandstrand. Ich watete ein wenig im Wasser. Es ist noch sehr kalt. Aber wenn es draußen mal wärmer ist, könnte ich mir das Schwimmen sehr wohl vorstellen.
Kurz daruf am Wege besichtigten wir die größte noch arbeitende Windmühle von Irland und Großbritannien.
Der CP von Tralee lag sehr günstig fast noch in der Stadt. Mit dem Fahrrad waren wir in ein paar Minuten durch einen wunderschönen Park gleich mitten in der Stadt.
Die Rosen von Tralee gibt es tatsächlich - nicht nur soooo romantisch!
?Im Aufenthaltsraum des CP guckte Paul das Spiel Irland gegen Frankreich und musste sich dagegen verwehren, Franzose zu sein. Tags drauf saßen nur die 6 vorhandenen Deutschen da und guckten Deutschland gegen die Slovakei.
Jeden Abend flitzten wir in die Stadt und liefen von einem Pub zum anderen. Überall stand angeschrieben: Heute traditionelle irische Musik!
Aber was spielten sie? Schlagerverschnitte, Pop und ganz wenig Blues! Und immer mit fies aufgedrehtem Verstärker.
Erst am letzten Abend hatten wir Glück und fanden im Pub Musikanten mit Geige, Bandoneon, Gitarre und so einer Art Tamburin. Diese spielten vor einem begeisterten Publikum – es war rappelvoll im Pub – traditionelle Instrumentalstücke und immer mal wieder eine Ballade oder ein sehr bekanntes irisches Lied. Da sangen viele mit.
Die Stimmung war auch deshalb so gut, weil grad die Engländer gegen Island verloren hatten und rausgeflogen sind. Das entschädigte für den vergangenen Tag mit dem Ausscheiden der eigenen Mannschaft.
Historisch gesehen können die Iren ja nichts besonders Gutes an den Engländern finden, aber auch die allerneueste Geschichte, der Brexit, stößt bei den Iren auf völliges Unverständnis.
90% der Iren seien eindeutig für Europa, erklärte uns anderntags eine Irin, mit der wir ein langes Gespräch führten. Sie erklärte die Engländer für bekloppt und meinte, nun würden sich auch die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik wieder verschärfen und ein Zusammenwachsen zusätzlich verhindern.
Sie hatte auch lange in der Türkei gelebt und über Erdogan und seine Aktionen dachte sie genauso kritisch wie wir.
Von Tralee aus ging es weiter, kleine Straßen mal im Land, dann wieder an der Küste. Unterwegs gab es einiges zu sehen, z.B. die Kathedrale in Ardfert.
Aber die Gegend ist bestückt mit Kirchenruinen, immer umgeben von Gräbern aller Jahrhunderte bis heute.
Auch ein paar Meter weiter stand schon wieder eine Klosterruine.
An der Shannonmündung schauen wir rüber zum Loop Head. da kommen wir auch noch hin!
Immer wieder und ganz besonders gegen Abend kam die Sonne heraus.
Kurzer Spaziergang zum Strand und einem etwas zerstörtem Schloss, das aber – wie so oft – mitten in einem Golfplatz liegt.
Dann ging es nach Listowel zur Besteigung der Normannenburg.
Gegen Abend erreichten wir das hübsche Städtchen Adare. Etwas entfernt davon ist der CP, aber mit dem Fahrrad gut zu erreichen.
Hier wollten wir bleiben, Rad fahren, einiges besichtigen und unseren Hochzeitstag begehen, diesmal sogar mit Sekt.
Die Gegend hier, südlich Limerick ist ehe flach und für uns gut geeignet.
Nur das Nadelör, die N 21, ist ein Graus!
Natürlich hat Adare ein Castle zum Besichtigen, unser Pass lässt uns ohne Bezahlen rein, aber von der Führung habe ich fast nichts
verstanden. Die gute Dame sprach irisches Englisch und das rasend schnell.
Aber Adare hat noch mehr zu bieten: Wunderschöne kleine strohgedeckte Häuschen!
Eines davon war unsere Adresse für Donnerstagabend, den 30.6. Wir haben fürstlich gespeist!

monana am 09 Sep 2016 14:45:13

Ein toller Reisebericht! Bin gespannt was da noch alles kommt :ja: . Dankeschön fürs Teilhabenlassen :)

liesje am 10 Sep 2016 01:28:42

Es geht weiter!
Unser Tagesprogramm war etwas verwässert, es regnete mehr oder weniger ununterbrochen. Also fuhren wir nach Limerick und trabten durch das King John's Castle, gingen Kaffee trinken und hatten von der Stadt schon genug.
Im Bogen ging es Richtung Adare zurück und so kamen wir an einem großen Steinkreis vorbei. 47 m Durchmesser und über 100 riesige Steine!

Dank unseres schmalen Autos mit seinem starken Motor konnten wir hier alle Straßen fahren, auch alle um das Loop herum. Km-mäßig war das gar nicht so viel, aber dauernd war die Szenerie wieder so wahnsinnig interessant und Paul musste anhalten zum Hinlaufen und /oder fotografieren.
Wir fuhren wieder zum Shannon und zur Fähre in Tarbert, die immerhin 20 Minuten benötigt, um rüber zu kommen.
Kurz vor der Fähre gab es etwas zum Anschauen. Ein kleines Gefängnis, so wie es in Irland viele gab. Heute sind sie verschwunden. Dort wurden keine Schwerverbrecher eingebuchtet, obwohl die Strafen danach waren, z. B. Die Kuh auf dem Land des Nachbarn grasen lassen = 7 Jahre Verbannung nach Ausstralien. Sehr anschaulich wurde dort die Justiz des 18. und 19. Jahrhunderts erläutert.
Dann ging es auf die Fähre. Bei unserer Überfahrt hatte der Shannon Flut, d.h. Das Meer drückt sein Wasser rein. Das gibt immer eine mächtige Strömung und die Fähre fährt daher einen Bogen.

Auf der anderen Seite ging es dann wieder nach Westen in einen „Zipfel“, dem Loop Head. Ganz an der Spitze ist ein Leuchtturm,
den wir bestiegen haben und rundherum tobte der Atlantik. Wir blieben in der Regel in respektvoller Entfernung und schauten uns das Spektakel an – bis zum nächsten Regenguss.

Das Wasser donnerte an die Felsen und wehe einem Schiff, das hier ungewollt strandet.

Zum Glück fanden wir noch in der Nähe einen Campingplatz, so konnten wir uns das Toben am nächsten Tag weiter und an anderer Stelle anschauen.

Das Meer frisst sich im Laufe der Zeit regelrecht ins Land, manchmal unterhöhlt es einen Weg und bildet so eine Brücke, die später einstürzt.

Das Wetter hatte sich gebessert und so machte es richtig Spaß, auf den Klippen zu laufen.

Deshalb sind wir auch nicht auf die „berühmten“ Klippen von Moher. Die sind abgesichert mit hohen Zäunen, kosten Eintritt und alle Touristen werden dort hingekarrt. Das haben wir uns erspart und sind gleich weiter nach Doolin, auch so ein Touri-Muss! Da sind die Musik-Pubs, einen Haufen Souvenirläden und die Fähren nach den Araninseln.
Traditionelle irische Musik wurde hier jeden Abend in mindestens zwei Pubs gespielt, aber erst um 9 oder halb 10!
Also gut! Da können wir noch ganz beruhigt am CP das Spiel Deutschland-Italien gucken, fängt hier ja schon um 8 Uhr an.
Na ja, zur Musik sind wir nicht mehr gekommen nach Verlängerung und Elfmeterschießen.
Auch hier gibt es Klippen und wir machten einen langen Spaziergang dort entlang.
Wir hatten es nicht weit zum „McGun“ mit guter Musik. Es war wie immer rappelvoll und so kommt man schnell in Kontakt. Wir durften uns an einen Tisch dazu setzen, holten für alle eine Runde Guinness und schon war die Stimmung bestens. Der nächste gab auch eine Runde aus, keine Ahnung, wie ich das alles trinken sollte. Da setzte sich ein junger Mann dazu, der „erbte“ das Bier, freute sich und erzählte dann, dass er erst 16 sei. Die zwei Amerikaner – der eine hatte das Bier geholt – waren richtig erschrocken. David, der Italiener, freute sich, war aber sehr vorsichtig, denn seine Eltern waren auch noch irgendwo. Immer, wenn Papa sich blicken ließ, schob David sein Bier schnell zum Paul rüber.
Aber er schaffte sein Pint (beinahe 1/2l) fast ganz.
Die Musik, fast nur Instrumentalstücke, war sehr gut, die Leute hörten zu und gaben ordentlich Beifall.
Ab Montag, dem 4.7. fuhren wir mal genau die im Womo-Führer beschriebene Strecke – mit kleinen Abweichungen.
Der „Müller“-Reiseführer lieferte die „Sahne“ dazu, z.B. ein wunderschönes Café am Wege in Ballyvaughan mit supergutem Kuchen und einem tollen Blumengarten, der aber leider schon den ganzen Tag gegossen wurde.
Die Fahrt war eigentlich wunderschön, erst am Meer entlang und dann ins Landesinnere, aber der Dauerregen ging uns auf die Nerven. Dabei gab es so viel zu sehen. Der Burren, eine kahle Steinwüste, entstanden durch rakikale Abholzung.
Von Nahem konnten wir alles am nächsten Tag sehen bei einem super organisiertem Rundweg (kostenloser Shuttle-Bus, Faltblatt mit allem, was man der Reihe nach so zu sehen bekommt, dazu die Übersetzung auf meinem Smartphone und sehr genaue Markierung des Weges). Und trocken war es auch noch!
Z. B. Könnt ihr hier sehen, dass zu Urzeiten hier ein warmes Meer war: Korallen auf den Felsen!
Zur Steinzeit war der Burren dicht besiedelt und es gibt eine Menge megalithische Bauwerke, Dolmen und Ringforts.
Mit all dem Staunen kamen wir nicht vorwärts und blieben auf einem CP auf dem Burren. Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen. Jeder Friedhof hatte eine romanische oder gotische Kirchenruine dabei. Cromwell und seine Horden waren sehr gründlich!
Hier auf dem Burren ist die Besiedlung heute sehr spärlich, entsprechend selten sind Tankstellen und Supermärkte.
Aber in Gort gab es alles und merke:“Wo ein Aldi ist, ist auch ein Lidl!“
Kurz danach hatten wir mal wieder freien Eintritt in den Cool-Park beim nicht mehr vorhandenen Schloss der Lady Gregory. Sie, selbst literarisch tätig, scharte um 1900 Schriftsteller, Dichter und Denker um sich und in ihren „Walled Garden“ steht eine Buche als ihr Gästebuch. Alle haben sich in der Rinde verewigt. Einer ihrer Gäste und vertrauter Freund war der Dichter Yeats, der sich in ihrer Nähe eine Normannenburg als Sommersitz leistete.
Wir besichtigten diese nur von außen. Irgendwann hat man von den vielen „Visitorcentren“ die Nase voll.
Wieder waren wir spät an und kein CP in Sicht. Also standen wir mal ganz idyllisch am Lough Derg (See) südlich von Potumna. Es gab sogar eine Toilette – und ein Schild: No Overnightcamping!
Aber wir haben gut geschlafen.
Tags drauf mussten wir in die Werkstatt. Eine Holzbalkenabgrenzung auf einem Parkplatz hat uns beinahe die Stoßstange abgerissen. Zuerst war nichts zu sehen, aber am Abend standen die Seiten ab und die Schrauben fehlten zum größten Teil. Das wurde dann in einer kleinen Werkstatt gerichtet plus eine neue Lampe, Arbeit für zwei Leute für mehr als eine Stunde!
Paul musste grad mal 60€ blechen!
Dann steuerten wir die zwei Sehenswürdigkeiten Portumnas an: Das Schloss, groß und nur von einer Familie und der Dienerschaft bewohnt
und abseits gelegen, das Armenhaus, bewohnt von bis zu 650 Armen. Vier große hässliche Bauten durch Wirtschaftsräume verbunden. Familien wurden getrennt und sahen sich kaum wieder. Männer, Frauen, Mädchen, Jungen, jede Gruppe hatten ihren Block. Nur Kinder bis zu 2 Jahren durften noch bei der Mutter bleiben. So sah ein Schlafraum aus,
allerdings waren da doppelt so viele Strohsackbetten drin. Zur Famine-Zeit (Hungersnot zwischen 1845 und 1849) standen hunderte Familien hungernd vor der Tür und starben oft, bevor sie Einlass bekamen. Alle mussten arbeiten, daher heißt das Gebäude auch Workhouse. Ein bedrückender Anblick!
Wir fuhren weiter immer am Shannon entlang und kamen zum bedeutendsten religiösen Zentrum des frühen Mittelalters, der Ruine des Klosters Clonmacnoise. Es war damals eher eine Klosterstadt.
Die Fahrt dann erst mal an Athlone vorbei zum CP „Lough Ree East“ war dann nicht mehr weit.

liesje am 10 Sep 2016 19:17:55

Und so geht es weiter!
7.7.2016
Vom Platz am Lough Ree fuhren wir mit unserem Bussle für einen Tag nach Athlone, bummelten durch das Städtchen,
kletterten auf die Burg, tranken ein Bier im Sean's, dem angeblichen ältesten Pub Europas,
traditionell war hier noch der Boden mit Sägemehl bestreut, und fuhren dann mit den Rädern los nach Glasson gut essen. Das ging immer am Lough Ree entlang und auf dem Rückweg – gut getankt – noch schnell dazu.
Am nächsten Tag gab es zu Pauls Freude ein Stück Autobahn fast bis Galway.
Eine Pause mit Besichtigung von Stadt und Burg Anthenry - letztere sehr gut im Visitorzentrum erklärt – und schon waren wir mitten im Gewühl der Straßen von Galway, irrten gründlich rum, bis wir den CP „Salthill“ gefunden hatten.
Der war rappelvoll und alle, auch wir, wurden noch irgendwie dazwischen gequetscht.
Wir hatten Glück mit unserem Bussle. Wir passten in eine Ecke direkt am Meer. Das allerdings sah braun und hässlich aus. Es spiegelte den düsteren Himmel wieder und war voll Tang.
Aber wir hatten freien Blick auf die Promenade und konnten dort ein immer wiederkehrendes Schauspiel beobachten. Alle (Iren aus Galway denken wir), die da herkamen, sei es zu Fuß spazierend, mit Kinderwagen oder Rollerblades, rennend oder Hund ausführend, kamen unterhalb an unsere Ecke, tatschten die Holzwand an, drehten um und machten – jeder auf seine Art – den Rückweg. Paul amüsierte sich köstlich!
Abends machten wir mit den Rädern die gleiche Strecke, so lange wir es durften und dann der Nase nach bis in die Altstadt.
Es war alles recht ruhig bis wir über die Brücke des Flusses Corrib rüberkamen. Wir waren in der „Drosselgasse“ gelandet.
In der hier beginnenden Fußgängerzone gibt es mehr Pubs als Häuser, alle rappelvoll bis in die Gasse. Dort ein Heer von strömenden Menschen, darunter viele Studenten und Touristen, dazu etliche Gruppen, die etwas feierten, z. B. Polterabend in skuriler Verkleidung und immer lautstark. Sie mussten ja auch die laute Musik aus den Kneipen übertönen.
In einen Pub passten wir im doppelten Sinn nicht mehr rein, die Musik war nirgends in unserem Sinne, also fuhren wir – alles andere als gemütlich – am Meer entlang zurück.
Die Strecke ist topfeben, aber der Gegenwind ließ uns „Berge hochstrampeln“. Manchmal kamen die Windböen heftig von der Seite und ich hatte ganz schön Angst, entweder in den Verkehr oder ins Meer gedrückt zu werden.
Der nächste Tag war unser Regentag. Gegen Mittag rappelten wir uns auf, fuhren mit dem öffentlichen Bus rein in die Stadt zu Besichtigung und zum Kaffeetrinken.
Weit kamen wir damit nicht. Das mittelalterliche Lynch-Haus, eine Stadtburg, war nur von außen zu sehen
und auf einer Plakette die Geschichte vom Bürgermeister Lynch zu lesen. Der hatte seinen kriminellen Sohn wegen Mord zum Tod verurteilt und ihn dann eigenhändig gehängt, weil kein anderer sich dazu bereit fand. Daher kommt also der Ausdruck „Lynchjustiz“!
Zum Eyre Square und zu ein zwei anderen Sehenswürdigkeiten reichte unsere Energie beim Dauerregen noch, dann saßen wir bei Guinness in einem Pub, der traditionelle Musik ab 18 Uhr versprochen hatte.
Bis halb sieben war nix zu sehen und zu hören. Wir gaben auf, nahmen uns ein Taxi zurück, aßen schnell was und fanden raus, dass das immer geschlossene Café auf dem CP, eigentlich der Aufenthaltsraum mit Fernseher, tatsächlich für das Endspiel offen hatte.
Da saß nun ein internationales Trüppchen und keiner wusste wohl so recht, für welche Mannschaft er sein wollte.
Ich hatte mir die Franzosen auserkoren – Pech, verloren!
Der nächste Tag brachte Sonne und die Abfahrt. An der Strecke fanden wir eine beachtliche Klosterruine, die noch in keinem unserer drei Reiseführer erwähnt wurde.
Wahrscheinlich wegen der arg schmalen Zufahrt!
Weiter ging es über Cong, wo uns das Fisching-Häuschen der Mönche in der Klosterruine interressierte.
Damit die armen Mönchlein in der kalten Fastenzeit auch Fische fangen konnten, gab es eine kleines Häuschen über den Lough Mask gebaut mit einem Loch im Boden.
Ab Cong fuhren wir eine wunderbare Strecke durch Landschaften, die ich nur mit den Bildern beschreiben kann.
Mitten in dieser paradiesischen Landschaft besuchten wir Pearse Cottage,
der Sommersitz von Patrick Pearse, Pädagoge und Freiheitskämpfer, der führend bei der Besetzung des Dubliner Postamtes war und dafür hingerichtet wurde.
Und weiter ging es über kleine Straßen an der Küste entlang über Rondstone auf Clifden zu.
Leider war es vom CP zu Fuß zu weit zurück zu dem hübschen Ort Roundstone.
12.7.2016
Der CP befand sich gleich oberhalb eines sehr schönen Sandstrandes. Dort gingen die Leute sogar schwimmen! Brrrrr!
Bis Clifden war es dann nicht weit.
Ein sehr nettes Städtchen.

Wir wären gerne geblieben und abends zur Musik im Pub gehockt, aber es gab keinen CP in der Nähe, dachten wir!
Demnächst geht es weiter!

Jonah am 10 Sep 2016 23:32:41

Super ist dein Bericht, die vielen Bilder machen das Ganze sehr lebendig, toll.

liesje am 12 Sep 2016 00:00:45

Nun geht es weiter!
12.7. Ungefähr unsere halbe Reisezeit ist um, aber wir haben noch lange nicht die halbe Strecke in Irland "abgefahren"!
In Renvyle auf dem gleichnamigen CP stellten wir fest: Es gibt nicht nur das blaue Camping-Heft, sondern auch ein grünes! Plötzlich hatten wir viele C-plätze zur Auswahl. Der angepeilte, wunderschön am Sandstrand gelegen, war auch sehr günstig für unsere Unternehmungen Tags drauf.
Wir wanderten im Connemara-Nationalpark und besuchten Schloss und „walled Garden“ von Kylemore. Hinter Kylmore steckt eine höchst romantische, aber traurig endende Liebesgeschichte. Mitchell Henry (1826–1910) ließ das Gebäude als Wohnsitz für sich und seine Frau und seine 9 Kinder bis 1871 erbauen. Jedoch während einer Reise 1874 in Ägypten erkrankte Margaret Henry und starb innerhalb weniger Tage.
Mitchell Henry erbaute ein Mausoleum für sie.
Er ertrug sein Schloss ohne seine geliebte Frau nicht mehr, verließ Irland und verkaufte das Anwesen. Aber nach seinem Tod wurde er gemäß seines Wunsches neben seiner Frau im Mausoleum bestattet. Seit 1920 ist das Schloss ein Benediktinerinnenkloster und wurde von den Nonnen von 1923 bis 2010 als Internat genutzt.
Für uns endete der Tag mit einem wunderbaren Essen im "Paddy's" Pub in Tully-Cross, aber ohne Musik.
14.7.2016
Es ging weiter immer mehr nach Norden und das merkten wir auch an der Temperatur.
Auf einer Schafsfarm kamen wir für die Sheepsdog-Vorführung zu spät. Aber beim Schafescheren durften wir zusehen
und ich fütterte ein Lamm mit der Flasche. Der Gang zum Torfstechen fiel aus, es sei zu nass!
Um die nächste Bucht herum waren es etliche km.
Es war ein Fjord, der 15km ins Land hinein ging und wir mussten drumrum. Dann fuhren wir über Louisburgh und am „heiligen“ Berg Croagh Patrick vorbei. Der, 765m hoch, wird von frommen Pilgern eifrig und oft barfuß bestiegen.
Er hat einen hohen Goldgehalt. Aber weil der gute Patrick ungefähr 440n.Chr. hier oben auf dem Gipfel – bis dato ein keltisches Heiligtum - Schlangen für immer und ewig von Irland verbannte, darf der Berg nicht angerührt werden.
Kurze Zeit später waren wir in Westport, immerhin eine Stadt mit einer Vielzahl von Pubs und einer Bank.
Die Automaten haben was gegen mich. Jedesmal, wenn ich vor diesen Kisten auf das Geld warte, werde ich ordentlich nass geregnet.
Wir machten uns auf den Weg zum CP, der nur 1km vor der Stadt sein sollte.
Aber wir irrten ganz schön lang rum, bis wir ihn endlich fanden.
Überraschung: Er war voll! Für 30€ auf dem Parkplatz daneben ohne Strom und weit ab von Toilette und Dusche – das wollten wir nicht.
Mitten in der Stadt gab es eine ruhige Straße, ganz nah an einem Singing-Pub.
Paul briet ein paar Würstchen und zur richtigen Zeit dappten wir zum Pub „Matt Molloy“ und genossen eine wunderbare traditionelle irische Musik.
Danach waren es nur ein paar Meter bis zum Bett.
Hier haben wir gefrühstückt und einen Spaziergang am Meer gemacht.
Am 15.7. saßen wir wieder an einem wunderschönen breiten Sandstrand – und guckten durch die Regentropfen.
Wir waren auf Achill-Island, dem früheren Domizil Heinrich Bölls.
Es sollte auf dem CP Wifi geben, ging aber nicht. Das Wetter sei schuld!
Vielleicht war es gut so, dass uns die schlimmen Nachrichten aus der Türkei und aus Deutschland erst gar nicht oder verspätet erreichten.
Wir erkundeten die Insel und waren auf der Suche nach einem Dolmen.
Paul hatte keine Lust mehr für steil-bergauf, da hatte ich ihn aber gefunden.
Wir haben ein verlassenes Dorf betrachtet, bei einem Fischerfest mitgemacht und Muscheln verspeist. Paul bekam eine Auster geschenkt.
Zum Schluss haben wir noch schöne Buchten nach rechts Bild
und die stürmischen Zipfel in die andere Richtung abgefahren.
Dann waren wir wieder auf dem Festland und bald am nächsten Nationalpark bei Ballycroy, mitten im Moor. Von dem erfuhren wir viel, gut dargebracht und mit Audio-Guide auf deutsch erläutert. Dann machte auch der kleine Spaziergang durch's Moor Spaß.
Am Mittwoch kommt der nächste Teil!

liesje am 13 Sep 2016 13:56:53

Weiter ging es dann bis Ballina auf einen ruhigen CP, ganz ohne Wind!
Von da aus fuhren wir ins Ceide Field. Wieder ein Naturpark mit bis zu 5000 Jahre alter Kultur und einem Visitorzentrum. Genauer besagt: Steinmäuerchen, die unter dem Moor gefunden wurden.
Wir konnten sie nicht so recht zuordnen. Aber erstaunlich war, dass die Menschen den damaligen dichten Wald rodeten und Äcker anlegten mit Mäuerchen eingefasst. Irgendwann – nach einem Klimawandel(?) - gab es die dichte Besiedelung nicht mehr und das Moor entstand, an manchen stellen bis zu 5m dick.
Was uns Laien aber mehr interessierte waren die Klippen an der Küste drumrum und die anderen Hinterlassenschaften aus der Steinzeit: Megalith-Denkmäler, die nur sehr schlecht zu finden waren.
Wenn es dann christlich wurde oder gar an den wahnsinnigen Umgang der Engländer mit den Iren erinnert, wurren die Hinweise sehr deutlich!
So auch zum Downpatrick Head, eine wunderbare Klippenlandschaft.
Dazu kam die Sonne heraus und wir hatten richtig Lust da herum zu laufen.
Das wilde Meer hat Fels abgetragen und die Klippen unterhöhlt. Wenn so eine unterirdische Höhle einstürzt, entsteht mitten in der Wiese ein riefes Loch.
So auch hier und in das größte und tiefste haben 1798 die Engländer ca. 300 irischer und französischer Rebellen hinunter gestoßen.
Das hier erzählt eine andere Geschichte.
Es ist erst gut 600 Jahre her, dass die beiden Felsen eine Einheit bildeten. In einem heftigen Sturm entstand der tiefe Spalt und eine Anzahl von Menschen „hockte“ auf dem isolierten Felsen.
Runter kamen sie nicht und Boote wären alle gegen die Felsen geschmettert worden. Mühsam hat man sie mit Seilen zurück aufs „Festland“ geholt.
Wir waren auf der Suche nach einigen Megalithdenkmälern.
Immer mal wieder gerieten wir in eine „Sackgasse“ und standen an einem Gewässer.
So wurde es früher Abend bis wir am CP ankamen und uns auf die Räder schwangen. Nach Ballina ging es zum Quiche Lorrain essen. Eine Empfehlung des „Müllers“- Reisehandbuches.
Aber der Pub hatte dicht gemacht und wo die Wirtin nun ihre Quiches produziert, war nicht in Erfahrung zu bringen. Wir fragten 2 Einheimische und eine ging sogar mit uns, damit wir ja die richtige Kneipe finden. Aber alle Empfehlungen liefen ins Leere, alles zu.
Auf gut Glück betraten wir einen Pub und bekamen ein wunderbares Essen. Man merkt, dass die Iren schon in ihrer Historie gute Beziehungen zu den Franzosen geknüpft hatten und dass auch viele französische Touristen in dieser Gegend Urlaub machen.
19.7.2016
Die Hitze trieb uns aus den Federn - der Sommer ist plötzlich ausgebrochen.
Endlich besuchen wir einmal eine „Wollen Mill“ (ein Geschäft, dass hauptsächlich Sachen aus Wolle anbietet, z.B. die Aranpullover, Kleidung aus Tweed....und natürlich alle möglichen Souvenirs).
Dieses hier war etwas Besonderes, gegründet in der Hungerzeit um die Wende zum 20. Jahrhundert von einer Nonne und einem Protestanten.
Anfangs erteilte die Nonne Unterricht, merkte dann aber schnell, dass „ein leerer Bauch“ noch viel weniger „studiert“ und dass Arbeitsplätze her müssen.
Die Gründer schafften es, ein Industrieunternehmen auf die Beine zu stellen mit guten sozialen Bedingungen für die Arbeiter. Bis 1961 wurde voll produziert und gehandelt und nun seit einiger Zeit werden die Produktionsstätten als Schau weitergeführt zusammen mit einem Museum der besonderen Art. Lebensechte Puppen stellen die Geschichte des Werkes dar. Und dazu für uns mit deutschen Audio-Texten.
Hier geht es um Genehmigungen. Die englischen Grundherren mussten überredet oder mit Druck dazu gebracht werden, dem Projekt zuzustimmen.
Hier war nun der erste wirkliche Sommertag. Richtig heiß!
Ich konnte am nächsten CP „Strandhill“ bei Sligo gleich den Badeanzug auspacken, aber welch ein Jammer: Beim Platz kein Strand. Und überhaupt nur dicke Kiesel!
Gut dann morgen!
Nachts ein mächtiges Gewitter und am Morgen – Regen und Kälte!!!
Da sind wir auf einer Besichigungstour besser aufgehoben.
Auf nach Sligo!
Unterwegs bogen wir ab zu einem megalithischen Gräberfeld. Da mussten wir mal nicht suchen. 25 Dolmen oder Steinkreise stehen da rum, um 1900 waren es noch 85 gewesen.
Begeistert stapften wir um alle herum und holten uns im Dauerregen nasse Füße.
Hier die Gegensätze in Sligo
Weiter in Sligo machten wir eine kleine Besichtigungs- und Shoppingtour und kehrten dann zum CP zurück.
Gestern hatten wir einen Pub mit Pizza entdeckt. Die war super und die Gespräche mit einem irisch/englischen Paar (Danielle und Andy) auch. Wir hatten viel Spaß miteinander und sie luden uns ein, sie in Donigal zu besuchen.
Aber das Beste war: plötzlich gab es eine Session! Bis zu 12 Musiker fanden sich zusammen, darunter auch zwei mal ein kleines Mädchen. Ganz toll, wie die anderen Instrumente sich auf die leise Flöte des Kindes einstellten.
Das war bisher das einzige Mal, dass so eine Session ohne vorherige Ankündigung entstand.
Am nächsten Tag (21.7.) fahren wir wie es sich gehört am Yeats-Grab vorbei, bewundern das Kamel am Hochkreuz, besichtigen im Vorbeifahren das Park Castle,
und versuchen eine Wanderung zum Glencar-Wasserfall hinzukriegen, aber der Wasserfall kam von oben.
Jedoch – irisches Wetter – 5 Ninuten später war der Spuk vorbei.
In Ballyshannon am See wollten wir bleiben, und kaum zog der Peter die Handbremse, regnete es wieder stark.
Eigentlich wollten wir nach Donegal City, aber ein bisschen Nordirland musste sein – also auf nach Enniscillen.
Die sichtbarere Armut und größere Schere zwischen Arm und Reich unterscheidet Nordirland von der Republik. (Häuser weniger renovieert und viele Charity-Läden).
Nach teurerem Tanken fahren wieder am Lough Erne entlang zurück und weiter nach Donegal.

liesje am 14 Sep 2016 01:31:39

Donegal City hat uns ganz gut gefallen. Natürlich haben wir die Burg besichtigt.
War ja für uns „Members of the irisch heritage“ umsonst, d. h. Wir haben ganz am Anfang unserer Reise mal für Senioren einen Pass für jeweils 20€ gekauft und der brachte uns durch fast alle Sehenswürdigkeiten.
Jede davon kostet 3€ und mehr und wir bringen es schon auf 20 verschiedenen Kulturtrümmer (wie Paul es nennt) und auch in Nationalparks.
Gegen später landeten wir auf dem CP oberhalb von Killybeg.
Aber nur für eine Nacht, denn morgen wollen wir auf die höchsten Meeresklippen Europas, auf „Slieve League“.
Trotz allen Warnungen und einem angeblichen Womoverbot kamen wir ohne Probleme auf dem Parkplatz oben an. Wir schnürten unsere Wanderschuhe, guckten hoch - und die Klippen waren halb im Nebel verschwunden.
Undenkbar, dort hinauf zu wandern. Wir liefen mit vielen anderen enttäuschten Besuchern bis zur Nebelwand hoch durch den heftig einsetzenden Regen und dann vorsichtig den Berg runter zurück.
Am anderen Ende der Klippenwand sah es nicht besser aus und das einzige Café hatte zu.
Wie schauten uns den tollen Silverstrand an
und träumten von der Sonne.
Aber es gab ja mehr zu sehen.
Nicht weit entfernt fanden wir das Folk-Village.
Hier stärkten wir uns im „Tearoom“. Sieben Gebäude hat dieses Freilichtmuseum, aber die – Fischerhaus, Schule, Pub mit Laden, 3 Cottages aus je einem anderen Jahrhundert - haben es in sich.
Das und eine Wollenmill blieb übrig von einigen Projekten, die ein Pfarrer in den 50iger und 60iger Jahren iniziiert hatte, um seine „Schäfchen“ in Arbeit zu bringen. Alles ist sehr nett und informativ eingerichtet.
Der Abend endete mit einem Strandspaziergang unterhalb des CP in der Nähe von Ardara.
Aber es wurde kälter und unfreundlicher. Ganz selten blitzte mal ein Sonnenstrahl durch die Wolken. Ein Schauer wechselte mit dem nächsten ab.
Wir fuhren in den Ort, aßen in einem sehr nett eingerichteten Pub und hörten gute Musik im anderen. Das begegnete uns bei einem Ausflug!
Aber es kam noch dicker! Der Strom war ausgefallen. Also keine Heizung und somit wurden unsere nassen Sachen auch nicht trocken.
Das Internet funktionierte auch nicht und morgens war die Dusche kalt! Frust!!
Ein paar km weiter stellten wir fest, dass wir auf einem „falschen“ CP gewesen waren. Das wäre er gewesen.
Wir fahren in den Nationalpark Glenveagh.
Das ganze „Innere“ vom Donegal ist menschenleer. Ein Dorf gibt es: Church Hill! Der Maler Derek Hill hat dort gelebt
und sein Haus mit allem drin dem Staat vermacht.
Daneben eine Galerie für die Gaben seiner Malerfreunde, z.B. Picasso, Kokoschka, Braque.
Etwas weiter dann der Eingang zum Nationalpark mit Visitor-Centrum (ohne ein solches gibt es nichts in Irland)
und einer „Burg“ aus dem 19.Jahrhundert mit einem wunderschönen viktorianischen Garten.
Von Naturpark mit Schloss Glenveagh sind wir dann schnell im nördlichen Donegal am Meer gewesen.
Der Morgen des 26.7. fing eigentlich gut an. Wir haben unsere Resttage und die Route so einigermaßen festgelegt.
Kaum sind wir im Nachbarort aus dem Auto gestiegen, regnete es ordentlich.
Und dabei blieb es bis 19.45 Uhr. Frust!
Wir fuhren zum Horn Head, liefen zu den Klippen und sahen – nichts!

Die ganze schöne Landschaft war grau, düster, regenverhangen

Wir fuhren brav jeden Zipfel da oben ab, besuchten kurz das „Workhouse“ in Dunfanaghy, saßen in einem netten Pub, und schauten uns die moderne (Bauhausstil?) Kirche in Cresslough an.
Weiter zum nächsten Zipfel nach Doagh
und weiter zur Halbinsel Fanad und dort zum idyllisch gelegenen Leuchtturm.

Dann hatten wir keine Lust mehr und etablierten uns auf dem nächstgelgenen CP.
Inzwischen hatten wir die Einladung zu der anglo-irischen Familie angenommen. Andy und Danielle wollten Pizza machen.
Uff! Also Mitbringsel suchen. Erst noch suchten wir uns einen Platz in der Nähe der Fähre rüber nach Inishowen, wo wir nach dem Abend bei Andy und Danielle stehen konnten und gingen dann ins Städtchen Letterkenny zum Einkaufen. In Ramelton bei der engl./irischen Familie hatten wir einen sehr schönen Nachmittag und Abend.
Später an der Fähre in Rathmullan ließen wir den Abend ausklingen und schliefen super oberhalb des Hafens.
So waren wir morgens die ersten an der Fähre. Das war wichtig, denn die Fähre ist sehr klein und mit 5-6 Autos ist sie voll.
Dazu, o Schreck!, sollte Paul die Karre rückwärts da über die schmale Rampe auf die Fähre bringen. Das übernahm freudlicherweise und strahlend einer der Bootsleute. Paul war sehr erleichtert.
Auf der anderen Seite in Inishowen ging es gleich über einen Pass. Da konnte man glauben, man sei in der Hochalpen!

Ganzalleinunterhalter am 14 Sep 2016 10:02:35

Was für ein toller, lebendig geschriebener Reisebericht, bin auch von den eindrucksvollen Bildern sowas von begeistert.
:top: :top: :top:
Meine GG war vor 2 Jahren mit Freundinen für eine Woche auf der Insel und meinte daß wir das auch mal mit dem Womo machen sollten - nach dem was ich bis jetzt gelesen habe sollte es auch für uns möglich sein.
Muss jetzt meiner GG diesen supertollen Reisebericht mal zum lesen geben.
Freue mich schon wie es weitergeht.

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