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Miet-Womo - Reifenplatzer und Abschleppkosten 1, 2, 3, 4


DerFuchs am 15 Sep 2016 15:25:05

Wir hatten dieses Jahr im Urlaub in Schweden ein Mietwohnmobil. Rund 75 km vor Östersund mitten in Mittelschweden platzt uns der Reifen hinten rechts. Wir kriegen das Womo zum Stehen und informieren unseren Vermieter. Dieser sagt, wir sollen die Schutzbrief-Versicherung anrufen, was wir tun. Nach rund 45 Minuten erscheint der Abschlepper und schleppt uns zuerst nach Järpen (5 km), stellt dort fest, dass es keinen passenden Reifen gibt und dann nach Östersund (75 km).

Den Reifen samt Montage zahlen wir vor Ort: 230 € (umgerechnet). Nun haben wir auch die Rechnung für den Abschlepper erhalten: 465 €. Wir haben das erstmal an unseren Vermieter weitergeleitet; dieser will aber nicht zahlen.

Was tun?

Ulf_L am 15 Sep 2016 15:31:57

hallo

Was steht denn im Kleingedruckten der Schutzbriefversicherung drin ? Wenn das über einen Schutzbrief läuft, warum wird das dann nicht gleich über die abgerechnet? So kenne ich das zumindest vom ADAC. Ich weis allerdings nicht, wie der ADAC das handhabt, wenn 70 km weiter geschleppt wird, an statt den nicht lagernden Reifen zum Auto zu bringen.

Gruß Ulf

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:43:49

Das Kleingedruckte haben wir nicht vorliegen, da es der Schutzbrief des Vermieters ist. Wir hatten auch gar keine Wahl, wie und wohin wir geschleppt werden. Unser Schlepperfahrer telefonierte nur lange rum (auf Schwedisch), um herauszufinden, wo es den passenden Reifen gibt. Zuerst dachte er, in Järpen (5 km) könnte bis zum nächsten Tag ein Reifen geliefert werden; das stellte sich dann als Falschinformation raus, sodass er uns nach Östersund schleppte.

Trashy am 15 Sep 2016 15:46:13

Hm,
das zweite Abschleppen hätte wahrscheinlich genehmigt werden müssen. Oft gibt es eine Höchstkilometerzahl.
Darf man fragen, wer der Vermieter war - gerne per PM??

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:53:38

Es war ja ein Abschleppvorgang. Er ist in den Ort gefahren, hat dort kehrt gemacht und ist nach Östersund gefahren.

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:55:27

Der Vermieter war ein kleineres Unternehmen nahe Dortmund.

selbstschrauber am 15 Sep 2016 15:57:13

Nehmt Euch einen Anwalt. Auf Basis Eurer Schilderung ist es nicht nachvollziehbar, mit welchem Argument der Vermieter die Kosten nicht tragen will.
Bei vom Mieter unverschuldeten Pannen hat der Vermieter die Kosten zu tragen. Bei den Abschleppkosten ist der Sachverhalt m.E. unklar, geht es um alle Abschleppkosten, oder nur um die des 2. Abschleppens? Habt Ihr denn überhaupt Abschleppkosten bezahl? Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?
- Diese Fragen wird man am besten mit einem Anwalt vor Ort aufklären.

LG

Selbstschrauber

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:05:58

Bislang haben wir die Reifenkosten gezahlt und der Vermieter hat kulanzweise 45 € (von den 230 €) erstattet. Bislang haben wir keine Abschleppkosten bezahlt. Die schwedische Abschleppfirma hat uns zwar die Rechnung übersandt, die wir dann an den Vermieter weitergeleitet haben. Gleichzeitig haben wir die schwedische Abschleppfirma informiert und um Änderung der Rechnungsanschrift gebeten; dies ist auch erfolgt. Die Abschleppkosten will er nun nicht zahlen.

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:07:51

Ich habe den Vermieter nun mal gefragt, auf Grund welches Passus des Mietvertrags ich als Mietwagennehmer verpflichtet bin, vollumfänglich zu haften. Bin mal auf seine Antwort gespannt.

Julia10 am 15 Sep 2016 16:14:08

Hatte das Fahrzeug keinen Reservereifen oder ein Notset :?:

Julia

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:14:52

Ein Reserverad war nicht vorhanden. Das Notset hat nicht mehr geholfen. Der Reifen war zerfetzt.

hampshire am 15 Sep 2016 16:37:03

Ich wünsche Dir, dass Du dennoch einen tollen Urlaub hattest und dir die gute Ferienlaune nicht an den Kosten vergangen ist.

Wir hatten einen ähnlichen Vorfall mit unserem PKW in Frankreich auf der Rückreise von Biarritz nach Augsburg wo wir damals wohnten. Da es der 2. Reifenplatzer innerhalb von 6 Stunden war hatten wir kein Ersatzrad mehr. (Der erste kurz nach der Abfahrt und der zweite dann bei Besancon) Der ADAC hat einen Reifenhändler in 60km Entfernung ausfindig gemacht. Für uns wurde ein Taxi bestellt. Mit Taxi und Reifen wurde ich zum Reifenhändler chauffiert, erhielt den neuen Reifen auf die Felge montiert und mit dem Taxi ging es zurück zum Auto. Eine Rechnung für die Transportleistung gab es glücklicherweise nicht. Ich Depp hätte nur gleich auch das Reserverad neu aufziehen lassen sollen - bei Freiburg ging wieder ein Reifen kaputt.

Wie konnte das passieren? Zu Beginn unserer Abreise gerieten wir in einen Orkan. Die Straßen waren voller umgerissener Bäume und Äste. Wir kamen als junge Studenten nicht auf die Idee ein Hotel zu nehmen, sondern nahmen eine Menge Umwege und rumpelten über das Gehölz auf der Straße. Wie sich herausstellte nahmen uns das die alten Reifen auf dem Youngtimer krumm und nahmen an den Stahlgürteln Schaden. Die Reise dauerte übrigens 40 Stunden.

Birdman am 15 Sep 2016 18:31:03

selbstschrauber hat geschrieben:... Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?

Auch bei großen PKW-Vermietern ist es durchaus üblich, dass Reifenschäden durch den Mieter zu tragen sind.

fcawl am 15 Sep 2016 20:30:44

selbstschrauber hat geschrieben:Auch bei großen PKW-Vermietern ist es durchaus üblich, dass Reifenschäden durch den Mieter zu tragen sind.


genau so !

fcawl am 15 Sep 2016 20:38:41

selbstschrauber hat geschrieben:Nehmt Euch einen Anwalt.
Bei vom Mieter unverschuldeten Pannen hat der Vermieter die Kosten zu tragen. Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?
- Diese Fragen wird man am besten mit einem Anwalt vor Ort aufklären.

LG

Selbstschrauber


woraus erkennst du, dass der schaden unverschuldet vom mieter ist ? wenn der vermieter sich mit 45,-€ beteiligt ist das doch sehr kulant da der mieter schwer beweisen kann, dass der reifen vor fahrtantritt fehlerhaft war. was kann der vermieter dafür wenn der mieter z.b. durch glas o.ä. fährt ?
und dann frage ich mich was hier ein anwalt soll ? die abschleppkosten sind vom mieter zu tragen da der vermieter für den schaden nicht haftbar gemacht werden kann. und wenn der mieter sich nicht über die kosten informiert dann ist er selber schuld.

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