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Miet-Womo - Reifenplatzer und Abschleppkosten 1, 2


DerFuchs am 15 Sep 2016 15:25:05

Wir hatten dieses Jahr im Urlaub in Schweden ein Mietwohnmobil. Rund 75 km vor Östersund mitten in Mittelschweden platzt uns der Reifen hinten rechts. Wir kriegen das Womo zum Stehen und informieren unseren Vermieter. Dieser sagt, wir sollen die Schutzbrief-Versicherung anrufen, was wir tun. Nach rund 45 Minuten erscheint der Abschlepper und schleppt uns zuerst nach Järpen (5 km), stellt dort fest, dass es keinen passenden Reifen gibt und dann nach Östersund (75 km).

Den Reifen samt Montage zahlen wir vor Ort: 230 € (umgerechnet). Nun haben wir auch die Rechnung für den Abschlepper erhalten: 465 €. Wir haben das erstmal an unseren Vermieter weitergeleitet; dieser will aber nicht zahlen.

Was tun?

Ulf_L am 15 Sep 2016 15:31:57

hallo

Was steht denn im Kleingedruckten der Schutzbriefversicherung drin ? Wenn das über einen Schutzbrief läuft, warum wird das dann nicht gleich über die abgerechnet? So kenne ich das zumindest vom ADAC. Ich weis allerdings nicht, wie der ADAC das handhabt, wenn 70 km weiter geschleppt wird, an statt den nicht lagernden Reifen zum Auto zu bringen.

Gruß Ulf

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:43:49

Das Kleingedruckte haben wir nicht vorliegen, da es der Schutzbrief des Vermieters ist. Wir hatten auch gar keine Wahl, wie und wohin wir geschleppt werden. Unser Schlepperfahrer telefonierte nur lange rum (auf Schwedisch), um herauszufinden, wo es den passenden Reifen gibt. Zuerst dachte er, in Järpen (5 km) könnte bis zum nächsten Tag ein Reifen geliefert werden; das stellte sich dann als Falschinformation raus, sodass er uns nach Östersund schleppte.

Trashy am 15 Sep 2016 15:46:13

Hm,
das zweite Abschleppen hätte wahrscheinlich genehmigt werden müssen. Oft gibt es eine Höchstkilometerzahl.
Darf man fragen, wer der Vermieter war - gerne per PM??

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:53:38

Es war ja ein Abschleppvorgang. Er ist in den Ort gefahren, hat dort kehrt gemacht und ist nach Östersund gefahren.

DerFuchs am 15 Sep 2016 15:55:27

Der Vermieter war ein kleineres Unternehmen nahe Dortmund.

selbstschrauber am 15 Sep 2016 15:57:13

Nehmt Euch einen Anwalt. Auf Basis Eurer Schilderung ist es nicht nachvollziehbar, mit welchem Argument der Vermieter die Kosten nicht tragen will.
Bei vom Mieter unverschuldeten Pannen hat der Vermieter die Kosten zu tragen. Bei den Abschleppkosten ist der Sachverhalt m.E. unklar, geht es um alle Abschleppkosten, oder nur um die des 2. Abschleppens? Habt Ihr denn überhaupt Abschleppkosten bezahl? Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?
- Diese Fragen wird man am besten mit einem Anwalt vor Ort aufklären.

LG

Selbstschrauber

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:05:58

Bislang haben wir die Reifenkosten gezahlt und der Vermieter hat kulanzweise 45 € (von den 230 €) erstattet. Bislang haben wir keine Abschleppkosten bezahlt. Die schwedische Abschleppfirma hat uns zwar die Rechnung übersandt, die wir dann an den Vermieter weitergeleitet haben. Gleichzeitig haben wir die schwedische Abschleppfirma informiert und um Änderung der Rechnungsanschrift gebeten; dies ist auch erfolgt. Die Abschleppkosten will er nun nicht zahlen.

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:07:51

Ich habe den Vermieter nun mal gefragt, auf Grund welches Passus des Mietvertrags ich als Mietwagennehmer verpflichtet bin, vollumfänglich zu haften. Bin mal auf seine Antwort gespannt.

Julia10 am 15 Sep 2016 16:14:08

Hatte das Fahrzeug keinen Reservereifen oder ein Notset :?:

Julia

DerFuchs am 15 Sep 2016 16:14:52

Ein Reserverad war nicht vorhanden. Das Notset hat nicht mehr geholfen. Der Reifen war zerfetzt.

hampshire am 15 Sep 2016 16:37:03

Ich wünsche Dir, dass Du dennoch einen tollen Urlaub hattest und dir die gute Ferienlaune nicht an den Kosten vergangen ist.

Wir hatten einen ähnlichen Vorfall mit unserem PKW in Frankreich auf der Rückreise von Biarritz nach Augsburg wo wir damals wohnten. Da es der 2. Reifenplatzer innerhalb von 6 Stunden war hatten wir kein Ersatzrad mehr. (Der erste kurz nach der Abfahrt und der zweite dann bei Besancon) Der ADAC hat einen Reifenhändler in 60km Entfernung ausfindig gemacht. Für uns wurde ein Taxi bestellt. Mit Taxi und Reifen wurde ich zum Reifenhändler chauffiert, erhielt den neuen Reifen auf die Felge montiert und mit dem Taxi ging es zurück zum Auto. Eine Rechnung für die Transportleistung gab es glücklicherweise nicht. Ich Depp hätte nur gleich auch das Reserverad neu aufziehen lassen sollen - bei Freiburg ging wieder ein Reifen kaputt.

Wie konnte das passieren? Zu Beginn unserer Abreise gerieten wir in einen Orkan. Die Straßen waren voller umgerissener Bäume und Äste. Wir kamen als junge Studenten nicht auf die Idee ein Hotel zu nehmen, sondern nahmen eine Menge Umwege und rumpelten über das Gehölz auf der Straße. Wie sich herausstellte nahmen uns das die alten Reifen auf dem Youngtimer krumm und nahmen an den Stahlgürteln Schaden. Die Reise dauerte übrigens 40 Stunden.

Birdman am 15 Sep 2016 18:31:03

selbstschrauber hat geschrieben:... Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?

Auch bei großen PKW-Vermietern ist es durchaus üblich, dass Reifenschäden durch den Mieter zu tragen sind.

fcawl am 15 Sep 2016 20:30:44

selbstschrauber hat geschrieben:Auch bei großen PKW-Vermietern ist es durchaus üblich, dass Reifenschäden durch den Mieter zu tragen sind.


genau so !

fcawl am 15 Sep 2016 20:38:41

selbstschrauber hat geschrieben:Nehmt Euch einen Anwalt.
Bei vom Mieter unverschuldeten Pannen hat der Vermieter die Kosten zu tragen. Oder will der Vermieter den Reifen nicht bezahlen? Mit welchem Argument? Schaden durch Überladung?
- Diese Fragen wird man am besten mit einem Anwalt vor Ort aufklären.

LG

Selbstschrauber


woraus erkennst du, dass der schaden unverschuldet vom mieter ist ? wenn der vermieter sich mit 45,-€ beteiligt ist das doch sehr kulant da der mieter schwer beweisen kann, dass der reifen vor fahrtantritt fehlerhaft war. was kann der vermieter dafür wenn der mieter z.b. durch glas o.ä. fährt ?
und dann frage ich mich was hier ein anwalt soll ? die abschleppkosten sind vom mieter zu tragen da der vermieter für den schaden nicht haftbar gemacht werden kann. und wenn der mieter sich nicht über die kosten informiert dann ist er selber schuld.

brainless am 15 Sep 2016 20:39:38

Ob etwas "üblich" ist oder nicht, spielt keine Rolle.
Die Gefahr eines Reifenplatzers liegt alleine beim Vermieter (oder bei einem von ihm abgeschlossenen Schutzbrief).
Der Mieter haftet für alle durch ihn verursachten und von ihm zu verantwortenden Schäden.
Ein Reifenplatzer und alle Folgekosten hieraus, sind ausschliesslich vom Vermieter zu zahlen - es sei denn, der Mieter habe vorsätzlich oder grob fahrlässig vermeidbare Kosten verursacht. Das letztere ist im geschilderten Fall nicht zu erkennen.

Den Vermieter sollte ein erfahrener Rechtsbeistand auf seine Pflichten hinweisen,



Volker :roll:

fcawl am 15 Sep 2016 20:52:07

brainless hat geschrieben:Die Gefahr eines Reifenplatzers liegt alleine beim Vermieter
Der Mieter haftet für alle durch ihn verursachten und von ihm zu verantwortenden Schäden.
Den Vermieter sollte ein erfahrener Rechtsbeistand auf seine Pflichten hinweisen,
Volker :roll:


auch hier - woher weist du , dass der reifen nicht durch den mieter beschädigt wurde ? das fahrzeug ist immerhin von westdeutschland bis schweden gefahren -ohne probleme.
wo bitte hat der vermieter vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt ? nur dann und NUR dann ist der vermieter haftbar zu machen.

Pooh335 am 15 Sep 2016 21:29:16

Aber es gibt eine Schutzbrief zum Fahrzeug. Dann sollte doch auch dieser Schaden abgesichert sein.
Der Vermieter will wahrscheinlich den Gewinn einstreichen. Mieter zahlt und die Versicherung auch?

selbstschrauber am 15 Sep 2016 21:41:48

Hallo zusammen.

wir werden diese Fragen nicht klären können ohne den Sachverhalt und die vertraglichen Regelungen genauer zu beleuchten. Das kann am besten ein Anwalt vor Ort und dazu hatte ich geraten.
Woher wissen wir denn, ob im Mietvertrag dem Mieter die Kosten für Reifenschäden aufgebürdet werden? Ich weiß es nicht, ob es so war. Was wurde wie genau bezüglich des Abschleppens vereinbart? Was steht in der Schutzbriefversicherung? Was war die Ursache für den Reifenschaden etc.

LG

Selbstschrauber

fcawl am 15 Sep 2016 21:53:11

Pooh335 hat geschrieben:Aber es gibt eine Schutzbrief zum Fahrzeug. Dann sollte doch auch dieser Schaden abgesichert sein.
Der Vermieter will wahrscheinlich den Gewinn einstreichen. Mieter zahlt und die Versicherung auch?

dieser beitrag hilft weiter

Jonah am 15 Sep 2016 22:08:38

DerFuchs hat geschrieben:...und informieren unseren Vermieter. Dieser sagt, wir sollen die Schutzbrief-Versicherung anrufen, was wir tun.


Auf Grund der Aussage des Vermieters, hätte ich das genau so gemacht. Ich meine, wenn ich Vermieter bin und weiß, dass laut Schutzbrief die Kosten vom Mieter zu tragen sind, dann hätte ich das am Telefon auch gesagt. Dann hätte der Mieter entscheiden können, ob er den Abschlepper beauftragt, oder bei einem Anwohner klingelt und um Hilfe bittet, um zur nächsten Werkstatt zu kommen. Ich habe natürlich Null Ahnung, aber ich würde mich übern Leisten gezogen fühlen. Ich hatte ja auch in Schweden einen Platten, allerdings wars mein Womo und mein Schutzbrief und die Kosten des Abschleppunternehmers hat der ADAC vollumpfänglich übernommen. Den Reifen bzw. die Reparatur habe ich bezahlt.

pegasus1955 am 15 Sep 2016 22:27:16

brainless' Aussage "Die Gefahr eines Reifenplatzers liegt alleine beim Vermieter (oder bei einem von ihm abgeschlossenen Schutzbrief)" hat allenfalls den Wert einer Behauptung. Von Norddeutschland bis Järpen in Jämtland sind es ca. 1500 km. Auf einer solchen Strecke kann manches mit einem Reifen geschehen. Ein komplett zerfetzter Reifen könnte zum Beispiel durch fahren mit zu geringem Luftdruck entstanden sein. Das läge dann in der Verantwortung des Mieters. Es könnte auch eine Folge einer Vorschädigung durch den vorigen Mieter sein, der vielleicht eine Bordsteinkante mitgenommen hatte. Es könnte auch... hier weiter zu spekulieren, ist nicht sinnvoll.
Aufschluss über die Verbindlichkeiten gibt aber sicher der Vertragstext der Wohnmobilvermietung mit dem Mieter.
Die Leistung des Abschleppunternehmens in Schweden ist jedenfalls zwischen dem Abschleppunternehmen und dem Wohnmobilmieter zustandegekommen, der sich abschleppen ließ. Bevor man weitere Verbindlichkeiten entstehen lässt, sollte man erst mal nachlesen, was genau der Mietvertrag dazu aussagt.

Grüße

Pegasus

rolf51 am 15 Sep 2016 22:48:44

Hallo,
gab es einen Mietvertrag?
Bei einer Vermietung gibt es verschiedene Pakete, dort werden die Schäden und die Schutzbriefleistungen beschrieben.
Die Pakete kosten einen Aufpreis, sind diese Angeboten worden?

DerFuchs am 16 Sep 2016 15:02:45

Die Ursache, warum der Reifen geplatzt ist, konnte nicht ergründet werden. Allerdings erzählte der Reifendienst, dass wir bereits das vierte Fahrzeug mit Reifenschaden waren, das auf dieser Straße unterwegs war. Kurz vor dem Platzer wurde die Straße über mehrere Kilometer abgefräst und neu geteert. Die Fräskante könnte eine Ursache sein.

Im Mietvertrag steht zur Haftung Folgendes:
------Versicherungsschutz und Haftung des Mieters------
Das Fahrzeug ist gemäß den jeweils geltenden Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) als Selbstfahrer-Vermietfahrzeug wie folgt versichert:
- Haftpflichtversicherung mit pauschal 100 Mio. € Deckung (max. 8 Mio. € je verletzte Person),
- Teilkaskoversicherung mit 500,-- € Selbstbeteiligung und
- Vollkaskoversicherung mit 1.500,-- € Selbstbeteiligung
je Schadensfall (= Grundabsicherung).
Die Selbstbeteiligung kann vor Reiseantritt gegen Aufpreis weiter begrenzt werden (Zusatzabsicherung). Sie beträgt dann:
- grundsätzlich 250,-- € je Voll- und Teilkasko-Schadensfall bzw.
- 500,-- € je Schadensfall durch Fahrlässigkeit ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs, z.B. bei Schäden an Dachaufbau oder
Unterboden durch Fahren abseits öffentlicher Straßen, insbesondere auf unbefestigten Waldwegen, Camping-, Parkplätzen etc.
Der Mieter haftet bei von ihm verschuldeten Unfallschäden grundsätzlich nur für reine Reparaturkosten im Rahmen der vereinbarten Selbstbeteiligung. Solange die
Schuldfrage und/oder Schadenshöhe ungeklärt sind, kann der Vermieter die Kaution vorläufig zurückbehalten.
Der Mieter haftet jedoch uneingeschränkt für Schäden, die durch
a) Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit,
b) alkohol- oder drogenbedingte Fahruntüchtigkeit,
c) Mißachtung von beschilderten max. Durchfahrtshöhen und -breiten,
d) Zurücksetzen des Fahrzeugs ohne Einweisung durch eine Hilfsperson,
e) einen nicht berechtigten Fahrer (Ziffer 6),
f) eine verbotene Nutzung (Ziffer 7),
g) das Ladegut oder unsachgemäße Behandlung des Fahrzeugs
verursacht werden. In den Fällen a) bis g) erstreckt sich die Haftung des Mieters auch auf die Schadensnebenkosten, insbesondere
Sachverständigen-, Abschlepp- und Transportkosten, Zoll, Wertminderung und Mietausfall.
Hat der Mieter Unfallflucht begangen oder seine Pflichten gemäß Ziffer 9 verletzt, so haftet er ebenfalls voll, es sei denn, die Verletzung hat keinen Einfluß auf den Eintritt des
Schadensfalles gehabt.

------Verhalten bei Unfällen------
Nach einem Unfall hat der Mieter die Polizei zu verständigen, wenn dies zur Feststellung des Verschuldens notwendig ist, wenn Personen verletzt wurden oder der
voraussichtliche Schaden 500,-- € übersteigt, sofern nicht anders die erforderlichen Feststellungen zuverlässig getroffen werden können. Gegnerische Ansprüche dürfen nicht
anerkannt werden.
Brand-, Entwendungs- und Wildschäden sind dem Vermieter vom Mieter und bei einem Schaden über 100,-- € auch der zuständigen Polizeidienststelle anzuzeigen.
Der Mieter hat dem Vermieter auch bei anscheinend geringfügigen Schäden einen schriftlichen Bericht mit Skizze zu erstatten. Der Unfallbericht muß insbesondere Namen
und Anschriften der Unfallbeteiligten und etwaiger Zeugen sowie die amtlichen Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge enthalten. Ist das gemietete Fahrzeug nicht mehr
verkehrssicher oder übersteigt die voraussichtliche Schadenshöhe die Selbstbeteiligung des Mieters, ist der Vermieter telefonisch zu benachrichtigen, damit ggf.
Mobilitätshilfe organisiert werden kann.

Hartensteiner am 16 Sep 2016 16:36:16

Also, bei erster Betrachtung war ich aufseiten von Fuchs und meinte der Vermieter müsse die Kosten tragen .
Bei näherem , zweitem Hinsehen bin ich mir da nicht mehr so sicher .
Wenn der Vermieter z.B. nicht den Reifendruck prüft , oder über einen dicken Stein brettert , bzw. sich eine dicke Schraube einfährt ,und deshalb der Reifen
wegknallt , dann könnte doch sicher der Vermieter nichts dafür , sondern allenfalls Fahrer / Mieter , oder . Ich will damit nicht sagen , das hätte -Fuchs- getan , sondern stelle sowas nur in den Raum.
Über die Abschleppkosten müsste man mit dem Vermieter und seinem Vertrag mit der Schutzbrieffirma kontakt aufnehmen .
So einfach , wie das hier diskutiert und dargestellt wird,scheint das n.m.M. nicht zu sein.
Hartensteiner

DerFuchs am 16 Sep 2016 17:13:00

Wir haben den Reifendruck überprüft und sind nicht über dicke Steine gebrettert bzw. haben uns mutwillig böse Schrauben reingefahren. Dass wir den Reifen bezahlen müssen, sehen wir ein. Das haben wir ja auch bezahlt. Aber die Abschleppkosten sind schon heftig und unserer Meinung nach von der Schutzbrief-Versicherung bzw. dem Vermieter zu zahlen.

siemueller am 16 Sep 2016 20:25:26

Julia10 hat geschrieben:Hatte das Fahrzeug keinen Reservereifen oder ein Notset :?:

Julia


Wer kommt bei Reifenpanne auf die Idee nach einem Ersatzrad od. Pannenset zu suchen ? :lol:

Gruss

Hartensteiner am 16 Sep 2016 20:56:14

Fuchs , du hast hoffentlich richtig gelesen, ich habe es nicht auf deinen speziellen Fall bezogen , sondern die allgemeine Situation zwischen Obliegenheiten des Mieters und Vermieters dargestellt . Der Vermieter kann doch nicht während des Vermiet -Zeitraums kontrollieren wie mit dem Fahrzeug umgegangen worden ist .
Wenn das F. in ordnungsgemäßem technischem Zustand übergeben wurde , dann ist es zumindest bei solchen Sachen wie Reifen in dem Zustand, wie es war, wieder
zurückzugeben.
Zu den Abschleppkosten werde ich ohne Vertrag nichts sagen wollen.
Aber eine Mietsache bringt häufig Schwierigkeiten mit sich . In den Foren wird oft darüber geschrieben und auch geklagt.
Hartensteiner .

Jonah am 16 Sep 2016 22:41:45

Wir haben doch hier auch gewerbliche User, die schon mal Vermieter von Womos waren, oder sind. Vielleicht äußert sich ja noch jemand von ihnen, wie das mit den Schutzbriefen bei Mietanbietern aussieht, da wird es ja möglicherweise andere Konditionen geben, als bei einem Privatmann mit Schutzbrief. Aber wozu hat man sonst einen Schutzbrief, wenn solche Kosten damit nicht abgedeckt sind?

eragon am 17 Sep 2016 11:05:16

siemueller hat geschrieben:Wer kommt bei Reifenpanne auf die Idee nach einem Ersatzrad od. Pannenset zu suchen ? :lol:


Guten Tag,

ich zum Beispiel . . .
käme nie auf die Idee mir vom ADAC den Reifen wechseln zu lassen !
obwohl ich Plus Mitglied bin.

eragon der sich ein Ersatzrad gekauft hat.

Julia10 am 17 Sep 2016 11:11:58

eragon hat geschrieben:Wer kommt bei Reifenpanne auf die Idee nach einem Ersatzrad od. Pannenset zu suchen ? :lol:
Guten Tag,
ich zum Beispiel . . .
käme nie auf die Idee mir vom ADAC den Reifen wechseln zu lassen !
obwohl ich Plus Mitglied bin.

eragon der sich ein Ersatzrad gekauft hat.


Ich würde mir vom ADAC den Reifen wechseln lassen, weil ich werder den Reifen heben kann, noch mir zutraue, es bei einem so schweren Fahrzeug richtig hinzubekommen.

Da habe ich dann die Sicherheit, das die Radmuttern richtig angezogen sind.

Julia

Springer12 am 17 Sep 2016 11:15:38

[/quote]


käme nie auf die Idee mir vom ADAC den Reifen wechseln zu lassen !
obwohl ich Plus Mitglied bin.

eragon der sich ein Ersatzrad gekauft hat.[/quote]

Warum nicht vom ADAC tauschen lassen?

thomas56 am 17 Sep 2016 11:17:36

eragon hat geschrieben:käme nie auf die Idee mir vom ADAC den Reifen wechseln zu lassen !
obwohl ich Plus Mitglied bin.


deine Reifen sind wohl auch nicht mit 500NM angezogen. Ich möchte sowas jedenfalls nicht selber machen. Auch deswegen bin ich Plus Mitglied.

Orsito am 17 Sep 2016 12:29:00

Hallo,

mein Beitrag entfernt sich eigentlich von der ursprünglichen Frage nach der Übernahme der Abschleppkosten, Ersatzrad, etc in Schweden.

Ich hatte im Sommer in 2015 einen Reifenschaden vorne irgendwo im Nirgendwo in Schweden. An der Stelle, wo das passiert ist, konnte ich nicht anhalten, also noch 400m mit dem fast platten Reifen weiterfahren bis zur nächsten Nothaltebucht. Da hat der schon angefangen zu qualmen. Der Reifen war Totalschaden. Es lasten ja immerhin um die 850 kg darauf.
Ich hatte ein gewartetes Ersatzrad mit dem richtigen Luftdruck an Bord, den richtigen Wagenheber und einen richtig langen Drehmomentschlüssel. Damit bekommt man auch richtig gut angezogene Schrauben/Muttern auf und auch wieder zu. Nach 30 Minuten war das, zwar sehr anstrengend, aber erledigt. Ich habe dann in Stockholm einen typ- und baugleichen Reifen besorgt. Hat ca. das doppelte gekostet wie in Deutschland. C-Transporter Reifen, CP wäre innerhalb von 48h überhaupt nicht zu beschaffen gewesen, ein Reifenwechsel dauert dann locker drei Tage. Wo verbringt man die? Auf dem nicht ganz so attraktiven Montagehof einer schwedischen Reifenfirma im Industriegebiet? Nein danke!

der schwedische Autoclub hätte den vorhandenen Reifen montiert, auch ein Abschleppunternehmen für Fahrzeuge über 3,5 to wäre gekommen. ... letzteres gegen eine nicht ganz geringe Gebühr. Der Zeitansatz dafür wäre aber mehrere Stunden gewesen. In den nächsten beiden Ortschaften hätte es keinen Reifendienst gegeben. ... also gleiche Situation wie im ersten Beitrag beschrieben.

Weil hier schon der berühmt - berüchtigte Reifenpannensatz angesprochen wurde, empfehle ich dort die Bedingungsanleitung und vor allem, die Betriebsbedingunge zu lesen, bevor das Ersatzrad abgeschafft wird. Diese Pannensets funktionieren nur bei intakten Reifen mit z. Bsp Luftverlust bei einem Nagel. Alles andere geht nicht. Die Voraussetzung dafür ist aber ein ansonsten intakter Reifen. 200m gefahren, dann ist der Wohnmobilreifen unwiderbringlich zerstört, da hilft auch kein Pannenset mehr. Die Maximalgeschwindigkeit ist begrenzt, je nach Gewicht zwischen 60 und 80 km/h, die Reichweite auch, meist um die 30 km. Auch der Luftdruck ist begrenzt. Ob der für sicheres Fahren mit einem WoMo tauglich ist, zweifele ich an. Abgesehen davon muss nach einer solchen Prozedur der Reifen ohnehin erneuert werden.
Da sollte Mann und natürlich auch Frau genau hinschauen, besonders wenn das Fahrzeug so um die 3,5 to wiegt und dann für sich bewerten, was da das Wichtigere ist.
In meinem Fall wäre ich mit einem Pannensatz absolut gescheitert.

Ich schleppe seit Anbeginn meiner Wohnmobilzeit die 50kg mit, die im Zusammenhang mit Reserverad notwendig sind. Letztes Jahr hat sich das bezahlt gemacht, ansonsten wären mindestens 3 Tage kostbarer Urlaub weg und der Geldbeutel um einen 4-stelligen Betrag leichter.

Orsito

Trashy am 17 Sep 2016 15:55:18

Hi,
viele Mietmobile verfügen nicht einmal über Werkzeug, weil man garnicht will das der Mieter daran herumpfuscht, ihm z.B. die Karre vom Heber rutscht weil er nur mit dem Heben von Kleinwagen Erfahrung hat.
Für die Reifenpanne gibts das Pannenset und fertig.
Wenn allerdings - wie hier - noch weiter gefahren werden muss um aus einen Gefahrenbereich herauszukommen - dann ist diese Lösung für den A.....
Aus diesem Grunde bin ich immer mit dem eigenen Schutzbrief unterwegs. Der Schaden wird dann dem Vermieter und dem Versicherer gemeldet.
Ich empfehle daher einen ACE oder ADAC Schutzbrief.

dieter2 am 17 Sep 2016 16:03:00

thomas56 hat geschrieben:deine Reifen sind wohl auch nicht mit 500NM angezogen.


500 Nm ist kein Problem,passendes Radkreuz und ein Meter Rohr, das reicht.

Ich wechsel auch meine Räder selber.
Dank meiner E&P brauch ich kein Wagenheber.

Gruss Dieter

siemueller am 17 Sep 2016 16:30:39

Guten Tag,

ich zum Beispiel . . .
käme nie auf die Idee mir vom ADAC den Reifen wechseln zu lassen !
obwohl ich Plus Mitglied bin.

eragon der sich ein Ersatzrad gekauft hat.[/quote]

Du hast den Zusammenhang nicht verstanden ! Macht nichts !

brainless am 17 Sep 2016 17:54:41

DerFuchs hat geschrieben:Wir haben den Reifendruck überprüft und sind nicht über dicke Steine gebrettert bzw. haben uns mutwillig böse Schrauben reingefahren. Dass wir den Reifen bezahlen müssen, sehen wir ein. Das haben wir ja auch bezahlt. Aber die Abschleppkosten sind schon heftig und unserer Meinung nach von der Schutzbrief-Versicherung bzw. dem Vermieter zu zahlen.



Ich würde das, bei den genannten Bedingungen, nicht einsehen:
Eine -nicht durch den Mieter schuldhaft (also vorsätzlich oder grob fahrlässig) herbeigeführte- Reifenpanne gehört zum Gefahrenbereich des Vermieters, der für dann für Abhilfe zu sorgen hat.
Der Mieter hat die Sache (das Wohnmobil) nur dem "normalen Gebrauch" unterzogen und ist damit weder für den Schaden noch für Folgekosten haftbar.
Wir hatten vor einigen Monaten schon mal den Fall, daß Mieter die durch Steinschlag beschädigte Frontscheibe (Ersatzscheibe ca. € 2.600.-) zahlen sollten: Da hat der Vermieter aber -völlig zu Recht- auf gaaanz harten Granit gebissen und mußte den Schaden in vollem Umfang über seine Teilkasko abwickeln.
Wenn ein Mieter einen Motorschaden hat, aber dafür nicht verantwortlich ist, hat er auch nix zu zahlen - auch wenn der Vermieter gerne das Gegenteil behauptet.

Es geht eben nicht darum, wer zuerst irgendwelche Ansprüche stellt, sondern wer juristisch das bessere Ende hat.
Ersatzreifen, Montagekosten und Abschleppkosten gehen hier klar auf die Kappe des Vermieters oder substitutiv auf dessen Versicherungsvertrag.
Problematisch ist, daß Ihr durch Zahlung eines Teilbetrages die Forderung im Grunde anerkannt habt............


Dennoch viel Erfolg,



Volker ;-)

rkopka am 18 Sep 2016 16:51:00

thomas56 hat geschrieben:deine Reifen sind wohl auch nicht mit 500NM angezogen. Ich möchte sowas jedenfalls nicht selber machen.

Hab ich bei meinem alten VW-LT gesehen, als ich die Reifen in der Werkstatt hab tauschen lassen. Die haben der Reihe nach alle möglichen Werkzeuge dahergebracht. Geschafft hat es dann ein LKW Mutterndreher mit eigenem Verbrennermotor.

RK

thomas56 am 18 Sep 2016 17:10:19

gescheitert sind bei mir Knarren und Radkreuze am Bedford Blitz........da wusste ich noch nicht, dass eine Seite Rechtsgewinde und die andere Seite Linksgewinde hat! :eek:

hoerndle am 10 Nov 2018 01:25:38

Hallo,

mal abgesehen davon, dass hier der Schutzbrief eigentlich greifen muss, aber warum sollte der Vermieter die Kosten übernehmen, wenn der Mieter einen Platten fährt?
Erst einmal muss der Mieter die Kosten für das Abschleppen begleichen. Die Rechnung kann er dann entweder selbst beim Schutzbrief oder über den Vermieter beim Schutzbrief einreichen. Ich glaube nicht, dass in diesem Fall der Vermieter die Kosten vorstrecken wird/muss. Den Schaden samt Folgen hat ja der Mieter verursacht. Zwar dumm, ist aber so.

Gruß
hoerndle

hoerndle am 10 Nov 2018 01:48:28

brainless hat geschrieben:
Ich würde das, bei den genannten Bedingungen, nicht einsehen:
Eine -nicht durch den Mieter schuldhaft (also vorsätzlich oder grob fahrlässig) herbeigeführte- Reifenpanne gehört zum Gefahrenbereich des Vermieters, der für dann für Abhilfe zu sorgen hat.
Der Mieter hat die Sache (das Wohnmobil) nur dem "normalen Gebrauch" unterzogen und ist damit weder für den Schaden noch für Folgekosten haftbar.
Wir hatten vor einigen Monaten schon mal den Fall, daß Mieter die durch Steinschlag beschädigte Frontscheibe (Ersatzscheibe ca. € 2.600.-) zahlen sollten: Da hat der Vermieter aber -völlig zu Recht- auf gaaanz harten Granit gebissen und mußte den Schaden in vollem Umfang über seine Teilkasko abwickeln.


Hmm, das wünscht du dir vielleicht, so ist es aber nicht. Als Mieter bist du erst einmal verpflichtet den Gegenstand so zurückzugeben, wie du Ihn in Empfang genommen hast. Das hat auch erst einmal überhaupt nichts mit Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit zu tun.

Bei der angesprochenen Frontscheibe ist es so, dass diese von der Teilkasko bezahlt wird. Wenn sich allerdings hierdurch die Versicherungsprämie erhöht, erleidet der Vermieter hierdurch einen finanziellen Schaden den er wiederum beim Mieter einfordern kann. Ob das dann auch gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt...

Gruß
thoern

brainless am 10 Nov 2018 10:59:42

Du hast anscheinend nicht den entsprechende Thread gefunden, sonst hättest Du deinen Beitrag uns ersparen können.
Deine Ansichten sind aus Vermietersicht zwar wünschenswert aber unrealistisch,


Volker

topolino666 am 10 Nov 2018 11:35:13

hoerndle hat geschrieben:Bei der angesprochenen Frontscheibe ist es so, dass diese von der Teilkasko bezahlt wird. Wenn sich allerdings hierdurch die Versicherungsprämie erhöht, erleidet der Vermieter hierdurch einen finanziellen Schaden den er wiederum beim Mieter einfordern kann.
Gruß
thoern


Thoern, auch das ist Quatsch - eine Versicherung für ein "Selbstfahrervermietfahrzeug" geht nicht nach Schäden rauf oder runter (die ist von vorneherein um ein vielfaches höher :twisted: )

Wenn irgendwelches Privatleute (an Versicherung und Finanzamt vorbei) Ihre Kisten unter der Hand vermieten mag Dein Szenario zutreffen, bei den vernünftig Versicherten gibts das nicht.

PittiC am 10 Nov 2018 12:15:49

hoerndle hat geschrieben:
Bei der angesprochenen Frontscheibe ist es so, dass diese von der Teilkasko bezahlt wird. Wenn sich allerdings hierdurch die Versicherungsprämie erhöht,

Gruß
thoern
Falsch
Teilkasko unterliegt keinerlei Schadensrabatten, wird also auch nicht nach einem Schaden erhöht

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