traveller69 am 06 Okt 2016 17:46:01

Leider hatten wir diesmal im Frühjahr 2016 nur sechs Wochen Zeit (Mitte April bis Ende Mai) für unseren Ausflug nach Südwest-Europa. Die Anreise hat uns drei Tage quer durch Frankreich geführt. In der Nähe von Arcachon am Atlantik haben wir für eine Woche noch einmal unseren Anker geworfen, bevor wir ins unbekannte Spanien vorgedrungen sind 8) . Da uns das Wetter gleich nach dem Grenzübertritt kühl und nass in Empfang genommen hat, haben wir uns zügig nach Süden orientiert und uns vier Wochen Zeit für die Runde gelassen. Insgesamt sind wir 6333 km gefahren, davon 3606 km in Spanien.



Die Highlights im Überblick:

00. Anreise
01. Errenteria
02. Estella
03. Soria
04. Daimiel / las Tablas NP
05. Calatrava la Nueva
06. Cordoba
07. Antequera
08. El Torcal
09. El Chorro / Caminito del Rey
10. El Rocio / Donana NP
11. Merida
12. Monfragüe NP
13. Toro
14. Fromista
15. Ebrotal
16. Foz de Lumbier
17. Foz de Arbayun
18. Kloster Leyre
19. Sangüesa
20. Esco / Yesa Stausee
21. Hecho / Pyrenäen
22. Riglos

Wie bei meinen anderen Reiseberichten von Frankreich--> Link, Schweden--> Link und Großbritannien--> Link möchte ich mich auch diesmal wieder auf die Highlights beschränken und dabei eher Bilder sprechen lassen:

traveller69 am 08 Okt 2016 11:19:49

Die Anreise

Frankreich haben wir gemütlich in drei Tagen durchquert. Aber bevor wir die Grenze nach Spanien genommen haben, haben wir uns noch eine Woche an der französischen Atlantikküste in der Nähe von Arcachon erholt:


Große gestrandete Quallen in beachtlichen Dimensionen werden begutachtet:


Die Sonne geht:


Gleichzeitig zeigt sich der Mond:


Den ganzen Tag sind wir beschäftigt den Spülsaum der Wellen abzugehen und nach interessantem Treibgut Ausschau zu halten:


Auch machen wir wieder einen Abstecher zum Naturpark Le Teich:

traveller69 am 08 Okt 2016 11:27:27

Highlight 01: Listoretta - Errenteria

Etwas von der Küste bei San Sebastian entfernt liegt in den Bergen der schöne Wohnmobilstellplatz bei Errenteria.
Von hier aus lässt sich prima wandern:


Die Taschenlampe nicht vergessen und nicht zu fein anziehen: hier lassen sich noch ganz frei Höhlensysteme auf mehreren Ebenen erkunden, die über 100 Meter in den Berg führen...

traveller69 am 08 Okt 2016 11:40:42

Highlight 02: Estella

Im Norden ist es Ende April noch sehr frisch und wir beschließen, uns mehr nach Süden zu orientieren. Erster Stopp ist der auf dem Jakobsweg beliebte Ort Estella, dessen Kirchen viele Schätze der romanischen Steinmetzkunst offenbaren.

Das Portal der Iglesia de San Pedro:


Der schöne Kreuzgang:


Details der Iglesia de San Miguel:

traveller69 am 09 Okt 2016 16:46:48

Highlight 03: Soria

Schnurstracks geht es weiter nach Süden zur Stadt Soria, die wunderschön am Fluss Duero gelegen ist.
Aber anstatt wärmer wird es zunächst erst einmal kälter, denn die kleine Stadt liegt knapp über 1000 Höhenmeter! Der Frühling hält hier erst zaghaft Einzug.

Eine kleine Wanderung in die nahe gelegenen Berge ist schon wegen der Ausblicke lohnend:


Aber vor allem fasziniert der Kreuzgang des Klosters San Juan, der gotische mit orientalischen Einflüssen zu etwas Einzigartigem verbindet:


Der Innenraum des Klosters birgt romanische Schätze:


Der Teufel flüstert König Herodes ein, die Erstgeborenen töten zu lassen:

traveller69 am 09 Okt 2016 17:21:29

Highlight 04: Damiel / Las Tablas Nationalpark

Wenig außerhalb des kleinen Orts Daimiel liegt der Nationalpark Las Tablas. Der Nationalpark schützt eine Auenlandschaft und ist ein Paradies:


Holzwege führen durch Sumpf und Schilf und ermöglichen so die Beobachtung der Tiere "hautnah":


Enten gibt es in allen Farben, im Hintergrund schwimmt eine Schnabelente, in der Mitte eine Knäkente:


Der Abendspaziergang lohnt nicht nur wegen des tollen Sonnenuntergangs:


Sondern wir beobachten auch eine Eule, die sich direkt vor uns eine Maus greift, und eine Treppennatter, die unseren Weg kreuzt:


Am nächsten Tag wärmt die Sonne das flache Wasser schnell auf, was die Wildkarpfen zu ihrem Laichgeschäft animiert:


Das andere Highlight von Daimiel ist die ungaublich gut erhaltene Festungsanlage Motilla del Azuer aus der Bronzezeit und somit ca. 4000 Jahre alt:


Die Führung gab es nur auf Spanisch, aber die Anlage spricht für sich selbst. Hier die fein gearbeitete Brunnenanlage:

traveller69 am 09 Okt 2016 17:38:27

Highlight 05: Calatrava La Nueva

Die Burganlage Calatrava la Nueva wurde während der Reconquista durch den Calatrava-Orden erbaut, um das von den Muslimen zurückeroberte Land abzusichern.

Wir befinden uns zudem in Kastilien und die berühmte Romanfigur Don Quijote de la Mancha darf natürlich nicht fehlen:


Die Landschaft mit ihren geschwungenen Hügeln ist wunderschön:


... und das Licht der Abendsonne bringt die ohnehin farbenfrohen Blüten des Frühlings zum Leuchten:


Wir wandern zur Burgruine auf dem Nachbarhügel. Auf dem Weg dorthin sieht man eindrucksvoll die exponierte Lage von Calatrava La Nueva:

traveller69 am 09 Okt 2016 17:57:05

Highlight 06: Cordoba

Wir mögen eher die Natur als die Großstadt, aber Cordoba hat uns wegen seiner kulturellen Schätze gelockt und wir haben unser Kommen nicht bereut:


Natur gibt es aber auch hier, ein Seidenreiher nach erfolgreicher Jagd:


Der Höhepunkt ist aber die zur Kathedrale umgebaute Moschee Mezquita - zu Recht Teil des Weltkulturerbes:


Man kann den christlichen Eroberern aus heutiger Sicht nur danken, dass sie nicht alles Muslimische blindwütig zerschlagen haben.
So ist dies mein Lieblingsfoto unserer Spanienreise, mein ganz persönliches Foto-Highlight:


Der Mihrab der Moschee, die Gebetsnische, in der der Koran aufbewahrt wurde:


Überall Orangenbäume in der Stadt:


Der Königspalast:

traveller69 am 09 Okt 2016 18:12:56

Highlight 07: Antequera

Antequera ist ein nettes Städtchen mit einer Burg muslimischen Ursprungs (Alcazaba) und vielen Kirchen:


Aber der Weg lohnt sich vor allem wegen der jungsteinzeitlichen Grabhügel:


Besonders beeindruckend sind die Kammern von Menga. Hier wurden riesige Platten aufgerichtet und ein tiefer Brunnenschacht gegraben.
Ich habe schon einige steinzeitliche Stätten besucht, aber Menga wird von seinen Dimensionen her lediglich von Stonehenge übertroffen:


Kommt man aus der Anlage, hat man genau diesen Blick. Man kann sich vorstellen, dass dieser Berg als heilig galt:

traveller69 am 10 Okt 2016 14:14:48

Highlight 08: El Torcal

Nur wenige Kilometer südlich von Antequerra liegt das Naturschutzgebiet El Torcal, eine wild zerklüftete Felslandschaft:


Wir sind unter ständiger Beobachtung - der Iberische Steinbock, in einer nur hier lebenden Unterart:


Wir wandeln im Wunderland:

traveller69 am 10 Okt 2016 14:27:52

Highlight 09: Caminito del Rey

Seit 2015 ist der "Kleine Weg des Königs" auch ohne Klettersteigausrüstung für die Öffentlichkeit zugänglich.
Für 10€ bekommt man ein Haarnetz und einen Helm und darf die Schlucht durchwandern.
Zwischen Ein- und Austieg pendeln Busse, alles bestens organisiert, nur alleine ist man hier nicht mehr.

Besonders eng ist der Zugang zur Schlucht:


Der Mittelteil weitet sich und man kann sich die Zeit mit Geier-Ausschau-halten vertreiben:


Zum Ende hin wird es wieder spektakulär:


Durch die Schlucht führt auch eine Eisenbahnlinie (grünes Stahlgerüst rechts unten). Die Wanderer laufen darüber hinweg:

traveller69 am 10 Okt 2016 15:09:37

Highlight 10: El Rocio / Donana Nationalpark

El Rocio, ein kleiner beschaulicher Ort mit 800 Einwohnern. Die Häuser sind alle hübsch weiß gestrichen, die Straßen sind naturbelassen aus feinem weißen Sand, und vor jeder Tür findet man einen Balken, um sein Pferd anzubinden. Blendet man die Autos aus, hat man den Eindruck, in einem entlegenen Dorf in Mexiko angekommen zu sein.
Doch einmal im Jahr zu Pfingsten kommen aus ganz Spanien über eine Millionen Pilger in den Ort geströmt, und es ist vorbei mit der Ruhe...

Die Wallfahrtskirche von El Rocio, in der die heilige Jungfrau aufbewahrt wird, das eigentliche Ziel der Pilger:


Im Nationalpark Donana leben halbwilde Pferde. Obwohl jeder in El Rocio inzwischen ein Auto hat, so hat er aus Tradition auch noch immer ein Pferd.
Einmal im Jahr wird die Herde im Nationalpark zusammengetrieben und einzelne Pferde entnommen...


Uns locken nicht der Ort oder die Jungfrau, sondern eher die Tiere des Nationalparks - links ein Löffler, den wir hier zum ersten Mal sehen:


Ebenfalls neu für uns, der Schwarze Ibis:


Die Fohlen genießen hier ihre Freiheit:


Es gibt im Nationalpark etliche Besucherzentren und Aussichtsplattformen, aber die meisten Tiere sieht man am besten direkt am Ortsrand von El Rocio:


Hatte ich schon erwähnt, dass dieser Frühling in Spanien ungewöhnlich feucht war:


Nur noch wenige Tage bis Pfingsten - die ersten Pilger kommen nach El Rocio:


Wir ziehen lieber ein Stück weiter ans Meer, zur Costa de la Luz - der Küste des Lichts und sind auf einmal wieder einsam:


Bei uns eher selten, in Spanien sieht man ihn regelmäßig: ein Wiedehopf:


Wir befinden uns immer noch im Donana Nationalpark und es tut richtig weh, den Strand so mit Plastik vermüllt zu sehen:

traveller69 am 10 Okt 2016 15:19:00

Highlight 11: Merida

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir müssen uns wieder nach Norden orientieren. Wir stoppen in Merida.

Hier gibt es ungewöhnlich gut erhaltene Bauten aus der Römerzeit - das Theater:


Im römischen Museum gibt es Mosaiken in überwältigender Größe und Schönheit zu sehen:


Das Aquädukt ist nicht nur sehr schön erhalten, sondern hier nisten auch Dutzende von Storchenpaaren:

traveller69 am 10 Okt 2016 15:44:53

Highlight 12: Monfragüe National Park

Noch berauscht von der Schönheit des Donana möchten wir uns nicht den Montfragüe Nationalpark entgehen lassen.

Von der alten Burgruine hat man schon einmal einen guten Überblick:


Geier gibt es in Spanien viele, aber hier hat man die Möglichkeit vier verschiedene Arten aus nächster Nähe zu beobachten:


Ein Gänsegeier und sein Junges:


Ein Geierfelsen - hier warten die Vögel, bis die aufgehende Sonne für ausreichend Thermik sorgt:


Und es gibt hier wirklich viele, wie der Detailausschnitt zeigt:


Wir warten lieber nicht zu lange und wandern in frischer Morgenluft durch das schöne Gebiet:


Hier nisten auch die seltenen Schwarzstörche:


Der Frühling hat einen Blütenzauber entfacht:


Eine Hirschkuh hält sich versteckt - wieviele Hirsche muss es hier geben, damit geschätze 1500 Geier sich ernähren können?


Zistrosen:


An der Grenze zum Nationalpark leben auf riesigen Weiden die schwarzen Iberischen Schweine, die wegen ihres Schinkens geschätzt werden:

traveller69 am 10 Okt 2016 15:54:04

Highlight 13: Toro

Nach Toro zieht es uns wegen seiner Kollegiatskirche, wir sind aber zunächst von der schönen, wenn auch gefährlich aussehenden Lage begeistert:


Der alte Ortskern ist auch sehr nett:


Das romanische Portal der Kirche - allerdings hat heute die Kirche geschlossen und wir müssen leider draußen bleiben :-(


Die Mohnblüte tröstet aber über die Enttäuschung hinweg und wir sind trotzdem zufrieden mit unserem Abstecher:

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