deedee am 15 Okt 2016 18:35:58

Frankreich - Spanien - 2016
Pleiten, Pech und Pannen … na ja, nicht nur …


DeeDee‘s letzter, geplanter Urlaub vor dem Rentendasein


Mitwirkende:
Ingrid, die mobile Rückfahrkamera,
Detlef, genannt Quaxx, der Bruchpilot,
Snooopy, der kleine Schisser,
Steffi, die blöde Kuh und
unser Wohnmobil, der Rumtreiber II



Logbucheintrag, Mittwoch, 07.09.2016 bis Sonntag, 02.10.2016

Mittwoch, 07.09.2016
Abfahrt 09:40 Uhr
Ankunft am Zielort 15:45 h in St. Gengoux de National, südwestlich von Chalon sur Saone
Gefahrene km: 430
Maut zusammen 7,20 Eur plus 32,20 Eur = 39,20 Eur

Nach Abfahrt erstmal zum Haus- und Hofbäcker für 2 Worschtweck und 2 Roggenmischbrote, wobei eines direkt ins Gefrierfach gewandert ist.
Die Fahrt war eigentlich unspektakulär, wobei aber die letzten paar Kilometer über kleine und kleinste Sträßchen und Dörfchen führte … dank ‘Steffi‘, der netten Dame im Navi.
Und warm war es, sehr warm. Um 20:00 h waren es immernoch 20 °C im Auto, und der Lüfter lief, als wir standen.

Der Stellplatz in St. Gengoux war proppenvoll, so stellten wir uns, wie auch schon 2 andere, an den Rand des angrenzenden Parkplatzes … ist eh Sackgasse und der Stellplatz gebührenfrei. Ab eine Entsorgung hats für die Kassette, die Wasserversorgung kostet aber 4.- Eur für 100 Liter. Und ne Stunde Strom.


Stellplatz St. Gengoux de National

Donnerstag, 09.08.2016
Die Weiterfahrt von St. Gengoux stellte sich aber nun sehr spektakulär dar, das mit den engen Sträßchen, Gässchen und Ortschaften fing jetzt erst richtig an.


Hauptstraße durch den Ort

Gut, dass so gut wie kein Gegenverkehr herrschte, hätte stellenweise nicht funktioniert … aber wir waren ja größer, dicker …
Im Raum Vichy / Clermont-Ferand hat unsere ‘Steffi‘ dann die neue Autobahn A 719 nicht gekannt, und so fuhren wir halt das eine Teilstück zweimal, einmal hin und einmal zurück. Gut, dass wir auch nach Karte fahren können, und auch eine dabei hatten. Man sollte sich halt nicht blind auf die Steffi verlassen … die blöde Kuh ….
Getankt hatten wir kurz vorher schon, knapp 60 Eur für 498 km bei einem Spritpreis von 1,22 Eur/l.
Und warm wurde es wieder, doch je näher wir an Millau -über die Mautfreie Autobahn A 75- herankamen, desto angenehmer wurde es. Kurz vor Millau wurde es dann durchgehend bewölkt … und dann kam sie, die geniale Brücke von Millau.


Großartiges Gefühl, über dieses Teil drüber zu fahren … nur runtergucken kann man von da oben nicht, ist alles zugebaut.
Kurz nach der Brücke … Niesel, Regen …. Endlich mal wieder etwas kühler im Auto, und die ganzen Mücken auf der Frontscheibe wurde abgewaschen. Das sollte aber nicht lange dauern, und es wurde wieder richtig angenehm warm.
So kamen wir dann auch auf dem Stellplatz am Lac du Salagou an. Schöner Stellplatz ohne großartigen Luxus inmitten rotsandigem Gestein (möchte aber nicht wirklich wissen, wie es aussieht nach einem kräftigen Regenguss), mit V&E, aber mit dem Strom war das so eine Sache ….. den brauchten wir aber auch nicht wirklich.





Den ganzen Abend haben wir vor dem Auto verbracht und haben und toll mit unseren Niederländischen Nachbarn und deren ‘Super-Mobil‘ unterhalten.


Freitag, 09.09.2016
Die Nacht war sehr, sehr ruhig, nichts was gestört hätte.
Nach der V&E am nächsten Morgen ging es dann gegen 10:30 Uhr los, direkt auf die Maut-Bahn bei Beziers. 216 km sagte das Navi, und wir wären in Ampuriabrava.
Schon früh war es richtig warm, die 30 °C waren schnell erreicht, doch das sollte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Um kurz vor 13:00 h fuhren wir in Espana ein und 2,45 EUR später bogen wir ab Richtung Rosas.
Der erste kurze Stopp war aber an einer kleinen Tankstelle, wo wir für 667 km gerade mal 56 Liter Diesel tankten. Unter 8,5 Liter Verbrauch, das ist doch was, oder?

Empuriabrava, kenne ich noch, als es Ampuriabrava hieß und in der Saison voll war. Auch jetzt, quasi am Ende der Saison, war es noch voll und völler, die Parkuhren waren alle noch in Betrieb (und zwar bis zum 15. September) und wir konnten keinen geeigneten Platz finden, um 1-2 Nächte angenehm frei zu stehen. Sicherlich hätten wir tagsüber irgendwo kosten- und gebührenfrei stehen können, aber nur dort stehen und im Auto bleiben, die Stühle drinlassen … zumindest bei den Temperaturen war das nix, hatten sich die Temperaturen doch bis auf 35 °C hochgeschaukelt.

Zumindest aber hatten wir dort von unserem Bekannten, Andi, Kneipier und Inhaber des ‘El Rastro‘ , eine leere Gasflasche überlassen bekommen; für ihn war die Flasche eh nur noch Abfall. O.k., das war dann recht kostengünstig.

Da wir doch nicht wirklich in Ampuria hätten bleiben können, beschlossen wir, dann doch etwas früher auf den WoMo-Stellplatz Fortia, ein paar Kilometer entfernt, zu fahren.

Und das Navi fand die Straße auch problemlos ... hatten wir doch die Koordinaten eingegeben gehabt. “Biegen Sie rechts ab auf die unbefestigte Straße und folgen der Straße für 600 Meter bis zum Ziel auf der linken Seite“ …..
Diese unbefestigte Straße war ein übler, holpriger Feldweg, der wirklich den gesamten Federweg unseres Autos beanspruchte und auch die letzten Toleranzen unserer Möbel im Auto und unsere Hirnwindungen ausreizte.
Als wir dann endlich vor dem Einfahrtstor ankamen -mit dem Gedanken, endlich geschafft- war das Tor zu. ZU. Auch nach mehrmaligem Klingeln (‘3 x klingeln‘ stand da geschrieben) hat uns nur der Haus- und Hofhund begrüßt.
Und es waren 37 Grad im Auto …..
Wir hielten noch Ausschau nach einer möglichen 2. Einfahrt, doch dann beschlossen wir, gleich auf den Campingplatz nach Sant Pere zu fahren.
Hinterher ist es uns dann noch gekommen … wir hätten noch versuchen können, die angeschriebene Telefonnummer anzurufen. Die spanische Vorwahl hatte ich aber nicht im Kopf und ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, dass die ja doch im Reiseführer oder sonstwas, was wir dabei hatten, vermerkt war … vielleicht dank 37 °C .Wir und vor allem unser Hundchen, der noch unter dem recht angenehm belüfteten Tisch lag oder saß (wir hatten die ganze Zeit über das Küchenfenster offen während der Fahrt) waren nun doch genervt.
Ab auf den CP Aquarius.

Dort, allerdings in der voll klimatisierten Rezeption, sagte man uns, dass wir nicht 14 Tage auf ACSI-Rabatt stehen könnten. Zum einen sei es noch 4 Tage zu früh für die Nachsaison und zum anderen seien alle diese ‘billigen‘ Plätze belegt oder reserviert. Was? Nochmal weiterfahren? NEVER ! Aber der freundliche, perfekt deutsch sprechende Herr Rezeptionist gab sich wirklich Mühe .Ja, wir konnten bleiben, gut 2 Wochen, aber wir müssten 2 mal umziehen. Egal, ist machbar, immer nur ein paar Parzellen weiter … auch wenns ein Stück teurer wird als gedacht.


Sonntag, 11.09.2016
Jetzt im Moment ist es Sonntag, 11:45 Uhr, da ich diese Zeilen schreibe.
Die Sonne knallt, eine leichte Meeresbrise weht, es sind 30 °C sowohl draußen als auch im Auto, und alles, was an Lüfter und Ventilatoren zur Verfügung steht, ist in Betrieb … auch für den Kühlschrank, der schon auf Gas läuft. Die 230 Volt packen das nicht mehr wirklich.

Unser erster Stellplatz

Montag, 12.09.2016
Nachden Klein-Snooopy in der ersten Nacht in Espana quasi ausgeratet war -er war ohnehin schon gestresst von der letzten Fahrt und es hatte sich in dieser Nacht noch ein fernes Gewitter aufgebaut mit mäßigem Wind- waren die beiden letzten Nächte ruhig … außer dass es schön warm war, bald schon zu warm für ein Schlafzimmer.
Heute Morgen mussten wir umziehen von Parzelle 437 (B-Platz) nach Parzelle 433 (A-Platz), ca. 40 Meter weiter.

Unser zweiter Stellplatz

Wir haben quasi nur die Außenmöbel rübergetragen, und da das Auto ohnehin schon bewegt werden musste, fuhr ich auch gerade mal zum Camping-Shop an der Zufahrt zum Platz.
Die leere spanische Gasflasche wurde dann gegen eine volle getauscht für 14,90 EUR. Der erste Schritt war also schon mal gemacht für 2017.
Und einen neuen Hammer hatte ich gebraucht; meinen hatte ich geschrottet, als ich für den Umzug den ersten Hering ziehen bzw. herauskeilen wollte. Stiel abgebrochen. Aber wie sagte Lothar, der Herr Camping-Shop: “Sorry, Hämmer sind grad aus. Für’n 10er als Pfand kannste dir einen aus meiner Werkzeugkiste holen“.
Tat ich auch.
Jetzt haben wir uns neu eingerichtet, der alte Hammer ist wieder repariert und ich lehne mich voll relaxed in meinen Stuhl … im Schatten, versteht sich.
Wäre da nicht der äußerst angenehme Wind, wir würden sogar im Schatten brüten, geschweigendenn in der Sonne …


Dienstag, 13.09.2016
Schon früh am Morgen brennt die Sonne runter was brennen heißt. Dazu kamen dann mittags noch heftige Windbösen.
Noch kurz bevor diese Windböen aufkamen, tummelten wir uns noch ne Stunde am Strand und im Wasser herum. Selbst der kleine Sausack ging freiwillig in das salzige Nass, Aber nur bis Stehhöhe. Dieser Schisser … hatte er doch schon bei der ersten Welle schon bewiesen, dass er schwimmen kann, aber nur bis ans ‘rettende Ufer‘ ….
Also doch Schisser …..
Dafür vergrub er aber anschließend fast das gesamte Köpfchen im Sand … wollte er nur den Salzgeschmack im Schnüsschen loswerden? Dann kam der Wind, und wir machten uns auf den doch beschwerlichen Weg von rund 150 Meter bis zum Auto.
Ich sattelte dann noch mein manuell betriebenes Stahlross und radelte zum etwas größeren, aber weitaus günstigeren Supermarkt am Ortsrand von Sant Pere, um frischen Fisch fürs Abendessen einzukaufen. 14.- EUR später kehrte ich dann mit einigem Leckeren und wir bruzzelten die Fischies in der Elektropfanne.
Und es kühlte einfach nicht ab. Schon in den letzten Tagen hing der kleine 12-V-Lüfter unten am Einlassgitter des Kühlschrankes und versuchte mit mäßigem Erfolg, selbigen zu unterstützen. Selbst bei Gasbetrieb mit Lüfter ging die Innentemperatur dieses Frischhaltekastens kaum unter 10° C … Erst später am Abend bzw. für die Nacht, als es sich ein klein wenig abgekühlt hatte, konnte ich wieder auf Strom umschalten … bei 7 °C.
Es war ein Gewitter für die kommende Nacht vorhergesagt. Deswegen baute ich auch später den kleinen Lüfter ab, barg das Wind- und Sonnennetz und schloss vorm Schlafengehen noch alle Luken.
Es war halb drei in der Nacht, als wir aufwachten vom lauten Prasseln des Regelns, von den Blitzen und Donnern, ja Knallen muss man schon sagen. Heftig und sehr nah war das Gewitter, es hat gerumst, dass das ganze Auto vibrierte … und ich wusste gar nicht, dass Regen so stark sein konnte.

Mittwoch, 14.09.2016
Nach rund 2 Stunden war der Spuk rum, und als ich gegen 8 Uhr aufwachte, war es halt nur noch bewölkt … und spürbar kühler … aber immernoch und durchaus angenehm.
Heute müssen wir nochmal umziehen, von Parzelle 433 nach Parzelle 53 (B+-Platz), aber auch nur 70-80 Meter weiter.

Unser dritter Stellplatz

Hatten schon befürchtet, dass wir im Regen umziehen müssten, aber nein, alles trocken und zügig abgelaufen … und wiedermal neu ‘eingerichtet‘.
Doch um halb 4 hats wie3der angefangen zu regnen, und jetzt schon wieder recht heftig. Ganz stramm war es dann gegen halb 11 abends, zwar nur ne halbe Stunde, dafür stand aber der halbe Weg neben uns unter Wasser.
Dafür war es aber die Nacht über absolut ruhig. Schluss mit Wasser.
Und mein selbst konstruiertes ‘Vordach‘ vorm Küchenfenster hat sich auf jeden Fall bewährt … kein Regenwasser kommt mehr durchs Küchenfenster rein (… solang der Regen von oben kommt und nicht vom Wind seitlich reingepeitscht wird ...).

Regenabweiser

Donnerstag, 15.09.2016
Den ganzen Tag über war es mehr oder weniger bewölkt, ab und zu kam auch mal die Sonne durch. Das hab ich dann ausgenutzt, mal ein paar Kilometers mit dem Rad abzustrampeln, entlang den Dünen und wieder nach Sant Pere rein. Ganz schön viele Pfützen hatte der Regen auf dem Radweg hinterlassen …..


Und ich hab mal angefangen, das Auto zu polieren … sauber ‘abgewaschen‘ wurde es ja schon …..

Samstag, 17.09.2016
Bis zum frühen Nachmittag hat es immer mal wieder kurz geregnet, aber insbesondere der Nordwind, der Tramontana, ist heftig. Ab Nachmittag ziehen die Wolken weiter nach Süden, und von Norden kommt neben dem Wind noch … blauer Himmel.
Wer noch kommt … sind 2 Gärtner, die uns ein paar Zweige abschneiden, die zwischen unserer Antenne und dem Satelliten den TV-Empfang stören. Gut, wir kriegen auch danach nicht alle Programme, vor allem nicht die HD-Programme, weil die 2 Gärtner nicht an die Zweige ganz da oben drankommen, aber wenigstens kriegen wir jetzt ein paar Sender auf’n Schirm. 10.- EUR haben wir den beiden gegeben, auch wenn sie vom ‘Bossmann‘ zum Schneiden beauftragt worden sind … hatten wir doch vorher mal ganz höflich an der Rezeption nachgefragt, ob’s für den doch etwas teureren Platz nicht auch TV-Empfang gäbe. Gut, einige Zweige stören immer noch, aber die sind wirklich sehr hoch, aber es reicht aus.
Auch unsere neuen Nachbarn kamen kurz rüber zu uns, die paar Tipps zur Überwinterung -sie hatten das schon 2-3 mal gemacht- nahmen wir gerne an.


Sonntag, 18.09.2016
Der Tag startet sehr sonnig, kein Wölkchen trübt den Himmel. Aber es ist immer noch sehr windig und frisch … nur so um die 22 °C.
Mittags setze ich mich aufs Rad und fahre mal in Richtung der Ruinen von Empurias, etwa 5-6 km sind es bis dahin.

Sicht auf den Beginn der Ruinenanlage

Die Ruinen sind scheinen ein mords Anziehungsmagnet zu sein. Hunderte von Fußgängern sind dort auf dem Rad- und Fußweg unterwegs. Es ist ja Sonntag, und jeder ist scheinbar auf Achse. Nee, das tu ich mir nicht an.
Der Rückweg war heftig … voller Gegenwind … als wenn ich die 5-6 km nur stramm bergauf fahre.
Doch pünktlich zum Formel-1-Start bin ich wieder ‚‘zu Hause‘ ….

Montag, 19.09.2016
Die Nacht war eine Katastrophe. Der Wind … und der kleine Sausack ist vollkommen ausgerastet. Er hat gezittert und gehechelt, wollte innen schon die Wand hochkrabbeln vor lauter Angst. An Schlaf war so nicht zu denken. Erst als Ingrid aufgestanden war und nach einer guten Stunde der ‘Beruhigung‘ hörte der Wind dann langsam auf … und der kleine Schisser beruhigte sich dann zusehends.
Dabei kam mir der Wind gar nicht so schlimm vor …..
Dafür war es am Morgen dann wieder wunderschön sonnig und warm.
Heut Abend gibt’s wieder Fisch, den hab ich dann wieder im Bonpreu in Sant Pere gekauft. Zwei Doraden und noch so ein ‚‘dicker Fisch‘, dessen Name ich aber nicht weiß … knapp 17,- EUR plus Gemüse und Co.
Einen neuen Nachbarn haben wir heute gekriegt, ein älteres Ehepaar mit einem 34 Jahre alten Niesmann auf Mercedes … super gepflegt sah das Teil noch aus.
Er, Günter, scheint über genauso lange Wohnmobilerfahrung zu verfügen, seine Frau, Christel, sitz schon eine Zeit lang im Rollstuhl, und die beiden meistern das alles mit voller Bravour … Hut ab und jede Menge Respekt. Ganz liebe Leute, die beiden …….
Wir haben heute ein wenig mit Günter und Christel zusammen gesessen und über alles Mögliche und Unmögliche geredet, insbesondere über Hunde, denn die beiden haben einen schönen Hidalgo/Galgo aus Südspanien. Carmelo, heiß der Gute, ein gaaaanz braver.

Dienstag, 20.09.2016
Und heute war noch Markt in Sant Pere … und wir sind hin … zu Fuß … man beachte, 3 km hin und auch wieder 3 km zurück …..

Markt in Sant Pere

Klar, Ingrid hat ihr Marktstückchen erhalten, eine Handtasche von ‘Prada‘ … 35 EUR wollte ‘El Negro‘ haben, und 20 EUR später war sie dann uns. Eine echte ‘Prada‘ …. Hihi, wer’s glaubt wird selig. Aber 20.- EUR waren okay.
Anschließend bin ich dann noch ein wenig mit dem Rad rumgegurkt, gucken, wie man genau an den Freistehplatz bei Sant Pere (42°11’41.48 N - 3°06’34.38 O) kommt …. geht, aber nur über 2 km Holperweg ohne Höhenbegrenzung … ob das was wird?

Freitag, 23.09.2016
In der Zwischenzeit gabs nix Besonderes … das Wetter war top, der Strand war gut besucht und das Wasser ausgesprochen nass …. 
Aber heute Mittag bin ich mal vorgegangen zur Rezeption und hab mal gefragt, ob das in Ordnung sei, wenn wir am Montag, 26.09.2016, auschecken und losfahren.
„“Oh nein“ , sagte die nette und deutschsprachige (deutsche) Frau Rezeptionistin, “der Platz ist ab 25.09.2016 schon wieder reserviert“.
Wir müssen also schon einen Tag früher aufbrechen..
Da ergaben sich jetzt gleich zwei Problemchen: Sonntags hat der Campingshop zum Kauf der 2. Spanischen Gasflasche zu.
Und größer einkaufen für den Rückweg müssen wir ja auch noch, aber nicht hier auf dem Campingplatz … viel (!!!) zu teuer und zu wenig Auswahl.
Okay, dann fahren wir am Sonntag erst wieder nach Ampuriabrava und schauen, wo wir dann jetzt frei stehen können, an der Werft, irgendwo an den Kanälen, auf oder hinter dem Aldi-Parkplatz … oder wenn alle Stricke reißen sollten -was ich angesichts der nun angebrochenen definitiven Nachsaison nicht vermute- auf dem noch geöffneten, aber teuren Campingplatz.
Und das mit der Gasflasche wurde auch schnell gelöst:
Unser anderer Nachbar mit Wohnwagengespann fährt mich morgen mit dem Auto zum Campingshop, um die neue Flasche zu besorgen; dafür überlasse ich ihm meine angebrochene deutsche Flasche. Die ist immerhin noch gut halbvoll … egal, 3 Flaschen krieg ich einfach nicht unter.

Samstag, 24.09.2016
So, die Sache mit der Gasflasche ist erledigt.
Unser Nachbar hat mich zum Campingshop gefahren und für 45 EUR hab ich dann eine volle Flasche erstanden, ganz ohne Contract. “Brauchst Du bei mir nicht“ hat er gesagt …
Allerdings hab ich nur Butan gekriegt, weil Propan aus war und der Gaslieferant erst wieder am Dienstag käme …. Zu spät.
Egal, Hauptsache der Gastvorrat für die ersten Wochen der Wintertour 2017/2018 ist gesichert.



Eigentlich will ich ja noch gar nicht weg, könnte noch länger stehen … mit Ausnahme des Preises für den Platz. Habe eben bezahlt … 564.- EUR … huuuiiiiii …. Doppelt so teuer wie ich erst gedacht hatte …
Aber die Probe auf Exempel habe ich bestanden, könnte durchaus noch länger im Auto wohnen … werden es doch auf der Wintertour 4-5 Monate werden, und die jetzt vergangenen 2 ½ Wochen kommen mir viel zu kurz vor.


Sontag, 25.09.2016
Heute hieß es Abschied nehmen, Abschied von CP Aquarius und vor allem von unseren liebgewonnenen Nachbarn Günter und Christel. Wirklich nette Leute, und sie bleiben noch bis Ende Oktober auf dem Platz, bis er endgültig schließt.

In Ampuriabrava angekommen zur Freistehplatzsuche dann der Hammer:
Aldi hat offen …. O.k., umdisponiert und sofort eingekauft … wir fahren dann gleich nach Corneilhan auf den Stellplatz zu Klaus ‘Inzmann‘.
Nach dem Einkauf -es war DEUTLICH günstiger als auf dem CP Aquarius- haben wir noch eine Abschlussrunde durch Ampuriabrava gedreht. Und siehe da, der Ort ist immer noch proppenvoll. Auch die Geschäfte und der bzw. die Supermärkte waren im Gegensatz zu meinen früheren Erfahrungen fast noch alle offen. Hmmmm, Hammer …..

Ach ja, der Hammer ….. den hatten wir ja immer noch …. ganz vergessen, ihn zurück einzulösen … Na ja, 10.- EUR hätten wir ja auch für einen neuen bezahlt …

Auf der Autobahn bis nach Beziers -wir wollten nun die Route de Soleil fahren, um den Unterschied zu sehen zwischen mautfreier Bahn und der Mautstrecke- hatten wir keinerlei Seitenwind … sehr angenehm zu fahren. Das hab ich hier auch noch nicht erlebt, immer “vent lateral“, der Mistral.
Dann die Einfahrt in den Ort Corneilhan … schönes, kleines, enges Dörfchen, schön, dass “Steffi“ den Weg weiß.
Doch diese blöde Kuh -ach, das hatten wir doch schon einmal- führte uns entgegen einer Einbahnstraße.

Corneilhan

O.k., geht nicht, das wird hier teuer …. und erst einmal links ab und einmal um den Block, dachte ich. Genau diesen Umleitungs-Vorschlag machte Steffi auch. Weiß sie doch auch, dass wir “Lkw“ (Fahrzeugeingabe im Navi) sind … und ich vertraute ihr, trotz der angezeigten 1,80 m Breite. Ich hätte es wissen müssen, sehen müssen, das wird eng, hätte dort erst gar nicht reinfahren sollen, denn kurz darauf beim Rechtsabbiegen … da kamen wir nicht durch. Zu eng, oder war das Auto zu groß? Beim Zurücksetzen dann der nächste Hammer … oder besser: der Crash.
Das kleine Geländer, vielleicht einen Meter lang mit Handlauf, dem ich eben noch erfolgreich ausgewichen bin, sprang mir jetzt beim Zurücksetzen plötzlich und unerwartet und nicht im Rückspiegel sichtbar hinten links an die Stoßstange, oder besser in die Stoßstange. Das hat gekracht ….! Stoßstange gerissen, Leuchteneinheit kaputt, GFK dort ein klein wenig eingedrückt. Mist.

Das Geländer

Ich habs aber dann im Anschluss doch ohne größere Probleme geschafft, aus der engen Gasse, rückwärts und bergauf, wieder rauszuzuckeln. Und dann war da noch so ein komischen Rumpeln oder Knacksen , aber das hörte sich nicht so an, als ob es von uns käme. Ein anderer, etwas weniger enge aber doch befahrbarer Weg führte und dann … genau wieder dieser Einbahnstraße entgegen, nur etwas weiter unterhalb. Mist … egal, diese 30 Meter sind mir jetzt wurscht, Augen zu und durch. Und prompt kam uns dann auch ein Auto entgegen, ist aber gleich stehen geblieben, hat Platz gemacht. Was hätte die nette Autofahrerin auch sonst machen sollen … wir waren dicker ... und genervter.
Am Stellplatz angekommen dann die ganze Bescherung: die Stoßstange war zwischenzeitlich komplett herabgefallen und hing nur noch an der Verkabelung.
Ahhh, das war das 2. Geräusch ….

Der Schaden

Aber wir hatten so was von Glück. Auf dem Stellplatz stand noch ein weiteres Ehepaar aus Pinneberg, und er, Dennis, holte sofort Werkzeug von Klaus, dem SP-Inhaber und legte mit mir sogleich Hand an.
Die Stoßstange war an allen 9 Verschraubungen aus dem Plastik gerissen und hing so runter. Die Kabel hatten aber noch gehalten.
Dennis besorgte sofort eine Rolle Lochband und Akkuschrauber von Klaus und so tackerten wir die Stoßstange notdürftig, aber wieder fest, ans Auto. Rund 2 Stunden haben wir so am Auto rumgedoktert, mit kurzer Regenpause. Aber auch wieder gut, dass wir die ankommende, tiefschwarze Gewitterfront nicht abgekriegt haben, nur etwas Regen.
O. k., die Stoßstange war erst mal wieder drangepappt, aber die muss daheim komplett erneuert werden einschließlich der linken Leuchteneinheit.
Aber erstmal geht’s, auch alle Lampen brennen.

Ach ja, vorweggenommen … es hat gehalten …..

Der Stellplatz


Montag, 26.09.2016
Wir sind heute mal in den Ort Corneilhan hineinspaziert, 1,6 km sollten das sein, um nochmal die Stelle zu ‘besuchen‘, die uns die Stoßstange gekostet hat.
Nein, ich habe nicht vor lauter Ärger mit dem Fuß gegen das Geländer getreten, dann verletz‘ ich mich womöglich noch … außerdem war es ja mein eigener Fehler.
Nach 2 Café au lait und 2 Ricard im Dorfcafé, und schon war der gerade erst wieder aufgekommene Ärger wieder verdrängt. Wie konnte ich nur so blöd sein und gerade da reinfahren … selbst schuld, sonst niemand (doch, die ‘Steffi‘ ….. einer muss es doch sein …  ).
Abends haben wir uns dann noch mit unseren Stellplatz-Nachbarn Annegret und Dennis zusammengesetzt und schön geschnackt …
Zuvor, am Nachmittag, kann noch Klaus, der Chef, kurz vorbei und wir klönten ne Zeitlang zusammen. So erklärte er uns, dass er nicht selbst Wein anbaue, sondern nur weiterverkaufe; und dieser Wein für 17.-EUR/5 Liter sei eigentlich allererste Sahne vom Anbau hier in der Region (man könne die 300 Meter rüberschauen), von der Produktion und von der Qualität her. Und tatsächlich, der vin rouge schmeckt hervorragend und fabriziert bei mir kein Sodbrennen … wo ich doch sehr dazu neige bei trockenem Roten.
Denke schon, der Wein ist durchaus den Preis wert, 3 Euro und bisschen pro Liter …..


Dienstag, 27.09.2016
Schon vor dem Duschen im Auto mache ich mich auf, mit dem Fahrrad in den Ort zu fahren, frz. Baguettes und Croissants zu kaufen fürs Frühstück. Frischer geht’s nimmer … lecker …
Einmal wird jetzt nochmal sauber gemacht im Auto vor der endgültigen Heimfahrt, die Teppiche bzw. Flickerl ausgeschüttelt, ausgekehrt … das reicht. Außerdem haben wir eh nicht viel Dreck hinterlassen.
Ab mittags sitzen wir unter der Markise, die Sonne brennt gut runter und der leichte Wind tut richtig gut. Einzig die vielen Mücken stören.
Zwischendurch wird nochmal richtig ent- und versorgt … ist alles da. Nur Chemie sollte man nicht in der Kassette haben … passt nicht für dem platzeigenen Fäkalientank.


Mittwoch, 28.09.2016
Gegen 10:30 Uhr sind wir wieder losgefahren, schweren Herzens. Ziel: ein kleiner Campingplatz in Tournon sur Rhone.
Nach rund 300 km waren wir da, bei bestem Fahrwetter und freier Fahrt auf der Bahn.
Der Campingplatz, Tournon Camping HPA, akzeptiert ACSI, und wir haben beschlossen, 2 Tage zu bleiben zu je 17.- EUR.
Dafür überspringen wir das nächste Ziel St. Gengoux und fahren von hier aus direkt den Stellplatz in Charmes, südlich von Nancy, an. 496 km wären es bis dahin.
Warum: wir stehen hier schööööön, direkt am Ufer der Rhone, tolle Aussicht ….


Schöne Aussicht auf die Rhone

Man hört zwar etwas die Autostraße und den Bahnverkehr auf der anderen Seite des ‘Baches‘, stört aber überhaupt nicht.
Ganz in der Nähe des Platzes waren wir noch kurz einkaufen, Brot, Flûtes … das war so lecker und so frisch aus einem ganz kleinen Bäckerladen, dass ich das Brot schon auf dem Heimweg anknabbern musste ….

Donnerstag, 29.09.2016
Bevor wir morgen starten zu unserer letzten Etappe, Stellplatz Charmes, müssen wir noch einkaufen, Wasser auffüllen und tanken. Das Wasserfassen ist einfach, auf diesem Platz hier hobt es ausschließlich “l’eau portable“, Trinkwasser.
Auf dem Weg zum Platz hab ich auch in der Nähe ein ‘Inter-???‘ gesehen, ein Inter-Marché?
Wir sind hingelaufen, aber es war ein Inter-Sport. Also einkaufen später … und die Tankstelle? Ohne Service, dafür wurden alle Karten akzeptiert … mit Ausnahme von EC-Karte, VISA- oder Mastercard. Ahhh ja …!
Also tanken auch später, wir haben ja noch rund 200 km ‘Gras‘.
Ein Bummel durch die nahe Altstadt von Tournon rundete den Tag dann ab, bevor die restlichen Koteletts aus Spanien mit einer mächtigen Zwiebel-Brokkoli-Pfanne in der Elektropfanne gereicht wurden ….

Fortsetzung folgt .....

deedee am 15 Okt 2016 18:37:07

Die Fortsetzung

Freitag, 30.09.2016 - EC-Karte nicht akzeptiert – Déviation – Umwege – geblitzt …..

Auf dem Navi hab ich dann eine Tankstelle ausgemacht, die quasi auf dem Weg aus der Stadt raus lag. Sogar mit Service … Doch als ich dann die EC-Karte ins Lesegerät einschob, kam dann die Antwort: “Abandon Debit“ … Na, sollte da was mit meiner EC-Karte sein? Das Limit war von mir mit Sicherheit nicht aufgebraucht. Sollte jemand meine EC-Karte abgegriffen haben? Hatte die Karte letztmalig beim Bezahlen unseres letzten Campingplatzes eingesetzt, da war noch alles in Ordnung. Oder ist einfach nur die Verbindung zusammengebrochen. Nun, ich werde es zu Hause sehen, jetzt kann ich eh nichts machen. Die rund 70,- EUR konnte ich auch so noch bar bezahlen.
Dann der Weg zur A 7 Richtung Lyon – ‘Steffi‘ sagte mal wieder was anderes, als die offizielle Beschilderung – und der Beschilderung bin ich dann auch gefolgt. O. k., die Steffi stellte sich nach einer Weile auch darauf ein, bis zum ersten Zeichen “Déviation – route barré“ . Steffi flippte nun vollkommen aus, und nach einer Ehrenrunde von rund 25 km durchs Umland kamen wir wieder in Tournon raus, eine Einfahrt oder Ausfahrt weiter. Mist, eine ¾ Stunde verplempert.
Durch Lyon sollten wir fahren, durch die Tunnels, so sagte Steffi, aber freitags mittags? Ich wählte dann doch die A 46, die um Lyon herumgeht … eigentlich ein Umweg von rund 30 km.
Und dann führte uns Steffi nicht mehr auf die A 7 zurück, sondern auf die A 39 Richtung Grenoble. Nicht so schlimm, kommt doch später noch der Abzweig Richtung Dijon.
Zwar ist die Bahn auf der A 39 hier nur 2-spurig, es ging aber sehr gut voran. Nur aus den 469 km wurde jetzt 519 km ….
Dann … ca. 10 km vor der Exit #10 - Mirecourt … ein kleines, grelles, kurzes Licht, ein Blitz im rechten Augenwinkel. Huch, waren wir mit ca. 96-98 km/h zu schnell? Es herrschte doch auf der Bahn keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Vielleicht hat das Gerät auch nur gedacht, wir wären schwerer als 3,5 Tonnen ….
In Mirecourt, kurz vor dem Ziel, haben wir dann einen Lidl gefunden. Einkaufen mussten wir, denn wir kommen Sonntag heim, und Montag ist Feiertag, 3. Oktober, da ist alles zu.
33,- EUR später war der Kühlschrank dann wieder voll.
Einfahrt in Charmes … die ‘blöde Kuh‘ wollte uns dann laufend in Sträßchen lotsen, wo man gar nicht einfahren darf, und wir war schon weit am Ziel vorbei als wir dann doch erstmal drehten. Doch plötzlich vor uns ein Franzose mit seinem Auto … wild winkend, aussteigend und fragend : “Aire de Camping-Cars?“ Der freundliche Herr zeigte zu uns nur, wir sollten ihm folgen. Entgegen aller Ansagen unserer ‘Lieblings-Steffi‘ führte uns der Herr ca. 200 Meter weiter zur Einfahrt des Stellplatzes, erklärte uns auch noch den Bezahl-Automaten an der Zufahrtsschranke, und fuhr wieder weg. Hmmmm, sehr freundlich ….
Der Platz war fast voll, doch wir fanden noch ein Plätzchen das uns zusagte.

Stellplatz in Charmes

14,. EUR für 2 Übernachtungen incl. Strom hats gekostet, die paar Euro mehr für die Dusche haben wir uns gespart, da dusche ich besser im Auto.
17.21 Uhr war Ankunft am Platz … normalerweise sind wir früher dran …..


Samstag, 01.10.2016
Die erste Nacht in den Oktober war schon ungemütlich. Ich dachte schon, ich könnte den letzten Tag noch vor oder neben dem Auto sitzen, dem Fluss des Moselkanals zusehen … doch schon am Ankunftsabend fing es an zu regnen, in der Nacht teilweise sogar stark. Und Wind kam auf, so dass der kleine Schisser wieder anfing zu zittern und Schutz zu suchen.
Und morgens mussten wir dann feststellen, dass unser Kaffeevorrat zu Neige ging. Ingrid hatte vorher auch im Lidl vergessen, Kaffee nachzukaufen. Da unser restlicher Kaffee nun höchstens noch für eine ¾ Kanne reichen würde und der Nachmittagskaffe ausfallen müsste, ging kein Weg daran vorbei, im nahegelegenen ‘Match‘-Einkaufsmarkt nachzukaufen.
Der Nachmittag wurde dann wettertechnisch besser … man konnte sich auch draußen aufhalten ……….


Die V&E - Station

Der Spaziergang durch den Ort Charmes bestätigte dann meinen Gesamteindruck von Frankreich … unsere lieben Nachbarn scheinen größtenteils nicht viel Wert auf ‘Äußerlichkeiten‘ zu legen, oder besser gesagt, vieles sieht doch recht vernachlässigt aus … bis auf die Autobahnen, die sind TOP.


Unsere Aussicht aus dem Auto, Herbststimmung


Sonntag, 02.10.2016
Schluss, punkt, der Urlaub, der letzte planmäßig Urlaub vor dem Rentendasein, ist rum.
Die Sonne scheint wieder, aber richtig warn ist es nicht, aber fürs T-Shirt reichts gerade noch aus.
Wir haben nur noch rund 200 km vor uns, deshalb lassen wir uns Zeit beim Frühstück … und eingepackt ist schnell: Gas abdrehen, Stromkabel einholen, nochmal die Kassette leermachen und das Grauwasser ablassen.
Doch … oh Schreck … was ist das? Die Aufbautür lässt sich nicht mehr zumachen, blockiert beim Zuziehen. Oh Gott, einer der beiden Schließbolzen wackelt darum wie ein Lämmerschwanz, ist gar nicht mehr fixiert.
Keine Chance, die Tür ins Schloss zu ziehen.
Mist, jetzt auch noch das Schloss kaputt.
Aber wie zukriegen die Tür? O. k., mit einem Bindfaden haben wir den Bolzen hochgehoben, bis die Tür dann im Rahmen war, mit einem Spannriemen aus meiner Werkzeugkiste verband ich dann den Innengriff des Schlosses mit der Einstiegshilfe im Auto und zog den Reimen zu. Hält, die Tür kann so während der Fahrt nicht mehr aufgehen.

Circa 200 km und 7,20 EUR Maut (ab Nancy bis kurz vor Saarlouis) später waren wir zu Hause.Es regnet, es ist kalt, und das Wetter spiegelt genau meine Stimmung wider.
Ich will Sonne, ich will warm, muss aber noch warten.
Doch erstmal Schluss mit dem Jammern, ich muss mich erstmal um die Reparaturen kümmern.

Das Türschloss:
Mein Nachbar hatte den Mut, mit mir zusammen einfach das Gehäuse innen abzubauen.
Da kamen dann die beiden Bolzen zum Vorschein …. Und eine kleine Feder, wobei einer der beiden Bogen abgebrochen war.
Nee, ne passende Feder hatte mein Nachbar nicht, aber er hat die Feder wieder so zurechtgebogen und wieder in die Bolzen eingehängt, so dass das Schloss wieder funktionierte. Klasse …………

Die Stoßstange:
Als die ist definitiv hin. Beim Freundlichen habe ich erfahren, dass dieses Teil rund 630.- EUR kostet und per Nennung der Aufbau-Nummer (Fahrgestellnummer reicht nicht, Aufbaunummer steht bei mir aber auch im Fahrzeugschein) bestellt werden kann.
Das Gleiche gilt für die Leuchteneinheit. Die kostet rund 80.- EUR.
Die Leuchteneinheit hab ich dann auch gleich bestellt, obwohl ein gleich aussehendes Teil im Movera-Katalog zu finden ist. Etwa gleicher Preis … nur ob das Dingen auch wirklich genau passt? Sicher bin ich da eigentlich nur bei Chausson-Händler.
Die Stoßstange hab ich mal noch nicht bestellt; mein Nachbar meint nämlich, dass man die Schadensstelle auch so problemlos ‘flicken‘ könne (alter Tüftler…); und mit dem Anbau am Fahrzeug? Kräftig mit Karosseriekleber einbalsamiert und wieder mit dem Lochband verschraubt … sollte auf Dauer halten.
Aber das wird wohl erst im nächsten Frühjahr passieren ….



Noch einige Daten:

Gefahren sind wir ziemlich genau 2472 km,
Mautgebühren auf der Hinfahrt: 39,40 EUR von Saarlouis bis Chalon sur Saone
7,60 EUR von St. Gengoux über Clermont Ferand bis zur Brücke von Millau über die A 75),
die Brückenmaut kostete für uns 14,60 EUR, von Beziers bis zur spanischen Grenze kostete das dann noch mal 18,80 EUR.
Das wären zusammen rund 80.- EUR, dazu kommen dann noch 2,45 EUR Maut auf der spanischen Bahn bis Figueres.

Mautgebühren Rückfahrt:
Komischerweise waren die Gebühren bis Beziers etwa günstiger als auf der Hinfahrt.
In Spanien bis an die Grenze kostete die Bahn nun 2,35 EUR, und bis Beziers waren es diesmal 16,80 EUR.
Die Strecke von Beziers über Montpellier, Toulon sur Rhone, Lyon bis kurz vor Nancy kostete uns einmal 10.- EUR, einmal 28,10 EUR, noch einmal 10.- EUR, einmal 40,30 EUR, und noch mal 7,20 EUR von Nancy bis Saarlouis/D., zusammen sind das rund 105,- EUR …..

Der Liter Diesel kostete in Frankreich rund 1,25 EUR, in Spanien etwas weniger, rund 1,05 EUR …. Getankt haben wir 4 mal, einmal für ca. 60.- EUR kurz vor Clermont Ferand, einmal für rund 60.- EUR bei Villasacra/Spanien, einmal für rund 70,-EUR in Tournon sur Rhone, und zu Hause haben wir den fast leeren Tank auch wieder vollmachen müssen für rund 72,- EUR … wobei wir natürlich vollgetankt gestartet sind.

Und jetzt? Draußen ist es mehr als unangenehm, es ist grau, es nieselt, es ist kalt … genau das Wetter, dem ich Ende 2017 entfliehen will. Bis nach Portugal soll es runtergehen; ich denke, Anfang Oktober 2017 starten wir und ich will nicht vor dem 1. März 2018 wieder zurück sein …….. sofern die Gesundheit mitspielt …….

Es grüßet Euch
Dee Dee

Beduin am 28 Dez 2016 16:11:58

Wollte dir für deinen schönen kurzweiligen Bericht doch auch noch ein Lob aussprechen :) habe ihn auf der suche nach noch Info´s heute erst gefunden und gelesen

iwoi am 28 Dez 2016 18:59:18

Dieser lustig geschriebene Reisebericht ist mir bis jetzt entgangen.
Nun hab ich ihn gelesen und die Bilder angesehen und wieder einmal festgestellt: da will ich auch mal hin.
Nur nicht durch die engen Gassen, die werd ich vermeiden :D

GB63 am 28 Dez 2016 19:13:57

Schön geschrieben.
Auch bei uns nähert sich das Arbeitsende, vielleicht sehen wir uns ja im sonnigen Süden.

silent1 am 28 Dez 2016 19:26:51

Auch gerade erst gelesen.
Vielen dank für den kurzweiligen und schön bebilderten Bericht eurer Reise.
:top: :top:

road-king am 28 Dez 2016 19:47:44

Hallo Dee dee .. schön geschrieben , danke dafür , und hat mich an meine eigenen " Urlaubserlebnisse " erinnert .
Mittlerweile bin ich der Meinung dass Womofahren Charakterbildend wirkt , weil man erstens sich immer neun Aufgaben stellen darf , was meines Erachtens verjüngend wirkt , und man zweitens demütig und gelassen die nicht zu ändernde Gegebenheiten meistern oder hinnehmen zu lernen hat .
Ich fahre heute viel gelassener und versuche diese Urlaubserfahrung auch in alltäglichen und beruflichen Situationen herüberzutransformieren :-)

Bon Chance

Klaus

Gast am 28 Dez 2016 19:54:13

Hallo DeeDee,
ich habe eben mit Genuß deinen Bericht gelesen.
Sehr angenehm erfrischend geschrieben und mit Infos gewürzt.

Danke für´s Mitnehmen.

Sonnige Zeiten
gerwulf

deedee am 28 Dez 2016 20:59:40

Merci, Leute, für die Blümchen .... Wenn euch gefällt dann gefällt mir erst recht .....

mantishrimp am 28 Dez 2016 22:59:40

Hallo,

ein schöner Bericht und das mit dem Türschloss kommt mir bekannt vor, sowas kann auch auf der zweiten oder dritten Tour mit einem neuen Laika passieren...

kedi3001 am 29 Dez 2016 09:13:50

Hallo Deedee,

vielen Dank für den lustigen Bericht. Als du ihn eingestellt hast, konnte man leider noch nicht kommentieren (warum weiß ich nicht).
Er ist amüsant zu lesen und schildert auch mal Mißgeschicke.
Übrigens hatten wir vor ein paar Jahren bei unserem ersten Urlaub mit einem in D geliehenden Mobil (vorher waren wir nur in den USA und dort ist ja bekanntlich doch etwas geräumiger) an der gleichen Stelle in Corneilhan eine kleines Mißgeschick - das Navi hat uns auch fehlgeleitet und wir sind in dieser engen Gasse gelandet. Leider hat das Mobil dann etwas aufgesetzt, es ist aber kein größerer Schaden entstanden. Aber als Anfänger hat es uns doch ganz schön in Panik versetzt. :sniff:

LG
Conny

rolf51 am 29 Dez 2016 09:34:35

Hallo,
ein schöner Bericht!
Nur frage ich mich warum Du in die Straße gefahren bist obwohl die max. Breite angezeigt worden ist?

Asterixwelt am 29 Dez 2016 11:08:20

Hallo Dee Dee,

danke für Deinen Bereicht, will 2018 Spanien testen für Überwindern ab 2019.


Michael

zeus am 29 Dez 2016 11:37:10

Auch ich habe den Bericht mit Interesse und einem Schmunzeln gelesen. Hat mir sehr gefallen.

Flatus am 29 Dez 2016 11:57:46

... und auf einem der Bilder von Tournon sur Rhone ist sogar die einzigartige Brücke zu sehen.
Allein schon deswegen hätte sich die Fahrt dahin gelohnt. :razz:

Gruss Flatus
.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Impressionen unserer Sommerreise nach Frankreich
Frankreich Traumurlaub mit Hund
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2017 AGB - Kontakt