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Mit Hunden im Baltikum - Erfahrungen


trevor2 am 22 Okt 2016 22:12:52

Aufgrund einiger Nachfragen nach einem neuen Reisebericht unserer dritten Baltikumreise diesen Sommer werde ich Euch stattdessen von unseren Erfahrungen mit der Mitnahme unserer drei Hunde ins Baltikum berichten.

Im Vorfeld stand bereits seit letzten Sommer fest, wir nehmen im nächsten Sommer unsere Hunde mit. Wir haben 2015 ja zum ersten Mal die Fähre Kiel-Klaipeda genommen und uns da bereits genau angeschaut, welche Anforderungen an die mitfahrenden Hunde gestellt werden. Nachdem wir das erlebt und auch mit anderen Hundebesitzern gesprochen hatten, stand unser Entschluss fest, dass wir unseren Hunden die Fähre in jedem Fall zumuten können.

Gesagt getan, die Hundemitnahme und damit Hundekabine der DFDS-Fähre Kiel-Klaipeda kann man nur telefonisch direkt bei DFDS buchen, da nur drei Hundekabinen pro Überfahrt zur Verfügung stehen. Daraus kann man auch schliessen, dass man recht früh buchen muss. Wir buchten im November 2015 und konnten da schon nicht mehr unseren Wunschtermin bekommen. Das gilt allerdings nur für die Hauptsaison Juli/August.
Die Kosten pro Hund sind derzeit € 40,- pro Überfahrt, d.h. hin und zurück € 80,- pro Hund. Also bei drei Hunden schon eine Stange Geld.

EU-Einreisebestimmungen für Hunde ins Baltikum findet Ihr hier... --> Link Kurzgefasst ein EU-Impfpass mit Chipdaten und der Hund muss gechipt sein. Heutzutage sind das die meisten Hunde und wer einen Hund vom Tierschutz hat, hat auch automatisch meist einen EU-Impfausweis für den Hund. So war es bei uns auch. Die Impfungen müssen natürlich alle gültig sein, besonders Tollwut. Und ein besonderer Zeckenschutz (Spot On, o.ä.) ist sehr zu empfehlen. Sowie für Menschen ja auch die Zeckenimpfung fürs Baltikum zu empfehlen ist.

So vorbereitet starteten wir also Ende Juni zum dritten Mal für 4,5 Wochen ins Baltikum. Dazu schreibe ich morgen weiter...

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Jonah am 22 Okt 2016 22:21:13

trevor2 hat geschrieben:Die Impfungen müssen natürlich alle gültig sein, besonders Tollwut.


Ist es nicht nur Tollwut, oder was für eine andere Impfung wird da bei der Einreise noch verlangt?

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

trevor2 am 23 Okt 2016 09:46:52

Hallo Jonah,

ja, verlangt für die Einreise wird nur Tollwut. Es gibt allerdings eine Reihe Krankheiten, die mit dieser jährlichen Kombi-Impfung abgedeckt sind, wogegen zu impfen sehr empfehlenswert ist für das Baltikum - besonders bei jungen Hunden.

Übrigens, wir wurden kein einziges Mal nach unseren EU-Heimtierausweisen gefragt. Weder beim Einchecken auf der Fähre, die meinten nur, wir müssten damit rechnen in LT, LV und EE kontrolliert zu werden. Noch später irgendwann mal...

Trotzdem natürlich unbedingt dabeihaben. :wink:

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trevor2 am 23 Okt 2016 10:54:59

So, jetzt geht es weiter.

Kurz zu unseren Hunden und unserer Vorabplanung.
Da wir zwei junge, unerfahrene Hunde (Louis, 3 J., Podenco-Mix und Tuuli, 1,3 J., Labbi-Mix) dabei hatten, wollten wir dieses Mal die großen Städte meiden. Und unsere alte Labbi-Hündin Emma (16 J.) braucht immer Schonungsmöglichkeiten, wenn sie nicht mehr kann. Da wir gerne Fahrrad fahren brauchten wir beide Hundeanhänger, weil Emma überwiegend fährt und die jungen auf längeren Touren auch mal zwischendrin fahren sollten. Die mussten also irgendwie auch noch mit. Das stellte Felix (unseren Packmeister!) vor Herausforderungen. Der kleine Anhänger passt zusammengeklappt ja gerade in unsere super schmale Heckgarage - schon oft erprobt. Der breite kam kurzerhand zu den beiden Fahrrädern auf den Übler-Fahrradträger mit drauf, genauer gesagt dahinter, quasi auf die Anhängerkupplung (bevor jetzt jemand aufschreit, unsere hat sehr viel Stützlast).

Der dritte Punkt ist die Verfressenheit zweier unserer Hunde (Tuuli, Emma) und die allgemeine Haltung Hunden gegenüber im Baltikum. Deshalb wollten wir unbedingt unsere Maulies (Hundemaulkörbe aus Biothane, maßgeschneidert, Fa. BUMAS --> Link) mitnehmen. Und für unsere beiden jungen Hunde noch Schleppleinen. Dazu jede Menge Geschirre, Ersatzhundedecken, Näpfe, Handtücher zum Trockenrubbeln, genügend Hundefutter, Regenplanen zum Abdecken der Hundeanhänger, etc. Die Hundeleute unter Euch wissen, was man da immer so alles mitschleppt! :wink: Für Felix und unseren kleinen Trevor eine große Herausforderung, dies alles noch zusätzlich zu unserem anderen Kram mitzubekommen. Aber wie jedes Mal schaffte Felix es aber problemlos und so konnte die Fahrt Ende Juni beginnen...

Mehrmals übrigens auf der Reise ernteten wir großes Erstaunen von anderen Womobesatzungen, was wir alles aus Trevor herausholten und vor allem zu wievielt wir in Trevor lebten. Klar war es enger als ohne Hunde, aber erstaunlich unproblematisch und sehr gut zu machen.

Leider war unser Start einer der heissesten Tage des Frühsommers mit 36°C. Schon während der Hinfahrt holten wir Emma, unsere 16 Jahre alte Hündin nach vorne. Sie lag damit direkt unter meinen Füssen und an der Klimaanlage, die leider nur im Führerhaus vorhanden ist. Für die beiden jungen Hunde (Louis, 3 J. und Tuuli, 1,3 J.) war es aber kein Problem und je länger wir fuhren wurde es auch immer kühler im Aufbau. In Kiel mussten wir dann 1,5 Std. bis zur Verladung warten. Da wir die Räumlichkeiten des Terminals und das ganze Prozedere ja inzwischen kannten, beschloss ich mit Emma im doch etwas kühleren Terminal zu warten und auch wegen weniger Treppensteigen mit dem Bus mit ihr auf's Schiff zu gehen. Das war eine sehr gute Entscheidung! Die anderen harrten in Trevor in der prallen Sonne aus, bis es für sie losging mit dem Verladen... wie letztes Mal kam Felix mit den beiden ca. eine Stunde nach Emma und mir an Bord. Wir hatten inzwischen unsere 'Hundekabine' inspiziert - tiptop mit eigenem Bad - wir waren überrascht über soviel Komfort. Letztes Mal hatten wir ja Ruhesessel... :roll: Für die Hunde empfiehlt es sich eine Hundedecke mitzunehmen, da sie sonst auf blankem Boden liegen müssen.

An Bord durften die Hunde draussen überall hin, drinnen nur in die eigene Kabine, d.h. nicht ins Restaurant, etc. Für uns kein Problem, wir hatten sowieso wieder unseren Proviant mit und speisten an Deck gemütlich im Sonnenuntergang. Man kann natürlich den Hund auch alleine in der Kabine lassen und speisen gehen.

Was die Hinterlassenschaften der Hunde angeht, so können sie oben auf dem Hubschrauberlandedeck pinkeln und ihre Haufen machen. Die BesitzerInnen müssen es natürlich wegmachen. Und das gestaltete sich auf der Hinfahrt bei viel Wind sehr schwierig, denn man musste sehr schnell sein, damit die Pfütze sich nicht schon einen eigenen Weg suchte... :wink: :D Felix war so sicherlich ein sehr guter Unterhalter für die anderen Passagiere, wie er von einem Klopapierfetzen zum Aufwischen auf den nächsten sprang - und dabei noch drei Hunde an der Leine. Leider war ich bei der Aktion nicht dabei, kann es mir aber lebhaft vorstellen... :wink: :)

Was den Stress der Fährüberfahrt betrifft, der ist für Hunde absolut machbar. Wir hatten ja einen wirklich ängstlichen Tierschutzhund dabei (Louis), um den wir uns diesbezüglich als einzigem richtig Sorgen gemacht hatten - völlig überflüssig. Er legte sich unter die Bank und beobachtete von dort die vorbeigehenden Menschen mit Abstand und nach kurzer Zeit schlief er ein, genau wie Emma. Tuuli hingegen liess sich von zig Passagieren durchkraulen und konnte garnicht genug bekommen. In der hellhörigen Kabine nachts dachten sie zunächst, sie müssten uns bewachen ob der vielen Geräusche. Nach klarer Ansage unsererseits hörte das aber sofort auf und sie schliefen wie die Murmeltiere. Nur das Pinkeln und Häufchen machen dauerte etwas. Am späten Abend konnten sie sich noch nicht dazu durchringen. Erst am frühen Morgen (gegen 4.00 Uhr) musste einer und so ging Felix mit allen dreien raus. Nachdem er erst genervt vom frühen Aufwachen war, so genoss er dann doch die tolle Stimmung in der Morgendämmerung und das menschenleere Deck. Und alle drei verstanden, dass das nun mal so ist, dass sie jetzt nur dort ihre Geschäfte machen können und dann klappte es auch. Auf der Rückfahrt haben wir jedoch eine Fütterung vor Fahrtbeginn ausgelassen der Einfachheit halber. Die Rückfahrt gestaltete sich dann noch einfacher und es war auch kaum windig. Und unsere Hunde waren noch relaxter, wobei das bei Emma und Tuuli eh' garkein Problem war. Und Louis war auf der Rückfahrt auch genauso entspannt wie an Land.

Hier ein paar Fotos von unseren Fährfahrten hin und zurück...












trevor2 am 23 Okt 2016 11:09:40

Hier nochmal die Fotos mit Bildunterschriften... war wieder einmal zu spät mit der letzten Änderung... ist bisschen nervig, dass das zeitlich limitiert ist.


Warten aufs Einschiffen bei großer Hitze 36°C...


Tuuli wartet geduldig...


Unsere Hunde waren 'die' Attraktion an Bord. Tuuli genoss es sichtlich! :wink:


In der Kabine...


Morgendämmerung auf dem 'Pinkeldeck'...


Rückreise mit tiefenentspannten Hunden...


Kurz vorm Anlegen in Kiel...

trevor2 am 23 Okt 2016 11:12:50

Noch eins zur Erklärung vielleicht...
Weil Louis so ängstlich ist, haben wir grundsätzlich die Doppelsicherung mit Halsband und Geschirr. Für Tuuli haben wir es auch zur Sicherheit so gemacht. Und Emma trägt ihr 'Tragegeschirr', damit können wir sie notfalls Treppen hoch und runter mittragen. Hat sich bewährt!

So, später weiter... muss bisschen arbeiten.

Jonah am 23 Okt 2016 12:21:17

Das Web Master Harness habe ich auch für meine alte Hündin gekauft, damit kann ich sie beim Treppensteigen ganz gut unterstützen. Bin schon gespannt, was ihr unterwegs mit Hund so erlebt habt.

traveldog am 23 Okt 2016 14:41:27

Das sind schon bis dahin super Hinweise und schöne Fotos, vielen Dank !
Wir planen ebenfalls eine Sommerreise ins Baltikum und weiter auf dem Landweg nach Finnland mit unseren 3 Tierschutzhunden. Bisher hatte ich gedacht, wir müssten den Landweg nehmen und die Fähre ab Kiel wäre nix für uns. Die Meinung ändert sich eben ... :)

VG,
Traveldog

trevor2 am 23 Okt 2016 15:59:46

Hallo Jonah,
ja das Webmaster Harness ist wirklich sein Geld wert. Wir nutzen es täglich für die treppe hier zuhause für Emma, echt klasse!

Hallo traveldog,
das freut mich. Das war auch eine Intention, den Bericht zu schreiben, denn wir trafen dieses Jahr viele, die wegen ihres/r Hunde/s den Landweg auf sich genommen hatten... das ist aber eben garnicht nötig.
Unsere drei sind auch alle drei vom Tierschutz übrigens. :wink:

So, jetzt gehts gleich weiter...

trevor2 am 23 Okt 2016 17:38:11

Nach unserer Ankunft in Klaipeda gings gleich weiter Richtung Estland.

Wir wollten dieses Jahr ja vor allem in Estland unseren Urlaub verbringen und unser bisher gelerntes Estnisch anwenden. Speziell war unser Plan auf die westlichen Inseln und in die westlichen Küstenregion zu fahren und uns diesmal auch mal länger an einem Platz aufzuhalten.

Mit Zwischenstopp in Südlettland (Nähe Schloss Pilsrundale, Bauska) ging es am nächsten Tag mit weiträumiger Umfahrung von Riga (schweren Herzens, aber wollten wir dieses Jahr unseren Hunden noch nicht antun!) gleich an die Südwestküste Estlands zu einem RMK-Platz, auf dem wir schon in den beiden letzten Jahren gewesen sind. Dort erholten wir uns erstmal von den Hinfahrtstagen/-nächten , die Hunde konnten sich ohne Nachbarn (wie auf einem offiziellen Stellplatz/CP) akklimatisieren und wir überlegten, wie wir weiterfahren wollten. Da es mit den Hunden problemlos klappte, reifte unser Plan gleich weiter nach Haapsalu zu fahren (CP Pikseke) und dort nach ein, zwei Tagen aufgetankt und entsorgt auf die Inseln aufzubrechen. Noch waren wir unentschieden ob Vormsi oder doch nochmal Hiiumaa, wo wir vor zwei Jahren schon mal waren.

In Haapsalu verbrachten wir dann drei Tage, fuhren viel Fahrrad, denn das kann man dort so prima, Tuuli lernte schwimmen und wir entdeckten endlich den Bioladen, den wir letztes Jahr nicht gefunden hatten. Natürlich gab's den ersten Lachs, wir kauften Kama und andere estnische Leckereien im Rimi und genossen Estland in vollsten Zügen und entspannten auf dem CP mit den ersten sehr netten Hundenachbarn aus Deutschland...

Nachdem wir das super spannende EM-Spiel unseres Favoriten Island gegen England gesehen hatten, brachen wir am nächsten Tag auf zur ersten Insel. Wir hatten uns zunächst doch nochmal für Hiiumaa entschieden. Die Fähre nach Heltermaa geht ca. 20km vor Haapsalu von Rohuküla aus alle 1,5 Std. ab. Da das Buchen eines E-Tickets nicht geklappt hatte, versuchten wir es so. Und diesmal hatten wir Glück - die nächste Fähre nahm uns gleich mit.

Bei dieser Fährüberfahrt, die ca. 1,5 Std. dauert, liessen wir die Hunde in Trevor. Das fanden sie nicht soo toll, aber es ist einfach zu eng auf der kleinen Fähre und viel zu viele steile Treppen für Emma. So bekam jede/r kurzerhand einen Knochen und den Rest der Zeit schliefen sie dann wohl, denn wir hörten keinen Mucks mehr, wenn wir mal zwischendrin nachschauten. Dafür war die Freude natürlich riesig, als wir schliesslich wiederkamen.

Auf der Insel angekommen ging es erst nach Kärdla einkaufen und anschliessend war unser Ziel der Westen der Insel, weil wir den noch nicht so gut kannten. Hier verbrachten wir fünf Tage freistehend an verschiedenen Plätzen. Es war seeehr schön. Doch irgendwann rief unser Wassertank und das Grauwasser und die Toilette wollten auch entleert werden - also hiess es wieder nach Kärdla zum Auftanken und Entsorgen (jetzt am Sadam/Hafen in Kärdla möglich). Dort blieben wir dann auch zum Duschen, etc. gleich mal zwei Tage und unternahmen von dort Radtouren rund um und durch Kärdla. Das ist dort sehr gut möglich und sehr entspannt. Unter anderem besuchten wir dort auch den Wochenmarkt und konnten hier endlich mal am Stück estnisch sprechen, denn die alte Bäuerin, die ihr Gemüse dort verkaufte sprach weder Englisch noch Deutsch.

Und hier hatten wir auch ein für die ganze Zeit symptomatisches Erlebnis mit den Esten bezogen auf unsere Hunde... Es war recht warm an dem Tag und als wir unsere Fahrräder mit den Hundewagen im Schatten an einem Baum am Rande des Marktes parkten, kam eine junge Frau aus einer der Verkaufsbuden angelaufen und fragte, ob unsere Hunde Wasser haben möchten. Wir waren zwar noch nicht lange unterwegs und hatten selbst Wasser und Napf dabei, aber wir wollten es ihr nicht abschlagen so wie sie die Hunde anschaute. :wink: So nahm sie eine Schale aus ihrem Verkaufsangebot, lief quer über den Markt zum Wasserhahn und holte Wasser für unsere drei. Tuuli machte ihr natürlich auch gleich schöne Augen. Inzwischen kamen immer mehr Esten von den anderen Ständen herbei und bestaunten unsere Hunde und/oder die Anhänger, oder... jedenfalls war eine sehr herzliche Stimmung! Leider sprach die junge Frau sehr gut Englisch und antwortete auf unsere (teilweise etwas mühsam) in estnisch gestellten Fragen auf Englisch - wie übrigens auch die meisten später. Ebenfalls symptomatisch auf dieser Reise leider! Die Esten können sich eben nicht vorstellen, dass AusländerInnen Spaß an ihrer Sprache haben. Sie sind es gewohnt eine Fremdsprache zu sprechen und ihr Englisch ist im übrigen zumindest bei den Jüngeren unserem meist haushoch überlegen...

Wir haben auch später immer wieder sehr viel Wohlwollen unseren Hunden gegenüber erlebt - was wir so garnicht erwartet hatten, denn die Hunde in den baltischen Ländern sind meistens Hof- und Wachhunde und liegen dafür an Ketten. Freilaufende Hunde haben wir im ersten Jahr höchstens dreimal gesehen. Einmal davon wurde Felix ja damal von dem freilaufenden (Wach-)Hund im Beisein seines Herrchens richtig heftig gebissen. :eek: Wir hatten in den beiden ersten Jahren beobachtet, dass die Esten fremden Hunden gegenüber (wahrscheinlich aufgrund ähnlicher Erfahrungen wie Felix sie gemacht hatte) sehr vorsichtig sind. Deshalb hatten wir auch die Maulies mit um die Menschen zu beruhigen - vor allem in Bezug auf den großen schwarzen Hund Emma. :wink: Aber das schien zumindest hier nicht nötig. Auch später riefen sich öfter mal Menschen gegenseitig zu, wenn wir vorbeifuhren und zeigten auf unsere Hunde 'Koerad!' (= Hunde). Das war wirklich toll, weil wir mit viel mehr Ablehnung gerechnet hatten.

Am Ende unserer Hiiumaa-Zeit besuchten wir noch 'Vanaj~oe Org' (die Schlange muss eigentlich über das 'o') eine klitzekleine Schlucht, die unter strengstem Naturschutz steht und wo in einem Projekt europäische Nerze wiederangesiedelt werden. Dort ist auch ein RMK-Platz, auf dem wir eine Nacht standen. Davor waren wir noch ein paar Tage im Norden auf der 'Tahkuna poolsaar' (= Tahkuna Halbinsel) auf einem wunderschönen CP direkt am Meer mit seeehr netten Betreibern. Der CP heisst 'Randmäe Caravan- und Trailer-Park'. Von dort unternahmen wir auch wieder mehrere Fahrradtouren, zB. zum Tahkuna-Leuchtturm, zum 'Mikli Talumuuseum' (ganz alter Hiiumaa-Schweden-Bauernhof, jetzt Museum) und zum 'Ristimägi', dem estnischen 'Berg der Kreuze'. Letzterer ist typisch estnisch einfach in einem Waldstück und die Kreuze macht jede/r selbst mit Naturmaterialien. Zudem ist dieser historische Ort überhaupt nicht vermarktet wie der litauische bei Siauliai, wenngleich er eine garnicht unähnliche Ursprungsgeschichte hat. Hier ist es die Vertreibung der Hiiu-Rootsi (= Hiiumaa-Schweden) durch die russische Zarin im 17. Jhdrt. Vor ihrer Deportation hielten sie an diesem Ort den letzten Gottesdienst ab. Seitdem wird für viele, die aus welchen Gründen auch immer Hiiumaa verlassen müssen dort ein Kreuz aufgestellt. Es ist wunderschön dort in dem Wald und wir waren dort an einem sonnigen Vormittag mitten in der Hauptsaison ganz alleine - undenkbar in Siauliai! :wink:

So, bevor ich weiter erzähle, hier erstmal ein paar Bilder von unseren zwei Wochen auf Hiiumaa...


Einer unserer Freistehplätze direkt am Meer auf Hiiumaa...


Was für eine Aussicht beim Fressen - wenngleich es Emma völlig egal scheint, hauptsache der Napf ist gefüllt... :wink:


Emma erkundet die Gegend auf der Suche nach etwas Fressbarem...


Sonnenuntergang - einer von vielen und jeder schöner als der vorherige!!! Das ist das Baltikum im Sommer... Tuuli und Louis fragten ständig, wie lange das denn jetzt noch dauert und wann wir endlich wieder gemeinsam 'auf die Jagd' gehen...nur Emma konnte die Sonnenuntergänge immer ganz entspannt geniessen!


'Ankommen' auf dem 'Randmäe Caravan- und Trailer-Park in Mangu, Hiiumaa...


Louis und das Meer...


Felix pflückt Blaubeeren, die dort überall in Hülle und Fülle wachsen...


Tuuli und Louis haben sich das ca. 5 Minuten angeschaut, dann fingen sie auch an Heidelbeeren zu pflücken - auf ihre Art. Sozusagen direkt ins Maul. Sie zuzelten sie richtig ab von den Pflanzen, wirklich faszinierend! Vor allem hatten sie sich vorher nie dafür interessiert, erst als Felix sie pflückte... wir haben uns schlapp gelacht! Hinterher hatten sie richtig blaue Mäuler... :wink: Nur Emma interessierten die Heidelbeeren garnicht.


Auf dem Weg zum Tahkuna-Leuchtturm...


Im Café vom Tahkuna-Leuchtturm, das seit zwei Jahren von ein paar jungen Esten sehr engagiert aber wohl nicht so gut besucht betrieben wird. Wir haben gleich mal den Umsatz angekurbelt und konnten sogar ein paar Sätze mit den jungen Leuten Estnisch sprechen, bis einer dann auf Englisch weiter sprach... :|


Im Wald von 'Vanaj~oe Org' am Morgen nach unserer Übernachtung. Noch sind keine anderen Menschen dort, der RMK-Platz war aber sehr frequentiert - allerdings ausschliesslich von Esten.

So, später weiter. Jetzt muss ich erstmal wieder bisschen arbeiten...

leoline am 23 Okt 2016 18:23:07

Was für ein toller Bericht! Vielen Dank! Eure Hunde sind echt klasse.
Muß ja wirklich ein schöner Urlaub gewesen sein. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Ich würde mich da mit unserem Hund nicht hintrauen (hätte Angst vor den Krankheiten und Zecken, und impfen lassen wir nur Tollwut, es gibt einfach zuviele Impfschäden). Der Zeckenmagnet bin eigentlich aber ich, habe regelmässig welche :cry: .

trevor2 am 23 Okt 2016 19:17:15

So, es geht weiter.

Von Hiiumaa fuhren wir dann weiter auf die Insel Saaremaa. Dazu nimmt man in Söru die Fähre nach Triigi. Auch diese Überfahrt dauert ca. 1,5 Std. und auch bei dieser Überfahrt liessen wir aus oben genannten Grpünden die Hunde in Trevor. Diesmal waren sie schon deutlich entspannter. Ausser einem kurzen protestierenden Gebell von Emma, das sie immer zuerst anfängt wenn ihr dämmert, dass wir etwas ohne sie unternehmen möchten, war die ganze Überfahrt nichts mehr zu hören.

Auf Saaremaa reisten wir zunächst die Nordküste entlang, besuchten 'Mustjala Mustard' --> Link und deckten uns mit den köstlichen Chutneys und Senfen ein, die es dort gibt. Diese Senf-Manufaktur (übrigens Slow Food-Mitglied) wird von zwei Deutschen betrieben, die vor acht Jahren nach Saaremaa auswanderten. Über die Möglichkeiten in Estland zu leben und arbeiten unterhielten wir uns ausgiebig, denn mein Traum ist es ja immer noch, ebenfalls irgendwann nach Estland auszuwandern. Sie waren jedenfalls ganz angetan davon, dass wir Estnisch lernen und meinten, damit hätten wir schon die Voraussetzung für eine Umsiedlung erfüllt... :wink: :D

Wir übernachteten erstmal wieder ein paar Nächte frei im Norden der Insel, bevor wir dann Richtung Südosten fuhren. Zwischendrin machten wir aber noch einen Stop im 'Söögi Maja' in Lümanda --> Link- Tipp von den Ex-Dortmundern (jetzt 'Mustjala'). Das Söögi Maja ist ein wirklich uriges estnisches Gasthaus mit der typisch estnischen (teilweise recht deftigen) superleckeren Küche! Wer mal wirklich richtig estnisch essen gehen möchte, dem sei das Söögi Maja (= 'Essenshaus') sehr zu empfehlen. Es wird überwiegend von Esten besucht und ist meistens rappelvoll, also besser Tisch vorbestellen wenn man sicher einen Platz haben möchte. Achja, Hunde mit reinnehmen war überhaupt kein Problem! Wir nahmen einen Tisch ganz in der Ecke und so hatte Louis Ruhe und alles war völlig entspannt. Wir schlemmten wirklich und das noch dazu für extrem wenig Geld. Leider haben wir weder das Söögi-Maja noch das tolle Essen fotografiert. Sieht man aber auf der verlinkten Seite. Sie machen alles frisch und selbst - steht auch im Vorwort in der Karte. Es gibt ausschliesslich regionales (und teilweise auch bio) und saisonales Essen. Wir werden sicher im kommenden Sommer dort wieder einen Besuch einplanen und das Fotografieren dann nachholen. :wink:

Nach einer einzelnen Übernachtung auf einem 'Puhketalu' (= Urlaubsbauernhof) in Risku, wo wir endlich mal wieder mehr Estnisch sprechen konnten zwischen den englischen Brocken des Landwirtes und Besitzers, ging unsere Fahrt weiter nach Tehumardi, wo wir 2014 schon einmal waren. Leider ist der Inhaber letztes Jahr im Alter von Mitte Vierzig verstorben, aber seine Frau und sein Sohn und der Schwiegersohn managen jetzt den Platz. Die Atmosphäre ist dort immer noch sehr nett, wenngleich der Platz inzwischen recht frequentiert scheint. Gleich zwei geführte Womo-Gruppen kamen mit insgesamt 45 Mobilen angerauscht - da wurde es etwas enger. Trotzdem ist es ein sehr weitläufiger Platz und wunderschön gelegen. Wir blieben gleich fünf Tage dort.

Einen Tag nach uns kamen Hanne (Forumsmitglied 'hantomi') und Thomas mit Labbi Moritz und zweitem Hund nach Tehumardi. So standen wir eine Nacht nebeneinander und hatten einen sehr netten gemeinsamen Abend :) , bevor die vier am nächsten Morgen wieder abreisten. Hanne hatte uns einen Tag vor unserem Tehumardi-Aufenthalt in Kuressaare beim Einkaufen auf dem Parkplatz entdeckt und angesprochen. Das war das erste Mal, dass wir Forumsmitglieder unterwegs getroffen haben und noch dazu so nette - wir haben uns echt gefreut!!! Leider haben wir auch hier keine Fotos gemacht...

So, jetzt erst nochmal ein paar Fotos von Saaremaa, bevor wir in Etappen die Rückreise antraten...


Louis und Tuuli geniessen die Aussicht am Panga Pank...


Gassigehen mit solcher Aussicht... HERRLICH! An der Nordküste von Saaremaa...


Bei Hitze liegen unsere drei im Schatten...


Louis schläft notfalls auch auf der Plane. Ankunft in Tehumardi... :wink:


Emma in der mobilen Hundehütte... unsere Hundeanhänger haben sich wieder bestens bewährt! :ja:


Hier noch eine Schlafvariante... notfalls passt man auch zu zweit in die Hundebox von Tuuli... :wink: :D


Auf Fahrradtour unterwegs... Tuuli darf aufgrund ihres Alters nur max. 5km mitlaufen, den Rest muss sie im Hänger mitfahren. Sehr zu ihrem Verdruss - aber für ihre Knochen und Sehnen ist es vorerst besser so!


Fahrradtour von Tehumardi aus... wir haben sogar Seeadler in 20m Entfernung gesehen!


Gassigehen am Morgen in Tehumardi...


... und dann eröffnet sich nach 500m dieser Blick... :ja:

trevor2 am 23 Okt 2016 19:25:31

Später weiter...

trevor2 am 23 Okt 2016 22:15:02

Danke, Maja, für den netten Kommentar!

Ich denke, unsere Hunde sind ganz normale Hunde - wenngleich sie natürlich für uns persönlich ganz besondere sind! :wink: :)

Das mit den Impfschäden haben wir in 30 Jahren Hundehaltung gottseidank noch nie erlebt. Zecken, ja, da muss man im Baltikum wirklich aufpassen - besonders wenn man so in der freien Natur campt wie wir ja überwiegend. Auf Stellplätzen/CP ist die Gefahr sicher nicht so hoch. Deshalb sind wir FSME-geimpft und wir hatten die Hunde nur für den Urlaubszeitraum mit dem (angeblich) wirkungsvollsten derzeit auf dem Markt befindlichen Spot On 'Advantix' gegen Zecken 'gedopt'. Hat auf jeden Fall geholfen, kein Hund hatte auf der ganzen Reise eine Zecke. Wir haben uns selbst fast täglich gegenseitig abgesucht, hatten aber auch beide gottseidank keine einzige Zecke.

So, morgen kommt der restliche Bericht.

Head ööd, Anne

Jonah am 24 Okt 2016 00:54:36

Super schöne Fotos, mit dem Wetter habt ihr aber richtig Glück gehabt, in welchem Monat seid ihr denn dort gewesen?

trevor2 am 24 Okt 2016 08:11:51

Hallo Jonah,

grundsätzlich ist es im Juli/August im Baltikum herrliches Sommerwetter. Das war auch in den letzten beiden Jahren so. Dieses Jahr war es allerdings zum ersten Mal etwas durchwachsener, d.h. auch mal bewölkt und kühler, mal ein Gewitter und zweimal kurz Regen. Uns hat das nicht gestört. Das Wetter ist wie es ist und man muss dann immer gucken, was man draus machen kann. Wir sind auf jeden Fall immer für alle Wetterlagen gerüstet. :wink:

trevor2 am 24 Okt 2016 08:50:29

So, nun der restliche Bericht.

Nach dreieinhalb Wochen Inselleben kam unweigerlich der Heimweg, die Fähre 'rief', aber wir wollten sie noch nicht so recht hören. :wink:
Zunächst nahmen wir Abschied aus Estland und fuhren wieder über Pärnu die jetzt fertiggestellte perfekt ausgebaute Via Baltica runter bis kurz vor Riga.
Wir hatten beschlossen, noch zwei Tage auf dem CP Leiputrija in Ilkene zu verbringen.
So bogen wir also von der Via Baltica ab und fuhren wie vor 2 Jahren die 10km durch das Militärgelände, das dieses Jahr fest in NATO-Hand war, bis wir auf dem CP Leiputrija ankamen.
Dort verbrachten wir noch einen Entspannungstag um dann immer weiter unaufhaltsam Richtung Fähre zu fahren. Unser nächster Stop war nochmal bei Bauska und dann suchten wir noch einen Platz für die letzten zwei Übernachtungen bei Klaipeda.

Zunächst suchten wir einen CP von Hünerfeld empfohlen raus in Svencele. es war der totale Reinfall wie leider wieder einiges aus seinem Reiseführer. Diesmal war es ein elitärer Surferplatz mit entsprechenden Preisen. Unbrauchbar für uns.
Kurze Überlegung wohin nun und dann kamen wir auf Vente, wo wir vor zwei Jahren unsere erste Nacht im Baltikum direkt am Haff auf einem Picknickplatz frei gestanden hatten. Damals war die ganze Landspitze eine riesige Baustelle, denn die Ornithologische Station wurde komplett erneuert. Dieses Projekt war nun abgeschlossen und die Station und ein Museum und andere touristenwirsame Sachen fertiggestellt. Dementsprechend war der Andrang riesig. Leider war unser Picknickplatz ca. 300m vor dem nun offiziellen Parkplatz jetzt verboten für Fahrzeuge. Der Parkplatz an der Station sollte zwar laut Hünerfeld als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfüguing stehen, wir wurden dort aber weggeschickt mit der Aussage, das ginge dort nicht. Nun war guter Rat teuer. Inzwischen war es schon Abend geworden und in der Nähe war nur der CP Ventaine, von dem wir aber wussten, dass Hunde dort nicht erlaubt waren. Ich ging trotzdem fragen und siehe da, es gibt zwei Plätze am Rand des CP, wo man mit Hund stehen darf. Allerdings darf man sich mit Hund nirgendwo auf dem CP bewegen (Restaurant, Strand, Hafen - alles verboten). Und es war der einzige Platz im ganzen Baltikum, wo wir für die Hunde etwas extra bezahlen mussten. Da es inzwischen schon zu spät war und wir keine Lust hatten noch weiter zu suchen, blieben wir dort. Mit den drei Hunden sollten wir pro Übernachtung € 32,- zahlen. Sie erließen uns dann € 4,00, sodass wir € 60,- für die letzten beiden Übernachtungen zahlten - unsere teuerste Übernachtungsgebühr in all' den Jahren dort. Da wir in diesem Urlaub aber soviel freigestanden hatten, gönnten wir uns den Ausklang des Urlaubs zumal nochmal ausgiebig duschen auch nicht schlecht war. Und wir lernten nochmal sehr nette Menschen kennen, mit denen wir jetzt noch Kontakt haben.

Am Di, 26.07. fuhren wir wieder auf die Fähre und am 27.07. waren wir abends wieder zuhause. Achja, auf der Fähre zurück stand bereits fest, dass es nächsten Sommer wieder nach Estland geht. Fähre ist jetzt auch schon gebucht, wir starten am Mo, 19.06. von Kiel aus. Wir wollen erstmalig Jaani (Mittsommer, im Baltikum heisst es 'Johanni') in Estland mitfeiern. Darauf freuen wir uns ganz besonders und unser Estnisch ist dann ja noch ein Jahr besser hoffentlich. Zumindest lerne ich ordentlich weiter... :wink: :ja:

Hier noch die letzten Fotos...


Emma auf dem Weg zur Gauja vom CP Leiputrija aus...


An der Gauja, Lettlands schönstem Fluss... 300m ist es vom CP Leiputrija durch den Wald bis hierher an die Gauja. Es ist herrlich dort! Nur leider spielte das Wetter an diesen beiden Tagen in Ilkene nicht ganz mit, es war die ganze Zeit grau verhangen und teilweise auch regnerisch. Dadurch war das Licht aber auch ganz besonders an der Gauja...


Eine Anlegestelle mit Feuerplatz für Kanuten, die auf der Gauja paddeln...


Louis an der Gauja...


An der Gauja...

So, ich schreibe gleich nochmal was zum Schluss in einen neuen Post.

trevor2 am 24 Okt 2016 09:11:09

So, das war mein kurzer Bericht von diesem Sommer mit den Hunden im Baltikum.

Wer noch Fragen hat, einfach fragen...

Von Felix soll ich noch folgenden Tipp für die Fähre mitteilen:
Für das Wegmachen der Hinterlassenschaften braucht man das Zeug SOFORT griffbereit. Er hatte seinen Rucksack vorm Bauch gebunden und konnte dann sofort in den Beutel greifen. Klopapier und Papierhandtücher von den Toiletten ist das Beste und eigene Kotbeutel.

Noch ein Nachtrag zur Fähre.
Auf dem Rückweg trafen wir ein Pärchen mit einer Kampfhündin (weiss die Rasse grad nicht), die tatsächlich nicht konnte. Deshalb hatte sie dann für die Fährüberfahrt zurück zwei Tage vorher kein Futter mehr bekommen. Auch eine Möglichkeit. Solche Hunde gibt es tatsächlich doch auch, aber ich denke, sie sind in der absoluten Minderheit. Grundsätzlich war unsere Beobachtung, dass die Hundemenschen vieles ganz 'schrecklich' für ihre Hunde fanden und dann ist es natürlich für sie auch schrecklich. Wenn man davon keine große Sache macht, können die Hunde unserer Meinung nach gut damit umgehen.

So, jetzt mache ich Schluss!
Natürlich hätten wir noch hunderte von tollen Fotos ohne Hunde, aber die habe ich diesmal bewusst zurückgehalten. :wink:

Zum Abschied grüßen Euch nochmal Louis und Tuuli... :wink: :)


Vielleicht treffen wir ja im nächsten Jahr den einen oder die andere im Baltikum mit Hunden?

Head aega, Anne

trevor2 am 24 Okt 2016 09:24:57

Jetzt habe ich noch die ganzen Vertipper oben gesehen... kann sie jetzt leider nicht mehr korrigieren. :(

Der CP Leiputrija steht hier schon in der Stellplatzkarte, deshalb mache ich keinen Extra-Link.
Es ist nach wie vor ein sehr netter Platz mit einen total netten Betreiberfamilie!!! Die 10km Anfahrt lohnen sich allemal und wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort.

Noch ein Nachtrag zum Frischwasser.
Im Baltikum gibt es überwiegend eisenhaltiges Frischwasser. Also unbedingt vorher testen. Wer das dann nicht in seinen Tank haben möchte, sollte nach Yachthäfen Ausschau halten. Zumindest an der Westküste und auf den Inseln in Estland gibt es sie zuhauf und hier haben wir bisher immer klares Frischwasser bekommen. Auf Saaremaa gibt es zB. beim CP Tehumardi klares Frischwasser. Auf Hiiumaa nur an den Häfen, zB. in Kärdla oder in Orjaku.

Jonah am 24 Okt 2016 09:58:36

Ein schöner Bericht, hat Spaß gemacht ihn zu lesen, vielen Dank.

frajop am 24 Okt 2016 10:41:16

:top:
Danke für den interessanten Bericht.
Grüße
Frank

eva b. am 24 Okt 2016 14:29:26

Ein schöner Bericht mit tollen Fotos, vor allem von den netten Hundies. Ich hatte viel Freude beim Lesen :dankeschoen:
Eure Ausstattung ist ja wirklich beeindruckend, gleich 2 Hundeanhänger :eek: Die machen einen robusten Eindruck. Was ist das für ein Fabrikat und welche Zuladung haben die? Eure Emma scheint ja kein Leichtgewicht zu sein.

trevor2 am 24 Okt 2016 15:16:52

Hallo Ihr alle,

danke für Eure netten Worte.

ad Eva
Emma ist als Labbi eher ein Leichtgewicht, sie wiegt derzeit 19kg und hat zu Hochzeiten 20kg gewogen (abnehmende Muskelmasse). Alles eine Frage der Relation. Unsere anderen Labbies waren immer etliche Zentimeter größer und 10kg schwerer. :wink:

Die Hundeanhänger kannst Du Dir bei der Amazone anschauen, sie kommen aus den USA und sind die einzigen gefederten Hundeanhänger hier auf dem deutschen Markt. Wir haben sie über einen deutschen Shop --> Link bekommen. --> Link das ist der kleinere Anhänger, den wir bereits seit Herbst 2013 haben und --> Link das ist der große Anhänger, den wir jetzt seit einem knappen Jahr haben. Beide haben Zuladung bis 70kg. Sie haben sich beide absolut bewährt bis jetzt wenngleich kleinere Reparaturen immer mal fällig sind. Wir nutzen die Anhänger aber auch mehrmals wöchentlich. Unser Zubehör: weitere Fahrradanhängerkupplungen für weitere Fahrräder, die dazugehörigen Regenhüllen (die sie aber wohl derzeit nicht mehr im Programm haben???) und die viskoelastischen Matten --> Link. Damit ist man dann für alles gewappnet.
Emma liebt ihren Anhänger und auch die beiden 'Kleinen' gehen inzwischen ganz gerne rein, wenn sie nicht mehr können. Ja, es ist eine große Anschaffung, die sich aber über die Jahre rechnet und vor allem mehr Unabhängigkeit beschert.

Wenn man viel Fahrrad fahren möchte, kommt man als HundebesitzerIn meiner Meinung nach garnicht mehr drumherum, sich Gedanken über einen Anhänger für den/die Hunde zu machen. Sonst verschleissen die Knochen der Hunde einfach zu schnell und bei Hitze finde ich es ehrlich gesagt Tierquälerei, was ich da manchmal in bezug auf Mitlaufen der Hunde am Rad so sehe... es gibt bestimmt noch mehr Gründe. Jedenfalls deshalb haben wir die Hundeanhänger und haben die Anschaffungen bis heute nicht bereut. :ja:

Head aega, Anne

eva b. am 24 Okt 2016 16:15:02

Hallo Anne,
vielen Dank für die detaillierte Auskunft. Eure Hunde scheinen sich ja in den Hängers sehr wohl zu fühlen, wenn sie sie freiwillig als Hütte nutzen. Wir machen nun keine wirklich langen Strecken mit den Rädern, deshalb können unsere Viecher durchaus noch nebenher laufen, aber unser Labbi kommt bald ins Seniorenalter, deshalb schaue ich schon ab und an nach Hängern. Eure gefallen mir auf jeden Fall sehr gut, auch wegen der Federung.
Wir driften etwas ab - eigentlich geht es hier ja um einen Reisebericht :razz: Und der hat mir wirklich gut gefallen.

trevor2 am 25 Okt 2016 13:56:28

Hallo Eva,

ja, unserer alten Hündin Emma kann es immer garnicht schnell genug gehen, dass ich den Hänger aufmache. Schwupps ist sie drin... :lach:

So, nun aber wieder zum Baltikum-Bericht zurück... :wink:

Head aega, Anne

Oxana am 23 Jan 2020 16:12:33

Wir sind ebenfalls mit 3 ex-Strassenhunden im Wohnmobil unterwegs und überlegen uns im Frühling die Baltischen Staaten kennenzulernen. Eure Infos haben uns sehr angesprochen und dabei bestärkt.
Das Foto mit den beiden Blaubeer-pflückenden Hunden hat uns besonders gefallen, denn auch unsere kleine Sizilianerin hat letztes Jahr in Skandinavien das Selber-Pflücken entdeckt :D

trevor2 am 24 Jan 2020 08:34:12

Danke für die nette Rückmeldung, Oxana!

Wir haben unsere drei ja in den letzten Jahren immer dabei gehabt.
Die einzigen 'blöden' Erfahrungen haben wir jeweils mit Deutschen und ihren unerzogenen freilaufenden (!!!) Hunden auf CP gehabt. :roll:

Viel Spaß bei der Planung und berichte dann mal, wie es war.

Unbedingt an die Heimtierausweise denken. :ja: Wir wurden letzten Sommer zum ersten Mal bei der Ausreise kontrolliert in LT. Davor noch nie in all den Jahren...

Head aega, Anne von der Trevor-Crew


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