frankjasper8 am 01 Dez 2016 22:39:53

Den schönen Spätsommer Ende August und Anfang September nutzte ich diesmal für eine schöne Ausfahrt in den Süden Deutschlands. Einige Ziele dieser Reise sollen der Tegernsee, Bad Tölz und der Schliersee sein. Aber schon der Weg dorthin wurde, wie soll´s bei einer WoMo-Reise auch anders sein, zu einem schönen Reiseprogramm.

Ja, ich mache mich mal dran, meine Reise hier zu veröffentlichen. In den nächsten Tagen gibt es hier dann Stück für Stück einen Einblick für die wohl wieder große Lesergemeinde, wo ich war und wie ich die Reise erlebt habe. Ein paar Fotos, ein paar Worte zur Strecke, zu den besuchten Orten und zu den angesteuerten Stellplätzen. Ich entschuldige mich schon mal gleich zu Anfang, wenn das ein oder andere Foto nicht so gut geworden ist. Ich habe mir ein neues Digi-Cam gekauft und mußte mich damit erst einknipsen. Für die z.T. schlechten Wetterfotos kann ich allerdings nichts, die wären bei anderen Fotografen sicher auch nicht besser geworden. :D

So, genug der Vorreden, jetzt geht es los mit meinem

Reisebericht Deutschland:
Womo-Urlaub zwischen Tegernsee und Inntal


Wir schreiben das Jahr 2016 und der Sommer ist schon fast zuende
Meine dritte Reise dieses Jahres soll nach zwei Besuchen an der Nordseeküste nun in den Süden Deutschlands führen

Es ist Ende August und ich hoffe, daß es noch ein paar schöne Tage gibt, wenn ich zu meiner nächsten Wohnmobilreise aufbreche.
Fertig gepackt steht das Wohnmobil am Sonntag, 28. August, vor dem Haus; nur der Fahrer muß noch einsteigen, dann geht es los. Ein Großteil der wohnmobilen Urlauber reist ja sicherlich in diesen Tagen nach Düsseldorf zum "Caravan-Salon". Ich war in den letzten Jahren auch immer dort, aber dieses Jahr wollte ich eine andere Region ansteuern.

Das angepeilte Reiseziel ist diesmal das Bundesland Bayern ganz im Süden von Deutschland. Ein weiter Weg vom südlichen Niedersachsen, also los!

Zunächst führt der Weg über die Autobahn A 7 bis kurz hinter Göttingen zum Kreuz "Drammetal". Ein paar Kilometer befahre ich die A 38, aber bei Friedland fahre ich auf die B 27. Diese Route nehme ich meistens, wenn ich in Richtung Süden will. Die Bundesstraße 27 führt durch das schöne Werratal über Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Bad Hersfeld nach Fulda und man umfährt so die bei vielen Reisenden berüchtigten Kasseler Berge an der A 7.


^ Kurz nach Verlassen der Autobahn A 38 in Höhe Eichenberg an der B 27

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte: Die B 27 war ab Bad Sooden-Allendorf gesperrt und ich mußte daher eine Umleitung fahren. Bei Wendershausen (bei Witzenhausen) stand ich plötzlich vor der rot-weißen Straßensperre. "Na, dett fängt ja jut an!", dachte ich so bei mir und folgte der ausgewiesenen Umleitungsstrecke über Witzenhausen und auf der B 451 um den "Hohen Meissner" herum zur B 7 in Richtung Eschwege. Bei Dietmannshausen kam ich wieder auf die bekannte Strecke der B 27 und gelangte über Bebra und Bad Hersfeld nach Fulda. Aus dem sprichwörtlich heiteren Himmel kam in Höhe Bebra ein starker Regenschauer, der aber genauso schnell vorbei war, wie er gekommen war.
Bei Bad Hersfeld dann noch einmal ein kurzer, kräftiger Gewitterguss und dann kam wieder die Sonne heraus. In Fulda ging es auf die A 7 und an der Rastanlage "Uttrichshausen" stoppte ich für eine Mittagspause. Ich bereitete das Mittagsmahl zu, Kartoffelsalat mit Bratwurst... hmh lecker!
An Bad Brückenau und Hammelburg vorbei fuhr ich ab dem Dreieck "Schweinfurt/Werneck" auf der A 70 nach Schweinfurt zu meinem ersten Etappeziel. Der Stellplatz am "Saumain" sollte mein erstes Ziel sein. --> Link
Dank der netten "Navi-Tussi" fand mein Wohnmobil den Stellplatz auch ohne Probleme. Noch reichlich Freiraum war auf dem für die Wohnmobilreisenden angelegten Platz







Nachdem ich die "Miete", also die Stellplatzgebühr, am Parkscheinautomaten bezahlt hatte und das Mobil per Verlängerungskabel am "Landstrom" angeschlossen hatte, machte ich mich zu Fuß auf Stadterkundung in Schweinfurt. Das historische Rathaus --> Link) oder die St. Johannis-Kirche --> Link)





sowie das historische Zeughaus lagen auf meinem Weg.



Eine gut erhaltene Stadtmauer umgibt noch heute große Teile der Altstadt



Ja, das war die erste Erkundungsrunde durch die Innenstadt, über die Mainbrücke kehrte ich zum Stellplatz am "Saumain" zurück.
So, das war der erste Tag meiner Reise. Wer mich weiter begleiten möchte, der sollte hier einfach dranbleiben, Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 03 Dez 2016 00:38:09

Fortsetzung...

Der 2. Tag: 29.August 2016

Ja, der erste Tag war vorüber, 285 Kilometer auf dem Reisezähler und ich war in Schweinfurt am Main.
Der 2. Urlaubstag war wettertechnisch eine Fortsetzung des ersten; es war wieder sehr warm und die Sonne lachte mit voller Kraft vom bayerischen Himmel.
Der Stellplatz am Hutrasen am Saumain verfügt über eine gute Ausstattung. Stromsäulen mit jeweils mehreren Steckdosen sind vorhanden, die Stellplätze sind mit Holzstämmen teilweise parzelliert und befinden sich z.T. auf Schotteruntergrund oder Grasfläche. Die kreisförmig angelegte Fahrspur ist mit Pflastersteinen befestigt.
An der Einfahrt zum Stellplatz empfängt die WoMo-Reisenden eine sehr saubere Ent- und Versorgungsanlage...



Die Besonderheit dieser Anlage ist, daß die eingeleiteten Abwässer und Fäkalien nicht in die Kanalisation abgeleitet werden, sondern in einem Tank gelagert werden. Eine Leuchte meldet, wenn der Tank fast voll ist und an der Säule ist eine Telefonnummer angegeben. Falls mal nicht geleert werden sollte, kann man dort anrufen.
Die V+E-Anlage ist zugleich auch der Parkscheinautomat.



Ein übersichtlicher Stadtplan macht schon am Stellplatz die Vorbereitung des Stadtrundgangs möglich:



In der Bildmitte am unteren Rand ist ein Punkt eingezeichnet, dort befindet sich der Stellplatz. Nur etwa 800 m sind es von dort in die Fußgängerzone am historischen Rathaus. Am Stellplatz beginnt auch das Hafengelände und es gibt dort allerlei Einkaufsmöglichkeiten und auch diverse Restaurants oder Imbisse. Ein paar Kleingärten grenzen an das Stellplatzgelände an, ansonsten liegt das Areal relativ lärmgeschützt im "Grünen".

Ich ging noch ein paar Schritte durch Schweinfurt.
Ich überquerte noch einmal die Mainbrücke ...



und ging dann am Mainufer entlang



Ein Zeuge der Anfangszeit der Frachtschifferei auf dem Main stand etwas hilflos in der Landschaft herum...



... und blickte wahrscheinlich etwas wehmütig auf seine aktive Dienstzeit zurück.



Dieses Technikdenkmal weist auf das erste Walzenwehr aus dem Jahre 1903 hin, das hier errichtet wurde. 60 Jahre später wurde es durch eine moderne Staustufe mit Schiffsschleuse ersetzt.



Zurück im Stadtbereich fiel mein Augenmerk auf die "Heilig-Geist-Kirche" --> Link)



oder auf das Gebäude des Amtsgerichts.



Vorbei am einstigen Ernst-Sachs-Bad, der heutigen Schweinfurter Kunsthalle,



und am zentralen Omnibus-Bahnhof entlang...



ging ich langsam zum Stellplatz zurück .
Am Mainufer schaute ich noch den "Alten Hafenkran" an...



und am gegenüberliegenden Flußufer die bekannte "Cramer-Mühle.
Der Fluss liegt hier in einer hügeligen, waldreichen Landschaft.



Ich kehrte allmählich zum Wohnmobilhafen zurück. Dieses Schild am Saumain



war bei fast 30 °C Aussentemperaturen irgendwie nicht richtig platziert. :D

Nach einem - nun sagen wir mal einfachen Mittagessen im Wohnmobil, einer Dose Nudeln, ging meine Reise weiter. Ich verließ den Stadtbezirk von Schweinfurt und fuhr auf der B 26 über Haßfurt am Main entlang. Am Wege lag das ehem. Kloster Mariaburghausen --> Link . Dann fuhr ich auf der Autobahn A 70 Richtung Bamberg und auf der A 73 über Forchheim und Erlangen nach Nürnberg. Über die A 3 und A 9 gelangte ich an der fränkischen Metropole vorbei zu meinem nächsten Etappenort, dem Seezentrum "Heuberg" am fränkischen Rothsee bei Hilpoltstein. --> Link



Der Rothsee ist ein Mitte der 1980er Jahre künstlich angelegter Stausee zur Wasserstandsregulierung im seinerzeit erbauten "Main-Donau-Kanal". --> Link
Als Naherholungszentrum bietet er heute Spielmöglichkeiten, Wassersportzone oder Wander- und Radfahrwege an.
Um den See führt beispielsweise ein gut befestigter, etwa 12 Kilometer langer Rundweg. Und am nahen Main-Donau-Kanal kann man auf beiden Kanalseiten auf dem Wirtschaftsweg radeln oder wandern.

Bilder vom Rothsee



















Es war so schön hier am Seezentrum Heuberg am fränkischen Rothsee, daß ich dort gleich 2 Übernachtungen verbracht habe... und damit nicht genug, am Ende des Urlaubs werde ich diesen schönen Stellplatz noch einmal ansteuern.

Die Tagesstrecke von Schweinfurt zum Rothsee betrug 190 Kilometer, die Gesamtstrecke bisher waren 475 Kilometer.

So, wer weiter mitfahren will, der muß sich gedulden, bald geht es weiter!

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 03 Dez 2016 19:39:58

Fortsetzung:

Dann war der dritte Tag der Reise da, Dienstag, 30 August 2016. Und den verbrachte ich am Rothsee. Morgens machte ich zunächst einen Spaziergang am See entlang. Nachdem es sich in der Nacht endlich einmal auf "nur" 14 °C abgekühlt hatte, wurde es tagsüber wieder bis zu 26 Grad warm. Ja, es war ein Supersommer jetzt Ende August. Ich nutzte das Kioskangebot hier am Seezentrum Heuberg für meine Mittagspause; es gab Currywurst mit Pommes-Frites. Auf der Sonnenterasse schaute ich dem Treiben auf dem Wasser zu. Nach dem Essen dann sportliche Betätigung. Ich nahm das Fahrrad vom Heckträger des Wohnmobils und radelte zunächst eine Runde um den Rothsee.



Die Bilder vom See hatte ich ja schon im letzten Teil gezeigt. Der Rothsee teilt sich eigentlich in zwei zusammenhängende Seen auf, die Vorsperre und die Hauptsperre. Beide sind durch einen Damm mit darüber führender Straße geteilt.



Die etwa 12 Kilometer lange Strecke kann man gut in einer Stunde schaffen, mal radelt man durch ein schattenspendendes Mischwaldgebiet und bei 26 Grad Außentemperatur war ich für jedes Fleckchen Schatten dankbar. Rund um die Seeuferzone gibt es mehrere Badebereiche; neben dem Seezentrum Heuberg gibt es noch den Fischhof und den Erlenhof. Hier gibt es auch jeweils ein Kioskangebot mit Speis und Trank. Aber auch an anderen Bereichen kann man mal im wasser planschen.
Etwas versteckt im Wald entdeckte ich dann doch tatsächlich ein Schloss.





Zurück am Seezentrum Heuberg radelte ich gleich weiter zum Ufer des Main-Donau-Kanals.



Die Wirtschaftswege, die an beiden Seiten des Kanals verlaufen, dürfen Radwanderer nutzen. Dabei gibt es z.T Rastmöglichkeiten und man kann ab und zu auch ein paar Schiffe betrachten.







Kilometer um Kilometer radelte ich bei der "Affenhitze" und zurück am Stellplatz zeigte mein Fahrrad-Computer 34 gefahrene Kilometer an. Nach dem Abendessen im Mobil radelte ich noch einmal um den Rothsee herum und ergatterte noch eine schöne Aussicht auf die untergehende Sonne.







Und diese Beiden nutzten den warmen Sommerabend für eine Runde Stand-up-Paddeln auf dem nächtlichen See.
Jetzt am Abend empfand ich allerdings die am See auftretenden Mücken als ziemlich störend.
Damit ging dieser Tag zuende.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 03 Dez 2016 21:17:00

Am nächsten Morgen ging´s dann weiter Richtung Süden auf der A 9. Hier ein "On-Board-Photo" im Bereich Altmühltal bei Greding.



Vorbei an Ingolstadt und über die Donau hinweg fuhr ich dann durch die Großbaustelle im Bereich der Holledau. Hier wurde über fast 30 Kilometer die Fahrbahn neu gebaut. Das war natürlich nicht ohne Stau zu bewältigen.
Am Kreuz "Neufahrn" fuhr ich einem Wegweiser folgend zum Airport "Franz-Josef-Srauß".
Im dortigen Besucherpark machte ich eine längere Rast und nutze die Gelegenheit zum Mittagessen:



Dann ging es auf den pyramidenförmig aufgeschütteten Aussichtsberg im Besucherpark. Von dort oben hatte ich eine schöne Rundumsicht . Hier ein paar Eindrücke in Bilderform:









Im Minutentakt landeten und starteten die kleinen und großen Flugzeuge.





Ja, und dann ging es wieder weiter, auf der A 99 östlich von München und auf der A 8 dann bis zur Ausfahrt Holzkirchen. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung zu meinem Tagesziel, dem Tegernsee. Kurz hinter Holzkirchen ein erster Blickkontakt mit den höheren Bergen.



Dann steuerte ich über Gmund und Tegernsee-Ort mein heutiges Tagesziel an, Rottach-Egern und den dortigen Campingplatz "Wallberg" --> Link im Ortsteil Weißach an der Südspitze des Tegernsees. Dieser Platz dient mir in den nächsten Urlaubstagen als Basislager.



Mehr Fotos und Informationen vom Tegernsee und wie es weitergeht folgen dann im nächsten Teil dieses Reiseberichtes. :)

frankjasper8 am 04 Dez 2016 11:29:19

Fortsetzung:

Ich war im tiefen Süden Deutschlands angekommen, 711 Kilometer von zuhause entfernt. Die Etappe vom Roth- zum Tegernsee in Rottach-Egern verlief über 236 Kilometer. Als Ausgleich für das lange Sitzen während der Fahrt betätigte ich mich noch ein bischen sportlich und machte eine Radltour zum Seeufer.
Dann schaute ich noch das Abschiedsspiel von Bastian "Basti" Schweinsteiger, das die Deutsche Nationalmannschaft mit 2:0 gegen Finnland gewonnen hat.
Damit ging ein weiterer Super-Sommer-Sonnentag zuende.

Der nächste Tag, Donnerstag 01. September, begann regnerisch. Einsetzender Regen auf dem WoMo-Dach hatte mich wohl geweckt. Ich hatte am Vorabend frische Semmeln am Campingplatz vorbestellt, die morgens zur Abholung im Platzrestaurant bereitlagen. Aufgrung des andauernden Regens ließ ich mir Zeit beim Morgenfrühstück und relaxte mal einen halben Tag. Gegen Mittag klarte es dann aber auf und ich machte mich auf den Weg zu einem Ortsbummel durch Rottach-Egern. Die Sonne hatte sich nun doch wieder den Platz am Himmel erkämpft und machte die Luft auch noch schön warm.
Ein paar Bilder, die die Gegend hier dokumentieren:























Und weil so ein Bummel durch den Ort und am See entlang ziemlich kräftezährend sein kann :) , genehmigte ich mir in diesem Restaurant



ein zünftiges Bayerisches Schmankerl: :D An Guat´n! wünsch I :!: :D



Nach der Rückkehr zum Campingplatz war noch genügend Zeit für ein Sonnenbad und damit ging dieser fünfte Urlaubstag dann gemütlich zuende.

Im nächsten Teil des Berichts geht´s dann hoch hinaus, also dranbleiben! :)

frankjasper8 am 04 Dez 2016 14:12:31

Morgenstund hat Gold im Mund!
Diesem Leitspruch folgend, machte ich mich am nächsten Morgen bereits um 09.30 Uhr auf die etwa einstündige Wanderung vom Campingplatz zur Talstation der Wallberg-Seilbahn







Dort angekommen löste ich für 19,- € eine Berg-und-Talfahrt-Karte und bestieg die kleine 4-Personen-Gondel. Von da an ging es bergauf in meinem Leben! :D Naja, zumindest für die nächsten Minuten. :D
Als ich oben aus der Gondel ausgestiegen war und die Augen kreisen ließ, konnte ich eine tolle Aussicht auf die umliegende Bergwelt genießen. Tief unten im Tal konnte man den Tegernsee sehen.









Da schaut Euch diese Aussicht an. Da konnte ich fast bis in meine Heimat schauen. :wink:
Der rote Pfeil zeigt die Lage des Campingplatzes an. Unten am unteren Bildrand der Ort Rottach-Egern, rechts am See dann der Ort Tegernsee, am oberen See-Ende dann Gmund und links am See liegt der Kurort Bad Wiessee.

Oben auf dem Berg steht die kleine Wallberg-Kapelle







Einige Drachenflieger und Paraglider nutzten das herrliche Wetter und die grandiose Sicht gür eine besonderen Ausflug durch die Lüfte.





Von der Wallberg-Kapelle konnte ich schon mein nächstes Ziel sehen. Einige Höhenmeter tiefer lag die Wallberg-Hütte



die ich ansteuerte und auf der sonnigen Panorama-Terasse eine typische Almhütten-Mahlzeit als Lohn für die Wanderung bestellte.



Könnt Ihr erkennen, welche Leckerei ich dort bestellte? Ja, es ist ein Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren und Apfelkompott. Dazu gab es eine Russen-Halbe gegen den Durst.



Nach der Rückwanderung Richtung Bergstation und einer Pause auf der Sitzbank, brachte mich die Seilbahn zurück ins Tal.





Der Rückweg zum Campingplatz Wallberg verlief dann durch schattenarmes Gebiet und dort gönnte ich mir dann ein erquickendes Duschbad und relaxte den Rest des Tages.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 04 Dez 2016 23:17:43

Auch der Samstag stand dann ganz im Zeichen der sportlichen Betätigung. Diesmal wurde das Fahrrad gequält, indem ich eine Radtour im Uhrzeigersinn um den Tegernsee herum radelte. Die Strecke führte mich zunächst zum See, dann auf dem Uferwanderweg in Richtung Bad Wiessee, dem nächsten größeren Ort am See. Unterwegs sah ich viele kleine Badebuchten, in denen man planschen könnte. In Bad Wiessee radelte ich die Uferpromenade entlang zur Schiffslände. Auf den Liegewiesen lagen schon die Menschen und sonnten sich, andere betrieben schon Wassersport mit segeln und surfen.





Und schon diese Fotos machen das auch an diesem Tag wieder sonnige und warme Wetter deutlich. Ich verließ kurzzeitig das Seeufer und radelte in den Kurort Bad Wiessee hinein. Auf einer Anhöhe erblickte ich eine Kirche



Es ist die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, zum Jahr 1926 gebaut. --> Link



mit einer relativ einfach gehaltenen Innenausstattung



und einer schönen Orgelempore.



Auf dem angrenzenden Bergfriedhof



sollen auch der Sohn des bekannten Heimatschriftstellers Ludwig Ganghofer, sowie der Komponist Franz Grothe begraben sein.

Ich radelte weiter und kehrte wieder an den See zurück







In der Ferne sah ich schon den nächsten Ort meiner Seerundfahrt, Gmund. Aber bis dorthin war schon noch ein gutes Wegstück zu bewältigen.



Unterwegs stoppte ich noch auf dem Gut Kaltenbrunn --> Link am Nordufer des Tegernsees, etwa 2 Kilometer vor Gmund gelegen. Der bekannte Münchener Gastronom und Unternehmer Michael Käfer betreibt seit dem letzten Jahr eine Gastronomie mit Restaurant, Biergarten und Ausstellungen auf dem Gut. Bei meinem Besuch dort wurde noch fleißig gebaut. Ich nutzte die Gelegenheit für eine kleine Stärkung im Biergarten bei toller Aussicht über den See.







Dann erreichte ich das Ortsgebiet von Gmund, hier das See-Ende





Von nun an führte meine Route zurück in Richtung Rottach-Egern auf einem Radweg an der B 307 entlang und ich gelangte nach Tegernsee-Ort mit dem Schloss Tegernsee --> Link





Und jetzt war es nicht mehr weit zurück nach Rottach-Egern. An der nächsten Wegbiegung konnte ich den Ort schon liegen sehen.



Als ich gegen 17.00 Uhr wieder am Campingplatz ankam, zeigte der Fahrrad-Kilometerzähler 26 gefahrene Kilometer an. Den Rest des Tages verbrachte ich bei weiterhin sonnig-warmem Wetter am Campingplatz.

Im nächsten Abschnitt dieser Reise geht es dann weiter in Richtung Bad Tölz, aber es dauert jetzt ein Wenig, bis ich mich hier wieder melden kann. Habt bitte etwas Geduld und bleibt dabei, es lohnt sich! :)

frankjasper8 am 09 Dez 2016 01:52:45

So, jetzt geht es hier ein Stückchen weiter! :)

Es ist mittlerweile Sonntag, der 4. September 2016, der Beginn der 2. Urlaubswoche.
ein seltsames Geräusch ließ mich an diesem Morgen aufhorchen; ein komisches Zischen, so als ob jemand die Luft aus einem Reifen läßt.
Hat mir da vielleicht jemand einen Streich gespielt? Ich bin raus aus dem Wohnmobil, konnte aber an meinen Rädern nichts auffälliges sehen, also wieder rein. Kurze Zeit später wieder dieses Geräusch, etwas klarer, etwas lauter. Seltsam, was war das? Eine Drohne, Ausserirdische über dem Tegernsee? Man macht sich ja schließlich so seine Gedanken. Die Neugier trieb mich dann wieder nach draußen und da wusste ich dann auch, woher dieses Zischen kam...


ein Heißluftballon schwebte über dem Campingplatz Wallberg, der war wohl hier in der Nachbarschaft gestartet und der Brenner machte dieses Zischgeräusch als der Ballon aufgeblasen wurde. Also, alles in bester Ordnung, keine Luftablasser, keine Drohnen und die Ausserirdischen haben den Tegernsee auch noch nicht entdeckt.

Ja, ich war nun schon drei Nächte am Tegernsee und langsam mußte mal wieder ein Tapetenwechsel sein. :eek:
Also traf ich die Vorbereitungen zur Weiterfahrt: Fahrersitz und Beifahrersitz in Fahrtposition gedreht, alle Schränke und Fächer verriegelt, Stromkabel aus der Landstromversorgung abgestöpselt und eingerollt und verstaut, das Fahrrad auf den Heckträger verfrachtet und noch das Brauchwasser entsorgt und ein paar Gießkannen Frischwasser geschleppt. Ganz wichtig war die Verabschiedung von den unmittelbaren Stellplatznachbarn und dann stand der Weiterfahrt nichts mehr im Wege.

Ich fuhr von Rottach-Egern auf der B 307 in Richtung Achenpass/Österreich. Die Strecke kannte ich von vielen Reisen mit den Eltern mit dem PKW nach bella Italia oder auch zum Achensee nach Maurach und Pertisau. Auch mit dem WoMo war ich den Achenpass schon gefahren. Am Wildbad Kreuth stellte ich das Mobil auf einem Waldparkplatz ab. Ich wollte mir dieses Wildbad Kreuth mal genauer ansehen, da wo in jedem Jahr die Politik neu erfunden wird :D
Ich machte eine gemütliche Wanderung zum Schloß. Ja, ich wanderte auf den Spuren unserer führenden Politiker die ja jedes Jahr im Winter im Wildbad Kreuth ihre sogenannte Klausurtagung abhielten und das wohl hier in diesem Gebäude:



Nee, das wohl dann doch nicht! :D die sind dann doch schon etwas mehr Komfort gewoht, nehme ich an. :eek:
Also suche ich weiter. Aaahh, das wird´s dann wohl sein.



Das Schloß und die Siedlung Wildbad Kreuth --> Link liegen eingebettet in einem waldreichen Gebirgstal, ein schönes Wandergebiet. Neben dem Schloß befindet sich hier noch das "Alte Bad"
--> Link , das im Jahre 1511 erbaut wurde, während das Schloß schon um 1490 entstanden sein soll. Im alten Bad befindet sich heute ein Restaurantbetrieb.





Viel Natur umgibt das Areal, eine schöne Gebirgslandschaft.



Meine Wanderung führte mich durch ein Wäldchen; ich sah ein Hinweisschild zu einem Denkmal...



und folgte dem Pfeil auf einem eher schmalen "Trampelpfad" tiefer in den Wald hinein. Wer vermutet schon so ein Denkmal im tiefen Wald?





Der Wanderweg führte dann weiter durch den Wald an einem steilen Abhang entlang...



zu den "Sieben Hütten" --> Link, einer im Talkessel gelegenen Almwirtschaft.







Der Rückweg führte mich an an dem Gebirgsbach entlang und an den sogenannten Gumpen vorbei...







Gumpen, das sind die vom Gebirgsbach wannenförmig in das Felsgestein eingeschnittenen Spalten. Bei dem wunderschönen Spätsommerwetter wurden die Ausspülungen von den Wanderern sogar zum Baden genutzt.

Meine Wanderung führte mich dann zur herzoglichen Fischzucht in Kreuth --> Link , unterhalb des Schlosses gelegen.



Hier wurde wohl der Kreisverkehr erfunden...



Stattliche Fische waren dort in verschiedenen Teichen lebend zu bewundern...





und im Fischimbiss konnte man sich nicht nur an den Fischen sattsehen, sondern auch leckere geräucherte Forellen- oder Saiblingsfilets essen.







Nach einem leckeren Forellchen und ´nem kleinen Radler kehrte ich dann zum Wohnmobil zurück und setzte meine Fahrt fort. Dazu dann aber mehr in der nächsten Fortsetzung! :)
Bis dahin, schön dranbleiben! :)

frankjasper8 am 09 Dez 2016 11:24:39

Fortsetzung:

Nach der Rückkehr zum Waldparkplatz setzte ich dann meine Fahrt fort. Übrigens kann man dort auf dem Parkplatz auch über Nacht stehen, ist aber gebührenpflichtig! Ich weiß aber den Preis nicht mehr genau, 6 oder 8 Euronen kostet es meiner Meinung nach. wer also eine hier mögliche längere Wanderung machen will und nach Rückkehr nicht mehr fahren möchte, kann hier auch nächtigen.

Ich wollte aber noch weiter und fuhr auf der B 307 weiter zur Passhöhe am Achenpass --> Link und nach einem kurzen Foto-Stop



Ein paar Hundertmeter weiter dann eine Abzweigung. Geradeaus weiter gelangt man ins Nachbarland Österreich an den schönen Achensee und weiter hinunter ins Inntal nach Jenbach. Am Achensee die Orte Achenkirch, Maurach und Pertisau. Alle wunderschön am Gebirgssee gelegen mit vielen Wandermöglichkeiten oder einer Schifffahrt über den See. Da war ich in "jungen Jahren" mit den Eltern. Vom Achensee fährt eine alte Zahnrad-Dampfbahn hinunter nach Jenbach mit Anschluß an die Inntalstrecke oder die Zillertalbahn. Wer mal in der region unterwegs ist, der sollte da ruhig einmal mitfahren.

Ich aber wählte an besagter Abzweigung diesmal die rechte Spur und gelangte so nach wenigen Kilometern an den Sylvenstein-Stausee. Auf der Staumauer machte ich wieder einen Foto-Halt und hielt die Umgebung im Bild fest:


^hier der Blick am Damm hinunter ins Isartal


^Blick zurück Richtung Achenpass


^und hier blicke ich in Richtung Engtal/Fall mit dem bekannten Ort Fall aus dem Ganghofer-Roman "Der Jäger von Fall".


Am Staudamm gabelt sich die Straße in zwei Richtungen; links gehts weiter ins Engtal und über Vorderriß auf der Mautstraße nach Wallgau und Mittenwald, ich folgte aber dem rechten Weg in Richtung Lenggries und zu meinem nächsten Etappenort Bad Tölz.
So sieht der Blick von unten aus:







Wenig später erreichte ich dann mein Tagesziel Bad Tölz, die "Perle im Isartal". Auf dem dortigen Stellplatz in den Isarauen fand sich auch noch ein Plätzchen für mein WoMo. Ich stellte das Fahrzeug ab, löste einen Parkschein und schaute mir dann noch die schöne Altstadt an.




^der Stellplatz in Bad Tölz, nur von einer Hecke und dem Fußweg von der Isar getrennt.
WC befindet sich in dem Gebäude am Platz. V+E-Anlage ist vorhanden, allerdings keine Stromanschlüsse dort vorhanden.
Ein Bäcker mit Metzger nur wenige Schritte vom Platz oberhalb an der Straße, Discount-Märkte fußläufig entfernt.

Der Weg in das Ortszentrum führt an der Isar-Promenade entlang, etwa 500 m bis zur Isarbrücke.



Diese schöne Häuserfront befindet sich an der Isarbrücke; lnks davon beginnt die sehenswerte Fußgängerzone mit vielen weiteren bunten Hausfassaden.
Von der Brücke schaut man hoch auf den Kalvarienberg mit Kloster und Kapelle...



Ein Bummel durch die Fußgängerzone:









Und dann machte ich mich an den Aufstieg zum Kalvarienberg mit der Pfarrkirche --> Link





Vom Aussichtspunkt hat man dann eine schöne Aussicht auf das Isartal Richtung Süden...





Und dann ging ich über den Isarsteg zurück zu meinem rollenden Luxushotel, das am Stellplatz brav auf mich gewartet hatte. Die Tagesetappe von Rottach-Egern hier nach Bad Tölz betrug 79 Kilometer; insgesammt war ich auf dieser Reise jetzt 781 Kilometer unterwegs.

Wie es weiterging auf meiner Alpenreise, davon dann mehr in der nächsten Fortsetzung. :)

frankjasper8 am 10 Dez 2016 14:19:37

Der nächste Tag war dann Montag, der 5. September und der Wettergott war der Meinung, daß ich mal einen Faulenzertag einlegen sollte. Es war ein wettertechnisch gesehen ziemlich wechselhafter Tag. Schon am Morgen weckte mich der auf das Womo-Dach prasselnde Regen und es regnete auch tagsüber noch öfters.
Ein Spaziergang an der Isar und zwei Rundgänge durch die Tözer Straßen waren die einzigen Aktivitäten dieses Montags. Mehr gibt es von dem Tag eigentlich gar nicht zu berichten.
Eine weitere Nacht blieb ich auf dem Stellplatz in Bad Tölz an der Isar.


Tag 10: Dienstag, 6. September 2016
Es ging weiter auf meiner Reise durch Oberbayern. Nachdem ich an der V+E-Anlage die Entsorgung zelebriert hatte, fuhr ich zunächst zu einem nahegelegenen Einkaufsmarkt und füllte die Bordvorräte auf.
Anschließend ging die Reise auf der B 472 über Waakirchen nach Miesbach und dann über die B 307, die auch als "Deutsche Alpenstraße" betitelt wird, über Hausham und zunächst am Schliersee vorbei zum Spitzingsee.



Auf einem Parkplatz am See ( auf der Karte links vom See das P-Schild unterhalb der Seilbahn ) stellte ich das Wohnmobil ab und wanderte einmal um den Spitzingsee herum. Während dieser etwa 1,5-stündigen Wanderung waren die Berge leider zunächst in dichten Wolken verhüllt und es klarte erst zum Ende meines Rundgangs immer mehr auf und die Bergwelt wurde sichtbar. Hier ein paar Impressionen von dem Rundweg.














^hier an der Hütte ist das "Postverteilzentrum": die Post für die umliegenden Almhütten wird hier deponiert und von den Hütten dort abgeholt.


^in diesem schönen alten Haus befindet sich das historische Gasthaus und Hotel "Wurzhütte" --> Link



Bei besserem Wetter wäre sicherlich der schöne Biergarten hier nicht so leer! :)















Ja, das war dann die Runde um den Spitzingsee. Wie gesagt, etwa 90 Minuten dauert der Weg bei bequemem Wandertempo. Auf dem Parkplatz darf man übrigens auch übernachten. Eine V+E- Möglichkeit besteht in der hinteren Ecke, allerdings gibt´s wohl keinen Strom. Ein Parkplatzwächter ist tagsüber am Platz und kassiert die Gebühr. Tagesparken kostet 4,- €, mit Übernachtung sind es 12,- €. Dafür gibt´s dann diese Aussicht.



Ich verabschiedete mich vom Spitzingsee und fuhr nun über den Spitzingsattel



mit schöner Aussicht auf den tief unten liegenden Schliersee, meinem nächsten Ziel.



Bilder vom Schliersee zeige ich Euch dann im nächsten Teil, jetzt erst mal eine Pause! :)

frankjasper8 am 11 Dez 2016 03:52:35

Fortsetzung

Nachdem ich den Spitzingsee verlassen hatte und über den Spitzingsattel die steile Bergstraße talwärts gefahren war, erreichte ich bald den Schliersee mit dem gleichnamigen Hauptort. Ich stellte das Wohnmobil auf einem auch zur Übernachtung nutzbaren, einfachen Parkplatz ab...



Oh, jetzt wo ich das Schild hier lese, hätte ich dort womöglich gar nicht übernachten dürfen, der Platz ist nur bis 2,8 to. :cry:
Naja, ich habe ja dort auch nur "geparkt" und mir den See und den Ort angeschaut. Ich war übrigens der einzige Parkplatznutzer während meines Auffenthaltes dort.



Ein Spaziergang am See entlang und durch den Ort vertrieb mir dann die Zeit am Nachmittag...


^hier der Blick über den See zum Ort Schliersee --> Link


^der Schliersee mit dem kleinen Rundfahrtschiff und schönem Bergpanorama


^schöner Blumenschmuck am Haus


^das Schlierseer Bauerntheater --> Link

In schönem Gelb leuchtet die kath. Pfarrkirche "St. Sixtus"...



So, wie diese Schiffspassagiere...



... wollte ich eigentlich gern eine etwa 1-stündige Rundfahrt auf dem Schliersee machen, jedoch als diese Gesellschaft, wohl eine Bus-Reisegruppe, an Land gegangen war, wartete ich zusammen mit 5 anderen potentiellen Fahrgästen auf die nächste Runde. Der Schiffsführer sagte aber, das es mindestens 10 Personen sein müssten, damit die Fahrt sich lohnt. Obwohl wir alles versuchten, weitere Passanten zu einer Fahrt zu überreden, kamen die 10 Personen leider nicht zusammen. Die Schifffahrt viel damit buchstäblich ins Wasser.

Dann musste man sich halt die Schifffahrt denken, schade!



Es war an der Zeit, daß ich mich um ein Nachtlager kümmern musste und dafür fuhr ich noch einmal ein paar Kilometer auf die "ruhige" Seeseite in den kleinen Ort Breitenbach auf den Campingplatz "Lido" --> Link . Der Platz liegt direkt am See und ist in einen Bereich für Dauercamper und einen kleineren Bereich für Urlaubsgäste unterteilt. Saubere Sanitäranlagen machten auf mich einen guten Eindruck. Ein Campingrestaurant ist auch vorhanden und V+E-Möglichkeit für Wohnmobile ist am Sani-Gebäude vorhanden. Brötchen gibt es täglich auf Vorbestellung. Etwas störend könnte die am Platz entlangführende Bahnlinie wirken, aber die Fahrten der Züge halten sich tagsüber in Grenzen und nachts ist keine Zugfahrt. Einzig die Zufahrtsstraße ist auf den letzte 200 Metern auf einer "Schlaglochpiste" etwas holprig. Die Stellplätze befinden sich z.T. auf gekiester Wiese oder auf feinen Schottersteinen. Alles in Allem ist der Platz empfehlenswert, der Betreiber ist nett und gibt gern auch Tipps zum Auffenthalt vor Ort. Der Fußweg in den Ort Schliersee ist etwa 2 Kilometer lang.

Die Tagesstrecke von Bad Tölz an den Schliersee war 89 Kilometer lang, bis hierhin war ich jetzt 870 Kilometer auf dieser Tour gefahren.

Die nächste Etappe mich dann über das Sudelfeld ins Inntal, also dürft Ihr euch auf weitere schöne Landschaftsfotos freuen. Bis dann! :)

frankjasper8 am 11 Dez 2016 13:51:29

Tag 11: Mittwoch, der 7. September 2016

Der Tag begann hier im Schlierseer Tal bei 8 ° Grad Frühtemperatur recht kühl, aber das änderte sich bald schon wieder. Ich fuhr, nachdem ich mich mit frischem Wasser versorgt und das Brauchwasser entsorgt hatte, weiter. wieder am Schliersee entlang in Richtung Bayrischzell.



Wie man sieht, hat sich das Wetter wieder merklich gebessert, der Wettergott war mir wieder gut gesinnt. Das leicht regnerische Wetter der vergangenen Tage war weggeblasen.







Unweit dieser schönen Kirche, in Fischhausen am Südende des Schliersees, stoppte ich aber meine Fahrt schon wieder und besuchte hier das Freilichtmuseum. --> Link
Der ehemalige Ski-Rennläufer Markus Wasmeier und einige Helfer haben hier ein Museumsdorf errichtet. Die Häuser und Gebäude stammen aus unterschiedlichen Regionen in Bayern, wurden am Ur-Standort abgebaut und hier am Südufer des Schliersees auf einer Hangweide wieder aufgebaut. Man kann in die meisten Räume hinein gehen und teilweise wird dort auch Handwerk gezeigt. Es gibt kleine Reiseandenken und man kann in einem schönen Biergarten Essen und Trinken bekommen. Eine eigene Brauerei ist ebenfalls dort auf dem Gelände.

Hier ein paar Impressionen aus dem Museumsdorf...


^ein Teil des Museumsdorfes mit dem Wirtshaus in der Bildmitte


^eins der schönen alten Bauernhäuser


^typisch für die damalige Zeit: Wohnhaus und Stall in einem Gebäude. Mensch und Tier unter einem Dach.


^An diesem Gebäude, dem als Gaststätte genutzten Haus, wurde das Dach repariert, trotzdem lief hier aber der Betrieb weiter und es war in der Mittagszeit schwer, ein freies Plätzchen zu ergattern.



Ich nutzte die gegebene Gelegenheit und stärkte mich noch einmal mit original bayerischem Essen:


Zum leckeren Krusten-Schweinsbraten mit Semmelknödel und Krautsalat bestellte ich mir ein Skiwasser, ich muß ja noch fahren! :eek:


^diese Almhütte stammt beispielweise aus der Gotzenalm im Berchtesgadener Land.



In einem Stadl kann man typische Mitbringsel kaufen; z.B. selbstgemachte Schnäpse und Liköre, Marmeladen, Handarbeiten, diverse Bücher u.v.m. werden hier angeboten.







Im Schweinestall mit umliegenden Freigelände fühlen sich die Tiere sichtlich "sauwohl"



Auch eine kleine Dorfkapelle ist im Museumsdorf zu sehen.





Mein Besuch im Museumsdorf ging zuende, das Wohnmobil scharrte schon wieder mit den Rädern, es wollte weiter. Auf der B 307 näherte ich mich dem Ort Bayrischzell am Fuße des Wendelsteins.





Als ich auf diesem Grundstück kurz anhielt und ein paar Fotos machen wollte, kam der Besitzer mit einem Rasentraktor angefahren und fragte, ob er helfen könne. Als ich ihm sagte, daß ich nur einige Fotos machen möchte und dann weiterfahre, zog er zufrieden von Dannen. Wahrscheinlich hatte er Angst, daß ich auf dem schön gepflegten Parkstreifen eines Reiterhofes meine Zelte aufschlagen wollte und dort nächtigen würde. Das hatte ich aber überhaupt nicht vor. Vielmehr fuhr ich weiter, an Bayrischzell vorbei und danach stieg die Straße in mehreren Kehren an und ich erreichte die Passhöhe des Sudelfeldes.



1123 Meter war ich hier hoch und da quälen sich doch sogar Radfahrer hinauf.



Ist das nicht ein schönes Bergpanorama?







Die letzten drei Fotos entstanden ein Stück hinter der Passhöhe auf der Abfahrtsstrecke ins Inntal hinunter. Hier am Sudelfeld ist Wintersportgebiet und in der schneelosen Zeit kann man sicherlich schön wandern.
Ich machte mich aber gemütlich auf den Weg ins Inntal hinunter, vorbei am Tatzelwurm über Oberaudorf kam ich wieder ins Tal. Über Flintsbach schaute ich noch kurz zur Talstation der Wendelsteinbahn bei Brannenburg.
Aber der Wendelstein steht am kommenden Tag erst auf dem Programm. Jetzt hieß es erst einmal ein Nachtquartier finden. In Flintsbach am Inn fand ich ein Hinweisschild auf einen Campingplatz und steuerte über einen schmalen Waldweg den Platz an. --> Link
Es war wieder ein sehr schöner, warmer Tag und ich freute mich auf ein erfrischendes Duschbad. Ein weiteres Wohnmobil kam kurz nach mir auf den Platz; ein Ehepaar aus Schweden, die über Rostock jetzt hier Station machten und dann nach Kroatien weiter wollten. Ein nettes Gespräch entwickelte sich, man tauschte sich über dies und das aus.

Die Tagesstrecke war heute 89 Kilometer lang. Bisher zeigt der Kilometerzähler 959 Gesamtkilometer an.

Bald geht es hier mit dem Bericht von der Fahrt auf den Wendelstein weiter. Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 11 Dez 2016 22:51:31

Die Nacht auf dem Inntal-Camping war nicht besonders ruhig, die Lärmkulisse der nahen Autobahn war doch recht deutlich zu hören, aber irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Für die eine Nacht war das erträglich und ich wollte ja nur diese Nacht dort verbringen.
Am Morgen setzte ich mich bereits kurz nach 9 Uhr wieder hinters Lenkrad und verließ den Campingplatz, um wieder nach Brannenburg zur Talstation der Wendelsteinbahn zu fahren. Das sind nur wenige Kilometer. Ich parkte das Mobil und ging zum Haltepunkt. Ich kaufte eine Fahrkarte für Hin- und Rückfahrt für 33,- €; ist ja nicht gerade ein Schnäppchen! Na denn mal los!
Die haben wohl schon gewußt, daß ich heute kommen würde, man hat schnell noch ein paar Getränke bestellt! :D



Dann kam der Zug, mit dem ich das Abenteuer Wendelstein beginnen würde:



Zunächst verlief die Zugfahrt durch waldreiches Gebiet, Meter um Meter zog der Zug sich mit Zahnradunterstützung die Gleisstrecke hoch. Als der Wald mal weg war, kamen die Bergipfel zum Vorschein...





Unterwegs gibt es zwei Zwischenstationen, die Haltestelle Alpl und die Mitteralm. Wanderfreunde können hier ein-oder aussteigen und berg- oder talwärts weiter wandern.
In etwa 25 Minuten bring die Bahn ihre Fahrgäste bequem und schweißfrei hoch zum Bergbahnhof. Man kann die Aussicht aus den Fenstern in "vollen Zügen genießen".



In der Bergstation angekommen



muß man ein paar hundert Meter durch einen Tunnel durch den Berg gehen.



Am Ende des Tunnels kommt man am Bergrestaurant heraus...



und kann eine wunderschöne Aussicht genießen.





Nebenan die Bergstation der Seilbahn, die von Bayrischzell aus auf den Berg fährt.



Ich bummelte hier einige Zeit herum und schaute mich um. Die kleine Bergkirche aus dem Jahre 1890 am Fels wurde gerade einer Schönheitsoperation unterzogen und konnte leider nur von Ferne besichtigt werden.





Bis zum Berggipfel wäre es noch ein ganzes Wegstück gewesen



aber dorthin bin ich nicht mehr gegangen. Oben befindet sich eine Wetterstation und ein Sendezentrum des Bayrischen Rundfunks.

Ich hielt mich noch einige Zeit am Restaurant auf, bevor ich am Nachmittag mit der Zahnradbahn wieder talwärts fuhr. Dabei war auch hier die Sicht so gut, daß man bis zum Chiemsee sehen konnte.



Besser hätte das Wetter an diesem Tag nicht sein können, ich war rundum zufrieden und kehrte mit dem Zug zur Talstation zurück.
Ich machte mich wieder auf die Suche nach einem Nachtlager und wurde am Simssee bei Rosenheim fündig. Auf dem Campingplatz Stein --> Link schlug ich mein Lager für die Nacht auf.

Die Tagesstrecke war heute 50 Kilometer lang, die Gesammtdistanz betrug inzwischen 1009 Kilometer.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 12 Dez 2016 11:43:28

Tag 13: Freitag, 9. September 2016

Es war langsam mal an der Zeit, daß ich mich mit dem Gedanken an die Rückfahrt beschäftigen muß, deshalb begann ich an diesem Freitag mal ganz allmählich, mich auf Heimatkurs zu begeben. Ich verließ den Campingplatz am Simssee



gegen 9:30 Uhr in Richtung Rosenheim. Das Vorhaben Rosenheim anzuschauen mußte ich leider mangels Ortskenntnis auf eine nächste Reise verschieben. Der Ort war groß und ich wußte nicht genau, wo ich dort parken sollte und was man sich alles anschauen kann/muß.

Gestern bei der Fahrt in Richtung Simssee hatte ich unterwegs dieses Motiv



fotografiert und den Ort wollte ich mir noch gern anschauen. Es ist Neubeuern im Inntal, ein schöner Ort mit altem Ortskern und dem Schloß auf der Anhöhe über dem Inntal. Südlich der A 8 und östlich der Inntal-Autobahn A 93 liegt der Ort zwischen Inn und Samerberg.



Schloß Neubeuern --> Link stammt wohl aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt heute ein Schulinternat. Mehr zum Schloß könnt Ihr hier --> Link nachlesen.
Unterhalb des Schlosses liegt der Ort Neubeuern mit dem gemütlichen, von bunt bemalten Häusern umsäumten Marktplatz .













Durch die beiden Stadttore





passt das Wohnmobil nicht, aber es gibt im Neubauviertel bei Feuerwehrhaus,Schule und Sportplätzen einen großen Parkplatz, auf dem auch drei markierte Plätze für Wohnmobile zum Übernachten ausgewiesen wurden. Strom oder eine V/E-Möglichkeit sucht man allerdings vergeblich.

Mit einem letzten Blick auf die Berge



verabschiedete ich mich dann aus Neubeuern und steuerte die Autobahn A 8 an. Die Anschlussstelle Rohrdorf liegt ganz in der Nähe. Bald lag das Inntal-Dreieck hinter mir und am Irschenberg machte ich auf einem Parkplatz an der Autobahn meine Mittagspause. Es gab heute eine Mobilisten-Mahlzeit...



Dosenfutter aus der Konserve, vom Chefkoch höchstpersönlich aufgewärmt! :D

Dann hieß es, Abschiednehmen von den Bergen. Über eine relativ leere Autobahn gelangte ich nach München; nur die Gegenfahrbahn war in der Region Irschenberg etwas voller, weil die vielen LKW sich den Berg hochquälten.
Aber ich hatte mich zu früh gefreut, auf den nächsten Kilometern ging es dann auch für mich recht langsam voran. Der Anfang lag schon auf der A 99 vor der Einfahrt auf die A 9 und dann an der Großbaustelle zwischen Kreuz Neufahrn und der Ausfahrt Schweitenkirchen. Hier ging es durch die Baustelle nur im Stop-and-Go-Tempo durch die Hopfen-Region Holledau.
Dann ging es um Ingolstadt herum wieder flüssiger vorwärts, aber die Borduhr zeigte schon 16 Uhr an und ich war erst in Höhe Altmühltal. Es war auch wieder gut warm an diesem Freitag und ich entschied mich recht spontan, noch einmal den Stellplatz am Rothsee am Seezentrum Heuberg anzufahren.
Dort kam ich gegen 16.30 Uhr an und richtete das Wohnmobil für die Nacht her. Stromanschluß wurde gelegt und eine Ruhepause mußte bei der Wärme auch mal sein. Am Abend brauchte ich noch Bewegung und radelte noch die Runde um den Rothsee (etwa 10 Kilometer). Ein wunderschöner Sonnenuntergang ließ diesen Tag beenden.





An diesem Tag war ich mit dem Wohnmobil 254 Kilometer gefahren, die Tour war jetzt schon 1263 Kilometer lang.

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 12 Dez 2016 13:51:53

Tag 14: Sonnabend, 10. September

Und wieder ein schöner, sonniger und warmer Tag. Ich hatte schon am Vortag beschlossen, noch hier am Rothsee zu bleiben und meinen Urlaub bis zum allerletzten Tag auszukosten. Normalerweise bin ich ja immer gerne noch einen Tag zum aklimatisieren zuhause, aber dieses traumhafte Spätsommerwetter lockte mich zum Bleiben.
Die Sonne wärmte bereits wieder und die ersten Badegäste bevölkerten schon wieder die Liegewiese unterhalb des Wohnmobil-Stellplatzes.



Die Stellplätze befinden sich auf einem von Hecken eingegrenzten Gelände etwa 100 m vom Seeufer entfernt.



Mehrere dieser längs ausgerichteten Parkfelder bieten etwa 30 Fahrzeugen Platz. Stromsäulen mit Münzautomaten sind auf dem Gelände verteilt und auf einem anderen Teil des Großparkplatzes steht auch eine V/E-Anlage.


Ich machte an diesem damit vorletzten Tag dieser Reise noch einmal eine Radtour und fuhr vom Stellplatz zunächst mal in den Ort Roth. Das Schloß Ratibor --> Link ist Bestandteil dieses fränkischen Ortes. Ich bekam nur die Ansicht vom Innenhof auf den Fotoapparat.









Im Ortszentrum liefen gerade Vorbereitungen für ein Stadtfest. Buden und Zelte wurden aufgestellt und versperrten mir die fotogene Sicht auf weitere Gebäude. Ich radelte nach dem Verzehr einer Leberkäs-Semmel weiter zum Main-Donau-Kanal und an diesem entlang bis fast ins Stadtgebiet von Nürnberg. Bei Neuses wendeze ich und radelte wieder am Kanal entlang zurück...



Ab und zu schipperten solche Hotelschiffe oder Frachtschiffe auf dem Kanal an mir vorbei, unterwegs sah ich noch eine Damwild-Herde mit einem kapitalen Hirsch.





Unterwegs luden bei Superwetter noch diverse Ruhebänke zu Pausen am Kanal ein und als ich gegen 16.30 Uhr wieder am Stellplatz eintraf, zeigte mein Radcomputer 48 gefahrene Kilometer an. Eine Pause im Schatten am Wohnmobil und abends noch eine 10-Kilometer-Runde um den Rothsee. Und wieder war ein schöner Sonnenuntergang, den ich diesmal am Main-Donau-Kanal fotografieren konnte.







Ja, und dies waren auch die letzten Fotos, die ich auf meiner Reise gemacht habe. Der nächste Tag war dann mit der Heimfahrt ausgefüllt.


Tag 15: Sonnabend, der 11. September 2016

Erwachen am Rothsee auf dem SP am Seezentrum Heuberg. Es wurde nun aber Zeit, daß ich die Rückfahrt antrat.
Nachdem ich noch an der V/E-Anlage entsorgt habe, fuhr ich zur Autobahn A 9. Bald war Nürnberg erreicht und ich wechselte auf die A 3. Über Erlangen, Schlüsselfeld, durch den Steigerwald erreichte ich das Kreuz Biebelried
bei Würzburg. Nun war es auf der A 7 nicht mehr weit und ich kam durch die Rhön an Fulda, Kassel und Göttingen vorbei gegen 15 Uhr wieder im heimatlichen Leinetal im südlichen Niedersachsen an.

Die Strecke vom Rothsee in die Heimat war etwa 430 Kilometer lang. Die ganze Reise ging damit über etwa 1600 Kilometer. Bis auf wirklich ganz wenige Ausnahmen hatte ich ein wunderbares Glück mit dem Wetter, habe fast nur kurze Hose angehabt und brauchte fast keine Jacke.

So, damit kennt Ihr jetzt die ganze Reisegeschichte und mein Reisebericht geht hiermit zuende. :)


*** E N D E ***

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