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Kapazitätstest im 7 Jahr Winston 160 mit Bleiladetechnik 1, 2


lisunenergy am 03 Dez 2016 22:51:58

Wie jedes Jahr teste ich für Euch meinen Winston Lifepo4 Akkus 160 Ah mit BMS . Als ich damit angefangen habe , gab es damals keine Ladetechnik und keine fertigen Lifepo4 Akkus fürs Womo. Erste Versuche mit Ev-Power und einer Schaltung brachten nicht die Erfolge,die ich mir erhofft hatte. Maurelma in der Schweiz war der erste, wo man diese kaufen konnte. Die Erfahrungen gab ich ECS um einen besseren Balancer zu erfinden. Leider gab es damals noch nicht die Relais und die Erfahrungen die ich heute habe. Ein Vorteil hat aber das ganze : Durch die alte Bleiladetechnik kann ich feststellen, ob es wirklich Schäden am Akku verursacht.
Damit ich bessere Fotos machen kann,habe ich den BMV 600 durch einen BMV 700 mit Bluetooth ersetzt. Die wichtigsten Parameter wurden schnell eingestellt.
Der Akku hatte bei Testbeginn eine Temperatur von -1 Grad und 14,6 Volt. Als Strom habe ich ein Verbrauch von 65-150 A gezogen.
Trotzt der hohen Spannung und der kleinen Ladeströme hat der Akku immer noch 170 Ah . Würde es den Akku schädigen,so gehe ich davon aus, das nach diesen Jahren eine merkliche Verschlechterung zu erkennen wäre.
Mein Fazit ist: Es gibt für mich persönlich keinen Akku, der nur ansatzweise diesem Akku dass Wasser reichen kann. Wo kann man bis zur Abschaltung solche hohen Ströme fahren? Welcher Akku hat nach diesen Jahren immer noch über 100% Kapazität.













lisunenergy am 03 Dez 2016 23:11:06

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Tuppes am 03 Dez 2016 23:37:30

Ich verfüge zwar nicht über eine so lange Erfahrung - aber seitdem ich "gelben Strom" habe, "verhungert" mein Netzkabel im Staufach.
Kennt jemand jemanden, der nach der Umstellung auf LiFePO4 in die "Bleizeit" zurück möchte? - Klar, man muss erst einmal viel Geld in die Hand nehmen - aber es verdichten sich (u.a. durch den o.a. Bericht) der "Verdacht", dass es sich lohnt :) .
Erhard (Tuppes)

Axel1960 am 04 Dez 2016 19:32:40

Hallo Lars,

Wie viel Zyklen hat dein Akku bisher geleistet ?

franzose01 am 04 Dez 2016 20:21:04

Salut,

und was mich interessiert: wie werden die Zellen geladen und mit welcher Erhaltungsladung gelagert?

lisunenergy am 04 Dez 2016 22:08:06

Zu den Fragen :

Der Akku wird zu Testzwecken nur mit 300 Watt Solar flach liegend geladen. Wenn im Winter die Module zugeschneit sind lade ich mit meiner großen Lifepo4 Anlage nach. Das besondere daran ist, das die Laderegler noch auf Blei gestellt sind.
Die Erhaltung liegt immer bei 14,2-14,7 Volt. Eigentlich zu hoch ! Nur scheint es dieser Akku nicht zu wissen :mrgreen:

Die Zyklen sind nicht wichtig, da dieser Akku mehr Zyklen schafft wie es die kalendarische Lebensdauer zulässt. Wichtig hierbei ist der Test mit hohen Spannungen jeden Tag den Akku zu stressen. Das Gute daran ist, er lässt sich nicht beirren!!!
Auch ist dieser Akku der Kälte und Hitze permanent ausgesetzt. Keine Garage mit Heizung.

lisunenergy am 04 Dez 2016 22:30:02

Was man am Test noch erkennen kann, ist die Zeit des Tests mit diesen hohen Strömen. Für alle die nur Strom in Form von Verbrauchern kennen , ist es so, als würde mittels Wechselrichter und Wasserkocher 1000 Watt 17 Liter kochendes Wasser am Stück kochen. Oder über 50 Kaffee hintereinander.

Auch erkennt man sehr gut, das es wichtig ist , das eine Abschaltung mit 2,8 Volt unter Last und Kälte ohne Hysterese nicht möglich ist. Der System würde sonst permanent hin und her schalten.

franzose01 am 04 Dez 2016 23:41:29

Das heißt, dass die Zellen ständig über 3,55V gehalten werden, außer du machst den Stresstest oder bist im Urlaub. Richtig?

lisunenergy am 05 Dez 2016 07:23:46

Wie schon geschrieben ,liegt diese Spannung je nach Temeratur kalt oder warm bei diesen Spannungen, so lange die Sonne scheint. Den Akku nutze ich im Urlaub und sehr selten auch im Grundstück, da ich dort keinen Stromanschluss habe. Alles was ich brauche erzeuge ich seit 1993 selbst. Erst mit Blei und seit einiger Zeit mit Winston lifepo4. Natürlich mit einer viel größeren Anlage .

Axel1960 am 05 Dez 2016 09:00:53

Hallo Lars,

wenn man deine Langzeiterfahrung mit das Datenblatt von Winston zusammen auswertet. Dann kommt man zu dem Schluss, das nicht die Lade und Erhaltungsspannung die Lebenssauer negativ beeinflusst, sondern ausschließlich die Entladetiefe.

Sonst würde Winston dazu etwas im Datenblatt vermerken, aber hier heißt es nur das sich die Lebensdauer bei tieferen Entladungen verkürzt.

Und das die Zellen von 2,8 bis 4 Volt genutzt werden kann. Da steht aber auch nicht das es schädlich ist die Zellen bis 3,6 Volt zu laden.

Ausserdem gibt es Leute wie Andre Bonsch Amumot die im Wohnmobil leben, er hat bereit seinem Akku auch Winston fast 1000 KW entnommen und kann immer 99 % der Anfangskapazität feststellen.

Also alle Zeit GELB !

SteinElektronik am 05 Dez 2016 11:06:21

Axel1960 hat geschrieben:Sonst würde Winston dazu etwas im Datenblatt vermerken, aber hier heißt es nur das sich die Lebensdauer bei tieferen Entladungen verkürzt.

Und das die Zellen von 2,8 bis 4 Volt genutzt werden kann. Da steht aber auch nicht das es schädlich ist die Zellen bis 3,6 Volt zu laden.
Also alle Zeit GELB !


Hi,

ich nutze die LiFepo Zellen schon seitdem die auf den Markt gekommen sind. Angefangen von den kleinen A123 Zellen im Modellbau, bis hin zu größeren Zellen.
Alle mit Ladeschlussspannung 14,4 Volt (=3.6V pro Zelle), nie ein Problem gehabt. Leichte Überladungen nehmen die Zellen auch nicht krumm. Kurzzeitige Tiefentladungen bis auf 2V pro Zelle sind bei hohen Entnahmeströmen auch kein Problem, wenn man umgehend wieder was rein lädt. Bei kleinen Entnahmeströmen sollte man die 2,5 V eher nicht unterschreiten.

Ladung entweder mit einem Lader im Lifepo Programm oder einfach über Bleiladeprogramm - alles kein Problem.
Das einzige, was man bei älteren Akkus schon mal sehen kann, ist der Zellendrift, wenn mehrere Zellen im Verbund arbeiten. Ist aber auch kein Problem, anfangs habe ich versucht, das mit sog. Balancern aus dem Modellbau zu steuern (die sorgen dafür, dass die Einzelzellen von der Spannung her genau angeglichen werden), manchmal halt auch nicht. War alles egal.

Super Zellen, der einzige Haken ist der Preis.

Axel1960 am 08 Dez 2016 21:01:37

Hallo Lars,

wie du schon erwähnt hast, ist es auch interessant zu sehen wie tief die Spannung unter Last fällt.
Wenn ich da an mein altes System denke, da wäre es bereits bei 11,8 Volt zu Abschaltung gekommen.
Und eine Nutzung der Gesamtkapazität nicht möglich gewesen, das war auch Hauptgrund weshalb ich es verkauft habe.

Jetzt hingehen habe gar nicht die Möglichkeit das System mit 1 C zu belasten das wären ja 400 Ah, alleine dadurch habe ich unter maximaler Last (2,5 KW Dauerlast) selbst bei minus 500 Ah immer 11.8 Volt gemessen.

Grade bei kleineren Zellen die einer hohe Belastung standhalten müssen, ist dein EV Powersystem eine absolute Empfehlung, was nutzen mir vier 100 Ah Zellen wenn ich nur 70 Ah raus bekommen.

lisunenergy am 08 Feb 2019 07:09:52

Meine Anlage von 2011 bekommt die volle Spannung, wie sie eigentlich nicht gut sein soll. Dabei habe ich persönlich festgestellt, das ein Monate langes abschalten eher dem Akku schadet, weil bei manchen Zellen die Spannungssteifigkeit nachlässt, und diese Zellen danach absacken. Wird die Anlage neu gestartet,gehen die Balancer an ihre Grenze und somit auch die Spannung. Meine Anlage bekommt jetzt im Winter den ganzen Tag 14,7 Volt. Das ist dem alten Regler geschuldet. Bei der neuen Anlage senkt der Victronregler sehr gut auf 13,4 Volt. Das ganz kurze Volladen hilft dabei, alles zu synchronisieren. Das gefährlichste ist die Tiefentladung. Hier kann ich nur raten, alles sehr genau zu beobachten. Sollte es mal vor allem bei kleinen Verbrauchern zu einer LVP kommen, ist eine sehr sanfte Ladung von 1-2 A notwendig . Natürlich so 20-30 % . Wird das nicht eingehalten fangen sich die Zellen an zu blähen. Mein Rat gerade im Winter, ist zu schauen, das der Akku in Ruhe nicht unter 13 Volt geht.
Bei den Fertigakkus mit Batterieapp passiert das gleiche.
Ansonsten steht ja der neue Test meiner Anlage noch an.
Kommt in Kürze.

LG Sonnentau Lars

ducato666 am 08 Feb 2019 09:48:49

Ein weiteres "Positiv" von mir für die Veröffentlichtung deiner langjährigen Erfahrungen hier im Forum.

Danke und Gruß
Ducato666

MountainBiker am 08 Feb 2019 10:12:14

Hallo Lars,

interesannte Beobachtung. Eine kurze Nachfrage zu:

weil bei manchen Zellen die Spannungssteifigkeit nachlässt


bedeutet das, dass mit zunehmender Alterung der Zellen die Selbstentladung zunimmt, da dies nicht bei allen Zellen in gleicher Weise stattfindet führt dies eventuell zu einem Ungleichgewicht (Disbalancen) der Zellen bei ausbleibender Ladung. Wie wir ja in einem anderem Thread schon festgestellt haben können die Balancer beim nächsten Ladevorgang nur einen "begrenzten Umfang" (Abweichung) ausgleichen. Bleibt in diesem Fall nur das Auftrennen des Blocks und "neuinitialisieren".
Also lieber den Ladezustand im oberen Bereich halten. Da die Starterbatterie, solange diese noch mit Bleitechnik arbeitet, ohnehin einen Refresh alle 1-2 Monate braucht stellt das für mich kein Problem dar (habe ich auch schon die letzten 2 Jahre so in der Handhabung). Dann habe ich jetzt kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich den LiFeYPO4 - Akku auf >90% halte!

Wann steht der Kapazitätstest des nunmehr 8 Jahr alten Akkus an?

lisunenergy am 08 Feb 2019 11:32:03

Es ist wie bei allen chemischen Vorgängen. Wärend bei einem die Parameter stimmen, kann bei einem anderen das völlig anders aussehen. Bei Blei sieht man es ja gewaltig. Ich erlebe immer wieder, wie unterschiedlich manche Zellen beim initialisieren ihr Verhalten ändern. Keiner würde doch bei einer Garteninsel den Akku abklemmen. Das System muss laufen und arbeiten.
Mein Test habe ich am Wochenende vor. Mal schauen ob es bei meinem engen Zeitplan klappt.

biauwe am 09 Feb 2019 19:10:52

Mich würden eher die Anzahl der Wohnmobilübernachtungen interessieren.
Wie häufig wurden die Akkus genutzt?
Eventuell eine Abschätzung der Zyklen.

8 Jahre eingebaute Akkus alleine als Aussage über die Qualität find ich nicht aussagekräftig genug.

lisunenergy am 09 Feb 2019 22:08:14

Der Akku läuft bei mir im Frühjahr bis Herbst mit einer Kühlbox von Engel.Der Verbrauch liegt da bei um die 50Ah pro Tag. Die Übernachtungen sind nicht so viel, da ich mehr arbeite und ich für die vielen Wohmofahrer Akkus und Komponenten herstelle. Da der Akku im Grundstück steht wird dieser sehr oft für viele Stromaufgaben genutzt. Bei einem Lifepo4 spielt mehr die kalendarische Alterung eine viel größere Rolle als Zyklenzahlen. Der Test sollte heute stattfinden, aber ich hatte zu viel zu tun. Daher denke ich das ich es morgen schaffe.

biauwe am 09 Feb 2019 22:47:50

lisunenergy hat geschrieben:Bei einem Lifepo4 spielt mehr die kalendarische Alterung eine viel größere Rolle als Zyklenzahlen.


Warum haben die In Prag dann diesen Test gemacht? --> Link
--> Link

Und immer wieder findet man Verkausangebote mit jahrealten "neuen"/ unbenutzen Akkus?

lisunenergy am 10 Feb 2019 15:11:35

So liebe Freunde des gelben Atomkraftwerk ohne Strahlung! Ich habe heute Mittag den finalen Test für Euch durchgeführt. 2 Freunde von mir haben mich bei einem kleinen Sonntagsbier unterstützt damit ich die 2 Stunden gut überstehe. Der eine hat ein Segelboot, wo ich vor Jahren einen LiFeYPo4 als Antriebsakku verbaut habe. Der war natürlich sofort mit von der Partie, weil er auch so neugierig war wie ich .Den Test haben wir mit einem Föhn und mehreren Ladegeräten durchgeführt, um den Strom gleich für die Inizialisierung neuer Akkus zu verwenden. Das Ergebniss habe ich mit dem BMV 700 festgehalten und es zeigt die Werte in Ah . Dieser Test ist kein Labortest, sondern der Test, die ich unter realen Bedingungen 2 mal im Jahr durchführe.
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Der Wechselrichter war das schwächste Glied, da dieser bei 2 Stunden schon recht warm wurde. Ich kann in diesem Zusammenhang auch noch einmal eindringlich warnen, ordendliche Kabel und Ringkabelschuhe zu verwenden.
So ich hoffe ich konnte mit meinem Test wieder einmal zu praktischen Erfahrungen beitragen. So jetzt muss ich nach Hause, sonst hängt der Haussegen noch schief :mrgreen:

IchBinsWieder am 10 Feb 2019 16:10:13

Hallo Lars,

immer wieder schön zu sehen ;)

Dennoch hab ich eine Frage.
Bis jetzt war ich immer in der Annahme, dass ein BC unabdingbar ist, da man den Ladezustand nicht an der Spannung ablesen kann, weil LiFe äußerst spannungsstabil bleibt.

Wenn ich mir aber den Drift zw. Ladezustand in % und Ah anschaue, passt das doch für mich weder vorne noch hinten zusammen. 50% = 71Ah .... 132Ah = 8%, aber 172Ah = 0% ... wobei es, ausgehend von 8%/132Ah rechnerisch 144Ah sein müssten, von 50% wäre es 142Ah, also nahezu gleich. Woher kommen also die 172Ah?
Kannst du mir das erklären bzw. wie man sich anhand des SoC orientieren kann?

lisunenergy am 10 Feb 2019 16:58:12

Hallo Charly,


Ich habe diesen Unterschied natürlich auch mitbekommen . Die Anlage wurde stark beansprucht und alle Kabel waren schon sehr warm. Ob der warme Shunt und der Peukert 1,05 diese Abweichung verursacht, konnte ich im Test nicht herausfinden,damit der Wert sich nicht verändert. Ich werde mal als nächsten Test versuchen den Peukert Wert auf 1,0 zu setzen. Leider fehlt mir die Zeit solche Spiele öfters durchzuführen . Vielleicht hat der eine oder andere mal Zeit die Werte zu ermitteln.
Von der Zeit her als Referenz für die Entladung bin ich aber nach wie vor extrem positiv überrascht,was so ein Akku zu leisten vermag. 7 Minuten vor der Abschaltung hatte ich den Akku noch einmal mit 1597 Watt belastet. Das ist wirklich krass.


lisunenergy am 10 Feb 2019 17:20:33

Ich hatte ja schon mal Kai Scheffler von Solarcomputer gefragt, ob er mit helfen könnte,die Werte noch genauer zu setzen,da von Victron leider keine Idee dazu kommt. Kai hat aber auch mit seinem Bluebattery zu tun und daher kamen bis jetzt noch keine Inputts .

biauwe am 10 Feb 2019 17:35:26

lisunenergy hat geschrieben:Ich werde mal als nächsten Test versuchen den Peukert Wert auf 1,0 zu setzen.


Ist es nicht so, dass der Wert mt zunehmenden Alter des Akkus erhöht werden muß?
Aber dann würde aber auch deine Ausbeute weniger weden.

Bodimobil am 10 Feb 2019 17:49:02

biauwe hat geschrieben:Ist es nicht so, dass der Wert mt zunehmenden Alter des Akkus erhöht werden muß?


Das ist bei Blei so. Ob es bei Li, insbesondere den Winston auch so ist kann man bisher so pauschal nicht sagen. U.a. dazu macht Lars ja diese Tests.

Stocki333 am 10 Feb 2019 18:12:22

Hallo Lars
Die Idee das es am Peukert Wert liegen könnte drängt sich auf. Nur was bringt es für die Praxis. Ist doch so bei deinen Bausätzen das die auf Sicherheit und Einfachheit getrimmt sind. Ist doch viel besser wenn der Kunde noch ein bischen Luft hat. Wer seinen Accu so in den Keller schickt und dies öfter, hat doch schon bei der Bedarfsanalyse den Fehler gemacht. Da sind die paar Ah die falsch berechnet werden, das absolut kleinere Übel. Und wer glaubt für 150.- Euro ein Hochgenaues Messinstrument zu kaufen liegt falsch. Lass die Einstellungen wie sie sind.
Eigentlich zählt nur der Endwert. Ist der immer gleich ist diese Information viel wichtiger für uns unbedarfte Womo-Besitzer.
Alles andere sind doch akademische Übungen für Spezialisten.
Lass wie es ist, 90% der Anwender deiner Anlagen freuen sich immer auf deine Messungen. Auch Ich.
Schönen Abend noch.
Franz

lisunenergy am 10 Feb 2019 18:55:05


Ist es nicht so, dass der Wert mt zunehmenden Alter des Akkus erhöht werden muß?
Aber dann würde aber auch deine Ausbeute weniger weden.



Ich habe ja den Wert 1,05 . Bei Blei verändert sich der Wert. Bei Lifeypo4 sehe ich das nicht so. Nicht zu vergessen ist der hohe Entladestrom von 2,5 Stunden am Stück. Da die Werte vom BMV gleich sind, sehe ich da keine großen Abweichungen zu früher. Ich habe aber auch geschrieben, das es keine Labormessung ist, sondern ein Test, ob nach den vielen Jahren eine Veränderung stattfindet. Auch wird der Akku nach heutiger Sicht viel zu hoch geladen. Auch hier keine Schädigung erkennbar. Wenn der Akku noch in 2 Jahren genau so läuft, sehe ich das als den bisher perfektesten Akku den ich je gehabt habe. Durch meine Solaranlagen mit Bleibatterien sehe ich ein Unterschied, der wie Tag und Nacht ist.

IchBinsWieder am 10 Feb 2019 19:45:08

Hallo Franz,

Stocki333 hat geschrieben:.....Die Idee das es am Peukert Wert liegen könnte drängt sich auf....

Das sehe ich auch so.

Stocki333 hat geschrieben:..... Ist doch viel besser wenn der Kunde noch ein bischen Luft hat. ....
Eigentlich zählt nur der Endwert.

Ist das nicht ein Widerspruch?

towi am 10 Feb 2019 20:12:42

Hallo Lars,

Cut Off für deinen Test ist immer 11,0 V unter Last ?

Schön zu sehen das die Zellen kurz vor Ende der Akkukappazität noch so hohe Ströme wegstecken. :-)
Wobei man leider nicht genau weiß wie groß die entnommene Kapazität ist, da sich BC's ja so einiges zurecht rechnen ...

Danke & Gruß
towi

Stocki333 am 10 Feb 2019 20:24:07

Hallo Charlie
Was nützt es uns allen wenn er die Testbedingungen ändert. Stiftet nur Verwirrung.
Im Herbst macht er den Test erneut mit korrigierten Peukertwert. Dann kommt 160Ah raus. Damit beginnt eine sinnlose Debatte.
Und keiner hat unter Laborbedingungen mit geeichten Messgeräten die 160er vermessen. Also weiss keiner von uns, wieviel entnehmbare Kapazität "wirklich" drin Ist.
Wir hatten bereits mal eine solche Debatte. Was bringt die Volladung von 14.4V auf 15,0V. Die Grenze ist ja erst bei16Volt. Genauso sinnvoll oder sinnlos wie diese Disskusion.
Aber nachdem du die Messwerte sehr gut interpretieren kanst, würde mich interresieren wie du deine Kapazität deiner Lithium bestimmst. Wir können nur dazu lernen, nichts verlieren.
LG Franz

lisunenergy am 10 Feb 2019 20:27:10

Die Abschaltung war um die 11 Volt. Ich habe jetzt nicht geschaut ,welche Zelle es zuerst war. Auch wenn es Abweichungen gibt, so ist ja der Vergleich zu den alten Tests gleich, weil sich die Messinstrumente nicht geändert haben.

ducato666 am 10 Feb 2019 20:59:15

Stocki333 hat geschrieben:Was bringt die Volladung von 14.4V auf 15,0V.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: nix

Beim Initialisieren der Akkus habe ich mit einem Modellbaulader plus Labornetzteil die Zellen parallel bis 3,6V (=14,4V bei seriell geschalteten Zellen) geladen. Das hat ewig gedauert (5 Tage), bis 3,4V Zellspannung erreicht waren, ab da ging's recht flott. Ich habe diese Phase jedoch nicht aufgezeichnet und kann keine genaueren Angaben machen.
Als der Lader bei 3,6V abgeschaltet hat, habe ich mit meinem Labornetzteil, daß nur 1,5A Strom liefern kann, die Spannung aber sehr genau hält bis 3,75V (=15V nach serieller Verschaltung) weiter geladen.
Von 3,6V bis 3,75V hat es nur knappe drei Stunden gedauert, das sind maximal 4,5Ah, die zusätzlich in den Akkupack von 640Ah Gesamtkapazität (4x160Ah) geflossen sind.

Fazit: es wurden ab 3,6V bis 3,75V ganze 0,7% zusätzlich eingeladen.

Wie Lars schon selbst bemekrt hat: würde er jetzt die Parameter des Batteriemonitors anpassen, würde das die weitere Testreihe verfälschen. Auch wenn die absolute Kapazität vielleicht nicht auf's letzte Ah genau gemessen wird, interessant ist ja letztendlich die bislang nicht messbare Veränderung der Kapazität im Vergleich zu den Vorjahren bei gleichem oder zumindest ähnlichem Messaufbau.

Viele Grüße
Ducato666

IchBinsWieder am 10 Feb 2019 21:04:31

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Charlie
Was nützt es uns allen wenn er die Testbedingungen ändert. Stiftet nur Verwirrung. ....Damit beginnt eine sinnlose Debatte.

Das wäre vermutlich so ... kann man nicht leugnen

Stocki333 hat geschrieben:Aber nachdem du die Messwerte sehr gut interpretieren kanst, würde mich interresieren wie du deine Kapazität deiner Lithium bestimmst.

Dazu braucht es keine LiFe, die habe ich auch gar nicht ... die Zahlen sprechen für sich, schmälern aber nicht im Geringsten das Ergebnis bzw. den Test.

Stocki333 hat geschrieben:Wir können nur dazu lernen, nichts verlieren.

Richtig ... dazu gehört auch der richtige Peuckert-Wert

Letztlich wird er dafür sorgen, dass bei 50% 86Ah stehen und nicht 71Ah .... genauso würde bei 8% 158Ah stehen und nicht 132Ah.
Das ändert am Akku nichts ... aber an der Anzeige des BCs

lisunenergy am 10 Feb 2019 21:13:57

Was ich noch dazu sagen muss, ist das der BMV nach der Victron Anleitung eingestellt ist. Also keine Werte von mir .

Stocki333 am 10 Feb 2019 21:19:32

Hallo Charlie
Danke für die Antwort.
LG Franz

andwein am 11 Feb 2019 16:49:10

lisunenergy hat geschrieben:Ob der warme Shunt und der Peukert 1,05 diese Abweichung verursacht, konnte ich im Test nicht herausfinden,damit der Wert sich nicht verändert. Ich werde mal als nächsten Test versuchen den Peukert Wert auf 1,0 zu setzen.

Ich persönlich glaube schon, dass der Peukert-Wert bei jedem chemisch arbeitenden Batterietyp mit dem Batteriealter korrigiert werden müsst. Meine Begründung dafür:
Der Peukert wert soll als Korrekturfaktor bei steigendem Stromfluss die restliche Batteriekapazität korrigieren. Allerdings sinkt der Stromfluss (bei gleichen Verbraucherbedingungen) mit dem Alter, da die chem. Reaktionen durch innere Veränderungen der Batterien langsamer oder nicht mehr so wirksam ablaufen. Bei Bleibatterien ist es schon vielfach untersucht worden, bei Lithium fehlen diese Langzeiterfahrungen bzw. Untersuchungen. Ob ein Peukert von 1,05 oder 1,07 allerdings erheblich ist und messbare Auswirkungen hat (bei all den anderen messtechnischen Ungenauigkeiten, darüber bin ich mir nicht so sicher
Warum eigentlich Peukert 1,0, müsste der nicht größer werden, z.B. 1,07?? oder habe ich gerade einen Knoten im Gehirn?
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas

IchBinsWieder am 11 Feb 2019 18:34:44

Letztlich habe ich das Thema angestoßen, aber scheinbar aus einem (etwas) anderen Blickwinkel.
In aller erster Linie denke ich, dass die falsche Kapazität im BC hinterlegt ist. Vermutlich sind es 160Ah ... so wie es auf den Zellen steht. Bekanntlich haben die Zellen eine Überkapazität und die ist doch durch den Test mehrfach nachgewiesen. Sollte man die Meßergebnisse nicht einfach auf den Kapazitätswert übertragen? Dann müsste man 172Ah eintragen und hätte -16Ah nicht 89% sondern etwa 91%, bei 71Ah nicht 50% sondern rund 61%, bei 132Ah rund 23% und nicht 8% ... natürlich davon ausgehend, dass der Peuckert Wert angepasst ist und den ich mit 1,05 für zu hoch halte.
Es gibt hier --> Link? ein online-Tool mit dem man aus zwei Werten den Peuckert-Wert berechnen kann. Das wird zwar aufzeigen (wenn man drei C-Werte hat) wie ungenau dieser Berechnung ist, dient aber sicherlich als Hilfsmittel, mit dem ich meinen BC sehr zuverlässig eingestellt bekommen habe. Bei meiner BK gibt es die Kapa-Werte für C10(120Ah), C20( 132AH) und C120(144Ah). Aus C10 und C20 ergibt sich ein Wert von 1,14 aber C120 driftet auf 170Ah ab ... nimmt man C10 und C120 als Orientierungswert, ergibt sich zwar für C20 rechnerisch falsche 126Ah, aber irgendeinen Fehler muss ich wohl hinnehmen. So bin ich letztlich bei 1,07 gelandet und das funktioniert ganz gut.

Da die BK aber lange nicht so stromfähig wie die Gelbe ist, halte ich den Wert von 1,05 für falsch und würde deutlich Richtung 1 wandern. Ob 1 oder 1,01 richtig ist, lässt sich doch durch zwei Tests herausbekommen.


btw.: Solange die Zellen selbst auf den letzten Metern noch einen so hohen Strom bereitwillig liefern würde ICH Alterung der Chemie ausschließen. Das mag in der Theorie so sein, aber die Praxis bestätigt das NOCH nicht.

lisunenergy am 11 Feb 2019 18:59:20

Ich habe auch lange darüber nachgedacht. Ich habe 160Ah eingetragen. Die Ah ändert sich nicht wenn ich auf 1,0 gehe. Der Ah Wert wird stimmen, nur die Umrechnung zu SOC stimmt nicht. Bei Blei rechnet man ja aus wie viel Ah möglich sind, bis zur Entladegrenze. Werde den Test noch mal mit 1,0 durchführen.

IchBinsWieder am 11 Feb 2019 19:22:07

lisunenergy hat geschrieben:Bei Blei rechnet man ja aus wie viel Ah möglich sind, bis zur Entladegrenze.

Das wird doch bei LiFe genauso möglich sein, oder?

lisunenergy hat geschrieben:Werde den Test noch mal mit 1,0 durchführen.

Trägst du dann auch 172Ah ein, oder belässt du es bei 160Ah?

MountainBiker am 11 Feb 2019 19:58:26

Hallo,

wenn Du Dir die Entladekennlinien der LiFeYPO4 Batterie (hier Winston 100Ah) ansiehst, dan erkennst Du, dass die Entladekennlinien alle annähernd parallel verlaufen:
Bild
Daraus läßt sich ableiten, dass die entnommene Energie nur um den Anteil "Spannungsabfall am R(i)" verringert wird, d.h. die entnommenen Ah sind immer ungefähr die selben. Daraus müßte sich eine Peukert-Wert von annähernd 1 ableiten.
Mit dem Berechnen der entnommenen Ladung ist das so eine Sache:
Bild
Aus dem Bild kann man zwischen 1C und 0,1C eine Spannungsabhängigkeit ablesen:
3,468V - 3,326V = 0,142V für die Entnahme von 0,9C entnehmen (in diesem Bereich ist das annähernd linear), daraus ergibt sich eine Spannungsunterschied von lediglich 1,5mV je % Ladungskapazität. Leider ist dies mit der Messgenauigkeit von normalen Batteriecomputern nicht machbar. Mit einen hochwertigen Labormeßgerät, dass mindestens 4,5 Dekaden auflöst und eine Abweichung <0,1% (+1Digit) ist dass machbar aber sonst???

IchBinsWieder am 11 Feb 2019 21:21:57

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,

wenn Du Dir die Entladekennlinien der LiFeYPO4 Batterie (hier Winston 100Ah) ansiehst, dan erkennst Du, dass die Entladekennlinien alle annähernd parallel verlaufen:
Bild



Scheinbar sehe ich schon etwas ähnliche, aber auch etwas anderes.
Ja, die Linien verlaufen nahezu parallel, aber Kapazitäten je nach Belastung zw. 104% und 115%. Demnach kann der Peuckert nicht dem Ideal von 1 entsprechen. Das liese sich durch zwei Tests herausfinden ... einmal kleiner Strom, einmal großer Strom und schauen was raus kommt.

MountainBiker am 11 Feb 2019 21:25:40

Ja, weil bei einer Zellenspannung von 2,8V abgebrochen wird. :D
Die entnommene Kapazität ist bis dahin ungefähr gleich (Strom/Ri)!

Stocki333 am 11 Feb 2019 22:09:03

Hallo ducato666
Genau so sehe ich das auch. Und ich wünsche Lars das seine alte Ladetechnik noch lange durchhält. Somit haben wir vergleichbare Tests.
Mit immer identen Bedingungen. Das erachte ich als sehr wichtig. Und man liest hier immer im Forum, wenn ich Li einbaue,muss ich noch xxEuro für Ladetechnik investieren.
Als vor 3 J. meine Winston installiert habe, gab es auch verschiedene Meinungen zum Peukert, So zwischen 1,02 - 1,06. Ich habe mich dann für 1,04 entschieden. Meine Hausnr ist 4. und es funktioniert.
Schöne Grüsse aus Österreich
Franz

lisunenergy am 11 Feb 2019 22:20:59

An der Anlage verändere ich nichts ! Es juckt mich schon lange, weil die Steca Laderegler wirklich nicht ideal sind.
Ein Victron mppt wäre sehr gut. Ich will aber das alles so lassen, damit wir gleiche Werte erhalten. Die entnommene Ah bleibt ja gleich nur stimmt der SOC Wert nicht bei diesem Test. Fakt ist aber wieder, das 2,5 Stunden am Stück der Akku Strom in dieser Höhe geliefert hat.

MountainBiker am 11 Feb 2019 22:38:47

Hallo Lars,

Und das ist gut so, damit der Langzeittest auch vergleichbare Ergebnisse liefert.

Und der Stresstest mit Bleiladeparametern kommt mir sehr entgegen. :top:

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