ich versuch es mal wieder mit einem Reisebericht. Er wird ergänzt, wann immer ich Zeit habe. Diesmal wollten wir einmal die Republik von Nord nach Süd durchqueren. Wir hatten drei Wochen Zeit dafür. Einige Zwischenhalte waren eingeplant, insbesondere ein Besuch bei unserer studierenden Tochter in Germersheim am Rhein.
Los ging es am 08.07.2016, einem Freitag. Zunächst stellten wir einige Überlegungen an, wie wir am Besten staufrei durch den Elbtunnel und Richtung Hannover kommen. Wir wählten den späten Vormittag, der Berufsverkehr war durch, der Freitag-Mittag-Feierabendverkehr noch nicht begonnen und der Urlauberverkehr auch noch nicht. So kamen wir wirklich super durch die Baustellen und den Elbtunnel. Bekanntlich mag ich ja keine LKW :mrgreen: Wir hatten Glück; die Brummi-Fahrer machten Pause und wir konnten gut durchfahren. Erst auf der A 7 dann auf die A 2. Wir hatten uns vorgenommen die erste Teilstrecke bis ca. Porta Westfalica zu machen. Gesagt getan, am Nachmittag waren wir da. Ganz raufgefahren zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Oben ist ein Parkplatz, der sich sicher auch für Übernachtungen eignet. Als wir dort waren, wurde gebaut. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird restauriert.

. Eigentlich sehr schön da oben, aber wir mussten noch einkaufen, weil wir ohne Lebensmittel losgefahren sind (war so beabsichtigt). Na gut für einen Kaffee da oben hatten wir noch Zeit. Überlegt, wie es weiter gehen soll und uns eine schöne Strecke ohne Autobahn gefunden. Wir hatten uns sowieso vorgenommen, möglichst oft die Autobahn zu verlassen und durch die Landschaft zu fahren.
Also unsere neuen Straßenkarten vom ADAC ausgepackt und nachgesehen, welches eine schöne Strecke ist, die unserem Ziel näher kommt. Unser Ziel für den heutigen Tag war Horn-Bad Meinberg. Auf dem Stellplatz waren wir bereits auf unserer Wanderung auf dem Hermannsweg bereits einmal und es hat uns dort gut gefallen. Über Vlotho, Lemgo Detmold sind wir dann nach Horn-Bad Meinberg gefahren. Eingekauft haben wir in Lemgo. In Horn-Bad Meinberg auf dem Stellplatz uns kurz eingerichtet und dann ab in den Kurpark für einen Spaziergang.
Nicht weit entfernt sind die berühmten Externsteine, denen wir bereits im Frühjahr auf unserer Wanderung auf dem Hermannsweg einen Besuch abgestattet haben.

Nach einem kleinen Spaziergang durch Horn-Bad Meinburg haben wir es uns gemütlich gemacht und einigermaßen zeitig schlafen gegangen. Es sollte ja morgen früh weitergehen.
Am Sonnabend Morgen gefrühstückt, dann ging es weiter. Aber nicht über die Autobahn, wir wollten ja ein wenig was zu sehen bekommen und immer wieder mal aussteigen und kleine Wanderungen oder Spaziergänge unternehmen.
Also zunächst Richtung Paderborn, von dort über die B 68 über Bar Arolsen und Korbach zum Edersee.



Sehr schön dort, wir werden sicher noch einmal dort vorbeischauen.
Auf einer gut ausgebauten Bundesstraße immer am Fluss entlang ging es weiter auf der B 252 Richtung Marburg. An Marburg vorbei (Schade, nicht angehalten, aber unsere Tochter wartete in Germersheim 8) Dann doch noch mal auf die A 5 und an Frankfurt vorbei (hab versucht im Vorbeifahren die Skyline zu fotografieren, leider nicht gelungen). Dann weiter auf der A 67, A 6 und B 9 über den Rhein nach Germersheim.

Dort wurden wir bereits erwartet. :lol:
Erstmal das Wohnmobil zum Stellplatz an der Carnottschen Mauer gebracht. Eigentlich dachten wir, es sei nicht viel los. Schwer getäuscht, der Stellplatz war (mal wieder) sehr gut besucht. Übernachtungspreis EUR 7,00. Mit Ver- und Entsorgungsstation. Sehr nett gelegen nicht weit zum Rhein.


Es ist richtig warm in Germersheim. Hier haben wir zum ersten Mal unsere Fahrräder vom Fahrradständer geholt und sind losgefahren. Am Rhein entlang Richtung Sonderheim. Dort in der Ziegelei direkt am Rhein kann man wunderbar Weinschore trinken.

und Schiffe gucken.
.Ein paar Tage bleiben wir jetzt dort und verbringen unsere Zeit mir Fahrradtouren z.B. nach Speyer (puuh war das heiß).

Aber Mücken gibt es dort ohne Ende. Wir waren total zerstochen. In Germersheim haben wir eine Nachenfahrt gemacht. Sehr zu empfehlen. Auf einem Altarm des Rheins in einem kleinen Bötchen ganz leise kann man die Tiere dort beobachten. Leider auch die Mücken. Das Fußballendspiel der Europameisterschaft wollten wir uns draußen ansehen, aber wir haben die Flucht ergriffen. Für die Mücken war diese Veranstaltung ein Fest. Und unsere Tochter erklärte uns, Germersheim sei Autan-Versuchsgebiet. Die Mücken dort lachen sich über Autan nur noch tot. Da muss man schon zu härteren Geschützen greifen. Haben wir dann auch und haben Antibrumm gekauft. Damit ging es einigermaßen.
Aber es hat sich gelohnt. Eigentlich wollten wir uns Speyer ansehen, aber dort war gerade Brezelfest. Noch nie davon gehört, aber als wir ankamen, pünktlich, legten die dort los mit dem Umzug. Über 100 Wagen. Das ist mal eine Konkurrenz für Köln und Mainz :lol:



Und statt mit Kamellen wurde mit Brezeln geworfen. Es war wirklich lustig, zumal ich noch nie!! bei einem solchen Umzug (auch nicht beim Karneval) war.
Natürlich haben wir auch Heidelberg und sein Schloss besucht. Mit der Bahn von Germersheim sehr gut zu erfahren. Tagesticket für 2 Personen kostet unter 30 Euro (genauen Betrag weiß ich nicht mehr).




Mit der Zahnradbahn sind wir zum Schloss hinauf gefahren. Studenten mit Semesterticket fahren umsonst und Rentner erhalten Ermäßigungen. Ansonsten kostet die Fahrt bis ganz nach oben und zurück EUR 10,00. Hat sich gelohnt, war eine schöne Tour.
Als wir oben am Schloss waren, konnten wir schon von weitem sehen, was da auf uns zu kommt. Ein riesiges Regengebiet raste auf uns zu. Wir konnten gar nicht schnell genug einen geschützen Platz suchen, als es auch schon schüttete. Aber so schnell wie der Regen kam war er auch schon wieder verschwunden.




Uni Heidelberg von innen. Kann man besichtigen. Leider waren wir spät dran und konnten nicht alle Räume, insbesondere die historische Bibliothek ansehen. Schade. Dann eben nächstes Mal.
Nach ein paar Tagen sollte es nun weiter gehen. Richtung Bodensee. Dzu sind wir zunächst auf der B 9 Richtung Karlsruhe und dann auf die A 8 Richtung Pforzheim. Hier war es voll, richtig voll. Und die von mir so geschätzten LKW dicht an dicht. :<
So sind wir dann die A8 und die A 81 bis zum Bodensee gefahren. Die Insel Reichenau war unser Ziel. Zwischendurch hier und da eine Pause gemacht. Am späten Nachmittag kamen wir auf Reichenau an. Dort haben wir uns dann einen Stellplatz gesucht und schnell gefunden. Der Campingplatz war ausgebucht. Aber der Stellplatz war leer - als wir ankamen. Wir kamen bei strömendem Regen an. Hoffentlich bleibt es nicht so. Nach einer Weile hörte der Regen auf und wir konnten uns daran machen, uns einen Stromanschluss zu beschaffen. Wir wollten den Kühlschrank darüber laufen lassen, weil es Probleme mit dem Gasbetrieb gab. Wahrscheinlich hat sich ein Insekt (Spinne) in den Luftansaugkamin verirrt und dafür gesorgt, dass der Brenner nicht mehr richtig funktioniert. Gut muss man reparieren lassen, aber nicht jetzt, sondern bei nächster Gelegenheit :D .
Unsere Fahrräder wieder geschnappt und erst einmal eine Runde gedreht.

Es ist wunderschön auf Reichenau. Und so ruhig. Es ist unglaublich, obwohl viele Menschen hier sind, ist es sehr, sehr ruhig.

Wir haben uns dort auch unseren Wein und Gemüse ganz frisch eingekauft. Sehr lecker (sowohl der Wein als auch das Gemüse)


So. schon während ich hier so schreibe und Bilder raussuche, könnte ich wieder losfahren. Trotzdem muss ich für heute Schluss machen. Morgen ist wieder ein Arbeitstag. Ich hoffe, ihr habt auch ein wenig Freude an unserer Reise. Der Bericht wird fortgesetzt, sobald ich wieder Zeit habe zu schreiben.
Bis dahin
viele Grüße
Margratete

