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motorradtraeger

Von Hamburg bis zum Bodensee, eine Sommerreise


margratete am 08 Jan 2017 23:44:31

Liebe Forumsmitglieder,

ich versuch es mal wieder mit einem Reisebericht. Er wird ergänzt, wann immer ich Zeit habe. Diesmal wollten wir einmal die Republik von Nord nach Süd durchqueren. Wir hatten drei Wochen Zeit dafür. Einige Zwischenhalte waren eingeplant, insbesondere ein Besuch bei unserer studierenden Tochter in Germersheim am Rhein.
Los ging es am 08.07.2016, einem Freitag. Zunächst stellten wir einige Überlegungen an, wie wir am Besten staufrei durch den Elbtunnel und Richtung Hannover kommen. Wir wählten den späten Vormittag, der Berufsverkehr war durch, der Freitag-Mittag-Feierabendverkehr noch nicht begonnen und der Urlauberverkehr auch noch nicht. So kamen wir wirklich super durch die Baustellen und den Elbtunnel. Bekanntlich mag ich ja keine LKW :mrgreen: Wir hatten Glück; die Brummi-Fahrer machten Pause und wir konnten gut durchfahren. Erst auf der A 7 dann auf die A 2. Wir hatten uns vorgenommen die erste Teilstrecke bis ca. Porta Westfalica zu machen. Gesagt getan, am Nachmittag waren wir da. Ganz raufgefahren zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Oben ist ein Parkplatz, der sich sicher auch für Übernachtungen eignet. Als wir dort waren, wurde gebaut. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird restauriert.

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Eigentlich sehr schön da oben, aber wir mussten noch einkaufen, weil wir ohne Lebensmittel losgefahren sind (war so beabsichtigt). Na gut für einen Kaffee da oben hatten wir noch Zeit. Überlegt, wie es weiter gehen soll und uns eine schöne Strecke ohne Autobahn gefunden. Wir hatten uns sowieso vorgenommen, möglichst oft die Autobahn zu verlassen und durch die Landschaft zu fahren.

Also unsere neuen Straßenkarten vom ADAC ausgepackt und nachgesehen, welches eine schöne Strecke ist, die unserem Ziel näher kommt. Unser Ziel für den heutigen Tag war Horn-Bad Meinberg. Auf dem Stellplatz waren wir bereits auf unserer Wanderung auf dem Hermannsweg bereits einmal und es hat uns dort gut gefallen.  Über Vlotho, Lemgo Detmold sind wir dann nach Horn-Bad Meinberg gefahren. Eingekauft haben wir in Lemgo. In Horn-Bad Meinberg auf dem Stellplatz uns kurz eingerichtet und dann ab in den Kurpark für einen Spaziergang.
Nicht weit entfernt sind die berühmten Externsteine, denen wir bereits im Frühjahr auf unserer Wanderung auf dem Hermannsweg einen Besuch abgestattet haben.


Nach einem kleinen Spaziergang durch Horn-Bad Meinburg haben wir es uns gemütlich gemacht und einigermaßen zeitig schlafen gegangen. Es sollte ja morgen früh weitergehen.

Am Sonnabend Morgen gefrühstückt, dann ging es weiter. Aber nicht über die Autobahn, wir wollten ja ein wenig was zu sehen bekommen und immer wieder mal aussteigen und kleine Wanderungen oder Spaziergänge unternehmen.
Also zunächst Richtung Paderborn, von dort über die B 68 über Bar Arolsen und Korbach zum Edersee.




Sehr schön dort, wir werden sicher noch einmal dort vorbeischauen.

Auf einer gut ausgebauten Bundesstraße immer am Fluss entlang ging es weiter auf der B 252 Richtung Marburg. An Marburg vorbei (Schade, nicht angehalten, aber unsere Tochter wartete in Germersheim 8) Dann doch noch mal auf die A 5 und an Frankfurt vorbei (hab versucht im Vorbeifahren die Skyline zu fotografieren, leider nicht gelungen). Dann weiter auf der A 67, A 6 und B 9 über den Rhein nach Germersheim.


Dort wurden wir bereits erwartet. :lol:

Erstmal das Wohnmobil zum Stellplatz an der Carnottschen Mauer gebracht. Eigentlich dachten wir, es sei nicht viel los. Schwer getäuscht, der Stellplatz war (mal wieder) sehr gut besucht. Übernachtungspreis EUR 7,00. Mit Ver- und Entsorgungsstation. Sehr nett gelegen nicht weit zum Rhein.


Es ist richtig warm in Germersheim. Hier haben wir zum ersten Mal unsere Fahrräder vom Fahrradständer geholt und sind losgefahren. Am Rhein entlang Richtung Sonderheim. Dort in der Ziegelei direkt am Rhein kann man wunderbar Weinschore trinken.

und Schiffe gucken.
.

Ein paar Tage bleiben wir jetzt dort und verbringen unsere Zeit mir Fahrradtouren z.B. nach Speyer (puuh war das heiß).


Aber Mücken gibt es dort ohne Ende. Wir waren total zerstochen. In Germersheim haben wir eine Nachenfahrt gemacht. Sehr zu empfehlen. Auf einem Altarm des Rheins in einem kleinen Bötchen ganz leise kann man die Tiere dort beobachten. Leider auch die Mücken. Das Fußballendspiel der Europameisterschaft wollten wir uns draußen ansehen, aber wir haben die Flucht ergriffen. Für die Mücken war diese Veranstaltung ein Fest. Und unsere Tochter erklärte uns, Germersheim sei Autan-Versuchsgebiet. Die Mücken dort lachen sich über Autan nur noch tot. Da muss man schon zu härteren Geschützen greifen. Haben wir dann auch und haben Antibrumm gekauft. Damit ging es einigermaßen.

Aber es hat sich gelohnt. Eigentlich wollten wir uns Speyer ansehen, aber dort war gerade Brezelfest. Noch nie davon gehört, aber als wir ankamen, pünktlich, legten die dort los mit dem Umzug. Über 100 Wagen. Das ist mal eine Konkurrenz für Köln und Mainz :lol:




Und statt mit Kamellen wurde mit Brezeln geworfen. Es war wirklich lustig, zumal ich noch nie!! bei einem solchen Umzug (auch nicht beim Karneval) war.

Natürlich haben wir auch Heidelberg und sein Schloss besucht. Mit der Bahn von Germersheim sehr gut zu erfahren. Tagesticket für 2 Personen kostet unter 30 Euro (genauen Betrag weiß ich nicht mehr).





Mit der Zahnradbahn sind wir zum Schloss hinauf gefahren. Studenten mit Semesterticket fahren umsonst und Rentner erhalten Ermäßigungen. Ansonsten kostet die Fahrt bis ganz nach oben und zurück EUR 10,00. Hat sich gelohnt, war eine schöne Tour.

Als wir oben am Schloss waren, konnten wir schon von weitem sehen, was da auf uns zu kommt. Ein riesiges Regengebiet raste auf uns zu. Wir konnten gar nicht schnell genug einen geschützen Platz suchen, als es auch schon schüttete. Aber so schnell wie der Regen kam war er auch schon wieder verschwunden.





Uni Heidelberg von innen. Kann man besichtigen. Leider waren wir spät dran und konnten nicht alle Räume, insbesondere die historische Bibliothek ansehen. Schade. Dann eben nächstes Mal.

Nach ein paar Tagen sollte es nun weiter gehen. Richtung Bodensee. Dzu sind wir zunächst auf der B 9 Richtung Karlsruhe und dann auf die A 8 Richtung Pforzheim. Hier war es voll, richtig voll. Und die von mir so geschätzten LKW dicht an dicht. :<
So sind wir dann die A8 und die A 81 bis zum Bodensee gefahren. Die Insel Reichenau war unser Ziel. Zwischendurch hier und da eine Pause gemacht. Am späten Nachmittag kamen wir auf Reichenau an. Dort haben wir uns dann einen Stellplatz gesucht und schnell gefunden. Der Campingplatz war ausgebucht. Aber der Stellplatz war leer - als wir ankamen. Wir kamen bei strömendem Regen an. Hoffentlich bleibt es nicht so. Nach einer Weile hörte der Regen auf und wir konnten uns daran machen, uns einen Stromanschluss zu beschaffen. Wir wollten den Kühlschrank darüber laufen lassen, weil es Probleme mit dem Gasbetrieb gab. Wahrscheinlich hat sich ein Insekt (Spinne) in den Luftansaugkamin verirrt und dafür gesorgt, dass der Brenner nicht mehr richtig funktioniert. Gut muss man reparieren lassen, aber nicht jetzt, sondern bei nächster Gelegenheit :D .

Unsere Fahrräder wieder geschnappt und erst einmal eine Runde gedreht.

Es ist wunderschön auf Reichenau. Und so ruhig. Es ist unglaublich, obwohl viele Menschen hier sind, ist es sehr, sehr ruhig.

Wir haben uns dort auch unseren Wein und Gemüse ganz frisch eingekauft. Sehr lecker (sowohl der Wein als auch das Gemüse)



So. schon während ich hier so schreibe und Bilder raussuche, könnte ich wieder losfahren. Trotzdem muss ich für heute Schluss machen. Morgen ist wieder ein Arbeitstag. Ich hoffe, ihr habt auch ein wenig Freude an unserer Reise. Der Bericht wird fortgesetzt, sobald ich wieder Zeit habe zu schreiben.

Bis dahin
viele Grüße
Margratete

Gast am 09 Jan 2017 07:17:41

Hallo Margratete,
vielen Dank, dass du uns an eurer Reise teil haben lässt.
Es ist für mich immer interessant zu lesen, was andere Wohnmobilisten so erfahren und erleben. Daraus kann ich neue Ziele erkennen oder auch etwas lernen.

Schau dir mal deine Bilder an: Teilweise stehen sie auf dem Kopf bzw. sind auf die Seite geneigt. Das lässt sich aber von dir ändern.

Bin mal gespannt, wie es weiter geht.

Sonnige Zeiten
gerwulf

Tipsel am 09 Jan 2017 08:32:15

Ich dreh die Bilder. Allerdings kanns etwas dauern.

iwoi am 09 Jan 2017 11:55:42

Immer wieder interessant zu sehen, welche schönen Landschaften Deutschland zu bieten hat. Bin gespannt wie es weiter geht.

Jonah am 09 Jan 2017 12:17:38

Sehr schöner Bericht. Freue mich ebenfalls auf die Forstzung. :ja:

margratete am 10 Jan 2017 22:39:27

Danke Christel,
Was hab ich falsch gemacht, wie kann ich es korrigieren. Auf meinem IPhone sind die Bilder richtig rum
Viele Grüße
Margratete

manni63 am 11 Jan 2017 13:02:54

Toller Bericht...

Bilder stehen alle RICHTIG rum :lol:

.... bin schon gespannt wie es weiter geht :)

womifahrer am 11 Jan 2017 13:28:50

hallo.....Tolle Bilder,schöne Tour,waren im letztem Jahr bei unserer Deutschlandrundfahrt auch ähnlich unterwegs,wir können auch immer wieder schöne Ecken erkunden,viel Spass weiterhin.

leoline am 11 Jan 2017 13:29:05

Ein toller Bericht, danke, Reichenau kannte ich überhaupt nicht, wußte auch nicht, dass man da mit dem Wohnmobil hin kann. Man lernt immer wieder was dazu.

margratete am 14 Jan 2017 23:49:07

Aber nun geht's weiter.
Hier noch Fotos von unser Nachenfahrt auf dem Alt-Rhein in Germersheim



Sieht aus wie ein Krokodil - ist ein Baumtamm :D

Angekommen waren wir auf Reichenau im strömenden Regen. Der Stellplatz: Zum Sandseele, 78479 Reichenau, Koordinaten: 47°41’58’’N, 09°02’48’’O, liegt in der Nähe eines Campingplatzes. Er ist zweckmäßig eingerichtet. Als wir ankamen stand nur ein Wohnmobil da. Bis zum Wasser war es ein kleiner Spaziergang von nicht einmal 5 Minuten

Nach unserer Ankunft dauerte es nicht lange und es hörte auf zu regnen, so dass wir einen kleinen Spaziergang unternahmen. Wir wollten ein paar Tage bleiben und die nähere Umgebung mit dem Fahrrad erkunden. Am nächsten Tag zog es uns daher nach Konstanz. Von der (Halb- Insel kommt man auf einem schönen Radweg aufs Festland und dort entlang des Bahndammes auf einem Fuß- und Radweg nach Konstanz (Länge ca. 13 km). Eine schöne Tour ganz ungestört vom Autoverkehr und ziemlich eben, landet man unweigerlich mitten in Konstanz. Die Suche nach einem Fahrradabstellplatz gestaltete sich nicht ganz einfach, aber irgendwann hatten wir einen gefunden, bei dem wir die Fahrräder auch richtig anschließen konnten.
Zunächst schauten wir uns die Stadt ein. Sie ist wirklich sehr hübsch und gemütlich.

Interessant fanden wir, dass die Innenhöfe dieser Häuser (das hier ist das Rathaus von Konstanz) sehr schön gestaltet sind. Erinnerte mich ein wenig an Barcelona, aber auch Italien. Im Innenhof vom Rathaus fanden wir das:

Ein witziges Kunstwerk, das sich auf Knopfdruck in Bewegung setzte.

Bemalte Häuser begleiteten uns überall durch die Innenstadt.


Die Imperia, eine Statue am Hafen von Konstanz soll an das Konzil in Konstanz erinnern und beherbergt einen Pegel. Zu der Zeit als wir in der Region war, war der Wasserstand des Bodensees sehr hoch, noch die Nachwirkungen der im Juni/Juli herrschenden Unwetter.



Hier fließt der Rhein mit starker Strömung

Das war mal ein Kloster.
Im Orteilsteil Paradies (was für ein Name) hatte der Zirkus Krone sein Lager aufgeschlagen (ich glaube, dass das dort ihr Hauptsitz ist, weiß ich aber nicht genau). Die Anwesenheit der Löwen war nicht zu überhören  :D
Wir haben dann noch einen Grenzübertritt vorgenommen :lol:

Nach einem kleinen - nicht besonders spektakulären Spaziergang

gings zurück. :lol: Nach einer kleinen Stärkung haben wir dann wieder unsere Fahrräder gesattelt und uns auf den ca. 13 km langen Rückweg gemacht. Das war ganz schön sportlich.
Auf Reichenau angekommen, haben wir uns dort mit frischem Salat, Gurken und Tomaten eingedeckt und daraus ein leckeres und gesundes Abendbrot gezaubert.Später haben wir noch einen kleinen Abendspaziergang genossen.

Bis uns die Mücken zurücktrieben ins Wohnmobil. :D  :D  :D Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, uns den Rheinfall bei Schaffhausen anzusehen. Wir haben uns angewöhnt, nicht überall mit dem Wohnmobil hinzufahren, sondern weitestgehend das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wenn man auf Reichenau den Campingplatz nutzt, kann man die öffentlichen Verkehrsmittel sogar kostenlos nutzen. Der Campingplatz war während unserer Zeit auf Reichenau ausgebucht, wir standen, wie bereits erwähnt, auf dem Stellpatz. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind jedoch bezahlbar. Wir haben mit dem Bus die Insel verlassen zum Bahnhof auf dem Festland. Bereits im Bus konnten wir die Baden-Württemberg-Karte erwerben (unter 30 Euro für 2 Personen). Vom Bahnhof mit dem Zug bis nach Schaffhausen (einmal umsteigen), alles in der Fahrkarte enthalten. In Schaffhausen eine Fahrkarte gelöst - und dann doch auf Schusters Rappen gegangen  ;D Immer am Rhein entlang. Es war herrlich. Kann ich nur empfehlen. Ich weiß nicht mehr wie lang der Weg ist, ich glaube so ca 3 bis 5 km. Und man geht die ganze Zeit direkt am Rhein entlang. Der Rhein wird immer lauter, je näher man dem Wasserfall kommt, die Strömung auch immer stärker.

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Kleine Boote fahren ganz nah hin zur Insel am Rheinfall. Abenteuerlich - aber wir haben darauf verzichtet. Wir sind über die Brücke von einer Seite auf die andere. Dann unzählige Stufen hinauf zum Schloss. Dort wieder runterWir hatten unser Picknick dabei, daher setzten wir uns irgendwann auf eine Bank und beobachteten die Leute - und es waren viele -

und viele Fische :lol:


Wir waren beeindruckt.
Später gingen wir noch nach Neuhaus. Zurück nach Schaffhausen sind wir dann mit dem Bus gefahren. Wir waren genug bergauf und bergab gelaufen.  :D
Allerdings wollten wir Schaffhausen nicht ohne einen kleinen Besuch verlassen.


In Schaffhausen kann man sehr nett auf einer kleinen Mauer am Rhein sitzen. Das haben wir einen Augenblick genossen, bevor wir in den Zug stiegen, um zurück nach Reichenau zu kommen. Mit dem letzten Bus haben wir den Stellplatz erreicht. Der Tag war dann nicht mehr lang, wir sind ziemlich bald ins Bett gefallen.

Nachdem wir noch ein paar Tage die Schönheit und Ruhe Reichenaus und Umgebung genossen haben, sollte es langsam zurück gehen. Außerdem brauchten wir doch langsam eine Werkstatt für unseren Kühlschrank. Da der Gasbetrieb nicht funktionierte waren wir darauf angewiesen, auf Stellplätze mit Stromanschluss zu gehen. Der Betrieb des Kühlschranks mit Strom war angesichts der hohen Temperaturen jedoch schwierig. Die Werkstatt in Stockach wollte uns nicht helfen. Sehr unfreundlich dort. Aber wir lassen uns den Urlaub nicht verderben. In Böhl-Iggelheim bei Firma Weber wurde uns geholfen. Der Brenner gereinigt (ein Insekt - Spinne- hat dort den Luftstrom verändert, das führte zu einer Verrußung) und alles wieder ok. Anschließend haben wir unsere Tour Richtung Norden ausgesucht. Es sollte ab Neustadt die Weinstraße Richtung Koblenz gehen. Die B 271 bzw. auf der L 439 und durch hübsche kleine Orte mit schmalen Straßen vorbei an Weinbergen ging es weiter. Eigentlich dachten wir daran, in Worms Station zu machen, aber der Stellplatz gefiel uns überhaupt nicht, so ging es weiter. Weit sollte es allerdings nicht mehr sein. Allerdings gibt es noch Fotos

Es hat uns immer wieder überrascht, dass im Rhein gebadet wurde. Bei der Strömung.
Bei einer kleinen Pause haben wir uns dann unseren neuen Stellplatz rausgesucht. In Mettenheim wollten wir im Weinberg übernachten. Auf dem Weingut Seilheimerhof schlugen wir unser Lager auf. Empfangen wurden wir von der Seniorchefin. Sie lud uns zu einer kleinen Weinprobe ein. Gemeinsam tranken wir eine Flasche Prosecco aus. Bei den Temperaturen...puuhh. Eine weitere Flasche gab sie uns noch mit für den Abend.



Es war herrlich. Am nächsten Morgen kam der Hofhund (ganz alt und harmlos) zu Besuch. Der Chef des Hauses kam auch noch auf einen Plausch. Wir haben dort dann noch ein 6-Pack Wein gekauft (sehr lecker) und sind dann weiter. Die großen Städte Mainz und Wiesbaden wollten wir aber nicht besuchen. Bingen am Rhein sollte unser nächstes Ziel sein. Wieder über kleine Landstraßen durch nette kleine Orte ging es Richtung Bingen. Dort - etwas außerhalb - gibt es einen Stellplatz am Rhein, hatten wir gelesen. Tatsächlich, der Stellplatz war nett anzusehen, also stellten wir unser Fahrzeug dort ab. Wir haben gerade noch einen Platz bekommen. Die Fahrräder runter und los geht's.

Ein schöner Radweg führt direkt nach Bingen.



Kunst am Rhein. Die Illusion, dass dort tatsächlich einer da oben langläuft...

Rüdesheim statteten wir natürlich auch noch einen Besuch ab.

Wie immer sind wir ein paar Tage auf dem Stellplatz geblieben und haben von dort aus Touren mit dem Fahrrad und auf dem Rhein gemacht. Allerdings: die Lage des Stellplatzes - laut, sehr laut. Der Güterverkehr der Bahn nachts bringt einen um den Schlaf. Nach drei Tagen hatten wir die Nase voll. Doch der Bahnlärm sollte uns weiter begleiten. :/

Und die Mücken, die begleiteten uns auch, sehr zum Leidwesen meines Mannes. :mrgreen:
Die B 9 immer am Rhein entlang ging es dann weiter nach St. Goar. Auf dem dortigen Campingplatz fanden wir einen Stellplatz direkt am Rhein. Wie uns die Leute dort erzählten, hatte der Rhein einen ziemlich hohen Wasserstand, das war auch nicht zu übersehen. Auch hier blieben wir wieder einige Tage und auf Schusters Rappen oder mit dem Fahrrad ging es los.

Dieser Dame statteten wir natürlich auch einen Besuch ab.

und die statteten uns einen Besuch ab.


und das Glas ist schon wieder leer :lol:


In St. Goarshausen gab es dieses kleine Weinlokal. Dort haben wir eine Weinprobe genossen und anschließend den Wein nach Hause bestellt.
Aber auch dort: Der Güterverkehr der Bahn halt von den Bergen, sehr sehr laut. Die Menschen die dort immer wohnen müssen ganz schön viel Lärm ertragen, und wehren sich, wie man unterwegs den Plakaten entnehmen kann, richtig so.
Am letzten Tag dort gings noch mal hoch zur Burg Rheinhausen. Es war eine größere Veranstaltung, so dass es sehr voll war. Auf dem Parkplatz unten im Ort gabs dann noch für uns und ein anderes Wohnmobil ein Ticket, weil wir dort unser Wohnmobil geparkt hatten :? Der Parkplatzwärter hat nur darauf gewartet, dass wir den Platz verlassen, obwohl wir zunächst nach jemandem gesucht haben, der uns ggf. eine Parkgebühr abzieht... Nun ja, ich will mich nicht ärgern. :evil:




Und das ist die Aussicht von Burg Rheinsfels hinunter.

und hinauf.

Dann ging es weiter Richtung Koblenz. Immer auf der B 9 entlang am Rhein. Dort wollten wir auf den Stellplatz gegenüber vom deutschen Eck. Wir hatten Glück, den vorletzten Stellplatz bekommen. Nicht lang fackeln, los geht's. Diesmal zu Fuß zunächst zu einer kleinen Personenfähre (Nussschale) rüber





Moderne Architektur und alte Häuser. Koblenz hat uns auch gut gefallen.

Zur Burg sind wir jedoch nicht hinauf. Mein Mann mag keine Gondeln :mrgreen:

Deutsches Eck bei Nacht

Von Koblenz ging es dann weiter am Rhein entlang Richtung Bonn. Bei Remagen haben wir dann mit der Fähre die Rheinseite gewechselt



Hinter Königswinter haben wir dann langsam den Rhein verlassen. Auf dem Weg nach Norden wollten wir noch der Weser einen Besuch abstatten. Höxter war das Ziel. Immer schön ruhig durch die Landschaft. In Höxter angekommen erstmal an der Brücke zum Wohnmobilstellplatz gestanden. Aufgrund Brückenschäden war das Befahren mit großen Fahrzeugen (oh und unser Wohnmobil gehörte zu den großen Fahrzeugen dazu - jetzt werden wir gleich größtenwahnsinnig :lol: ) verboten. Da war ein Umweg notwendig. Über Holzminden durch die Pampa, das hätten wir sonst nicht gesehen, haben wir den Stellplatz dann erreicht. Der ist sehr schön gelegen direkt an der Weser. Auch hier gibt es Mücken :D


Höxster hat schöne alte Häuser.



Hier haben wir wieder unsere Fahrräder geschnappt und sind Weseraufwärts gefahren. Immer an der Weser entlang. Irgendwann muss es ja eine Brücke geben um auf der anderen Seite zurückzufahren. Immer weiter, Berauf.

Durch einen kleinen Wald. Vorbei anBoffzen und Fürstenberg. Eine wirklich schöne (und anstrengende) Tour.

Dann endlich die Fähre

Mit dieser kleinen Nussschale mit den Fahrrädern rüber nach Wehrden. Es wahr lustig, wir waren nicht die einzigen. Es passen eine ganze Menge Leute auf diese kleine Fähre.


Auf der anderen Seite angekommen, erstmal im Gasthaus gestärkt. Das tat gut. Danach gings weiter nach Höxter zurück. Dort haben wir auch dem Uneco Weltkulturerbe Schloß Corvey einen Besuch abgestattet. Die Region lohnt einen Besuch.

Bei Rückkehr zum Stellplatz entdeckten wir das winzig kleine Wohnmobil und waren fasziniert.

Von Höxster ging es dann über Holzminden und Rinteln (hat uns nicht so gut gefallen) zum Steinhuder Meer. Der Stellplatz in Steinhude ist ziemlich groß, aber ganz nett, voll war es dort ebenfalls. Wir fanden noch einen netten Stellplatz. Tisch ausgepackt gestärkt und dann ein kleiner Spaziergang zum Meer :mrgreen:
Das Steinhuder Meer ist ein Revier für Surfer


Wir haben es dann noch mit den Fahrrädern einmal umrundet. Und das Liebingsstichwort meines Mannes: Mücken :D :D :D Stich, Stich, Stich

margratete am 14 Jan 2017 23:55:02

Weiter geht es. Irgendwie konnte ich gerade eben keine weiteren Texte und Bilder eingeben.
Tja funktioniert leider immer noch nicht. Aber macht ja auch nichts. Am Steinhuder Meer enden dann auch fast die drei Wochen Urlaub. Es war eine schöne und erholsame Zeit. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen und Orte gesehen, die wir bisher nicht auf dem Schirm hatten und uns sehr gut gefallen haben. Die eine oder andere Region werden wir sicher noch einmal besuchen.

Ich hoffe, Ihr hattet Freude an dem kleinen Bericht. Nicht perfekt, aber trotzdem schöne Erinnerungen. Bis bald mal wieder.

Viele Grüße
Margratete

JTLorsch am 15 Jan 2017 08:41:25

Vielen Dank für den schönen Reisebericht. Viele der Orte kannten wir von unserer letzten Reise, hatten aber durch das Wetter nicht so schöne Fotos.

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