gnarz18 am 17 Jan 2017 11:54:33


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Nach unserer letzen Winterreise nach Schottland schlug ein anderer Anglophiler vor, doch mal im Winter nach Wales zu fahren. Und da man auf gleichartig veranlagte Leute auch mal hören soll, haben wir uns für die Weihnachtsferien tatsächlich Wales zum Ziel gesetzt. Ein wenig Bedenken haben wir beim Wetter, so zählen die Monate Dezember und Januar mit je durchschnittlich 18 Regentagen zu den regenreichsten Monaten des Jahres. Aber lassen wir uns mal überraschen.
Da ich am Mittwoch erst um 22 Uhr von einer Dienstreise zurückkomme, beschließe ich am darauf folgenden Abreise-Donnerstag nicht nochmal ins Büro zu gehen und stattdessen in aller Ruhe mit Uschi das Womo zu packen. Dank der guten Vorarbeit meiner GG ist das Auto dann auch schnell beladen und reisefertig. Um 13:30 kommt Paula aus der Schule und wir machen uns sofort auf den Weg nach Calais. Wir haben wenig Verkehr und sind pünktlich um 17:30 am Fährterminal. Die Fähre ist ziemlich leer und neben einem britischen heimfahrenden Wohnmobil sind wir das einzige Womo, welches auf die Fähre wartet.

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Hafen von Calais

Kurz nach 20:00 haben wir dann britischen Boden unter den Rädern und fahren zum Drum Inn nach Stanford. Den Pub mit zugehörigen CP haben wir bei unserem letzen Schottlandurlaub zum ersten Mal getestet und wir wissen, dass man dort gut essen kann und dass sie einen vernünftigen Platz zum Übernachten haben. Die zwanzig Minuten von Dover nach Stanford sind schnell geschafft und wie vermutet ist der CP relativ leer. Außer uns steht nur noch ein britisches Womo auf dem Platz.
Der Morgen startet sonnig und wir machen uns zeitig auf.

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CP beim Drum Inn inStanford

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die Sonne geht auf

Wir wollen Wales von oben aufrollen. Starten möchten wir deshalb auf der Insel Anglesey, vorher wollen wir allerding noch einen vorweihnachtlichen Shopping Nachmittag in Chester einlegen. Es ist recht wenig Verkehr und auch den Orbitel um London schaffen wir ohne Stau. Kurz nach 13:00 Uhr erreichen wir Chester und ergattern auf den P&R-Parkplatz einen der wenigen Plätze, die für Autos über 2.10m geeignet sind. Der Bus bringt uns zügig in die Stadt und wir stürzen uns ins Getümmel. Chester ist ein wirklich tolles Städtchen mit seinen alten Fachwerkhäusern und seinen Arkaden, die auf der ersten Etage dieser Häuser verlaufen. Wir besorgen uns eine neue Vodafone-Daten-Karte und kaufen noch ein paar letzte Weihnachtsgeschenke. Die Straßen sind zwar voller Menschen, aber es ist längst nicht so voll wie im Sommer. Man bekommt einen Platz in den Cafes und in manchen Geschäften ist man der einzige Kunde.

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Chester

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Arkaden in Chester

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Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder beim Auto und müssen uns so langsam um einen Schlafplatz kümmern. Unser erstes Ziel ist ein CP in Prestatyn. Ich habe mir im Vorfeld der Reise eine Liste von CPs, die auch im Winter aufhaben auf mein Navi geladen. Leider stellt sich der anvisierte CP als Holiday-Park heraus, der zumindest im Winter keine Womos nimmt und um diese Jahreszeit auch nur für die Besitzer der festen Caravans geöffnet ist. Im Dunkeln einen schönen Stellplatz zu finden ist schwierig und so fahren wir über kleine einspurige Straßen ins Landesinnere. In der Nähe von Ruthin werden wir in Graig-fechan beim Three Pidgeons Inn fündig und dürfen uns für die Nacht auf den Parkplatz stellen. Das „Three Pidgeons“ ist ein Inn von 1777, aber angeblich wird in diesen Gebäuden schon seit dem 12ten Jahrhundert Bier getrunken. Mit dem Biertrinken funktioniert es heute immer noch und auch das Essen ist durchaus zu empfehlen. In der Nacht fängt es an zu regnen und der Tag startet feucht und trübe. Nach einem gemütlichen Frühstück kommen wir relativ früh von Platz. Heute ist Weihnachten und wir möchten den Abend irgendwo am Meer auf einem schönen Stellplatz verbringen und nicht bis in die Dunkelheit herum gurken.
Auf unserem Weg nach Anglesey halten wir kurz in Holywell, einem kleinen Städtchen mit der heiligen Quelle der St. Winefride ( wie man an dem Ortsnamen ja auch leicht erkennen kann - holy well ). Die Dame wurde hier wegen Ablehnung eines Liebhabers kurzerhand von diesem geköpft. Daraufhin fing die Quelle an zu sprudeln – sagen die Waliser und glauben daran, dass das Wasser der Quelle alle möglichen Krankheiten heilt.

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Quelle der St. Winefride

Die von einer Kapelle umrahmte Quelle wird seit 660 n.Chr. von Pilgern aufgesucht und in dem Tauchbecken kann man sogar im heilenden Wasser baden. Uns ist es dafür aber zu kalt und wir fahren über Conwy weiter auf die Insel Anglesey. Inzwischen ist auch das Wetter besser geworden und ab und zu kommt sogar mal die Sonne heraus.
Für die Nacht haben wir uns die Ostspitze der Insel, den Penmon Point, ausgesucht. Dieses hübsche Fleckchen erreicht man von Baumaris aus über eine einspurige Privatstraße, die im Sommer Maut kostet. Nun im Winter ist das Kassenhäuschen (Cafe) nicht besetzt und wir können kostenlos zum Penmon Point fahren. Ein britisches Womo steht schon auf dem kleinen Parkplatz und lässt leider einen relativ lauten Generator laufen. Der Platz ist wirklich toll, man hat einen super Blick übers Meer auf die Berge vom Snowdonia Nationalpark und auch der Leuchtturm ist ein echter Hingucker.

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Penmon Lighthouse

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Häuser am Penmon Point

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morgens zeigt sich sogar etwas die Sonne

Am Abend kommen noch zwei weitere Wohnmobile an und natürlich schaut auch das Christkind vorbei, ist ja klar. Zum Glück schaltet die alleine fahrende Lady aus dem britischen Womo am Abend doch ihren Generator ab, so ein lautes Teil nervt schon mächtig. Am nächsten Morgen ist es recht frisch, aber die Sonne scheint und so besichtigen wir bevor wir weiterfahren noch die Penmon Priory aus dem 6ten Jahrhundert.

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Penmon Priory

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Auch hier gibt es wieder eine heilige Quelle, deren Wasser heilende Kräfte zugesprochen werden. Auf dem Rückweg in Beaumaris hoffen wir auf ein offenes Cafe, aber der verschlafene Ort wirkt wie ausgestorben.

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Beaumaris

Und so fahren wir immer an der Küste entlang bis nach Holyhead zum South Stack. Hier am South Stack ist in der Saison mit Cafes, Shops und Imbissbuden usw. die Hölle los. Jetzt im Winter ist man hier dagegen fast alleine, nur ein paar Wanderer und eine Familie auf Sonntagsausflug treffen wir auf dem Parkplatz.
Der Leuchtturm ist im Sommer auch zu besichtigen, wir müssen uns mit einem Blick von der Brücke aus begnügen.

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vom Küstenwanderweg hat man einen guten Blick auf den Leuchturm

Der Leuchtturm ist schon eindrucksvoll und liegt phänomenal auf dem Felsen. Wir laufen etwas den Küstenwanderweg entlang und suchen anschließend „Die Kirche im Meer“. Die Kirche Llangwyfan ( St. Cwyfan ) findet man in Porth Cwyfanan in der Nähe von Cribinau, nicht besonders Navi-freundlich und so fahren wir wie früher einfach mal wieder mit Karte.

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es ist ein wenig stürmisch

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Kirche gefunden

Wir finden die Kirche und parken am nahe gelegen Strand. Sehr eindrucksvoll wie diese kleine, immer noch in Betrieb befindliche Kirche auf der kleinen Insel wellenumtost im Meer liegt. Nur bei Ebbe ist sie über einen natürlichen Damm zu erreichen. Die Gottesdienstzeiten richten sich dementsprechend nach den Gezeiten.

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Wir sind ganz alleine und von der Landschaft her ist der Besuch der Kirche ein echtes Wow-Erlebnis.

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St. Cwyfan

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Die kleine Kirche stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Leider war sie abgeschlossen und so konnten wir das Innere nicht besichtigen, aber alleine schon die Lage ist ein Besuch wert. Die Nacht verbringen wir in Newborough auf dem geöffneten CP Awelfryn, wir müssen dringendst mal unsere Toilette entsorgen. Der Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Wales“ empfiehlt öffentliche Toiletten für die Entsorgung zu benutzen, aber zu dieser Jahreszeit sind die leider alle geschlossen. Auf dem CP ist nicht wirklich was los. Neben uns steht nur noch ein bewohnter T2, ansonsten scheinen alle Fahrzeuge leer zu sein. Direkt beim CP befindet sich das Marram Grass Cafe, ein Restaurant das wohl auf der ganzen Insel für sein gutes Essen bekannt ist. Leider ist das Restaurant vollkommen mit Familien die sich hier zum Weihnachtsessen – mit den typisch britischen Papierkrönchen auf dem Kopf – treffen, ausgebucht. Aber man lässt uns natürlich nicht vor der Tür stehen und wir dürfen uns auf ein paar Getränke an den Kamin setzen.
Der Morgen beginnt mit einem eindrucksvollen Sonnenaufgang über dem Snowdon.

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Heute wollen wir zur kleinen Gezeiteninsel Ynys Llanddwyn ( keine Ahnung wie man das ausspricht ). Auch hier führt der Weg zum Parkplatz über eine Privatstraße, die im Sommer Maut kostet. Wenn man sich die Größe des Parkplatzes anschaut, scheint das ein sehr einträgliches Geschäft zu sein. Aber auch hier sind heute die Schranken offen und die Kassenhäuschen unbesetzt. Vom Parkplatz läuft man gut zwei Kilometer bis zur Insel. Es herrscht ein gewaltiges Wetter mit aufgewühlter See und großen schweren Wolken. Ein wirklich eindrucksvolles Naturschauspiel.

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Sonnenaufgang über dem Snowdon

Wir hoffen mal, dass wir ablaufendes Wasser haben, denn bei Flut hat man schon Probleme von der Insel zu kommen. Der Weg bis zur vorderen Spitze ist nur ein paar hundert Meter lang. Vorne am Ende der Insel liegt äußerst fotogen ein Leuchtturm, der eigentlich mehr an eine Mühle erinnert.

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Vom Leuchtturm haben wir einen grandiosen Blick auf den Snowdon, den höchsten Berg von Wales. Die tiefstehende Sonne, das tosendes Meer, absolut super. Zudem sind wir noch ganz alleine, was will man mehr. Die hier lebenden Wildpferde kommen mal kurz neugierig vorbei, sie sind aber zu scheu als das man sie streicheln könnte.

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Wir sind schon auf dem Rückweg, als uns die ersten Leute entgegenkommen und wenn man so über den Strand schaut, wird es auf der kleinen Insel gleich richtig voll. Auch der riesige Parkplatz ist inzwischen gut gefüllt.

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der Wind treibt den Sand über den Strand

Wir verlassen Anglesey und fahren nach Caernaforn mit seinem riesigen Castle. Wir bekommen einen Parkplatz direkt unterhalb des Castles und begeben uns in die kleine Stadt. Das Castle hat heute wegen dem Boxing Day geschlossen, was uns aber nicht weiter stört, da wir es von früheren Besuchen her kennen. Hier in Caernaforn wird der Prince of Wales gekrönt, dementsprechend geschichtsträchtig ist das Castle.

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Caernaforn Castle

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Caernaforn

Nicht nur das Castle sondern fast alle Geschäfte haben geschlossen. Da wir auch kein offenes Cafe finden, begnügen wir uns mit einem kleinen Rundgang durch die Stadt und fahren weiter nach Morfa Nefyn. Dort gibt es gegenüber dem Lifeboat Büro einen Parkplatz, auf dem das Übernachten erlaubt zu sein scheint. Da es noch früh ist und die Sonne scheint, machen wir eine kurze Wanderung zu dem kleinen Ort Porth Dilean. Der Ort besteht eigentlich nur aus einer Handvoll Häusern, die sich direkt am Strand eng an die Klippen schmiegen. Der Ort hat auch einen Pub und in dem ist die Hölle los, scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein.

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Porth Dilean

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Im Pub drinnen ist es noch voller als draußen davor, heute gibt es Live Musik! Wir ergattern Getränke und Sitzplätze auf der Terrasse, genießen die Aussicht und das bunte Treiben und machen uns dann über den Strand zurück auf den Weg zum Auto. Abends werden wir dann noch mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

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Der nächste Tag startet wie der alte aufgehört hat - mit Sonne. Wir fahren über Criccieth, wo wir beim Castle vor verschlossener Tür stehen, nach Beddgelert im Snowdonia Nationalpark. In Beddgelert hat sogar der CP offen, auf den buchen wir uns dann auch sofort ein. Da es noch früh ist und man das schöne Wetter ausnutzen muss, wollen wir noch ein wenig durch den Nationalpark fahren und uns in Llanberis nach dem Weg auf den Snowdon erkundigen. Fünf Kilometer hinter Beddgelert auf einmal ein Lärm, als würde ein Hubschrauber auf unserem Dach landen und der Wagen will sich auch gar nicht mehr richtig bewegen. Uns ist sofort klar, dass es einen Reifen erwischt hat. Auf einer engen walisischen Straße einen platten rechten Hinterreifen zu haben, ist echt mies! Man kann ja nicht einfach stehenbleiben und den Reifen wechseln, da ja keiner an einem vorbeikommt.

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rechts und links eine Mauer

Die Straße wird rechts und links durch Steinmauern begrenzt, da kann man nicht so einfach anhalten. So retten wir uns mit eingeschalteter Warnblinkanlage mit Schritttempo in eine Farmeinfahrt. Obwohl wir nur knappe 200 Meter mit dem platten Reifen gefahren sind, ist er kochend heiß und vollkommen kaputt gewalkt.

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der Reifen ist Schrott

Nun ist ein Reifenwechsel mit dem originalen Wagenheber von Ford nur unter optimalen Bedingungen möglich. Da wir etwas abschüssig stehen, komme ich mit meiner Ausrüstung nicht weiter und folge dem Rat meines Reifenhändlers, der meint bei einer Panne des Hinterreifens am besten den ADAC zu rufen. Unser Auto muss man hinten richtig aus den Federn heben, damit man den Reifen unter der Verkleidung herausbekommt und das ist mit dem original Wagenheber echt schwierig. Das Dumme ist, wir haben - natürlich - keinen Handy-Empfang und so stiefeln Uschi und Paula erst mal hoch zur Farm. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt der Farmer mit seinem Landi, meinen Mädels und einem hydraulischen Wagenheber zurück. Aber auch dieser Wagenheber schafft es nicht, unser Auto hoch genug über die Straße zu bringen.

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unsere Rettungsbucht

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das Zuhause der freundlichen Farmers-Familie, im Hintergrund der Snowdon

So fahren die drei zurück zur Farm, um den ADAC zu informieren. Landschaftlich stehen wir echt schön, die Farm liegt direkt unterhalb des Snowdon und an der Straße führen die Gleise einer historischen Dampfbahn vorbei.
Es dauert nicht lange und es dampft ein Zug heran. Und wieder zeigt sich, dass Schafe jetzt nicht unbedingt zu den cleversten Tieren gehören. Da läuft doch so ein dummes Vieh über dreihundert Meter direkt vor der Lok entlang anstatt einfach nach rechts oder links auszuweichen. Die Lok hupt und pfeift, doch das Schaf läuft stur direkt vor der Lok in einen kleinen Tunnel.

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Im Tunnel scheint das Schaf seine Strategie noch mal überdacht zu haben, denn auf der anderen Seite hat es sich vollkommen gestresst in den Hang gerettet.

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Irgendwann kommen auch Uschi und Paula zurück und meinen, in den nächsten 90 Minuten käme Hilfe. Ich habe da mal so meine Zweifel.
Uschi hofft nur, dass der ADAC Mensch sie auch richtig verstanden hat. Wir stehen in Ffridd Uchaf und sie musste es dreimal wiederholen bis es in Deutschland korrekt notiert war. Uschi bekommt literweise Tee angeboten und kennt nun auf jeden Fall die ganze Farmers-Familie und deren Geschichte. Die Kinder sind schon größer, wohnen aber dank Mama-Taxi immer noch gerne hier und man hatte früher Weiden bis hoch an den Snowdon. Nun macht man überwiegend in Ferienwohnungen - ist lukrativer. Wie schon früher mal erwähnt, bei solchen Gelegenheiten lernt man sich kennen. Die Schafe machen nur Arbeit und bringen wenig. Wir warten. Irgendwann macht sich die Farmers-Familie auf ins nächste Dorf und wundert sich ( naja, eigentlich nicht wirklich ), dass wir immer noch in ihrer Einfahrt stehen und ob wir Tee oder sonst etwas brauchen. Brauchen wir nicht, der Vorteil mit dem Womo zu stranden ist offensichtlich – es ist ja inkl. Heizung alles an Bord. Ach ja, einen Anruf aus Frankreich vom ADAC haben sie noch für uns im Haus entgegengenommen, es kommt gleich jemand vorbei.
Nach gut zwei Stunden, es fängt schon an zu dämmern, mach‘ ich mich dann auf den Weg in Richtung Beddgelert, um irgendwo Handy-Empfang zu bekommen. Drei Kilometer später klappt es dann und ich falte erst mal den ADAC-Menschen, der sich die lange Wartezeit sogar nicht erklären kann. Wir gleichen nochmals die Daten ab und er verspricht schnelle Hilfe. Ich latsche wieder zurück zum Auto, vielleicht ist ja inzwischen Hilfe eingetroffen.
Nach vier Stunden kommt dann endlich der AA-Mann. Kann der schön fluchen! Inzwischen ist es stockduster und kalt, aber nach gut eineinhalb Stunden ist der Reservereifen montiert und meine Plastikschürze um zwei Ecken ärmer. Wie ich dann aus der Einfahrt setze, überfahre ich fast noch zwei Wanderer, die vom Snowdon kommen und auf dem Weg zum CP in Beddgelert sind. Wir nehmen sie die fünf Kilometer zum CP mit, so unbeleuchtet auf schmaler Straße ist Wandern ja auch gefährlich. Am CP schmeißen wir die beiden raus und fahren direkt weiter in den Ort, nach so einem Nachmittag in einer Farmzufahrt ist man hungrig und durstig. Der Ort hat für seine Größe eine erstaunliche Anzahl an Pubs zu bieten, was wohl dem Ansturm im Sommer geschuldet ist. Wir finden sofort einen Platz in dem von „Mrs. Farmer“ empfohlenen Pub und genießen ein wirklich gutes Pie.

Der CP in Beddgelert liegt etwas außerhalb des Ortes und die Parzellen sind schön zwischen alten Eichenbäumen angelegt. Direkt hinter dem Platz fährt die Strecke der historischen Eisenbahn vorbei und da die ihre erste Fahrt recht früh durchführt, sind wir auch früh auf den Beinen.

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CP in Beddgelert

Keine Wolke ist am Himmel zu sehen, sodass der Tag nach einer Wanderung schreit. So muss eine Besteigung des Snowdon herhalten. Eigentlich hatten wir uns für den einfachen Llanberis-Pfad entschieden, aber nun da wir schon mal hier sind nehmen wir den Llwybr Rhyd Ddu Pfad. Der soll laut Aussage des Wanderehepaars von gestern Abend auch recht einfach sein. Der Pfad startet direkt an der Bahnstation Rhyd Ddu und wir bekommen, da wir zum Glück früh unterwegs sind, noch einen Parkplatz. Der Weg führt gemächlich auf einen Sattel und von dort über einen Grat zum Gipfel.

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Bahnstation Rhyd Ddu

Es ist relativ viel los, bei diesem schönen Wetter sind eine Menge Leute unterwegs. Der Weg lässt sich gut gehen, da er recht gut ausgebaut ist.

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Die Temperaturen liegen so um den Gefrierpunkt, aber in der Sonne lässt sich gut laufen und nur der kalte Wind macht die Sache ein wenig ungemütlich.

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Auf dem Sattel wird erst mal Pause gemacht und die Aussicht genossen. Die Sicht reicht bis nach Anglesey zur Gezeiteninsel Ynys Llanddwyn.
Lange hält man es allerdings nicht aus, es ist einfach zu windig.

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Auf dem Grat wird es dann eisig, man ist ja fast 1000 Meter hoch. Nach gut zwei Stunden erreichen wir den Gipfel, dort herrscht ziemlicher Betrieb.

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der Gipfelgrat

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wir sind oben, der Gipfel des Snowdon

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vom Gipfel hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge

Nach einer kurzen Pause auf dem Gipfel geht es dann auch wieder auf dem gleichen Weg zurück zum Auto. Ich hatte eigentlich auf etwas mehr Schnee gehofft, aber es war trotzdem eine Winterbesteigung des Snowdon.

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im Hintergrund die Insel Anglesey mit dem Leuchtturm auf der Gezeiteninsel Ynys Llanddwyn

Der „Sieg“ über den höchsten Berg von Wales muss natürlich gefeiert werden und so fahren noch einmal nach Beddgelert. Wir laufen durch die wenigen Geschäfte und besuchen das Grab von Gelert.

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in Beddgelert sind sogar die Briefkästen geschmückt

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Kirche in Beddgelert, gleich daneben befindet sich das Grab von Gelert

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In the 13th century Llewelyn, prince of North Wales, had a palace at Beddgelert. One day he went hunting without Gelert, ‘The Faithful Hound’, who was unaccountably absent.
On Llewelyn's return the truant, stained and smeared with blood, joyfully sprang to meet his master. The prince alarmed hastened to find his son, and saw the infant's cot empty, the bedclothes and floor covered with blood.
The frantic father plunged his sword into the hound's side, thinking it had killed his heir. The dog's dying yell was answered by a child's cry.
Llewelyn searched and discovered his boy unharmed, but nearby lay the body of a mighty wolf which Gelert had slain. The prince filled with remorse is said never to have smiled again. He buried Gelert here".


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Beddgelert

Für die Besteigung des Snowdons wollen wir uns mit leckerem Pub Food belohnen und gehen deshalb abends in einen „etwas“ weihnachtlich geschmückten Pub. Dort treffen wir dann auch zufällig das Wanderehepaar, das wir nach unserer Panne mit zum CP genommen haben. Die Unterhaltung wird merkwürdigerweise sofort recht politisch, das Ehepaar aus Birmingham jammert über den Brexit und möchte wissen, wie wir mit der großen Zahl der Flüchtlinge fertig werden. Wir waren ja nun schon oft in GB und noch nie wurden wir so oft auf die politische Lage angesprochen, wie dieses Mal. Es wird trotzdem ein lustiger Abend.

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gemütlicher Pub

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aber mit der Weihnachts-Deko hat man es ein klein wenig übertrieben

Leider hat über Nacht das Wetter gewechselt und der nächste Tag startet trübe und trist. Wir fahren nach Llanberis, um uns dort den Ort und das Castle anzuschauen. Kaum sind wir angekommen, wird das Wetter ein wenig besser und wir beschließen erst mal Kaffee trinken zu gehen. Vielleicht kommt ja sogar noch die Sonne raus.

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die Hauptstraße in Llanberis

In Llanberis selber ist wenig los, die Straßen sind leer und auch hier haben die meisten Geschäfte geschlossen.

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Dolbadarn Castle

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Das Dolbadarn Castle liegt auf einem kleinen Hügel und der Eintritt ist frei. Besonders groß ist die Anlage nicht und so fahren wir nach der kurzen Besichtigung über den Pen Y Pass nach Blaenau Ffestiniog, dieser etwas trostlos wirkenden Bergbaustadt.
Hier soll es eine verlassene Bergbausiedlung geben, die wir besichtigen wollen.

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Blaenau Ffestiniog

Die Straße zum Parkplatz, der Ausgangspunkt für den Fußweg zur Siedlung ist, ist nicht leicht zu finden und wir müssen zweimal drehen, da wir von einer niedrigen Brücke aufgehalten werden. Zum Glück habe ich mir vor der Reise die OS-Karten mit 1:25000 bzw 1:50000 auf Navi / Tablet geladen und da ist wirklich jeder Kieselstein eingezeichnet und wir finden schnell eine brückenlose Alternative.
Der Weg führt zunächst zwischen alten Abraumhalden hindurch, steil bergauf in einen Talkessel mit einem idyllischen See.

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Am Eingang des Talkessels tauchen dann auch schon die ersten alten verlassenen Gebäude auf.

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Die alte Straße führt immer am See entlang, gesäumt von alten Schiefertafeln. Wir passieren die verlassene Kirche und erreichen schließlich den Ort selbst.

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die alte Kirche

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Etwas unheimlich ist das Ganze schon - aber wunderschön. Die tiefhängenden Wolken und der Nebel verleihen der Landschaft eine stimmungsvolle Mystik und fotografisch gesehen bietet das Dorf tolle Motive.





gnarz18 am 17 Jan 2017 11:55:23


Es dämmert schon als wir wieder beim Auto sind und wir müssen uns dringend einen Platz für die Nacht suchen. Die POI-Suche unseres Navis schlägt uns einen Pub in Garreg vor, sicherheitshalber rufen wir kurz an und prüfen, ob der Pub wirklich Womos auf seinem Parkplatz duldet. Die Pub-Besitzerin freut sich und reserviert auch sofort einen Tisch für uns.
Kurz vor acht kommen wir beim Brondanw Arms in Garreg an und genießen kurz darauf das Essen.

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Brondanw Arms

Am nächsten Tag besichtigen wir Harlech Castle und Paula löst das inzwischen obligatorische Rätsel.

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Harlech Castle

In dem Ort gibt es ein steiles Sträßchen, das zu den steilsten in ganz Europa gehört. Wir verzichten auf eine Befahrung, man muss ja nicht Alles ausprobieren.

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Gegen Mittag wird das Wetter wieder freundlicher und wir fahren immer an der Küste entlang, Richtung Süden. Wir halten zwischendurch öfter an, besichtigen die ein oder andere Sehenswürdigkeit und landen gegen frühen Abend auf einem CP in der Nähe von Aberdovey.

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alter Friedhof

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Eisenbahnbrücke in Barmouth

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Der Camping-Warden zeigt uns stolz seine sanitären Anlagen, unseren Stellplatz und sieht dann Paula im Auto sitzen. „Ob dies ein Kind wäre?“ fragt er. Was soll man darauf antworten? Wir antworten nach bestem Wissen und Gewissen mit „Ja“ … „Oh, sorry this campsite is for adults only!“ Wir möchten gar nicht wissen, warum dieser CP nur für Erwachsene ist. Da eine Diskussion zwecklos ist, fragen wir ihn nach einer Alternative.
Hilfsbereit ist der Warden, und so ruft er einen Kumpel an, der auch einen CP hat. Dieser ist zwar im Moment wegen Renovierung geschlossen, aber wir dürften trotzdem auf seinem Platz übernachten, Frischwasser tanken und die chemical disposal nutzen. Auch hier beginnt der Warden sofort mit einer Brexit- und Flüchtlingsdiskussion, sehr merkwürdig. Abends fahren wir ein paar Kilometer bis zum mondänen Städtchen Aberdovey. Dort stehen auf dem geräumigen Parkplatz fünf Womos, die wohl auch hier schlafen. Tja, hätten wir das gewusst. Aber da unser CP ja auch kostenfrei ist, stört es uns nicht weiter. Und für’s nächste Mal wissen wir dann ja Bescheid.

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Aberdovey

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Time and Tide Bell --> Link

Die Nacht war recht laut, da der CP direkt an der Straße liegt. Der Vorteil ist, dass man ist früh wach ist und dementsprechend früh weg kommt. Das Wetter ist immer noch recht lausig. Unser erstes Ziel für heute ist das kleine Marktstädtchen Machynlleth mit seinem markanten Uhrenturm. Wir stöbern durch die Geschäfte und stocken unsere Lebensmittelvorräte auf.

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Machynlleth

Den nächsten längeren Halt machen wir in dem Strandbad Aberystwyth. Wir haben Hunger und finden ein nettes Lokal, in dem wir eine ausgezeichnete Jacket Potato serviert bekommen.

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Pier in Aberystwyth

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Seafront in Aberystwyth

Aberystwyth ist ein betriebsames Städtchen mit einer schönen Seafront und einem traditionellen Pier, wie sich das für ein britisches Seebad gehört.
Es ist Sylvester und wir suchen uns früh einen Stellplatz für die Nacht. Unsere Wahl fällt auf den Strumble Head in der Nähe von Fishguard.
Auch dieser Leuchtturm liegt fotogen auf einer kleinen vorgelagerten Insel und hat ein sehr kräftiges Leuchtfeuer, das zum Landesinneren hin kaum abgedeckt wird.

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Der Platz ist am Nachmittag noch gut besucht, aber am Abend leert es sich und als es dunkel wird, sind wir alleine. Wirklich erstaunlich, wie hell der Leuchtturm ist.

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der Strahl macht die Nacht zum Tag

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Wir essen gemütlich zu Abend, schauen uns eine DVD an und lassen es um zwölf ein wenig knallen ( bildlich gesprochen - Paula hat Angst vor Böllern, deshalb dürfen wir nur Wunderkerzen anzünden ).
Es wird windig, ab 05:00 ist an Schlafen nicht mehr zu denken und wir machen etwas, das wir noch nie gemacht haben - wir machen uns aus dem Staub. Wir wecken Paula und fahren bei strömenden Regen und kräftigen Orkanböen 20 Minuten im Schlafanzug nach Fishguard auf einen öffentlichen Parkplatz. Hier ist es merklich ruhiger und wir legen uns noch mal für zwei Stunden auf’s Ohr.
Nach einem Frühstück ohne besonderen Ausblick fahren wir nochmal zum Strumble Head hinaus, wir wollen uns den Felsen mal bei Sturm anschauen. Der Wind kommt aber leider von der falschen Seite. Das Meer ist zwar ziemlich wild, aber so richtig hohe Wellen bringt der Sturm nicht zustande.


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das Meer ist zwar unruhig aber die richtig großen Wellen bleiben aus

Über Abercastle fahren wir nach Porthgain.

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die Telefonzelle hat eine neue Verwendung bekommen

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Porthgain

In Porthgain wollen wir eigentlich etwas Essen und Trinken, aber da Neujahr ist, scheint alles ausgebucht sein. Wir fahren unverrichteter Dinge weiter nach St. Davids und finden ein Cafe am Strand in Whitesands.

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Wir übernachten bei der Noddfo Farm in der Nähe von Croes Goch. Das ist zwar ein einfacher CP, aber die sanitären Anlagen sind sehr gut - immerhin hat man ein richtiges Badezimmer für sich.

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CP Noddfo Farm

Am nächsten Morgen sind wir früh in St. Davids. Wir wollen uns die Kathedrale und den Bischofs Palast anschauen.

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St. Davids

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Kathedrale

Ein Besuch der Kathedrale ist absolut zu empfehlen. Die anfallende Spende für „Eintritt“ mit 3£ pro Person und noch mal 2£ für’s Fotografieren nehmen wir eher widerwillig hin. Was aber daran liegen mag, dass in Deutschland der Eintritt wegen der Kirchensteuer – noch – frei ist. Möchte man sein Stativ aufstellen, werden zusätzliche 10£ fällig – das finden wir teuer.

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Nach der Kathedrale besichtigen wir den angrenzenden Bischofs Palast. Das Rätsel ist diesmal wie eine Schnitzeljagd aufgebaut, so dass Paula mal wieder großen Spaß hat. Der Eintritt ist für uns als mehrjähriges Mitglied von Historic Scotland übrigens auch bei allen von Cadw betreuten Sehenswürdigkeiten kostenlos.

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Bischofs Palast

Das Wetter ist super und wir fahren weiter zum St. Anne’s Head. Auch hier erwartet uns ein schöner Leuchtturm, wenn auch die Kulisse mit den Industrieanlagen von Pembroke keinen besonders schönen Hintergrund bilden.

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St. Anne’s Head

Am Abend sehen wir dann in der Ferne unseren ersten Schnee in diesem Winter und sofort machen wir uns auf den Weg dorthin. Der Pen-Y-Fan, der höchste Berg der Breacon Beacons, leuchtet einladend und uns ist sofort klar: da müssen wir morgen hoch!

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Wir lesen schnell im Reiseführer nach von wo man starten muss und fahren zum großen Parkplatz am Nature Center. Hier steppt echt der Bär! Hunderte von Autos und Unmengen an Menschen! Vom expeditionsmäßig ausgerüsteten Bergsteiger bis zur leicht bekleideten Dame mit Stöckelschuhen alles ist hier anzutreffen. Die Bergwacht ist auch vor Ort und transportiert die Verletzten ab. Drei Fressbuden buhlen um die Gunst der Kunden. Ich frage einen der Verkäufer, was denn hier los wäre und er sagt, dass wäre immer so hier. Ah so, ja dann bedeutet das auf jeden Fall, dass wir früh starten werden. In solchen Menschenmengen haben wir keine Lust, den Berg hochzulaufen. Um zehn Uhr abends kommen immer noch Wanderer mit Stirnlampe in der stockdunklen Nacht den Berg runter gestiefelt. Die Nacht wird lausig kalt und mit -9°C stellen wir unseren Kälterekord auf.

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Der Brecon Beacons Nationalpark wurde 2012 zum ersten internationalen Lichtschutzgebiet erklärt und der Sternenhimmel ist wirklich phantastisch.

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Um kurz nach acht starten wir am Morgen zum Gipfel des Pen-Y-Fan. Die ersten sind wir nicht, ein paar Wanderer wollten wohl den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben und sind schon um 5 Uhr früh gestartet. Der Weg ist super präpariert und im Sommer könnte man ihn locker mit einem Geländewagen befahren. Nun im Winter wird es mit steigender Höhe immer glatter.

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hier geht's los

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Irgendwann wird der Weg zu einer einzigen Eisfläche, was auch ganz klar ist, wenn man die Menschenmenge bedenkt, die hier schon vor uns hochgegangen ist. Die ersten Wanderer kommen uns schon wieder entgegen. Erzählen aber, dass sie es zum Teil nicht bis zum Gipfel geschafft haben, weil es sei zu eisig da oben sei. Wir kämpfen uns weiter hoch.

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Und dann passiert etwas, was für uns total untypisch ist. Wir sind auf dem Gipfel und haben Aussicht! Kein Regen, kein Nebel - einfach nur einen tollen Blick in die umgebende Landschaft.

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wir sind oben

Wir halten uns nur kurz auf dem Gipfel auf, es ist einfach zu windig und zu kalt. Für den Rückweg wählen wir einen anderen Weg, der nicht so frequentiert ist. Dort lässt sich wesentlich besser gehen.

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unsere Tour

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Der Rückweg gestaltet sich auf jeden Fall einfacher als der Aufstieg, von der Aussicht ist er aber mindestens genauso schön.

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Nach gut vier Stunden sind wir wieder beim Auto, der Parkplatz ist wieder gerammelt voll und sofort finden sich drei Autos, die auf unseren Platz spekulieren. Wir lassen die drei die Sache unter sich ausmachen und fahren nach Caerphilly. Dort gibt es ein riesiges Castle, das wir noch besichtigen wollen. Die Anlage ist ziemlich groß und Paulas Rätsel ist diesmal wie eine Schatzsuche mit richtigem Schatz am Ende aufgebaut, sehr gut gemacht.

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Caerphilly

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das Castle hat sogar einen Drachen

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das Castle ist eine riesige Anlage

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der rechte Turm ist schiefer als der in Pisa

Kurz nach vier schlagen wir bei der Touri-Info in Caerphilly auf. Wir wollen morgen nach Cardiff, der Hauptstadt von Wales, und hoffen auf einen Tipp für einen nahen CP mit guter Ausgangsposition nach Cardiff. Die guten Damen der Touri-Info sind sehr bemüht und reservieren uns einen Platz direkt in Cardiff auf dem Cardiff Caravan Park. Wir müssen nur innerhalb einer Stunde bis spätestens um fünf Uhr dort sein.
Gesagt, getan: Wir geben Gas und unser superschlaues Navi schickt uns quer durch Cardiff. Kurz vor fünf sind wir an der Rezeption und bekommen unseren Platz zugewiesen. Der Platz und die sanitären Anlagen sind sehr sauber und man brauch nur zwanzig Minuten zu Fuß bis ins Zentrum.
Abends laufen wir dann natürlich noch Cardiff rein und schlendern durch die Gassen. Zur Abwechslung gibt es heute mal kein Pie oder Fish’n‘ Chips, Paula verlangt nach einer Pizza.

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Cardiff Castle

Am nächsten Tag ist Sightseeing und Shopping in Cardiff angesagt und gegen neun Uhr gehen wir durch den Sophiapark ins Zentrum von Cardiff. Eine Besichtigung des Castles sparen wir uns, da der Eintritt für uns drei 33 Pfund kosten würde. Cardiff hat viel zu bieten, eine große Fußgängerzone mit jede Menge Shopping Malls, alte Markthallen, eine tolle Hafen-City usw.

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Um 15 Uhr sind wir wieder beim Auto. Wir durften das Womos, da auf dem Platz im Winter wenig los ist, für unseren Stadtausflug kostenlos auf dem CP stehen lassen. Im Sommer hätten wir 10 Pfund bezahlen müssen, was immer noch ein recht guter Preis ist. Unsere Erfahrungen mit dem Park&Ride in britischen Städten haben wir j auch schon gemacht.
Auf großartige Fahrerei haben wir jetzt keine Lust mehr und so schlagen wir unser Quartier am Nash Point auf, eine Landzunge nahe dem kleinen Ort St. Donats.

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Es dämmert schon als wir ankommen und die untergehende Sonne taucht die Küste in ein merkwürdig violettes Licht. Wir sind alleine auf dem Parkplatz und suchen uns erst mal einen geraden Platz zum Schlafen.

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Ein toller Platz, nur ab und zu hört man eine Glocke läuten, die sich auf einer Boje ca. 100 Meter vor der Küste befindet. Eine Warntafel informiert darüber, dass hier im Schnitt 56 Menschen pro Jahr von der Flut überrascht werden und gerettet werden müssen. Den Abend verbringen wir im nahen The Horseshoe Inn, urgemütlich und mit gutem Essen.
Die Nacht war kalt und am Morgen braucht die Heizung eine Weile, um das Auto wieder auf Temperatur zu bringen.
Ich gehe vor dem Frühstück nochmal zum Fotografieren an den Strand und muss feststellen, dass die Flut hier wirklich recht flott kommt.

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Paula und Uschi wollen unbedingt mal im Winter nach Stonehenge und wir müssen so langsam wirklich auch an die Rückreise denken. Aber bevor wir dann für dieses Mal Wales verlassen, besichtigen wir noch die Tintern Abbey.
Die alte Abtei liegt im bekannten Wye Valley und wurde, wie die meisten Abbeys , unter Heinrich VIII aufgelöst.

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Wye Valley

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Tintern Abbey

Gegen vier Uhr erreichen wir Stonehenge und sind schon, bevor wir es überhaupt zu sehen bekommen, sehr enttäuscht. Das hatten wir vollkommen anders in Erinnerung. Es gibt nun ein neues Besucherzentrum, von dem man mit Bussen zum Denkmal chauffiert wird. Die Straße, die früher am Stonehenge vorbeiführte, ist für die Öffentlichkeit nicht mehr befahrbar. Nur noch von der Schnellstraße kann man einen kurzen Blick auf den Steinkreis erhaschen. Anhalten und den Anblick zu genießen ist hier eher lebensgefährlich, die vorbeirauschenden LWK fahren hier schließlich auf ihre 100km/h. Wir verschieben die Besichtigung auf den morgigen Tag und fahren zu einem nahen Pub, wo wir uns auf den Parkplatz stellen dürfen.
Am nächsten Tag also Stonehenge, 16,50 Pfund/ Person finde ich schon fast unverschämt. Wir kommen zwar wegen Historic Schottland auch hier kostenlos rein, aber meiner Meinung nach sollte ein Weltkulturerbe für jeden zugänglich sein oder der Eintritt zumindest erschwinglich sein. Der Unterhalt dieses Denkmals kann eigentlich nicht so viel Geld verschlingen, die Steine haben ja auch tausende Jahre ohne jede Zuwendung überlebt. Aber wahrscheinlich dient das Geld überwiegend dazu, den Haufen an Personal und das teure Glas-Besucherzentrum zu finanzieren.

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kennt ja wohl jeder

Nach gut vierzig Minuten fahren wir weiter und landen auf dem Stadt-CP in Brighton. Brighton kennt irgendwie jeder, der mit der Schule mal in England war. Paula muss nächstes Jahr hin, wir wollten nur mal alte Erinnerungen auffrischen. Der CP liegt etwas außerhalb und ist für einen Stadtcamping mit 21 Pfund inkl. Strom eigentlich recht günstig. Wir bekommen einen Platz mit Ausblick auf ein abgefackeltes Wohnmobil, nicht schön. Es soll eine Lichterkette gewesen sein, erzählt mir ein anderer Camper. Die Bewohner waren wohl in der Stadt als es passiert ist, puh was für ein Überraschung, nach einem Ausflug zurückzukommen und dann sowas vorzufinden.

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Abends fahren wir dann noch mit dem Bus in die Stadt und gehen in einem der zahlreichen Pubs essen. Brighton gefällt uns mit seinen kleinen Gassen sehr gut.

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Royal Pavilion

Wir dürfen das Auto am nächsten Tag bis 3 Uhr auf dem CP stehen lassen und so fahren wir morgens nochmal nach Brighton. Natürlich besuchen wir das Pier mit seinen Amusements, schlendern durch die Geschäfte und bewundern die alten viktorianischen Häuserfronten an der Seaside.

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das Pier von Brighton

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Seafront


Den letzen Abend verbringen wir dann wie üblich bei „unserem“ Pub in St. Margaret’s at Cliffe.
Der nächste Tag verläuft bald schon routiniert, wir bekommen die Fähre um 8:45 und sind bei nebeligem Wetter um 15 Uhr wieder in Aachen.

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Schön war’s. Wales im Winter hat schon was, wobei es ruhig ein wenig mehr Winter hätte sein dürfen. Aber toll ist natürlich, dass es nicht so überlaufen ist wie im Sommer. Immer noch gibt es Ecken, die wir mal wieder „links“ liegen lassen mussten und so heißt es auch diesmal: Wir kommen bestimmt bald wieder!

Roman am 17 Jan 2017 12:50:33

:daumen2:

Was soll man da sonst noch sagen..... :wink:

Da ich jeden Ort an dem Ihr ward kenne, ist es einfach hoch interessant zu sehen wie anders die Landschaft im Winter wirkt. Ich finde das einerseits schon klasse wie ihr das macht. Allein vor dem Hintergund der Fotografie. Ich bin aber andererseits nicht sicher, ob wir dazu bereit wären, da wir zugegebenermaßen es auch sehr genießen in den jeweiligen Ländern bei guten Wetter mal draußen zu sitzen.
Aber was ist "gutes Wetter"..... :mrgreen: :lach:

Danke Dir für den wieder mal tollen Reisebericht.

Gruß
Roman

VS1400 am 17 Jan 2017 13:45:18

Wow,

ein toller Reisebericht und die Fotos sind ja mal echt perfekt! :daumen2:
Vielen Dank.

VG
Volker

Lutz171 am 17 Jan 2017 14:03:23

Hallo,
hervorragender Bericht, mit fantastischen Bildern! Wir haben vor, im Juni nach Schottland zu fahren, und werden dann auf der Rückreise Teile Eurer Strecke abfahren. Das Einzige, was mir etwas Kopfschmerzen bereitet, sind die engen Straßen. Wir waren vor zwei Jahren in Cornwall, und es war teilweise sehr stressig mit unserem Fahrzeug (Carthago, 7,45 m lang, 2,35 m breit). Gibt es denn eventuell die Möglichkeit, auf breitere Straßen auszuweichen? Mir ist schon klar, dass man dann wohl auf einige Sehenswürdigkeiten verzichten muss......

Viele Grüße
Lutz

Roman am 17 Jan 2017 14:44:54

Lutz171 hat geschrieben:... Gibt es denn eventuell die Möglichkeit, auf breitere Straßen auszuweichen? Mir ist schon klar, dass man dann wohl auf einige Sehenswürdigkeiten verzichten muss......


Hallo Lutz,

schau mal hier: --> Link

Da hatten wir das Thema auf Cornwall bezogen. Das lässt sich fast 1:1 auf Wales übertragen. Ich fand Cornwall allerdings noch etwas extremer. Wenn du auf breitere Straßen ausweichst, wird automatisch schneller gefahren, was im Gegenverkehr nicht weniger gefährlich sein muss, im Gegenteil.

Einfach defensiv und vorausschauend fahren. :wink: Dann klappts auch mit den Außenspiegeln... :mrgreen:

Gruß
Roman

Aretousa am 17 Jan 2017 15:05:37

Hallo Michael,
ich habe mich auf deinen neuen Reisebericht gefreut und muss sagen, dein Bericht übertrifft das, was ich erwartete, noch um ein Vielfaches.
Vielen Dank für die tollen Bilder, die anschaulichen Schilderungen und die Strapazen, die ihr auf euch nehmt, um uns (mir) so grandiose Unterhaltung zu bieten.

Ich hätte übrigens nicht gedacht, dass es dort in Wales im Winter doch einige offene Campingplätze gibt.
Was die strikt eingehaltene Vorschrift: No Children betrifft, auch zu dieser Jahreszeit, so kann das verstehen wer will. Mir fehlt jegliches Verständnis dafür.

Lancelot am 17 Jan 2017 15:08:42

Ich find auch : (wieder einmal) ein richtig toller Bericht über eine Reise zu ungewöhnlicher Jahreszeit :!:
Mit außergewöhnlich guten und ausdrucksstarken Fotos.

:daumen2:

Vielen Dank ... :dankeschoen:

Säcker am 17 Jan 2017 15:14:22

Wie immer ein super Bericht und erst die tollen Fotos. :daumen2: Als sich mitten drin eine Passage ohne Fotos zeigte, war ich schon ganz traurig. Zum Glück ging es dann mit Fotos wieder weiter. Vielen Dank dafür!

daktari110 am 17 Jan 2017 16:42:24

Danke für den wunderbaren Bericht und die tollen Bilder - ich könnte mich sofort ins WoMo setzen und losfahren...
Wir waren die letzten fünf Jahre jeweils für zwei Wochen im Frühjahr/Sommer in Wales unterwegs, hatten aber kein einziges Mal klares Wetter am Snowdon oder am Pen y Fan :(
Ich werde meine Gattin nun davon überzeugen müssen, auch mal im Winter auf die Insel zu reisen.
Das Ty coch Inn in Porthdinllaen ist übrigens 2013 zur drittbesten Strandbar der Welt gewählt worden; das dort allerdings auch im Winter so viel los ist, hätte ich nicht gedacht. Llyn gehört zu unseren Lieblingszielen in Wales, nicht nur wegen dem wunderschön gelegenen Ty coch Inn...
Besten Dank für deine Mühe und eine wunderbare WoMo-Saison ohne weitere (Reifen-) Pannen wünscht
Stefan

Rockerbox am 17 Jan 2017 16:55:56

HAMMER Bericht mit HAMMER Fotos!!
Macht Lust, auch mal in diese Ecke zu fahren!

Darf ich fragen, womit du fotografierst?

Gruß aus Düren nach Aachen :D

tztz2000 am 17 Jan 2017 18:01:07

Boaaah, mich hat's richtig gefroren beim Lesen....

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.... spannend geschrieben und tolle Fotos! :ja:


Ehrlich gesagt, ich weiss nicht, ob wir das nachahmen wollten.... in einer wärmeren Jahreszeit sicher! :ja:

gnarz18 am 17 Jan 2017 19:08:07

at all: Vielen Dank für die lobenden Worte, es freut uns, dass euch auch dieser Bericht gefällt. Fotografiert habe ich mit einer EOS 70D mit einem Sigma 18-250 /Sigma 10-22 und einer M3. Wales ist natürlich, egal zu welcher Jahreszeit, eine Reise wert. Aber besonders im Winter ist es nicht so dunstig und es ist vor allem nicht so voll. Wir hatten eigentlich auf mehr Schnee gehofft, dass hätte der Landschaft und den alten Ruinen bestimmt gut gestanden. Aber wie gesagt: Da müssen wir dann halt nochmal hin. Zu den engen Straßen, die sind eigentlich wie in ganz GB. Zur Hauptreisezeit kann es mit sehr großen Mobilen schon stressige Situationen geben, aber auch diese kann man meistern. Die Menschen, die dort leben sind es gewohnt, dass dort Busse, LKWs und größere Autos verkehren, die Nicht-Einheimischen sind da schon eher ein Problem, aber es passt eigentlich immer.
Viele Grüße
Michael

Schramme am 17 Jan 2017 19:49:09

:top: :top: :top:
DANKE für diesen fantastischen Bericht

Wir fahren im Sommer nach Wales, und meine Vorfreude kennt grad keine Grenzen :D


Gruß Axel

PAPLE am 17 Jan 2017 20:18:40

Moin Michael,
danke für den wieder einmal tollen Reisebericht und die beeindruckenden Bilder.
Wir waren im Oktober für zwei Wochen in Wales, und auch uns hat es dort sehr gut gefallen. Viele deiner Bildmotive sind uns aus dem Herbst bekannt.
Ein besonders interessantes Museum gibt es noch in Aberystwyth zu entdecken (fürs nächtse Mal ;-) ):
--> Link

Aberystwyth museum
Viele Grüße
Peter

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