Roman am 20 Jan 2017 20:52:26

Hallo wir waren heute dort.

Ich habe zuerst überlegt, ob ich meinen Beitrag in dem Thread "Eindrücke von der CMT 2017" schreiben soll. Aber da meine Eindrücke doch extrem Kawa lastig sind habe ich mich entschlossen hier einen neuen Thread auf zu machen.

Der Andrang war überschaubar. Zumindest war es deutlich angenehmer als die letzten beiden Male an einem Samstag. Ich habe mich in erster Linie auf die Messestände konzentriert, die für uns 2017 als Ziele von Interesse sind.

Ansonsten habe ich mir die Hallen mit den ausgebauten Kastenwagen etwas genauer angeschaut. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Ausbauqualität im Einsteigersegment gegenüber vor 10- 15 Jahren deutlich gestiegen ist. Natürlich habe ich mir die beiden "Highlights" auf dem Knaus Stand angeschaut (Saint & Sinner). Der Sprinterausbau ist bisher nur eine Studie, die aber wohl so auf den Markt kommt. Es gibt aber auch ein Brüderchen auf Ducato Basis, der auf Grund der größeren Länge auch mehr Platz bietet (daher Längsbetten). Die Ausbauqualität liegt nach meiner Einschätzung auf La Strada Niveau. Allerdings gilt das auch für den Preis, der trotz Ducato bei 63.000 Euro startet. Das finde ich extrem ambitioniert, da man für das Geld bereits individual ausgebaute Ducatos bekommt.
Damit dürfte ein möglicher Sprinterausbau bei 70.000 Euro Einstandspreis liegen und somit in direkter Konkurrenz zu den etablierten Ausbauern wie HRZ, CS, Dopfer oder Bresler usw. stehen.

Überhaupt muss man sagen, dass wenn man Qualität im Kawa haben möchte, diese auch Geld kostet. Mir hat z.B. eine Modell von Globecar sowohl vom Grundriss als auch vom Möbelbau her sehr gut gefallen. Aber auch das startet bei 45.000 Euro.

Es gab auch einen neuen Ausbauer zu bestaunen. Die Marke hört auf den Namen "Womondo" und kommt aus Uslar. Musste auch zuerst mal googeln...Uslar liegt bei Göttingen/Northeim: --> Link

Es werden ausschließlich Kawas von Opel (Renault Master) ausgebaut. Das ist ja zunächst mal kein Nachteil und belebt eher die Landschaft der ausgebauten Kastenwagen.

Sowohl die Ausbauqualität als auch die Vielfalt der Holzoberflächen und Polster erinnert sehr an die Möglichkeiten, die La Strada bietet. Das gleiche gilt allerdings auch hier wieder für die Preise. Das fängt knapp unter 50.000 Euro für das kleinste Modell an und geht bis 58.000 Euro für den längsten Ausbau. Es gibt sogar ein Modell für Menschen mit Handicap. Das liegt bei 65.000 Euro.

Meine abschließende Erkenntnis ist, dass Qualität auch beim Kawa Geld kostet. Ich hätte nie gedacht, dass ausgebaute Kastenwagen von "der Stange" so nah an die Preise der Individualausbauer heran kommen. Das dürfte diesen allerdings genau aus dem Grund wieder Zulauf von neuen Kunden bescheren, da sie einfach nach wie vor den Vorteil haben, individuell auf die Wünsche der Kunden ein gehen zu können.

Auch die CMT bestätigte meinen Eindruck, den ich bereits letztes Jahr auf dem CS in Düdo gewonnen habe, dass der Kawa Sektor der am stärksten boomende Bereich ist. Dort drängten sich wieder einmal die Interessenten, während bei vielen "Weißware" Anbeitern die Verkäufer Zeit hatten untereinander Schwätzchen zu halten......

Gruß
Roman

Edit: Klasse war natürlich wieder mal der Messestand von Irland..... :mrgreen: Unserem Hauptziel für 2017 (wenn nicht wieder was dazwischen kommt....)


tztz2000 am 20 Jan 2017 23:23:57

Danke Roman für Deinen Bericht! :)

Mir fällt seit einiger Zeit ein deutliches Zunehmen von Kastenwagen im Strassenverkehr auf. Es wird voller werden auf den Stell- und Campingplätzen!

rtiker am 21 Jan 2017 11:15:40

Roman hat geschrieben:Aber auch das startet bei 45.000 Euro.

Meine abschließende Erkenntnis ist, dass Qualität auch beim Kawa Geld kostet.


Laut Renault-Preisliste kostet der Master, Basisfahrzeug meines Dexter, schon mehr als 40.000 €. Meiner Meinung nach ist für unter 45.000 € Listenpreis kein Qualitäts-Kawa zu bekommen

WomoMatthias am 21 Jan 2017 11:17:52

Das ist ein interessanter Bericht.
Hast du zufällig auch die Verhandlungsbereitschaft einzelner Anbieter getestet.?

Roman am 21 Jan 2017 12:26:04

rtiker hat geschrieben:...Laut Renault-Preisliste kostet der Master, Basisfahrzeug meines Dexter, schon mehr als 40.000 €....


Das ist sicher richtig. Aber nach dem ermittelten Listenpreis darf man wirklich nicht gehen. Wir kaufen für den Bauhof der Gemeinde öfter Kasten- und Pritschenwagen. Auch und gerade Renault, da der Händler im Ort sitzt. Ich möchte jetzt keine konkreten Zahlen nennen, aber die Nachlässe sind schon enorm, man könnte auch fast unseriös sagen.... :mrgreen:

Bei den Großen, die vorwiegend auf Fiat bauen, ist es vielleicht gut, wenn wir die Preisnachlässe auch nicht kennen..... :wink:

at Matthias.

Nein ich selbst habe mich nicht als Kaufinteressent vorgestellt, da ich es den echt Interessierten gegenüber nicht fair gefunden hätte, die Verkäufer längere Zeit in ein Gespräch zu verwickeln. Ich habe aber beiläufig zwei Verkaufsgespräche mitbekommen, wo jeweils die Kunden wohl nicht so begeistert vom möglichen Nachlass waren....Um wieviel % es dabei ging, kann ich aber nicht sagen.

Gruß
Roman

Roman am 21 Jan 2017 13:18:02

Roman hat geschrieben:...Natürlich habe ich mir die beiden "Highlights" auf dem Knaus Stand angeschaut (Saint & Sinner). Der Sprinterausbau ist bisher nur eine Studie, die aber wohl so auf den Markt kommt....


Da ist mir doch jetzt tatsächlich ein Lapsus passiert. Aber irgendwie habe ich den Neunen in der Runde noch nicht verinnerlicht....
Natürlich kommt der Kanus auf Basis des VW Crafter und nicht wie geschrieben Sprinter. An der Aussage über den Preis wird das allerdings wohl nichts ändern...

Auch HRZ hatte bereits einen fertigen Crafter Ausbau dabei. Nennt sich wohl "Florida Multitalent". Der Name zielt darauf ab, dass im hinteren Bereich rech viel klapp- und demontierbar ist, sodass man sogar ein Motorrdad in Längsrichtung transportieren könnte. Das Bad ist zu diesem Zweck hinter die Fahrerkabine gewandert.







Gruß
Roman

Casi82 am 21 Jan 2017 15:00:03

Roman hat geschrieben:Das ist sicher richtig. Aber nach dem ermittelten Listenpreis darf man wirklich nicht gehen...


Eben, wenn ich als Privatperson schon 32% auf den Listenpreis beim Ducato bekomme, nur weil ich online kaufe, dann wird wohl ein Kastenwagenbauer, der gleich 100 oder 1000 Stück kauft, noch wesentlich weniger bezahlen.

--> Link

guen am 21 Jan 2017 21:41:06

Hallo,
ich hab vor 2 Monaten mit meinem Fiathändler gesprochen bei dem ich vor 10 Jahren einen Ducato kaufte und er sagte mir, er könne mir 40%geben,vielleicht hat er auch übertrieben.Wenn jemand Interesse hat, kann ich die Adresse per PN weitergeben.
:wink:

DirksBiMo am 21 Jan 2017 21:54:01

Moin,

mal ne Frage .... was ist denn am neuen Crafter wirklich anders.
Die Abmessungen sind die gleichen wie beim Vormodell und beim Sprinter ... die Allrad Lösung ist das Eigengewächs ....das hatten wir im T 5.2 und das war ok aber überzeugend ist anders.
Das Design ist ein wenig anders ... wobei .... eigentlich ist das ja auch nur die T 6 Front in Breit und das ein oder andere Fahrassistenz System aus dem VW Baukasten ist dazu gekommen.
Aber eigentlich ist das doch immer noch der Sprinter in VW Optik ... oder ?
Der unsägliche 2.0 Liter Motor aus dem T 5.2 / T 6 findet auch hier Anwendung.
Das Ding hatten wir ..... der ist Hoffnungslos überfordert, wenn es mal darauf ankommt und wenn man den einschlägigen Foren glauben schenken darf, auch kein Haltbarkeitswunder.
Gruß
Dirk

SvenZ am 21 Jan 2017 22:21:29

Hallo,

als ich den neuen Crafter zum ersten Mal gesehen habe dachte ich:
Aha, VW hat den Ducato Modelljahr 2003 nachgebaut :lach:

DirksBiMo am 21 Jan 2017 22:27:10

Aha, VW hat den Ducato Modelljahr 2003 nachgebaut


.... das ist ja nun wirklich Unsinn .....mach mal bei der Duc Büchse die Schiebetür mit Schwung zu ... und mach das mal bei nem VW oder nem Benz .... spätestens dann dürfte der Unterschied klar sein :wink:
Wenn man es nicht glaubt ... ganz einfach mal von weitem gucken, was passiert :wink:

Gruß

Dirk

SvenZ am 21 Jan 2017 22:35:02

Hallo Dirk,

qualitiativ bin ich da bei dir - das VW Innen- und Außendesign kommt aus meiner Sicht auch 2017 je noch immer sehr konversativ daher. Da fehlt mir noch etwas der Mut etwas frisches zu machen. Es bleibt da für mich nur der solide Eindruck eines hochwertigen Fahrzeugs ohne das nur ein Hauch von Emotion rüberkommt.

Gruß,
Sven

Roman am 22 Jan 2017 12:21:02

SvenZ hat geschrieben:...das VW Innen- und Außendesign kommt aus meiner Sicht auch 2017 je noch immer sehr konversativ daher....


Na ja Sven, wenn das Festhalten an alten bewährten Strukturen irgendwo Sinn macht, dann bei der Gestaltung z.B. eines Armaturenbretts. Da geht es in erster Linie um Funktionalität und Wertigkeit der verwendeten Materialien. Beides ist VW m.E. sehr gut gelungen.

Zu welchen Katastrophen in dem Bereich der Mut etwas frisches machen zu wollen führen kann, sah man in der Vergangenheit bei manchen Pkw´s von Renault und Ford....billiges Plastik wohin man schaute und eine Verteilung der Bedienelemente, als wäre der Konstrukteur auf Drogen gewesen.... ;D

Außen bleibt sich VW nun seiner Designlinie treu. Die mag man oder man mag sie nicht....Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass beim Außendesign eines Kawa´s nicht mehr all zu viel revolutionäres zu erwarten ist. Auch da sind einer vernünftigen Funktionalität bei den Design-Spielereien Grenzen gesetzt. Der größte Quantensprung fand da zuletzt wohl beim Generationswechsel vom alten zum aktuellen Sprinter statt. Der alte wirkte im Vergleich doch recht filigran. Und auch bei den vorgestanzten Fensterausschnitten ist ein großer Schritt nach vorn erfolgt.

Ich glaube, diesem Umstand ist auch die Tatsache geschuldet, dass der nächste Sprinter außen wohl nur ein erneutes Facelift erhält und hinten alles bleibt wie es ist. Die Ausbauer wird es freuen. Da müssen keine CNC Maschinen umprogrammiert werden.

Gruß
Roman

SvenZ am 22 Jan 2017 13:19:02

Genau, bei VW kommt das Armaturenbrett vom Wort Brett. :D

Spaß beiseite - ich finde es sehr positiv, dass es unterschiedliche Geschmäcker und entsprechende Angebote gibt. Im PKW Sektor mag der eine BMW, einer Audi und der andere eben Toyota oder Renault.
Diese Vielfalt ist im Kastenwagensektor für Wohnmobile stark eingeschränkt. Da ist es gut, wenn VW mit seinem eigenen Design auch mitspielt. Die Innovationen des einen OEMs werden dann von den Wettbewerbern auf kurz oder lang übernommen (werden müssen). Alles in allem gut für uns Kunden!

Gruß,
Sven

Bluebandito am 22 Jan 2017 20:35:07

Dass der Kastenwagenboom nicht aufhört, ist den momentanen Lieferzeiten zu entnehmen. Erst vor ein paar Wochen hat ein Freund von mir einen Pösel 2 Win gesucht und nur Vermieterauto in schrecklichem Zustand gefunden. Selbst diese Kosten immer noch fast soviel wie ein Neuwagen.
Der Markt muss leer sein. Er ist übrigens vom Kawa zum Teilintegrierten und jetzt nach 5 Jahren wieder zum KAWA gewechselt.

Es gibt sehr viel Argumente, ein KAWA zu fahren.

Neueinsteiger fangen oft mit KAWAs an, weil sie vom PKW nicht auf so eine riesige Kiste umsteigen möchten. Da immer mehr Menschen unsere Art von Freizeitgestaltung toll finden, haben die Hersteller Hochkonjunktur.

Uns beruhigt, dass sich der Wertverlust bei privat gekauften und privat genutzten Womos/KAWAs in vertretbaren Grenzen hält.

  • Ähnliche Beiträge
  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Folierung Jumper Clever
Citroen Jumper 03 2005 - Elektrosatz AHK nachrüsten
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2017 AGB - Kontakt