Ich habe zuerst überlegt, ob ich meinen Beitrag in dem Thread "Eindrücke von der CMT 2017" schreiben soll. Aber da meine Eindrücke doch extrem Kawa lastig sind habe ich mich entschlossen hier einen neuen Thread auf zu machen.
Der Andrang war überschaubar. Zumindest war es deutlich angenehmer als die letzten beiden Male an einem Samstag. Ich habe mich in erster Linie auf die Messestände konzentriert, die für uns 2017 als Ziele von Interesse sind.
Ansonsten habe ich mir die Hallen mit den ausgebauten Kastenwagen etwas genauer angeschaut. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Ausbauqualität im Einsteigersegment gegenüber vor 10- 15 Jahren deutlich gestiegen ist. Natürlich habe ich mir die beiden "Highlights" auf dem Knaus Stand angeschaut (Saint & Sinner). Der Sprinterausbau ist bisher nur eine Studie, die aber wohl so auf den Markt kommt. Es gibt aber auch ein Brüderchen auf Ducato Basis, der auf Grund der größeren Länge auch mehr Platz bietet (daher Längsbetten). Die Ausbauqualität liegt nach meiner Einschätzung auf La Strada Niveau. Allerdings gilt das auch für den Preis, der trotz Ducato bei 63.000 Euro startet. Das finde ich extrem ambitioniert, da man für das Geld bereits individual ausgebaute Ducatos bekommt.
Damit dürfte ein möglicher Sprinterausbau bei 70.000 Euro Einstandspreis liegen und somit in direkter Konkurrenz zu den etablierten Ausbauern wie HRZ, CS, Dopfer oder Bresler usw. stehen.
Überhaupt muss man sagen, dass wenn man Qualität im Kawa haben möchte, diese auch Geld kostet. Mir hat z.B. eine Modell von Globecar sowohl vom Grundriss als auch vom Möbelbau her sehr gut gefallen. Aber auch das startet bei 45.000 Euro.
Es gab auch einen neuen Ausbauer zu bestaunen. Die Marke hört auf den Namen "Womondo" und kommt aus Uslar. Musste auch zuerst mal googeln...Uslar liegt bei Göttingen/Northeim: --> Link
Es werden ausschließlich Kawas von Opel (Renault Master) ausgebaut. Das ist ja zunächst mal kein Nachteil und belebt eher die Landschaft der ausgebauten Kastenwagen.
Sowohl die Ausbauqualität als auch die Vielfalt der Holzoberflächen und Polster erinnert sehr an die Möglichkeiten, die La Strada bietet. Das gleiche gilt allerdings auch hier wieder für die Preise. Das fängt knapp unter 50.000 Euro für das kleinste Modell an und geht bis 58.000 Euro für den längsten Ausbau. Es gibt sogar ein Modell für Menschen mit Handicap. Das liegt bei 65.000 Euro.
Meine abschließende Erkenntnis ist, dass Qualität auch beim Kawa Geld kostet. Ich hätte nie gedacht, dass ausgebaute Kastenwagen von "der Stange" so nah an die Preise der Individualausbauer heran kommen. Das dürfte diesen allerdings genau aus dem Grund wieder Zulauf von neuen Kunden bescheren, da sie einfach nach wie vor den Vorteil haben, individuell auf die Wünsche der Kunden ein gehen zu können.
Auch die CMT bestätigte meinen Eindruck, den ich bereits letztes Jahr auf dem CS in Düdo gewonnen habe, dass der Kawa Sektor der am stärksten boomende Bereich ist. Dort drängten sich wieder einmal die Interessenten, während bei vielen "Weißware" Anbeitern die Verkäufer Zeit hatten untereinander Schwätzchen zu halten......
Gruß
Roman
Edit: Klasse war natürlich wieder mal der Messestand von Irland..... :mrgreen: Unserem Hauptziel für 2017 (wenn nicht wieder was dazwischen kommt....)





