Hallo liebe Forumsgemeinde. Ich stehe vor der Entscheidung zum Einbau eines LiFeYPo4-Systems. Ich glaube, ich habe dazu alle relevanten Threads (inkl. des 1871-Beiträge-Monsters ;-) ) dieses Forums durchgeackert.
An dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN an alle, die hier Pionierarbeit geleistet und ihre Erkenntnisse zur Verfügung gestellt haben!
2 große Fragezeichen hab ich jetzt noch.
Prämissen:
- ca. 600Ah
- Einbauhöhe max. 255mm
- Redundanz (mind. 2 getrennte 12V-Blöcke)
Das ergibt nach meinem Kenntnisstand die folgenden 2 Möglichkeiten:
1. 8x300AH-Zellen zu 2 12V-Blöcken. kombiniert. Liegend verbaut
2. 24x100Ah-Zellen zu 2 oder 3 12V-Blöcken kombiniert. Stehend verbaut.
Auf Grund von Kosten/Fehleranfälligkeit/Aufwand präferiere ich die Variante mit den 300Ah-Zellen, was zwangsläufig zur vieldiskutierten Frage der Einbaulage führt. Ich fasse dazu mal meine in diesem Forum gewonnenen Erkenntnisse zusammen:
- vom Hersteller Winston gibt es keine offiziell dokumentierte Einschränkung für die Einbaulage. Es gibt lediglich eine inoffizielle Email-Antwort eines angefragten Mitarbeiters, die einen stehenden Einbau „vorschreibt“.
- Es gibt bei einigen Händlern der Zellen (eher unprofessionell wirkende) Vorgaben für einen stehenden Verbau.
- Es gibt einige, über mehrere Jahre dokumentierte Beispiele mit liegend verbauten Zellen, bei denen es zu keinen erkennbaren Schäden/Nachteilen gekommen ist.
- Ein in diesem Forum dokumentierter Fall beschreibt den liegenden Verbau bei einem Schweizer Seilbahnbetreiber, deren sicherheitstechnische Anforderungen sicher einen sehr hohen Standard erfüllen.
- In den Zellen befindet sich flüssiges Elektrolyt, welches das Volumen nicht komplett ausfüllt und bei flach liegenden Zellen (möglicherweise?) nicht zu allen Platten Kontakt hat. Die Bewegung im Fahrbetrieb soll aber für genug „Durchmischung“ sorgen, damit es nicht zu Leistungseinbußen/Schäden kommt.
Meine 1. Frage: Kann irgendjemand neue Informationen zu diesem Sachverhalt liefern?
Meine 2. Frage betrifft die Verschaltung bei einer evtl. Entscheidung für die 24x100Ah-Lösung.
Variante A:
Jeweils 2 Zellen und einen Balancer parallel zu einer „Maxizelle“ verbinden. 4 dieser Maxizellen in Reihe ergeben einen 12V/200Ah-Block. Ergibt in Summe 3 solcher Blöcke mit 12 Balancern, die parallel ins Bordnetz eingebunden werden.
Pro: „nur“ jeweils 2 Zellen, die nicht getrennt überwacht werden.
Variante B:
Jeweils 3 Zellen und einen Balancer parallel zu einer „Maxizelle“ verbinden. 4 dieser Maxizellen in Reihe ergeben einen 12V/300Ah-Block. Ergibt in Summe 2 solcher Blöcke mit 8 Balancern, die parallel ins Bordnetz eingebunden werden.
Pro: nur 2 12-Blöcke, die über Trennstellen ins Bordnetz eingebunden werden müssen. „Nur“ 8 statt 12 Balancer notwendig.
Gibt es dazu Expertenempfehlungen?

