Wetter
In der Bretagne sind die Temperaturen im Januar wärmer wie erwartet. Die Durchschnittswerte betragen zwischen 3 und 10 Grad. Dies hat vor allem mit dem Atlantik zu tun, der fast die gesamte Bretagne umfliesst und Wärme abstrahlt. Dafür gibt es in diesem Monat ca. 13 bis 18 Regentage, also fast die Hälfte. Bei unserer Reise waren wir genau in diesem Temperaturbereich und auch die Hälfte aller Reisetage hat es mindestens einmal geregnet. Wir waren also voll im Durchschnitt.
Landschaft
Die wellige Landschaft mit den Feldern und vielem Wald dazwischen ist grüner wie erwartet. Klar, die Bäume tragen keine Blätter, dafür sieht man durch sie hindurch, die Landschaft ist aber dennoch abwechslungsreich.

Was man gesehen haben muss
Im Winter unbedingt Mont Saint-Michel besuchen, wenn fast keine Touristen unterwegs sind. Man kann alleine durch die Gassen schlendern und auch das Kloster hat man alleine für sich. Das Städtchen Saint Malo muss sehr schön sein, wenn man denn einen Parkplatz fürs Womo findet. Auch Cap Fréhel mit seiner Küste und dem Leuchtturm ganz aus der Nähe zu Tage und zu Nacht ist eindrücklich, auch wenn er im Winter für die Besichtigung meistens geschlossen ist. Côte de Granit Rose mit seinen Felsen wie grosse Kieselsteine, ist sehr eindrücklich und natürlich das obligatorische Foto vom Haus zwischen den Felsen ist in dieser Gegend. Uns hat auch Corsen, der westlichste Punkt Frankreich’s gut gefallen. Überhaupt, fast jedes Dörfchen an der Küste ist ein Stopp wert.

Ver- und Entsorgung
Viele Gemeinden bieten auf ihrem Gebiet eine Ent- / und Versorgung an, bei vielen ist aber im Winter wegen Frostgefahr das Wasser abgedreht, aber lange nicht bei allen. Wir hatten echt nie Probleme, Frischwasser zu tanken oder unsere Toilette zu entsorgen. Die Entsorgungsstellen sind meistens von der Hauptstrasse an beschildert, auch auf Autobahnraststätten hat man Gelegenheiten. Alles sehr unkompliziert.
Übernachtungen
Es gibt echt viele Campingplätze, an der Küste fast in jedem Dorf, aber alle haben im Winter geschlossen. Bei den Gemeindeplätzen wird vielfach ein Übernachtungsplatz vor dem Campingplatz gratis zur Verfügung gestellt, nicht selten, sehr schön gelegen. Auch von den zahlreichen Stellplätzen haben viele geschlossen, dürfen aber kostenlos benützt werden.

Frei übernachten im Winter ist natürlich viel eher möglich, wie während der Saison. Viele Parkplätze haben Höhenbeschränkungen und das Parken mit Wohnmobilen ist zwischen 20 und 9 Uhr untersagt. Wir haben uns immer daran gehalten und trotzdem nie Probleme gehabt, einen Platz zu finden. Schlussendlich haben wir von 9 Übernachtungen nur gerade zweimal ein paar wenige Euros bezahlen müssen. Im Sommer sieht das natürlich anders aus.
Tipp
Auf dem Heimweg bietet sich der Besuch einiger Loire-Schlösser geradezu an
zum gesamten Reisebericht -> --> Link
noch ein paar Sehenswürdigkeiten -> --> Link


