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Auflagen Wohnmobil auf Dauerstellplatz


baumfrosch am 18 Feb 2017 22:15:35

Hallo Forengemeinde,

also ich bin neu hier und dies ist mein erster Thread.

Ich hab zwar schon viel gelesen, da ich im Forum nichts gefunden habe
stelle ich hier meine erste Frage.

Ich plane folgendes:

Ich würde meinen Hauptwohnsitz (inkl. Meldeadresse) gern an einem Dauercampingplatz anmelden.

Ich besitze einen zum Wohnmobil ausgebauten Kastenwagen.
Da dieser auch mein Alltagsfahrzeug ist, glaube ich , dass es Probleme geben wird, dass dieser als Hauptwohnsitz anerkannt wird (er wird ja auch des öfteren bewegt).

Um meinen Dauerstellplatz zu sichern plane ich dort einen alten Wohnwagen hinzustellen, der jedoch zum größtenteils als zusätzlicher Lagerplatz genutzt werden soll.
Wohnen tue ich ja im Kastenwagen.

Ist dieser Plan umsetzbar?
Oder muss der abgestellte Wohnwagen die Anforderungen einer Wohnung erfüllen,(Welche wären diese im minimalistischen Bereich?) damit dieser als Meldeadresse durchgeht?

Ich bin schon gespannt, welche Antworten oder Gesprächsbriträge kommen werden.

Dafür schon mal meinen herzlichen Dank.

Gruß baumfrosch

volker030 am 18 Feb 2017 22:52:58

Google mal "campingplatz mit meldeadresse" ... da gibt es dann viel zu lesen!

zulu am 18 Feb 2017 22:54:26

Meines Wissens hängt das von dem jeweiligen Campingplatz ab, ob man sich dort mit Hauptwohnsitz/Meldeadresse anmelden kann/darf, das ist wohl nicht überall möglich, aber es gibt einige, wenn man bei Tante Gugl danach sucht.

Ob dort dann das "Bundesmeldegesetz" so genau beachtet/geprüft wird ... ?

--> Link
§ 20 Begriff der Wohnung
1Wohnung im Sinne dieses Gesetzes ist jeder umschlossene Raum, der zum Wohnen oder Schlafen benutzt wird. 2Als Wohnung gilt auch die Unterkunft an Bord eines Schiffes der Marine. 3Wohnwagen und Wohnschiffe sind nur dann als Wohnungen anzusehen, wenn sie nicht oder nur gelegentlich fortbewegt werden.

... keine Ahnung.
Hast Du denn schon einen Platz im Auge?
Hast Du dort schon wegen der Meldeadresse gefragt ?

Seit dem 1.11.2015 muss der "Wohnungsgeber" ja auch eine "Vermieterbescheinigung" unterschreiben:
--> Link

An Deiner Stelle würde ich bei dem Campingplatz Deiner Wahl nachfragen, wie es dort vor Ort gehandhabt wird.
Möglicherweise ist das ja von Kommune zu Kommune ein wenig unterschiedlich ?

schnecke0815 am 19 Feb 2017 07:36:07

Als wir noch "feste" Camper waren konnte man sich auf unserem Platz mit Wohnsitz anmelden.
Bedingung ist natürlich das es sich um einen Ganzjahresplatz handelt. Sofern dieser Platz so ausgewiesen ist kann/darf der Betreiber nichts dagegen haben.

Deine Post, also auch Einschreiben/Vorladungen werden an der Rezeption hinterlegt.
Solltest du allerdings steckbrieflich gesucht werden wäre es für die Behörden von Vorteil, wenn auf deinem gepachteten Grundstück eine Behausung vorhanden ist.

Letztendlich kann jedes Bundesland seine eigene Campingplatzverordnung erlassen/ändern. Um jeden Zweifel bezüglich Anmeldung auszuschließen würde ich mich
an das zuständige Einwohnermeldeamt wenden und dort nachfragen ob ein Dauerwohnsitz möglich ist.

DigiMik am 19 Feb 2017 12:36:49

Moin,

baumfrosch hat geschrieben:Ist dieser Plan umsetzbar?

wird schwieriger...

Seit 11/2015 habe wir ein bundeseinheitliches Meldegesetz.
Keine Wohnung, keine Meldepflicht, man muss auch keine Wohnung haben.
Die Meldestelle verlangt bei Anmeldung eine Bescheinigung vom Vermieter, kann ein CP-Betreiber ja nicht machen, da keine Wohnung vorliegt. Der wird sich auch hüten das aus Gefälligkeit zu machen, das wäre Bußgeldbewehrt.
Man kann es aber so machen, dass lediglich die Post zum CP geht, das könnte man ja absprechen (Postadresse).

Schwierig wird das eigentlich nur, wenn man z.B. ein Fahrzeug zulassen will, dann ist eine Meldeadresse unabdingbar. Allerdings soll es in den östlichen Bundesländern (Leipzig, Berlin?) eine zentrale Meldestelle für Wohnungslose geben.
Auch dort (Berlin?) und auch in HH kann man seine Steuererklärung abgeben, sofern man dazu verpflichtet ist. Ausweis/Pass kann überall verlängert werden.
Ich habe die Adressen nicht zur Hand, ich würde Meldestelle und FA mal aufsuchen und nachfragen.

LG vom Mikesch

Trabo1 am 10 Mär 2019 18:10:13

Hallo,
Mir ist unklar, wie man sich denn dann auf einem CP anmelden kann?
Macht das Amt das dann doch ohne die Vermieterbescheinigung?
Denn diese Dauerstell0lätze mit Meldung werden ja noch angeboten.
-bin verwirrt-
Danke für Info.

pipo am 10 Mär 2019 18:48:12

Ganz einfach Antwort: Campingplatzbesitzer ansprechen, denn der wird 100% wissen ob die Gemeinde den Erstwohnsitz auf dem Campingplatz zulässt. Ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, trotz Bundeseinheitlichen Meldegesetz..

andwein am 11 Mär 2019 18:37:09

Also auf dem Campingplatz in NRW (Kindesmissbrauch) ging es anscheinend. Da hat noch nicht einmal das Jugendamt Einwände gehabt!!!!!! Leider
Gruß Andreas

andwein am 11 Mär 2019 18:38:34

andwein hat geschrieben:Also auf dem Campingplatz in NRW (Kindesmissbrauch) ging es anscheinend. Da hat noch nicht einmal das Jugendamt Einwände gehabt!!!!!! Leider. Der hat sogar sein Hatz IV unter dieser Adresse bekommen.
Gruß Andreas

new-welt am 11 Mär 2019 19:41:44

Guck mal wie alt der Poost schon ist 8)

pipo am 11 Mär 2019 20:09:55

new-welt hat geschrieben:Guck mal wie alt der Poost schon ist 8)

10.03.2019?

DieselMitch am 12 Mär 2019 09:25:43

pipo hat geschrieben:10.03.2019?


Neee... der URSPRUINGSpost , 2017 8)

pipo am 12 Mär 2019 09:56:01

DieselMitch hat geschrieben:Neee... der URSPRUINGSpost , 2017 8)

Es wurde aber eine zum Thema passende Frage gestellt. Wieso dann einen inhaltsgleichen Thread eröffnen? :nixweiss:

DieselMitch am 12 Mär 2019 11:51:33

Nee, alles klar :) , aber am Melderecht hat sich hier in NRW weiterhin nichts geändert.

Rechtgrundlage ist und bleibt das lokale Recht, sprich der Bebauungsplan und die Nutzungserlaubnis für den Campingplatz.
Wenn da nichts von dauerhaftem Wohnen drinnen steht, kann man einen CP auch nicht als Erstwohnsitz melden.

Ich könnte ja mal eine Kollegin fragen, die Melderecht macht, wenn Sie mich dann nicht dafür erschlägt :twisted:

pipo am 12 Mär 2019 12:13:25

DieselMitch hat geschrieben:Rechtgrundlage ist und bleibt das lokale Recht, sprich der Bebauungsplan und die Nutzungserlaubnis für den Campingplatz.
Wenn da nichts von dauerhaftem Wohnen drinnen steht, kann man einen CP auch nicht als Erstwohnsitz melden.

Und das ist IMHO die richtige Antwort :lach:

binsofrei am 15 Mär 2019 10:28:52

Also mal gegen gefragt.. warum überhaupt 'anmelden' ?
Wenn ich das neue Bundesmelderecht richtig verstanden habe, sind Fahrzeuge, die regelmäßig bewegt werden, keine Wohnungen und somit muss man sich nicht anmelden! Trifft beim TE ja wohl so zu... Auch die öffentlich-rechtlichen Gebühreneintreiber stellen fest, dass Fahrzeuge keine Wohnungen sind!
Ich habe mich bereits vor einem Jahr aus anderen Gründen abgemeldet, bin seither ohne festen Wohnsitz und lebe ganz gut damit ohne Einschränkungen. Habe mir einen neuen Reisepass und einen neuen Führerschein ausstellen lassen, sodaß ich auf Jahre die Dienste eines Meldeamtes nicht benötige!
Kann ja auch nicht anders sein, da ich sonst gegenüber Obdachlosen ohne bewegliche Fahrzeuge oder anderen reisenden Bevölkerungsgruppen benachteiligt wäre. Auch meine beiden Fahrzeuge sind immer noch zugelassen.
Alle Behörden (Versorger, Krankenkasse, Bank, Versicherungen etc) haben meinen Postbevollmächtigten akzeptiert, womit ich jederzeit für Behörden und Firmen erreichbar bin. Wie könnte ich auch sonst auf Dauerreisen sein..?

klink_bks am 15 Mär 2019 10:38:37

binsofrei hat geschrieben:........
Alle Behörden (Versorger, Krankenkasse, Bank, Versicherungen etc) haben meinen Postbevollmächtigten akzeptiert, .......


:) Hallo binsofrei :)

Postbevollmächtigter bedeutet, dass du eine Privatadresse angegeben hast, beispielsweise bei einem Verwandten,
und dieser dir deine Post einscannt und dann per email oder WhatsApp zuschickt ?
So richtig ?

Vielen Dank für deine Antwort

Gruss
Achim

binsofrei am 15 Mär 2019 13:51:37

Exakt.. so ist es!

teuchmc am 15 Mär 2019 16:02:33

Moin Binsofrei! Ist es dann trotzdem nicht so, dass Du quasi wie " angemeldet" zählst?
So interpretiere ich das. Oder liege ich da völlig daneben?
Wie stellt sich die Sachlage dar, wenn der Bevollmächtigte z.b.Behördenpost Dir nicht zugänglich macht oder nicht fristgemäß übermittelt? Wer haftet dann ?
Sonnigen weiterhin. Uwe

binsofrei am 15 Mär 2019 21:41:11

teuchmc hat geschrieben:Moin Binsofrei! Ist es dann trotzdem nicht so, dass Du quasi wie " angemeldet" zählst?
So interpretiere ich das. Oder liege ich da völlig daneben?
Wie stellt sich die Sachlage dar, wenn der Bevollmächtigte z.b.Behördenpost Dir nicht zugänglich macht oder nicht fristgemäß übermittelt? Wer haftet dann ?
Sonnigen weiterhin. Uwe


Nun, es handelt sich lediglich um eine ladefähige Anschrift, die nicht notwendigerweise Meldeanschrift sein muss. Und nein.. man ist nicht(!) beim Postbevollmächtigten gemeldet. Dieser ist aber berechtigt, auch Einschreibebriefe in Empfang zu nehmen! Solche Schreiben gelten dann als rechtlich zugestellt mit entsprechendem Fristenlauf. Ebenso wie das Einwurf EInschreiben, dass der Postbote ohne Deine Unterschrift einwirft und lediglich einen entsprechenden Vermerk notiert. Mit Zustellung an den Postbevollmächtigten gilt es auch Dir zugestellt!
In meinem Falle handelt es sich um einen engen Bekannten, der meine Post bereits seit 2 Jahren in Empfang nimmt. Jeden Eingang übermittelt er mir per Messenger.

Der Knackpunkt mit diesen Meldegeschichten ist, dass man keine Wohnung haben muss! Bis in die 70er Jahre war Wohnungslosigkeit in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit, bzw. seinerzeit eine 'Übertretung'.
Das entfällt heute.
Im konkreten Falle des TO wäre eine Anmeldung meiner Meinung nach überflüssig, weil er mit seinem beweglichen Fahrzeug (Alltagsfahrzeug) keine Wohnung im SInne des Gesetzes besitzt!
Nutzt er hingegen seinen alten, dauerhaft abgestellten, Wohnwagen (den er sich als Lagerplatz vorstellt..) zum Wohnen (Schlafen, Körperpflege, Essen etc..) sähe es vermutlich aus!
Aber wer will das schon ernsthaft kontrollieren..

teuchmc am 15 Mär 2019 22:41:25

Moin binsofrei!Danke für Deine Erklärungen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

morpheus22 am 16 Apr 2019 15:03:01

Hallo binsofrei.
Das hört sich interessant an. :)
Welche Adresse hast du in deinem Reisepass?
Heißt das dann, dass du nicht mehr in Deutschland gemeldet bis?

Da wir auch eine Internetzugang bräuchten, stellt sich mir die Frage, wie kann ich einen Mobilfunkvertrag (SIM-only) bekommen, da Prepaid für eine echte Flat viel zu teuer ist, die machen doch eine Schufa Prüfung?

Ich könnte mir vorstellen, wenn sich nichts ändert, dann gibt's kein Problem. Aber wenn dein Pass oder der Führerschein verloren geht, könnte es schwierig werden, oder?

binsofrei am 18 Apr 2019 16:32:17

morpheus22 hat geschrieben:Hallo binsofrei.
Das hört sich interessant an. :)
Welche Adresse hast du in deinem Reisepass?
Heißt das dann, dass du nicht mehr in Deutschland gemeldet bis?


Hallo...
In einem Reisepass gibt es keine(!) Anschrift. Ich bin seit einem Jahr ohne festen Wohnsitz; nur mit einem Postbevollmächtigem in meiner Heimatstadt vertreten. Dieser Postbevollmächtige ist auch dem Meldeamt bekannt. Amtliche Schreiben, Knöllchen, Versicherungen, mein Versorger.. alle richten ihre Anliegen an meinen Postbevollmächtigen.

Grundsätzlich kannst Du einen neuen Reisepass auch in einer diplomatischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland rund um den Globus beantragen. Zigtausende Deutsche leben und arbeiten fern der Heimat und nur wenige kehren wegen eines neues Passes zurück. Das es bei Verlust von Papieren zu Problemen kommen kann, liegt in der Natur der Sache, sollte sich aber auch zumindest in EU Europa relativ problemlos regeln lassen.
Ich habe es noch nicht in Anspruch genommen, aber man kann auch vollkommen legal zwei Reisepässe besitzen. Es gibt leider Länder, in die Du nicht einreisen darfst, wenn Du vorher andere missliebige Länder besucht hast. Israel - arabische Staaten ist so ein Fall.
Eher mehr Probleme sehe ich bei Verlust der Kreditkarte. Aber auch davor kann man sich schützen, indem man mehrere kostenlose Kreditkarten besitzt und eine oder zwei an sicheren Orten verwahrt.

Zu der SIM Karten Problematik kann ich wenig sagen. Ich reise in EU Europa mit zwei deutschen Prepaid Discounterkarten, die mir unterwegs vollkommen ausreichen. Auf Campingplätzen und Hotels nutze ich zudem das lokal WLAN..
Sehr günstig sind auch österreichische Karten von Hot.at ! Einfach mal googlen. Ich glaube, die bieten jetzt für 9,99€ 8 GByte LTE in Österreich und davon 3,7 GBYte im EU Roaming..

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