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Torfstechen hinten Links, mein Wasserschaden im Bürstner


thomassamoht am 07 Mär 2017 22:35:34

Hallo Wohnmobilfreunde,

Ich fange mit dem Wichtigsten mal an. Bürstner 530 BJ.2005 52.000 Km 2,3 L 110PS Ducato Basis

Folgende Geschichte: Ich habe mir im November von Privat ein Wohnmobil gekauft und einen kleinen Wasserschaden trotz sorgfältiger Messung übersehen, da er im hinten links liegenden Außenstaufach unter dem doppelten Boden des Staufaches lag. Anfangs war ich natürlich sehr genervt und hatte immer dieses Gefühl im Bauch, dass irgendwas nicht stimmt mit dem Wohnmobil. Die ganze Entdeckerfreude wurde immer wieder überspielt von diesem Hintergedanken, dass der kleine hinten links eine Exzellente Karies entwickelt.

Nach einiger Recherche und endlosen Aufbauberichten im Forum und anderen Internetseiten habe ich mich dann entschlossen, einfach mal anzufangen, entweder eine Firma damit zu beauftragen, oder selbst mal nachschauen. Ich war dann bei einer Ulmer Firma und habe mich irgendwie schlecht gefühlt, da er direkt mit Preisen anfing. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl.
Letztes Wochenende dann waren endlich mal ein paar Grad mehr in der Luft und ich hab mir vorgenommen einfach mal anzufangen den Schaden freizulegen.
Folgend werde ich mit Bildern begleitet euch teilhaben lassen wie weit ich gekommen bin, was mich dort erwartete und zuletzt, dass ich froh bin alleine ohne Firma angefangen zu haben.

Wer immer nur das tut was er schon kann, wird immer das bleiben, was er schon ist.

Nach dem Motto habe ich mich aufgemacht und mein Bürstner aus der Scheune gefahren in die Sonne. Das erste Bild gleich zeigt das WoMo direkt ohne Stoßstangen. Was sich hier so leicht schreibt ist in Wirklichkeit ein wirkliches Abenteuer. Diese Heckstoßstange ist nicht dafür gebaut abgebaut zu werden und das zeigt sie mir sehr deutlich. Ich musste mehrere Kabel tatsächlich durchschneiden, da sie aus der Stoßstange von Beleuchtung etc kommen und weder mit einem Stecker versehen sind noch locker in der Stoßstange lagen, sondern verklebt. So habe ich ca 4 einzelne Leitung durchtrennen müssen um die Stoßstange letztelendes abnehmen zu können.



Es geht quasi um die hintere linke Ecke, dort habe ich nach dem kauf als ich mal in Ruhe den Unterboden begutachtet habe eine stelle gefunden wo ich mit dem Finger durch den Unterbodenschutz drücken konnte und in die seitliche Fichtenlatte drückte. Die Bodenplatte ist nach wie vor trocken und knüppelhart. Das werdet ihr aber in den jetzt folgenden Bildern sehen können.





Hier sieht man richtig schön was ich meine. Bei der Besichtigung und dem Kauf habe ich die morsche stelle nicht sehen können, da überall wo ich den roten Strich eingezeichnet habe harter Unterbodenschutz gespachtelt war. Dieser Unterbodenschutz stammt von Bürstner und ist leider an dieser Stelle einfach quer drüber gelegt worden.
Das Wasser welches zwischen Stoßstange und Außenhaut vorbeiläuft, konnte sich so zwischen dem eigentlich schwarz angestrichenen Fichtenholz und dem weißen Gummischutzanstrich, den ich auf dem Foto schon größtenteils abgezogen habe, sammeln und dann in Ruhe wirken. Ich hoffte natürlich das diese Theorie stimmt und ich nicht einen Wasserschaden von oben zu erwarten hatte.



Jetzt hatte ich also die Stoßstangen weg und wollte natürlich weitermachen. Also fix die Schrauben aus der Dichtleiste auf der äußeren Ecke gelöst bis ca mittig des Wohnmobils, damit ich die Leiste ohne spätere Schäden etwas weg biegen konnte. Darunter befindet sich eine weiße Kunststoff Dichtleiste, oder Dichtband, welches quasi im 90 Grad Winkel über die beiden aneinander liegeneden Wände liegt. Hier die Rückwand und die linke Außenwand. Was ich jetzt gesehen habe hat mir jegliche Angst genommen mit dem Wohnmobil mal im Regen zu stehen oder stundenlang auf der Autobahn im Regen zu fahren. Unter der Dichtleiste habe ich das hier so beschriebene Dekalin oder Dekaseal gefunden. Und zwar in einem Zustand, als ob es erst vor einer Minute darunter geschmiert wurde. Siehe Bilder.





bei diesem Anblick habe ich mich wirklich gefreut und hoffe, dass ringsum überall dieser Zustand existiert. Hier würde ich direkt gerne mal fragen, welches Produkt das ist und ob ich das in der Farbe und Qualität selbst irgendwo kaufen kann? Es kommen aber im laufe der Reparatur sicher noch neue Fragen dazu.



Als ich dann wie oben im Bild die Aluwand sehr leicht entfernen konnte bestätigte sich mein Verdacht, es kommt nicht von oben, sondern wirklich langsam von unten. Gott bin ich froh. Diese Gefühl der Erleichterung lässt sich nicht in Buchstaben verfassen. In dem Moment war ich eigentlich einfach nur froh. Auch darüber, dass ich es selbst gemacht habe, denn so bekommt man wirklich einen Eindruck wie das Mobil abgedichtet und gebaut ist. Einfach großartig was ich bis jetzt schon an Geld gespart habe nur durch Eigenleistung.
Auf geht´s, weg mit dem faulen Mist.





Hier könnt Ihr sehen wie ich einfach mal angefangen habe, Ich wusste noch nicht genau was ich lassen kann und was nicht, trocknet das jetzt so offen oder lieber weiterschneiden. Es klingt absurd, aber es hat richtig Spass gemacht immer weiter und weiter reinzukommen und je weiter man ging desto schöner und originaler wurde das Holz wieder.





Auf den letzten zwei Bildern kann man schön sehen, warum in den letzten 10 Jahren die Bodenplatte verschont geblieben ist. Dank der großzügigen Verteilung von dem schwarzen Zeugs, wahrscheinlich genau das gleiche wie bei der Dichtleiste in Schwarz, konnte das Wasser aus der Holzseitenleiste nicht in die Bodenplatte vordringen. Frage zwei: Was für Dichtmittel wurde hier verwendet? Wo bekomme ich es her? Es ist nicht ausgehärtet und klebt wie die Hölle.



Hier ist eine Ansicht auf die Hinterwand. Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr im Querschnitt der unteren Holzlatte die nass-trocken Grenze sehen. Hier ist das Holz zwar nass, aber total hart und nicht verformbar. Ich habe mich entschieden es abtrocknen zu lassen und nicht weiter zu schneiden. Die schwarze Stelle die man unten links sieht kommt vom Multitool, welches das Dichtmittel mit den Vibrationen über die Latte geschmiert hat. Mit dem Multitool konnte man herrlichste Schnitte senkrecht ins Holz drücken. Ich kann jedem nur empfehlen sich so ein Werkzeug zuzulegen falls man selbst mal Hand anlegen will.

Mehr Bilder gibt es jetzt grad nicht, denn das ist der aktuelle stand. Ich habe das WOMO wieder in die Scheune gefahren, dort ist es luftig zugig aber trocken von allen Seiten. Zusätzlich habe ich von innen die Löcher etwas dicht gemacht damit keine Tiere reinkönnen, da ja jetzt quasi Tag der offenen Tür im Hause Bürstner ist.
Da ich jetzt erstmal ganz entspannt einen Monat nach Amerika fliegen werde kann die Stelle in Ruhe austrocknen.

Trotzdem würde ich gerne euren Input bekommen und Tipps und Verbesserungen ernten wollen.
Des Weiteren würde ich gerne wissen welche Dichtmittel ich dafür genau brauche um das alles wieder vernünftig zu versiegeln.

Ich hoffe ich habe es verständlich und gut bebildert geschrieben, sodass ihr meine Fortsetzung in ein paar Wochen gerne weiterlesen werdet. Schönen Abend noch und gehabt euch wohl.

Thomas

Alkovan17 am 07 Mär 2017 23:25:37

Vielen Dank für den tollen Bericht und die sehr informativen Fotos.
Konstruktiv beitragen kann ich nichts, aber es fühlt sich bestimmt gut an, die faule Stelle abgetragen zu haben. Schönen Urlaub! Erstaunlich, mit welcher Gelassenheit Du das hinnimmst.
Ich aber streiche im Geiste "Bürstner, 12 Jahre, kaum gefahren" von meiner Gebrauchtmobil-Suchliste...
Gruß
Martin

turbokurtla am 08 Mär 2017 08:37:22

Tag Thomas
Das hast du gut gemacht.
In einem Punkt muss ich deine Euphorie aber etwas bremsen.
Auf dem viertletzten Bild sieht man die innere Dekorplatte von außen
und daran deutliche, dunkle Wasserspuren von oben aus dem Eck kommend.
Ist eine geschätzte Höhe von ca. 15 - 20 cm, das kommt nicht von unten !
Ist nicht sooo schlimm, solltest du aber überprüfen.
Gruß Kurt

Gast am 08 Mär 2017 08:46:07

Hallo!

Ein Freund von mir hatte das selbe Problem bei seinem Bürstner (572 oder so) ähnliches Baujahres.

Ursache war der Umstand das sich Regenwasser in der Schürze der Stoßstange gesammelt hat das nicht abfließen konnte. So standen die Holzteile der Wände dauernd im Wasser.

Es wurde damals auch der untere Teil komplett saniert und Bohrungen in die Schürze eingebracht das Regenwasser abfließen kann.

Vielleicht ist/war das auch bei Dir die Ursache des Schadens.

Gruß,
René

mv4 am 08 Mär 2017 08:49:42

auch auf dem letzten Bild sieht das Querholz nicht so aus als wenn das Wasser nur von unten kam. Anschließend ist eine Service-Klappe. Drüber ist ein Fenster und der Rad-Halter an der Rückwand...das würde ich an deiner stelle neu ein dichten...

JackSchmidt am 08 Mär 2017 09:24:05

Hallo Thomas,

danke für deinen Bericht. Dafür von mir ein Plus.

Ich wünsche Dir, dass alles dicht bleibt/wird und trotz des Problems, viel saß mit dem neuen Womo!

kurt2 am 08 Mär 2017 09:25:09

Hallo,
super Bericht, der vermutlich vielen anderen künftigen „Reparateuren“ gut helfen wird.

Ich teile die Ansicht meines Namensvetters und gehe sogar noch einen Schritt weiter.
Auf dem 4. Bild sieht man nicht nur dass sich offensichtlich Wasser von der Rückwand auf der inneren Platte nach vorne gezogen hat sondern m.E. auch, dass an dieser Stelle offensichtlich das Holz bereits einmal ausgetauscht worden ist. Ich vermute das wegen dem sichtbaren treppenförmigen Schnitt. Wenn es bereits ausgetauscht worden ist hat es sich erneut vollgesogen was darauf schließen lässt, dass zwar repariert, aber die Ursache nicht beseitigt worden ist. (Werkstatt Schnellreparatur eben :| ).
Also aufpassen und nachsehen ob ein Teil des Wassers nicht doch von oben oder Innen kommt.

Auf Grund des bündig geschnittenen Außenbleches würde ich auch beim Zusammenbau das Blech etwas verlängern (weiteres Blech zwischen Holz und Originalblech kleben), faktische eine Tropfkante bilden damit das Wasser abtropfen kann ohne mit dem Querholz in Berührung zu kommen.

rkopka am 08 Mär 2017 12:06:37

Bei meinem (sehr viel älteren) Bürstner kam das Wasser durch die Befestigungen der Leiter (hast du nicht) und durch eine der oberen Heckleuchten rein. Das meiste war hinter den Badmöbeln, sodaß man wenig sah, bzw. erst als es schon recht schlimm war. Außerdem waren nur die unteren Bereich richtig naß, sodaß man etwas messen hätte können (ich hatte damals kein Gerät). Die oberen waren zwar Torf aber schon lang wieder trocken. D.h. nicht jeder Wasserschaden ist einfach zu messen.

RK

Kajakus am 08 Mär 2017 13:25:28

Moin moin zusammen,
wenn ich mich nicht täusche, sieht man auch hier vergammelte Schrauben, die gern den Weg für Wasser freimachen.
Schöne Grüße,
Kajakus.

thomassamoht am 08 Mär 2017 18:14:01

Vielen Dank für die vielen Beiträge dazu. Ich werde dem Wasser folgen und schauen woher es kommt. Zu der noch zu sehenden Querlatte, die habe ich quasi scheibchenweise immer weiter weggeschnitten und ich glaube durch die Maserung bedingt läuft die feuchte Stelle immer weiter in die Mitte des Stammes. Es wurde immer kleiner und kleiner, da aber am Ende das Holz von der Konsistenz noch gut war habe ich mich entschieden die Latte nicht weiter zu entfernen.

kurt 2, das treppenartige Holz kommt von mir. ich habe dort die erste Schicht Holz vom Sperrholz abgetragen. Hier ist sicher noch nie neues Holz reingekommen, das sieht man auch von innen. Ich gebe dir aber Recht, auf den Bildern ohne es live gesehen zu haben erscheint es wie eine treppenartige Reparatur.

Ich werde weiterer Fotos machen und der Sache weiter auf den Grund gehen.

Grüße, Thomas

elhaki am 08 Mär 2017 21:19:54

Hallo Thomas,
toller Beitrag :respekt:
Bürstner hat offensichlich häufig Probleme mit Wasser. Selbst bei meinem letzten WoMo, einem Bürstner 728 nexxo drang Wasser in die Heckgarage ein. Der Freundliche meinte, ich soll mich nicht so aufregen, dass könnte man abdichten, außerdem sind die Fußbodenplatten aus wasserabweisendem Material.
Na ja, habe den dann schnell, nicht wegen des Wassereinbruchs, verkauft. Wer weiß wofür es gut war.
Ich wünsche Dir mehr Erfolg mit Deinem Womo und Deiner Abdichtung. :)

sbenzer am 09 Mär 2017 23:07:15

Hallo Thomas,

danke für den tollen Beitrag. Ich bin gerade auf der Suche nach einem 535-2. Habe mir schon einen angeschaut, der genau das Problem hatte. Den habe ich deswegen stehen lassen. Würde mich freuen wenn wir weiter im Austausch bleiben.

Wenn ich einen finde, der tatsächlich da hinten noch trocken ist, muss ich Bohrungen in die Stoßstange machen, damit das Wasser ablaufen kann. Mich würde interessieren, wo ich die am besten setzen kann und wie ihr oben abdichtet.

Danke!
Grüße,
sbenzer

starlight am 10 Mär 2017 07:31:33

Hallo,
Stammt dieses Fahrzeug aus England?
Die Aufbautüre auf der linken Fahrzeugseite würde dafür sprechen.

mantishrimp am 10 Mär 2017 08:35:16

Hallo,

starlight hat geschrieben:Hallo,
Stammt dieses Fahrzeug aus England?
Die Aufbautüre auf der linken Fahrzeugseite würde dafür sprechen.


es wird ein hoher Heckstauraum sein, die Schwelle ist viel zu hoch für eine Aufbautür.

roookie am 16 Mär 2017 16:58:46

Hallo, ein guter Beitrag mit guten Fotos, hilft bestimmt einigen Womo Besitzern weiter.
Mich würde Interessieren, wie man die Schwachstelle von Bürstner, das zwischen Stoßfänger und Aussenhaut Wasser eindringt auf Dauer und Fachmännisch behebt.
Danke

schoefi am 17 Mär 2017 21:33:46

sbenzer hat geschrieben: Ich bin gerade auf der Suche nach einem 535-2. Habe mir schon einen angeschaut, der genau das Problem hatte.


Von denen habe ich mir auch zwei angesehen, einmal Baujahr 01 und einmal 03. Bei beiden war der gleiche Schaden vorhanden, vermutlich von der undichten Heckklappe. Der ältere war unter den seitlichen Abdeckungen ein komplettes Torfgebiet - bei diesen Modellen lohnt sich anscheinend ein genauer Blick an diesen Stellen.

Borderfreund am 19 Mär 2017 18:43:10

Hallo,
fahre einen Bürstner 574-3.
Hat genau das gleiche Schadensbild.
Bei meinem hat sich die Feuchtigkeit auf der Fahrerseite,ca. 10cm breit
bis zum Fahrerhaus ausgebreitet.Die andere Seite war bis zur Aufbautür morsch.
Grund:Wasser zwischen Wand und Schürze gelaufen und konnte unten nicht mehr ablaufen.
Die Bohrungen waren mit Dichtmasse zugeschmiert.
Der Schaden wurde von einem Fachmann behoben.

Gruß Borderfreund

thomassamoht am 24 Apr 2017 15:53:16

Hallo ich bin zurück,

Ich habe einige Wochen in Amerika verbracht, auch da natürlich einige Zeit im Wohnmobil, oder wie sagt man in den USA dazu: RV

Also, zurück zur Reparatur.

Das WoMo konnte gut ablüften und trocknen. Alle Messungen haben gute Werte gehabt und so haben ich mich entschlossen die Hülle wieder zu schließen.
Folgende Bilder sollten einen Eindruck geben, wie es danach aussieht.



Hier sieht man meinen Arbeitsplatz bei Kälte und Nässe. Wenn es schön war habe ich es immer vor die Scheune in die Sonne gefahren.





Ich habe eigentlich nur rückwärts wieder das aufgebaut, was ich vorher abgebaut habe. Erst 3 mm Sperrholz möglichst genau geschnitten auf die Kante zum Unterboden, danach neue zurechtgeschnittene Dachlatten als Puzzle eingefügt. Das ganze verleimt, verschraubt und mit dekasyl etwas verklebt.
Dachlatten sind garnicht so einfach zu finden, da ich sehr pingelig bin und genau die Maße der Originalen treffen wollte. In dem Fall gab es leider nur die grünen imprägnierten, was mir dann aber auch völlig egal war. Vielleicht sogar gut gegen erstkontakt mit Wasser. Jedoch wird da nieeeewieder Wasser nur in die Nähe kommen.

Ich habe mich auch wegen der perfekten Maße und dieser überaus kleinen menge an Dämmung wieder für Styropor entschieden. Das passte einfach perfekt. Danach die Ritzen und Spalten mit Dekasyl verklebdichtet und schon war die Außenhaut dran.
Hier möchte ich erwähnen, dass ich alle Schrauben durch Edelstahl ersetzt habe. selbst wenn da mal wieder Feuchtigkeit rankommt, gammeln die mir wenigsten ins Holz hinein wie die Anderen.









Die Außenhaut habe ich mit Dekasyl verspachtelt angeklebt und angeschraubt. Nachdem das alles schön getrocknet war habe ich mich an die Stoßstangen rangemacht und festgestellt, dass diese Arbeit wirklich nicht zu unterschätzen ist. Mal eben ab und anbauen ist bei meinem Bürstner nicht drin. Die unteren sichtbaren Fichtenleisten, in die die Seitenstoßstange geschraubt wird habe ich neu Lackiert in schwarz und die Löcher mit Dekalin weiß abgedichtet. Hier hatte ich das Gefühl, dass weniger wirklich mehr ist, denn alles was an Dichtmasse zwischen Holz und Metall gepresst wird hindert das Holz nach einer Regenfahrt wieder am trocknen.
Als die Stoßstangen locker angeschraubt waren, habe ich zwischen weißer Metallaußenhaut und Stoßstange Dekasyl gespritzt. Als ich die Stoßstangen dann fest verschraubt und nach außen gespannt habe mit den unteren Metallstreben, hat sich die Klebedichtmasse perfekt nach oben und unten etwas ausgebreitet, sodass ich keinen Spalt mehr zwischen den beiden Metall Oberflächen für Wasser habe. Die Reste leicht weggewischt und nach kurzer Antrockzeit noch eine optische schöne Naht oben drüber gelegt.

Auch wenn Viele immer meinen, so eine Naht ist nicht für die Ewigkeit und löst sich dauerhaft immer, kann das natürlich sein. ABER im Moment und zuerst kommt kein Wasser mehr zwischen Außenhaut und Stoßstange. Am WE habe ich das ganze mal getestet als eine Regennacht kam und mein WoMo draußen stand. Es war alles staubtrocken und ich werden regelmäßig nachschauen ob es so bleibt. Falls sich eine Naht mal löst, gibt es einfach eine neue.

Rückblickend muss ich sagen, es hat Spass gemacht und hatte wirklich was meditatives. Wenn man sich einmal damit abgefunden hat, ist jeder Handschlag am WoMo ein Schritt in die richtige Richtung.
Jetzt genieße ich die Fahrten und den kommenden Sommer mit einer trockener Außenwand ( zumindest in der Ecke )

midre am 28 Mai 2017 22:45:08

Hallo Thomas,

vielen Dank für deinen guten Bericht. Ich stehe auch vor der Herausforderung einen Wasserschaden zu beheben und deine Beiträge haben mir Mut gemacht.

Eine Frage bleibt für mich noch offen: Denkst du, dass der Schaden nur durch Wasser "von unten" entstanden ist, oder kann es sein, dass das Wasser an einer höheren Stelle eingedrungen ist?

Grüße
Micha

Tinduck am 29 Mai 2017 08:30:12

Halo Thomas,

toll gemacht und berichtet.

Wir hatten so einen 530er BJ 2003 und hatten einen Feuchtigkeitsschaden an der Trittstufe, die liegt ja genau im Spritzbereich des rechten Vorderrades und ist von Bürstner unter der Plastikverkleidung nicht immer optimal versiegelt worden. Da wür ich an Deiner Stelle nochmal nachmessen, nur zur Vorsicht :D

bis denn,

Uwe

dahoshi am 13 Okt 2018 15:21:14

Hallo Thomas,

leider haben wir das gleiche Problem bei unserem 532-2 Aktiv.
Wir haben uns auch für eine Reparatur in Eigenleistung entschieden.

Könntest du uns weitere Informationen zu Material (Holz, Dichtmittel, usw.) zukommen lassen? Ggf. auch deine durchlaufenen Schritte?

Vielen Vielen Dank,

dahoshi

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