Junio am 14 Apr 2017 20:49:10

Die Ladegeräte für Pedelecs gehören zur empfindlicheren Sorte. Ich hatte selber schon mal Pech beim Laden meines E-Bike-Akkus. Da ich aber weder einen Wandler mit hoher Leistung noch einen besserer Qualität besitze, nehme ich inzwischen davon Abstand, mein E-Bike im Campingbus zu laden. Das schränkt zwar etwas ein, aber anders geht es eben nicht sicher.

andwein am 15 Apr 2017 10:41:19

Vioelleicht mal ein paar Infos: Modifizierter Sinus ist nicht gleich modifizierter Sinus. Der Begriff sagt nur, dass es keine saubere Wellenform ist. In der Elektrotechnik gibt es nur eine Sinusform und die ist sauber, alles andere ist kein Sinus sondern Trapez-, sägezahn-, stufenförmig-, mit Spitzen oder Einbrüchen, aber halt kein Sinus.
Was bei den einzelnen Geräten tatsächlich bei 80% Last herauskommt muss man messen, das Dumme ist allerdings, bei 20% Last sieht es schon wieder anders aus.
Hier mal ein Bild:
Gruß Andreas

elwoko am 15 Apr 2017 13:04:07

Vielleicht können unsere Erfahrungen auch ein wenig helfen:
Ein Spannungswandler der gedachten Grösse wird bestimmt reichen, vermutlich auch mit geringerer Leistung. Aber ob eure AGM's mitmachen, ist eine ganz andere Sache.

Konkret: unser Fahrzeug ist von 2013. 2015 haben wir E-Bikes angeschafft (auch mit Bosch, 400 W) und gedacht, dass unser System (wir haben 410 Wp PV auf dem Dach und damals zwei jungfräuliche AGMs á jeweils 95 Ah) die Pedelec-Akkus wieder nachladen kann. Weit gefehlt! Nach 15 - 20 Minuten fing der Spannungswandler jedes mal nervig zu piepen an, so dass wir ihn abschalten mussten.

Es gab noch weitere Gründe, warum wir dann im März/April 2016 einen 200 Ah-LiFePO4 nach Sonnentau-/Lisunenergy-Prinzip eingebaut haben. Mit diesem kam auch ein Batteriemonitor ins Spiel. Und auf diesem kann man gut beobachten, dass aus der 12 Volt-Quelle über längere Zeit ca. 30 A "abgezogen" werden. Das machten die Banner nur die vorhin genannte Zeit mit, dann gaben sie klein bei.

Es nutzt also gar nichts, ca. 200 Ah theoretisch zur Verfügung zu haben, wenn die Akkus nicht in der Lage sind , den benötigten Strom über länger als wenige Minuten zur Verfügung zu stellen.
Die Werte lassen sich übrigens auch leicht nachrechnen: 1,5 A bei 230 V sind ziemlich genau 30 A bei 12 V.

Bei allen Fahrten in 2016, bei denen wir unsere Pedelecs benutzt haben, gab es keinerlei Probleme mit dem Nachladen, auch nicht bei unserer kürzlichen Frühjahrstour in der Provence. Das Lithium-System liefert den benötigten Strom problemlos - auch 2 Stunden oder mehr pro Pedelec-Akku und auch den zweiten, wenn längst keine Sonne mehr scheint. Dann hat die Lithium am nächsten Morgen halt vielleicht nur noch 120 Ah. Aber was soll's? Das ist noch mehr als genug, und die PV packt ja wieder richtig was drauf.

turi47 am 15 Apr 2017 19:55:06

Hallo Guten Tag . Warum Kaufst du dir nicht einen 12v Lader für deinen bosch Accu 12 V-250 V- Dan Wieder Runter mit Der Spannung hast doch zu Viel Verluste. SchöneGrüsse turi47

Rockerbox am 15 Apr 2017 20:41:26

elwoko hat geschrieben:
Es nutzt also gar nichts, ca. 200 Ah theoretisch zur Verfügung zu haben, wenn die Akkus nicht in der Lage sind , den benötigten Strom über länger als wenige Minuten zur Verfügung zu stellen.


Hallo Wolfgang,

das Li-Akkus wesentlich besser als Blei sind steht außer Frage!
Aber so pauschal zu sagen, dass es mit AGM's nicht funktioniert kann ich nicht bestätigen.
Wenn man gute 190 Ah in AGM hat dann kann man ohne Bedenken 90 Ah daraus ziehen. Natürlich sollen sich die Entnahmeströme in entsprechenden Grenzen halten, aber Ladeströme für eBike-Akkus sollten die AGM's relativ locker wegstecken.
Ich betreibe mit 2 x 95Ah-AGM's seit einiger Zeit eine Senseo, die 130 A beim Aufheizen zieht, kein Vergleich zu den Strömen, die ein eBike-Lader braucht. Meine eBikes haben 14 Ah, selbst wenn ich 50% Verluste draufrechne komme ich auf ca. 20 Ah, das sollte eine 190Ah-Bank über den Wechselrichter locker stemmen können. Vor allem dann, wenn man mit 400 Wp Solar "nachliefern" kann.

Dass es nicht unbegrenzt oft geht - je nach Sonnenschein - ist klar, aber dafür hat man ja einen Batteriecomputer.

Tinduck am 15 Apr 2017 21:46:46

Nur blöd, wenn wie oben beschrieben die Spannung der AGMs unter das Warnlimit des Wechselrichters absinkt. Kann aber auch sein, dass der einfach zu scharf eingestellt war.

bis denn,

Uwe

Rockerbox am 15 Apr 2017 21:53:16

Hi Uwe,

das sollte bei dieser Belastung und vollen (guten) AGM's kaum der Fall sein. Kommt aber immer auf den Zustand der Batterien an. Ich hab meine mal mit etwa 50 A mit einem Lockenstab etwa eine knappe Stunde lang belastet, da hat der Wechselrichter noch keinen Ton von sich gegeben.

elwoko am 16 Apr 2017 11:10:41

Rockerbox hat geschrieben:Aber so pauschal zu sagen, dass es mit AGM's nicht funktioniert kann ich nicht bestätigen.
... Natürlich sollen sich die Entnahmeströme in entsprechenden Grenzen halten, aber Ladeströme für eBike-Akkus sollten die AGM's relativ locker wegstecken.


Hallo Adi,

das habe ich ja auch gedacht. Meine Banner waren ja noch recht jung und wirklich nie tiefentladen. Es sollte also keinen größeren Kapazitätsverlust gegeben haben. Trotzdem ist es im Sommer 2015 in Frankreich mehrfach zu dem geschilderten Zustand gekommen, so dass wir dann doch wieder Landstrom genommen haben.
Ich war ja fest überzeugt, dass unser Equipment das stemmen müsste. Natürlich war es schon später Nachmittag, wenn ein Akku zum Laden angehängt wurde, und die Solareinspeisung nicht mehr so hoch. Von der Kapazität her hätten die AGMs das ja wohl auch gut vertragen. Es lag ausschließlich am Entladestrom.
Unser Wechselrichter ist jetzt kein Superduperdoppelpremiumbolide von x-tausend Euro, sondern ein solider Sinus-WR mittlerer Preislage. Mit dem Batteriecomputer kann ich jetzt schon sehen, dass sein Eigenverbrauch im Leerlauf bei ca. 4 A liegt, wenn er nicht abgeschaltet ist. Das kann also auch nicht die Ursache sein, dass die AGMs bei uns so schnell in die Knie gingen.

Na ja, wie schon geschrieben: das war nicht der einzige Grund auf Li umzusteigen. Aber es hat den Prozess befördert.

Schöne Ostergrüße

Wohnzwerg am 16 Apr 2017 12:44:29

turi47 hat geschrieben:Warum Kaufst du dir nicht einen 12v Lader für deinen bosch Accu


Der Bosch Travel Charger kostet rund 150€ und da kann ich nur den Akku mit laden. Mit einem WR wäre ich flexibler was die Geräte angeht.

KudlWackerl am 16 Apr 2017 14:26:45

Für den Bosch Lader für den Performance Line reicht ein 1000 Watt sinus Wechselrichter.

Grüße, Alf

hegauer am 26 Jun 2017 00:46:25

Hi, ich hab zwei Pedelecs mit je 500 Wh Akkus. Schon seit "Ewigkeiten" benutzte ich einen billigen 100W Wechselrichter im Wohnwagen für Kamera- Mobilfone- und ähnliche Ladegeräte problemlos. Dieser war dann für die Pedelecs zu schwach. Nun habe ich einen 600W Wechselrichter für 20 EUR (kein Sinus). Der sollte unterwegs beide Akkus gleichzeitig von meiner 12V Kofferraum Steckdose laden. Das klappte jedoch nicht, da mit zwei angeschlossenen Ladegeräten die 10A Sicherung der Steckdose abraucht. (10A bei 12V sind halt 120 W) Aber mit nur einem Lader geht es...

So schlimm wie oft dargestellt, sind die Wandlungsverluste nicht: Ich hab das mit Amperemetern nachgemessen: Der Strom, den der Wandler zieht, ist unwesentlich höher, als der Strom auf der Ladeseite. (36V mit 3,5A <-> 12V mit 12A)

Ein anderes Problem ist die Kapazität der Bleibatterien: Um einen 500Wh Fahrrad Akku komplett zu laden, braucht man bei 12V einen 100 AH Akku (50% Entladung sind 600Wh). Wenn der der "gesund" ist, wird der durch eine Ladung bis zur Entladegrenze entladen. Bei zwei Fahrradakkus brauchts 200Ah und dann hat man immer noch keine Reserven für anderes "Gedöns"

In der Praxis hat man aber äußerst selten 100% entladene Fahrradakkus.

_MEIN_ Fazit: Es braucht keinen Sinus für alle Arten von Ladegeräten. "Ladeexzesse" mit leergefahrenen Akkus ohne Landstrom sind jedoch illusorisch.

kontrakatze am 26 Jun 2017 06:54:00

Ich würde auch berücksichtigen, das bei einem solchen Ladevorgang mal eben schnell 28-30 Ampere fließen. Bei einem dünnen Kabel kann man damit sehr schön Toastbrote herstellen, wenn man das Kabel in Schlaufen legt. Die Abwärme ist nicht zu verachten.

rolfblock am 26 Jun 2017 09:03:22

Das Umfüllen vom Aufbau Akku in die Pedelecakkus ist immer mit hohen Verlusten verbunden. Da spielt der Wechselrichter auf 230 V kaum noch eine Rolle. Warum sollte man überhaupt umfüllen? Besser ist es den Solarstrom direkt einzufüllen, also tagsüber laden.

thomas56 am 26 Jun 2017 09:07:38

rolfblock hat geschrieben: Besser ist es den Solarstrom direkt einzufüllen

du meinst mit einem 36V-Modul ohne Regler? :gruebel:

rolfblock am 26 Jun 2017 09:52:10

thomas56 hat geschrieben: Besser ist es den Solarstrom direkt einzufüllen

du meinst mit einem 36V-Modul ohne Regler? :gruebel:


Nein, über den 230 V WR und das originale Pedelec Ladegerät, aber eben tagsüber laden, wenn die Sonne scheint.
Wenn man das über AES steuert, wird die Aufbaubatterie nahezu garnicht beansprucht.

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