Alkovan17 am 20 Apr 2017 23:24:55

Hallo,
ich habe verschiedene threads, meist älter, zum Thema schon gelesen.
Aber jetzt nochmal hand aufs Herz: Wie bezahlt man sinnvoll und nicht komplett zwanghaft heutzutage ein Wohnmobil beim Händler?

Warum und wie Barzahlung?
Warum nicht und wie Überweisung vorab?

Wie macht Ihr es wirklich?

Vielen Dank

Backupalarm am 20 Apr 2017 23:58:11

Hallo Alkovan,
im Idealfall Barzahlung (Bauchgurt mit großen Scheinen) gegen Fahrzeugpapiere und Fahrzeug mit Schlüsseln. Seit ich
TELDAFAX - Insolvenz - Opfer von Verbrechern war, ist mein Vertrauen in Firmen, Konzerne vollends dahin.
Bei großzügiger Vorabüberweisung und "völlig unerwarteter Insolvenz" des Händlers XY wird "Dein Bargeld" und "Dein Fahrzeug" zur Insolvenzmasse. Das ist kein Einzelfall und es trifft auch "scheinbar seriöse Autohändler".
Die Frage ist nur, ob sich der Händler auf Barzahlung bei Abholung einlässt.
Wenn ich eine Waschmaschine oder einen Fernseher kaufe, dann zahle ich doch auch erst bei oder nach Erhalt der Ware.
Wenn der Händler diese "Vorfinanzierung", natürlich mit einer kleinen Anzahlung, nicht gestrickt bekommt, wären bei mir schlaflose Nächte angesagt. Meinen letzten Kastenwagen habe ich von Privat mit Barzahlung bei Abholung gekauft und nicht vorher Geld überwiesen. Auf diese absurde Idee käme doch keiner der Geschäftspartner!?
Also Achtung bei Vorauszahlungen jeglicher Art, bei Wohnmobilkauf bewegt sich das fast immer im 5-stelligen Bereich und der Endkonsument kann das Geld in den Wind schreiben, wenn der Laden in die Pleite rutscht.
Bei uns in der Region hat ein namhaftes Autohaus bis zu letzt seine drohende Insolvenz verheimlicht.

geralds am 21 Apr 2017 00:16:32

Hallo,

wie war es bei mir letztes Jahr:
1. Händler meldet Fahrzeug abholbereit. (Dienstag)
2. Wir machen eine Besichtigung und vereinbaren noch den Einbau von ein paar Ergänzungen (u.a. von mir gelieferte Solarmodule montieren). Einige Veränderungen waren bestellt und sind bereits erledigt. (Mittwoch)
3. Ich bekomme die Fahrzeugdokumente (Brief usw.), melde das Fahrzeug am nächsten Tag an (Donnerstag) und überweise den Kaufbetrag.
4. Händler baut die vereinbarten Kleinigkeiten ein (Mittwoch - Donnerstag)
5. Der Händler macht eine Fahrzeugeinweisung, ich fahre glücklich vom Hof (Freitag)
6. Ich baue noch Solarregler und das bereits vormontierte Regal ein und räume das Fahrzeug gemeinsam mit meiner "Beifahrerin" ein (Freitag + Samstag)
7. Wir fahren in den ersten 5 Wochen dauernden Urlaub (Sonntag)

Ein paar Mängel wurden während der Reise festgestellt. Erfreulicherweise keine die eine Beeinträchtigung der Reise verursachte. Daher wurden sie erst am Ende der Saison beseitigt (November).

Ein Risiko sehe ich in der Abwicklung nicht, mit dem Brief in Händen bin ich bereits Eigentümer.

Gruß

HobiTobi79 am 21 Apr 2017 00:29:08

Guten Abend Alkovan17,

bei uns steht die Lieferung bald ins Haus und wir haben es so gemacht. Zunächst haben wir natürlich einen Händler gesucht über den wir ein bischen nachgeforscht haben. Wie lange auf den Markt usw.
Dann kam es irgendwann zum Angebot, in dem festgehalten war, das bei Bestellung 10 % Anzahlung zu leisten sind als Sicherheit.
Bevor wir den Vertrag geschlossen haben, haben wir durch einen Bekannten eine Wirtschaftsauskunft des Händlers besorgt.
(zugegeben, diese Möglichkeit hat nicht jeder)
Nachdem in dieser Auskunft auch nichts negatives drin stand haben wir bestellt und die Anzahlung geleistet.
Mit der Restzahlung sind wir so verblieben, das uns der Händler nach der Lieferung des Fahrzeuges zu sich uns die Fahrzeugpapiere zuschickt und wir den Restbetrag vor Abholung dann überweisen.
Fanden wir Fair und fühlen uns damit einigermaßen sicher.

Grüße

(Sir) Tobi

geralds am 21 Apr 2017 00:43:14

Hallo,

mein erstes Womo habe ich mit einem bankgarantierten Scheck bezahlt. Hier garantiert die Bank (LZB oder Bundesbank) die Deckung des Schecks. Das Geld wird sofort mit der Ausstellung des Schecks von der Bank vom Konto abgebucht. Für den Empfänger ist er wie bares Geld. Der Scheck ist gebührenpflichtig aber man muss halt kein Bargeld mit schleppen. Ist bei hohen Beträgen vielleicht eine Alternative.
Man kann den Scheck notfalls auch wieder zurückgeben. Bei Bedarf mal mit der Hausbank reden.
Anzahlungen musste ich bisher noch nicht leisten.

Gruß

marco2 am 21 Apr 2017 00:51:05

HI Leutz ist doch ganz normal.
Anzahlung, zur Not gegen Bankbürgschaft.
Dann schickt der Händler den Brief, also ist das Fahrzeug nun mein Eigentum
also nicht in der Konkursmasse aber immer noch in der Verfügungsgewalt des Händlers
weil er weiß ja auch nicht ob der Kunde plötzlich privatinsolvenz ist.
Dann physisch abholen und mit einer Blitzüberweisung, bar, Scheck, oder "per Nachnahme (Schertz!)"
ablatzen.
Greetz aus Mittelfranken

PS: Meine Händler wollten nie eine Anzahlung, haben den Brief geschickt und dann die Karre gegen Kohle
an mich rausgerückt waren halt auf der seriösen Seite der Macht :lol: .
Kann man ja mal sagen Brumberg/Kamen bzw. Hofstetter/Sulzemoos beide nur zu empfehlen als sehr
ordentliche Kaufleute.


PPS: Wie Gerald oben gesacht hat, das ist wohl so was wie ne Blitzüberweisung.

Jonah am 21 Apr 2017 00:54:15

Also ich habe das Geld an den Händler überwiesen und er hat mir dann die Papiere zugeschickt. Hatte noch einen Fernseher einbauen lassen, den habe ich bei Abholung dann noch bar bezahlt.

marco2 am 21 Apr 2017 00:57:27

Jonah hat geschrieben:Also ich habe das Geld an den Händler überwiesen und er hat mir dann die Papiere zugeschickt. Hatte noch einen Fernseher einbauen lassen, den habe ich bei Abholung dann noch bar bezahlt.


Na ja gnädige Frau,
das isses ja grade nicht was einem die schlaflosen Nächte erspart. :)

geralds am 21 Apr 2017 01:48:39

marco2 hat geschrieben:HI Leutz ist doch ganz normal.
Anzahlung, zur Not gegen Bankbürgschaft.
Dann schickt der Händler den Brief, also ist das Fahrzeug nun mein Eigentum
also nicht in der Konkursmasse aber immer noch in der Verfügungsgewalt des Händlers
weil er weiß ja auch nicht ob der Kunde plötzlich privatinsolvenz ist.


Hallo,

genau wie Marco geschrieben hat, so besteht für keinen der Vertragspartner ein Risiko.
Wenn Anzahlung dann gegen Bankbürgschaft (meine Meinung wenn es 4-stellig wird).
War übrigens keine Blitzüberweisung. Die Banken wickeln die Überweisung zumindest unter der Woche innerhalb eines Tages ab.

Mein Händler (Schittkowski in Fürth) wollte auch keine Anzahlung. Den Brief hätte er auch zugeschickt, da ich aber nur 20min brauche bis zum Händler und ich die Solarmodule liefern wollte ging es auch direkt.
Ich kann Fa. Schittkowski sowohl technisch wie auch als Kaufmann empfehlen.

Gruß Gerald

marco2 am 21 Apr 2017 01:53:33

(meine Meinung wenn es 4-stellig wird)
Jepp nix hinzuzufügen!!!!!!!!!!!!!!!!
nur um zu zitieren :lol: :lol: :lol:
man braucht ja posts in der posttrumpatischen Zeit :? :? :?

RichyG am 21 Apr 2017 06:18:04

geralds hat geschrieben:Ein Risiko sehe ich in der Abwicklung nicht, mit dem Brief in Händen bin ich bereits Eigentümer.

Auch die stete Wiederholung macht es nicht richtiger. Der Brief (richtigerweise Zulassungsbescheinigung) ist keine Urkunde zum Eigentumsnachweis.

Backupalarm am 21 Apr 2017 06:51:48

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.



Hallo allerseits, ich kann dies nur noch einmal unterstreichen. Gerade "blauäugiges" Vorgehen ermöglicht Fehlschläge.
Ein Fetzen Papier verhindert nicht die Verschmelzung mit der Insolvenzmasse, wenn der Insolvenzverwalter das Firmengelände abriegelt.
Sinnvoll erscheint eher das Modell "Zug um Zug" und Ware gegen Geld.
Bitte einfach in die Suchmaschine den Begriff "Insolvenz von Autohändlern" eingeben und die Geschichten der weinenden Kunden durchlesen und dann noch einmal kritisch überdenken.
Wer will, der kann sich natürlich, wie ich, von großen Namen und Werbeträgern leiten lassen und dann bitter enttäuscht werden.
Noch einmal: Vorauszahlungen möglichst vermeiden, der Brief (Zulassungsbescheinigung) ist nur ein Fetzen Papier und der gute Name von Händlern ist kein Schutz vor Pleiten.
Gruß
B.

udob am 21 Apr 2017 07:33:22

Ich hatte mein Fahrzeug mit weiterem Zubehör bestellt.
Ich habe es besichtigt
Alles wurde eingebaut (Markise, 2 Alkovenfenster, Solaranlage, 2 Batterie, Sog, Anhängerkupplung.
Ich bekam die Unterlagen für die Zulassung.
Ich bin mit den Schildern zum Händler, habe alles bar bezahlt und mit dem fertigen Fahrzeug vom Hof gefahren.
Mein altes habe ich bei der Gelegenheit gleich dort gelassen.
Ich denke es kommt auch auf die Größe der Händler und ihrem Status gegenüber dem Werk an, ob sie auf eine Anzahlung angewiesen sind, oder mit dem Werk auch andere Zahlungsziele vereinbart haben.

VS1400 am 21 Apr 2017 07:57:36

Hallo,

bei mir ist es nächste Woche soweit und ich kann mein neues Mobil abholen.

Mein Plan:

Brief/CoC abholen und zulassen. Dann zur Abholung Bargeld auf den Tisch :mrgreen:
Ich hatte bei Auftragsbestätigung 5 % Anzahlung geleistet und hoffe das mein Händler da jetzt auch so mitspielt.

Viele Grüße aus OWL

Volker

fmx am 21 Apr 2017 08:25:43

Also ich kenn das so:
Kaufvertrag unterschreiben
Fahrzeug wird vom Händler auf mich zugelassen
Fahrzeug abholen und Geld bar bezahlen.
Auf nix anderes würde ich mich einlassen :ja:

HobiTobi79 hat geschrieben:Bevor wir den Vertrag geschlossen haben, haben wir durch einen Bekannten eine Wirtschaftsauskunft des Händlers besorgt.
(zugegeben, diese Möglichkeit hat nicht jeder)


Du weist aber schon dass die nur Auskünfte haben wenn irgend wann ein Urteil gegen die abgefragte Person gesprochen wurde. Die wissen nicht einmal wenn ein Mahnbescheid vorliegt. Der braucht dem nur zu wiedersprechen und das taucht nirgends auf!
(Selbst schon so eine Menge Geld verloren da Auskunft positiv).

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