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Bela Barbados - Vorsorge zwecks Dichtig- und Langlebigkeit


TravelX am 28 Apr 2017 08:59:58

Guten Morgen liebe Forenmitglieder,

wir haben uns im Februar diesen Jahres ein neues Wohnmobil bestellt und warten nun sehnsüchtig auf die Auslieferung, welche nunmehr im Mai stattfinden soll. :ja:

JA, wir haben uns für ein Discount-Mobil aus Italien entschieden. Ob das jetzt gut oder schlecht war, wird die Zeit zeigen; uns war jedoch bereits bei der Anschaffung bewusst, dass es sich bei einem Bela Barbados nicht um ein Premiumqualitätswohnmobil handeln wird, sondern um ein Mobil, bei dem wir auch mal Hand anlegen müssen, um lange Spaß damit zu haben.

Genau mit diesem Hand anlegen möchte ich bereits ab Auslieferung beginnen :wink:

Ich lese seit längerer Zeit hier im Forum, um mir das nötige Wissen zur Substanzerhaltung zu verschaffen, nun möchte ich Euch aber direkt fragen, welche Pflege- und Wartungstipps ihr für einen Neuling habt, um direkt ab Auslieferung mit der Pflege zu beginnen.

Ich habe bereits diverse Beiträge zum Thema Undichtigkeit gelesen und würde hier gerne Vorsorge betreiben, sofern das überhaupt möglich ist. Da unser Mobil auch einen Dachträger mit zwei Quertraversen haben wird und ich gelesen habe, dass hier häufig eine Schwachstelle bei vielen Mobilen besteht, würde ich mich über Tipps zur Abdichtung eben der Schwachstellen freuen.
Die Hersteller-Dichtigkeitsprüfung soll angeblich ja relativ witzlos sein, daher die Frage. Wir möchten gern vermeiden, dass irgendwo im Aufbau etwas undicht ist und wir nach x Jahren feststellen, dass wir überall Torf haben :? Dafür war auch das Discount-Mobil zu teuer :wink:

Ich habe bereits vor, mir den Unterboden genaustens anzuschauen und ggf. zusätzlich mit C-UBS zu behandeln. Falls ich irgendwo noch unbehandelte Holzteile entdecken sollte, wollte ich vorab Owatrol Öl auftragen und dann anschließend C-UBS.

Bedenken habe ich bei so ziemlich allen Anbauteilen (Markise, Dachträger, Dachluken, Verbindung zwischen Aufbau u. Fahrerhaus und Kanten/Ecken des Aufbaus, insbesondere hinten etc.).

Unser Mobil wird hier bei mir zwar auf dem Hof stehen, jedoch fehlt es an einer Überdachung, so dass es ganzjährig unter freiem Himmel stehen soll, daher die Bedenken. Lohnt eine Schutzplane? Ich habe auch negative Rückmeldungen über solche Planen für die Mobile (Scheuerstellen, Schimmel, nerviges Auf- und Abriggen) gelesen.

Ich freue mich auf Eure Tipps und Anregungen
(und die obligatorischen Witze über italienische Schuhkartons :lol: - sowas macht bekanntlich stark :wink: )

Hobbit_615 am 28 Apr 2017 10:42:44

Hallo TravelX,
herzlichen Glückwunsch schonmal zu euerm NEUEN ;-) und Willkommen in der Womo Gemeinde.
Als erste Investition würde ich dir den Kauf einses Feuchtigkeitsmessgerätes ans Herz legen. Zum Beispiel das Voltcraft MF-100.
Zur Bedienung und viele Tips zum Messen damit findest du hier im Forum.

Gruß Andreas

Hobbit_615 am 28 Apr 2017 10:45:22

Und noch was, da das Fahrzeug neu ist, solltest du sofort eine kompl. Holraumversiegelung des Basisfahrzeuges nachholen. Das lohnt für die Zukunft auf jeden Fall. Auch hierzu findest du hier einige Beiträge.

TravelX am 28 Apr 2017 11:29:09

Hallo Andreas,

vielen Dank für die Idee - darauf hätte ich auch selbst kommen können ;-) naja manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ich werde mich mal bezüglich der Hohlraumversiegelung schlau machen ... hast Du eine Ahnung, wie teuer so etwas für ein 7m Mobil werden darf, wenn man es machen lässt? Ich habe leider weder eine Bühne noch eine Grube hier. Evtl. könnte ich aber bei einem Freund mal auf die Grube fahren, und die Arbeiten dort selbst machen... lieben Dank schon mal für den Hinweis!!

WERNER1953 am 28 Apr 2017 11:42:33

auch die Träger des Fiat Werkrahmens sollte mit UB Schutz behandelt werden. Das war die Empfehlung meines Fiat Händlers.

geralds am 28 Apr 2017 12:24:31

Hallo TravelX,
herzlichen Glückwunsch zum neuen Womo.

Den Fiat Aufbau würde ich mit Hohlraumschutz versehen lassen und einen Unterbodenschutz aufbringen.
Undichtigkeiten am Aufbau sind ab Werk vorhanden (vorprogrammiert) oder auch nicht (meine Meinung). Ich denke vorbeugend kann man da wenig bis nichts tun.
(Ich hatte selbst nach 20 Jahren bei meinem carthago Ethos keine). Das Problem kann jedoch auftreten und dann ist unverzüglich etwas dagegen zu tun.
Wasserschäden können vor allem durch Undichtigkeiten am Aufbau, durch undichte Leitungen (Frostschäden) oder durch mangelhaft geschützten Holz-Unterboden entstehen.
Zur Behandlung des Holz-Unterbodens kann ich keinen Tipp geben, hatte ich noch nicht.
Mein Fahrzeug stand immer, Sommer wie Winter im Freien. Ein Jahr hatte ich im Winter eine Plane über dem Fahrzeug. Folge waren hässliche Scheuerstellen, die nur mit Politur für alte Lacke zu beseitigen waren. Also wenn Plane dann auf Abstand zwischen Plane und Fahrzeug achten.

Im Winter, wenn das Fahrzeug nicht genutzt wird, innen alle Klappen und Schränke öffnen um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Bei meinem Fahrzeug musste ich auch die Matratzen aus den Betten nehmen, da sich auch dort Kondensfeuchtigkeit gebildet hat.

Auf jeden Fall wünsche ich viele schöne Reisen mit dem Mobil.

Gruß Gerald

KAWAMANE am 28 Apr 2017 22:02:17

Moin TravelX,
Wenn du ein nagelneues Fahrzeug erhältst wirst du ja auch Garantie und Gewährleistung für das Fahrzeug haben.
Ich würde mir die Bedingungen für die Garantie sehr genau durchlesen und gegebenenfalls vorher schriftlich abklären ob und welche Veränderungen du durchführen darfst, ohne die Garantie zu verlieren. Insbesondere, wenn du selbst Hand anlegst könnte man dir die Garantie bei Peripherieschäden verweigern.
Gruß
Bruno

TravelX am 29 Apr 2017 09:47:14

Moin allerseits,

vielen Dank für die Hinweise. Wir haben uns für einen Citroen Jumper 130PS Euro6+ als Basisfahrzeug entschieden. Die Wahl ist bewusst auf den Citroen gefallen, da dieser die aufwändigere SCR Abgasreinigung verbaut hat, was bei Fiat nicht der Fall ist.
-> laut aktuellen Berichten sollen die Euro 6 Diesel aber ja nun auch teufelszeug sein ;-)

Wie dem auch sei, ich werde mich bezüglich einer Hohlraumversiegelung informieren und versuchen den Unterboden entsperchend zu schützen.

Was mir mehr Sorge bereitet sind eventuelle Undichtigkeiten am Aufbau.

Das mit der Garantie stimmt natürlich - das wird vorab geprüft.

Kann man die Bohrlöcher von z.B. Dachträgern oder die Kanten an den Dachluken zusätzlich abdichten, um so einen Wassereintritt zu vermeiden? Gibt es dafür spezielle Mittel? Ich las etwas von Dekaseal und so.

Welche Produkte würdet ihr für die Unterbodenversiegelung empfehlen? Bisher hatte ich an Owatrol Öl und C-UBS gedacht. Ich sah aber, dass es ebenso Produkte von Dekalin gibt, die dafür gemacht wurden. Ist es quasi das gleiche, nur von zwei Herstellern, oder unterscheiden sich die Produkte grundlegend und wo liegen die Vor- bzw. Nachteile eines der beiden Produkte?

Viele Grüße

geralds am 29 Apr 2017 13:53:51

Hallo,
schau Dir mal folgenden Video an.
Da kannst Du erkennen, wie Klappen, Fenster Dachluken usw. eingedichtet werden.

--> Link

Da hilft das nachträgliche aufbringen von Fugenmasse (wie Silikon im Bad) nicht wirklich und meist nicht dauerhaft. Wenn da was undicht ist oder wird, muss z.B. das Fenster wieder ausgebaut werden und neu eingedichtet werden.

Gruß Gerald

vw53freak am 28 Mai 2017 15:36:33

Hallo travelx,

da wir ja qualitativ ein ähnliches Womo haben, kann ich dir ein paar Tipps geben.

Fahrzeug:
Ab Werk ist da nichts gross an Hohlraumkonservierung vorhanden, da es sich ja eigentlich um ein NFZ handelt, und diese in der Regel nicht sehr alt werden (schau dir nur mal die GLS und DHL Kisten an, die sind nach 2 Jahren so runter gerockt, da ist Langlebigkeit kein Punkt im Lastenheft...).
Also Türverkleidungen und Radhausschalen runter und ordentlich Konservierung rein, das kann man selber machen. Auch der Rahmen sollte ordentlich versorgt werden, kommt man aber überall prima dran, zur Not einfach auf die Auffahrkeile fahren, da der Wagen von Haus aus recht hoch ist, kann man gut drunterkrabbeln.
Aus der Diskussion welches Mittel dafür, halte ich mich raus, da hat jeder sein eigenes Zaubermittel. Ich fahre seit 22 Jahren Oldtimer mit verschiedenen Hohlraumkonservierungen, und die haben alle Ihre Aufgabe erfüllt. Kontrollieren musst du das sowieso regelmässig. Ich habe bei unserem Womo noch nichts gemacht, da ich kein Theater mit der Herstellergarantie haben möchte.

Aufbau:
Laut Hersteller PLA ist keine weitere Konservierung notwendig. Das halte ich für etwas übertrieben. Aber erstaunlicher Weise ist die Bodengruppe recht sauber verarbeitet und ich habe nur die ganzen Verschraubungen von den in grosser Zahl verbauten Kabelhaltern mit Sprühwachs konserviert. Ansonsten ist die Bodenplatte mit so einem Harz beschichtet, der sehr langlebig sein soll. Auch hier wirst du immer regelmässig kontrollieren müssen. Ich persönlich werde die Bodenplatte nicht zusätzlich konservieren, sondern nur Beschädigungen durch Steinschlag etc. nachbehandeln. Aufgrund meiner Erfahrungen durch unser altes Womo, kann ich nur davon abraten die Bodenplatte zuzuschmieren, denn wenn das wieder runter muss, weil eine Reparatur durchgeführt werden muss, ist das fast nicht machbar...
Ich habe übrigens präventiv an der Hinterachse Innenkotflügel und Spritzlappen angebracht, da kommt nicht mehr viel Wasser an die Bodenplatte bei Regen und Steinschlag sollte auch kein grosses Thema mehr sein. Vorne habe ich die original Spritzlappen von Citroen verbaut.
Die Wände und das Dach sind komplett aus GFK/Hartschaum/GFK. Da kommst du nicht zwischen, da flächig verklebt. Selbst wenn da mal durch ein unsauber eingebautes Fenster oder Dachluke Wasser eindringen sollte, wird es keinen grossen Schaden anrichten können, ausser vielleicht an den Möbeln o.ä.
Das Thema Dichtigkeitsprüfung wird hier immer sehr hitzig diskutiert ob sinnvoll oder nicht, es bleibt dir aber keine grosse Alternative. Da ich schon öfter in der Womo-Werkstatt in Weilheim gewesen bin, habe ich auch schon unangenehme Gespräche mit anderen Kunden über dieses Thema mitbekommen. Der Hersteller baut die Womos ja nicht absichtlich undicht und möchte ja auch zufriedene Kunden, aber so ein Womo-Aufbau ist auch ein filigranes Produkt was immer in Bewegung ist und arbeitet. Deshalb ist eine regelmässige Überprüfung mit einer Feuchtigkeitsmessung und Dokumentation notwendig um evtl. Undichtigkeiten im Ansatz zu entdecken.
Ich kann dir daher nur zu dieser Prüfung raten, auch wenn diese kostenpflichtig ist, aber wenn du einmal einen Feuchtigkeitsschaden reparieren lassen musst, bist du froh wenn da eine Garantie vorhanden ist. Solche Reparaturen sind selten dreistellig...

Und jetzt die ultimative Frage: Wann kommt denn euer Barbados??? Habt Ihr schon einen endgültigen Termin?

Grüsse aus dem sonnigen Köln

Carsten

TravelX am 09 Jun 2017 08:32:42

Guten Morgen allerseits,

wir haben ihn endlich erhalten :ja: Ich habe unseren Barbados nun am 06.06. zugelassen. Insgesamt war die Übergabe sehr freundlich und die Einweisung detailliert.

Das Mobil scheint recht ordentlich verarbeitet zu sein, Näheres hierzu wird sich sicherlich in den nächsten Monaten/Jahren zeigen ;-)

Näheres zur Abholung und einem "unschönen Erlebnis", mit dem wir noch immer beschäftigt sind, schreibe ich in einem anderen Thread, da es hier off topic wäre ;-)

StephansBela am 07 Jun 2018 13:52:37

Ich habe mein Barbados im Juli vor drei Jahren abgeholt und war auch zufrieden. Bis ich den Wassereinbruch an der ersten Dachluke bemerkte.
Ein, zwei Anrufe und ein paar Mails später wurde es abgedichtet. Da es für mich jedoch immer eine weite Anreise ist, suche immer wieder andere Werkstätten, die mit Bela zusammen arbeiten.
Die wechseln jedoch wie andere ihre Unterhosen.
Ansonsten kann ich der Womo Werkstatt nur positive Zeugnisse ausstellen. Manchmal glaube ich jedoch, dass man in Schwaben noch für eine Antwort E-Mail bezahlen muss. Bei uns ist sie schon umsonst. ;-)
Die Dichtigkeitsprüfung sollte man zumindest während der Garantiezeit durchziehen.

Ich hatte letzten Winter eine Plane über mein Womo und hatte das Gefühl, dass es etwas feuchter war. Regelmäßiges lüften hilft aber.
Ansonsten sind auch die berühmten Regenstreifen weniger. Nur die Sat Schüssel hat einen Riss in der Plane hinterlassen.
Ach ja, der Kühlschrank funktionierte nicht, während der Fahrt über 12 Volt, jetzt, nach genau drei Jahren ist die Aufbaubatterie platt.
Der Citroen hat jetzt 35000 km und geht im Juli zur Inspektion und TÜV.
Ein Wassereckleitung wurde durch Frost gesprengt. (selber repariert) Ansonsten ist alles zu meiner vollsten Zufriedenheit.

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