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Euer Garten auf Reisen - Bewässerung


JTLorsch am 07 Mai 2017 08:29:15

Guten Morgen,

Ich würde euch gerne zu euren Erfahrungen mit Bewässerungssystemen befragen. Wir können uns eigentlich gartentechnisch nicht leisten, im Sommer für ne Woche wegzufahren ohne dass was verbrennt oder eingeht.
Wir wohnen in einer relativ warmen Gegend und haben Gras, Platanen, Hortensien, Hochbeete als auch genug Stauden etc.

Fragen also:

Welches Bewässerungssystem habt ihr verbaut?
Marke?
Kosten?
Welche Pumpe (Brunnen haben wir)?
Seid ihr zufrieden?
Und wenn es nicht zuviel verlangt ist, habt ihr ein Foto von eurer Anlage?

Lieben Dank.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Beefeater57 am 07 Mai 2017 08:51:03

Ich habe meinen Garten auf " Pflegeleicht" getrimmt.Große Bäume (Birken,Linden,Eichen,Blutbuchen,Tannen) einige Hecken am Grundstücksrand,ansonsten Rasen.Bei sehr großer Hitze wird mit Regenwasser gewässert,wenn ich auf Reisen bin macht das mein Nachbar eben so wie die Kontrolle am und im Haus.Umgekehrt mache ich das auch,weshalb wir unsere Urlaube vorher absprechen.Früher hatte ich Rosenbeete und Blumenrabatte,die habe ich mit einem Sprühsystem von Gardena gewässert bis mir das zuviel Aufwand wurde,ich bin froh das ich mir das alles vom Hals geschafft habe.1600 Quadratmeter in Schuß zu halten ist auch so noch genug Arbeit.

Bernd

BadHunter am 07 Mai 2017 09:02:26

Unser Bewässerungssystem heißt auch "Nachbar", dem sagen wir Bescheid wann und wie lange wir wegfahren, und der hat dann ein Auge drauf... Allerdings ist unser Garten auch recht pflegeleicht, bis auf das Hochbeet vielleicht, das etwas mehr Pflege braucht...

tztz2000 am 07 Mai 2017 09:32:38

Wir sind noch dabei, unseren Garten "reisefreundlich" anzulegen:

Der Steingarten muss zum Glück nicht gegossen werden! :D

Für unsere Sträucher und die zukünftigen Pflanzkübel (ähnl. Hochbeet) suchen wir noch ein geeignetes Bewässerungssystem. Ich bin auf dieses Gardena-System gestossen:

--> Link

Hat damit jemand Erfahrung?

JTLorsch am 07 Mai 2017 09:54:32

Vielen Dank für eure Antworten, aber ich glaube da muss ich nochmal mein Posting korrigieren.

Ich suche ausschliesslich Antworten zu AUTOMATISCHEN Bewässerungssystemen.

Bewässerungssysteme wie Nachbar, Steingarten, Freunde etc. sind nicht von Interesse da bei uns nicht durchsetzbar. Selbst wenn sie es wären, sind sie nicht interessant für uns.

bennykater am 07 Mai 2017 10:27:52

tztz2000 hat geschrieben:Hat damit jemand Erfahrung?


Ja, ich! :D

Wir haben einen riesigen Garten, und meine Frau hat den grünen Daumen, liebt Blumen, Pflanzen, gärtnert sehr gerne, auch wir haben haufenweise Hortensien (sehr empfindlich, was fehlende Bewässerung angeht), Rhododendren, sehr viele Rosen, Hochstämme etc...
Ich hatte abends eine gute Stunde gebraucht, um meine "Gießkannen-Rallye" durchzuführen, bei Trockenheit und Hitze auch mal mehr.

Dies unseren Nachbarn zu überlassen, wenn wir mit dem Wohnmobil wegfuhren, war allein wegen der Größe unzumutbar. Weiterhin haben wir mehrere zu gießende Flächen, z.B. auf dem Balkon, auf dem begehbaren Garagendach, im Vorgarten, hinterm Haus...

Im Sommer vor zwei Jahren bin ich auch auf die Idee gekommen, das Gießen zu automatisieren. Daher habe ich batteriebetriebene Zeitschaltuhren jener von Thomas verlinkten Firma angeschafft und eine ganze Wochen lang Leitungen verlegt, teilweise wo nötig auch eingegraben. Selbst in die vom Haus am weitesten entlegenen Winkel habe ich die dickeren Rohre verlegt, und dann Abzweige mit den dünneren Rohren zu den jeweiligen Pflanzen verlegt.

Das Ganze ist insofern etwas - sagen wir tricky - als dass man es mit unterschiedlichem Wasserbedarf zu tun haben wird. Der große Hortensienbusch braucht andere "Düsen", also Endstücke, als das Geranientöpfchen.

Dieses System ist jedoch ziemlich flexibel, denn es gibt sehr viele unterschiedliche Ausströmer ("Endtropfer"), und man kann sie sich je nach Bedarf zusammenstellen. Die Wassermenge, die zu der jeweiliegen Pflanze geht, wird einerseits über das verwendete Endstück bzw. dessen Größe und Durchlass gesteuert, andererseits über die Dauer der Bewässerung. Mit den Zeitschaltuhren kann man diese Dauer sehr fein dosieren. Wegen der unterschiedlichen Orte, an denen ich bewässern wollte, habe ich mehrere Zeitschaltuhren, auch welche, die zwei Schlauchanschlüsse haben, und deren "Schaltkreise" man getrennt steuern kann. Ich habe die meisten Uhren so eingestellt, dass sie früh morgens ca. 10 Minuten auf machen.

Dort wo Pflanzen in Töpfen stehen, kann man besser überwachen, ob Menge und Dauer ausreichen, ansonsten ist es kaum "überwachbar", ob eine Pflanze zuviel Wasser bekommt: Das "zuviel" versickert halt. Nur wenn z.B. große Hortensien zu wenig Wasser bekommen, zeigen sie es dir :(

Wichtig ist, dass man das etwas dickere Rohr (13mm) so weit wie möglich zur Pflanze hin verlegt, und die Abzweige, die in dem dünneren Rohr (4,6mm) verlegt, müssen in einem bestimten Verhältnis zu Menge der Abzweige und deren Länge stehen.

Wegen der diesjährigen Kälte und dem immer noch drohenden Bodenfrost (Die Eisheiligen kommen erst noch) habe ich die Anlage noch nicht montiert. Die Teile, die nach der Zeitschaltuhr zuerst montiert werden ("Basisgerät"), reduzieren den Druck und stellen den Anschluß an das System dar.
Diese sowie die Zeitschaltuhren müssen frostgeschützt werden, die verlegten Rohre und Endstücke sind frostfest und können am Ort verbleiben.
Daher kann ich auch keine Bilder einstellen, meine Anlage ist noch im "Wintermodus". Wenn ich dann loslegen und sie wieder in Betrieb nehmen werde, schließe ich die Uhren an die Wasserhähne an, von der Uhr geht es mit normalem Wasserschlauch zum Basisgerät, und danach zu den bereits verlegten Rohrleitungen.

Während des Betriebs der Anlage muss diese natürlich rund um die Uhr "auf Druck" stehen. Das heißt dass auf den Zeitschaltuhren Druck ist, nicht "dahinter". Die Schaltuhr öffnet nur so lange, wie sie programmiert wurde (was i.d.R.sehr einfach ist).

An einer Stelle unseres Hauses musste ich einen Schlauch vom Wasserhahn zur Zeitschaltuhr legen, ansonsten hätte der Schlauch sozusagen überirdisch auf einem Weg gelegen. Diesen habe ich dann in einem Leerrohr unter die Gehwegplatten gelegt. Als Anschlußstücke hatte ich die originalen Gardena-Anschlußstücke verwendet, und war zunächst skeptisch, ob die "rund-um-die Uhr" Wasserdruck aushalten: Es geht, sie sind dauerhaft dicht.
Wenn die eine oder andere Pflanze an einen anderen Ort gestellt wird, noch eine dazu kommt, oder weg kommt, all das kann man mit dem System anpassen, und man lernt schnell, zu variieren, und zu steuern.

Es gibt wahrscheinlich andere Anbieter, die billiger sind. Ich habe nicht danach geschaut, habe nur Original Gardena-Teile verwendet und war in den beiden Sommersaisons sehr zufrieden damit.

Noch was: Man kann sich bei dem Wasserzulauf für das Trinkwasserleitungsnetz entscheiden, wie ich es (aus bestimmten Gründen) getan habe. Wer jedoch eine zentrale Regenwasserzisterne hat, kann natürlich auch diese einsetzen. Ich habe rund ums Haus mehrere Regenfässer, da müsste ich dementsprechend mehrere Pumpen einsetzen, und bzgl. Trockenlauf Vorrichtungen schaffen, das war mir zu kompliziert, daher habe ich mich für das Trinkwasserleitungsnetz entschieden.

Alles in allem habe ich knapp über 1000 € investiert, aber angesichts der Größe (mit mehreren teils Mehrfach-Schaltuhren) der Anlage und des Bedarfs hat diese Zahl keinerlei Aussagekraft. Das einzige, worüber ich mich im Nachhinein geärgert habe, ist dass ich es nicht schon viel früher gemacht habe.



Gruß
Martin

tztz2000 am 07 Mai 2017 10:49:44

Danke Martin! :top:

Das liest sich schon mal sehr gut. Unser Grundstück ist nicht gross, knapp 600 qm, wir haben keinen qm mehr, als wir von den Grenzabständen zu Nachbarn und Strasse haben müssen. Daher schätze ich die Kosten als sehr überschaubar ein.

Ich bin auf ein paar Fotos gespannt, wenn Du die Anlage in den Sommermodus versetzt! :lach:

bennykater am 07 Mai 2017 10:52:25

Fotos mach ich, versprochen!! :D

JTLorsch am 07 Mai 2017 11:29:40

Lieber Martin,

Vielen Dank für deine sehr ausführliche Beschreibung. Gardena steht wegen der normal guten Qualität bei mir auch zur Auswahl. Wir haben auch Hochbeete in denen die Rosenstöcke stehen. Unterschiedlicher Wasserbedarf ist auch bei uns ein Auswahlpunkt. Auf der einen Seite kann der Lavendel auch mal ein wenig dursten, die Hortensien wiederum nicht. Dazu kommen noch Platanen die direkt in die Terrasse gepflanzt wurden und das Gras natürlich.

1000 Euro an sich find ich keine grosse Investition. Beim Freundeskreis war die professionelle Anlage gleich 3x so teuer.

Bezüglich der Mikrodripschläuche hab ich noch eine Frage. Sind diese winterfest oder muss ich sie im Herbst entfernen?

PS: Ich würd gerne mal mit der Schlauchdurchdengartenzieherei und der Kannenschlepperei aufhören. Vor allem, weil es bei uns nichts bringt. Und der Rasensprenger ist aufgrund der eigenartig verwinkelten Grasfläche bei uns ebenso nicht optimal. Ich bin nur am Schlauchumherziehen. Spass macht mir das nicht. Und wenn wir dann auf Reisen sind, macht es auch keinem anderen Spass.

lg
jana

Gizmo am 07 Mai 2017 12:14:51

JTLorsch hat geschrieben:Bezüglich der Mikrodripschläuche hab ich noch eine Frage. Sind diese winterfest oder muss ich sie im Herbst entfernen?jana

Winterfest !!

thomas56 am 07 Mai 2017 12:24:52

macht ja nichts wenn die kaputt frieren und Wasser raus läuft. :D

Ganzalleinunterhalter am 07 Mai 2017 12:42:47

bennykater hat geschrieben:Wir haben einen riesigen Garten, und meine Frau hat den grünen Daumen, liebt Blumen, Pflanzen, gärtnert sehr gerne


Willkommen im Club :lol: ca 900 m2 Rasen/ Blumenrabatte, Steingarten, Kübelpflanzen. --> Link und --> Link

Ähnliche Situation wie bei uns, zu Anfang versucht das ganze über Nachbarschaft auf Gegenseitigkeit zu regeln, ging aber irgendwann nicht mehr.
Hatte auch schon das oben verlinkte System in den Blumenrabatten vor ca 9 Jahren überirdisch verlegt, allerdings hatte ich wegen dem Frost Angst dass sich im Winter irgendwo ein Wassersack bilden könnte und das ganze aufplatzt. Habe das ganze dann im Herbst wieder abgebaut und im Frühjahr wieder das ganze von vorne. Irgendwann im Herbst versucht mit Pressluft leerzublasen. Vor drei Jahren hatt es dann meine GG herausgenommen und seither nicht wieder im Einsatz.
Habe Brunnen und 1000 l IBC Container und weitere Regentonnen.
Pumpe am Brunnen versorgt IBC-Container und wird über Schwimmerschalter gesteuert.
Ab IBC-Container Hauswasseranlage und daran hatte ich mir vor 4 Jahren einen Gardena 6 Fach Wasserverteiler --> Link angeschlossen.
An die 6 Verteiler habe ich zum Teil Tropfschläuche und mehrere Kreisregner --> Link .
Hauswasserwerk ab IBC-Container ist auch gegen Trockenlauf mit Schwimmerschalter im Cube geschützt
Vorgehensweise:
Vor Sonnenaufgang schaltet Schaltuhr in mehren Schritten jeweils für ca 15 Minuten ( Tropfschlauch etwas länger) mit 2 minütigen Zwischenpausen das Hauswasserwerk > Wasser fließt über Gardenaverteiler zu Regner.
In den Schaltpausen geht der Wasserdruck gegen 0 und schaltet damit den Wasserverteiler einen Ausgang weiter.

Den Wasserverteiler habe ich deshalb gewählt, weil der Wasserdruck nicht reicht um alle Regner gleichzeitig zu bedienen.
Ich habe keinen Regensensor verbaut, d.H. die Beregnung findet bei unserer Abwesenheit auch bei eventuellem Regenwetter statt.
( hatte ich hier auch schon einmal darüber geschrieben > --> Link )
Problem ist auch hier > im Herbst die Pumpen zu deinstallieren und alles wieder rückzubauen.

Momentan bin ich dabei eine Möglichkeit zu finden um speziell die Kübelpflanzen über Trockenperioden zu bringen. Dabei kam mir die Idee wie es die Gärtnereien machen mit ihren Tischen und dem Bewässerungsvlies --> Link / Kappilarmatte am Boden der Planztöpfe - bin noch am tüfteln.


Eine Einsicht die sich bei mir immer weiter verfestigt ist diese > Großer blühender Garten und Wohnmobilreisen vertragen sich nicht > mal schauen wie ich das meiner GG noch nahebringen kann, wobei ich die Priorität auf das Reisen legen würde :lol: wobei wir dann wieder bei diesem Tread wären > --> Link

bennykater am 07 Mai 2017 12:51:20

Hallo Jana,

die Micro-drip-Rohre sind winterfest! Wenn Du Dir einmal die Mühe machst, und mit einem vernünftigen Plan Deinen Garten mit den 13-mm-Rohren ausstattest, kann das alles so bleiben, wie Du es einmal angelegt hast. Sicher ist das erst mal eine Investition, aber es lohnt sich, in jedem Fall.
Nur die Zeitschaltuhren und die Basisgeräte müssen über Winter demontiert werden. Am Besten ist es, sie entsprechend zu kennzeichnen, damit die Uhren und die Basisgeräte wieder an ihren vorgesehen Platz kommen.

Ich muss sagen, dass ich das durchaus sehr genieße, nicht mehr Kannen schleppen zu müssen. Denn das ist ja das Schöne daran: Egal ob man zuhause ist oder mit dem Wohnmobil unterwegs: Für die Pflanzen ist gesorgt, so oder so.

Ich werde demnächst, wenn ich die Anlage wieder in Betrieb nehme, die einzelnen Anlagenteile/Abschnitte, die ja über Winter im bzw. auf dem Boden bleiben, nacheinander ohne Uhr überprüfen, d.h. direkt an den Wasserhahn anschließen und schauen, aus welchen Ausströmern wie viel Wasser kommt, ob welche sich über den Winter gelöst oder sich verstopft haben, ob hier oder da etwas reduziert oder ergänzt werden muss, und Anpassungen vornehmen, weil ja auch die Pflanzen sich verändern. Hier fällt mir gerade ein, dass ganz besonders der Hortensienbusch im Vorgarten die regelmäßige und ausreichende Bewässerung mit Wachstum und Blühfreude belohnt hat.

Meine Frau sagt, dass der Garten sich - seit dem wir automatisch gießen (lassen :D ) - sehr zum Positiven verändert hat.

Das ganze System ist sehr flexibel, ich kann es nur empfehlen. Es gibt beispielsweise einen speziellen Schlauch, der in Abständen regelmäßig gelocht ist. Wie das mit Rasensprengern aussieht, weiß ich jetzt nicht, aber auch das kann man automatisieren; Erfahrungen speziell dazu habe ich nicht.

Kleinigkeiten am Rande: Unser Garteneich hat wie jeder andere auch im Hochsommer Wasserverlust durch Verdunstung. Da einer der Stränge auch in Richtung bzw. rund um den Teich verläuft, habe ich einen Abzweig ans Teichwasser verlegt und einen bestimmten Ausströmer angebracht, so dass der Teich sein Niveau auch im Hochsommer hält, und den Goldfischen ihr Lebenselexier erhalten bleibt :) . Selbst eine Vogeltränke habe ich an das System angeschlossen.

Meine Frau hat bestimmte Behältnisse zum Blumentopf umfunktioniert, die dafür eigentlich nicht vorgesehen sind; wie z.B. elsässische "Terrine"-Schüsseln, die - gefüllt mit Geranien - in den Kellerfenstern stehen. Um sicherzustellen, dass die nicht ersaufen, habe ich diese Behälter auf der Rückseite ca. 3 cm hoch angebohrt. Auch der eine oder andere "Bembel" musste sich das gefallen lassen, aber es funktioniert.

Wenn man unbedingt ein Haar in der Suppe finden will, wäre zu sagen, dass die Anlage nicht völlig unsichtbar zu montieren ist, speziell in der Nähe der Pflanzen. Meine Frau hatte an einer bestimmten Stelle Rosenstecklinge eingepflanzt, die "aufgepäppelt" werden mussten. Ich habe direkt an jede einzelne Pflanze einen Endtropfer gelegt, und man konnte sehr schön sehen, dass wirklich jede Pflanze ihr Wasser bekam, und es drumherum trocken war. Das hat dann später natürlich die Folge, dass man beim Bodenauflockern ("Häckeln" sagen wir dazu) aufpassen muss. Aber auch hier gibt es Lösungen: Man kann die Röhrchen anheben, durchhäckeln und die Tropfer wieder an Ort bingen.

Noch was: Die Zeitschaltuhren haben eine 9-Volt Blockbatterie, die hält eine ganze Saison, und manche Uhren zeigen den Ladezustand an. Bei bestimmten Uhren kann man - ohne die eingestellten Zeiten zu verändern - die Wassermenge prozentual verändern. Wenn es beispielsweise mal eine Woche regnerisch werden soll, kann man die Wassermenge prozentual runter fahren, aber es ist sichergstellt, dass auch die Pflanzen, die zwar draußen, aber unter einem Dach oder Baum stehen, ihre Versorgung haben. Andere "Schaltkreise" kann man ggf. in Schlechtwetterperioden ganz abstellen.

Wenn Du noch Fragen hast: Nur zu!

Gruß
Martin

JTLorsch am 07 Mai 2017 17:52:23

Lieber Horst, Lieber Martin....

Der Entschluss ist gefasst. Ich werde mich jetzt an die Planung machen. Wir möchten unseren Garten nicht missen, denn wir haben noch eine schulpflichtige Tochter daheim und können ja nicht einfach alles verlottern lassen. Ausserdem geniessen meine Eltern unseren Garten sehr, aber ich will ihnen die Gießerei nicht abverlangen.

Ein Hauswasserwerk von Gardena haben wir, dann fehlt dann nur noch das Wesentliche ;-)
Bis nächste Saison soll dann hier alles automatisch funktionieren.
Lieben Dank euch allen schon mal für die tollen Ausführungen und Hilfeangebote. Ich würde darauf sicherlich gern in Zukunft zurückgreifen wollen.

LG
Jana

topolino666 am 07 Mai 2017 18:48:01

Hallo!

Hier gibts ein Bild unseres Gartens:

--> Link

Wir giessen automatisiert nur das Glashaus, hier legen wir so Tropfschläuche in die Reihenmitte; da wir über eine Tauchpumpe aus einem Brunnen giessen läuft abends über die Zeitschaltuhr entsprechend die Bewässerung.

Im Freiland giessen wir in Abwesenheit nicht weil viel giessen auch viel Unkraut bedeutet! ;-(

JTLorsch am 07 Mai 2017 19:16:04

auweia...Ein ganzes Fussballfeld.

RalfW am 08 Mai 2017 14:48:46

Hallo,

habe auch ein Gardena-Sprinklersystem mit Versenkregnern direkt beim Hausbau mit verlegt.
Neuerdings habe ich die Pumpe über eine intelligente Zeitschaltuhr "AVM FRITZ!DECT 210" angeschlossen. Dort kann man beliebig Ein-/Ausschaltzeiten hinterlegen (auch über fritz-App aus der Ferne) bzw. auch durch Google-Kalendereinträge beeinflussen.

Gruß
Ralf

louis am 08 Mai 2017 18:48:01

Moin,

als kleiner Tipp, die Zeitschrift Test bringt in Ihrer Juni Ausgabe 17 eine Untersuchung über 16 Bewässerungssysteme für Zimmer- und Balkonpflanzen, vielleicht ist ja was interessantes dabei.
Louis

JTLorsch am 08 Mai 2017 20:58:00

Vielen Dank.

Ich habe jetzt erstmal das Gardena System mir angeschaut. Mit der Installation wäre ich persönlich überfordert. Ich werde mal einen Pro kommen lassen. Vielleicht hält es sich in Grenzen...

bennykater am 09 Mai 2017 10:42:30

JTLorsch hat geschrieben: Mit der Installation wäre ich persönlich überfordert.


Hallo Jana,

Du kennst bestimmt den Spruch "Man geht niemals zwei mal in den gleichen Garten".

Das bedeutet, dass sich der Garten verändert. Und das bedeutet, dass man - hat man erst mal ein solches System - Anpassungen vornehmen muss.

Ich schreibe dies, weil ich dich dazu ermuntern möchte, es trotz deiner Bedenken selbst zu machen; es zumindest zu versuchen! Mir ging es vor zwei Jahren sehr ähnlich. Alles was ich mir angeschaut hatte, sah für mich kompliziert aus, die Hürden erschienen mir unüberwindbar, "das schaff ich nicht..." Jessesnee, vielzuviele verschiedene Ausströmer, welche Zeitschaltuhr nehmen, welches Basisgerät, die dicken oder die dünneren Schläuche, wohin was verlegen....

Das sieht alles erst mal viel komplizierter aus als es eigentlich ist. Mach Dich mal dran, und besorg dir erst mal eine Art Gundausstattung als da wären:
eine Zeitschaltuhr. Hier würde ich dir gleich mal den Multicontrol duo vorschlagen, der kann zwei Kreise unabhänging voneinander betreiben. Und dann verlegst du erst mal einen Bewässerungskreis.

Dazu zwei Basisgeräte, eine 50-m-Rolle von 13-mm-("Verlege-")Rohr, sowie die gleiche Länge vom dünneren ("Verteiler-")Rohr in 4,6 mm. Dazu ein paar T-Stücke in den beiden angebotenen Stärken (für die dicken und die dünnen Rohre). Dann noch ein paar Reihentropfer und Endtropfer, und es kann schon mal los gehen.

Es muss ja nicht gleich von Anfang an 100% perfekt sein! Wichtig ist, dass du die Anlage von Anfang an als "Dein Ding" ansiehst, denn die sowieso erforderlichen Veränderungen und Anpassungen musst du ja auch selbst vornehmen! Stell dir vor, du läßt es durch einen Fachmann installieren, und die Anlage läuft zunächst mal, in ihrer ersten Saison. Bereits im zweiten Jahr werden Veränderungen fällig, weil du den großen Topf lieber ganz woanders hin stellen möchtest, der aber auch seine automatische Bewässerung kriegen soll.

Außerdem hast du einen schönen Rosen-Hochstamm geschenkt bekommen, und da hinten in der Ecke ist jetzt doch die Glyzinie erfroren, da brauchts keine Bewässerung mehr, oder oder oder....

Willst du dann jedes mal deinen Fachmann kommen lassen? Außerdem musst du im Herbst Zeitschaltuhr und Basisgerät abbauen. Je besser du selbst mit der Sache vertraut bist, um so besser wird es funktionieren! Wenn du siehst, dass da eine Pflanze immer noch zu trocken ist, kannst du genauso eingreifen, wie wenn an der anderen Stelle der Untersetzer jeden Tag überläuft, weil er zu viel bekommt.

Es ist wirklich bei weitem nicht so kompliziert wie es am Anfang aussieht: Trau dich! Du schaffst das, das haben schon viel Dümmere hingekriegt!

Ich weiß noch, dass ich auf dem (zugegebenermassen recht großen) Balkon angefangen habe, (gerade hier auf dem Balkon, wo nicht eine Pflanze "Bodenkontakt" hat, und es ausschließlich um Pflanztöpfe geht, ist die regelmäßige Bewässerung besonders wichtig, und auch lohnend) und habe meinen ersten Bewässerungskreis verlegt, dort habe ich das Verlegerohr mit Kabelbindern am Balkongeländer entlang verlegt, habe mehrere "Reduzier-T-Stücke" etwa alle zwei Meter bzw. dort wo die Töpfe standen, dazwischen gesetzt, und dann mit dem Verteilerrohr jeden einzelnen Topf mit einem Reihen- oder Endtropfer versorgt, die kleineren mit den orangefarbenen (2-Ltr./min) und die größeren mit den grauen (4-Ltr./min) versorgt, mit dem passenden Rohrhalter in die Töpfe gesteckt, und habe den Bewässerungscomputer so eingestellt, dass er morgens um 6 h 10 Minuten lang öffnet (=wässert).
Das hat gleich super funktioniert, und so war ich angefixt. Kurz darauf habe ich den kompletten Garten mit allem drum und dran mit den Leitungen versorgt, unterschiedliche Bewässerungskreise gelegt, und genieße nun das "Keine-Kannen-schleppen".

Heute Nacht soll es ja noch mal sehr kalt werden, und danach hört die Gefahr von Bodenfrost wohl auf, spätestens nächste Woche werde ich meine Anlage wieder montieren, und dann stelle ich ein paar Bilder ein.

Nur Mut!!
Gruß
Martin

LongJohn am 09 Mai 2017 11:14:14

Ich habe unseren Garten die letzten Jahre auf -Pflegeleicht- umbauen lassen. Rasenmäher habe ich vor zwei Wochen verschenkt. Die Bonsai's werden von --> Link bewässert. Für 80 € ein super System von Gardena incl. Bewässerungscomputer.

Schöne grüße aus Kroatien. LongJohn

ganderker am 09 Mai 2017 11:59:51

Hallo zusammen,
weil ich es mal bei einer Spanienüberwinterung erlebt habe, möchte ich diesen Gedanken einbringen, einfach mal so:

75jähriges vermögendes Ehepaar mit großem Womo alles drin und dran für Langzeitreisen, war sehr traurig. Sie mussten zurück nach Düsseldorf in ein sehr großes Haus mit sehr großem Garten. Haben zwar Gartenfirma, die vieles erledigt, aber es standen Gespräche an, wegen der Immobilie.

Wir saßen abends beim Wein: ihnen wurde erstmals -richtig- bewusst, dass sie altersbedingt wohl kaum noch 20 Jahre so reisen können, das Haus belastet und behindert sie inzwischen.

Kurz und gut: getreu nach dem Spruch Love it- change it - leave it (eine der vielen Denkanstöße dazu: --> Link) fuhren sie los mit dem Vorhaben, den Verkauf der Immo einzuleiten, sich eine schöne Eigent.wohnung mit Hausmeisterservice zu nehmen und freier zu sein...... Das war nach vielen Jahren trotz des schönen Gartens mehr eine Belastung geworden......

Das Leben ändert sich, manchmal ist man gefangen in alten Gewohnheiten.....

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