aqua
hubstuetzen

SIGA LiFePo4 100Ah kombiniert mit Varta LFD90


riff am 10 Mai 2017 23:17:18

Moinmoin,
Wir besitzen seit Kurzem einen Fiat Ducato. Er wurde vom ersten Besitzer zum Wohnmobil ausgebaut. Der zweite Besitzer ließ einiges machen, die Bordelektrik wurde u.a. mit einem günstigen Wechselrichter, einer Varta LFD90 und einer Außensteckdose für Landstrom ausgestattet.
Nun sind wir die dritten Besitzer und haben Großes vor. Ich muss am Computer/Laptop mit Zweitbildschirm 5Std/Tag arbeiten können. Wir möchten möglichst oft freistehen, gern ganzjährig, darum komplett autark ausgestattet sein.
Mir schwebt eine 200W Solaranlage vor. LiFePo4 Batterie mit vernünftigem mppt Laderegler. Nun - reichen 200W Solar? Platz auf dem Dach gäbe es für maximal 300W. Aber 200Ah bzw sogar 300Ah in LiFePo4 Batterien sind - vom Anschaffungspreis her - schweineteuer. Günstiger kämen wir erstmal weg, wenn die Varta und eine 100Ah LiFePo4 sich vertragen. Geht das?
Grüße

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

andwein am 11 Mai 2017 12:50:57

Ganzwöchig benutzen, auch Übernachten? mit welchem Komfort und welcher Heizung? Welchen Kühlschrank? etc, etc
Mache doch mal eine Aufstellung deiner elektrischen Verbräuche, deiner Fahrgewohnheit, dann bekommst du die Untergrenze deiner Stromanforderungen. Und dann kannst du überlegen, wie du diesen produzierst und speicherst!
Vioelleicht helfen dir diese Überlegungen weiter: --> Link
Gruß Andreas

lisunenergy am 11 Mai 2017 16:50:44

Der Anschaffungspeis ist erst einmal schon ein kleines Sümmchen. Will man aber den Bleiakku nicht kaputt machen so gehen beide Akkus nur bedingt parallel. Bei dem China Fertigakku ist die Strombelastbarkeit genau zu prüfen. Überlege ob es nicht Sinn macht die Anlage in Ruhe zu planen und achte auf die Eigenschaften eines Lifepo4. Lima ! , Solar ! , Netzladegerät.
200 Watt Solar ist eine gute Größe.

riff am 12 Mai 2017 10:50:09

andwein hat geschrieben:Ganzwöchig benutzen, auch Übernachten? mit welchem Komfort und welcher Heizung? Welchen Kühlschrank? etc, etc
Mache doch mal eine Aufstellung deiner elektrischen Verbräuche, deiner Fahrgewohnheit, dann bekommst du die Untergrenze deiner Stromanforderungen. Und dann kannst du überlegen, wie du diesen produzierst und speicherst!


Vielen Dank Andreas für die Antwort und den Link. Ich habe die Tabelle benutzt um meinen Strombedarf zu berechnen.
Im Winter käme ich auf die 200Ah/Tag. Ist nicht gerade wenig gell?

Dann lese ich bei Büttner das:
Strombedarf ( Ah ) pro Tag x 4 = ....... Ah
Diese Kapazität sollte nicht unterschritten werden.
... Sind größere Verbraucher (WR, Kompressorkühlschrank) an Bord, empfehlen wir in jedem Fall grundsätzlich die doppelte Kapazität vorzusehen.


Wie ist das zu verstehen? soll ich die Kapazität der Aufbauakkus auf 800Ah :eek: erhöhen?? da bräuchte ich einen Anhänger - und einen 6er im Lotto.
Oder "nur" das doppelte meiner Schätzung, also 400Ah? auch nicht wenig...

Zum Fahrverhalten: wir werden möglichst lange stehen. nach zwei drei Tagen 100-200Km weiterfahren, wieder an einem schönen Örtchen stehen usw. Die LiMa wird also nur sehr begrenzt zum Laden der Aufbauakkus in Anspruch genommen.

Grüße
riff

andwein am 12 Mai 2017 11:18:15

Man muss immer auf den Kontext aufpassen:
Nasse Bleibatterien sollten nur zu 50% entladen werden, AGM/Gel können mehr ab, ca 60%
Bleikristall können auch 70% Entladungstiefe mit langer Lebensdauer verbinden
Lithiumbatterien können ohne Probleme bis 90-95% entladen werden ohne dabei zu schwächeln
Die Aussage "doppelte Kapazität für nasse Bleibatterien ist richtig, für Lithium ist sie in meinen Augen falsch.
Gruß Andreas

geralds am 12 Mai 2017 12:10:48

Hallo,
Ich will Dir nicht die Illusion nehmen, aber so einfach wird das nicht gehen.
200Ah Verbrauch am Tag erscheinen mir schon sehr hoch angesetzt. Aber selbst wenn es "nur" 150Ah sein sollten, die musst Du, zunächst mal völlig unabhängig von der Batterie, nachladen können. Das schaffst Du mit 200Wp Solaranlage nicht. Selbst 300Wp sind da schon sehr knapp kalkuliert.
Ich denke Du brauchst auf jeden Fall noch eine Möglichkeit zusätzlich Strom zu erzeugen. Es gibt auch Tage mit (teilweise) bedecktem Himmel!
Etwas helfen würde eine Efoy, die aber auch keinen Tagesbedarf alleine abdecken wird. Andere Möglichkeit ist ein Generator. Macht halt Krach.
Zur Batterie. Schau Dir mal an, welche Spannungen ein Bleiakku bei welchen Ladezuständen hat
(Google hilft, z.B. --> Link). Das vergleichst Du mit der Entladekurve eines Li-Akku´s. (z.B. Winston Batterie) Der Li-Akku hat eine sehr flache Entladekurve. Der ist fast leer bevor überhaupt der Bleiakku Strom liefert. Du kannst es ja probieren, die Akku´s werden es wahrscheinlich überleben. Ich würde aber unter 200Ah Li-Akku´s gar nicht erst anfangen (unterste Grenze).

Gruß Gerald

xbmcg am 12 Mai 2017 12:37:18

Man kann die Batterien unterschiedlicher Bauart zusammen betreiben, wenn man ein paar Vorkehrungen trifft.

1.) Manuell über Trennschalter / Umschalten der Batterie.
2.) Durch einen Ladestromverteiler (Leistungsdioden), die das unabhängige gemeinsame Laden der Batterien ermöglicht und einen Batteriecombiner (wider Leistungsdioden), die die Batterien voneinander getrennt auf die Last aufschalten. Das funktionier aber nur, wenn die Ladeseite strikt von der Lastseite getrennt wird.

3.) Durch einen Batteriemanager (z.B. NDS iManager), der kann Batterien bei hoher Last zusammenschalten und bei niedriglast die Batterien einzeln automatisch umschalten, sowie beim Laden verwalten
--> Link

Deine Anlage ist definitiv zu schwach für einen täglichen Bedarf von 200Ah.
Weder die Solaranlage, noch die Batterien reichen dafür aus.

200Wp liefern im Schnitt 800Wh pro Tag, das sind ca. 55Ah. Du bräuchtest um die 800Wp bei dem Bedarf.
Batteriemäßig würde ich sagen, solltest Du mindestens die doppelte nutzbare Kapazität einplanen (400Ah LiFeYPO4 oder 800Ah AGM / GEL / Bleikristall oder soonst was),
weil Du schon mal an einem verregneten Tag die Batterien nicht mehr voll bekommst.

Was Du noch machen kannst, wäre auf ein Ultrabook mit effizientem mobilen Prozessor und SSD umzusteigen, was Du ohne WR mit einem StepUp Wandler 12V -> 19V benutzt.
Dann brauchst Du keinen starken WR und hast einen Bedarf von 5 Stunden * 35W = 175Wh oder ca. 15Ah , das geht locker über die 200Wp Solar. Selbst ein i7 Prozessor
im Ultrabook braucht nicht mehr als 40-50W (250Wh / Arbeitstag).

Die übrigen Verbraucher müsstest Du Dir auch mal genauer ansehen

Lorilon am 12 Mai 2017 12:41:54

Hallo riff,

200Ah pro Tag sind im Wohnmobil eher Großverbraucherwerte. Ich möchte mal ganz vorsichtig anfragen, ob du die verlinkte Tabelle ganz korrekt umgesetzt hast. Am Beispiel der in der Tabelle erwähnten Kaffeemaschine: Bei 1600W wird bei 12V ein Strom von 133A benötigt. Wenn jetzt das gerät 1h läuft käme man auf 133Ah (Wechselverluste und co mal in den 1600W eingerechnet). Da die Kaffeemaschine aber nicht so lange läuft kommst du auf deutlich weniger Ah. Ich meine mich zu erinnern, dass die Kapsel und Vollautomatennutzer von etwa 5-6Ah pro Tasse berichten. Ich bin selber nicht wirklich sparsam, aber an 200Ah komme ich bei Weitem nicht ran.

Grüße

xbmcg am 12 Mai 2017 14:23:17

200Ah sind gerade mal 2.4kWh. Die kommen schon zusammen, wenn man einen Desktop-Pc, Monitor, Drucker, Router,
Ladegeräte für die Handis / Tablets etc. den ganzen Tag betreibt, und wenn man dabei noch Kaffeesüchtig ist, dann kann
schon einiges zusammenkommen.

Im Winter noch der Lüfter der Heizung, dann noch das Licht, was vielleicht noch Halogenlampen hat...

Er betreibt ja ein mobiles Büro...

geralds am 12 Mai 2017 14:31:46

Hallo,

ich habe, als ich meine Solaranlage ausgelegt habe, mal eine Musterrechnung für eine 250Wp Anlage gerechnet.
Dabei wollte ich auch wissen, ob und um wie viel der Ertrag steigt, wenn ich die Module auf 45° stelle und nach Süden ausrichte.
Als Beispiel für im Winter in Spanien habe ich Almeria als Standort gewählt.
Mal einige Daten zu Deiner Orientierung (Werte gerundet und für die Wh mit 12V gerechnet):
Beachte auch die Sonnenstunden, die sind nicht jeden Tag gegeben.

München am 9.7 bei einer Sonnenscheindauer von 8 Stunden Module liegen flach
83 Ah oder 992 Wh
München am 9.1 bei einer Sonnenscheindauer von 6 Stunden Module liegen flach
20 Ah oder 243 Wh
Almeria am 9.1 bei einer Sonnenscheindauer von 6 Stunden Module liegen flach
34 Ah oder 403 Wh

München am 9.7 bei einer Sonnenscheindauer von 8 Stunden Module im Winkel von 45°nach Süden ausgerichtet
106 Ah oder 1277 Wh
Almeria am 9.1 bei einer Sonnenscheindauer von 6 Stunden Module im Winkel von 45°nach Süden ausgerichtet
56 Ah oder 672 Wh

Selbst wenn man 300Wp annimmt (Faktor 1,2) kannst Du Deinen berechneten Bedarf nicht decken.
Also braucht Du zusätzlich noch eine Stromquelle oder Du musst Deinen Bedarf drastisch senken.
Für Deine Computeranlage würde ich ein Energiekostenmessgerät kaufen und mal den tatsächlichen Bedarf über ein paar Stunden messen.

--> Link

Ist nicht teuer und dann weist Du mehr.
Erst wenn der tatsächliche Energiebedarf bekannt ist und die Frage geklärt ist, wie der gedeckt werden kann, lohnt es sich über die Batterien nachzudenken.

Gruß Gerald

Tinduck am 12 Mai 2017 15:15:17

Bei allen ernergetischen Überlegungen würd ich auch noch mal nachdenken, wieviel Platz in einem Kastenwagen mit einem vollwertigen Büroarbeitsplatz zum Leben bleibt. Wäre mir persönlich etwas knapp.

bis denn,

Uwe

andwein am 13 Mai 2017 10:19:31

Tinduck hat geschrieben:Bei allen ernergetischen Überlegungen würd ich auch noch mal nachdenken, wieviel Platz in einem Kastenwagen mit einem vollwertigen Büroarbeitsplatz zum Leben bleibt.Uwe

Das denke ich schon die ganze Zeit, aber manche Dinge benötigen die eigene Erfahrung um in die Betrachtung als machbar/nicht machbar einfließen zu können. Sowas hängt ja bei der Enge auch ganz entscheidend vom Mitbewohner ab!
Gruß Andreas

geralds am 13 Mai 2017 10:38:07

Hallo,

ohne zu wissen, welche Größe das Womo hat, ich würde auch bevor ich viel Geld in die Aufrüstung stecke, mal ausprobieren ob meine Vorstellungen mit dem Arbeitsplatz im Womo realisierbar sind. D.h. mit dem Womo erst einmal Stellplätze und Campingplätze mit Stromanschluss ansteuern.

Gruß Gerald

lisunenergy am 14 Mai 2017 08:36:17

Wie schon so einige geschrieben haben, ist es äusserst wichtig, erst einmal genau zu testen, was wirklich verbraucht wird ! Hier kann man z.b. Sich mal ein Energiekostenmessgerät für die Steckdose kaufen . Ein ganz wichtiger Aspekt ist die Effizienz. Was man nicht verbraucht , muss man nicht erzeugen ! Es kann also sehr helfen, sich alles ganz genau zu betrachten. Dazu gehört für mich auf alle Fälle ein Lifepo4 Akku, Solarmodule ( auch als Koffer), Ladewandler, LED Beleuchtung , und alles was geht auf 12 Volt. Bei den Computer würde ich schauen, was es aktuell gibt, um die effizientesten Geräte zu erhalten.

Lg Sonnentau

riff am 14 Mai 2017 11:18:02

Recht habt ihr, wir müssen es selbst in Erfahrung bringen, ob das mit dem mobilen Arbeiten geht.

Das Laptop ist zweifelsohne der größte Stromverbraucher an Bord. Wobei es gibt es noch nicht, aber die feste Kaufabsicht besteht. Netzteil ist angegeben mit 135W. Wenn ich es mit einem 19V StepUp-Ladegerät anschließe, wären es 7,1A, stimmts? Bei einer Laufzeit von 6 Stunden pro Tag folgerichtig 42Ah, richtig?

geralds am 14 Mai 2017 12:38:41

riff hat geschrieben:
Das Laptop ist zweifelsohne der größte Stromverbraucher an Bord. JA

Wobei es gibt es noch nicht, aber die feste Kaufabsicht besteht. Netzteil ist angegeben mit 135W. Wenn ich es mit einem 19V StepUp-Ladegerät anschließe, wären es 7,1A, stimmts? Bei einer Laufzeit von 6 Stunden pro Tag folgerichtig 42Ah, richtig?


Hallo,

die Rechnung ist falsch. Du musst den Strom auf der 12V Eingangsseite des Wandlers berechnen. Das wären bei 135W / 12V ungefähr 11A. Bei 6 Stunden also 66Ah. (Wirkungsgrad mal nicht beachtet.)
Aber auch das ist falsch.
Die Netzteile sind so ausgelegt, dass sie den Laptop auch bei max. Leistung der CPU noch versorgen können und gleichzeitig einen eventuell leeren Akku laden können. Im Schnitt brauchen die Geräte weniger. Das Originalnetzteil meines Laptops liefert z.B. 120W. Im Womo habe ich noch ein 90W Netzteil, dass ich dort verwende. Auch das reicht völlig aus. (Mein älter Toshiba hat z.B. ein 75W Netzteil) Nimm ein Energiemessgerät und teste was der Laptop tatsächlich braucht. Wenn das nicht geht, Hersteller fragen oder über Akkugröße und Laufzeit mit Akku einen Näherungswert ermitteln (Achtung die Herstellerangaben sind meist etwas optimistisch, ich würde nur mit ca. 2/3 der Laufzeit rechnen.). Den eventuell notwendigen separaten Bildschirm nicht vergessen. Hier liegen die angegebenen Werte des Bildschirms schon näher an der Wahrheit.
Wenn Du den Laptop noch kaufen willst also auf ein sparsames Gerät achten. Ich habe vor ein paar Jahren einen XMG (Fa. Schenker) mit I7 gekauft. Völlig überdimensioniert wie ich heute weiß. Die CPU wird nur bei Formatumrechnung von Filmen ausgelastet, sonst liegt die Leistung meist zwischen 15-25% wenn es hochkommt. Stromfresser sind auch die Graphikkarten, also auch hier darauf achten was man braucht.
Schenker ist nicht billig, haben jedoch den Vorteil, dass man den Laptop nach seinen Bedürfnissen konfigurieren kann. Aber es gibt ja inzwischen viele Angebote für jeden Geschmack.

Gruß Gerald

geralds am 14 Mai 2017 13:15:05

Hallo,

ich habe mal ein x-beliebiges Notebook gesucht bei dem Akku-Größe und Laufzeit angegeben sind.

--> Link

Das Acer Aspire V3-372-50LK zeichnet sich durch folgende spezifische Produkteigenschaften aus:

Display: 33 cm (13,3-Zoll), TFT-Display, matt
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel Full-HD
Prozessor: Intel Core i5-6200U (2 x 2,3 GHz, TurboBoost bis 2,8 GHz, 3 MB Intel® Smart Cache)
Grafik: Intel HD Grapics 520
Arbeitsspeicher: 8 GB PC3 10600 (1333 MHz), aufrüstbar auf 16 GB
Festspeicher: 256 GB SSD
Konnektivität: WLAN 802.11 ac/a/b/g/n, Gigabit Ethernet, Bluetooth 4.0
Anschlüsse: 1 x USB 3.0 ( power-off USB charging), 2 x USB 2.0, 1 x HDMI, 1 x Lautsprecher/Kopfhörer/Line-out
Kartenleser: SD Card-Reader
Eingabegeräte: Acer FineTip Tastatur, Multi-Gesture Touchpad mit integrierten
Tasten
Kamera: HD-Webcam
Akku: 3220 mAh, bis zu 7,5 Stunden Akkulaufzeit
Abmessungen / Gewicht: 327 (B) x 228 (T) x 19,65 (H) mm / 1,5 kg
Betriebssystem: Windows 10 (64 Bit)

Wenn man jetzt mal 4 Stunden Laufzeit bei belastetem Rechner annimmt, dann sieht das so aus:
3,2Ah / 4h = 0,8A
0,8A * 19V = 15,2W
15,2W / 12V = 1,27A auf der 12V Seite.
Wirkungsgrad des Wandlers mal mit 80% angenommen
1,27A / 0,8 = 1,6A
Wobei eventuell zu berücksichtigen ist, dass der Rechner im Akkubetrieb die Leistung herunter fährt.
Aber ich denke wenn man für diesen Rechner einen Bedarf von 2-3Ah pro Stunde rechnet liegt man so in etwa richtig.

Das Beispiel nur mal als Vorgehensweise wie man sich in etwa an den Energiebedarf annähern kann.
(Soll keine Empfehlung für diesen Rechner sein.)

Gruß Gerald

xbmcg am 14 Mai 2017 17:40:36

Die Amperestunden des Notebook Akkus nutzen Dir nichts, weil nichts von der Spannung da steht.
Du kannst die Leistung ja nur errechnen, wenn Du Strom und Spannung multiplizierst.

Beispiel: ein Akku mit 3.2V und 3Ah hat eine Energiegehalt von 9.6Wh
ein Akku mit 24V und 3Ah dagegen 72Wh

Die Notebook Akkus haben nicht zwangsläufig 19V, und "bis zu 7.5h" sagt nichts über die Art der
Tätigkeit des Rechners aus. Wenn man im Niedrigenergiemodus (dunkles Display, wenig Rechenleistung
für die Grafik, geringe WLAN Leistung, da super Signal, Taktfrequenz herabgesetzt) 7.5 Sunden erreicht,
aber beim Zocken oder Videobearbeitung die Prozessorkerne bei hoher Taktfrequenz unter Vollast läuft
und das Display auf voller Helligkeit betrieben wird, nach 3 Stunden Schluss ist.

Der Rechner erkennt ja die externe Stromquelle und schaltet sich in der Netz-Modus um, mit entsprechend
hoher Leistung.

geralds am 14 Mai 2017 21:57:21

Hallo xbmcg,

wenn Du genauer lesen würdest, hättest Du bemerkt, dass ich die Spannung berücksichtigt habe. Auf die höhere Leistung bei Netzbetrieb habe ich ebenfalls hingewiesen.
Von den angegebenen 7,5 Stunden habe ich nur mit 4 Stunden gerechnet, also schon eine höhere Leistung berücksichtigt.
Da kamen dann einen Bedarf von 1,6Ah, bezogen auf 12V heraus. Wegen Netzbetrieb habe ich 2-3Ah angenommen.
Wenn Du Dich erkundigst, wirst Du feststellen, dass die meisten Notebooks mit ca. 19V versorgt werden,
die Akkuspannung liegt dann bei ca. 15V.
Also worauf bezieht sich Deine Kritik?
Wenn Du es besser weist, teile Dein Wissen mit uns, nur theoretische Kritik ohne die Annahmen zu korrigieren hilft ja niemand.

Ich habe mal bei meinem Notebook nachgeschaut. Ein 17" Gerät mit 2 Platten, I7 und guter Graphik:
5200mAh, 14,8V Akkuspannung. Der Rechner läuft beim Arbeiten damit ca. 3 Stunden. (Keine Videobearbeitung, dass da die Leistung hoch geht habe ich bereits in dem Beitrag etwas früher erwähnt).
Umgerechnet auf 12V entspricht das 6,4Ah. D.h. bei 3 Stunden beträgt der Bedarf ca. 2,1Ah bei einer Stunde Arbeitszeit.
Meine Überschlagsrechnung (2-3Ah) stimmt also ganz gut auch für meinen Rechner. Ich denke auch im Netzbetrieb wird nicht mehr wie das 1,5fache benötigt.

Aber wenn jemand genauere Verbrauchsdaten eines (noch unbekannten) Notebooks für den TE hat .....

Gruß Gerald

xbmcg am 15 Mai 2017 09:07:30

Es gibt bei Acer Akkus Notebook Akkus mit 4 Zellen (ca. 15V) und welche mit 3 Zellen (ca. 12V).
Wenn man so ein Notebook mit einer Benchmark-Suite traktiert, erreicht es nie die versprochene Laufzeit auf Batterie.

Man sollte also nicht zu knapp kalkulieren. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

Es macht schon Sinn, sich mal den Bedarf von 200Ah pro Tag genauer anzusehen und die Stromfresser mal einzubremsen,
bevor man die Kapazitat daraufhin auslegt / die Anlage aufbohrt. Schaden tut das nicht, wenn die Anlage so was schafft,
sie wird halt groß, sperrig, schwer und teuer.

andwein am 15 Mai 2017 09:16:45

Sorry, wer berechnet denn die notwendige Batteriekapazität seines Womos auf Kante anhand eines noch nicht gekauften Notebooks, bei dem die Einstellungen sowie Anwendungen/WLAN/Bluetooth und angesteckte USB-Leseleuchten noch nicht mal angedacht sind. 135W, also 10A und das in 6h, also 60Ah sind als Betrieb und Akkuladung ein Schätzwert, mit dem man kalkulieren kann. Mit zusätzlichem Bildschirm für entspanntes Arbeiten wird es natürlich mehr.
Nur ein unbedeutender Einwand, Gruß Andreas

geralds am 15 Mai 2017 12:52:27

Hallo,

wir sollten mal auf die Ausgangsfrage des TE zurückkommen.
Wenn man alle Verbrauchsannahmen großzügig rechnet, muss man sagen, lieber riff, was Du vorhast geht nur mit einer zusätzlichen Stromquelle. Wenn der TE Videobearbeitung oder ähnlich rechenintensive Arbeiten auf dem Rechner machen will, ist der Bedarf des Rechners so hoch, dass das auch wahrscheinlich stimmt.

Ich versuche mich dem Thema mal von einer anderen Seite zu nähern.
Ich war auch schon im Sommer mit meinem Womo unterwegs und habe im Womo ohne Stromanschluss gearbeitet, d.h. programmiert, allerdings ohne zusätzlichen Monitor. Abends hat meine Frau gelesen oder auch mal den Fernseher eingeschaltet. Wlan war meist aus, Internet, soweit notwendig über Handy als Hotspot (einen Router habe ich nicht verwendet).
In einer Regenperiode hat meine 185Ah Batterie am 4. Tag aufgegeben, d.h. sie war vollständig leer (Alarm kam). Also habe ich ca. 60Ah am Tag für Womo und Rechner verbraucht. Arbeitszeit würde ich zurückblickend auch mit 5-6 Stunden angeben. Mit zusätzlichem Monitor steigt der Verbrauch natürlich noch an.

Wenn man dann berücksichtigt was eine 300Wp Anlage erzeugt (200Wp geht gar nicht) kann der TE vielleicht im Sommer mit guten Batterien (möglichst Li-Batterien mit min. 200Ah) sein Vorhaben realisieren. In der Übergangszeit, wenn der Solarertrag sinkt oder insbesondere wenn eventuell noch geheizt werden muss, muss eine zusätzliche Stromquelle angeschlossen werden. (Efoy, Generator, Landstrom). Die Lichtmaschine hilft da nur wenig, da müsste man ja schon trotz 45A Booster min. 2 Stunden fahren um den Tagesbedarf in die Batterien zu laden.

So, mehr kann ich riff zu seinem Vorhaben nicht sagen. Ich hoffe es hilft ihm ein wenig.

Gruß Gerald

riff am 18 Mai 2017 10:33:15

Ja, mir hilft es sehr weiter, vielen Dank!
Ich habe eure Rechnungen übernommen und die Akku-Daten vom Laptop eingesetzt. Ich komme auf etwas höhere Ergebnisse (Akku mit 3 Zellen und 4,6Ah Kapazität), aber es hält sich im Rahmen.
Und abgesehen von dem eigentlichen Vorhaben hilft mir dieser Thread sehr, besseres Sachverständnis für die Stromversorgung im WoMo zu bekommen.

xbmcg am 18 Mai 2017 10:54:30

Mai - Oktober kann ich auch im WoMo frei stehen und arbeiten, ich habe allerdings einen Teilintegrierten und 500Wp Solar + 2x100Ah AGM Batterien.
Effektiv liefert die um die Mittagszeit um die 300W oder ca. 21A (Panele liegen flach auf dem Dach, werden heiß)

Ich benutze ein Ultrabook mit i7 Prozessor, das hällt auch ab und an her für die abendliche Unterhaltung mit kodi / xbmc und externer Festplatte über den
Fernseher (HDMI) für 2-4 Stunden Filme schauen. Die Solaranlage schafft sogar für 4-6 Stunden am Tag mit der überschüssigen Energie den Kühlschrank
auf 12V zu betreiben (der zieht 17A). Außerdem werden alle Handys und das Tablet geladen, sowie Zahnbürsten etc, auch Fönen mit WR und Nespresso
Milchschäumer kann man getrost 1x am Tag nutzen. Man könnte also mit der Konfiguration durchaus produktiv den ganzen Tag arbeiten, ohne Batteriestrom
zu verbrauchen.

Im Winter wird es eng, Solarertag ist 1/10 vom Ertrag im Sommer, bei Mistwetter kommt wenig Freude auf. Die Anlage schafft 2-3 Tage autarkes stehen,
bis man wieder an die Steckdose muss. Da sind die Sonnenstunden einfach zu wenig und die Sonne steht zu tief.

Lorilon am 18 Mai 2017 13:51:45

Vielleicht macht es dann am meisten Sinn, Erfahrungswerte mit dir zu teilen:

Ich habe meinen Kastenwagen im Dezember verkauft. Bis dahin diente er mir als mobile Dienstwohnung mit ähnlichem Anforderungsprofil: Laptop (Macbook Air) mit einem Ipad Pro als Second Screen angebunden, Office Anwendungen über mehrere Stunden am Tag, am Abend dazu Videostreaming und Internet. Kleiner Kompressorkühlschrank (also nur Strom) und Truma Gasheizung. Ansonsten nur LED Beleuchtung, Handy, LTE Router, aber keine Kaffeemaschine, Fön o.ä.. Das Auto war mit einem 135Wp Panel sowie einer 230Ah Nassbatterie ausgestattet.

Mangels Batteriecomputer kann ich dir keine genauen Werte liefern, eher Laufzeiten. Von Mitte März bis Ende Oktober musste ich mir gar keine Gedanken über Strom machen. Im schlimmsten Fall (Januar, Schnee, etc.) habe ich die ersten 2 Tage nicht auf die Ladeanzeige geschaut. Am Tag 3 oder 4 konnte es dann eng werden und ich musste fahren oder eine Steckdose suchen. Wenn man von der Batterie etwa 100-120Ah als verfügbar annimmt kommt man grob geschätzt auf einen Tagesverbrauch von <50Ah, eher um die 40Ah.

Als Anmerkung noch: Eine zur Neige gehende Stromreserve kann gehörig nerven, spätestens wenn man befürchtet, dass die Heizung nachts den Dienst versagt. Ich plane für die Zukunft deutlich großzügiger, was Solar und Akku angeht.

veop2 am 03 Dez 2018 19:45:38

Schau mal hier, falls Du es noch nicht gesehen hast: Die WhataBus Leute leben und arbeiten zu zweit in Ihrem Kastenwagen und habe ihre technischen Auf- und Umrüstungen ziemlich gut dokumentiert:
--> Link

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Victron SmartSolar MPPT 100 20 Einstellungen LiFeYPO4
Fraron 100Ah LiFePo4
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt