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Eura 635 VB Stromfresser finden


AndRi2 am 01 Jun 2017 16:53:27

Moin,

meine beiden Aufbaubatterien (jeweils 1 Jahr alt) entladen sich bereits nach wenigen Tagen Standzeit.

Um den Stromfresser zu finden bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Beide Batterien am Pluspol abgeklemmt. Multimeter in Reihe an einer Batterie angeschlossen. Die Anzeige schwankte ganz schnell zwischen 1,7 und 6,4 A.

Danach habe ich alle Sicherungen aus dem Elektroblock (EBL 4 - 200) nacheinander rausgezogen. Keine Änderung.

Direkt an zwei Kabel, die von der Batterie abgehen, sind noch mal zwei Sicherungen (15A & 5A, s. Foto).

Bild


Erst als ich die 5A-Sicherung gezogen habe, war Ruhe (Reststrom: 0,4 mA. Alle anderen Sicherungen waren noch entfernt).

Wenn diese 5A-Sicherung entfernt ist und alle anderen Sicherungen wieder drin sind (immer noch 0,5mA), kann ich den Hauptschalter am Panel wieder anschalten. Was dann nicht geht ist die Anzeige für Batterie 2, die Füllstandsanzeige für Frisch- und Abwasser sowie das Warnlicht (Tiefenentladung). Die Innebeleuchtung und die Wasserpumpe geht

Aus dem "Schaltplan" werde ich nicht schlau.

Wie kann ich jetzt den Stromfresser herausfinden?

Was mir dazu noch einfällt ist, dass ich letztes Jahr des Problem hatte, dass die Schmelzsicherung des Ablassventils für die Truma immer wieder durchbrannte. Das lag aber wohl nur daran, dass es festklemmte.

Irgendwelche Tipps, wie ich den Fehler finden kann?

Beste Grüße,
Andreas

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Uwe1961 am 02 Jun 2017 12:23:24

Moin Andreas.

...da du ja die Leitung bereits identifiziert hast müßtest du sie nun nachverfolgen um herauszufinden wer da der Stromdieb ist.
Wenn sie in dem Schutzschlauch mit den anderen verschwindet ist die Chance groß, dass du sie (dünn und blau :-)) am EBL wieder findest...und dann kann man evtl. auf dem Geräteschaltplan (bei Schaudt downloadbar) nachschauen was daran angeschlossen sein könnte/sollte.

Gruß, Uwe.

xbmcg am 02 Jun 2017 13:23:20

Die sehen nachgerüstet aus. Folge einfach der Strippe.
Das eine könnte der Kühlschrank sein (Steuerung) oder das Radio oder eine Zusatz- Steckdose sein, das andere vielleicht eine Messleitung für die Bateriespannung oder so was.
Die Strippe der 15A ist unangemessen dünn für diese Absicherung und die Stecker sind nicht isoliert, wer weiß was das sein soll....

AndRi2 am 02 Jun 2017 22:35:09

Hey Leute,

vielen Dank für die Antworten. Dann werde ich mal Sherlock spielen! Mal sehen wo der Draht hingeht. Das mit dem ELB war ein guter Tip.

Hatte die Woche mehrere Baustellen an der Backe (Wärmetauscher, Gebläse, Wynen-Gastank, Truma-Boiler,...).

Aber morgen geht's los an die Ostsee!

Allen ein schönes Pfingsten!

Grüße,
Andreas

AndRi2 am 07 Jun 2017 12:20:40

Nachtrag - Ganz anders als gedacht! & eine Warnung!

Ich trage hier mal die Auflösung des Problems nach, die fast zu folgenschweren Konsequenzen führte:

Da ich keine Zeit hatte, der Ursache nachzugehen (wir wollten am gleichen Tag noch los) und um nicht wegen mangelnder Stromversorgung auf die Fahrt über Pfingsten zu verzichten, dachte ich, die Stromzufuhr einfach über den externen Stromanschluss zu gewährleisten und ausschließlich SP mit Stromanschluss anzufahren.

Die beiden Batterien ließ ich angeschlossen.

Am Morgen nach der ersten Nacht stank es im WoMo fürtchterlich nach verfaulten Eiern. Auf der Suche nach der Quelle, bin ich auf den Platz mit den Versorgerbatterien gestoßen (unter dem Tisch). Aus den Entlüftungslöchern einer der Batterien qualmte und brodelte es. Als ich die Batterie herausziehen wollte, hatte ich den butterweichen Griff in der Hand. Die Batterie war heiß geworden, hatte sich ausgedehnt und steckte in der Holzhalterung fest. Die Holzhalterung war bereits an zwei Stellen angekokelt! Mit Hammer und Schraubenzieher lockerte ich eilig die Halterung und verfrachtete die Batterie nach draußen, wo sie noch eine Weile weiter brodelte und sich dann langsam wieder abkühlte.

Ich habe jetzt eine neue Versorgerbatterie angeschlossen und die Ampere-Messung bei abgeschalteten Versorgern wiederholt: bei beiden Batterien habe ich jetzt einen Wert von 1,7 mA. Das ist sicherlich in Ordnung?

So wie es sich jetzt darstellt, gibt es doch keinen Stromdieb, sondern die Ursache für die Schwankungen bei der Ampere-Messung war eine kaputte Batterie.

Ich frage mich jetzt natürlich, warum der Ladevorgang nicht vorher abgebrochen wurde. Ich habe den Beitrag zum Thema Laden von defekter Batterie gelesen. Der Ladevorgang wird normalerweise erst dann beendet, wenn eine bestimmte Spannung erreicht wird. Bei einer kaputten Batterie wird die Spannung aber nicht erreicht und der Ladevorgang wird fortgesetzt, bis es zum Kochen der Batterie kommt.

Gibt es da keine Sicherheitsvorkehrung? Da ist doch s..gefährlich. Vermutlich wäre die Bude abgebrannt, wenn ich nicht reagiert hätte. Ich denke da, an eine getrennte Ladestandsanzeige für jede Batterie oder einen Temperaturfühler.

Soviel dazu! Ich hoffe, das wird anderen eine Warnung sein.

Danke noch mal für die Antworten.

Beste Grüße,
Andreas

andwein am 07 Jun 2017 14:28:06

AndRi2 hat geschrieben: .. warum der Ladevorgang nicht vorher abgebrochen wurde. Bei einer kaputten Batterie wird die Spannung aber nicht erreicht und der Ladevorgang wird fortgesetzt, bis es zum Kochen der Batterie kommt. Gibt es da keine Sicherheitsvorkehrung? Beste Grüße, Andreas

Zuerst einmal Dank für die Rückmeldung.
Gute Frage!! Ich kenn keine automatisch erkennenden Sicherheitsvorkehrungen in Womo-Ladegeräten, die z.B. einen Zellschluss erkennen und abschalten. Würde ja auch nur bei 230V Landstrom helfen, bei Lima-Ladung oder Solar etc. wäre das Sicherheitsloch wieder offen. Eigentlich hilft nur Nase und Augen offen halten.
Gruß Andreas

T4Wohnmobil am 07 Jun 2017 14:58:42

AndRi2 hat geschrieben:[b]

Gibt es da keine Sicherheitsvorkehrung? Da ist doch s..gefährlich. Vermutlich wäre die Bude abgebrannt, wenn ich nicht reagiert hätte. Ich denke da, an eine getrennte Ladestandsanzeige für jede Batterie oder einen Temperaturfühler.

Soviel dazu! Ich hoffe, das wird anderen eine Warnung sein.


Beste Grüße,
Andreas


Hallo Anderas,
Welcher Typ von Batterien ist bei dir abgeraucht ? Gel-AGM oder Bleikristal ?
und welches Fabrikat war da verbaut ?

hast du ein Foto vor der defekten Batterie ?

Danke

Erik

berny2 am 07 Jun 2017 18:46:39

Kann es sein, dass es da nicht nur einen Zellenschluss gab?

meierjohann am 07 Jun 2017 22:10:28

Also wenn Du jetzt noch sagst, dass Du gerade auf Usedom bist, dann können wir ein Bierchen auf unsere Rettung trinken.
Ich (auch aus Berlin) …mit Eura 635VB (2004er) habe heute fast genau das Gleiche erlebt. Etwas glimpflicher vielleicht – dafür mit mehr sozialem Beigeschmack (stehen gerade ausnahmsweise mal eine Runde auf einem CP)  die komplette Ecke des CPs suchte nach der Ursache für den Faule-Eier-Geruch. Da gibt es ja viele Möglichkeiten…heimlich abgelassenes Grauwasser, tote Tiere in Gebüschen etc.! Wechselnde und starke Winde spielen der Findung des Übeltäters nicht gerade in die Karten.
Irgendwann haben wir entnervt den Standort gewechselt. Kaum saßen wir wieder gemütlich vorm Mobil, war er wieder da, der Geruch.
Nun war klar – das müssen WIR sein. Also erneut auf die Suche. Im Gasfach…alles geruchlos…im Batteriefach…alles geruchlos. Unter das Mobil gekrochen…auf der Suche nach verwesenden Tierleichen…nach irgendwas halt. Und da fiel mir dieser minikleine Schlauch auf, der wohl ziemlich genau unter der Bank am Tisch enden müsste – da, wo sich die Batterien befinden.
Also noch mal dort hin…Batterien angefasst….eine warm – eine schweineheiß.
Sofort Ladegerät ausgemacht und Batterie raus zum kühlen.
Ich hatte in letzter Zeit öfter mit Erstaunen festgestellt, dass im Panel eine BatterieSpannung von 15,6 V angezeigt wurden.
Ich war nun davon ausgegangen, dass das Ladegerät defekt ist und nicht mehr abschaltet.
Wenn ich das hier nun lese, dann klingt das für mich eher so, als wenn die Batterie defekt ist und das Ladegerät nicht abschaltet, weil eine der Batterien nie ihre Spannung erreicht, richtig?
Frage nun – wie kann ich das verifizieren?
Traue mich gar nicht, das Ladegerät mit der verbliebenen Batterie wieder einzuschalten.
Ist auf jeden Fall schon ein Knaller, dass sich diese beiden Geschichten so gleichen…und ufffffffffff, dass wir das alle unbeschadet überlebt haben.

meierjohann am 08 Jun 2017 13:34:43

Also bei mir scheint der Fall doch anders zu liegen.
Habe das Ladegerät jetzt eingeschaltet und es liegen zwischen 15,5 und 15,8 V an.
Das ist ja definitiv nicht normal, oder?
Ist also das Ladegerät defekt????

meierjohann am 08 Jun 2017 13:50:50

Die gestern ausgebaute und mittlerweile erkältete Batterie hat übrigens eine Spannung von 13,1 Volt.
Kann diese Spannung überhaupt zu dem beschriebenen Fehlverhalten führen (also, dass die Batterie nie als voll gilt und das Ladegerät deswegen immer weiter lädt)?

xbmcg am 08 Jun 2017 14:26:41

Kann man so nicht sagen. Erst mal die Batterie durchmessen.

Die Spannung am Ladegerät kann verschiedene Ursachen haen. Du musst die Spannung
mit angeschlossener Batterie messen.

Das Ladegerät hat ja verschiedene Ladephasen -je nach Typ, in der Bulkphase kann es sein,
dass das Ladegerät die Spannung erhöht, um z.B. den Ladestrom hochzutreiben und zu messen,
die Leerlaufspannung hat erst mal nicht viel zu sagen...

Die Ladeschlussspannung wird ja erst in der 2. Phase erreicht, dann sollte das Ladegerät runterregeln
auf Erhaltungsladung. Es kann sein, dass das Ladegerät per PWM regelt, also durch die Wahl der
Impulslänge. Ein Digitalmultimeter misst im Leerlauf dann unter Umständen nur die Spitzen.

Deshalb musst Du eine funktionierende Batterie als Last anhängen und während des Ladevorganges
die einzelnen Phasen messen.

Dass die Batterie über 13V hat, kann schon mal passieren, je nach dem was es für eine Batterie ist und
wann sie vom Ladegerät abgeklemmt wurde. Du kannst eine Glühbirne oder einen anderen starken
Verbraucher kurz anschalten, um die Oberflächenstpannung zu neutralisieren. Mit der Starterbatterie
macht man das, indem man nach dem Laden kurz das Licht einschaltet und erst dann die Batteriespannung
misst oder den Batterietester anklemmt.

meierjohann am 08 Jun 2017 14:43:18

Die verbliebene (also NICHT die, die heiß wurde und gaste) ist angeschlossen und das Ladegerät läuft jetzt seit einer guten Stunde.
Es sind immer noch 15,6 - 16 V.

meierjohann am 08 Jun 2017 14:46:32

BTW

Lader ist "CBE A2018"

xbmcg am 08 Jun 2017 15:09:19

Das ist deutlich zu hoch bei angeschlossener Batterie, es sollten maximal 14.7...14.8V sein. Mit was misst Du die Spannung?
Wahrscheinlich ist das Ladegerät wirklich defekt.

meierjohann am 08 Jun 2017 15:15:34

Mit einem Multimeter.
Was mich wundert: in der Beeinungsanleitung steht, dass bis zur Erreichung von 14,4 V mit max. Spannung geladen wird.
Als ich das Ladegerät jetzt ausgeschaltet habe, hatte die Batterie 13,8 V.

Uwe1961 am 08 Jun 2017 16:13:49

...die einfachen Multimeter neigen bei sich leerender Gerätebatterie dazu, zu hohe Spannungen anzuzeigen.
Evtl. kommen da deine grundsätzlich zu hohen Messwerte her.
Zum Abgleichen wäre eine Vergleichsmessung nicht verkehrt...vielleicht misst du mal die Spannung der Starterbatterie im Stand und bei laufendem Motor.

Gruß, Uwe.

xbmcg am 08 Jun 2017 16:41:51

Das glaube ich nicht, nicht knapp 2V zu viel.

Misst Du direkt an den Batteriepolen oder am Ladegerät?
Die Messung muss an der Batterie erfolgen, Du hast einen Spannungsabfall, je nach Ladestrom, auf der Ladeleitung.

Ich tippe wirklich mittlerweile auf ein defektes Ladegerät.

meierjohann am 08 Jun 2017 17:06:45

Na mit dem Multimeter habe ich ja gemessen, weil es Zweifel an dem angezeigten Wert im Panel gab.
Die Werte im Panel und mit dem Multimeter an der Batterie gemessen....sind identisch.

meierjohann am 08 Jun 2017 20:28:23

Ach so....JA, gemessen direkt an den BatteriePolen.

meierjohann am 09 Jun 2017 00:23:32

Und wenn ich das a2018 nun ersetzen wollte, was würdet IHR mir empfehlen?

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