Caravan
anhaengerkupplung

Kochen mit Induktion und Lifepo4 macht das jetzt Sinn? 1, 2


lisunenergy am 02 Jul 2017 15:37:51

Um es einmal vorweg zu nehmen funktioniert das Kochen mit Lifepo4 und genügend Solar oder genügend Kapazität schon mal sehr gut. Ob es immer Sinn macht steht auf einem anderen Blatt. Als Test habe ich mal eine Induktionsplatte von SIG GmbH mit 1800Watt probiert. Für 1 Liter kochendes Wasser benötige ich ungefähr 15Ah aus dem Akku. Die Stromaufnahme war zwischen 80- 150A . Durch die Einstellung von Temperatur , Stufe, und Zeit kann man das sehr effizient betreiben. Wo vor ich warnen möchte sind die billigen Chinawechselrichter. Werfen diese mit dieser Last sehr lange belastet werdet Ihr keine Freude daran haben. Die Kondensatoren sind nicht dafür ausgelegt. Alles in allem Bedarf es schon Akkus mit 400A und größer damit man auf der sicheren Seite ist. Natürlich kenne ich einige Leute , die 500 Watt Solar und 200 Ah Lifepo4 haben und das praktizieren.
url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]
url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Anzeige vom Forum


vaestervik am 02 Jul 2017 15:54:13

Hallo
Was ist das Ziel- komplett mit Solar kochen oder nur wenn genug Kapazität da ist ?

Auf meinem Boot habe ich mit 11 kg Gas mehrere Monate gekocht und meist mit mehreren Flammen gleichzeitig.
Ersparnis kann es nicht sein.

LG Jörg aus Berlin

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

lisunenergy am 02 Jul 2017 17:08:37

Die Frage steht im Raum , ob es Sinn macht ? Ich habe es schon mehrfach bei Wind draußen angewendet. Aber nur um Dinge zu braten. Ein anderer Aspekt sind Fernrrisemobile, wo in einigen Ländern das Gas alles andere als sicher ist.

Anzeige vom Forum


xbmcg am 03 Jul 2017 09:54:18

Na interessant kann es auf einer Weltumsegelung sein, wo Du 5 Jahre unterwegs bist und in abgelegenen Atollen
keine LPG Tankstelle für Deine Tankgasflasche findest, die nächste Zivilisation mit Gasverkaufstelle eine 3 Wöchige
Passage erfordert und Du nicht jeden Tag nur Sushi und Zwieback essen willst.

gordan am 03 Jul 2017 10:38:57

Machbar ist das schon, aber m.M.n. macht das nicht viel Sinn!? Selbst mit 400Ah nicht!? Das lohnt sich nicht
und ist außerdem einfach purer Stress. Mit einem Liter kochenden Wasser ist Mittagessen noch lange nicht fertig!?
Man kann damit experimentieren und als Vorreiter sein Ehrgeiz zeigen, vielleicht auch Spass dran haben, aber für mich
wäre das nicht. Stromreserven müßen viel großer sein um ganz entspannt damit umzugehen. Es ist meine Meinung.

Grüße Gordan

rkopka am 03 Jul 2017 11:49:52

gordan hat geschrieben:und ist außerdem einfach purer Stress. Mit einem Liter kochenden Wasser ist Mittagessen noch lange nicht fertig!?

Kocht ihr immer ein 3+ Gänge Menü mit allen Platten gleichzeitig für längere Zeit im Womo ?

Ich finde es schon recht interessant. Es gibt ja auch einige denen Gas einfach unsympathisch ist. D.h. grundsätzlich finde ich es sinnvoll. Das Problem ist eher in der elektrischen Anlage zu finden. Ich hätte kaum genug freie Fläche am Dach für die nötigen Solarzellen. Und der Preis (Li Akkus) ist für viele auch ein NoGo. Finanziell ist es sicher nicht lohnend. Da kann man viel Gas kaufen.

RK

xbmcg am 03 Jul 2017 12:16:31

Meine bessere Hälfte hat immer alle 3 Gasflammen an. Eine Zeit lang hat der Flammensensor
gesponnen und die eine Flamme ging aus, da hat sie erst ruhe gegeben, als alle 3 Flammen wieder
funktionierten. (Fleisch, Beilage, Gemüse wird bei Ihr getrennt gegart), das ist nur für den Hauptgang.

Insofern ja, mit nur einem Kochfeld oder 2 wird es eng.

gordan am 03 Jul 2017 12:20:18

rkopka hat geschrieben: Kocht ihr immer ein 3+ Gänge Menü mit allen Platten gleichzeitig für längere Zeit im Womo ?
RK


Nein kochen wir nicht, aber trotzdem ist das immer ein Kompromiss weil Strom gespart werden soll und muss!?
Induktion-Kochfeld haben wir schon lange, wie auch seit fast vier Jahren LiFeYPO 400Ah! Das heißt, es ist nicht
die Kostenfrage! So lang ich das nicht nutzen kann wie zu Hause, ist für mich keine Entspannung.
Vorzüge eine LiFeYPO4 400Ah Anlage nutzen wir voll und ganz, aber da wo uns Spass bereitet und nicht unbedingt
zum kochen. Da wir sehr oft frei stehen, für Induktion steht ONAN Micro Lite (festeingebauter Stromgenerator)
zu verfügung und das reicht. Wie ich schon sagte, es ist meine Meinung der nicht jeder teilen muß.

Grüße Gordan

HartyH am 04 Jul 2017 09:43:54

Hallo,

um es mal mit den Worten von lisunenergy zu sagen: "Um es einmal vorweg zu nehmen funktioniert das Kochen mit Lifepo4 und genügend Solar"
Unsere Konfiguration ist
    LiFeYPO, 24V mit 400 Ah,
    1 kW Solar
    B2B mit 25A
    IKEA-Induktionskochfeld mit max. Anschlussleistung 3,7 kW
Wir wollten aus verschiedenen Gründen ein gasfreies Fahrzeug und deshalb die Entscheidung, das Kochen über Induktion. Außerdem ist noch ein Warmwasserboiler mit 750 W installiert. Unsere Erfahrungen sind sehr positiv. Die LiFeYPO wird tagsüber wieder über Solar aufgeladen. Jetzt im Sommer ist das recht einfach. In der sonnenarmen Jahreszeit (Winter) wird über den B2B während der Fahrt nachgeladen. Wurde aber bis jetzt noch nicht gebraucht. Der WW-Boiler wird im Winter nur noch über die Standheizung aufgeheizt.
Klar, ich überwache den Ladezustand der LiFeYPO und versuche durch ein optimales Energiemanagement, daß der Akku möglichst nicht unter 60% seiner Kapazität fällt. Momentan gehen wir aber noch recht verschwenderisch mit unser Energie um, da das Schalt-und Überwachungspanel noch in Arbeit ist.

Gruß, Harty

xbmcg am 04 Jul 2017 10:08:26

Hallo Harty,

na das ist mal eine Ansage 400Ah bei 24V, das entspricht 800Ah bei 12V, damit kann man schon ordentlich was reißen.
Was habt Ihr für einen Wechselrichter?

HartyH am 06 Jul 2017 16:23:11

Hallo,

als Wechselrichter habe ich einen Victron MultiPlus 24V-5kVA-230V verbaut. Ich habe lange überlegt, ob so ein großes Teil notwendig ist, aber wenn man sich die technischen Daten anschaut, hat dieser bei 40°C nur eine konstante Ausgangsleistung von 3700 Watt. Eine Nummer kleiner, also der 3000er Multiplus nur 2200 Watt. Da wir viel in sehr warmen Ländern unterwegs sein werden, wurde es dann der 5000er.
Mir gefällt am MultiPlus die Kombination von Charger und Inverter und das automatische Umschalten bei Fremdeinspeisung. Außerdem die Möglichkeit der Fernsteuerung.

Gruß

xbmcg am 06 Jul 2017 16:36:01

Na der ist richtig geil. Der hat ja auch Power Assist und ähnliche Spielchen und ein 120A Ladegerät.

Für Deine LiFeYPO4 optimal. Den hätte ich auch genommen, wenn Geld keine Rolex spielt. ;-)
Den kannst Du auch über die Netzwerkschnittstelle konfigurieren und er hat noch einige nette
programmierbare Funktionen.

Fürs Boot wäre der genau richtig, den kann man auch kaskadieren (mehrere Parallel oder 3 für
3-Phasen Kraftstrom an Bord). Ist super für Klimaanlagen, Kühltruhen, Wasserentsalzer, Tauchkompressoren
und Elektroküchen. Der Quattro wäre dann der Luxus in Verbindung mit einem 10kW Onan Generator...

Aber da kann man auch mehr zuladen. ;-)

Variophoenix am 06 Jul 2017 20:43:40

Was macht den schon Sinn und was nicht. Muss wohl jeder für sich selber entscheiden. Ich kann ja auch in einem günstigen Zelt schlafen oder gar in der Hängematte. Für mich macht es aber sehr wohl Sinn.
Heute zb. hatte ich 6 Kw Solarertrag.
Keine grosse Hitze mehr beim Kochen.
Meine Anlage für die es noch nicht Wissen ist: 1400 W Solar und 400 Ah bei 12 V mit Multiplus 3000W. Komme bis jetzt nur mit Solar aus. Auch im Winter im Süden.

Max war ich nur einmal bei minus 200Ah meist bin ich aber bei minus 100Ah am morgen.

Kochen tue ich höchstens einmal im Tag. Mir reicht die Energie hochaus. Erfahrung damit seit gut einem Jahr. Deshalb nun auch der Ausbau der Gaskochstelle und einbau der 2 Fach Induktion zusätzlich noch der Kombimicro mit Heissluft. Damit komme ich sehr gut zurecht. Natürlich wird die Energie beim Kochen gut eingeteilt. Immer nur eines läuft auf höchster bzw hocher Stufe, dass andere meist auf Stufe 2.
Umbau ist hier nachzulesen --> Link

JackSchmidt am 06 Jul 2017 21:20:03

Hallo Rene,

wer deine Anlage noch nicht gesehen hat oder selbst kein Lipo 400A in Aktion erlebt hat, kann sich das nur schwer vorstellen.

Ich habe nur 410W Solar und 400A Lipo. Damit lade ich 2 EBike Akkus am Tag, betreibe Föhn, Kaffeemaschine und Toaster täglich und bin im Sommer gegen Mittag wieder auf 100%.

Kochen mit einer Induktionskochplatte 2000W ist im Sommer kein Problem im Winter fällt das Laden der EBike Akkus aus. Dafür kommt die Heizung dazu. Dann ist es aber mit dem Kochen zu knapp. Bei deiner Leistung der Solaranlage geht alles auch im Winter.

Wenn ich mehr Platz und Zuladung hätte, würde ich auch 1200W Solar verbauen. Es macht mir einfach Spaß zu sehen, wie die Sonne die Akkus lädt. Das Stromkabel habe ich seit einiger Zeit in der Garage daheim gelagert. Wird einfach nicht mehr benötigt.

xbmcg am 07 Jul 2017 10:06:07

Hallo René,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, der bestärkt mich sehr in meiner Planung /
Dimensionierung für meine Bordelektrik. Gut zu wissen, dass man mit 1400Wp Solar gut hinkommt
und 400Ah LiFeYPO4 für die Küche und den Rest reichen.

:top:

franzose01 am 12 Jul 2017 11:04:22

Salut,

wie Harty es oben bereits erwähnt hat: bei einem gasfreien Mobil ist das sinnvoll. Der Hersteller --> Link setzt auch auf gasfreien Ausbau.

Ich finde die Lösung klasse und würde mir, wenn das Geld vorhanden wäre, auch eine solches Mobil bauen.

nuggetad am 13 Aug 2017 17:51:40

Hallo,
irgendwie finde ich es schon etwas merkwündig aus 12V Gleichspannung zunächst eine 230V Sinusspannung zu erzeugen, nur um sie anschliessend gleichzurichten, zu zerhacken und dann durch eine Spule zu schicken. Die Wandlerverluste 12V=>230V sind nicht ganz ohne. (Ja, klar - es sind Standard-Komponenten.)
Schaltungstechnisch sollte es doch keine allzu grosse Herausforderung sein, eine Induktionsplatte direkt mit 12/24V zu betreiben - bzw. sich zumindest des Umweg über den Sinus zu sparen.

Gibt es so etwas zu kaufen?

Gruss
NuggetAD

lisunenergy am 13 Aug 2017 19:11:41

Optimal ist es nicht, aber es macht auch keinen Sinn auf 12 Volt zu gehen. Hier sind dann Kabel von 50mm2 und mehr notwendig.

Variophoenix am 13 Aug 2017 19:43:04

Und wenn man genügend Solar hat, interessieren einem diese Verluste nicht.
Ausserdem hast du gute 70% Verluste bei deinem Dieselmotor. Da sagt dann niemand was.

nuggetad am 13 Aug 2017 20:58:37

Scheinbar gibt es also nichts.
Das Argument von Variophoenix ist ja der Knaller - warum verbaut man LEDs statt Halogen und benutzt keine Absorber-Kühlschränke? Der Strom kommt ja aus der Steckdose.

<at>lisunenergy: Die Frage ist ja, wo die Batterien sind. Zum Wechselrichter hin brauch ich ja auch die 50qmm. Fakt ist aber, dass ein Sinuswandler aufwändiger ist und auch höhere Verluste hat als ein DC/DC-Wandler. Also DC/DC-Wandler an der Batterie, HGÜ ;-) bis zur Herdplatte und dort nur noch takten. Aber das gibt's halt nicht von der Stange.

Danke, NuggetAD

Variophoenix am 13 Aug 2017 21:55:49

Es war schon immer so. Jede Neuigkeit hat seine Gegner. Und ich denke in 10-20 jahren wird es el. Geräte im Wohnmobil ab der Stange geben. Mit der richtigen Batterietechnik und einem guten Wechslrichter ist das möglich. Und bei mir funktioniert es ja seit über einem Jahr. Und bei mir überwiegen die vielen Vorteile. Ich möchte nichts mehr anderes. Aber es gibt ja auch heute noch Leute die zu Hause mit Gas kochen.
Und der Wirkungsgrad eines Kompressors kühler ist weit höher als der eines Absorbers.
Meine Solaranlage bring 10 Kw im Tag wovon ich max. 4-5 Kw brauche. Da kann man es sich Leisten.

andwein am 15 Aug 2017 16:37:59

nuggetad hat geschrieben:warum verbaut man LEDs statt Halogen und benutzt keine Absorber-Kühlschränke? Der Strom kommt ja aus der Steckdose. Danke, NuggetAD

Für dieses Argument hast du dir aber den falschen TE gesucht. Bei dem kommt der Strom von der Sonne!!!! Wenn du da was suchen willst, dann sind es höchstens die Lithium-Batterien. Aber die Bleibatterien sind genauso umweltschädlich!
Also so gesehen erfühlt er die Emmisionschutzziele, zumindest mit seinem Aufbau, vorbildlich.
Nur meine Meinung, Gruß Andreas

Axel1960 am 15 Aug 2017 21:04:41

In meinem nächsten Wohnmobil wird es kein Gas mehr geben.

Wir sind keine Wintercamper somit sollte das umsetzbar sein.

Seit dem ich einen 400 AH Winston Block habe, sind mir die Möglichkeiten bewusst geworden.

Selbst in den Wintermonaten in Spanien lag der Solarertrag am Tag pro 100 Watt Modul bei 15 AH.

Nimmt man jetzt 1000 Watt flexible Module stehen ausreichend Strom für alle elektrischen Geräte zur Verfügung. Selbst wenn es mal einige Tage bewölkt sein sollte, hat mal mit solch einem Stromspeicher ausreichend Kapazität.
Sobald die Sonne höher steht kann man den Solarertrag kaum noch verbrauchen.

Der Block gibt ohne Probleme 500 AH ab, ist für bewölkte Tage gut zu wissen.

Wer sich heute mal ein Variomobil anschaut sucht vergeblich nach einem Gasherd.

wowo68 am 16 Aug 2017 14:11:15

Ich bin auch ein "Gasfrei" Fan
in meinem Sprinter hatte ich 400AH Winston auf 12V. es war problemlos möglich Kartoffeln abzukochen und danch noch 4 Tassen Kaffee mit der Kapselmaschine zu machen, abends dann noch Stundenlang fernzusehen und sogar die Zerhackertoilette zu benutzen.
In meinem aktuellen Ausbau auf VARIO 4x4 kommen 400AH auf 24V und 1100W mono-Solar an Bord. Es soll auch im heißen Somertagen eine Aufbauklima betrieben werden.

Über SInn und Unsinn kann immer diskutiert werden. Macht es Sinn generell sich ein Reisemobil für viel Geld anzuschaffen? Macht es Sinn ein Auto mit über 100PS zu fahren? Nein macht es nicht. Manche Dinge sind rational nicht erklärbar. und warum tut man`s? Weil mans kann und Spaß daran hat

Grüße aus dem Allgäu
Wolfgang

andwein am 16 Aug 2017 16:43:59

wowo68 hat geschrieben:..Manche Dinge sind rational nicht erklärbar. und warum tut man`s? Weil mans kann und Spaß daran hat
Grüße aus dem Allgäu, Wolfgang

der Bayer sagt "wer koa der koa" oder "wer hoad der hoad"
Grüße aus Oberbayern, Andreas

franzose01 am 17 Aug 2017 17:53:33

....und Fortschritt kann man nicht aufhalten...

Ich hab die 300Ah Lösung verbaut und mache mein heißes Wasser seither mit Strom aus den Gelben. Meine Solarausbeute ist rund 20% höher als früher bei den AGM Batterien, da kann ich bei Sonnenschein täglich meinen Wasserboiler mittels Wechselrichter auf 40 Grad erwärmen und habe Nachmittags wieder meine 300Ah voll :lol:

Variophoenix am 30 Aug 2017 19:05:01

Hier bei Vario kann man das auf wunsch haben. Steht gerade so an der Messe.

Gast am 30 Aug 2017 19:15:10

Variophoenix hat geschrieben:Es war schon immer so. ...
Meine Solaranlage bring 10 Kw im Tag wovon ich max. 4-5 Kw brauche. Da kann man es sich Leisten.


Was soll das sein 10 Kw? Meinst du 10 kWh am Tag?

Kommt mir sehr, sehr unrealistisch vor.

Grüße, Alf

Variophoenix am 30 Aug 2017 19:31:33

Kennst du den meine Anlage Alf?
Im Winter Dez. und Januar bringt sie in Spanien max 4.1 Kw/h
Da ich noch nie soviel im Sommer gebraucht habe sind die 10 Kw/h im Juli meine Schätzung. Bei 1400 W Solaranlage.

rkopka am 30 Aug 2017 21:13:10

Variophoenix hat geschrieben:Meine Solaranlage bring 10 Kw im Tag wovon ich max. 4-5 Kw brauche. Da kann man es sich Leisten.
KudlWackerl hat geschrieben:Was soll das sein 10 Kw? Meinst du 10 kWh am Tag?
Variophoenix hat geschrieben:Im Winter Dez. und Januar bringt sie in Spanien max 4.1 Kw/h
Da ich noch nie soviel im Sommer gebraucht habe sind die 10 Kw/h im Juli meine Schätzung. Bei 1400 W Solaranlage.

Wenn schon mit den Werten um sich geworfen wird, dann bitte korrekt ! Es sind kWh ! (außer bei den 1400W)
kleines (k)ilo
großes (W)att
kleines h für Stunden ohne einen Bruchstrich, weil Multiplikation.
außerdem sollte man immer das pro Tag anfügen, sonst ist es einfach nur eine Energie, die man nicht zuordnen kann.

1400W -> 10kWh/Tag also 7h mit maximaler Leistung !? Von 9:00 bis 16:00 ? Klingt tatsächlich etwas optimistisch. Sie wird auch in den anderen Stunden noch Ertrag bringen. Damit könnte man tatsächlich dem nahe kommen.

RK

Gast am 31 Aug 2017 10:01:50

rkopka hat geschrieben:Wenn schon mit den Werten um sich geworfen wird, dann bitte korrekt ! Es sind kWh ! (außer bei den 1400W)
...
1400W -> 10kWh/Tag also 7h mit maximaler Leistung !? Von 9:00 bis 16:00 ? Klingt tatsächlich etwas optimistisch. ...

RK


Hallo RK,

Danke für die Ergänzung. Ohne korrekte Verwendung der Einheiten bleibt jede Diskussion verwirrend und sinnlos.

Zu deiner Einschätzung: 10 kWh an einem Tag aus einer 1,4 kWpeak - Anlage sind vielleicht ein schöner Wunschtraum, aber leider überhaupt nicht realistisch. Mir fällt dazu mein Onkel ein, welcher oft erzählte sein 450 SEL 6.9 verbraucht nur 12 Liter. (Ganz leise dazu: auf 50 km).

Ich lerne daraus: Nirgends wird so oft gelogen wie beim Verbrauch der Autos, am Angler-Stammtisch und im Solarthread der WoMobilisten. :lol:

Grüße, Alf

P.S. ich habe noch nie eine Solaranlage gesehen, welche im Einsatz die Nennleistung (Wattpeak) bringt. Meine stationäre Solaranlage auf dem Hausdach loggt die Daten seit 12 Jahren, ist exakt mit bestem Winkel nach Süden ausgerichtet. Nie kam die Nennleistung auch nur eine Stunde lang raus. Die Solarpanels flach auf dem Rapido-WoMo brachten einmal kurzzeitig im Sommer, hoch oben in den Pyrenäen, kühl, zur Mittagszeit einige Minuten ca. 90% der Nennleistung. Thats it.

deacheapa am 31 Aug 2017 14:55:16

KudlWackerl hat geschrieben:Ich lerne daraus: Nirgends wird so oft gelogen wie beim Verbrauch der Autos, am Angler-Stammtisch und im Solarthread der WoMobilisten. :lol:


:kette: :kette: :kette:
so sind sie (wir) halt
:haendereib:

gibt noch mehr Gruppen wo das so ist: Politiker Verkäufer/Händler Versicherungsvertreter Makler ... :mrgreen:

lisunenergy am 31 Aug 2017 21:06:28

Nein das stimmt nicht ganz ! Es kommt ganz auf die Module die Kabel und Solarladeregler an. Einige Module haben extrem gute Werte und Plus Toleranzen. Kommt noch ein extrem guter Mppt Regler dazu ist das ganze möglich. Ich merke es immer wieder bei Sunpower in Verbindung mit Victron .

Gast am 31 Aug 2017 21:14:31

Hallo Sonnentau,

Hast du konkrete Zahlen?

Grüße, Alf

Variophoenix am 31 Aug 2017 22:00:16

Liebe Leute
Hier geht es darum ob Kochen mit Induktion Sinn macht und nicht um meine Solaranlage.
Mit meinem eingestellten Foto, die diese Diskussion entfacht hat, wollte ich nur Zeigen das bereits Hersteller dies auch entdeckt haben und es durch aus Sinn macht.
Also bitte:
:thema:

PS: Ich habe ja erwähnt das die Angegebenen 10 kWh nur geschätzt war. Ob es dann nur 8 kWh oder sogar nur 6 kWh sind, ist mir eigentlich egal.

Gast am 01 Sep 2017 08:52:52

Na, nun würge mal nicht die Diskussion ab. Die Aussage mit den 10 (kWh am Tag) war ja von dir. Da stand nichts davon, dass du das gar nicht weißt. Manchmal schreibt man halt einfach mal so unreflektiert Sachen, andere nehmen das als Tatsache und sind später enttäuscht, wenn nur 30% rauskommen.

Wir sind genau im Thema. Der Thread kümmert sich nicht um Kochen an Landstrom (da wäre Induktion auch nicht dumm ...) sondern um kochen mit Induktion aus der Batterie ... und das mach doch nur Sinn wenn nachgeladen werden kann.

Soviel ich weiß, ist eine Induktionsplatte die Kochmöglichkeit mit dem besten Wirkungsgrad. Also wenn elektrisch, dann nur mit Induktion.

Nachladen mit Solar ist m. E. das Beste. Batterie LiFePo auch. Um die Frage, ob sich das rechnet, geht es ja nicht. Diese Betrachtung, Kosten Akku + Solar + e-Herd gegen ein oder zwei Buddeln Gas je Saison, das ist dann eine ganz andere Sache.

Grüße, Alf

Gast am 01 Sep 2017 10:32:17

Mal noch so am Rande angemerkt:

Im TE schreibt Sonnentau, dass er 15 Ah braucht um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Gehen wir von einer Anfangstemperatur von 20 Grad (und einer 12V-Batterie) aus, ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von ca. 50% für die Kombination Batterie, Wechselrichter, Induktionskochplatte. :!:

Ich finde das beachtlich gut! :top:

Grüße, Alf

xbmcg am 01 Sep 2017 10:51:17

Prinzipiell geht alles, das kann man mit Blei-Säure auch mit entsprechender Kapazität.
Wenn man nur Teewasser erwärmen will, schafft man das sicher auch mit 15Ah, keine Frage.

Man müsste zu Hause mal messen, was die Holde so im Schnitt durch den Zähler jagt, wenn sie kocht,
und dann das Ganze in Ah umrechnen - und dann die Solaranlage dimensionieren.

Sie kocht bei Mistwetter lieber, sonst muss ich grillen ;-)

Es geht schon, vor allem wenn man einen ordentlichen Generator mit hat, um Notfalls
am nächsten Tag wieder was zu Essen zu bekommen. ;-)

gordan am 01 Sep 2017 13:10:07

xbmcg hat geschrieben:Prinzipiell geht alles,.........Man müsste zu Hause mal messen, was die Holde so im Schnitt durch den Zähler jagt,..... und dann das Ganze in Ah umrechnen....Es geht,.... vor allem wenn man einen ordentlichen Generator mit hat, um Notfalls......


Der Meinung bin ich auch!

Grüße Gordan

franzose01 am 01 Sep 2017 16:47:52

Konktet: mit 220 Watt Solar auf dem Dach Ende Mai bei 25 Grad und Wind an der Ostsee habe ich 100 Ah in die Gelben geladen.

Auf Sardinien im April waren es zwischen 80 und 90 Ah pro Tag.

franzose01 am 01 Sep 2017 16:49:04

Sollte noch dazu sagen: Panele von Solara und mpp Regler Votronic

Variophoenix am 01 Sep 2017 17:18:23

Also, dann halt: Ich habe kein Generator dabei. War noch nie Nötig.
Ich habe Sunpower Zellen und Victron Geräte. Bei der 585 W Anlage habe ich immer wieder Spitzenwerte die drüber liegen, wie zum Beispiel vor ca. 20 Tagen.
Bei der 800W Anlage ist der Strom auf 50A bedingt durch den Regler begrenzt, deshalb sind da die Spitzenwerte bei ca. 712 W. Abgelesen am Dongel bei der History.

Ich backe damit mein Brot selber, Koche einmal am Tag, und lade ab und zu mein E-Bike damit. Zusätzlich noch kurz andere Elektrogeräte. Es gab noch nie Engpässe. Meist sind die Accus bis Mittag wieder voll. Das max war mal Minus 208Ah.
[url=https://www.wohnmobilforum.de][img]https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Solarertrag_69832_bcc1.PNG[/img][/url]

Klar am Winter bin ich im Süden.

biauwe am 01 Sep 2017 22:43:54

KudlWackerl hat geschrieben:Im TE schreibt Sonnentau, dass er 15 Ah braucht um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Grüße, Alf


Hier kann jeder mal selber nachrechnen: --> Link

Simondhartha am 25 Sep 2017 13:34:27

biauwe hat geschrieben:Hier kann jeder mal selber nachrechnen: --> Link


Kommt auch noch auf viele anderen Faktoren an: Deckel drauf? Masse des Topfes (muss ja auch aufgeheizt werden)? Wärmeverluste während des Aufheizvorgangs: Umgebungstemepratur um den Topf, Windgeschwindigkeit um den Topf, Genauigkeit Wassermenge... :-)
Ich denke aber auch der Wirkungsgrad von ca. 50% in Bezug auf die gesamte Kette kann sich sehen lassen.

Wir kochen auch mit Induktion und ich denke elektrische Solarenergie als Energieträger ermöglicht mehr Freiheitsgrade bei der Konzeption eines Selbstausbaus und die Speicherkapazität lässt sich auch anderweitig gut für die heutzutage so omnipräsente Elektronik nutzen. Am liebsten würde ich gleich auch elektrisch fahren, aber das geht wohl noch eine Weile. Bis dahin können wir wenigstens nachhaltig Leben, wenn das Auto steht.
OT: Vielleicht noch als Anregung für andere: Mit den Victron-Geräten (BMV, CCGX, etc) lässt sich z.B. ein Heizstab fürs Warmwasser mit Solarüberschuss-Strom schalten. Ich werde noch ein Relais einbauen, dass bei 100% Akku einen 200W-Heizstab fürs Warmwasser schaltet.

xbmcg am 25 Sep 2017 14:05:06

Mit großem Speicher und einem großen Solarfeld kommt man schon weit.
Faustregel an durchschnittlichem Tagesertrag der Panele ist Wp - Leistung x4 in Wh.

Wenn man also 500Wp hat, kann man im Schnitt 2kWh ernten. Nicht jeden Tag,
es sind mal mehr und mal weniger, aber grob passt das so. Bei 1400Wp würde ich
um die 7kWh im Schnitt erwarten, es können auch mal 10 werden, aber das ist sicher
nicht die Regel.

Dann müssen die 7kWh ja auch eingespeichert werden, das heißt ich muss 570Ah
frei haben, damit ich die Leistung überhaupt unter bringe - bei 10kWh müssten
die Akkus 850Ah aufnehmen können. Bei leeren 12V / 1.000Ah LiFeYPO4 geht das.

Natürlich kann ich miot kleineren Kapazitäten auskommen und die Leistung im
Laufe des Tages einfach verbraten für Warmwasser und Kochen.

Das Problem ist, dass an Tagen, wenn es kalt ist und regnet ich nicht genug Reserven habe,
um mein gewohnten "Livestyle" zu leben. Wenn ich 10kWh pro Tag brauchen würde
(das ist übrigens so viel wie der Verbrauch einer 3-köpfigen Familie in der Wohnung - 3500kWh/Jahr)
und 3 Tage Mistwetter autark überstehen will, dann müssten 2.500Ah an Batterien her.

im WoMo braucht man das normalerweise nicht, außer man heizt noch elektrisch.

Realistisch, denke ich, sollte man mit 1-2 kWh / Tag hinkommen, wenn Kühlschrank
(Kompressor) und Kochen abgedeckt werden sollen (170-200Ah Verbrauch am Tag).


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Ladebooster D an EBL wo anschließen
Erfahrungsberichte mit den neuen Lifepo4
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt