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8600 km mit dem Clever Celebration ein Erfahrungsbericht


welland am 02 Jul 2017 15:42:41

Im August 2016 haben wir unseren Clever Celebration gekauft und uns erstmal hier im Forum nach Anregungen und Ideen umgesehen – denn natürlich ist kein Fahrzeug gleich perfekt. Sehr hilfreich war der ausführliche Testbericht von Jupptravolta (--> Link), und einige seiner Anregungen (Tür zum Laderaum, Topper) haben wir gleich umgesetzt – sie haben sich von Anfang an bewährt.

Technisch haben wir den Clever aufgerüstet auf 210 WP Solarpanel, Markise Fiamma 370 cm, Sat-Anlage Megasat Countryman inkl. Fernseher Megasat Royal 19‘‘, SOG-Entlüftung, Duomatic Duo-Control, Zweikreis-Luftfederung an der Hinterachse und – als teuerstes Teil – einen Heckträger für unseren Roller und ein Fahrrad, der sich auch beladen verschieben lässt und die Öffnung der hinteren Türen erlaubt (Sawiko Agito C).

Die Waage zeigte vor der Fahrt mit 80% Tankfüllung, Fahrer, Roller und Fahrrad (aber ohne Wasser und Innenausstattung / Verbrauchs- / Campingartikel) 3.250 kg.

Der verbaute Regler für die Solaranlage war insuffizient: er konnte nur die beiden Aufbaubatterien, nicht aber die Motorbatterie laden – fatal vor allem, weil wir anfangs unerklärliche Stromverluste von der Motorbatterie hatten (s. Forumsbeitrag --> Link). Mein Freund Achim – Elektroingenieur – hat mir daraufhin einen intelligenten Regler gebastelt, der seither problemlos arbeitet, Schaltbild kann ich auf Anforderung gerne zusenden.

Probleme machte gleich am Anfang die Sat-Anlage, wobei das größte Problem darin lag, dass wir den Wagen in Freiburg gekauft haben (Auto Sutter) und in Oberbayern wohnen. Wir fanden aber dann in der Nähe einen Megasat Vertragshändler, und mit der telefonischen Hilfe von Herrn Sutter wurde die Anlage als Garantieleistung hier repariert. Grund für die Fehlfunktion war übrigens Wasser in der Sat-Antenne.

Inzwischen haben wir mit dem Fahrzeug 13 100 km zurückgelegt und sind gerade von unserer letzten Reise – 11 Wochen durch Portugal und Spanien zurück: 8640 km knitterfrei!

Ein einziges echtes Manko haben wir festgestellt: die Jalousie im Fahrerhaus verformt sich, wenn sie bei starker Sonneneinstrahlung geschlossen ist, und lässt sich kaum noch öffnen. Zudem lösen sich die Magnetstreifen an den beiden Endseiten. Für das Problem suche ich noch eine Lösung.

Die Solaranlage mit den beiden Aufbaubatterien hat uns absolut autark gemacht, wir hätten die 11 Wochen ganz ohne 220 V – Anschluss auskommen können, obwohl auch Wolkentage dabei waren und / oder Stellplätze im Schatten von Bäumen.

Nach den Informationen hier im Forum ist die Gasversorgung in Spanien ja nicht unproblematisch. Ich hatte mich deshalb entschlossen, eine 11kg Flasche zuhause zu lassen und mir in Spanien eine 11 kg Flasche zu kaufen (die spanischen Flaschen sollten ja die gleiche Größe haben wir die deutschen). Die Informationen über die notwendigen Adapter hier im Forum sind teils widersprüchlich, ich habe mir dann einen Adapter besorgt (--> Link ) und mich darauf verlassen, dass die Aussagen des Verkäufers („zum Anschluss von deutschen Druckreglern an spanische Gasflaschen“) stimmen und keine weiteren Adapter erforderlich sind.

Das hat auch alles wunderbar geklappt: auf einem CP in Barcelona habe ich mir eine 11 kg Flasche gekauft (27 €), der freundliche Mitarbeiter vom CP kannte auch den Adapter, hat ihn angeschlossen und fertig. Jetzt habe ich halt eine spanische Flasche, die ich hier natürlich befüllen kann und bei der nächsten Spanienfahrt einsetze. Randbemerkung: der Aufwand wäre gar nicht erforderlich gewesen, nach unserer 11-Wochen Fahrt ist die zweite Gasflasche noch nicht leer! Dabei lief der Kühlschrank natürlich im Dauerbetrieb, die ersten Nächte in der Schweiz haben wir auch geheizt und auf der Reise auch oft gekocht.

Unser Clever (Citroen Jumper mit 150 PS) lief die ganze Zeit wie eine Nähmaschine – nur auf der Rückfahrt in der Nähe von Zürich war plötzlich Schluss: nach ein paar Kilometern Stopp & Go auf der Autobahn erschien die Meldung „Motor überprüfen lassen“ auf dem Display, das Motor-Symbol leuchtete auf und der Motor nahm kein Gas mehr an, er fuhr nur noch im Standgas. Also rechts raus auf die Standspur: 100 Meter vor einem 3 km langem Tunnel, und das um 17 Uhr. Mit vielen Überlegungen, was wir tun könnten, verging eine halbe Stunde und siehe da: der Motor lief wieder normal, und wir wagten die Einfahrt in den Tunnel, kamen gut durch, fanden noch eine Renault-Werkstatt und einen freundlichen Mechaniker, der um 18 Uhr noch das Diagnosegerät anschließen wollte, nur: da war keine Fehlermeldung mehr, auch das Motorsymbol leuchtete nicht mehr. Es folgte die Empfehlung, den Motor mal richtig zu fordern, am besten auf einer deutschen Autobahn. Wir sind dann längere Strecken recht hochtourig im 4. und 5. Gang gefahren und der Fehler trat seither nicht wieder auf. Offenbar gibt es Probleme mit dem Kat, wenn der Motor vor allem niedrigtourig gefahren wird.

Das Fazit unserer ersten langen Tour mit dem Clever Celebration: ein toller KaWa, sinnvoll und sauber ausgebaut mit hochwertigen Teilen, mit der 150 PS Maschine auch völlig ausreichend motorisiert. Schön ist auch der lange 6. Gang, der Durchschnittsverbrauch war mit 10,3 Litern auch akzeptabel.
Ein ideales Fahrzeug für zwei – auch für ausgedehnte Urlaube. Ein paar Kleinigkeiten wollen wir vor der nächsten Fahrt noch ändern, auf der Liste stehen
- Den Ablasshahn für den Brauchwassertank verlegen, wie es Jupptravolta vorgeschlagen und beschrieben hat,
- Die LED- und 220-V-Steckdose unter dem Tisch nach oben verlegen.
- Eine dimmbare LED-Leiste über Fahrer- und Beifahrersitz einbauen (für Fernsehabende).


aliter am 05 Jul 2017 22:23:17

Vielen Dank für den schönen Erfahrungsbericht, mein Clever auch mit 150 Ps schnurrt wie eine Nähmaschine, wobei ich versuche möglichst im grossen Gang zu fahren. Insofern ist der Rat gelegentlich den Kat mit Vollgas durchzupusten hilfreich, der Verbrauch hält sich mit ca 9 l in Grenzen.
Wiewohl ich erst mit kürzeren Wochenendreisen an die 5 T km gefahren bin, tauchte der erste Mangel des Celebration auf:
Wasserundichtigkeit: der Fussboden unter der Küchespüle "schwamm"! Bevor ich da einen Tag opfere und den 60 km entfernten Händler aufsuche, habe ich mich der Mischbatterie angenomme und diese ausgebaut, was verhältnismässig leicht ging. Irgendwie ist das ein billliges Plastikteil und undicht, daher werde ich wohl keine ermüdende Garantiediskussion führen und eine Messingmischbattereie einbauen. Was mich mehr stört ist, dass ich keinen Weg sehe, die Sockel der Spüle freizulegen. Das Bodenbrett des Unterschrankes unter der Spüle lässt zerstörungsfrei wohl nicht herausnehmen um den Kritischen Bereich: Fussboden Wand zu inspizieren und ggf. zu trocknen. Ansonsten ist das Fahrzeug tatsächlich sauber durchkonstruiert. Vielleicht hat jemand schon mal den Boden der Spüle freigelegt und weis Rat. mfgh

welland am 08 Jul 2017 12:08:38

Hallo aliter,
jupptravolta hat unter dem Küchenblock einen Wassermelder verbaut, um rechtzeitig vor Schäden zu warnen. Vielleicht hat der einen Tipp. Hier der Link zum Tröt (S. 2): --> Link

Anzeige vom Forum


ViperX am 23 Aug 2017 15:22:50

Hallo zusammen,

ich kann mich den positiven Feedbacks nur anschließen.
Wir sind mit dem Celebration mit 163 PS seit Ostern unterwegs und haben jetzt gute 7000 km auf dem Tacho.
Nach einem 3 wöchigen Schottlandurlaub ist der Härtetest jetzt auch erfolgreich gewesen.
Technisch lief alles absolut reibungslos. Verbrauch 9L/100 km bei Höchstgeschwindkeit von ca. 100 km/h in Schottland. Bei 125 km/h braucht er ca. 10L/100 km.
Im Aufbau gibt es zwei ganz kleine Kleinigkeiten, die nicht perfekt sind.
Die Remis Verdunkelung der Frontscheibe hält nicht immer zusammen, die Magnete halten nur in einer bestimmten Position zusammen. Wenn man weiß wie, ist es kein Problem.
Im Waschbecken im Bad läuft Wasser an der Mischbatterie runter Richtung Becken wenn man nicht voll aufdreht. Hier liegt jetzt immer ein Schwamm um die kleinen Mengen Wasser aufzunehmen. Hier kann ich mir nicht wirklich eine Lösung des Problems vorstellen. Bei voll aufgedrehtem Wasser tritt das Problem nicht auf, also drehe ich immer voll auf.
Werde versuchen die beiden Problemchen auf der Messe in Düsseldorf zu besprechen.

Viele Grüße

Kasten am 02 Jul 2018 15:22:35

Hallo zusammen,

bin auch neu und wir haben uns den 2019 er Celebration mit Aufstelldach bestellt. Vor ca. 2 Wochen.
Nun kommen mir auf einmal Zweifel bzgl. der Betten. Wie groß sind die Betten nochmal? Ich bin 1,83 groß. Meine Frau 1,78m und beide schlank.
Wir haben zwar Probe Liegen gemacht, aber das ging so schnell, da war auch Platz genug. Aber ich denke auf einmal das wir evtl. besser den Runner 6,36m genommen hätten.
Aber der ist ja wieder länger. Eigentlich wollten wir max. 6m wegen der Alltagstauglichkeit. Schwierig. Längsbetten sind auch sehr schön. Kein übereinander krabbeln....
Der Celebration ist sehr stimmig vom Platz insgesamt. Bad und Sitzgruppe.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Heckbett? Maße? Raumgefühl im Bett Bereich?

Danke für Infos

kurzvorschluss am 02 Jul 2018 17:25:17

welland hat geschrieben:wäre gar nicht erforderlich gewesen, nach unserer 11-Wochen Fahrt ist die zweite Gasflasche noch nicht leer! Dabei lief der Kühlschrank natürlich im Dauerbetrieb,


Bist du dir sicher, dass es Clever Celebration war??
Der hätte nämlich einen Kompressorkühlschrank. Und der braucht noch weniger Gas. Eigentlich gar keins.

Gerstenmaier am 02 Jul 2018 22:47:55

Hallo Kasten,

das mit dem Heckbett wird schon passen, ich bin auch 1,83 und leider nicht mehr so richtig schlank :roll: / meine Frau noch immer schlank mit 1,72...
Wir schlafen perfekt, die tatsächliche Liegefläche ist 1,95 x 1,40, wobei unser Bett zu Hause 2,00 x 1,40 misst, vielleicht ein Problem wenn man 2,20 x 2,00 gewöhnt ist ???

Der 6,00 Kasten ist nicht nur alltagstauglicher, sondern hat auch mehr Zuladungsreserven, mit 6,40 kommen viele in Gewichtsprobleme (zumindest wenn man nicht über 3,5t will).

Das übereinander krabbeln und auch der Einstieg wird durch einen simplen Plastiktritt erleichtert, welcher tagsüber unter der Matratze liegt (z.B.: --> Link)...

Wir sind nun seit über einem Jahr Celebration Nutzer und sehr zufrieden, denke Eure Entscheidung ist gut....

Kasten am 03 Jul 2018 08:58:21

Hallo ,

Danke Dir für Deine Info, bzw. Deinen Eindruck. Ich Denke auch das der 6m Celebration die richtige Wahl ist. Wie gesagt, die Längsbetten sind sehr cool, aber die Länge des Wagens, Gewicht und insgesamt der Grundriss sind nicht ganz so schön wie beim Celebration denke ich.

Gruß
Kasten

FranzRita am 31 Mär 2020 13:33:28

Hallo
Habe vor gut einem Jahr auch einen Clever Celebration 600 gekauft und bin bis dahin sehr gut damit gereist. Leider habe ich keine WC-Entlüftung einbauen lassen. Du erwähnst, dass bei deinem Clever welche eingebaut ist. Ist dies die Bodenvariante? Eine solche will ich nun selber einbauen. Die empfohlene SOG-Absauganlage habe ich mir gekauft. Der Einbau an sich ist gut beschrieben. Nur ist mir nicht klar, wo genau bzw. idealerweise der Filter mit Lüfter eingebaut, und auch wie/wo der Schlauch zur Kassette geführt wird. Mir würden vor allem Fotos von deiner eingebauten SOG-Absauganlage (wenn Bodenvariante) weiter helfen. Oder kann mir sonst jemanden Fotos zustellen von einer ob beschriebenen SOG-Absauganlage, eingebaut vorzugsweise in einem Citroen Clever Celebration 600 oder einem ähnlichen Modell weiter helfen.
Für ein Feedback danke ich - Lieber Gruss Franz

Roman am 31 Mär 2020 15:35:34

FranzRita hat geschrieben:...Die empfohlene SOG-Absauganlage habe ich mir gekauft. Der Einbau an sich ist gut beschrieben. Nur ist mir nicht klar, wo genau bzw. idealerweise der Filter mit Lüfter eingebaut, und auch wie/wo der Schlauch zur Kassette geführt wird....


Hallo Franz,

zunächst willkommen im Forum. Schön wäre es noch etwas mehr zu Deiner Person zu erfahren, ist aber kein muss !

Diese Frage hättest du vielleicht besser gestellt, bevor du die SOG gekauft hast. Denn die Bodenvariante kann nur bei genügend Platz eingebaut werden. In einem normalen Cassettenschacht ist dieser Platz für den Filter i.d.R. nicht vorhanden. Kann mir nicht vorstellen, dass das bei dem "Clever" anders ist.

Sollte ich recht haben, besteht allerdings u.U die Möglichlkeit von dem Cassttenschacht aus den Abluftschlauch in den Heckstauraum unter dem Bett zu verlegen. Dort sollte sich eine Stelle für den Filter finden lassen. Schwierig wird es, wenn an der Stelle irgendwelche festen Einbauten oder Tanks platziert sind.
So hatte ich das zumindest bei unserem "Rondo" gemacht und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Sollte das nicht funktionieren, wäre es sicher einfacher die Bodenvariante gegen eine mit Filter an der Klappe des Cassettenschachtes zu tauschen.

Gruß
Roman

FranzRita am 02 Apr 2020 22:14:57

Hoi Roman
Besten Dank für deine Aw.
Hatte anl. einer Ausstellung von einem Cleverhändler die Info erhalten, dass die Bodenvariante vorteilhafter ist, was mir auch einleuchtend hinüber kam. Es ist in der Tat so, dass im Cassettenschacht kein Platz für den Filter vorhanden ist, dass dieser im Stauraum unter dem Bett plaziert werden muss.
Es ist mir nicht klar wie ich den Schlauch zur Cassette führen soll, um die Einbauempfehlungen von SOG einhalten zu können, so wie etwa die Leitungslänge von 60cm nicht zu überschreiten, kein Leitungsdurchhänger etc.. Die Leitung muss irgend wie zw. FZ-Carrosseriewand und Duschkabine zur Kassette geführt werden. Die Frage ist wie, wo, und deshalb auch die Frage wo der Filter plaziert wird. Wie erwähnt würden mir Fotos von einer eingebauten Bodenvariante dienlich sein.
Lieber Gruss -Franz

Roman am 02 Apr 2020 23:03:39

FranzRita hat geschrieben:..Es ist mir nicht klar wie ich den Schlauch zur Cassette führen soll, um die Einbauempfehlungen von SOG einhalten zu können, so wie etwa die Leitungslänge von 60cm nicht zu überschreiten, kein Leitungsdurchhänger etc..



Natürlich wäre es am einfachsten, wenn ein Cleverfahrer eine SOG II vebaut hätte. Da gehört jetzt auch etwas Glück dazu, dass sich jemand meldet.

Dennoch ein paar allgemeine Anmerkungen von mir. Woher hast du die 60 cm. Bei mir ergab sich eine Schlauchlänge von gut 1,40m und die Anlage funktionierte einwandfrei. Ich habe etwas von einer max. Länge von sogar 3,0m in Erinnerung...?

Das mit dem Leitungsdurchhänger ist natürlich richtig, da sich im Schlauch immer mal Kondensat bilden kann. Dies würde sich dann im schlimmsten Fall am tiefsten Punkt sammeln und dort irgendwann wie ein Siphon wirken...Idealerweise fährt man von der Cassette erst mal ein gutes Stück nach oben. Aus meiner, mittlerweile langjähringen SOG-Erfahrung, kann ich sagen, dass immer mal etwas Brühe, bei recht voller Cassette, während der Fahrt in den Schlauch schwappen kann. Dann ist es wichtig dass die Suppe auch dorthin wieder zurücklaufen kann. Bei ausschließlichem Gefälle hin zum Filter muss ich dir nicht sagen, wie dieser nach ein paar Tagen aussehen würde... :ooo:

Ggf, könntest du ja ein paar Fotos versuchen einzustellen, die die Situation für uns "Nicht-Clever-Fahrer" so verdeutlicht, dass wir dir doch helfen könnten.

Gruß
Roman

Tommel2 am 04 Jun 2020 09:48:00

Hallo,
wir haben unseren Celebration im August 2017 neu gekauft und mittlerweile stehen 78300 km auf der Uhr.
Wir waren 2 in Kroatien, 2 x in Spanien, 1 x auf großer Norwegen-Schweden-Tour und auf unzähligen Touren durch Deutschland, zur Nord- u. Ostsee sowie mehrmals nach Italien und Österreich.
Alles in allem haben wir bisher knapp über 200 Mal in dem Kasten übernachtet. Das Querbett ist sicherlich nicht die optimalste Lösung in einem Kasten für 2 Personen, aber wenn man eine gewisse Grundbeweglichkeit mitbringt und nicht größer ist als 1,85 m, geht es im Celebration mit seiner Bettlänge von 196cm richtig gut.
Nun haben wir viele Tage und Nächte bereits in unserem Kasten gemeinsam verbracht, und auch so die ein oder anderen Erfahrung sammeln können.
Zusammenfassend fiel uns folgendes besonders auf :
1. Im Bad heizt sich selbiges im Sommer doch enorm auf. Temperaturen von über 40° C waren hier keine Seltenheit. Eigentlich ist es im Sommer im Bad stets sehr warm. Der Pilzlüfter bringt im Bad nicht wirklich viel. Das Fenster ist gut, aber ein kleines Dach-Heki wäre hier besser und auf jeden Fall einen Aufpreis wert.
Das Bad ist für uns groß genug. Ich würde es sogar als großzügig bemessen bezeichnen und führt bei den meisten, die unser Auto besichtigt haben, zu erstaunen wegen der nicht erwarteten Größe.
2. Die anfänglich bemängelten Knarzgeräusche aus dem Bereich der Sitze sind mehr oder weniger verschwunden. Sie wurden jedoch immer wieder gerne von anderen kleinen Geräuschen abgelöst. Jetzt ist die Frage, wie empfindlich die eigenen Ohren hier sind ?
Auffällig war jedenfalls, dass die Badtür nach einiger Zeit schon ein gewisses Eigenleben zu führen schien. Ich habe dann im Baumarkt eine Rolle schmales, holzfarbiges Tesa-Moll Klebeband (ca.4 mm breit) geholt. Dies haben ich dann auf den Rahmen geklebt. Und siehe da, die Tür schweigt. Zunächst war das Schließen der Tür mit einem gewissen Krafteinsatz zu bewältigen. Aber mit der Zeit setzt sich das Tesa-Moll-Band, und mittlerweile ist es wie vorher auch, nur das wir nun quasi eine Türdichtung haben. Gleiches Spielchen habe ich mit anderen Klappen an Oberschränken auch gemacht. Es wirkt Wunder. Für Klappergeräusche war dann auch die Schiebtürverkleidung ein Verursacher. Hier hatte sich im hinteren Bereich oben die letzte Schraube gelöst und die lose Ecke der Verkleidung klakkerte während der Fahrt immer ans Türblech. Schraube nachgezogen, fertig.
Kurz : Alles mehr oder weniger Kleinigkeiten.
Eine kleine Undichtigkeit unter der Küchenspüle konnte ich durch Nachziehen der Schlauchschelle am Auslauf unter der Spüle zunächst beseitigen.
Jedoch trat die Undichtigkeit wieder auf, und ich habe dies dann beim Händler reklamiert.
Er hat die Dichtung am Syhon ausgetauscht. Die alte war wohl falsch eingebaut und konnte so gar nicht dichten.
Thema Küchenplattenverlängerung. Hier schepperte die Metallbügeltraverse, und zwar besonders hier die Metallgelenke. Im hochgeklappten Zustand war Ruhe. Nachdem ich die Gelenke mit Armaturenfett geschmiert hatte, war Ruhe.
Alles andere funktioniert bisher prima und ohne Ausfälle.
Diverse Dinge haben sich mittlerweile im Alltagsgebrauch als Praktisch, aber auch als unpassend erwiesen.
Besonders praktisch ist die ausklappbare Tischverlängerung. Wenn man gerne kocht, eine perfekte Erweiterung des Arbeitsbereichs. In Kombination mit der Arbeitsplattenverlängerung eine geniale Gesamtfläche.
Ebenfalls super sind die beiden USB-Ladesteckdosen über der Sitzbank. Dort können die Handys und Tablets immer schön geladen werden. Bei uns war dies noch serienmäßig, heute wohl nicht mehr, glaube ich.
Als besonders praktisch hat sich für uns der große Stauraum unter der Sitzbank erwiesen. Hier lagern Getränke, Lebensmittel und diverse Bedarfe zur Befriedigung kulinarischer Genüsse. Das Besondere ist, dass es erstaunlicherweise hier immer recht kühl bleibt.
Der Ablass des Abwassertanks liegt sicherlich nicht super günstig und bedarf immer eines kleines Kniefalls beim Öffnen, aber er funktioniert eigentlich tadellos.
Das gilt im Grunde genommen auch für den Ablass des Frischwassers, nur das dieser kaum zu erreichen ist. Zunächst muss man mit nacktem Arm (vorher möglichst desinfiziert) durchs Wasser greifen und bis auf Grund des Tanks greifen. Mit dem aller letzten Zentimeter und langem Finger erreiche ich knapp den Knebel, um den Hebel nach oben zu ziehen (und ich habe wirklich lange Arme). Der Knebel funktioniert zwar gut, aber die Erreichbarkeit ist ne glatte 6.
Hier sollte man sich seitens Clever mal ernste Gedanken machen.
Über die Qualität des Kühlschranks hatte ich bereits berichtet. Auffällig im Hochsommer in Kroatien war, dass er bei der sehr starken Hitze von 38°C in der prallen Sonne stehend durchaus auch mal 2 Stufen höhe gedreht werden musste, um die gewünschten 4° im unteren Fach zu erreichen. Aber geschafft hat er es. Mit den Geräuschen des Kühlschranks und der Heizung haben wir keine Probleme. Im Gegenteil. Wir mögen es, wirkt es doch heimelig auf uns.
Die Antriebseinheit funktioniert tadellos und mängelfrei. Er springt stets und prompt an und läuft dann außergewöhnlich ruhig vor sich hin.
Meines Erachtens ist dies darauf zurückzuführen, dass ich, soweit es möglich ist, Aral Ultimate tanke.
Den ersten Ölwechsel habe ich, gemäß Meldung der Anzeige, bei 20.000km gemacht, den nun zweiten Wechsel habe ich nach weiteren 25.000km durchführen lassen, also bei Erreichen der 45000 km. So halte ich es auch bei. Alle 25000 km erneuere ich das Öl.
Der Ø-Verbrauch über alles liegt bei 8,7 l / 100 km. Dies habe ich auch gegengeprüft und es stimmt.
Im gepflegten und ruhigen Landstraßentempi verbracht er so um die 8,3 l, fährt man etwas beherzter, so werden die 9,0 l erreicht, auf der Autobahn sind es grundsätzlich eher 9,5 l , bei zügiger Fahrt (öfter um die 130 km/h) auch gerne knapp über 10 l.
Stets jedoch ohne Anhänger und mit einem ca. Gesamtgewicht von 3200 – 3300 kg.
Die Bremsleistung hat sich bisher als völlig ausreichend erwiesen. Ein Bremsfading oder nachlassende Wirkung habe ich bisher noch bei keiner Situation gemerkt. Bei unsere "Abfahrt" von Obertauern die Nordrampe herunter waren wir, aus Kroatien kommend, voll beladen und da merkte man dann doch die Grenzen der Bremsanlage. Mit Anhänger hätte ich hier ernste Bedenken und empfehle daher für ein solches Nutzungsverhalten (Anhängerbetrieb) das Heavy-Fahrwerk mit den 280er Bremsscheiben. Der Light hat hier die 260er. Mir genügt das, aber mit Anhänger würde es wohl eng manchmal bzw. bei solchen extremen Passabfahrten. Bei der Inspektion zu 48000 km habe ich dann die Beläge vorne erneuern lassen. Sie hätten wohl von 5000 km gehalten, aber auf Urlaubstour habe ich da kein Bock drauf.
Mängel : Es war im strengen Winter mal die Bremsverschleißkontrollleuchte an.
Dies hatte unsere ortsansässige Citroen-Werkstatt dann mal geprüft und als Schmutz durch Schneematsch gedeutet. Seitdem ist‘s nie wieder aufgetreten.
Die vom Händler nachträglich eingebaute RFK wurde von mir beanstandet wegen milchigem Bild. Diese wurde anstandslos erneuert.
Und dann gab es noch einen Ausfall auf unserer großen Skandinavien-Reise. Wir hatten da plötzlich eine Undichtigkeit am Fensterrahmen der Schiebtür.
Das Fenster wurde durch den Händler erneuert, die Dichtung war defekt.
Rundherum kann ich nichts Negatives über das Auto sagen. Wirklich nichts. Er fährt, und fährt.
Stets zuverlässig.
An die Besonderheiten eines Kastens gilt es sich anfänglich zu gewöhnen. Die Kupplung ganz zu treten, oder auch die Kurvenenge nicht zu unterschätzen (unser PKW fährt sich im Vergleich dazu wie ein Go-Kart), die Gänge nicht so durchzuziehen wie beim PKW, an das alles gewöhnt man sich schnell.
Alles in allem ist der Clever Celebration immer noch eine wirkliche Empfehlung wert.
Für den von uns gezahlten Endpreis von 43 tsd. Euronen incl. Markise, incl. SAT-TV, Navi-RFK und bei bekannter Komplettaustattung gibt es wirklich nichts zu meckern.
Alles andere ist zum Auto gesagt, zum Motor sowieso. Auch hier habe ich nichts zu meckern oder zu beanstanden. Ja, er ist kein Drehmomentwunder. Muss er aber auch nicht sein für mich. Die nackte Leistung, die er auf die Straße bringt, genügt, um immer zügig voran zu kommen.
Bei km-Stand 77.000 hatten wir dann eine Fehlermeldung im Display. „Ad-Blue-System prüfen“.
Das Ende vom Lied : Ad-Blue-Pumpe defekt.
Keine Fahrstrecke mehr über 50 km möglich. Dann würde sich die Wegfahrsperre automatisch aktivieren. Also ab in die Citroen-Werkstatt. Mittlerweile ist unsere Garantie ja abgelaufen.
Interessant dabei zu wissen : Die eigentlich defekte Pumpe ist mit dem Tank verbaut und ein Bauteil.
Es wird komplett ausgetauscht und kostet 1100,- Euronen. Kulanzantrag gestellt. Citroen übernimmt nun 50 % der Rechnung, so dass uns der Spaß „nur“ 550,-€ gekostet hat.
Übrigens ist das Auto seit dem erheblich sparsamer geworden. Hat hier Citroen vielleicht die Einspritzmenge des AdBlue erhöht ? Das würde sich auf die Abgase auswirken, aber auch auf den verbrauch.
Tja, das war es dann.
Fazit : ein paar Kleinigkeiten waren im Aufbau zu optimieren, eine teilweise etwas oberflächliche Verarbeitung besonders im Installationsbereich, eine kleine Undichtigkeit am Fensterrahmen der Schiebetür und natürlich die defekte AdBlue-Pumpe.
Zuverlässig war er jedoch immer bisher und ist daher als Gesamtpaket eine klare Empfehlung.
Es geht für uns weiter mit diversen kleineren Wochenendtrips. Zu Zeiten dieses Corona-Themas muss man ja schauen, was so geht.


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