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Fensterhebel aus Plastik - Warum?


telahr1 am 10 Jul 2017 21:19:31

Guten Abend,

kann mir jemand sagen, warum die Fensterhebel aus Plastik sind? Erscheinen mir eher wie eine Sollbruchstelle als der ernsthafte Versuch, die Fenster wirklich verschließen zu wollen. Bei den Stückzahlen wären die Dinger aus Guss doch auch nur Pfennigskram. Und sofort wäre es vorbei mit 'mal eben aufhebeln'.

Es grüßt wütend

Olaf

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brainless am 10 Jul 2017 23:36:51

Wir haben Aufkleber unter den Fenstern:
"Bitte nicht aufhebeln"
Hat bisher noch immer geklappt,


Volker :mrgreen:

Kletterin am 11 Jul 2017 06:34:16

telahr1 hat geschrieben:Und sofort wäre es vorbei mit 'mal eben aufhebeln'.


Sicher würden Fensterhebel aus Guss o.ä. länger halten. Aber es war bestimmt mitunter auch eine Gewichtsfrage, warum man hier auf Kunststoff setzt, wo wie an vielen Stellen in Wohnmobilen an "Materialgewicht" gespart wird.
Außerdem glaube ich, dass wahrscheinlich das Kunststofffenster im Arsch wäre, wenn jemand einen größeren Hebel ansetzt und da wäre vom Schaden des Diebstahls abgesehen wohl auch der Schaden des neuen Fenstereinbaus größer.
Es gibt ja durchaus auch Fenster, die sicherer sind, als die Standartfenster. Diese sind meist aus Echtglas und haben auch andere Riegel. Aber dafür sind sie auch deutlich schwerer.

Ich bin mir sicher, wenn jemand unbedingt ins Wohnmobil will, dann kommt er auch rein. Und derzeit ist immer noch die Fahrerkabine die Stelle, bei der mehr als zwei Drittel der Einbrüche stattfinden (bei Fiat Ducato wird zum Beispiel gerne das kleine Dreiecksfenster rausgeschnitten oder gebrochen und von innen einfach die Tür geöffnet). So ist der Dieb schnell im Wagen und muss nicht noch von außen durch ein kleines Fenster einsteigen.
Deshalb haben wir durch Einbau von Zusatzschlössern an dieser Stelle etwas aufgerüstet (--> Link

JTLorsch am 11 Jul 2017 07:51:58

Ein Hebel aus Guss erschwert doch das Aufhebeln bei einem sonst Plastikfenster nicht. Da müsst ihr schon mehr Hardware verbauen. Oder eben die freundliche Stickeraufvorderung von Volker. :lach: :lach:

mithrandir am 11 Jul 2017 08:14:39

JTLorsch hat geschrieben:Ein Hebel aus Guss erschwert doch das Aufhebeln bei einem sonst Plastikfenster nicht......

Sehe ich auch so. Das reflexartige "Plastik ist scheiße" passt auch an dieser STelle nicht.
Guss bricht einfach ab oder schnappt heraus, wenn du ordentlich hebelst. da müsste man schon was richtig massives machen.
Dann würde halt das Fenster vorher aufgeben (vom Gewichtsproblem mal abgesehen).
Selbst mit geringer kriminellen Energie fällt mir recht schnell eine Methode ein, wie ich binnen weniger Sekunden ein Kunststofffenster am Wohnmobil öffnen könnte. Ohne viel Lärm.
Glasfenster wäre letztendlich auch kein Problem.

xbmcg am 11 Jul 2017 08:41:54

Die verbauten Materialien in den WoMos sind schon sehr "billig". Angefangen von den
Duschtassen, über die Scharniere und Luken hin zu Fenstern und Klappen.

Schuld ist nur der 3.5t Führerschein und Der Wille eine möglichst hohe Marge zu erzielen.
Ist alles keine Wertarbeit mit Qualitätsanspruch. Die Fahrzeuge sind reine Freizeitmobile
für kurze Urlaube, oder aber zur Vermietung mit einer Lebensdauer von 5 Jahren.

Wenn ich mir ältere Fahrzeuge ansehe, wurde da robuster gebaut: Sperrholz statt Spanplatte,
Messingbeschläge, ordentliche Verschlüsse...

Leider gibt es kaum noch Hersteller, die Qualität und Robustheit als Verkaufsargument haben,
mal von den Individualausbauer abgesehen.

innisfree am 11 Jul 2017 08:56:41

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.



Du hast recht, es wird reflexartig die Gleichung "Plastik= billig und schlecht" aufgemacht. Plastik ist kein einheitlicher Stoff, es gibt hunderte Arten, Rezepturen, Compounds und Blends. Die Zugaben gehen (nicht ausschließlich) von Gips über Weichmacher bis zu Glasfasern. Ich vermute, dass die Hebel sogar eine Faserbeimischung haben. Nicht zu unterschätzen ist auch der positive Aspekt der Elastizität von Kunststoffartikeln.

Viele Grüße

Innisfree

rkopka am 11 Jul 2017 09:08:20

xbmcg hat geschrieben:Wenn ich mir ältere Fahrzeuge ansehe, wurde da robuster gebaut: Sperrholz statt Spanplatte,Messingbeschläge, ordentliche Verschlüsse...

Das hängt aber auch viel von der Preisklasse ab - vermutlich noch heute. Mein alter Bürstner (1992) hatte Plastikriegel, die zumindest vor ein paar Jahren, als ich ihn verkauft habe, noch heil waren.

RK

topolino666 am 11 Jul 2017 09:20:56

Hallo!

WENN ich ein (verschlossenes) Womo-Fenster von aussen aufmachen WÜRDE, dann würde ich mit einem dünnen biegsamen Lineal von unten zwischen Dichtung und Fenster fahren und den Hebel nach oben aufdrücken, dabei wäre das Material sowieso egal! ;-)

Solange sich sowohl die Aufbau-Eingangstüre als auch die Fahrerhaustüren mit einem geschossenem Schraubendreher vom Volksfest öffnen lassen brauchen wir uns um die Fenster keine Sorgen machen! :-)

Gast am 11 Jul 2017 09:31:11

Hallo!

Die Hebel der Fenster sind aus Kunststoff da sich die Fenster/Lukenhersteller auf die Kunststoffverarbeitung spezialisiert haben.

Den Hebel im eigenen Haus auf vorhandenen Maschinen zu fertigen ist günstiger als den Hebel aus Metall zuzukaufen oder extra eine eigene Fertigung nur für Metallhebel aufzubauen.

Es geht also, wie in allen Branchen, in erster Linie um Profit und Margen. Ein Hebel aus Metall an WoMo Fenstern hätte, da bin ich der Meinung der meisten hier, aber auch keine nennenswerte Vorteil zu dem Kunststoffhebel.

Gruß,
René

dibru2 am 11 Jul 2017 10:15:33

Ich sehe diese Hebel erst gar nicht als Einbruchsicherung. Die dienen lediglich dazu, dass sich die Klappflügel während der Fahrt nicht selbstständig machen... Somit ist Plastik völlig o.k.
Wie oben bereits erwähnt, wird der Weg meistens durchs Fahrerhaus benutzt. Und bei uns war es vor Jahren genau diese Dreieckscheibe die weichen musste um einzudringen.
Das mit dem Aufkleber hilft aber bestimmt. Wir haben z.B. einen kleinen Kleber mit "Alarmüberwachung" aufgeklebt, da an unseren Schiebefenster die Schliesser fast überall nur Attrappe sind und man sie von aussen aufschieben kann.

Ein Camper-Nachbar gab mir mal ein guter Tipp zum Dibstahlschutz: Er habe immer ein Hundenapf vor seiner Eingangstür, auch wenn er gar keinen Hund habe.

Uli.F am 11 Jul 2017 11:02:04

topolino666 hat geschrieben:... WENN ich ein (verschlossenes) Womo-Fenster von aussen aufmachen WÜRDE, dann würde ich mit einem dünnen biegsamen Lineal von unten zwischen Dichtung und Fenster fahren und den Hebel nach oben aufdrücken

... das funktioniert aber auch nur so einfach, wenn der Hebel nicht mit einem Druckknopf verriegelt ist, so wie bei Seitz: --> Link

Durchs Fenster geht's doch eigentlich nur dann relativ einfach, wenn man die Drehhebel weg bricht und das Fenster über die Scharniere öffnet - so wie eigentlich auch vorgesehen :mrgreen:. Die Kunststoffscheibe selber kaputt zu schlagen, dürfte nicht so einfach sein, da bleiben sicherlich scharfkantige Teile stehen ... und die kann man nicht mal eben rausdrücken wie bei Glas. Bei kleineren und hochliegenden Fenstern wird es dann schon schwierig einzusteigen.

Ein Praxisversuch wäre sehr interessant ... falls jemand ein Testobjekt zur Verfügung stellt, bin in gerne als als Praktikant dabei 8).

Davon abgesehen begnügen wir uns auch mit soliden und sichtbaren Zusatzschlössern an Fahrer- und Aufbautüren.

mithrandir am 11 Jul 2017 13:23:31

Uli.F hat geschrieben:Durchs Fenster geht's doch eigentlich nur dann relativ einfach, ..... Die Kunststoffscheibe selber kaputt zu schlagen, dürfte nicht so einfach sein, da bleiben sicherlich scharfkantige Teile stehen ...

Das Problem bei den fenstern ist die Höhe. Um reinzukommen braucht man eine Leiter, das ist aufwändig und fällt auf.
Ein Kunststofffenster brauche ich nicht einschlagen. Einen kleinen Gasbrenner und man hat ganz schnell ein Loch drin ohne Splitter.
Zum Thema Kunststoff (liegt mir halt am Herzen, weil ich ion die Richtung studiert habe ;-) ): Kunststoff hat einen schlechetn Ruf, weil er anfangs als Wundermittel angepriesen wurde. Viel leichterm, billiger, einfacher herzustellen. Dann wurden viele Teile einfach in der Form aus Kunststoff gefertigt, wie man sie früher aus Metall oder Holz gemacht hat.
Aber Kunststoff hat nun mal andere Eigenschaften und deshalb hat das oft nicht funktioniert. Dann war das zeug schnell kaputt und dann war es halt der Plastikscheiß.
Beispiel: Wäscheklammern - es gibt designs, da funktionieren die ganz gut aus Kunststoff.

Roman am 11 Jul 2017 13:32:52

dibru2 hat geschrieben:...Ein Camper-Nachbar gab mir mal ein guter Tipp zum Dibstahlschutz: Er habe immer ein Hundenapf vor seiner Eingangstür, auch wenn er gar keinen Hund habe.


Wenn der Bluff klappt, ist das eine sehr preiswerte "Einbruchssicherung"...... ;D :lach:

Ansonsten sehe ich das wie die meisten hier. Die Fensterriegel spielen bei Einbrüchen eine völlig untergeordnete Rolle....

Gruß
Roman

Trashy am 11 Jul 2017 13:40:49

Hallo.

Wenn es tatsächlich um den Aufbruchschutz geht findet man hier

--> Link

ein interessantes System aus Metall, allerdings mit gesalzenem Preis.

In Verbindung mit z.B. Heosafe an allen Türen wird sich jeder Einbrecher überlegen ob es nicht woanders leichter geht.

brainless am 11 Jul 2017 13:56:05

Eine weitere Alternative wäre, das Mobil in der heimischen (verschlossenen) Garage zu lassen.........



Volker :roll:

dibru2 am 11 Jul 2017 14:52:17

Trashy hat geschrieben: --> Link
In Verbindung mit z.B. Heosafe an allen Türen wird sich jeder Einbrecher überlegen ob es nicht woanders leichter geht.

Da kannst Du aber von Glück reden wenn er vorher überlegt und es nicht erst im Nachhinein merkt! :lach:

JTLorsch am 11 Jul 2017 18:31:52

Trashy hat geschrieben:Hallo.

Wenn es tatsächlich um den Aufbruchschutz geht findet man hier

--> Link



Genau. Dort haben wir uns ein Angebot geben lassen welches wir nächstes Jahr dann einbauen werden. 5 Fenster, 648 Euro.
Wollte ich mit euch teilen, damit ihr wisst was es kosten kann.

Eifelschreck am 12 Jul 2017 00:19:55

Hallo JTLorsch,
also,wenn Du Dir das antun willst,dann schau mal ruhig unter Wohnmobilpfusch nach.Da könntest Du fündig werden.Gemacht vom großen Meister persönlich.
Bei mir waren es vier Fenster.507 Teuros.Was soll`s,sind ja nur Kleinigkeiten.
Gruß Hans

Trashy am 12 Jul 2017 14:00:00

Eifelschreck hat geschrieben:Hallo JTLorsch,
also,wenn Du Dir das antun willst,dann schau mal ruhig unter Wohnmobilpfusch nach.Da könntest Du fündig werden.Gemacht vom großen Meister persönlich.
Bei mir waren es vier Fenster.507 Teuros.Was soll`s,sind ja nur Kleinigkeiten.
Gruß Hans


Link biddeeee

Trashy am 12 Jul 2017 14:05:43

dibru2 hat geschrieben:Da kannst Du aber von Glück reden wenn er vorher überlegt und es nicht erst im Nachhinein merkt! :lach:


Naja, für die Anal-Phabeten gibts ja diese tollen Bilderaufkleber fürs Fenster. An der Aufbautür siehts ein Blinder mit Krückstock.
Bei den Fenstern stehts dann auf der Metallschiene. Evtl. lässt der Täter ja auch na ein paar kräftigen Rucks am Fenster von seiner Tat ab weil es ihm zu lange dauert.
Außerdem nicht so einfach durchs Fenster hinein zu klettern.

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