aqua
motorradtraeger

Im DUC durchs südliche Afrika GEHT DAS? 1, 2, 3, 4, 5


bluecamper am 13 Aug 2018 14:12:47

Ein tolles Erlebnis.....

Ich kann mir vorstellen, wie schön es ist/war...
Und werde es weiter verfolgen!

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

TiborF am 05 Sep 2018 19:18:19

Kerstin - ich bin schwer beeindruckt, wie ihr die Schildkrötis gerettet habt, dadurch, dass ihr die Eier an einen sicheren Ort gebracht habt. Einfach Klasse.

Eure Pläne klingen echt super - lass uns dann wissen, wie es weiter geht ok.?

Keddi am 07 Sep 2018 10:04:01

Servus zusammen!
Wir sind etwas weiter nach Süden gezogen und stehen nun am Diani Beach.
Vielleicht nicht für alle nachvollziehbar, aber wir sind echte Wasserratten und lieben das Meer.
Und hier ist es wirklich nur traumhaft.


Obwohl wir uns hier der Hauptsaison nähern, gehört uns der Strand praktisch ganz alleine und das Meer ist einfach unglaublich.


Warm, Türkis in allen Schattierungen und schneeweisser Sand mit einer Konsistenz von Mehl, so fein.
Wir gehen noch immer regelmäßig tauchen, machen Bootsausflüge mit den einheimischen Fischern


und ellenlange Strandspaziergänge und machen uns so wieder Lust auf Weiterfahrt und Abenteuer.
Shimba Hills haben wir von der Bucket-List gestrichen, der letzte Elefant ist dort vor drei Wochen gesichtet worden, macht also keinen Sinn für uns.

Ja, wir sind tatsächlich schon seit gut 14 Monaten in Afrika, ursprünglich hatten wir mal ein Jahr veranschlagt und ich kriege einfach nicht genug von diesem wunderbaren Land.
Der Ducato macht - Gott sei Dank - noch immer einen fantastischen Job, noch immer keine einzige Autopanne, mal abgesehen von der abgerissenen Trittstufe in Malawi und der durchgebrannten Batteriesicherung in Botswana.
Noch nicht mal ein Reifenplatzer und das, obwohl wir wirklich vor keiner Piste Halt gemacht haben.

Auf dem Bild sieht es nicht besonders spektakulär aus, aber als wir über die Felsen geschaukelt sind....
Naja, da hat es schon ordentlich gerumpelt, zumal es teils echt steil bergauf ging, aber der Duc hat alles brav mitgemacht.

Neulich haben wir ein ganz nettes Schweizer Paar kennenlernen dürfen, die mit einem umgebauten Sprinter unterwegs sind und innerhalb von wenigen Monaten drei (!) Federbrüche hatten.
Eine andere Schweizer Familie hat zum wiederholten Mal das Getriebe zerlegen müssen, wenn uns das passieren würde....
Ohje, .....
Wir haben also wirklich allen Grund, dankbar zu sein.

Das war es auch schon wieder, es passiert einfach zur Zeit nicht viel bei uns, wir sind immer noch in einer echten Relax-Phase, wobei ich so langsam schon wieder Lust auf das Leben "on the road" bekomme, von daher passt es gut, dass es nächste Woche in den Masai Mara geht und dann unser Kenia-Visum ausläuft.
In Tansania sollen die Reifen günstig sein, dort wird es also einen neuen Satz davon geben, ausserdem wollen wir mal schauen, ob wir nicht eine Werkstatt finden, die uns ein paar Zentimeter mehr Bodenfreiheit verschaffen kann.
Liebe Grüsse vom Diani Beach (laut Tripadvisor und mir :lach: einer schönsten Strände der Welt!)
Kerstin

TiborF am 10 Sep 2018 11:29:44

Ich weiß, dass ich mich wiederhole Kerstin, aber ich beneide euch ------ 14 Monate Afrika - wer kann das schon und wie mutig ihr seid. Freue mich immer, wenn Du von dir hören lässt.

Wünsche euch weiterhin eine wunderschöne Zeit dort.

Keddi am 20 Sep 2018 15:39:09

Jambo zusammen, wir sind wieder da mit neuen Erlebnissen aus der Masai Mara.
Zwei Nächte/drei Tage waren natürlich viel zu wenig, aber konnten uns immerhin einen kleinen Eindruck vermitteln.
Am Airstrip von Ukunda ging es los, ...



... 12 Passagiere passen hier rein, der Flieger war ausgebucht und teils hat es ganz schön gerumpelt.



Mit der Kilimanjaro-Gipfel auf Augenhöhe....
Das war schon echt cool!
und dann sind wir gelandet, am auf dem Olkiombo-Airstrip am Rande der Masai Mara...



und kaum sind wir vom Airstrip losgefahren, lag er da, unser "Begrüßungskomitee"...



Gewohnt habe wir im Fig Tree Camp am Talek-River in einem Safari-Tent...



und wer glaubt, zelten sei was für Arme, der hat sich hier aber getäuscht



Camps in den NPs sind sündhaft teuer, das günstigste Zelt im Fig Tree Camp, das noch nicht einmal innerhalb des Parks liegt, sondern auf der anderen Seite des Talek-Rivers (der markiert die Grenze), kostet schlappe 580 USD pro Nacht/VP.
Menschen, die die Camps innerhalb des Parks bezahlen können, kenne ich nicht.
Aber so begründen sich diese exorbitanten Preise für die Safaris eben auch.



Dieser Massai hatte die Aufgabe, die Affen von den Zelten fernzuhalten, trotzdem hat es einer zu uns rein geschafft und alle Taschen durchwühlt.
Essbares hatten wir nix drin und an Klamotten und Ladekabeln war er Gott sei Dank nicht interessiert.



Das ist der Blick von der Zeltterrasse aus, der Talek-River, die Grenze zum Masai Mara NP.

Er hier lag auf der anderen Uferseite und da ist er - Gott sei Dank - auch geblieben!



Hippos waren auch da, aber die kamen immer erst im Dunkeln raus.#
Aber gehört hat man sie dann die ganze Nacht!

Aber dann hieß es, auf zum Early-Morning-Drive und Guten Morgen, Masai Mara!!



Wer es sich leisten kann, macht das, eine Ballonfahrt über die Masai Mara...



eine Stunde 450 USD pro Person, in den Korb passen 16 Personen.
Aber toll ist es ganz sicher.

Morgens war es noch ziemlich frisch, aber unser Guide hatte Decken dabei, das war gut.



Apropos Guide...
Wir haben unseren Eric vermisst, der alles gesehen und alles möglich gemacht hat.
Aber es gibt eben auch Guides, die nicht so toll sind und so einen hatten wir in der Masai Mara erwischt.
Mit ein bisschen Blindheit geschlagen und Erklärungen kamen nur auf explizite Nachfrage.
Sowas gibt es eben auch.
Für uns halt ein Grund mehr, Augen und Ohren offen zu halten und das klappt inzwischen auch schon ganz gut.

Ok, für solche Herden braucht man jetzt keine besonders guten Augen....



Unser Guide hat sie "Toppies" genannt, keine Ahnung, wie sie auf deutsch heissen.

Keine Ahnung, wer hier wen anglotzt.... :freak:



Um die beiden zu entdecken, musste man schon etwas genauer hinschauen...



Gott sei Dank haben die meisten Tiere es uns leichter gemacht, diese Löwin hat sich uns mit ihren beiden Teenies sehr schön präsentiert



Genau wie er hier, zum anfassen nahe und niemand ausser uns war da.
Toll!






Beim Versteckenspielen hätten die beiden ja wohl gar keine Chance....



Ein besonders schön gezeichneter Giraffenbulle...



und natürlich meine absoluten Favoriten:







und wer sie mal in Freiheit gesehen hat, will nie mehr in den Zoo gehen.

von denen krieg ich einfach nie genug!



Okay, das geht mit dem Avanti natürlich nicht, aber mit dem Safari-Jeep da durch....
Das macht richtig Spass!



Lunch gab es hier..



Wir hätten natürlich auch im Camp am reich gedeckten Büffet essen können, aber die dieses Picknick mit Zebrakulisse hätte ich gegen nichts eintauschen wollen!

Er war in der Abenddämmerung auf dem Heimweg.... Wir auch!



Unser Ziel in der Masai Mara war ja eigentlich die Big Migration, die um diese Zeit über den Mara River in Richtung Serengeti zieht.
Aber was soll ich euch sagen....
Nachdem wir sie im Februar schon in der Serengeti verpasst hatten, kamen wir auch hier zu spät.
Hier einer der Crossing Points über den Mara River, leider ohne crossing Games.



Am Ufer stand zwar eine Riesenherde Zebras und von allen Seiten kamen immer mehr, aber während unserer Anwesenheit konnten sie sich leider nicht zu einer Überquerung entschließen, unser Guide meinte, die Gnus würden fehlen.
Zebras sind sehr ängstlich und trauen sich alleine nicht so richtig, Gnus sind etwas unbedarfter und marschieren einfach los.
Wenn dann mal der Anfang gemacht ist, laufen die Zebras halt hinterher.



Aber alle guten Dinge sind angeblich ja drei, ich hoffe, ich kann meinen Mann nächstes Jahr nochmal überreden soviel Kohle locker zu machen ..... :ja:

Die Masai Mara ist ein toller Park, der Serengeti sehr ähnlich (logisch, ist ja eigentlich ein Park), hat sich uns aber leider nicht sehr spektakulär präsentiert, was aber teils sicher auch an unserem verschlafendem Guide lag.

So, dass war's für heute mal wieder, das Bilderhochladen ist wirklich sehr mühsam, aber heute ist das Wetter hier eher durchwachsen, da kann man auch mal einen "Office-Tag" einlegen

Und Tschüß



Liebe Grüsse (noch) aus Kenia,
Kerstin

ruedigerkarl am 20 Sep 2018 22:05:05

Guten Abend,
schöner Reisebericht, der viel Lust auf Afrika macht.
Ja, man müßte einfach anfangen und machen.
Gruß Rüdiger

Beduin am 21 Sep 2018 07:11:49

Klasse!
Und vielen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast

steuertantegabi am 21 Sep 2018 09:13:33

Oh, da werden Erinnerungen wach.
Ich war vor fast 30 Jahren in der Massai Mara. Damals gab es noch den "African Safari Club", ein Reiseunternehmen, dass sich auf Kenia Reisen spezialisiert hatte.

Ein anderes Jahr hatten wir eine Safari auf eigene Faust gebucht, mit dem Zug nachts von Mombasa nach Nairobi und dann mit Bussen in die Nationalparks.
Wir sind natürlich von geländegängigen Fahrzeugen ausgegangen. Pustekuchen, die hatten noch nicht mal einen Spaten an Bord und es war Regenzeit.
Irgendwo gibt es noch ein Foto von mir,wie ich mich notdürftig mit der Wasserflasche sauber machen will, nachdem wir das Auto aus dem Dreck schieben mussten.

Einmal sind wir ca. 200 Meter von einem Löwenrudel stecken geblieben. Unser Fahrer stand mit Gewehr auf dem Dach des Buses und wir haben geschoben - im hohen Savannengras.

Das sind Erinnerungen, die man noch seinen Enkeln erzählt.

Es war einfach nur genial. Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Zeit und trinkt einen Papayawein für mich :)

Ich bin soooooo neidisch. :lol:

Gabi

TiborF am 21 Sep 2018 10:56:24

Boah Kerstin - ich gönne es euch von Herzen, dass ihr so eine schöne Zeit habt dort in Kenia.

Danke Danke Danke für die neuen Bilder und den super schönen Bericht. Ich bin sprachlos.

Hueni am 21 Sep 2018 18:21:06

Hallo,

ich bin jetzt auch schon ein paar Tage hier angemeldet und lese relativ viel.

Durch die Überschrift des Beitrages habe ich diesen hier gar nicht richtig beachtet.

Aus Langeweile habe ich dann hier die erste Seite geöffnet und schlagartig war es mit der Langeweile vorbei :)

Ein wunderschöner Reisebericht mit ganz tollen Fotos, die man vermutlich auch mit Hightech-Equipment nicht stimmungsvoller hätte machen können.

Wäre ich nicht so ein Schissbüx würde ich sofort auf die Idee kommen, so eine Reise auch mal starten zu wollen.

So sage ich danke für den Bericht, freue mich auf eine Fortsetzung und wünsche weiterhin eine gute Reise und auch alles Gute für die Tochter daheim

Keddi am 19 Okt 2018 17:42:02

Jambo zusammen!
Kaum zu glauben, aber uns gibt es tatsächlich immer noch!
Wir haben unseren Strandurlaub beendet und sind auf der Küstenstrasse wieder nach Tansania gefahren und nachdem wir uns ein paar Kilometer vor der Grenze an einem elend bescheuertem Speedhump zum zweiten Mal die Trittstufe abgerissen haben (das erste Mal ist es in Malawi passiert, vielleicht erinnert Ihr Euch noch...) führte uns unser erster Weg zu Manfred Lieke, der in Arusha eine Werkstatt betreibt.
Sehr nett und sehr zu empfehlen!
Jetzt ist unser Avanti drei Zentimeter höher, klingt wenig, macht aber viel aus.
Ausserdem gab es einen Satz neue Reifen mit richtig fettem Profil, die haben dann nochmal einen Zentimeter gebracht.
Diese zusätzlichen Zentimeter Bodenfreiheit haben wir dann auch gleich gebraucht, denn dann ging es in den Arusha NP.
Der Ranger am Gate meinte zwar die Strassen seien "very good", aber das ist sehr relativ zu sehen, wie sich herausgestellt hat.



Der Arusha NP ist kein spektakulärer Park, es gibt keine Raubtiere (nur ein paar sehr schüchterne Leos und Hyänen, die man aber nie sieht), aber dafür kann man einen Game Walk machen und das ist echt wahnsinnig schön.
Auch wenn man es nicht glaubt, es ist ein gigantischer Unterschied, ob man wilde Tiere von Auto aus beobachtet oder zu Fuss.
Das haben wir im Rhino Sanctuary in Uganda erlebt und jetzt wieder im Arusha NP.



Giraffen sind nämlich viel grösser, wenn man ihren so direkt gegenüber steht!



Sogar, wenn sie liegen!



Unser Ranger hat wirklich alles gegeben, nachdem er mich trocken rübergebracht hat, hat es für meinen Mann leider nicht mehr gereicht, zwei Schritte nach diesem Bild sind die beiden im Wasser gelandet, that's nature!!



Unser nächster Weg führte uns zu Maji Moto, zu deutsch "Warmes Wasser".... ein Traum!
Eine warme Quelle, die einen Pool bildet, wunderschön gelegen zwischen uralten Bäumen mit Lianen.



Allerdings seeehr abgelegen, aber für unseren Avanti gibt es ja nun überhaupt keine Gnade mehr, die Kosten für das Lifting müssen sich ja schließlich bezahlt machen! :lol:



Wer es sportlich mag, nimmt das Schwungseil....



Ich bin da eher der Wellness-Freak und habe mir eine natürliche Pediküre mit den Knabberfischen gegönnt.



Herrlich entspannend und auf meine Füße wäret Ihr neidisch :lol: !
Die Bäume auf dem Bild sind Spiegelbilder, der Pool hat wirklich superklares Wasser und mit Maske und Schnorchel hat man das Gefühl, in einem riesigen Grossraumaquarium zu sein.
Überall versunkene Bäume, Äste und Palmwedel unter denen sich allerlei Getier versteckt.
Wir haben sogar eine Schildkröte entdeckt!
Wirklich superschön.
Auf dem Gelände kann man parken (mit Security), es gibt ein kleines local Restaurant und einen Obststand.
Braucht man mehr?
Von Maji Moto ging es dann in die Usambara-Mountains zur Irente Farm Lodge, die Zufahrt .....



kein Problem!
Irente Farm gehört der Kirche, die hier einige soziale Projekte leitet (Behindertenschule, Blindenschule, Öko-Farm,...), hier haben wir auf einem wunderschönen Platz gestanden und nach vielen, vielen Monaten endlich mal wieder richtig tolles Brot gegessen, das afrikanische Pappbrot kommt einem irgendwann einfach zu den Ohren raus.
ausserdem gab es dort eine eigenen Käserei mit der Milch von eigenen Kühen ....



Mmmmhhhh....

In den Usambara-Mountains kann tolle Wanderungen in den Regenwald machen .....



Das ist übrigens ein Chamäleon!



Grad neben dem Camp ist ein Sunset-Viewpoint, da geht es 600 Meter kerzengerade runter!
Aber der Blick ist umwerfend!



Inzwischen sind wir wieder an der Küste im Peponi Camp, hier haben wir ja schon im letzten Winter einige Wochen verbracht.
Von hieraus geht es weiter nach Dar es Salaam, Anfang Dezember beginnt ja unser dekadenter All-In-Tauchurlaub in Ägypten, Ihr werdet also erst im Februar wieder von uns hören/lesen.

Vielleicht noch ein paar Worte zum eigentlichen Thema :
Der Avanti schlägt sich weiterhin richtig gut, der Ducatomotor ist sicher einer der besten, nicht ohne Grund wird er in so viele Wohnmobile verbaut.
Dank Harriet und Olly von TomTur.de haben wir inzwischen auch eine Möglichkeit gefunden, unseren High-Tech-euro5-Motor high-sulphur-Diesel-tauglich zu machen - nochmals ♥lichen Dank, Ihr Zwei! - jetzt suchen wir nur noch nach einer Möglichkeit, unser Auto möglichst sicher in den Iran zu bringen.
Wir bleiben dran!

Wir haben inzwischen einige overlander getroffen, die wenigsten waren so lange am Stück unterwegs wie wir, aber so ziemlich alle hatten schon diverse Pannen zu verzeichnen.
Wir sind mit Continental ContiVan Contact 100 (mit verstärkter Carcasse) losgefahren und haben uns jetzt hier einen Satz GoodYear Wrangler All Terrain gekauft.
Und jetzt mit unseren wirklich günstig gekauften zusätzlichen Zentimetern Bodenfreiheit (nochmals großes Dankeschön an Manfred Lieke!) gibt es praktisch keine Grenzen mehr
Nee, ganz im Ernst, uns hatten immer nur ein paar Zentimeter gefehlt, jetzt haben wir vier mehr, mehr braucht es nicht, wenn man nicht gerade extrem Off-road fahren will.
In den NPs nehmen wir ohnehin meist einen guide, das ist viel entspannter und nur unwesentlich teurer, wenn man die abartigen Preise für ausländische Fahrzeuge, gerade hier in Ostafrika - bedenkt.
Allrad haben wir noch immer nicht wirklich vermisst, auf das eine oder andere Camp direkt am Strand mit Tiefsandzufahrt mussten wir vielleicht verzichten, aber es gibt immer Alternativen, die nicht zwangsläufig schlechter sein müssen.
Und die Regenzeit ist sowieso nicht unser Ding, der würden wir auch mit Allrad aus dem Weg gehen.
Sicher wäre vermutlich manches einfacher und bei der Streckenplanung bräuchte man sich weniger Gedanken zu machen, aber... Hakuna matata!
Unsere zusätzlichen Investitionen (160 Ah Li-Ionen-batterie, Solar, Diesel Heizung, Kompressor-Kühli) haben sich absolut bewährt und würde ich jedem empfehlen.
Allerdings - und das muß man einfach wissen - ist der Avanti nicht für den Dauereinsatz in Afrika gebaut.
- Die Matratzen (beste Kaltschaummatratzen auf Froli-System) sind relativ durchgelegen und wir müssen sie alle paar Wochen mal umdrehen.
- Die Rollos rollen sich ohne manuelle Nachhilfe nicht mehr richtig rauf und runter, ich vermute, es liegt am Staub.
- Der Verriegelungsknopf der einen Schublade springt bei schlechter Piste, wenn es richtig rumpelt, gerne auf.
- die Teppiche sehen aus wie Sau
Und vor der irgendwann fälligen endreinigung graut es mir, der afrikanische Staub kriecht wirklich in alle Ritzen.
Das sind alles Kleinigkeiten, die unser Leben nicht wirklich beeinträchtigen, aber man muss wissen, dass das Auto in Afrika leidet.
Bei einem Ausbau von Woelcke, Explorys,.... ist das sicher anders.
Für das geringe Gewicht war ich schon oft dankbar (wenn ihr wollt, blättert mal ein paar Seiten zurück, zu den Brücken in Malawi!) und auch die relativ kurzen Abmessungen sind häufig von Vorteil.
Es ist immer ein Kompromiss zwischen so viel Luxus wie möglich und so praktisch wie nötig.
Ein echter Nachteil ist die Höhe (jetzt 295 cm), wir passen in keinen Container, müssen immer RoRo verschiffen.
Und da der Innenraum vollkommen offen ist, ist das nicht ungefährlich (siehe Seite 1 dieses Reiseberichts), weswegen wir jetzt auch so Probleme haben, das Auto sicher in den Iran, bzw in die VAE zu bringen.
Unser Ducato hat jetzt 43.000 km runter und ist 4 Jahre alt, aber das sagt sicher nichts aus über den Wert, den er tatsächlich noch hat, wie gesagt, das Auto leidet ein bisschen.
Alles in allem ist unsere Bilanz aber absolut positiv und wir freuen uns auf noch viele spannende Momente in Afrika und der Welt!
Allerbeste Grüße aus Tansania, Kerstin

Beduin am 19 Okt 2018 19:07:37

Hach jaaaaaaaaaaaaaaa
Schön mal wieder von dir zu lesen.
Das warme Wasser kennt sogar google maps. Sind von mir auch nur schlappe 10.000 Km
Geht doch :)

Keddi am 21 Okt 2018 08:42:29

Hier Beduin, du bist ja toll, folgst uns sogar auf Google Maps!
Ich vermute, du bist- wie wir auch ziemlich fernwehkrank, oder?
In Tansania gibt es mehrere Maji Moto, unseres liegt zwischen Arusha und Moshi, Abfahrt Boma Ngombe und dann 16 km mehr oder weniger off-road.
Und 10.000 km sind doch ein Klacks!
Meld dich, wenn du da bist, ich würd mich freuen!
Beste Grüße, Kerstin

Beduin am 21 Okt 2018 08:59:21

Oh jaaaaaaaaaaaaa, Fernwehkrank. Passt gut, habe ich und wenn es nur nach mir ginge würde ich durch fahren.
Sind über Silvester in Marokko
Das muss aber erst mal reichen, wenn es sicherer wäre................. ich kenne nicht viel Angst, habe auch schon gemacht und erlebt, aber das............

Keddi am 21 Okt 2018 09:09:37

Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....
Und vor (dem Südlichen) Afrika braucht niemand Angst zu haben, wirklich nicht.
Es wäre schön, wenn wenn es mir mit diesem Reisebericht gelänge, ein paar Leuten den Einstieg in das "Abenteuer Afrika" zu erleichtern.
Glaub mir, Afrika ist noch viel schöner und bietet so viel mehr, als ich es zu beschreiben vermag!

Beduin am 21 Okt 2018 09:13:06

Ja, das liest man oft, das der Süden sicherer ist, aber bis dahin soll es spannend sein und klar macht euer Bericht Lust auf das Abenteuer. Für mich käme ja nur "selber" fahren in Frage und nicht verschiffen oder so

TiborF am 22 Okt 2018 07:35:36

Kerstin - mit Dir und deinem Mann würde ich reisen, da hätte ich dann wohl weniger Angst .......... du strahlst in deinen Berichten und Fotos so eine Selbstsicherheit aus... als würdet Ihr keine Angst kennen. Und ich bin immer sehr froh, von Euch zu lesen und dann soviel Gutes.
Es würde mich mal interessieren, wie teuer das Leben für euch so ist ........ was gebt ihr in der Woche bzw. im Monat an Geld aus für das Leben in Afrika (Diesel, Nahrung etc.) ???

Und wie lange bleibt ihr insgesamt noch ? Wann kommt ihr nach Deutschland zurück ? Oder gar nicht mehr ;D würde mich nicht wundern.

Keddi am 24 Okt 2018 09:25:49

Hallo Tibor, du brauchst hier weder mit noch ohne uns Angst zu haben!
Es ist wie überall, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.
Die Menschen sind zwar ungeniert neugierig, aber freundlich und wenn du sie mit einem freundlichen "Jambo" bzw ein paar Worten in ihrer Landessprache begrüßt, strahlen sie über alle Backen.
Zu den Kosten ein Beispiel.
Als mein Mann im Sommer hier alleine war, hat - tutti completti - 360 Euro im Monat ausgegeben.
So billig kommt er natürlich nicht weg, wenn ich da bin :D
Aber das Leben an sich kostet wirklich nicht viel.
Essen in einem local Restaurant kostet selten mehr als 1,- pro Portion (Reis, Tomatengemüsesoße, Krautsalat, evtl noch Spinat), eine Flasche softdrink (500ml Cola, fanta,..) um die 50 Cent.
Bei Gelegenheit lad ich mal ein paar Bilder hoch, dann bekommst du einen besseren Eindruck.
Wie gesagt, in local restaurants.
In tourikneioen sieht das anders aus.
Du kannst auch mal auf der Homepage vom peponi - resort schauen, die haben ihre Speisekarte mit Preisen online.
Diesel kostet so um die 80 Cent.
Camps sind sehr unterschiedlich, das teuerste bisher war 17,- Euro (z. B. in Dar es Salaam) das billigste , das billigste 7,- Euro (z. B. Twiga - camp in Kenia), immer 2 Personen ein Auto.
Teuer sind die Events, also Nationalparks, besonders hier in Ostafrika.
In Südafrika dagegen sind sie wirklich geschenkt billig (Wildcard!).
Aber man muss nicht in jeden Park.
Wir waren im Februar in der Serengeti /ngorogoro und jetzt im September in der Masai Mara, jeweils mehrtägig.
Das ist wesentlich effektiver als in jeden Popelpark für einen Tag.
Ohne events steht unsere Monatsbilanz bei ca 900 - 1300 Euro.
Und wir lassen es uns gut gehen!
Nach Deutschland zieht es uns gar nicht mehr.
Als ich jetzt im Sommer wegen meiner Tochter dort war, wollte ich eigentlich einfach nur wieder weg.
Ich hatte es fast nicht ausgehalten, die Hektik, das Überangebot an allem, die Enge,...
Nein, es ist einfach nicht mehr mein Zuhause.
Wir fahren solange es geht und dann mal schauen.
Ich liebe Afrika und diese Freiheit!
Vielleicht noch ein kleines Beispiel dafür, was ich - unter anderem - mit "Freiheit" meine:
Eigentlich wollten wir jetzt noch für ein paar Tage nach Sansibar, auf dem Weg zur Fähre fahren wir an einem Plakat vorbei "Musikfestival in Bagamoyo".
Wir lieben African music, also umgedreht, 30 km nach bagamoyo gefahren und nun sind wir hier.
Hatten gestern einen super Abend (Eintritt 80 Cent) mit vielen afrikanischen Musikern und freuen uns auf heute Abend.
Wir buchen nichts mehr vor (das hotel in Sansibar hatte ich zwar schon auf booking.com ausgesucht, fest gebucht hätte ich es aber erst im Hafen) und sind jederzeit bereit, Pläne zu ändern.
Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich genieße es jeden Tag!
Beste Grüße, Kerstin

Beduin am 24 Okt 2018 09:30:16

Keddi hat geschrieben:Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich genieße es jeden Tag!
Beste Grüße, Kerstin


So geht das, so muss das, auch bei mir :)

TiborF am 24 Okt 2018 12:25:43

Keddi hat geschrieben:
Nach Deutschland zieht es uns gar nicht mehr.
.............
Wir fahren solange es geht und dann mal schauen.
Ich liebe Afrika und diese Freiheit!
Beste Grüße, Kerstin


Liebe Kerstin, eure Einstellung ist einfach Klasse und nachvollziehbar. Die wohlverdienten Jahre mit Rente so genießen zu dürfen, ist einfach toll. Ich hätte da auch große Lust dazu - in 3 Jahren hört auch meine Frau mit der Arbeit auf, dann horchen wir nochmal in uns rein, wie die Sachlage so ist.
Vielen Dank dass Du so ausführlich darüber schreibst, es interessiert mich einfach sehr, denn Afrika gehört auch zu meinen Träumen.

ebi1 am 06 Nov 2018 11:54:16

Beduin hat geschrieben:Ja, das liest man oft, das der Süden sicherer ist, aber bis dahin soll es spannend sein und klar macht euer Bericht Lust auf das Abenteuer. Für mich käme ja nur "selber" fahren in Frage und nicht verschiffen oder so


Komme gerade aus Südamerika zurück und hab mal wieder hier rein geklickt. Da ist mir der Beitrag aufgefallen...

Sicherer als was? Generell ist es so, dass in den Ländern Afrikas Touristen eventuell mal durch Kleinkriminalität zu Schaden kommen. Etwas aufpassen muss man, das muss man aber überall. Was den "sicheren" Süden so angeht, muss ich etwas Illusionen zerstören. Wir haben diverse Bekannte in Südafrika / Namibia, sie alle sehen Südafrika als unsicherstes Land an. Das kommt vielleicht von der schweren Kriminalität her, und vielleicht auch davon, dass es anders ist, wenn man dort lebt, und womöglich auch noch Farmer ist, dessen Land gerne andere Leute hätten.

Ohne die Lust auf Afrika verderben zu wollen, wir fahren 2019 auch wieder 3x hin, das da könnte für Überraschung sorgen:

--> Link

Die Statistik zeigt, dass die Länder, in den Kerstin & Mann seit einiger Zeit sind, sicherer sind, als es der Landesname vermuten lässt. Südafrika kommt da nicht so gut weg, keine Frage. Viele unschöne Dinge geschehen in den Townships und werden auch recht selten aufgeklärt. Das verschlechtert die Statistik, damit kommt man als Reisender aber eher nicht in Kontakt.

Dennoch sehe ich Südafrika für Touristen als sicheres Reiseland an, hab schon lange nichts mehr von schweren Delikten gegen Touristen mitbekommen. Und Taschendiebstahl gibt es in DE auch, erst gestern kam dazu ne Sendung im TV.

Es gibt ein paar Regeln, die in jedem Reiseführer stehen. Hält man sich daran, wird die Traumreise ungetrübt verlaufen. Also: traut euch! Wer richtig campen will, muss von DE aus auch 2.000 km gen Norden oder Süden fahren, um mal etwas Platz und Ruhe zu bekommen. Dann kann man auch mal nen Nachtflug machen, passende Reisekasse mal vorausgesetzt. Und schon kann man so campen, wie es die bescheuerte Caravaning - Werbung hier vorgaukelt. An schönen Plätzen, mit Ruhe und Lagerfeuer.

Grüße
Ebi

ebi1 am 06 Nov 2018 12:12:22

Nachtrag zum Thema Lagerfeuer...

Sieht so aus wie in der Werbung, ist aber echt, ohne dass man ein Seeufer großräumig räumen musste.


Keddi am 06 Nov 2018 13:02:14

Also, um das mal mit Churchills Worten zu sagen: ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe!
Ein großer Teil aller Tötungsdelikte sind in der Regel Beziehungstaten, man sollte es also tunlichst vermeiden, den persönlichen Hass eines Einheimischen auf sich zu ziehen.
Sichere Stellplätze bei Nacht und keine einsamen Spaziergängen bei Dunkelheit und dann sollte man auf der sicheren Seite sein.
Auf jeden Fall würde ich mich als Schwarze in Hoyerswerda unsicherer fühlen als als Weisse im südlichen Afrika.
In der Statistik kommt Südafrika ganz schlecht weg, ein bisschen zu Unrecht, wie ich finde.
Kriminell sind die townships, aber welcher Weisse bei Verstand geht alleine bei Dunkelheit durch ein township?
Wenn man da rein will, macht man das bei Tag mit einer Begleitung, am besten mit jemandem, der dort wohnt.
Wir haben das in Kapstadt gemacht und würden es jedem empfehlen.
Wir haben schon von einigen Touristen gehört, die überfallen worden sind, aber bei genauerem nachfragen stellte sich dann immer heraus, dass die Opfer die einfachsten Regeln (siehe oben) nicht beachtet haben.
Gelegenheit macht Diebe, das gilt hier wahrscheinlich mehr als woanders.
Uns ist noch nichts passiert, wir suchen den Kontakt zu Einheimischen und haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Gerade und vor allem in Südafrika, wo wir nach Übernahme unseres ausgeräumten Autos unglaublich viel Hilfe und Unterstützung erfahren haben.
Und nirgendwo waren die Schwarzen so aufgeschlossen und freundlich wie in Ländern wie Botswana, Sambia und Uganda, wo sie noch relativ unverdorben vom Tourismus sind
Wir benutzen ständig öffentliche Verkehrsmittel (Minibusse, tuk Tuk, moped-taxi) wovon das Auswärtige Amt dringend abrät, und können nichts negatives sagen.
Ausser dass die Jungs gerne mal versuchen, einen mit "Mzungu-Preisen" abzuziehen.
Aber da lacht man drüber, macht ein paar flapsige Bemerkungen und zahlt das, was alle zahlen.
Fertig.
Afrika ist auch jetzt noch nach über 16 Monaten, jeden Tag die absolute Erfüllung meiner Träume!

Keddi am 06 Nov 2018 14:06:23

... und wen es nach Afrika zieht, ist normalerweise auch nicht unbedingt der klassische Mallorca- Pauschalurlauber sondernschon eher auf Abenteuer gepolt.
Was aber auf keinen Fall heißen soll, dass es hier gefährlich ist.
Unter Abenteuer fallen bei mir so Sachen wie Ebis Lagerfeuer am Ufer oder tolle Erlebnisse mit Tieren (z.B. Ebis Löwenevent in Sambia) oder wenn man von wildfremden, rappelschwarzen Menschen nach einem Gespräch zum barbecue ins abgelegene village eingeladen wird (okay, die Zutaten Rechnung ging natürlich auf uns), usw usf.
Und solche Abenteuer sind eine absolute Bereicherung!

TiborF am 09 Nov 2018 11:00:11

Keddi hat geschrieben:... und wen es nach Afrika zieht, ist normalerweise auch nicht unbedingt der klassische Mallorca- Pauschalurlauber sondernschon eher auf Abenteuer gepolt.
Was aber auf keinen Fall heißen soll, dass es hier gefährlich ist.
............
Und solche Abenteuer sind eine absolute Bereicherung!


Ich fange an, Dir zu glauben Kerstin -------- nach so vielen Monaten solltest Du das schon objektiv einschätzen können, denke ich mal.

Wo werdet ihr zu Weihnachten sein ? Wißt ihr das schon ?

ebi1 am 17 Jan 2019 09:10:09

Hi Kerstin,

inzwischen solltet ihr genug von der Unterwasserwelt Ägyptens gesehen haben, der Urlaub vom Urlaub ist vorbei.

Mach mal wieder nen kleinen Lagebericht. Wo seid ihr denn gerade?

Grüße
Ebi

RichyG am 17 Jan 2019 09:38:10

Da schließe ich mich Ebi neugieriger Weise mal an ihr beiden. Wo seid Ihr, wie geht's Euch? Wie geht's dem Duc?
Toll wäre ein kleines Resümee der supertollen Reise.

Keddi am 17 Jan 2019 12:25:45

Servus zusammen und herzlichen Dank für euer Interesse!
Wir sind tatsächlich noch immer in Ägypten, haben hier inzwischen jeder 28 Tauchgänge gemacht und am 29.01. geht der Flieger zurück nach Dar es Salaam, wir haben also noch gut eine Woche zum Tauchen.
Ja, und dann geht es auch gleich so richtig afrikanisch weiter.
Mein Bruder kommt uns besuchen und wir fahren zusammen in die Serengeti und in den Krater, so gegen Ende Februar gibt es also wieder ein paar Bilder, wenn Ihr wollt.
Es ist schon fantastisch, mein Bruder lebt ganz im deutschen Norden und wir haben uns wirklich selten gesehen (wir hatten im südlichsten Zipfel Deutschlands gewohnt), aber jetzt, wo wir wirklich weit weg sind, da klappt das mit dem Besuchen.
Die Welt ist so klein und ein Flughafen ist immer in der Nähe.
Das nur mal für all die, die Angst davor haben, ihre sozialen Kontakte zu verlieren.
Wir werden hier immer gerne besucht.
Unser Avanti steht beim Eckhard Brand in Dar es Salaam, der auch eine Werkstatt hat, er ist also in den besten Händen.
Insgesamt haben wir festgestellt, dass wir das Abenteuer lieben, aber wir auch die Auszeiten sehr genießen.
Damit meine ich noch nicht mal so einen hotelurlaub wie jetzt hier in Ägypten, sondern einfach so ein bisschen "dolce vita" in einem tollen Camp wie twiga oder diani Beach oder....
Immer mit der Option, jederzeit wieder losfahren zu können.,die wir auch immer gerne wahrnehmen.
Wenn in Tansania die Regenzeit losgeht (Anfang März), fahren wir nach Mosambik, weiter durch Malawi nach Sambia und Simbabwe und irgendwo unterwegs trinken wir hoffentlich das eine oder andere Glas mit Ebi. (at Ebi, hey, das war doch jetzt 'ne klare Ansage, oder ?).
Ja, und dann ist es auch schon bald wieder Herbst...
Allerbeste Grüße aus Hurghada, Kerstin

Keddi am 17 Jan 2019 12:32:20


Hier mal ein Bild von der Unterwassertierwelt des roten Meeres!
Nächstes Mal kommen dann wieder Löwen und Elefanten!
Liebe Grüße, Kerstin

Solofahrer am 17 Jan 2019 13:15:46

Oups ....
.... so einer Muräne möchte ich aber nicht zu nahe kommen! :eek:

Canadier am 17 Jan 2019 13:20:59

Hallo Kerstin,
auch ich folge euch weiterhin mit großer Begeisterung.
Auch wenn ich mich wiederhole, eure Tiersichtungen sind einfach grandios.

ebi1 am 17 Jan 2019 14:18:06

Wegen der Größe der Muräne kannst du dich bei mir bedanken. Wir haben die Tierlein mit gekochten Eiern gefüttert. Macht man das noch? Früher haben die Hotels zu dem Zweck körbeweise Eier abgekocht, die wir nach dem Frühstück mitnehmen durften.

Weiterhin viel Freude am Leben!

Grüße
Ebi

TiborF am 18 Jan 2019 09:41:07

Liebe Kerstin, bin froh dass Du Dich gemeldet hast - war schon in Sorge um Euch.

Und natürlich freuen wir uns dann im Februar auf neue Bilder aus Afrika.
Wie schön, dass Dein Bruder Euch besuchen kommt. Freue mich sehr für Euch.
Wünsche euch eine schöne Zeit weiterhin.

knallowamso am 18 Jan 2019 14:04:34

Moin,
kann Frau auch Brüder adoptieren? Würde mich als Bruder Nummer 2 melden.
Aber Vorsicht, lt. meiner Bewertungen bin ich "nur ein Krawallbruder"... :)

LG Ronald

Keddi am 28 Jan 2019 14:44:48

At Ronald: :lol: :lol:

Keddi am 20 Feb 2019 13:53:22

Jambo zusammen,
nachdem wir uns in Ägypten die Unterwasserwelt angeschaut haben, sind wir nun wieder im richtigen Afrika, in Tansania.
Mein Bruder ist gestern wieder heimgeflogen, nach zwei Wochen Strand und Safari.
Mit dem Flieger ging es nach Arusha, dort starten eigentlich alle Safaris, ob in den Tierparks oder auf die Berge (Kilimanjaro oder Mt. Meru)



Und am nächsten Morgen ging es dann los, sechs lange Stunden im Auto über Land, bis wir endlich in der Serengeti waren.
Aber er hat uns direkt nach dem Gate begrüßt und damit war die lange Fahrt sofort vergessen.



Er lag zunächst direkt an der Piste im hohen Gras und wir hätten ihn fast übersehen!

Ja, die Serengeti war noch genauso so, wie ich sie in Erinnerung hatte.....



Endlose Savanne mit grossen Herden, soooo schön!



Diese Elefantenkuh hatte - vermutlich als Baby - wohl eine Löwenattacke überlebt, solche Tiere nennt man hier "Surviver".
Inzwischen hat sie sich mit ihrem halben Rüssel ganz gut arrangiert, nur das Fressen vom Boden geht nicht.
Sie braucht immer Büsche oder niedrige Bäume.

Am nächsten Morgen hieß es dann "Guten Morgen, Serengeti!"


Wenn man dann im oben offenen Safariauto steht und das so sieht, ich kann es gar nicht beschreiben, es wird einem einfach total warm ums Herz.

Und wie wurden wir begrüßt!
Löwen in allen Lagen und Grössen!
Er hat mich irgendwie an die frühen Beatles erinnert.
keine Ahnung, warum...



Diese Mädels (und ein Halbstarker) lagen mitten auf der Strasse und haben sich bewundern lassen.
Haben wir natürlich gerne gemacht!



Bei ihr hatte ich kurzzeitig mal Bedenken, dass sie uns ins Auto springt.
Irgendwie sah sie aus, als würde sie Maß nehmen...



Natürlich müssen Pflanzenfresser als Nahrung für die Fleischfresser herhalten, aber wenn man das sieht....



Dieser Löwe hat zwei auf einen Streich erwischt.
Das braune Bündel am Kopf des toten Gnus ist ein unmittelbar vor der Geburt stehendes Gnubaby.



Aber das nennt man wohl Natur.....

Es waren sage und schreibe siebzehn Hyänen, die sich hier ums Wasserloch verteilt haben!



Die Hippos hab ich gar nicht erst versucht zu zählen.



Kaum zu glauben, aber sie sind wirklich nicht ganz ungefährlich...



Drei Tage Serengeti, komprimiert auf ein paar Bilder, wobei wir uns mit fotografieren sehr zurückhalten, unsere Festplatte platzt aus allen Nähten und wir haben wirklich jedes Tier mehrfach abgelichtet.

Nach drei Tagen hieß es "Auf Wiedersehen" und bei der Ausfahrt - wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben - lag er auf einmal da.....
Unser Leo!



Aber es wurde noch schöner:



Über Nacht hatte es ein bisschen geregnet und dieses Rudel hat's gefreut.
Nachdem der Durst gestillt war, ging es weiter Richtung endlose Savanne...



Aber das Highlight einer jeden Serengeti-Safari ist - ganz ohne Zweifel - er:



Der Ngorongoro-Crater!
auf einer fast kreisrunden Fläche von ca. 20 Km Durchmesser leben hier knapp 30.000 Tiere.
Wahnsinn!!



Nirgendwo kommt man den "wilden Tieren Afrikas" so nahe, nirgendwo hat man so ein Panorama!

Unverschämt teuer und trotzdem immer eine Reise wert!

Wir waren - wie schon letztes Jahr - zur "Babyzeit" da.



Was für die Mammi einfach nur ein Schritt ist, ist für das Gnubaby schon ein grosser Sprung!

Ach, es war so schön.....



Alle Gnubabies werden innerhalb von drei Wochen im Februar geboren, wir waren also umgeben von Gnukindern!



Und hier sind sie nun, meine absoluten Favoriten, von ihnen krieg ich einfach nie genug



Krater-Elefanten haben aufgrund des grossen Nährstoffangebots besonders grosse Stoßzähne und wir hatten hier vier echte Prachtbullen!

Etwas kleinere Stoßzähne, aber auch immer wieder nett...



Ja, das war's für heute, uns geht es gut, wir genießen heute hier den letzten Tag am Strand, morgen geht es wieder auf die Strasse Richtung Südafrika.
Unsere Markise hat nun endgültig ihr letztes bisschen Leben ausgehaucht und der nächste Dometic-Händler ist in Johannesburg.
Aber Zeit ist hier ja nun nicht unser Problem, also fahren wir halt hin (schlappe 4000 km), denn wie heisst es so schön und treffend:
Deutschland hat die Uhr, aber Afrika hat die Zeit!
und wenn wir nun schon mal dort sind, gehen wir natürlich ausgiebig in den Krüger NP.
Aber das ist dann ein neues Kapitel.

Ganz liebe Grüße aus Tansania, Kerstin

..... und tschüß!


clamat am 22 Feb 2019 23:35:01

Jambo Keddi,
Es ist so wunderschön wieder Bilder aus Afrika zu sehen. Ich bin auch mit dem Afrikavirus infiziert und würde am liebsten sofort wieder losfahren (fliegen)
Gleich von einer Cheeta begrüßt zu werden, fantastisch :love:
Der Beatleloewe sollte allerdings seinen Friseur verklagen :lol:
Letztes Jahr hatten wir im Januar im KTP auch unheimlich viele Jungtiere, einfach nur schön
Ich freue mich auf weitere Reiseberichte und ganz viele Bilder von euch und wünsche euch weiterhin eine schöne und vor allem pannenfreie Fahrt
LG
Claudia

TiborF am 23 Feb 2019 12:39:35

Hurra Kerstin, du hast dir soviel Zeit genommen, um uns hier wieder so schwer zu beeindrucken mit den Tieren aus Afrika - fantastisch - mega toll, so was live erleben zu dürfen.
Ich freue mich immer sehr von einem Lebenszeichen von euch - passt schön auf euch auf, dass euch bloß nichts Schlimmes geschieht.

Und vielen lieben Dank für die herrlichen Fotos.
Der Elefant mit dem kurzen Rüssel hat mich am allermeisten beeindruckt dieses Mal. Er kommt mit seiner Behinderung zurecht - bewundernswert.

VS1400 am 17 Apr 2019 14:14:49

Hallo Kerstin,

hier findet am WE das große Ostereiersuchen statt.
Was gibt es bei euch denn Neues? Ich hoffe ihr habt weiterhin eine tolle Zeit.

Viele Grüße
Volker

Keddi am 24 Apr 2019 14:41:14

Hallo zusammen,
heute melde ich mich aus Südafrika.
Nachdem unsere Markise in Tansania ihr letztes bisschen Leben ausgehaucht hat und der nächste Dometic-Händler in Johannesburg ist, sind wir halt auf kurzem Weg die knapp 4000 km hierher gerutscht.
Was tut man nicht alles für ein bisschen "Markisen-Luxus" ;-)
Unser Weg ging also quer durch Tansania von Dar es Salaam nach Sambia, wo uns schier der Schlag getroffen hat, die Strasse war einfach nur eine Katastrophe



Die ersten hundert Kilometer ging es nur durch Schlaglöcher und Matsch.
Der Hammer war aber das hier:



Der Regen hat eine Brücke weggespült!
Aber Afrikaner sind findig, innerhalb weniger Stunden (naja, es war schon zweistellig ;-)) hat man einen Bypass gebaut und es ging weiter.
Da ist man doch froh, mit einem Wohnmobil unterwegs zu sein!

In Sambia waren wir natürlich auch noch mal bei den Vic-Falls, das letzte Mal war wir zur absoluten Trockenzeit dort und sind an der Abbruchkante entlang gelaufen, das war jetzt natürlich nicht möglich.



Unglaublich, oder?
In der Trockenzeit sind wir tatsächlich dort oben, wo das Wasser runterstürzt, entlanggelaufen!

Aber nach ein paar Tagen waren wir durch Sambia durch und in Botswana, die Grenze ist der Sambesi, der auch einer Fähre überquert werden muss.



Im Vorzeigeland Afrikas, Botswana, war dann wieder alles anders.
Kein Chaos an der Grenze, Supermärkte mit Kühlregalen,...
Das alles waren wir gar nicht mehr gewohnt!
Aber auch Botswana haben wir zügig durchquert, natürlich nicht ohne ein paar Highlights mitzunehmen, wobei die einem in diesem wunderschönen Land wirklich jederzeit an der Strasse begegnen, denn hier sind die "Vorsicht, Elefanten kreuzen die Strasse"-Schilder wirklich ernstgemeint.

Dank des tollen Tipps von Ebi haben wir in der Elephant Sands Lodge Halt gemacht, wo die Elefanten den ganzen Tag über die Campwiese zum Wasserloch laufen, so nah kommt man diesen fantastischen Tieren wirklich selten, wenn man nicht grad im Auto sitzt.





Für mich als absoluter Elefanten-Fan....
Ein Paradies!

Weiter ging es - ebenfalls ein Tipp von Ebi, Dankeschön dafür, Ebi! - ins Khama Rhino Sanctuary.

Die Pisten dort haben uns erstmal schlucken lassen, aber ....



Was soll ich sagen, der Ducato hat einen tollen Job gemacht!
Hier leben ca. 45 White Rhinos (Breitmaulnashörner) und 6 Black Rhinos (Spitzmaulnashörner).
Wir haben einen Game Drive gemacht und so ziemlich alle vor die Linse bekommen, toll!



Nach dem geführten Game Drive sind wir auch noch mal alleine im Ducato auf Pirsch gegangen und haben nochmal etliche von diesen tollen, urzeitlichen Tieren getroffen.



Es war ja schon - nach Uganda - unser zweites Rhino-Sanctuary und ich kann nur immer wieder sagen, wie unglaublich traurig ich es finde, dass es solche Einrichtungen überhaupt geben muss.
Jedes Rhino und jedes Rhinohorn ist gechipt und wird via GPS permanent am Monitor überwacht.
Sobald es sich längere Zeit nicht bewegt, fährt sofort ein Ranger raus und überprüft.
Und sollte er zu spät kommen, kann auf jeden Fall das Horn weiterverfolgt werden.

Hier in Khama waren wir ja mit dem Auto unterwegs, während wir in Uganda zu Fuss mit dem Ranger gelaufen sind.
Das war fast noch schöner, trotzdem haben wir die Begegnungen im Khama absolut genossen.

Ja, und dann waren wir auch schon in Südafrika, der erste Weg führte uns zum Markisenhändler und .....



Taraaaa.... wir haben wieder eine Markise!!!

Und wenn wir nun schon mal hier sind, dann gehen wir natürlich auch in den Krüger NP, und zwar richtig!"
Es war auslaufende Regenzeit, das Gras stand hoch und es war nicht immer einfach, Tieren zu finden.
Dafür waren wir zeitweise wirklich ganz alleine unterwegs, ohne andere Autos zu sehen.
An den Wasserlöchern war - im Gegensatz zum August 2017 - absolut nichts los, es gab einfach überall genug Wasserstellen.
Das heisst, fahren, fahren, fahren.
Wir sind in den knapp 3 Wochen gut 2500 Kilometer gefahren.
Entspannter ist es auf jeden Fall in der Trockenzeit, aber da ist man halt nie allein.

Hier kommen nun - mehr oder weniger unkommentiert - ein paar Impressionen aus 20 Tagen Krüger NP:



Diesen Leo haben wir entdeckt (okay, er uns natürlich auch, vermutlich noch früher) und hatten dann tatsächlich eine ganze Stunde mit ihm alleine, bevor andere Autos kamen.
Das war schon seeehr cooool!
Erst lag er träge auf dem Baum, aber dann sprang er runter und setzte sich - sehr fotogen - auf einen Felsen.



Dieses Rudel African Wilddogs hat sich ein Impala zum Frühstück gerissen, die Gazelle war in gut einer Stunde vertilgt, es blieb absolut nichts übrig, sogar der Geier hatte umsonst gewartet.





Mit einem Impala geben sich Löwen natürlich nicht zufrieden, hier gab es Büffel, und zwar fünf Tage lang!!



Insgesamt waren es ca. sieben Weibchen, zwei Männchen und vier Junge, die sich immer wieder mal über den Büffel hermachten, bis er so gestunken hat, dass sie den Hyänen und Schakalen das Feld überließen.



Er hat uns sage und schreibe 500 Meter vor sich her gepusht, Gott sei Dank haben die Autos hinter uns gut reagiert und auch gleich den Rückwärtsgang eingelegt!



Irgendwie hatte er wohl gar keinen guten Tag gehabt.

Hier mal ein Beispiel zur Tiersichtung....
Zuerst sah das nur so aus:



Da fährt man auch ganz schnell mal vorbei.

Aber dann auf einmal ...



... hob er den Kopf!

Wir haben natürlich auch für die Kleinen und Langsamen gebremst, leider haben das nicht alle gemacht.
wir haben etliche plattgefahrene Squirrels, Schildis und Laufhühner gesehen.



Diese Hyänenwelpen haben unser Auto ca. 20 Minuten lang genauestens inspiziert, sehr zur allgemeinen Belustigung.



Davon gab es vier Stück, einfach nur zum knuddeln.



Nashörner gibt es natürlich auch im Krüger, hier gleich vier auf einmal



Die zwei Pumbas haben wir versehentlich geweckt, daraufhin sind sie - noch total verpennt - minutenlang neben uns her getrottet.



Klar gab es auch noch die "ganz normalen" Tiere....









DAs war unser erstes Giraffenbaby!



Ja, und was wäre ich ohne Elefanten!
Wir haben viele, viele, viele gesehen, hier nur ein paar:





Elefanten sind nicht doof, das Wasser aus dem Rückhaltebecken schmeckt natürlich viel besser als die Plärre aus dem Wasserrloch!



Als der Kleine uns entdeckte, verließ er seine Herde und kam zielstrebig auf uns zu.
Groß und grau .... irgendwie muss er unseren Avanti wohl verwechselt haben.


Als er dann direkt an der Windschutzscheibe stand, ist ihm der Irrtum wohl aufgefallen und enttäuscht ging es wieder zur Family.
Mammi hatte auch schon gerufen!



Er war sicher einer unsere Kleinsten.
Am liebsten hätte ich ihn grad mitgenommen.....



Jetzt aber husch, husch über die Strasse!



Ist es nicht einfach nur wunderschön, zu sehen, wie Tiere Tiere sein dürfen?
Hier gehören sie hin, nicht in den Zoo und nicht in den Zirkus!!



Keine Ahnung, warum die Hochkantbilder - die ich natürlich gedreht abgespeichert habe - hier wieder ungedreht erscheinen.

ja, das war unser Krüger-Trip im Schnelldurchlauf, ich mach jetzt Feierabend, die Leute hier gucken schon ganz komisch :D
Wir sitzen nämlich nun schon seit ca. drei Stunden hier im Wimpy, hier gibt es nämlich das beste WiFi!

Allerbeste Grüsse aus Johannesburg und herzlichen Dank für's Mitreisen,
Kerstin

..... und tschüss!


RichyG am 24 Apr 2019 14:52:26

Ganz herzlichen Dank für die tollen Impressionen!!!!
Ich wünsche euch eine gute und sichere Weiterreise! Egal in welche Richtung es Euch trägt :ja:

Beduin am 24 Apr 2019 16:58:09

Finde gar keine Worte. Zum einen geht mirs Herz auf, zum anderen sitzt mir das Wasser Oberkante Unterlied

Keddi am 12 Jul 2019 15:16:33

Servus zusammen!
Eigentlich wollte ich diesen Thread so langsam einschlafen lassen, einfach, weil es kaum mehr etwas neues zu berichten gibt.
Aber die letzten Wochen waren doch ziemlich ereignisreich, deswegen kommt hier jetzt noch mal ein kleiner Bericht.
Für Südafrika gibt es immer ein 3-Monats-Visum und das haben wir dieses Mal wirklich bis zum letzten Tag ausgenutzt.
Übrigens, im Krüger NP hatten wir unsere erste wirklich nahe Begegnung mit einem Black Rhino (Spitzmaulnashorn) und ich kann Euch sagen, die werden nicht zu Unrecht als ziemlich aggressiv beschrieben.
Wir hatten es kaum entdeckt, da schnaubte es mal kurz und galoppierte mit gesenktem Horn auf uns zu.
Gott sei Dank hatte mein Mann noch den Motor an und schnell reagiert!



Nach dem Krüger NP ging es Richtung Süden in die Drakensberge, so viel Gegend - und vor allem so schöne - habe ich noch selten gesehen.
Das ist der Blick vom Glen Reenen Camp im Golden Gate Highlands NP auf den Mushroom.


Traumhafte Landschaften ohne Ende...


Tiere gab es natürlich auch, wobei ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe, um was für eine Antilope genau es sich hier handelt, aber schön ist sie auf jeden Fall



Hier kann man wahnsinnig schöne Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden machen, Südafrika ist einfach nur unglaublich schön...



Und da Lesotho direkt nebendran ist, haben wir einen kurzen Abstecher in das "Königreich im Himmel" gemacht und sofort war uns klar, warum es so genannt wird.



Das ganze Land besteht nur aus Bergen, der tiefste Punkt liegt bei ca. 1400 Metern (die Hauptstadt Maseru) und normalerweise bewegt man sich auf mindestens 2000 Metern.
Wir waren insgesamt eine Woche dort, die wir - trotz der der wirklich richtig kalten Nächte - sehr genossen haben.

Der Maletsunyane Fall, mit 198 Metern der höchste Fall im Südlichen Afrika


Hauptfortbewegungsmittel sind hier Pferd und Esel und die Kleiderfrage stellt sich hier kaum.
Man wickelt sich einfach in Wolldecken und fertig.





ja, Lesotho hat uns gut gefallen!

Von Lesotho aus ging es wieder nordwärts ins andere Königreich innerhalb Südafrikas, nach eSwatini, vormals Swasiland.
Unterwegs haben wir am Sterkfonteindam Halt gemacht, einem kleinen Reservat mit lauter "lieben" Tieren, wo man herrliche Spaziergänge machen kann, mitten durch Zebra- und Antilopenherden.



Hier verirrt sich kaum jemand her, einfach zu unspektakulär, aber es hat was wirklich meditatives, so eins mit der Natur zu werden.

In eSwatini war es dann schon wieder etwas touristischer, wir waren im Mlilwane NP, ebenfalls ein Park ohne Raubtiere, so dass man auch dort alles zu Fuß erkunden kann.
Mir machen diese "gemütlichen" Parks inzwischen fast mehr Spass als die "normalen" NPs, wo man mit dem Auto durchfährt, man ist einfach viel näher dran und mehr "mittendrin" und in der Regel trifft man keinen anderen Menschen, während man durch Zebra- Antilopen-, Gnu- und Büffelherden läuft.

In eSwantini waren wir im afrikanischen Hochwinter, da wird es nachts echt kalt und auch die Tiere - respektive die Warzenschweine - kuschelten sich gerne an allabendliche Lagerfeuer.



Wir waren im Mlilwane Main Camp mit direktem Tierkontakt



Wilde Tiere gibt es dort nicht, wenn man mal von den unzähligen Krokos am Stausee absieht



Nach eSwatini ging es zurück nach Johannesburg, unsere Schiebetür war durch das ewige Pistengerüttel ein bisschen verzogen und musste gerichtet werden, kein Problem, nach einem halben Tag war alles wie neu und hat fast nix gekostet.

Nach den guten Erfahrungen, die Ebi in Simbabwe gemacht hatte, haben wir uns auch auf den Weg gemacht mit kurzem Aufenthalt im Mapungubwe NP.
Er ist einer der neuesten und kleinsten NPs in Südafrika.

Landschaftlich sicher wunderschön..





Wobei wir die meisten Elefanten im Camp hatten



Weniger schön waren die vielen Rindviecher im Park.
Mapungupwe liegt auf der Grenze zu Simbabwe, ohne Zaun dazwischen.
In der Trockenzeit treiben die Simbabwer Farmer ihr Vieh über den Limpopo in den Park, weil es dort noch Futter gibt.
Zu allem Überfluss tragen die Rinder alle eine Glocke um den Hals, so vertreiben sie die Wildtiere von den Wasser- und Futterstellen.



Und damit das Vieh nicht von den Löwen aufgefressen wird, werden auch gerne mal Giftköder ausgelegt, so sind in den letzten zwei Jahren mehr als 30 Löwen elendig verreckt.

Und dann ging es endlich nach Simbabwe, ein Land, das wir überhaupt nicht einschätzen konnten und das uns überaus positiv überrascht hat.
Wir haben noch nie in Afrika so unglaublich freundliche Menschen getroffen.
Menschen, denen seit sie auf der Welt sind, gesagt wird, dass es bald besser wird und denen es eigentlich immer nur immer schlechter gegangen ist.
Es gibt keine eigenen Währung, bezahlt wird entweder mit US Dollar oder Bond, einer Art "Ersatzwährung", deren Wert von Tag zu Tag sinkt.
An unserem ersten Tag haben wir für einen USD 5 Bond bekommen, an unserem vorletzten Tag 9 Bond.

Zimbabwe ist wunderschön, absolut sicher, touristisch vollkommen unverdorben und ich würde dem Land von Herzen wünschen, dass es endlich wieder auf die Beine kommt.



Besichtigt haben wir als erstes Great Zimbabwe, eine uralte Ruinenstadt, die dem Land seinen Namen gegeben hat.



Anschließend waren wir im Hwange NP, der uns allerdings ein bisschen enttäuscht hat, kaum Tiere.
Anscheinend wurde so ziemlich alles weggewildert, die Menschen dort haben einfach Hunger.
Am ersten Tag ging es mit einem Safari-Wagen in den Park, einziges Highlight war ein kopulierendes Löwenpärchen.



Löwen sind da echt ausdauernd, die treiben`s alle 30 Minuten, von morgens bis abends, mehrere Tage lang.
Wobei der einzelne Akt an sich immer nur ca. 30 Sekunden dauert.

Die nächsten drei Tage waren wir dann als Selbstfahrer im Park unterwegs, die Pisten meist aus Sand, mal mehr, mal weniger komfortabel.



Aber für unseren Ducato gab es keine Gnade und er hat alles brav mitgemacht.
Leider waren auch unsere Game Drives nicht sehr erfolgreich.
Im Hwange NP kann man - gegen einen kleinen Aufpreis - ganz alleine mitten im Park an ausgewiesenen Wasserlöchern übernachten, die Möglichkeit haben wir natürlich genutzt und das war schon sehr cool.



Nachts war auch etwas mehr los, allerdings kann man da schlecht fotografieren, aber hier wenigstens ein paar Bilder vom Abend und frühen Morgen.







Wenn der Park selbst auch etwas enttäuschend war, absolut lohnenswert sind die Camps ausserhalb.
Zunächst waren wir für drei Nächte im Tuskers Camp, einfach nur genial.



Hier kommen Elefanten-Freaks wir ich voll auf ihre Kosten.
Am Wasserloch ist rund um die Uhr Action angesagt und die Riesen kommen wirklich bis auf Rüssellänge an den Unterstand, einfach nur fantastisch.
Hier kann man wirklich stundenlang aushalten.
Überhaupt war das Camp ohne jeden Mangel und hat uns für den NP gut entschädigt.

Und wenn wir nun schon mal in der Nähe sind, gehen wir natürlich auch an die Vic-Falls, auf der Zimbabwer Seite waren wir ja auch noch nicht gewesen.

Im Mai ist dort absoluter Höchstwasserstand, wir waren im Juni dort.



Der Sambesi ist die Grenze zwischen Zimbabwe und Sambia und dann kann so ein Bild entstehen



Ich denke, viele Ducatos sind noch nicht über diese Brücke im Niemandsland zwischen Sambia und Zimbabwe gerollt.
War schon ein tolles Gefühl.....

In Sambia sind wir dann - endlich - auch in South Luangwa NP gekommen.
Übernachtet haben wir im WildLife Camp, direkt am Luangwa River, aber ausserhalb vom Park.
Ein tolles Camp!

Dieser Elefant ist uns schier über den Grill gelaufen!



Überhaupt hatten wir dort eigentlich jeden Tag ab mittags gern gesehenen Besuch!



Der South Luangwa ist ein toller Park, der unsere Erwartungen voll erfüllt hat, hier einfach mal ein paar Eindrücke

Ein Rudel Löwinnen mit ein paar Youngstern, total verpennt in der Mittagszeit...



Aber dann tauchte hinterm Busch ein Rudel Impalas auf und ratzfatz waren die Mädels hellwach!



Tierkinder sind alle niedlich, aber so ein Giraffenbaby ist schon extrem knuffig....
--> Link[/img]

Er war ganz sicher eins unserer Highlights
Erst auf dem Baum sitzend, eine Gruppe Impalas beobachtend...



Dann ging es blitzschnell am Stamm runter und er hat sich in Lauerstellung auf den Boden gelegt.



Zu einem Angriff kam es dann aber nicht mehr, irgendwie war die Situation wohl doch nicht nach seinem Sinn.

Jetzt sind wir in Malawi, aber das kommt dann das nächste Mal!

Allerbeste GRüsse, Kerstin



...... und Tschüüß!

PS: kann mir vielleicht mal jemand verraten, warum Bilder, die zwar hochkant aufgenommen, aber dann gedreht gespeichert wurden, hier wieder im Querformat (also ungedreht) erscheinen?

Beduin am 12 Jul 2019 15:47:12

Ach weißt du Kerstin, auch wenn es deiner Ansicht nach Wiederholungen sind, es gibt welche von denen kann man nie genug bekommen :D
Das Halsband der einen Löwin, ein GPS Tracker drin?
Bedankt für die eindrücke und klasse Bilder!

Keddi am 12 Jul 2019 15:54:41

Hey Ina, gut beobachtet, stimmt genau, das ist ein tracking belt.
Sieht man immer öfter.
Richtig witzig sieht es aber bei Elefanten aus.
So kann man die Wanderbewegungen der Tiere nachvollziehen.
LG, Kerstin

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Sambia - Botswana Namibias Nordwesten
Sambia - Camping mit etwas Adrenalin
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt