Caravan
luftfederung

Im DUC durchs südliche Afrika GEHT DAS? 1, 2, 3, 4, 5


Keddi am 12 Jul 2019 17:48:26

Übrigens, nur mal so am Rande erwähnt....
wir hatten vor knapp zwei Wochen unser 2 jähriges Afrika Jubiläum.
Wer hätte das gedacht?
Wir selbst ganz sicher nicht!


clamat am 12 Jul 2019 19:17:48

Hi Kerstin,
Als selbst Afrikainfizierte (bislang jedoch nur immer mit gemieteten Bushcamper unterwegs, aber mittlerweile kommt da auch schon so locker 1 Jahr zusammen) ist dein Reisebericht einfach nur gemein :lol:
Ich will sofort auch da wieder hin :cry: :cry: :cry:
Vielen Dank für deinen tollen Reisebericht und die vielen Bilder.
Leider müssen wir noch 2 Jahre warten bis wir unser WoMo nach Südafrika verschiffen lassen können. Hoffentlich können wir dann auch noch so reisen wie ihr.
LG und weiterhin gute Fahrt
Claudia
Ps.: würde dir gerne ein Dankebutton drücken, darf ich aber noch nicht

Keddi am 12 Jul 2019 21:40:56

Hi Claudia, natürlich könnt Ihr auch in zwei Jahren noch genau so reisen wie wir jetzt.
Warum denn nicht?
In zwei Jahren wird sich sooo viel nicht verändern.Die Straßen, bzw. die ganze Infrastruktur wird dann vermutlich besser sein und vielleicht ist sogar das Müllproblem bis dahin etwas kleiner geworden, nachdem nach Kenia nun auch Tansania und Ägypten endlich Plastiktüten verboten haben.
Da weint meine ökologische Seele schon oft, wenn man an wunderschönen afrikanischen Dörfern vorbei fährt und überall fliegen diese unsäglichen Plastiktüten rum.
Furchtbar....

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ebi1 am 13 Jul 2019 09:40:41

clamat hat geschrieben:H
Leider müssen wir noch 2 Jahre warten bis wir unser WoMo nach Südafrika verschiffen lassen können. Hoffentlich können wir dann auch noch so reisen wie ihr.


Sei beruhigt, in zwei Jahren passiert in Afrika so gut wie nichts. Kenne keine Ecke der Welt, wo es weniger vorangeht. Was für die Bevölkerung eher nicht gut ist, weil sie arm ist und auch arm bleibt, hat für den Touristen natürlich Vorteile. 2 Jahre ist nichts, in vielen Regionen wird dort wie in der Mittelalter gelebt, wenn man mal vom Handy absieht.

Grüße
Ebi

TiborF am 14 Jul 2019 11:27:36

Liebe Kerstin,

bitte lasse diesen Thread nicht einschlafen - schon ein Lebenszeichen von euch solltet Ihr von Zeit zu Zeit geben, damit wir beruhigt sind, dass es euch gut geht.
Und ihr seid nun schon 2 Jahre unterwegs in Afrika - das ist echt Wahnsinn.
Eure wunderschönen Erfahrungen, die ihr dort machen konntet und die tollen Tierbegegnungen ............. dies kann euch keiner mehr nehmen.

Zu den Fotos: versuche mal, die Fotos vorher nicht zu drehen und so hier reinzuladen, dann dürften sie die richtige Position haben, weil sie automatisch gedreht werden.
Eine Ausrichtung hinter her nach dem Reinladen ist nicht möglich.

Keddi am 15 Jul 2019 12:28:36

Ja, da hat Ebi völlig recht.
Das einzige, was sich hier wirklich schnell entwickelt, ist die Infrastruktur.
Die Chinesen bauen in ganz Afrika Straßen, dafür bekommen sie in der Regel die schürfrechte für die gewaltigen Bodenschätze hier.
Moderner Kolonialismus wird das genannt.
Hier mal ein ganz aktuelles Beispiel aus Malawi.
url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Die Menschen kommen nur leider gar nicht so schnell mit.
Viele, viele Unfälle, in der Regel mit personenschaden.
Ziegen und Rinder werden ständig überfahren, Kinder spielen immer noch auf der strasse, so wie es immer war.



Die Dörfer sehen noch aus wie vor 100 Jahren, bloß der Verkehr ist 100x schneller geworden.



Und der Müll wird immer mehr....

Das waren nur mal so auf die schnelle ein paar Bilder, die ich eben grad auf dem Weg zur Grenze nach Tansania gemacht habe.
Liebe Grüße, Kerstin

....at Tibor: Dankeschön!

TiborF am 15 Jul 2019 18:05:11

Das letzte Bild mit den Müllresten ist echt schlimm

Und ja - die schnellen Straßen ........ wie sollen die Ziegen und Rinder plötzlich lernen, dass sie über diese nicht mehr so einfach rüber kommen.
Ganz schlimm, wenn auch die Kinder die Gefahr nicht erkennen - anderseits, bessere Straßen sind sicher auch vorteilhaft dort, bloß muss das alles erst erlernt werden, wie mann dann damit umgehen soll.

ClauMaFi am 03 Okt 2019 22:27:14

vielen Dank für diesen LUst- auf- mehr machenden Reisebericht, ich bin neugierig und WILL es jetzt selbst erleben. Habt weiterhin viel Spaß und liebe Grüße
claudia

Keddi am 08 Okt 2019 13:34:22

Servus zusammen!
Uns gibt es immer noch und wir haben auch wieder ein bisschen was erlebt.
Nachdem wir im August/September nochmals für vier Wochen in Ägypten zum tauchen waren, hat uns die Lust auf die „großen Tiere“ gepackt und wir sind zum Mikumi NP gefahren.
Den kannten wir noch nicht und hatten eigentlich keine großen Erwartungen, aber wir hatten ein gutes Angebot einer Safari-Agentur und haben kurzentschlossen zugeschlagen.

Der NP ist durch einen Highway geteilt, auf dem dieses Schild steht:



Aber dann ging’s los....



Und was soll ich euch sagen, es war ein toller Tag!

Noch vorm Kaffee entdeckten wir diese beiden Jährlinge zusammen mit ihrer Mutter (die sich leider hinterm Busch versteckt hat).
Das war schon toll, aber dann kam eine riesige Herde Büffel...

Bild

Da waren die Zwei auf einmal hellwach!

Aber nachdem die Büffel die Löwen bemerkt hatten, haben die alten Bullen ganz deutlich erklärt, dass sie sich keinesfalls kampflos ergeben würden und daraufhin haben sich die Löwen aufs gucken beschränkt, natürlich immer in „hoffender Lauerstellung“.

Und dann kam tatsächlich noch eine Elefantenfamilie dazu, die die Löwen zunächst gar nicht bemerkte und wirklich fast auf sie drauftrat, so nah gingen sie an den beiden vorbei.



Als sie sie dann aber schließlich doch noch entdeckten, gab es überhaupt keinen Zweifel, wer hier das Sagen hat...



... die Löwen trollten sich.

Übrigens, die Mikumi-Löwen haben alle schwarze Ohren und eine deutlich schwarze Schwanzspitze.



Hab ich so noch nirgendwo gesehen.

Im Mikumi durften wir einen ganz besonderen Moment erleben....
Die Geburt eines kleinen Impalababies!



Das heißt, die Geburt selbst fand im hohen Gras statt und konnte von uns nur schememhaft beobachtet werden und als die frischgebackene Mammi wieder aufstand, war sie erstmal nur mit der Nachgeburt beschäftigt, anstatt sich um ihr Baby zu kümmern.



Das Kleine stand übrigens schon nach ein paar Minuten auf den Beinen und hat die Mutter gesucht,die sich anfangs überhaupt nicht für den Nachwuchs interessiert hat.
Aber nach gut einer Viertelstunde kamen die Zwei dann doch glücklich zusammen, das Baby wurde abgeleckt (ganz wichtig!) und durfte trinken.



Das war soooo schööön!

Über dieses Erlebnis ist der Leopard, den wir kurz darauf gefunden hatten, fast ein bisschen verblasst....



Naklar gabˋs auch Gnus...



... die hier eine ganz andere Farbe haben als anderswo, nicht graut, sondern eher goldbraun.

Und viele Giraffen...




...teils auch mit Babies, wobei dieses hier schon knapp ein Jahr alt ist.

Ein letztes Highlight noch zum Schluss....





Es waren insgesamt neun Junge aus drei unterschiedlichen Würfen und drei erwachsene Löwinnen!

Wir waren im vollkommen offenen Safariauto unterwegs und zum anfassen nah dran, das war schon ein irres Gefühl!

Ja, Mikumi NP hat unsere Erwartungen wirklich voll übertroffen.
Aber irgendwie hatten wir das auch verdient, denn in der Nacht vor der Safari hatten wir unsere erste echte afrikanische Negativerfahrung.
Wir sind erst spät am Abend in Mikumi angekommen und der Chef der Safari-Company bot uns an, auf seinem bewachten Parkplatz, wo auch seine Safari-Autos abgestellt sind, zu übernachten.
Nachts um halb zwei wachen wir auf, weil es ein bisschen „gerumpelt“ hat“:
Jemand hatte das Moskitonetz des ansonsten offenen Seitenfensters zerschnitten und hing - nur noch mit den Füßen draußen - im Auto und war gerade dabei, das Regal über dem Fenster auszuräumen.
Mein Mann ist schreiend auf ihn zu gestürzt und weg war er.
Mit meiner sauteuren Sonnenbrille mit Gleitsichtgläsern, unserer externen Festplatte (ein echter Verlust), zwei Kameras (Gott sei Dank nicht mit unserer besten, die war schon für die Safari verpackt) und dem Router.
Außerdem hatte er sich den Geldbeutel aus der Hose meines Mannes genommen (lag auf dem Fahrersitz) und - zum Glück - nur das Geld, nicht aber die Kreditkarten mitgenommen.
Der Nightguard hatte übrigens seelenruhig geschlafen.
Was soll ich sagen, die Nacht war gelaufen.
Wir zur örtlichen Polizei, die vollkommen überfordert mit der Situation war.
Anstatt sich um die Spuren zu kümmern, haben sie lieber begeistert unser Auto bewundert und fassungslos bewundert.
So was tolles hätten sie noch nie gesehen!
Auf unser Drängen, doch bitte endlich eine Anzeige aufzunehmen, erbarmte sich schließlich einer und schrieb das Stehlgut auf einen zerknüllten, vollgekritzelten Fresszettel.
Und das war‘s.
This is Africa!

Schon verrückt, wir haben unzählige Male völlig frei übernachtet und dann passiert sowas in einem angeblich geschütztem Raum.
Am nächsten Abend haben wir übrigens erfahren, dass wir nicht die einzigen waren.
Unser Dieb war auch noch auf dem schräg gegenüber liegendem Camp gewesen, wo er ebenfalls in ein WoMo eingestiegen ist, in dem Leute geschlafen hatten.
Aber die hatten wohl einen noch besseren Schlaf als wir und haben das malheur erst am Morgen bemerkt.

Nichtsdestotrotz, nach dem ersten Schreck haben wir auch das verdaut, aber für das nächste Mal hat mir mein Mann versprechen müssen, dass er das Arschloch nicht schreiend verjagt, sondern ihm mit aller Kraft eine auf die 12 haut.
traurig ist nur, dass wir dieses Fenster nun nachts nicht mehr öffnen können, denn ohne Moskitonetz geht hier gar nicht.
Aber mal schauen, vielleicht kannst man ja was basteln...

Also lasst euch von sowas nicht beeinflussen, Afrika ist trotz allem und nach wie vor die absolute Erfüllung meiner Träume!

In diesem Sinne mit allerbesten Grüßen aus Tansania, Kerstin



.... und Tschüss!

Keddi am 08 Okt 2019 13:41:14

..... irgendwie sind zwei Bilder verloren gegangen.
Hier die beiden Löwen am Wasserloch, zunächst alleine...



.... dann kamen die Büffel!


TiborF am 08 Okt 2019 14:39:24

Endlich wieder ein Lebenszeichen von euch liebe Kerstin.

Die Naturaufnahmen sind der Hammer ........ wow - was für schöne Erlebnisse für euch.

Das mit dem Überfall ist wirklich sehr sehr ärgerlich und tut mir von Herzen leid. Zum Glück ist euch nichts passiert, aber Festplatte etc. weg, das tut auch weh. Hoffe, das war da einzige Negativerlebnis für lange Zeit für euch.

Bitte melde dich wieder - damit wir immer wissen, dass es euch beiden gut geht.

Keddi am 13 Mai 2020 14:25:21

Servus zusammen,
Ich hoffe sehr euch allen geht es gut und Ihr kommt unbeschadet durch diese Zeit.
Bei uns ist einiges passiert und nachdem mich tatsächlich ein paar Nachrichten mit der Frage, was bei uns so geht, erreicht haben, will ich euch gerne auf den aktuellen Stand bringen.
Hoffentlich wird es euch nicht zu viel!

Nach diesem traumhaften Tag im Mikumi NP sind wir wieder in unser „Basecamp“ gefahren, ins Sunrise Beach Resort, an der South Coast von Daressalam.



Die kamen jeden Tag vorbei, morgens in die eine Richtung, abends dann in die andere.

Ein richtig tolles Camp direkt am weißen Strand.



[url=https[://www.wohnmobilforum.de]Bild[/url]

Wir sind absolute Wasserratten, so ein paar Wochen am warmen Meer werden uns nie langweilig.



Am Wochenende war richtig was los, da kamen die Einheimischen von Daressalam



Aber unter der Woche....



... war es nur unser Strand.

Aber auch die Infrastruktur im Ort (Mjimwema) ist super, es gibt alles.

Hier unser Lieblingsrestaurant, es gibt nur ein Gericht (Urojo, das Nationalgericht von Sansibar), ich liebe es!





Strand ist toll, aber zwischendurch ein bisschen „Tiere gucken“ geht natürlich immer.

Zuerst kamen mal die Unterwassertiere dran.
Um diese Zeit schwimmen vor Mafia Island (gehört zum Sansibar Archipel) die Walhaie vorbei, das darf man sich nicht entgehen lassen!
Aber schon allein der Flug dorthin waren echt toll.



Ich durfte Co-Pilot spielen!





Wir hatten eine Woche in einem Tauchcamp aufgenommen der Ostseite gebucht.
Als wir dann dort waren, stellten wir fest, dass dort zwar ein traumhafter Marine Park ist, aber leider gar keine Walhaie.
Die sind nämlich nur auf der Westseite, im planktonreichen Wasser des Kanals zwischen Insel und Festland.
Und dort kann man auch nicht tauchen, sondern nur schnorcheln.

Aber egal, wir Sinn ja flexibel, wir hatten ja sowieso nur den Hinflug gebucht.
Also hatten wir eine sehr entspannte Woche in diesem wunderschönen Camp mit fünf Tauchtagen.



Diesen Sonnenuntergang hatten wir dort jeden Abend, ehrlich wahr!

Ich bin keine gute Unterwasserfotografin, deswegen hier mal nur zwei Bilder, die der unglaublichen Schönheit dieses Marineparks in keiner Weise gerecht werden.





Nach dieser tollen Tauchwoche haben wir uns dann eine günstige Unterkunft auf der Ostseite gesucht und dann ging es endlich zu den sanften Riesen.



Wie gesagt, ich bin noch am üben....
Wir waren dreimal mit dem Boot draußen und hatten jedesmal sicher zwölf Begegnungen.
Es war einfach nur fantastisch und definitiv eines unserer „Afrika-Highlights“.

Nach zwei Wochen Mafia Island ging es wieder zurück aufˋs Festland und zwar per „local Transport“ mit der Fähre.



Das war schon ziemlich heftig.
Viele Leute haben sich übergeben und es einfach nur gestunken.
Aber dann haben wir eine Luke auf ˋs Dach entdeckt und das hat den Tag gerettet.



Mit dem Bus ging es zurück nach Daressalam in unser „Basecamp“
Kurz vor Weihnachten haben wir uns auf den Weg nach Mto wa Mbu gemacht, die NPs Taragire und Lake Manyara kannten wir noch nicht.

Die Fähre nach Daressalam......



... zigmal gefahren, aber immer wieder ein kleines Abenteuer (seht ihr unseren Avanti?)

Die Fahrt Richtung Arusha....



... nur Schietwedder.

Hier hatte sich ein Landcruiser festgefahren....



... wir sind dann lieber einen Umweg gefahren!!

Die Game Drives waren dann kaum der Rede und sicher nicht das Geld wert.
Im Lake Manyara war der größte Teil des Parks nicht zugänglich, weil alles überschwemmt war.
Hier war tags zuvor noch eine Brücke....



Die „üblichen Verdächtigen“ sind uns aber natürlich auch hier begegnet...









Alles in allem war es eine ziemlich matschige Angelegenheit.

Der Hammer kam dann aber im Tarangire NP.

eigentlich war es nur eine harmlose Pfütze, aber unser Safarijeep hatte keinen Schnorchel und irgendwie muss er Wasser angesaugt haben.
Jedenfalls ist der Motor ausgegangen und das warˋs.

Kein Auto weit und breit, kein Handynetz und das Wasser stieg und stieg....



Wir sind schlichtweg komplett abgesoffen.
Da gab es nur noch eins:
Ausziehen bis auf die Unterwäsche und durch die Brühe zum Ufer schwimmen.
Ich kann euch sagen, das war vielleicht eklig!
Tausend Viecher im Wasser....

Nach gut zwei Stunden kam endlich ein landcruiser (mit Schnorchel!) und hat unser „Tauchmobil“ rausgezogen.



Nachdem dann irgendwann auch ein Ersatzfahrzeug für uns gekommen war, konnte auch unser Game Drive starten...









In Mto wa Mbu standen wir in einem netten,kleinen Camp mit Nachbarn,die leider gar nicht nett zu ihrer Hündin und ihren 5 Welpen waren.





Wir können nicht jeden Hund in Afrika retten, aber wir haben immer einen großen Sack Hundefutter an Bord und auch diese Hündin haben wir immerhin so weit aufgefüttert, dass sie ihre Welpen wieder säugen konnte.
Und den Nachbarn haben wir ins Gewissen geredet und einen Futtersack da gelassen.
Mein Herz hat geweint, wie schon so oft hier in Afrika....

Nach dieser kleinen Exkursion war erstmal wieder Erholung im Sunrise Beach Resort angesagt, bis es im Januar dann Richtung Kenia ging, zum schönsten Strand Afrikas, an den Diani Beach ins Bidi Badu Camp.







Ja, und im März fand dann mal wieder mein persönliches Highlight statt, meine Tochter hat uns besucht und wir haben uns drei Tage Luxus in der Masaai Mara gegönnt.

Vorbei ging es am Kilimanjaro, der sich vollkommen wolkenfrei präsentiert hat, was ich so noch nie erlebt hatte.


Immer wieder wirklich beeindruckend, mit dem Kilimanjarogipfel auf Augenhöhe....

Von den vielen, vielen Bildern aus der Mara hier eine kleine Auswahl....



Dieses Rudel lag ca. 200 Meter vorm Camp und war so früh am Morgen noch genauso verpennt wie wir



Diese fünf Geparden waren unser Highlight.
Es sind fünf Brüder aus zwei Würfen, die sogar den Weg ins Internet geschafft haben (Google: 5 Cheetah Brothers massiv Mara).







Wir haben die Jungs sogar bei der (allerdings erfolglosen) Jagd auf ein Topi beobachten können, aber das ging zu schnell für mich zum fotografieren.

Diese drei hatten etwas mehr Glück...



Dieses Topi lief permanent ganz aufgeregt grunzend (Warnruf) vor den Löwen hin und her,um seine grad nebendran grasende Herde zu warnen.





Familie Pumba....



... völlig unspektakulär, aber ich finde sie immer wieder einfach nur knuffig.

So, das war ein ganz kleiner Ausschnitt aus drei Tagen Masaai Mara.

Kaum wieder in Diani Beach angekommen, fing der traurige Teil unserer Reise an.
Das Coronavirus hatte Afrika erreicht.
Meine Tochter kam grad noch so wieder nach Deutschland, bevor die kenianischen Flughäfen für den regulären internationalen Verkehr geschlossen wurden.
Eigentlich wollten wir diese Zeit in Kenia „aussitzen“, im Camp waren wir inzwischen die einzigen Gäste, die Infrastruktur war gut und wir konnten uns absolut perfekt isolieren.
Es gingen noch ein paar deutsche Rückholflieger, aber wir blieben.
Als die Flughafensperre dann bis Ende Mai verlängert wurde, mit der Option auf nochmalige Verlängerung, wurde es mir dann doch etwas mulmig, weil ich im Juni einen wichtigen Termin in Spanien hatte.
Also hab einen sündhaft teuren rückholflug (organisiert von der EU) und bin nun hier gelandet....



Sicher nicht schlecht, aber ich habe sooo Sehnsucht nach Afrika...

Mein Mann ist noch in Kenia und passt aufˋs Auto auf und da entspanntes Reisen dieses Jahr wohl nicht mehr möglich ist, werden wir unseren Avanti Mitte Juni auf den Dampfer stellen und nach Europa verschiffen.

Ja, und damit hat unser „Abenteuer Afrika“ nach knapp drei unbeschreiblich tollen aufregenden Jahren ein leider sehr abruptes Ende gefunden.

Ich bedanke mich hier ganz herzlich für eure Begleitung auf unserer Reise, wünsche euch von Herzen alles Gute und würde mich - wenn die Welt geimpft und Reisen wieder möglich ist - hier im Forum wieder melden, dann vielleicht von der afrikanischen Westküste.
Bis dahin alles Liebe, Eure Kerstin

wolfherm am 13 Mai 2020 14:53:59

Vielen Dank für die wieder sehr schönen Bilder. Schade, das euer toller Trip jetzt so zu Ende gehen muss.

HeikeD am 13 Mai 2020 14:57:00

Vielen Dank für die tollen Berichte und Fotos über die Zeit. Ich habe die Berichte sehr gerne gelesen.

Alles Gute für euch, verrückte Zeiten erfordern leider auch manchmal schwere Entscheidungen.

Stefan-Claudia am 13 Mai 2020 15:04:35

Einfach nur Toll :!:

Vielen Dank für Deine Mühe und alles Gute

Leberkas am 13 Mai 2020 15:22:24

Wunderschöne Fotos, toller Bericht, vielen Dank :)

Beduin am 13 Mai 2020 16:01:32

Hallo Kerstin
wo bist den gelandet?
Kann ich voll Nachvollziehen deine Sehnsucht :? ist schon ein Traum das!

Alter Hans am 13 Mai 2020 16:51:50

Hallo Kerstin,
auch von mir ein dickes Dankeschön für Deinen reich bebilderten interessanten Reisebericht. Bleibt gesund!
LG AlterHans

TiborF am 13 Mai 2020 18:11:29

Liebe Kerstin,
ich habe die letzten Monate so viel an Dich und Deinen Mann gedacht, besonders da nun das Corona-Virus auch Afrika erreicht hat.
Ich bin sehr froh, dass ihr es schadlos überstanden habt bisher .... und wünsche Euch natürlich von Herzen, dass ihr eines Tages zurück kehren könnt nach Afrika, auch wenn das wohl noch sehr lange dauern wird, bis eine Normalität (was das Reisen anbelangt) wieder hergestellt sein wird.

Wo seid Ihr jetzt - wo lebt ihr zur Zeit? Musste deine Tochter nach ihrer Rückkehr aus Afrika in Carantäne?

Für die wunderschönen Bilder und den ausführlichen Bericht bedanke ich mich wie immer sehr. Ich hätte es Euch von Herzen gegönnt, dass ihr hättet bleiben können, aber es ist sicher besser zur Zeit, in Europa zu sein. Bleibt bitte schön gesund und schau ab und zu mal hier vorbei, darüber würde ich mich sehr freuen.

ebi1 am 15 Mai 2020 09:09:37

Kerstin, nun also doch die Rückverschiffung...

Bin gespannt, wie dir der Entzug bekommt. Das Ende einer großen Reise kann aber auch der Beginn einer neuen, aufregenden Story sein. Das wünsche ich euch.

Liebe Grüße
Ebi

Keddi am 28 Jun 2020 06:10:50

Danke für all die netten Kommentare!
Ach Ebi, der „Afrika - Entzug“ bekommt mir gar nicht.
Ich bin nun schon seit zwei Monaten hier in Spanien und jammer natürlich auf ziemlich hohem Niveau, denn Andalusien ist - keine Frage - wirklich toll, aber eben nicht Afrika.
Außerdem spüre ich so ein kribbeln im Nomadenblut, normalerweise würde ich jetzt alles zusammenpacken und dann ab auf die Straße, auf zu neuen Ufern.
Mit dem seßhaften Leben komm ich einfach noch nicht wieder klar.
Mein Mann hängt noch immer in Kenia fest, zur Zeit sind die Flughäfen geschlossen bis 06. Juli, weitere Verlängerung sehr wahrscheinlich.
Ich würde ja wieder runterfliegen, aber das geht natürlich auch nicht.
Den verschiffungstermin haben wir schon dreimal verschieben müssen, denn was hilft‘s wenn das Auto hier in Barcelona ankommt, aber er selbst nicht aus Kenia rauskommt.
Aber es geht ihm dort bestens, die Regenzeit geht langsam zu ende und er genießt den traumhaften Strand, spielt täglich Beachvolleyball mit den Jungs aus dem Camp (er ist ja nach wie vor der einzige Gast dort) und füttert sämtliche Hunde der Gegend durch.

Und vielleicht für alle, die es interessiert,noch ein paar abschließende Worte zum ursprünglichen Thema....
Unser Ducato mit Avanti C Ausbau von La Strada hat drei Jahre und ca 55.000 km Afrika ziemlich gut gemeistert.
Wir hatten keine Reifenpanne (obwohl wir wirklich Pisten gefahren sind, die absolut jenseits von gut und böse waren), der Motor (Euro 5) hat sich als unverwüstlich herausgestellt und hat den Diesel in allen Ländern brav geschluckt, auch ohne SEPA-Filter und ähnlichem.
Die originale bodenfreiheit reichte nicht, mit den 4 cm mehr (gekauft in Arusha) gab es keine Probleme mehr.

Die Schiebetür hatte sich durch das permanente Gerüttel mal verzogen und ließ sich irgendwann von außen nicht mehr öffnen (man kann aber durch die Beifahrertür reingreifen und sie von innen öffnen)
Ein netter Karosserieschlosser hat bei Fiat/Italien die Originalseilzüge bestellt und für wenig Geld eingebaut eingebaut, alles wieder gut

Auch der Innenausbau war vollkommen ausreichend, die Dusche wurde im Lauf der Zeit immer mehr zum Abstellrau und die Moskitonetze waren irgendwann nicht mehr weiß, sondern ‚afrikabraun‘ vom Staub, alles nicht existenziell.
Wir hatten eine 9 kg-Glasflasche, die uns immer ca 1 Jahr gereicht hat und irgendwo haben wir dann auch immer jemanden gefunden, der sie wieder aufgefüllt hat.
Zusätzlich hatten wir uns eine 6 kg-Glasflasche (gibt es überall im Tausch für wenig Geld) mit Kochaufsatz angeschafft und es sehr genossen, direkt draußen am Tisch Fisch, Steaks oder auch Pfannkuchen, Reiberdatschi und alles mögliche andere zu brutzeln (wenn wir zu träge waren, unseren Grill anzufeuern).
Nicht sehr glücklich waren wir mit dem Kühlschrank, der mit den Außentemperaturen etwas überfordert war.
Wir haben ihn alle 2 - 3 Wochen abtauen müssen, damit er wieder ausreichend gekühlt hat.
Außerdem hat er einfach zuviel Strom verbraucht, 200 Watt Solar und 160 Ah Li-Ionen Batterie kamen da nach ca 3 Tagen Standzeit an ihre Grenzen.
War aber nie wirklich ein Problem, es gab überall, wo wir länger gestanden sind, Landstrom.
Ansonsten musste der Motor halt mal ne halbe Stunde im Leerlauf brummen.
Sobald reisen wieder möglich ist, wollen wir von hieraus mit der Fähre rüber nach Tanger und die Westküste runter, mal schauen, wie weit wir kommen.
Ich sehe dem gelassen entgegen.
Schon witzig, wenn ich daran denke, wie aufgeregt wir vor unserer Abfahrt vor gut drei Jahren waren und über was für ‚Probleme und Eventualitäten’ wir uns da den Kopf zerbrochen hatten....
Im Nachhinein kann ich wirklich sagen, dass kaum Probleme gibt, die sich nicht lösen lassen.
Wir sind überall auf hilfsbereite, nette Menschen getroffen und haben viele Freundschaften geschlossen.
Und wenn Probleme auftauchen, dann sind es mit Sicherheit nur solche, an die man im Vorfeld sowieso nicht gedacht hatte.
Ja, und mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein.
Passt auf euch auf und bleibt gesund!
Liebe Grüße, Kerstin

Beduin am 28 Jun 2020 07:59:11

Keddi hat geschrieben:Sobald reisen wieder möglich ist, wollen wir von hieraus mit der Fähre rüber nach Tanger und die Westküste runter, mal schauen, wie weit wir kommen.


Wäre schöln wenn du da auch berichten würdest :)
Das wäre dann etwas, das könnte ich mir für mich auch vorstellen :)

TiborF am 28 Jun 2020 09:32:15

Wie schade liebe Kerstin, dass ihr noch nicht wieder vereint seid - du und dein Mann - er wird dir schrecklich fehlen.

Bitte berichte weiter, wie es euch so geht und vor allem, wenn ihr dann wieder gemeinsam neue Touren machen könnt.

55000 km in 3 Jahren quer durch Afrika - wow ------ das ist mal eine Mega Leistung ..... klar, dass Du auf Entzug bist, egal wie schön deine jetzige Umgebung auch ist.

Ich drücke Dir und deinem Mann sehr die Daumen, dass es bald eine Fortsetzung Eurer Abenteuer-Reisen geben wird.

jabs am 28 Jun 2020 12:58:59

Hallo Kerstin, auch wenn ich hier nur ab und zu mitlese - Deine Beiträge und Bilder habe ich "verschlungen". Dafür ganz herzlichen Dank ! Dir und Deinem Mann wünsche ich, dass alles gut wird. Vielleicht hört man dann von neuen Abenteuern ? Grüsse Jürgen


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