Caravan
hubstuetzen

Im DUC durchs südliche Afrika GEHT DAS? 1, 2, 3, 4, 5


RichyG am 20 Feb 2018 11:41:51

Gesunde Weiterfahrt ihr Zwei,
und danke für die Bestätigung.
Warum bin ich so überzeugt, dass ihr gesund und sehr zufrieden irgendwann mal wieder zurückkommt :wink:
Weil ihr alles richtig macht!!!!!!! :daumen2:

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TiborF am 20 Feb 2018 12:18:47

Keddi hat geschrieben:
Also wovor sollten wir hier Angst haben?
So, und jetzt mache ich mich mal ans Bildersortieren, wir sind nämlich gestern aus der Serengeti wieder gekommen!
Beste Grüsse, Kerstin


Vielen Dank an Richy - aber besonders an Dich liebe Kerstin. Deine (eure Erfahrungen), die Du uns hier mitteilst, sind echt unbezahlbar und sehr sehr wertvoll. Und machen Mut, auch einfach mal auszusteigen später und in ein Abenteuer-Leben zu starten.

Auf die Bilder freue ich mich natürlich auch ganz besonders und bin schon ganz gespannt.

Keddi am 20 Feb 2018 13:07:12

Serengeti......ein absolut magisches Wort.
Wir haben wirklich lange überlegt, einfach weil die Serengeti und der Ngorogoro-Krater wirklich unverschämt teuer sind.
Aber dann haben wir uns gesagt, egal, es wird vermutlich unsere letzte richtig grosse Safari werden und haben nochmal richtig hingelangt.
Drei Nächte in der Serengeti, eine Nacht im Krater und wir haben keine Sekunde bereut!
Für die schlechte Bildqualität entschuldige ich mich schon jetzt, die Kamera war irgendwie noch auf der allerkleinsten Auflösungsstufe und das haben wir clevererweise erst am dritten Tag bemerkt, sorry.
Schon die Anfahrt von Arusha war ein Erlebnis, durch tolle Landschaften mit Massaidörfern




an der Strasse immer wieder junge Massai, schwarz gewandet und weiss geschminkt, zum Zeichen, dass sie gerade auf dem Weg zum Mann sind.
Massai werden im Alter von ca. 14 Jahren beschnitten und müssen sich dann für sechs Monate alleine durchschlagen.
Das Ritual findet etwa ein- bis zweimal im Jahr statt, so dass es immer mehrere Jungs sind, die da zusammen kommen.
Leider wird das auch immer noch mit Mädchen gemacht.


Aber dann....


Steppe, soweit das Auge reicht...



Die zwei waren superentspannt...




und er hat sich grad dazu gesellt..



Insgesamt waren es sieben ausgewachsene Löwinnen und sechs Junge, aber die haben nicht alle auf einmal auf's Bild gepasst!


Er war eins unserer Highlights, ein Leo im Baum, über ihm hängt seine Antilope


Baboons.... nicht unbedingt meine Freunde, aber die hier fand ich ganz fotogen


nicht spektakular, aber niedlich...
Babyhippo hält den dicken Bauch in die Sonne!


Elefanten.... ich liebe sie einfach!



Er wollte es ganz genau wissen...


Marabus auf ihrem Schlafbaum


Wir haben die drei Serengeti-Nächte im Makom7-Camp verbracht, ein Traum in jeder Beziehung!

jedes Zelt hat eine eigene Toilette und Dusche, nachts laufen die Hyänen, Büffel, Löwen und Impalas durch das Camp und die Mahlzeiten... hmmm yammi yammi!

Hier - auch nicht unbedingt spektakulär, aber immer wieder knuffig - Familie Pumba


Löwen und immer wieder Löwen, zum Anfassen nahe...


Wir haben viele, viele Geparden gesehen, aber diese Familie fand ich am schönsten


Die zwei waren satt, das Gnu wird wohl nie mehr Hunger haben...


Wir hatten einige Leos, er hier war direkt über uns und schaute so fotogen in die Kamera


Wir haben leider keine Weitwinkelkamera, aber es waren wirklich gigantisch viele Gnus und Zebras unterwegs


Ein Bild, wie aus Walt Disneys Lionking





Ich hoffe, es war nicht Zuviel auf einmal, es war wirklich nur ein kleiner Ausschnitt aus drei Tagen Serengeti.

Und jetzt fahren wir in den Krater!
Man hört ja immer wieder davon, was für ein Erlebnis der Krater ist, aber wenn man dann dort ist, kann man es kaum fassen.
ca. 20 km im Durchmesser, von überall sieht man den Kraterrand und Tiere ohne Ende!


Das sieht man nicht sooo oft, Löwin und Gazellen, ganz entspannt nebeneinander, aber das funktioniert natürlich auch nur, wenn die Löwin, so wie hier, noch blutige Schnurrbarthaare hat von der letzten Mahlzeit!



Dieses Löwenrudel hat sich gerade einen Büffel geschnappt, aber der hat um sein Leben gekämpft!
Als ihm bereits ein Löwe im Nacken saß, ist er gegen dieses Auto gerannt, Resultat siehe hier:

Das ganze lief aber derart schnell ab und wir waren echt in Panik, so dass ich davon keine Fotos machen konnte, sorry.
Nach ein paar Stunden war vom Büffel deutlich weniger da und die Löwen hatten einen dicken Bauch!


Und mit diesem Bild hat sich der Krater von uns verabschiedet....


Es war einfach nur ein Traum!

Morgen fahren wir an den Lake Victoria, danach weiter zu den Gorillas nach Uganda.
Uns geht es nach wie vor gut und wir genießen Afrika!
Beste Grüsse aus Arusha, Kerstin

Es ist der Circle of Life....
Wir waren zur Zeit der Babies da, sooo schön!



RichyG am 20 Feb 2018 13:26:18

Danke Kerstin für die schönen Bilder aus Afrika!!!
Ich wünsche Euch wie immer eine gute und sichere Weiterreise!

ducato666 am 20 Feb 2018 13:40:46

Hammer Bilder.
Nächstes Plus von mir

Keddi am 20 Feb 2018 17:17:15

weil ich grad am Bilder sortieren bin und Afrika ja nicht nur Tiere hat, sondern auch wundervolle Menschen, stelle ich Euch hier mal Kigombe vor, ein absolut typisches Fischerdorf am Indischen Ozean, zwischen Pangani und Tanga.
Ein paar hundert Meter daneben ist das Peponi Beach Resort, wo wir uns mehrere Wochen vom Reisen erholt haben.
Solltet Ihr mal in die Gegend kommen.... ich kann es wirklich nur empfehlen!

Die Fähre über den Pangani, Auf- und Abfahrtrampe kein Problem für den Duc!

Die Strasse zwischen Bagamoyo und Pangani, eine Katastrophe!
Alle hatten uns gewarnt, aber wir wollten ja nicht hören.
Der Ducato hat alles mitgemacht, aber nochmal würde ich uns das nicht antun.
Sundown in Peponi...
und das hatten wir jeden Abend!

Beachbar und Pool in Peponi



Kigombe ist ein echtes Fischerdorf, hier werden vor allem die ganz kleinen Fische zu Millionen aus dem Meer gezogen, gekocht und dann getrocknet.


Das ist ein Riesenproblem in puncto Überfischung, weil die jungen Fische rausgezogen werden und keine Nachkommen mehr bilden können, aber was sollen die Menschen dort anderes aus dem Meer holen, mit diesen Booten?


Die Hauptdurchgangsstrasse in Kigombe...


Omari kam regelmäßig vorbei und hat uns mit fangfrischem Fisch versorgt.
Netterweise hat er ihn auch gleich noch für uns ausgenommen und filetiert.
Wir essen nämlich supergerne Fisch, aber solange er nicht schon auf dem Grill war, mag ihn keiner von uns so richtig gerne anfassen.

Tansania ist wirklich wunderschön und unglaublich vielfältig.
Ein traumhafter Indischer Ozean mit Stränden wie aus dem Paradies, absolut urtypische Dörfer und freundliche Menschen.
Das erste Land auf unserer Reise, wo wir unser 3-Monats-Visum wirklich bis auf den letzten Tag ausnutzen und am liebsten würde ich noch länger bleiben.....
Hakuna matata, Kerstin

bluecamper am 20 Feb 2018 19:04:15

Hallo Kerstin,

ein Traum. Und ein Traum Euch zu folgen.
Ich finde das echt super, was Ihr mit einem (fast) Standard DUC so alles erlebt.
Ihr gebt einen den Mut, es einfach mal zu machen!

Ich finde es auch super, dass Ihr einfach mal 6 Wochen Pause macht, um nicht in einen Reise-Burn-out zu verfallen.
Wir fahren derzeit max. 3-4 Wochen am Stück und würde ich es mir nicht aufschreiben... Man verliert doch ganz schnell den Überblick...

Darf ich mal fragen, wie lange Ihr Euch auf die Reise vorbereitet habt? Ihr scheint ja wirklich auch zu wissen, wo Ihr noch hin wollt. Wobei jetzt wohl der Punkt gekommen ist, wo Ihr Euch nur noch treiben lasst. :respekt:

Keddi am 21 Feb 2018 02:57:36

Hallo Markus,
schön, dass du mit uns auf Tour gehst!
Diesen Traum von einer richtig langen WoMo-Tour hatten wir schon lange, aber völlig abstrakt, eher so wie die Kids heute sagen, man geht dann mal "ins Ausland".
Der allererste, total naive Gedanke war, einfach die afrikanische Westküste runter und die Ostküste wieder hochzufahren.
So richtige Grenzen kannten wir von Europa ja gar nicht.
Wir waren beide noch nie im "richtigen" Afrika, da wollten wir hin, zu den Tieren, ohne die kleinste Vorstellung davon zu haben, wie es hier aussieht.
Mehr oder weniger per Zufall sind wir dann auf Seabridge gestoßen und waren bei einem Treffen in Bad Dürrheim, wo "die Seele Afrikas" vorgestellt wurde, das war Frühjahr 2016
Das war's, wir waren voll infiziert.
Allerdings hatten wir da gerade erst knapp ein Jahr vorher unseren Avanti gekauft, den wir nur mit echtem Verlust nach so kurzer Zeit wieder hätten verkaufen können, um uns ein "Afrikamobil" hätten zulegen können, für das wir auch gar kein Geld gehabt hätten.
Aber Seabridge hatte ja ganz explizit gesagt, dass "die Seele Afrikas" selbst mit frontgetriebenen Ducatos möglich sei.
Die Tour klang toll, war uns nur ein bisschen zu "stramm", jeden Tag mehrere Stunden fahren wollten wir nicht, wie hatten ja Zeit.
Also war unser Plan, in unserem Tempo auf den Spuren der "Seele Afrikas" zu fahren.
Soweit waren wir Ende 2016, da hatten wir aber schon lange unseren Thailand-Urlaub für Februar 2017 gebucht gehabt.
Und dann ging es ganz schnell
Der Avanti wurde ein bisschen aufgepeppt, wir haben unseren Impfmarathon begonnen, haben bei Seabridge wegen einer Verschiffung angefragt, waren zwischendurch vier Wochen in Thailand, haben Klimatabellen gewälzt (Regenzeit ist nicht unbedingt ducatofreundlich), einen zweiten Reisepass beantragt und die camps im krügerNP und Addo Elephant Park reserviert, haben beim ADAC ein Carnet de Passage bestellt, einen Flug nach Johannesburg und die Zugfahrt nach Port Elizabeth gebucht, eine LangzeitauslandsKV abgeschlossen, nebenbei unsere Wohnung aufgelöst und sind dann im Juni 2017 tatsächlich nach Bremerhaven gefahren, um den Avanti auf die Fähre zu bringen.
Und kaum waren wir hier, war alles ganz anders.
Südafrika ist ein tolles Land für den Einstieg, eine Infrastruktur wie Europa, vollkommen unkompliziert und gibt einem den Mut, eigene Wege zu gehen.
So haben wir schon nach kurzer Zeit die Spuren der "Seele" verlassen und sind immer mutiger gewonnen, haben unseren Reiseplan ständig geändert, bis wir ihn schließlich ganz über Bord geworfen haben.
Und jetzt planen wir nur noch kurzfristig.
Überall trifft man andere Traveller, die einem erzählen, was sie gerade erlebt haben und gute Tipps geben können.
Auf die Idee mit den Gorillas sind wir gekommen, weil wir in Peponi eine Frau aus Ruanda getroffen haben, die davon erzählt hat.
Ebi (hier aus dem Forum) hatte dann den Tipp mit Uganda, weil Ruanda so abartig teuer ist.
Uganda stand ursprünglich überhaupt nicht auf dem Plan, jetzt schon!
Also ein bisschen gegoogelt, aha, man muss das Visum online beantragen, gesagt, getan, Antrag online gestellt, nach drei Tagen kam die Bestätigung, jetzt freuen wir uns auf Uganda und die Gorillas
So ergibt ein Schritt den nächsten.
Aber um mal auf das ursprüngliche Thema zu kommen..
Der Duc schlägt sich besser als wir vermutet hatten, aber er hat seine Grenzen.
Die hauptverbindungswege sind überall asphaltiert, die Gravels in Namibia sind ebenfalls gut befahrbar.
NPs ab Botswana waren für uns nur noch mit einer Safaritour (vollkommen unkompliziert jederzeit direkt vor Ort buchbar) möglich und bei der Streckenplanung müssen wir natürlich darauf achten, nicht im Tiefsand zu landen, wobei wir inzwischen einen kleinen Kompressor haben und so jederzeit die Luft aus den Reifen lassen können, damit sind wir auch schon auf Strände und nicht zu tiefen Sandpisten gefahren, echter Tiefsand geht nur mit Allrad.
Mit einem 4x4 wäre das alles sicher einfacher, wobei wir den Allrad noch nicht oft vermisst haben, die fehlende Bodenfreiheit schon.
In Malawi hat uns das Navi auf eine total felsige Straße geschickt, die trittstufe hat das leider nicht überlebt, konnte aber von einem tollen Schrauber in mehrstündiger Sonderschicht reanimiert werden.
Probleme werden vor Ort gelöst!
Ducato ist völlig okay, aber ich würde heute die Allradausführung nehmen, das macht die Reise einfach einfacher, noch besser ein Iveco Daily 4x4 oder sowas in der Art.
Ohje, ich habe mal wieder viel zu viel geschrieben...
Beste Grüße, Kerstin

Beduin am 21 Feb 2018 08:47:24

Kerstin, werden deine Buchstaben noch deine Bilder sind jemals zu viel :)

Ihr macht das schon richtig so! Ein Problem angehen dann wenn es da ist und sich nicht durch "Was wäre wenn" verrückt machen lassen. Es kommt wie es kommt und das kann dann überall sein.

Ich freu mich für euch :) das ihr das alles erleben dürft und Freude daran habt

bluecamper am 21 Feb 2018 16:33:20

Hallo Kerstin,

danke für die Hintergründe... ich habe Afrika auch noch auf den Plan. Es muss aber noch warten, da wir noch voll im Berufsleben stehen und ein minderjähriges Kind haben.
In meinen Studentenzeiten war ich mal auf einem LastMinute Trip für 3 Wochen in Kenia. Mit mehrtägiger Safari. Seit dem finde ich die Zoos in Deutschland echt deprimierend....

Toll finde ich, dass es für solche eine Tour nicht immer das Expeditionsfahrzeug sein muss... Aber der Hinweis mit der Bodenfreiheit ist echt gut. Da werde ich dann beim nächste Fahrzeugwechsel drauf achten....

Euch noch weiterhin eine schöne und spannende Reise. Und lasst uns weiterhin daran teilhaben. Ich bleibe auf jeden Fall dabei.

avm75 am 22 Feb 2018 02:01:48

Hallo Kerstin,

eure Erlebnisse der letzten Monate habe ich gerade „in einem Rutsch“ verschlungen, hier steige ich zu, reise gerne mit und sage Danke für tolle Berichte, beeindruckende Fotos und fürs Mitnehmen!
:dankeschoen:

Ich wünsche euch, ganz uneigennützig, weiterhin eine tolle Reise und spannende Erlebnisse.
Bleibt gesund und genießt jeden Tag!

LG
André

TiborF am 22 Feb 2018 08:46:07

Liebe Kerstin - ich drücke Dich und deinen Mann herzlich aus der Ferne. Und möchte nochmal danke sagen, tolle neue Fotos und deine Hintergrundberichte - einfach Super. Von Euren Erfahrungen profitieren wir hier alle.

Ich finde übrigens, dass dieses hier der schönste Reise-Thread ist bislang - kann immer noch keine Bewertung abgeben leider. Also dennoch - Daumen hoch ---------- werde euch weiterhin virtuell begleiten mit großer Freude.

VS1400 am 29 Mär 2018 12:01:17

Hallo Kerstin,

bin auch begeisterter "Mitleser" eurer schönen Tour durch Afrika.
Wie waren die Gorillas in Uganda?

Viele Grüße
Volker

berny2 am 29 Mär 2018 14:15:39

VS1400 hat geschrieben:Hallo Kerstin,
bin auch begeisterter "Mitleser" eurer schönen Tour durch Afrika.
Wie waren die Gorillas in Uganda?
Viele Grüße
Volker

Eine "tolle" Frage... :roll:

Keddi am 01 Apr 2018 06:55:17

Hallo zusammen, Ihr seid ja wirklich toll!
Schön, dass Ihr immer noch mit uns unterwegs seid!
Die gorillas waren toll, leider ist Uganda internettechnisch eine echte Bananenrepublik, überall gibt es "free wifi", aber nirgends funktioniert es.
Aber seit gestern sind wir in Kenia, der ausführliche Uganda - Bericht steht praktisch schon in den Startlöchern.
Bis dahin liebe Grüße, Kerstin

RichyG am 01 Apr 2018 10:11:45

Frohe Ostern nach Afrika ihr beiden!
Weiter gute und interessante Reise!!!

Keddi am 01 Apr 2018 16:06:44

So, aber jetzt geht es los!
Für die Fahrt nach Uganda haben wir uns richtig viel Zeit gelassen und noch ein paar Tage am Victoria-See (tansanische Seite) verbracht.
Zunächst in Mwanza,

dann ging es mit der Fähre über einen See-Arm


in Richtung Bukoba.
Unterwegs begegneten uns dieses Nilpferd, mitten in der Stadt auf einer Wiese

und natürlich die unvermeidlichen Baboon-Herden mitten auf der Strasse

Unterwegs hatten wir unseren Schlafplatz hier gefunden

Wir sind auch in Tansania bekennende Freisteher und genießen die Freiheit, etwas abseits der Strassen.
in Bukoba hatten wir einen richtig tollen Platz, ebenfalls direkt am See.

Leider war das Wetter nicht so toll, inzwischen waren in der Regenzeit angelangt.
Aber wir wären wohl ohnehin nicht in den See gegangen, er ist einfach total verseucht mit Bilharziose und bei weitem nicht so einladend wie der Lake Malawi, wo wir ja schwimmen waren (und später halt Tabletten genommen haben).
Dafür haben wir die Marabus beobachtet, die in Scharen dort am Strand waren.

Ja, und dann ging es über die Grenze nach Uganda...
Durch das bereits online beantragte Visum waren die Formalitäten ratzfatz in ca. drei Stunden ;-) erledigt.
Uganda hat uns hin- und hergerissen.
Hier hatten wir die besten Strassen seit Beginn unserer Reise

aber auch die schlechtesten

Eine absolute Katastrophe waren aber allgegenwärtigen Speed-Humps.
Die Dinger sind dort derartig hoch, dass wir jedesmal einen Schweissausbruch hatten, also so ca. alle 1000 Meter, in Ortschaften alle 100 Meter, einfach nur furchtbar.
Erstes Ziel war das Nabugabo Holiday Center am Lake Nabugabo.
Total schön, direkt am See mit einem fantastischen Restaurant.

HIer haben wir die ugandischen Preise kennengelernt und konnten es nicht fassen
Ein ganzer Fisch vom Grill, fantastisch zubereitet mit Pommes und Salat für 4,- Euro!!
Und das war das teuerste Gericht der ganzen Karte!
Leider hatten wir auch hier immer wieder mal Regen....
Uganda ist ein bettelarmes Land, aber voller netter Menschen.
Auch ansonsten unterscheidet es sich nicht viel von den anderen afrikanischen Länder, geschlachtet wird auf der Strasse

und da wird das Fleisch dann auch verkauft.
Und natürlich in jedem Dorf der obligatorische Bananenmarkt

Überhaupt haben wir nirgendwo sooo viele riesige Bananenplantagen gesehen wie hier in Uganda

Unser erstes Ziel war der Queen Elizabeth National Park, übernachtet haben wir im Baboon Safari Resort mit einem fantastischen View über den Park

Der Park selbst ist schnell erzählt.
Es gibt keine Giraffen, keine Zebras, keine Gnus, keine Geparden dafür kommen Vogelliebhaber hier voll auf ihre Kosten.
Vielleicht sind wir inzwischen ein bisschen verwöhnt (die Parks in Tansania sind einfach nicht zu toppen), aber wir waren ein bisschen enttäuscht.
Gesehen haben gaaaanz viele Uganda Cobs


Büffel ...



Das Highlight kam ganz zum Schluss, kurz vorm Ausgang...

Ein alter Elefantenbulle der uns nicht vorbeilassen wollte.
Machte aber nix, so konnten wir ihn wenigstens in aller Ruhe genießen.
Schön war die Bootsfahrt im Queen Elizabeth NP, viele Hippos und auch ein paar Krokos,

wobei wir die richtig fetten Oschis erst im nächsten Nationalpark, dem Murchison Falls Nationalpark, kennenlernen durften.

Der MFNP ist durch den Nil zweigeteilt, der eine Teil besteht nur aus Dschungel, hier kann man viele Affenarten sehen, mit etwas Glück angeblich auch Schimpansen.
Hier gibt es auch nur eine Strasse, die direkt zur Fähre über den Nil führt, die einen in den anderen, den tierreichen Teil des Parks bringt.

HIer haben wir dann eine riesige Herde (an die 100 Tiere) der vom Aussterben bedrohten Rothschildgiraffe gesehen

und auch wieder viele Büffel und Uganda Cobs

und andere Antilopen

Ansonsten hat sich auch dieser Park uns gegenüber nicht besonders spektakulär präsentiert, auch hier gibt es viele Tierarten nicht.
Die Bootsfahrt auf dem Nil führte uns zu den Nil-Fällen, hier wird der wirklich seeehr breite NIl auf eine Breite von wenigen Metern zusammengequetscht und schießt mit gewaltigem Druck gut 40 Meter runter, sehr beeindruckend.

So haben wir die Zeit rumgebracht, bis es endlich zum Highlight des Jahres ging:
zur Gorilla- und Chimpstour!
Erst ging es zu den Schimpansen und es war toll!
Wir hatten nach ca. anderthalb Stunden eine grössere Gruppe gefunden und er hier war der Star:


saß direkt vor uns, popelt in der Nase und lässt es sich schmecken, wir haben uns echt beömmelt!

Die Tiere sind super habituiert, das heisst, sie ignorieren uns Menschen komplett.
Die Schimpansen sind so fröhliche, so unglaublich menschenähnliche Tiere und haben uns wahnsinnig viel Spass gemacht!
Weiter ging es zu den Gorillas....
Gewohnt haben wir in der Gorilla Valley Lodge

und ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen!
Nehmt das Zimmer 5 oder 6 und Ihr seid praktisch mitten drin, näher kommt Ihr dem Dschungel in keiner anderen Unterkunft.

Angeblich laufen dort die Elefanten und Gorillas ab und zu sogar über die Terrasse.
Und dann ging es los, anderthalb Stunden durch tiefsten Dschungel...
Ein bewaffneter Ranger vorne, einer hinten, dazwischen wir und noch sechs andere Touris.

Und nach gut einer Stunde hatten wir sie gefunden, eine Gruppe von acht Tieren.
Ein Silberrücken, drei Junge, vier Weibchen.

Wenn wir über die Schimpansen gelacht haben, dann haben uns die Gorillas einfach nur ergriffen und zutiefst berührt.
mir sind die Tränen runtergelaufen, so schön war es.
Diese Tiere strahlen eine unglaubliche Ruhe und Präsenz aus, ganz ähnlich wie auch Elefanten.
Wer einmal in diese Augen geschaut hat, vergisst das nie mehr.

Dieses Weibchen hat wirklich unmittelbar vor unseren Füssen mit dem 1-jährigen Jungen rumgealbert, es war wirklich unbeschreiblich

ich habe mich direkt davor, vielleicht ein Schritt Abstand, vor ihnen auf den Boden gesetzt und den Anblick einfach nur genossen.
nach einer STunde hieß es leider schon Abschied nehmen und dann ging es zurück zum Auto.
Aber verzaubert sind wir noch immer!
Von Kampala aus ging es weiter Richtung Kenia, in Jinja haben wir ein paar Tage Pause eingelegt und uns die Nilquelle angeschaut
Direkt gegenüber vom Camp war das Nile Star Restaurant, ich glaube, dahin haben sich noch nicht viele Muzungus verirrt

Aber wir haben es genossen!
Ein Berg Reis mit Fisch und viel Gemüse, dazu ein Bier und eine Cola, alles zusammen für knapp 4,- Euro!
Und das war schon ein Muzungu-Preis!
Und sooo lecker!!
Uganda ist ein armes Land und da, wo der Tourismus nicht hinkommt, sieht es häufig auch nicht sehr schön aus...

Der Müll ist ein allgegenwärtiges Problem, wie überall im Südlichen Afrika

In jedem Dorf wird täglich Müll verbrannt, in der Regel vor allem Plastik.
Die Giftstoffe, die dabei entstehen, interessieren niemanden und wenn ich dann höre, dass in Deutschland saubere Dieselmotoren verboten werden, kann ich nur den Kopf schütteln.
HIER sollte mal in Umweltschutz investiert werden!!
Das fängt bei der Müllverbrennung an und geht bei den qualmenden Autos grad weiter...

Jetzt sind wir seit gestern in Kenia, in einer ganz anderen Welt.
Gute Strassen, richtige Supermärkte, irgendwie gar nicht mehr so richtig Afrika, so kommt es uns bisher jedenfalls vor.
Zur Zeit sind wir in Nairobi, wo der Ducato mal eine kleine Runderneuerung bekommt, danach geht es weiter Richtung Mombasa, endlich mal wieder ein bisschen Beachurlaub machen.
Uns geht es immer noch gut, der Duc hält sich tapfer und hat uns bisher überall hingebracht.
Jetzt bekommt er endlich einen Ölwechsel, eine grosse Durchsicht und vielleicht einen Satz neue Reifen.

Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht, vermutlich schauen wir noch kurz in Äthiopien rein, vielleicht sogar noch Sudan, aber dann werden wir umdrehen und noch ein paar Monate Afrika genießen, bevor es für den Avanti wieder auf die Fähre geht.

LIebe Grüsse aus Kenia und vielen Dank für Euer Interesse, Kerstin

RichyG am 01 Apr 2018 16:10:01

Wir haben zu danken für die Bilder und ausführlichen Reiseberichte!

berny2 am 01 Apr 2018 16:38:30

Hallo Kerstin,
auch ich/wir haben zu danken. Um die Erlebnisse, an denen Du uns hast teilhaben lassen, seid Ihr wirklich zu beneiden. Danke für die Mühen! Berny.

jamesbond008 am 01 Apr 2018 16:45:41

Wundervoll ...... Vielen Dank

brainless am 01 Apr 2018 19:21:47

Du handelst sehr leichtfertig, Kerstin.

Mit deinen schönen Bildern und den lebendigen Schilderungen eurer Reiseerlebnisse läßt Du uns nicht nur virtuell mitreisen, sondern machst uns unbändig Lust, Ähnliches in Wirklichkeit zu erleben.

Danke dafür. :top:

Hakuna matata,


Volker

wolfherm am 01 Apr 2018 19:28:51

Vielen Dank für die schönen Bilder und die tollen Berichte.

Keddi am 02 Apr 2018 08:56:33

Servus nochmal, um ein Haar hätte ich Euch ein absolutes ugandisches Highlight unterschlagen!
1983 wurde das letzte Rhino in Uganda gewildert, seitdem gibt es dort keine mehr.
Das kann nicht sein, dachten sich ein paar Leute und haben ein Rhino Sanctuary bei Masindi eröffnet
Gestartet haben sie 2002 mit sechs Tieren (vier wurden aus Kenia, zwei aus den USA gespendet).
Inzwischen ist der Bestand auf 22 Tiere angewachsen und wenn es um die 35 Tiere sind, wird ein Teil ausgewildert, der MFNP wird der erste sein, der wieder Rhinos bekommt.
Das Gelände ist ca. 70 km2 gross, also nicht ganz klein, es leben dort - ausser den Rhinos - noch Leoparden und viele Antilopen und man kann dort ein Rhino-Trekking machen, also zu Fuß in Begleitung eines Rangers.
Jedes Rhino wird rund um die Uhr von einem Ranger bewacht, wie auch in der Serengeti und im Ngorogoro-Krater (ist es nicht unglaublich traurig, das sowas nötig ist?) und dann haben wir das gesehen

Zunächst lagen die beiden Mutterkühe mit ihren Kälbern im Gebüsch und haben ein Nickerchen gemacht, aber dann kam bei den Kleinen wohl der kleine Hunger und sie haben die Mammis hochgescheucht und erstmal einen kräftigen Schluck genommen.

Und dann ging es zum grasen auf die Wiese

Wir haben schon viele Rhinos gesehen, aber immer nur im sicheren Auto sitzend.
So direkt gegenüber, von Auge zu Auge....
Wow, das war wirklich Wahnsinn!

Sie sind nämlich viiiiel grösser als man gemeinhin annimmt, jedenfalls wenn man ihnen so direkt gegenüber steht :wink:



Wir standen wirklich keine zwanzig Meter vor diesen fantastischen Tieren und ich kann Euch sagen, das war absolut fantastisch!




Rhinos leben nicht in Gruppen, sondern alleine, man sieht normalerweise also maximal zwei Tiere, nämlich Mutter mit Kalb.
Wir hatten wirklich super Glück, dass diese beiden Mutterkühe zufälligerweise gerade zusammen Pause gemacht hatte.
Die Kühe tun sich nichts (im Gegensatz zu den Bullen), aber sie suchen auch keine Gesellschaft, deswegen haben sie die Wege dieser beiden Rhinoweibchen dann auch wieder getrennt.



Diese beiden gingen Richtung Sumpfgelände zum Fluss, da konnten wir nicht mit und sind dann wieder Richtung Camp gelaufen.
Aber wir hatten über eine Stunde mit diesen fantastischen Tieren und jede Sekunde genossen.

Das Ziwa Rhino Sanctuary hat eine grosse Campwiese und mehrere Lodges und mit dem Geld, das man dort lässt, tut man etwas wirklich Gutes.
Es kann doch nicht sein, dass ein Land wie Uganda, mitten in Afrika, keine Rhinos mehr hat!

.... ich freue mich, dass ich mit diesem Thread bei Euch Lust auf Afrika machen kann.
Afrika ist wirklich ein unglaublich tolles Land/Kontinent und auf jeden FAll eine Reise wert, sogar mit einem Ducato.
Natürlich wäre es mit einem anderen Auto (mein absoluter Favorit ist der Iveco Daily 4x4) einfacher, aber was soll ich sagen....
Wir haben bisher alles gesehen, was wir sehen wollten, sind Strassen gefahren, die wir uns und dem Auto eigentlich überhaupt nicht zugetraut hätten, aber was will man machen, wenn aus einer eigentlich guten Strasse auf einmal eine grottenschlechte Piste wird.
Irgendwie ist es immer gegangen (naja, die Trittstufe hat es schon ein paarmal schwer gebeutelt und ohne sie wäre es sicher deutlich einfach (15 cm!!), aber bisher konnte ich mich mit meiner Bequemlichkeit durchsetzen, mein Mann hätte sie am liebsten schon lange abgebaut) und das Leben hier in Afrika ist wirklich so viel günstiger als in Europa, selbst wenn man es sich richtig gut gehen lässt, so wie wir.
Teuer sind nur die Nationalparks (ab Botswana), aber man muss ja nicht jeden besuchen.
Ein oder zwei pro Land sind - wie ich finde - vollkommen ausreichend.

Und solltet Ihr mal einen wirklich guten Guide für einen tansanischen Park brauchen, dann meldet Euch bitte, ich würde Euch gerne an unseren Eric weitervermitteln, er ist - und davon bin ich absolut überzeugt - das Beste was Ihr bekommen könnt!

In diesem Sinne, beste Grüsse aus Kenia, Kerstin

JTLorsch am 02 Apr 2018 09:50:41

Vielen, vielen Dank für diese tollen Impressionen. Ich würde euch gerne ein "positiv" verpassen, geht aber leider nicht.
Bisher hatten wir Afrika nicht auf der Liste, vielleicht ändern wir das bald.

LG
Jana

camper766 am 02 Apr 2018 15:12:26

Hallo Kerstin,

vielen,vielen Dank für Deine tollen Berichte, mit denen Ihr uns an Eurer wundervollen Reise teilnehmen lasst. Ich hätte im ersten Ansatz gedacht "Afrika mit einem "normalen" Fiat Ducatokastenwagen geht nicht, aber Deine Berichte belehren mich eines bessern :)

Ich wünsche Euch weiterhin eine unvergeßliche Zeit, bleibt gesund und allzeit gute Fahrt

Viele Grüße
Heike

Keddi am 02 Apr 2018 17:01:12

Ich denke, vor ein paar Jahren wäre es mit einem ducato auch noch deutlich schwieriger gewesen, aber die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren gewaltig geändert, und in ein paar Jahren wird es wohl nur noch asphaltierte Straßen geben.
und für die nationalparks buchen wir ein Safariauto mit guide.
Alles kein Problem...

Canadier am 02 Apr 2018 17:38:47

Hallo Kerstin,
so ich bin da auch mal wieder in einem Zug hinterher gehechelt.
Ich bin nach wie vor begeistert bei den ganzen tollen Tiersichtungen.
Auch euren Plan, keinen Plan mehr zu haben, find ich klasse.

bluecamper am 03 Apr 2018 20:22:58

Hallo Kerstin,

ein wirklich toller Bericht. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften. Von mir ein POS.
Durch Deinen Bericht habe ich richtig Lust auf Afrika bekommen!!! Kommt gesund wieder!

Viele Grüße

TiborF am 09 Apr 2018 20:06:26

Huhu Kerstin,

endlich Nachricht von Euch und neue tolle Bilder - hatte mir echt schon Sorgen um euch gemacht. Und bin froh, dass diese unbegründet waren.

Ihr erlebt gerade einen super Traum - was ihr alles zu sehen kriegt und erlebt, dafür lohnt es sich wirklich, so lange und fern der Heimat unterwegs zu sein.

Schrieb ich schon mal, wie sehr ich euch bewundere ?

Weiter so - freue mich immer über neue Nachrichten von euch.

VS1400 am 04 Jun 2018 12:43:55

Hallo Kerstin,

schon wieder sind fast 8 Wochen um, ich hoffe es geht euch gut.
Ich freue mich immer über neue Berichte eurer tollen Reise.

Viele Grüße
Volker

Keddi am 04 Jun 2018 13:50:04

Servus Volker, ist ja lieb, dass du nachfragst...
Ja, mein Herz blutet ein bisschen, ich bin nicht mehr in Afrika.
Meine Tochter ist ziemlich schwer erkrankt und da war es natürlich keine Frage und und ab in den Flieger nach Deutschland.
Mann und ducato stehen noch immer in Kenia und warten (hoffentlich nicht mehr allzu lange) auf mich.
So kann es eben auch gehen.
Wir in Afrika sind quietschfidel, aber daheim in Deutschland läuft's aus dem Ruder.
Aber sobald hier wie alles im Gleichgewicht ist, sitz ich im nächsten Flieger nach Mombasa!
Also mein Tipp an euch alle:
Bleibt lieber in Europa, denn wer einmal in Afrika war, der wird woanders nicht mehr wirklich glücklich.
Afrika hat einen extrem hohen Suchtfaktor, das kann ich jetzt jedem aus eigener Erfahrung sagen!
Beste Grüße, Kerstin

Keddi am 04 Jun 2018 13:58:11



Mein Mann in "Wartestellung" im Twiga-beach Camp.
Sagte ich schon, dass ich grosse Sehnsucht nach Afrika habe?

Beduin am 04 Jun 2018 16:55:15

Ich wünsche dir das zu Hause alles schnell wieder ins Lot kommt und du wieder gehen kannst!

Keddi am 05 Jun 2018 20:23:36

Dankeschön!
Meine Tochter ist auf einem guten Weg, es sieht also nicht so ganz schlecht aus.

VS1400 am 06 Jun 2018 08:03:07

Hallo Kerstin,

auch von mir alles Gute für deine Tochter und wenn hier wieder alles im Lot ist, auf nach Afrika.

VG
Volker

TiborF am 06 Jun 2018 10:31:28

oh Kerstin - das tut mir leid, dass deine Tochter so schwer erkrankt ist.
Um so schöner jetzt, dass sie auf dem Weg der Besserung ist. Dann kannst Du vielleicht bald wieder zurück nach Afrika und dein Mann kann seine Einsamkeit beenden. Ich drücke dir für deine Familie sehr die Daumen und freue mich, wieder von Euch zu lesen.

bluecamper am 10 Jun 2018 11:57:30

Hallo!
Alles Gute und gute Besserung!!!!

Übrigens: schönes Camp. Dort könnte ich auch ein paar Tage verbringen.

herbstfrau am 10 Jun 2018 13:26:09

Ich weiß gar nicht, wie ich in diesem Thema gelandet bin...eigentlich wollte ich ins Finnlandforum...
Habe dann Deinen Bericht in einem Rutsch durchgelesen und ich bin sprachlos vor Faszination.

Ohne monatelange penible Planung einfach gemacht und Dinge erlebt, die die meisten von uns niemals erleben werden.
Ihr seid so mutig und dank Eurer weltoffenen, positiven und aufgeschlossen Art klappt alles (inklusive der Stolperfallen) wie am Schnürchen.
Ich beneide Dich glühend um die Momente mit den Elefanten, Löwen, Leoparden, Geparden, Nashörnern, Giraffen, Zebras, Hippos, Gnus und Antilopen (ja, die Krokodile und Paviane fehlen). Dieser Moment als des Nachts der Elefant am Fenster rüsselte.... :love:
Und mein Herz hat höher geschlagen bei den Schimpansen und bei den Gorillas hätte ich fast mitgeheult.
Ich gehe (politisch unkorrekt) gerne in Zoos. Die Schimpansen, Gorillas und Orangs kann ich mir aber nicht mehr gut anschauen...wer Ihnen in die Augen blickt...

Ich bin eine zutiefst misstrauische und ängstliche Natur und kann das zu meinem Bedauern auch nicht so einfach überwinden. Daher wird mir eine solche Reise wohl verwehrt bleiben. Umso mehr bewundere ich Dich und Deinen Mann für Eure Abenteuerlust und danke Dir für diesen wunderschönen Reisebericht. Es fühlt sich ein bisschen an, wie dort gewesen zu sein. Vielleicht berührt dieser Kontinent diejenigen die dort waren so sehr, weil wir genetisch wissen, dass wir von dort stammen...eine Reise zum Ursprung...

Deiner Tochter wünsche ich gute Besserung und Dir und Deinem Mann weiterhin gute Reise auf dieser Sehnsuchtstour durch Afrika...

JackSchmidt am 17 Jun 2018 20:15:05

herbstfrau hat geschrieben:Ich weiß gar nicht, wie ich in diesem Thema gelandet bin...eigentlich wollte ich ins Finnlandforum...
Habe dann Deinen Bericht in einem Rutsch durchgelesen und ich bin sprachlos vor Faszination.

Ohne monatelange penible Planung einfach gemacht und Dinge erlebt, die die meisten von uns niemals erleben ........


Hallo Herbstfrau,

schön geschrieben und ausgedrückt.

So oder ähnlich wird es den Meisten beim lesen gehen. Dafür von mir ein Plus.


Gute Besser für die Tochter und eine baldige Möglichkeit zur Fortsetzung wünsche ich den beiden auf ihrer Afrikaexpedition

Keddi am 10 Jul 2018 12:26:38

Jambo zusammen!
Erstmal ganz herzlichen Dank für eure guten Wünsche!
Ich bin nach fast gena zwei Monaten wieder in Mombasa gelandet und - was soll ich euch sagen....
Als ich aus dem Flieger gestiegen bin, das war wie "nach Hause kommen".
Meine Tochter ist noch nicht gesund,aber - hoffentlich - über'n Berg, deswegen bin ich hier so ein bisschen in "Abrufstellung" und so ein Flug ist ja schnell gebucht.
Bei uns geht es jetzt gaanz gemütlich weiter.
Twiga ist einfach paradiesisch, die Regenzeit geht dem Ende entgegen und Ukunda (der nächste Ort) hat alles und ist dabei noch herrlich afrikanisch.
Mein Mann hat sein Kenia Visum verlängern lassen, ich habe sowieso jetzt ein neues bekommen, wir bleiben also noch ein bisschen hier.
Wir haben in den letzten Monaten so unglaublich viel erlebt und gesehen, sind mit dem Avanti durch zehn Länder des südlichen Afrikas gefahren, waren in vielen NPs, hatten fantastische Begegnungen jedweder Art und genießen es grad ein bisschen, einfach nur nichts zu tun (und daran gewöhnt man sich verdammt schnell!).
Es hat auch was für sich, mal länger an einem Ort zu bleiben, man kennt sich aus, weiß, was man wo am besten einkaufen kann, welches Restaurant das beste ist und hat die Zeit, Freundschaften zu schließen.
Für September (große Migration) haben wir eine mehrtägige Tour durch den Masai Mara gebucht, daran werde ich euch natürlich teilhaben lassen und grad hier ums Eck ist Shimba Hills, ein relativ kleiner, unbekannter NP, wo es vor allem Elefanten gibt und Elefanten gehen natürlich immer!
Wir haben ja im April hier unseren Tauchschein gemacht und freuen uns jetzt erstmal auf viele tolle Tauchgänge im Kisite Marine Park (absoluter Hammer!).
Übrigens, wir suchen einen sicheren, möglichst billigen Platz (Dezember, Januar) für unser Auto in Daressalaam, hat da vielleicht jemand eine Idee?
Das nächste Mal gibt es vermutlich Bilder aus Shimba Hills, bis dahin liebe Grüße Kerstin

bluecamper am 10 Jul 2018 12:49:28

Hallo,

Euch eine weiterhin tolle Tour und schöne Eindrücke! Und alles Gute für Deine Tochter!
Ich bleibe dran...

ebi1 am 11 Jul 2018 07:14:50

Keddi hat geschrieben:Übrigens, wir suchen einen sicheren, möglichst billigen Platz (Dezember, Januar) für unser Auto in Daressalaam, hat da vielleicht jemand eine Idee?


Hi Kerstin,

stell die Frage bitte mal im Wüstenfuchs - Forum. Es gibt da was, kann mich aber nicht mehr erinnern, von wem ich das gehört habe,

Grüße
Ebi

ebi1 am 11 Jul 2018 07:17:36

ebi1 hat geschrieben:Hi Kerstin,

stell die Frage bitte mal im Wüstenfuchs - Forum. Es gibt da was, kann mich aber nicht mehr erinnern, von wem ich das gehört habe,

Grüße
Ebi



Mannomann, bin noch nicht wach... Hab einfach mal bei den Links auf meiner eigenen Seite nachgeschaut.

--> Link

Keddi am 10 Aug 2018 11:38:25

Servus zusammen!
Wer sagt denn, dass man für tolle Tierbeobachtungen in Nationalparks fahren muss und es immer nur die ganz Grossen sein müssen?
Manchmal sind es die ganz Kleinen, die einen echt berühren und das geht hier am Strand auch ganz toll.
30 Meter vor unserem Auto hat eine Schildkröte ihre Eier abgelegt!
Wir haben sofort Saidi von der Turtle-Rescue-Station angerufen, der kam und wir haben zusammen das Nest ausgegraben und die Eier an einen sicheren Ort etwas weiter oberhalb gebracht.





Die mit der Sonnenbrille auf dem Kopf bin ich und ich kann euch sagen, es war ein echtes wahnsinniges Gefühl, die kleinen Eier (ganz weiche Schale, 117 Stück, Tischtennisballgrösse) in der Hand zu halten, mit dem Wissen, dass darin kleine süsse Turtles heranwachsen!

Ja, und 60 Tage später war es dann soweit, Saidi kam wieder vorbei und wir haben erstmal eine "Turtleautobahn" gebaut, damit die Kleinen auch alle ihren Weg ins Meer finden.



Saidi hat dann ein bisschen beim rausgraben geholfen (der Sand geht so ein bisschen runter, wenn die Kleinen schlüpfen und anfangen, sich nach oben zu graben)....



... und dann kamen sie alle raus, meine Güte, was das schööööön!






Und irgendwann war dann auch das letzte Turtlebaby im Meer verschwunden.
Es war fantastisch!

Überhaupt gefällt es uns hier am Tiwi-Beach so gut, dass wir eigentlich gar nicht mehr fort wollen.
Wir stehen hier für ca. 6 Euro am Tag direkt am Strand, diverse Fischermänner bringen uns täglich ihren Fang vorbei, den wir dann auf den Grill legen, es ist einfach ein kleines Paradies....
Witzigerweise geht es nicht nur uns so.
Neulich war eine Schweizer Familie hier, die eigentlich nur drei Tage bleiben wollte.
Daraus wurden dann sechs Wochen.
Ein Norweger, der auch nur für zwei, drei Nächte bleiben wollte, steht nun auch schon seit ein paar Wochen neben uns.
Man kann auch von hieraus tolle Ausflüge machen (im September gehen wir ja für drei Tage in den Masai Mara zur Big Migration), solltet Ihr also mal in die Gegend kommen, dann kommt unbedingt hier vorbei!

Ende September müssen wir dann Kenia verlassen und fahren wieder runter nach Tansania und da es für unseren Avanti ja leider keinen Sprit in Ägypten gibt, haben wir kurzerhand einen Flug nach Hurghada und einen Long-Term-Stay in einem Hotel dort gebucht, wir sind momentan einfach total angefressen vom tauchen!
Das Auto bleibt an einem sicheren Platz in Dar es Salaam und wir lassen uns - ganz dekadent - in einem All-In-Hotel verwöhnen!
Umso mehr werden wir anschließend wieder das Abenteuer unterwegs in Afrika genießen und wer weiss, vielleicht kommen wir dann nochmal hierher, auf jeden Fall werden wir uns dann Simbabwe anschauen, wo wir auf der Fahrt nach Norden vorbeigefahren sind, weil dort gerade der Mugabe-Sturz war und da war es uns ein bisschen zu unsicher.
Aber jetzt sieht es dort sehr gut aus und wir fahren hin!
Liebe Grüsse vom Tiwi-Beach, Kerstin

Beduin am 10 Aug 2018 17:54:11

Was für eine schöne Geschichte- Begebenheit :)

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