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Im DUC durchs südliche Afrika GEHT DAS? 1, 2, 3, 4, 5


Keddi am 23 Jul 2017 10:43:05

Tja, um es gleich vorweg zu nehmen....
Ich habe keine Ahnung, ob das geht, aber wir sind gerade dabei, es herauszufinden.
Wir - das sind mein Mann und ich (beide im höchstverdienten Vorruhestand) und natürlich unser Ducato mit La Strada-Ausbau, Typ Avanti C.
Grundsätzlich ist er noch ziemlich serienmäßig, wir haben ihn nur ein kleines bisschen aufgepeppt.
So haben wir ein200-Watt-Solarpaneels auf dem Dach, die Gelbatterie gegen eine 160 Watt-Lithium-Ionen-Batterie ausgetauscht, den Absorber-Kühli rausgeschmissen und einen Kompressor eingebaut.
Wir sind also relativ autark und brauchen Gas nur noch zum kochen und für heißes Wasser, da neben der serienmäßigen Truma4 noch eine dieselbetriebene webasto Luftheizung verbaut wurde.
Natürlich ist uns vollkommen klar, dass einem mit einem 2-Wheel-Drive-Ducato enge Grenzen gesetzt sind, aber wir haben nun mal nur dieses Auto und das hatten wir schon, bevor unser Traum von Afrika Gestalt annahm
Und da wir leider nicht das nötige Kleingeld für so ein tolles Expeditionsmobil haben, gab es da kaum Alternativen,aber so genießen wir das alles hier umso mehr, denn es kann ja wirklich jeder Tag der letzte sein.
Unser Auto wurde also mit Seabridge nach PE verschifft und dort haben wir es am 03.07. aus dem Storage geholt wo uns der Schlag traf, den unser Avanti war ziemlich geplündert.
Fast alle Klamotten und Handtücher, unsere Taucheranzüge, viele Ladegeräte, Küchenzeugs, alle Strandsachen, alles Werkzeug und Ersatzteile für's Auto und noch einiges mehr und - das beste kommt zum Schluss - unser fest verbauter Wechselrichter.
Alles weg.
Aber was soll's, Kreditkarten sind geduldig und den südafrikanischen Einzelhandel hat's gefreut.
Inzwischen waren wir im Addo Elephant Park (zwei Übernachtungen und unglaublich viele Elefanten in allen Größen), im Mountain Zebra Park (auch zwei Übernachtungen und eine Gepardenfamilie fast zum anfassen als Highlight) und standen auf einem tollen Campingplatz in Ballito (bei Durban) am Indischen Ozean im strömenden Regen.
Die Afrikaner hat's gefreut, wir hätten uns lieber am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Also weiter zu den Hippos und Crocos in St. Lucia, in das Hluhluwe Game Reserve, wo wir wirklich Hammermomente hatten.
Es ist einfach toll, mit dem eigenen WoMo unterwegs zu sein, einfach mal ein paar Stunden an einem Wasserloch anhalten zu können und z, die schauen, wer da so vorbeikommt.
In unserem Fall waren das drei Rhinos und zwei Löwen.
Gleichzeitig!!
Dann hat sich so ein halbstarkes Rhino mit einem ausgewachsenen Kaffernbüffel anlegen wollen, Wahnsinn, das direkt vor dem Auto zu erleben.
Momentan genießen wir Strand und Sonne in Moçambique, bevor es weiter in den krügerNP geht.
Unser Avanti hat alles brav mitgemacht, wobei auch die teilweise wirklich nicht so komfortablen Pisten im MZP keine echte Herausforderung für ihn waren.
Selbst die sandpisten hier in Macaneta, super, ich bin wirklich sehr positiv überrascht.
Ich habe mir vorgenommen, so alle zwei bis drei Wochen ein kleines Update zu posten, solltet Ihr also mal längere Zeit nichts von mir hören, dann liegt das vermutlich daran, dass unser Experiment ein unschönes Ende genommen hat und wir wieder im Flieger nach Deutschland sitzen.
Bis zum nächsten Mal!
... Ich würde ja gerne ein paar Bilder hochladen, aber ich glaube, ich bin zu blöd.
Es heißt, das Bild sei erfolgreich gespeichert, aber es erscheint nicht.
Was mache ich falsch?

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

mantishrimp am 23 Jul 2017 11:10:03

Hallo,

Keddi hat geschrieben:Es heißt, das Bild sei erfolgreich gespeichert, aber es erscheint nicht.
Was mache ich falsch?


schau mal dort --> Link

uli644 am 23 Jul 2017 11:54:52

Ich wünsche mir die gleiche Gelassenheit, mit der ihr das ausgeräumte Auto verarbeitet habt.

Freue mich auf Euren Bericht und drücke Euch die Daumen, das jetzt alle weitere gut geht.

RichyG am 23 Jul 2017 12:54:46

Ich schließe mich meinem Vorschreiber an und wünsche Euch das Selbe!!!
Habt eine gute Weiterreise und erfreut mich und uns mit vielen Berichten und Bildern.
Sawubona ins südliche Afrika!!!!

Lancelot am 23 Jul 2017 13:27:45

Finde das auch toll, daß Euch das Mißgeschick mit dem ausgeräumten Auto nicht den Urlaub gänzlich vermiest.
Gute Einstellung ... :gut:

Keddi hat geschrieben: Dann hat sich so ein halbstarkes Rhino mit einem ausgewachsenen Kaffernbüffel anlegen wollen, ..

Wir hatten so ein Erlebnis mit einem Rhino vs Hippo, die sich gezofft haben. Kamen dann im Galopp (!!) auf uns und das Auto (PKW) zu. Da bebt und zittert die Erde :!:
Im letzten Moment haben die beiden dann vor der Kühlerhaube abgedreht und sind vorbei .... ich schwör´s : das Hippo hat gegrinst :lach:

Gute Zeit, schöne Erlebnisse, hab ein Lesezeichen gesetzt :)

Casi82 am 23 Jul 2017 14:21:54

Freue mich jetzt schon hier mitzulesen! Popcorn und Cola stehen bereit. Wünsche euch viele positive Erlebnisse.

Keddi am 23 Jul 2017 19:37:03

Hey, danke für das grosse Interesse, damit habe ich gar nicht gerechnet!
Also, so leicht haben wir die Plünderung unsere Avanti nicht verdaut, es war schon ziemlich heftig.
ich hatte sicher einen 30-minütigen Heulkrampf mit anschließenden Mordgedanken und mein Mann hat geflucht, dass die Halle fast eingestürzt ist.
Aber es war ja einfach nicht mehr zu ändern.
Und dann haben wir wklich viel Hilfe erfahren.
So hat uns der nette MItarbeiter von Pine Lodge (Campingplatz in PE) einen Laden vermittelt, wo wir einen Wechselrichter kaufen konnte, und der wurde dann auch sofort eingebaut, obwohl der Laden echt rappelvoll war.
Von überall her kam Hilfe, nur bei den Fiat-Ersatzteilen ging nix.
Jetzt hoffen wirir, dass wir möglichst lange ohne auskommen und dann muss halt der ADAC ein Päckchen packen.
Aber jetzt versuche ich es nochmal mit den Bildern, Danke für die Tipps!



babenhausen am 23 Jul 2017 19:45:44

mal nur so

Fiat Dealer Locator


M & Z Motors Windhoek PC
Cnr Andimba Toivo ya Toivo Street & Benz Street
WINDHOEK
0000
Tel:+264 61 373 500
Fax:+264 61 373 511
GPS:17.083778, -22.590117

franzose01 am 25 Jul 2017 13:46:24

Salut Kerstin,

klasse, dass du einen eigenen Faden aufgemacht hast und uns an deiner / eurer Reise teilnehmen lässt.

Mach dir wegen der Ersatzteile nicht soviel Gedanken. Es geht immer das kaput, was du nicht dabei hast. Und zum 2WD: ich war vor Jahren in Australien mit einem 2WD Kreuz und quer durch den Kontinent unterwegs, zum Teil auf abenteuerlichen Pisten. Das Manko war nicht der fehlende Allrad, die nicht vorhandene Bodenfreiheit war das größere Problem...

Auch von mir die besten Wünsche und eine tolle Reise.

Achja, wie lange bleibt ihr denn im südlichen Afrika?

Mover am 25 Jul 2017 17:21:08

Deine Frage nach Allrad beantwortet Du selbst.

Für schwereres und schweres Gelände würde ich einen Toyota Landcruiser oder einen Hilux mieten.

Gibt es auch voll ausgestattet als Camper.

Lasst Euch gut einweisen. Je nach Gebiet würde ich ein Satellitentelefon mieten.

Habt Ihr mehr Toyos als Landrover gesehen?

Landrover hatten den Süden mal fast 100prozentig beherrscht. Dann - im Lauf der Jahre - fuhren 95 Prozent Japaner.

Die sind robuster.

Beduin am 25 Jul 2017 19:19:19

Schön das du dir dir Mühe machst uns mit deinen Buchstaben und Bilder zu erfreuen! Bitte weiter so, brauchst dich nicht so zurückhalten ;)

Keddi am 27 Jul 2017 08:43:58

Servus und Danke für die vielen Rückmeldungen, die Adresse vom Fiat-Mann in Namibia ist schon im Handy gespeichert, echt super!
Einen Allrad Jeep werden wir uns wohl nicht mieten, wir fahren einfach nur dahin, wo unser Avanti sich wohl fühlt.
Und bei so interessanten Sachen wie sossusvlei, Chobe, Serengeti, Okawango,... schließen wir uns einfach einer geführten Tour an, kann man ja überall vor Ort buchen.
Wie gesagt, wir sind keine Survival-Expeditionaere mit erhöhtem Anspruch auf das außergewöhnliche, sondern wollen einfach mit dem eigenen Bett hinten drin Land und Leute kennen lernen, soweit es mit unseren Mitteln möglich ist.
Vielleicht noch was für dich, Franzose...
Wir hatten uns dafür entschieden, ohne Gasflaschen zu verschiffen und lieber hier afrikanische Flaschen zu kaufen, weil man die sicher leichter wieder befüllen lassen kann.
Dazu hatten wir uns bei wynen einen Adapter (deutsches Bord System/ afrikanische Flasche) besorgt.
Hier stellten wir dann fest, dass es zwei Camping Gasflaschen gibt, 4,5 kg und 9 kg.
Unser Adapter passt aber nur auf die kleine Flasche.
Es gibt aber einen Adapter, den man auch hier kaufen kann, um unseren wynen-adapter mit der grossen Flasche zu verbinden.
Das Problem ist nur, das ganze Konstrukt dann dicht zu kriegen, weil da rechts- und linksgewinde gemischt sind.
Dreht man das eine Gewinde zu, dreht man das andere zwangsläufig ein bisschen auf.
Und die ruettelpisten hier erledigen den Rest.
Es sind einfach ein paar verbindungsstuecke zuviel.
Ich weiß nicht, ob wynen das Problem überhaupt kennt, wir hatten damals einfach nur einen Adapter bestellt und diesen bekommen.
Ich denke, wynen weiß gar nicht, dass es zwei verschiedene gibt.
Und nochmals zur verschiffung...
In Bremerhaven wird das Auto in deinem Beisein versiegelt und in einem verschlossenen Käfig abgestellt.
Diese Siegel sollten erst wieder vom afrikanischen Zoll geöffnet werden, deswegen solltest du da sein, wenn das Auto von der Fähre rollt, um das überprüfen zu können und dann anschließend selbst dein Womo zu übernehmen.
Übrigens, wir haben unsere Auslandskrankenversicherung mal für zwei Jahre abgeschlossen, für Afrika haben wir mal ein Jahr eingeplant, danach vielleicht noch nach Australien, wobei ich aber vorher noch meinen Mann von einer erneuten verschiffung überzeugen muß
Grundsätzlich gilt für uns, wir bleiben so lange unterwegs, wie es der Avanti mitmacht.
Das nächste Mal wieder mit Bildern, beste Grüße aus dem Krüger, Kerstin

Asterixwelt am 27 Jul 2017 09:17:56

Hallo Keddi,

danke für die bisherigen Info´s. + Bilder von der Reise. Es gehört aus meiner Sicht schon Mut dazu so eine Reise zu unternehmen.

gruß

Michael

Keddi am 05 Aug 2017 18:24:05

ach was, dazu braucht es nicht viel Mut.
Irgendwann wird es daheim einfach zu eng und die Sehnsucht nach der grossen weiten Welt und einem Vagabundenleben immer grösser, so dass man auch einen vorzeitigen Abbruch des Abenteuers aufgrund suboptimaler Ausstattung in Kauf nimmt.
Es ist einfach so, dass auch die längste Reise mit dem ersten Schritt beginnt und daraus ergibt sich dann der nächste und der nächste und nächste und ....
wir sind nun schon seit gut einem Monat unterwegs und haben jeden Tag genossen.
Gestern haben wir den Krüger NP nach 10 Tagen verlassen, mit ein bisschen gemischten Gefühlen.
Tiere und Camps absolut klasse, wenngleich ich mich in den Camps über Wifi gefreut hätte, aber das war zu verschmerzen.
Wirklich gestört hat aber die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h auf Pisten und sogar 50 km/h auf Asphalt.
das war nicht nur uns, sondern auch so manchem Squirrel zuviel, den wir platt auf der Strasse gesehen haben.
Und auf den Pisten haben die 100 Meter langen Staubfahnen nicht nur uns, sondern auch die Tiere gestört.
Achso, at Mover:
Sorry, ich hatte deine Frage ganz vergessen....
Hier ist fast jeder zweite PickUp ein Toyota Hillux, der Rest verteilt sich auf andere Toyotas, Ford ranger, VW Amarok, Chevrolet,...
Landrover kann man vernachlässigen.
So aber jetzt ein paar bilder, alle aus dem Krüger!
Hier dürfen die Hyänenbabies noch die Gnuknochen abnagen, nachdem sich die Alten den Magen vollgeschlagen haben.

Unglaublich, wie dehnbar so ein Hyänenmagen ist!

Eine Elefantenherde, direkt vor unserem Avanti.... immer wieder schön.

Aber näher hätten wir nicht kommen dürfen, das hat uns diese alte Elefantin deutlich erklärt!

Also, die Bilderhochladerei ist hier extrem mühsam, für heute mache ich Schluss, aber wir stehen gerade auf einem CP mit Wifi, da kann ich morgenfrüh noch ein paar hochladen, bevor es weitergeht!
Beste Grüsse aus Südafrika, Kerstin

franzose01 am 05 Aug 2017 19:37:23

Salut Kerstin,

klasse Bilder, ich beneide euch :razz: :roll:

Noch knapp fünf Monate, dann komm ich nach...

Musstet ihr eure Camps im Krüger Park vorbuchen oder haben Sie Euch ohne Buchung reingelassen?
Hast auch mal ein paar Bilder der Camps für uns?

Auf bald

Keddi am 06 Aug 2017 07:36:12

Ja, beneidet uns nur ;-)
Die Camps im Krüger hatten wir vorgebucht, zum einen war es High Season (die Schulferien gehen bis Ende Juli) und zum anderen wollten wir zehn Tage bleiben, wenn dann nur ein Camp ausgebucht gewesen wäre, hätten wir ein Problem gehabt.
Aber ausserhalb der High Season muss man nicht vorbuchen, es ist überall reichlich Platz.
Bis Ende Juli waren viele Familien unterwegs und die Camps waren wirklich voll, ab 1. August nur noch Rentner und reichlich Platz überall.
Wir haben von den Camps leider keine Bilder gemacht, aber es sieht so aus, dass es überall einen Shop und ein Restaurant gibt.
Und absolut saubere Sanitäranlagen mit klasse heissen Duschen.
Du gehst zur Rezeption, meldest dich an und fährst dann auf den Campground, wo du dir den schönsten Platz aussuchst.
Die Parzellen sind in der Regel nicht markiert, du stellst dich einfach irgendwo hin.
Wichtig ist ein langes Kabel, weil der nächste Plug-Point auch mal ein Stückchen weg sein kann.
Und überall ist ein Grill, die Südafrikaner sind bekennende Griller!
Die Camps sind unterschiedlich gross, Skukuza ist das grösste (absolut riesig, mit eigener Polizeistation, ...), Punda Maria das Kleinste.
Uns haben die Kleinen wie Punda Maria oder Shingwedzi am besten gefallen, vor allem das Wasserloch in Punda Maria ist klasse, da war rund um die Uhr was los.
Es gibt dort einen Ansitz, direkt auf dem Campground, wo du unmittelbar auf das Wasserloch schauen kannst.
Eigentlich sind alle Camps irgendwie am Fluss oder Wasserloch, aber das in Punda Maria war mit Abstand das beste.
Was habt Ihr eigentlich für ein Auto?
Übrigens, die Leute in den camps und Gates sind total nett und fit, du kannst also bei der Gateeinfahrt dein erstes Camp buchen (oder auch noch weitere) und auch in jedem Camp buchen oder ändern oder ganz stornieren.
Sehr flexibel und kundenorientiert.
Du kannst ja mal auf sanparks.org beobachten, wie die Buchungssituation der einzelnen Camps zu deiner Zeit aussieht und dann entscheiden, ob du vorbuchst oder erst am Gate.
Und jetzt noch ein paar <bilder:
Insgesamt waren es über 30 graue Riesen, Wahnsinn!
Und einfach nur schön zu sehen, wie Elefanten (oder auch andere Tiere) einfach nur Elefanten (oder andere Tiere) sein dürfen.
Der Kleine konnte gar nicht aufhören, sich im Schlamm zu wälzen.
Das Löwenbaby gehörte natürlich auch zu unseren Highlights.

Und zum Abschluss noch eine Schildkrötenlandestation der besonderen Art:

Regmula am 06 Aug 2017 13:31:38

Vielleicht mal ein wenig aus den lokalen Facebook-Gruppen schnuppern?

  • Camping off the beaten track
  • Caravan Places

Keddi am 14 Aug 2017 13:48:48

Oh, die Schildkrötenlandestation ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

Wir sind zur Zeit an der Garden Route in Hermanus, Wale gucken.
Vielleicht noch ein Tipp zum Tsitsikamma:
Es gibt dort viele Campingplätze, aber vergeßt alle bis auf einen:
Storms Rivier Mouth Camp.
es ist ein SANParks Camp, liegt also im Nationalpark (WildCard!).
Investiert die 40 Rand Aufpreis, die ein STellplatz mit "View" kostet und dann...
Enjoy your breakfast!
Anschließend waren wir am südlichste Punkt des afrikanischen KOntinents und haben hier übernachtet:
Das war natürlich auch megatoll.
Jetzt sind wir auf dem Weg nach Kapstadt und haben gerade festgestellt, dass es dort keine CPs gibt, nur mindestens 20 km ausserhalb und die sind schon ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Wir brauchen also dringend HIlfe!
Wer weiss, wo wir möglichst zentral in Kapstadt für ca. drei bis vier Nächte stehen können?
Wir brauchen keinen Strom und gar nichts, nur ein bisschen Platz.
Grosses Dankeschön schon im Voraus!
Beste Grüsse, Kerstin

RichyG am 14 Aug 2017 17:47:07

Von zentral in Capetown würde ich (und wahrscheinlich viele Capetonians) dringend abraten. Außer ihr kennt jemanden mit gesichertem Garten.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht am Parkplatz des botanischen Gartens Kirstenbosch. Er ist einer schönsten dieser Art in der ganzen Welt!!! Evtl. dort an der Rezeption nachfragen.
Von dort gibt es meines Wissens eine Busverbindung hinein nach Capetown.
Am besten wäre ein Zimmer zu buchen und das Fahrzeug außerhalb sicher abstellen. Sicher heißt, jemanden fragen mit Farm oder sonstigem Abstellplatz.

RichyG am 14 Aug 2017 18:01:50

Meine geratene Vorsicht ist übrigens nicht von übermäßiger Angst getrieben. Aber man sollte das Schicksal nicht mit aller Macht herausfordern. Was auf dem Land ohne Probleme möglich ist (wenn es auch die Einheimischen befürworten), kann in den Städten tatsächlich lebensgefährlich sein. Bitte seid da vorsichtig!

Keddi am 20 Aug 2017 21:36:32

So, Kapstadt ist abgehakt und wir haben unser Übernachtungsproblem ganz elegant gelöst.
Auf dem Weg vom Kap der Guten Hoffnung nach Norden sind wir in Kommetjie vorbeigekommen, dort war ein CP für 190 Rand pro Nacht.
Am nächsten MOrgen sind wir dann von Fish Hoek (8 km von Kommetjie) mit dem Zug nach Kapstadt reingefahren.
Das war allerdings seeeehr afrikanisch im negativen Sinn (anderthalb Stunden für 30 Kilometer), aber dann haben wir in Kapstadt an der Victoria & Alfred Waterfront einen Parkplatz entdeckt, der rund um die Uhr geöffnet ist und tagsüber auch bewacht.
Also sind wir tags drauf einfach dorthin gefahren, haben für 20 Rand ein 24-Stunden-Ticket gelöst und sind einfach über Nacht geblieben.
Das haben wir dann zwei Nächte lang gemacht, war total problemlos und fantastisch zentral, direkt mitten im allerbesten Viertel von Kapstadt, mitten im Leben.
Überall supertolle Kneipen und Restaurants, an jeder Ecke Strassenmusiker, riesige Shopping-Malls, super Hafenstimmung, einfach nur klasse.
Tagsüber waren wir sowieso immer unterwegs (entweder im Sightseeing-Bus oder zu Fuß) und nachts waren wir im Auto.
Manchmal hat so ein kleiner Ducato halt auch seine Vorteile....
Aber nichtsdestotrotz vielen Dank für deinen Tip mit dem Botanischen Garten, allerdings hat der Parkplatz dort tatsächlich ein Gate, das nachts geschlossen ist.
Bilder von Cape Town erspare ich Euch, aber hier sind noch ein Fotos vom Blyde River Canyon und dem Weg diagonal durch Südafrika, vom Nordosten bis runter in den Südwesten:
Der Canyon liegt in einem Nature Reserve (also kein National Park), der Eintritt ist frei, aber dafür muss man für jeden einzelnen Aussichtspunkt bezahlen (pro Person 10 - 50 Rand).
Man muss aber nicht jeden Aussichtspunkt anfahren, denke ich.
Leute, die den Grand Canyon in USA kennen, können dem Blyde River Canyon vermutlich nicht viel abgewinnen, aber immerhin ist er auch 700 Meter tief.
Besonders schön fand ich die "Potholes":
Durch den Canyon führt eine der schönsten Panoramastrasse Südafrikas, die sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, wenn man dort in der Gegend ist.
Später dann, auf der Nationalstrasse wurde die Fahrt dann eher eintönig, auf einer Strecke von gut 1000 Kilometern sah es eigentlich immer nur so aus:
bolzengeradeaus und nur alle 100 Kilometer eine Tankstelle, sonst absolut nix.
Aber wenn man einigermaßen zügig vorwärtskommen will, ist das wohl der einzige Weg.
Inzwischen sind wir auf dem Weg in die Kalagadi, anschießend Namibia, endlich richtiges Afrika!
Wir freuen uns schon riesig, denn so schön Südafrika auch ist, es hat doch auch seine negativen Seiten
Wir sind mal durch so ein Township durchgelaufen und das Leid, das dort herrscht ist einfach unbeschreiblich.
Die Wunden, die die Apartheid geschlagen hat, werden noch lange brauchen, bis sie verheilt sind.
Wie anders war da Swasiland, das nie eine Apartheids-Politik hat kennenlernen müssen.
Beste Grüsse aus Südafrka,
Kerstin

RichyG am 20 Aug 2017 21:47:49

Sawubona und Danke für Deinen Bericht!
Und sofort bricht die Sehnsucht nach Afrika wieder aus :)
Kommetjie war stets unser erster CP nach Übernahme des Mietmobils.
Gute Weiterreise!!!

Keddi am 20 Aug 2017 22:23:06

Es gibt in Kommetije wohl mehrere CPs, wir waren im Imhoff-Caravanpark.
Ihr auch?
Mit 190 Rand pro Nacht war der auch echt günstig, bloß der Weg nach Cape town per Zug war echt mühsam.
Aber dann haben wir ja Gott sei dank diesen fantastisch gelegenen 24-Stunden Parkplatz an der waterfront entdeckt...
Da haben sich unsere Investitionen in die autarkie unseres Avantis doch mal wieder absolut bezahlt gemacht, wir brauchen wirklich überhaupt keine externe Stromversorgung
Wann bist du eigentlich mal wieder hier in der Gegend, Richy?
Und wenn Ihr dann mal ein bisschen mehr Zeit habt, dann lasst euch durch unsere schlechten Erfahrungen beim verschiffen nicht beeinflussen kommt doch ruhig mit eurem eigenen WoMo.
Es ist einfach nur toll und die verschifferei ist wirklich kein Problem.
Unser DUC hat mit seabridge ca. 4.000,- Euro gekostet, inclusive aller Gebühren, wobei wir aber auch vom günstigen Ölpreis profitiert hatten, es gab fast keinen Treibstoffzuschlag.

RichyG am 20 Aug 2017 22:27:40

Imhoff war auch unser CP.
Wir haben noch keinen genauen Plan. Wissen nur, dass es wieder passieren wird :ja:
Seid ihr über den Chapman’s Peak Drive gefahren?

franzose01 am 25 Aug 2017 13:28:00

Salut Kerstin,

sehr schöner Bericht, meine Reisefieber steigt. Ich muss mich noch ein paar Monate gedulden...

Ich schreibe dir die Tage mal ne Mail.

Keddi am 08 Sep 2017 15:29:44

Es gibt uns noch!
Inzwischen sind wir in Namibia, waren schon im fish River Canyon, in Lüderitz, in kolmannskop, bei den Wildpferden in der namib-Wueste (wo wir dort am Wasserloch auch uebernachtet hatten), im sossusvlei und machen uns morgen weiter auf den Weg nach Norden.
Die Buchung der Camps im etosha war ein bisschen schwierig, aber jetzt haben wir doch noch drei Nächte für Mitte Oktober ergattern können.
Sollte man also vielleicht doch relativ früh reservieren.
Der Avanti schlägt sich tapfer, keinerlei Pannen bisher.
im Kgalagadi haben wir ihn zweimal aus tiefsand raus ziehen lassen müssen, das erste Mal hatten wir es ein bisschen provoziert, um zu sehen, was geht und was nicht und beim zweiten Mal war ein Weg sehr missverständlich ausgeschildert.
Die Wellblechpisten hier in Namibia sind wegen Geldmangel wohl seit rund 9 Monaten nicht mehr gewartet worden, nicht sehr angenehm zu fahren, aber kein Problem.
Seit letzter Woche fahren die Padscrubber aber wieder und das ist schon sehr gut.
Nächstes Ziel ist Walvis Bayern / Swakopmund.
Beste Grüße aus Sesriem (Namibia), Kerstin

Asterixwelt am 08 Sep 2017 15:50:07

Hallo Keddi,

danke für die Berichte + Bilder bisher, sehr interessant. Wünsche Euch auch weiterhin eine gute Reise.
gruß

Michael

Keddi am 04 Okt 2017 17:40:25

So, es wird mal wieder Zeit für eine kleine Statusmeldung.
at Richy: naklar sind wir über den Chapmans Peak Drive gefahren, so eine Wahnsinnsstrecke dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen!
HIer vielleicht erstmal noch ein paar Bilder ....
HIer die Düne 45 im Sossusvlei, wir sind natürlich kurz nach Sonnenaufgang dort hoch gestapft (barfuss!) und es war einfach nur traumhaft, noch viel schöner, als Fotos vermuten lassen.
de
Und durch das Dead Vlei sind wir auch gewandert....
Wahnsinn, dass da vor ein paar Jahren noch Wasser geflossen ist.
Wenigstens ab und zu mal.

Aber ins Sossusvlei haben wir uns den Luxus einer Guided Tour vom CP aus geleistet, der Avanti hatte einen Ruhetag.
Hat viel Spass gemacht und war gar nicht so teuer.
Vom Sossusvlei dann weiter nach Norden, Walvis Bay (eine scheußliche Industriestadt) und Swakopmund.
Die Strasse zwischen den beiden Städten...
Superschön!

In Swakopmund haben wir auf dem CP Mile4 gestanden, etwas ausserhalb von Swakop, Richtung Norden.
Sehr schön und deutlich günstiger als die Plätze in der Stadt.
Und dann immer weiter nach Norden, die Strasse dort aus reinem Salz, dort sind ja lauter Salzwerke.
fährt sich aber klasse, aber eine Unterbodenwäsche muss dann schon öfter mal sein.
Weiter auf der Küstenstrasse, Richtung Skelettwüste.
Übernachtet haben wir hier:


Eine kleine Stichstrasse, die von der Hauptstrasse in Richtung Meer führte, traumhaft.
Überhaupt haben wir uns zu echten Wildcampern entwickelt, war noch nie ein Problem.
Auf CPs gehen wir eigentlich nur noch, wenn wir mal ein paar Tage ausspannen wollen.
So auf der Strecke bleiben wir nachts immer irgendwo am Rand stehen.
HIer gilt ja überall die Empfehlung, nicht bei Dunkelheit zu fahren, und daran halten sich auch wirklich so ziemlich alle, so dass ab Sonnenuntergang wirklich fast kein Auto mehr vorbei kommt.
Allerdings machen wir das auch nur mit gebührendem Abstand zur nächsten Ortschaft.
Auf dem Weg lag Cape Cross, klar haben wir da angehalten.
Hier leben ca. 150.000 Robben, jede braucht ca. 4 kg Fisch am Tag.
Wahnsinn!


In die Skelett-Wüste sind wir nur ca. 20 km reingefahren, wenn man die gesehen hat, kennt man auch den Rest.
Sowas von tot!
Keine Ahnung, warum die Skelettwüste heisst, wir haben kein einziges gesehen, von wem auch.
Hier lebt einfach gar nix.


Ja, und dann waren wir auch wieder froh, die Küste zu verlassen, der Benguelastrom macht das Wetter dort ja eher ungemütlich.
Dann waren wir noch bei den Wüstenelefanten im Brandbergmassiv, wenn Ihr mal dort seid, geht unbedingt auf den CP White Lady-Brandberg-Lodge.
very Basic, super sauber, Pool und Duschen und Toiletten unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein, WOW!
dieses Foto haben wir vom Sunset-Viewpoint aufgenommen, ein paar Meter oberhalb des Camps


Und die Sanitäranlagen...
wie gesagt, super sauber und ein Wahnsinnsgefühl, so unter freiem Himmel!


und die Elefanten laufen dort durch's Camp!!


Trotzdem haben wir auch eine Tour durch das ausgetrocknete Flussbett zu den Wüstenelefanten mitgemacht
Nur zu empfehlen!


Klar, die White Lady-Felsmalereien haben wir uns auch angeschaut, war ganz nett, aber am schönsten fand ich die Wanderung (ca. 1 Stunde) dorthin.

Mit noch einigen Zwischenstopps sind wir dann am Etosha angekommen, aber der bekommt einen eigenen Lagebericht!

Ja, und um nochmal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:
Wir sind - bislang - sehr zufrieden mit unserem La Strada.
Die Schränke hängen alle noch an der Wand, obwohl es hier manchmal rüttelt wie verrückt, wie schon mal erwähnt, die Padscrubber standen fast ein Dreivierteljahr in der Garage und die Gravels waren wirklich unter aller Sau.
Aber wir haben uns einen kleinen Kompressor angeschafft, mit dem wir den Reifendruck ablassen und wieder erhöhen können, das ist prima für Tiefsand und auch Wellblechpisten.
Wir hatten noch keine Reifen- oder sonstige Panne und kommen mit 8 Litern Diesel aus.
Wir sind überall hingekommen, wo wir hinwollten und fühlen uns hier pudelwohl.
Das einzige, was ich bemängeln könnte, ist der fürchterliche Staub hier in Namibia, der dringt durch alle Ritzen und macht wirklich keinen Spass.
Aber das geht hier wohl allen so, mit Ausnahme derer, die hinten keine Türen oder Fenster haben.
Wer sich also gerade die Anschaffung eines namibiatauglichen Reisemobils überlegt....
Die Staubdichtigkeit stünde bei mir ziemlich weit oben auf der Ausstattungsliste!
Beste Grüsse aus Namibia, Kerstin

Canadier am 05 Okt 2017 18:19:45

Hallo Keddi,
hab mich jetzt auch an eure Fersen gehängt.
Ist zwar nicht ganz mein Land,zu warm,aber eure Tiersichtungen sind ja einfach Wahnsinn. :top: :top: :top:

brainless am 05 Okt 2017 20:32:07

Hallo Kerstin,

danke für deine Berichte und Fotos!

So locker und unprätentiös, richtig angenehm.
Habt Ihr schon die Berichte Eurer "Vorfahrer" gelesen? Die waren 2012 mit den La Stradas im südlichen Afrika unterwegs:
--> Link

Ich freue mich auf deine Fortsetzungen.

Weiterhin gute Reise,


Volker

Keddi am 20 Okt 2017 16:02:02

ja, das stimmt, wir haben wirklich wahnsinnig schöne Momente mit Tieren gehabt, auch im Etosha.
Wobei man aber auch ganz klar sagen muss, dass um diese Jahreszeit zwischen den Wasserlöchern so gut wie nix geht, aber an den Wasserlöchern dafür umso mehr.
Wir haben das Beste draus gemacht und uns gleich am Morgen ein richtig tolles Loch gesucht und dort dann den ganzen Tag verbracht, so kann man wirklich superschönen Tag verleben und mehr sehen, als die, die von Loch zu Loch rasen.
Z.B. ein Rudel von sechs Löwinnen, das sich nach der Jagd am Wasserloch gemütlich niedergelassen hat.

Aber wer bis dato dachte, Löwen seien die Könige der Tiere, sei hier eines besseren belehrt.
Denn kaum kam ein Rudel Elefanten ums Eck, standen die Katzen ohne jede weitere Diskussion auf und haben den Dickhäutern das Feld überlassen.


Wer wollte sich den Grauen Riesen auch in den Weg stellen??

Überhaupt war der Etosha unser "Löwenpark".
Vor den beiden hatte niemand so richtig Respekt, warum auch, Löwen sind schon richtige Machos, für die Beischaffung des Futters sind die Frauen zuständig, das wissen die Gazellen und Antilopen auch!


Ja, und dann hatten wir einen Moment der ganz besonderen Art.
In der Nähe eines Wasserlochs ist ein Elefant gestorben, war wohl noch gar nicht so lange her.
Als dann eine Elefantenherde vorbeizog, scherte ein Elefant aus, ging zu der Leiche und legte den Rüssel kurz auf den toten Kopf.
Wer bei einer solchen Szene keine feuchten Augen bekommt, hat kein Herz!


Aber wo Tod ist, ist auch Leben, und das entsteht wohl so:

Sagte ich schon, dass Elefanten zu meinen absoluten Lieblingen gehören?

Und so ein Frühstück am Wasserloch im eigenen Camper bringt natürlich ein Wahnsinnspanorama mit sich.

Es gab noch unzählige solcher Momente, das hat vieles aufgewogen, was uns am Etosha nicht so so gut gefallen hat.
Zum einen waren die Strassen wirklich unter aller Sau und bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h hatte die Staubwolke keine Chance, sich jemals zu verziehen.

Und jetzt mal wieder ein kurzer Abstecher zum eigentlichen Thema.
Wir hatten unser erstes "Avanti-Problem" und zwar hat unsere nagelneue Lithium-Ionen-Batterie sich geweigert, Power aufzunehmen, egal ob über die Lichtmaschine, noch über Solar noch über Landstrom.
Nichts ging mehr.
Und jetzt finde hier in Botswana mal jemanden, der überhaupt weiss, wie so eine hochtechnische elektrische Anlage funktioniert!
Aber wir hatten Glück, bei einer Car Electric-Firma hier in Maun arbeiten richtig fitte Jungs.
Die haben die ganze Anlage auseinandergenommen (mir ist himmelangst geworden, ich dachte, die kriegen die Kabel in 100 Jahren nicht mehr richtig zusammen), haben sich immer wieder im Internet schlau gemacht, wie es funktionieren könnte und siehe da....
Nach sieben Stunden (!!) war alles wieder gut.
Eine Sicherung war durchgebrannt und wurde ersetzt und innerhalb der Batterie (ja, die haben tatsächlich die Batterie geöffnet!) musste ein Reset-Knopf gedrückt werden.
Allerdings war diese Sicherung wirklich sehr, sehr schwer zu finden, zumal bei uns im Kofferraum wirklich alles total zugebaut ist mit der zusätzlichen Luftheizung, dem Kombi-Ladebooster und der Solaranlage.

Aber meine Fresse, waren wir froh!
Wir hatten schon ernsthaft das Ende unseres Abenteuers gesehen, denn ohne Saft nix los.
Und das ganze für unter 100,- Euro, aber der supertolle Mechaniker, der sich da wirklich absolut reingekniet und einen fantastischen Ehrgeiz entwickelt hat, hat natürlich noch ein mittelgrosses Extra-Dankeschön bekommen, ist doch klar.
Jetzt steht weiteren Abenteuer nichts mehr im Weg und morgen geht es weiter nach Kasane.
Bilder vom fantastischen Okawango-Delta kommen dann beim nächsten Mal!
Sonnigheisse Grüsse aus Maun (Botswana),
Kerstin

RichyG am 20 Okt 2017 16:07:24

Schöne Bilder und tolle Geschichte ( auch sowas ist typisch Afrika!).
Weiter tolle Abenteuer und gute Fahrt 8)

Keddi am 20 Okt 2017 16:19:03

Ja Richy, da hast du absolut Recht, das ist Afrika.
Tolles Land, tolle Menschen, für die Zeit einfach keine Rolle spielt.
Ich wünsche Dir, dass Ihr das auch bald wieder erleben dürft!

In Deutschland hätte man uns für viel, viel Geld eine neue Batterie verkauft, hier wird improvisiert, getüftelt und probiert, bis es funktioniert.
Wir sind auf den Hof der Firma Taurus Car Electric in Maun (ja, das darf hier jeder als "Schleichwerbung" verstehen!) gefahren und der supernette Chef der Firma hat uns sofort seinen besten Mann geschickt, sich selbst immer wieder dazu gestellt und die beiden haben einfach nicht aufgegeben.
Nach ca. zwei Stunden hat der Chef gesagt, er würde uns nicht vom Hof lassen, wenn das Problem nicht gelöst würde.
Es war wirklich unglaublich toll, sowas zu erleben, wenn man deutsche Werkstätten gewohnt ist.
Trotzdem hoffen wir natürlich, dass es jetzt erstmal ohne Probleme weiter geht und freuen uns - nach Kasane - auf Sambia!

RichyG am 20 Okt 2017 16:33:39

Uns hatte in ZA eine Sturmböe beim Aussteigen die Beifahrertüre bis nach vorne an den Kotflügel gedrückt. War natürlich nicht mehr zuzubekommen. Eine Nissanwerkstatt hat uns den Schaden am Iveco ohne jeden Termin (undenkbar in Deutschland) sofort repariert. Und der Hammer: Die Jungs wollten kein Geld dafür. Vielmehr wollten sie wissen, wie wir in Deutschland leben, wie es uns in Südafrika gefällt und wie so was in Deutschland repariert wird. Wir haben trotzdem bezahlt und die Werkstatt nach vier Stunden wie gute Freunde verlassen.
That's Africa!

Keddi am 20 Okt 2017 21:16:40

Du sprichst mir aus der Seele!
Wenn wir hier in Afrika jemanden nach dem Weg fragen, haben wir bislang immer nur eine Antwort bekommen: "follow me!".
Und dann wurden wir gelotst, sei es 8 km zum nächsten CP oder 10 km zum Musikgeschäft (eine Gitarrensaite war gerissen) oder zum besten Fischrestaurant der Stadt oder....oder... Oder..

Als unsere Gasflaschenadapter einfach nicht dicht zu bekommen waren, haben sich zwei Angestellte eines Baumarktes mit dem Problem beschäftigt und es nach zwei Stunden schließlich gelöst, ohne einen Rand zu wollen, im Gegenteil, sie haben uns das kleinmaterial noch dazu geschenkt und waren in den Tod rein beleidigt, als wir das nicht annehmen wollten.

Wir sind noch keine vier Monate hier, aber so eine Liste könnte ich noch seitenweise fortsetzen.
Unglaublich schöne Länder, fantastische Menschen, traumhaftes Wetter und Tiere, die einfach nur Tiere sein dürfen.
Natürlich hat alles auch seine Kehrseiten, die man nicht übersehen darf, aber ICH LIEBE AFRIKA,,

RichyG am 20 Okt 2017 23:15:52

Ich wünsche Euch weiterhin nur solche Erfahrungen :daumen2:

franzose01 am 21 Okt 2017 17:28:16

Salut zusammen,

an dem Spruch, Reisen bildet, ist was wahres dran. Einige Menschen aus good old Germany sollte auch mal so eine Reise machen, damit sie mal erleben, was Hilfe und Gastfreundschaft bedeutet.

Kerstin, ich freue mich sehr darüber, dass du uns so intensiev an eurer Reise teilnehmen lässt :lol:

Weiter so

Keddi am 26 Nov 2017 22:01:05

Servus zusammen!
Ja, wer hätte das gedacht, wir touren immer noch, allerdings wird es auch heute leider keine Bilder geben, die Internet- Leitungen hier geben es einfach nicht her.
Aber ein bisschen erzählen kann ich euch.
Von Maun ging es weiter nach Kasane, kurz vor der Stadt sind wir abends in eine Seitenstraße abgebogen zum übernachten, mitten in der Nacht wache ich auf (ich schlafe auf der fensterseite) und schau in ein großes, unglaublich schönes neugieriges Auge.
Da stand tatsächlich ein Elefant direkt vorm offenen Fenster und guckte ganz interessiert zu uns rein, unmittelbar vor mir, nur getrennt durch das Moskitonetz, minutenlang.
Ich glaube, ich hatte einen Herzstillstan, es war der Hammer, wie er mit dem Rössel ganz vorsichtig durch das Netz gepustet hat.
Aber dann ist er doch noch seiner Familie hinterher getrottet.
Das ist Botswana!
In Kasane stand natürlich der ChobeNP auf dem Plan, wir haben eine Tour im Safariauto (nur der Guide und wir zwei) gemacht, fantastisch!
Und eine bootstour auf dem chobe River.
Überhaupt möchte ich hier gerne mal eine Lanze für solche guided Touren brechen, die ja unter den "Individualreisenden" so ein bisschen verpönte sind.
Ich finde es total entspannend, sich mal um nix kümmern zu müssen, die Jungs sind immer superfit und wissen - aufgrund Funk - immer genau, wo gerade die besten Sichtungen möglich sind.
Dazu gibt es immer ein tolles lunch und viele infos.
Aber das nur mal so nebenbei.
Weiter nach Sambia, livingstone und den Vic-Falls (seeeehr imponierend).
Überhaupt Sambia...
Wenn uns Botswana schon viel besser gefallen hat als Namibia, dann hat Sambia das noch getoppt.
Afrika, wie man es sich vorstellt, keine Weißen und überall fröhliche Menschen, die einem zuwinken.
Am Straßenrand gibt es überall frisches Obst und Gemüse für ein paar Cent dazu eine fantastische Landschaft.
Leider sind die NPs nicht ganz billig, wir haben uns für den Lower Sambesi NP entschieden und wurden nicht enttäuscht.
Wenn der ChobeNP schon sehr naturbelassen war, dann ist der Lower Sambesi Wildnis pur.
Hier gibt es noch nicht mal mehr Pisten, es war wirklich abenteuerlich.
Natürlich auch im Safariauto, nur der Guide und wir zwei.
Und hier hatten wir dann tatsächlich endlich unseren ersten richtigen Leoparden.
Nicht nur im Vorbeigehen, sondern auf der Jagd und wir sind ihm kilometerweit über Stock und Stein gefolgt.
WOW!
Ja, und jetzt sind wir schon seit gut einer Woche in Malawi und genießen den wunderbaren Lake Malawi.
Tolle Camps, super Strand und der See....
Warmes klares Wasser, herrlich!!
Und so billig!
Ich verspreche euch, sobald wir mal eine stabile Internet Verbindung haben gibt's gaanz viele Bilder!
Und jetzt vielleicht noch ein paar Worte zum Ursprungsthema...
20.000 Km, 8 Länder, keine unlösbaren Probleme.
Letzte Woche hat uns das Navi falsch gelotst, wir fanden uns auf einmal auf einer Piste wieder, die nur aus felsbrocken bestand, einem dieser Brocken ist dann schließlich unserer trittstufe zum Opfer gefallen.
Aber hatte ich schon erwähnt, dass die Mechaniker hier in Afrika echte Tüftler und Fummler sind?
Im Camp in Rumphi hat ein Arbeiter unser Malheur mitbekommen, am nächsten Morgen stand sein Kumpel da, hat uns zwei Kilometer in seine Werkstatt gelotst, drei Stunden geschraubt und gehämmert und dann war der felsbrocken vergessen.
Preis: 10,- Euro.
Wir waren sprachlos, haben den geforderten Betrag bezahlt und ihm den gleichen Betrag nochmal als Tipp gegeben, er war dort ja nur angestellt.
Mein Gott, hat sich der nette Kerl gefreut!
Der Durchschnittslohn liegt hier bei knappen 300,- USD.
im Jahr.
Ansonsten sind wir mit unserem Avanti zufrieden, Allrad haben wir noch nicht vermisst, ein bisschen mehr bodenfreiheit schon.
Wir waren schon oft dankbar für die überschaubaren Abmessungen, die Enge im Innenbereich hat uns noch nicht gestört.
Diesel 50 ppm für den Euro5-Motor haben wir bisher überall problemlos bekommen und auch der Wassertank (110 Liter) war noch nie leer.
In 10.000 km ist die nächste Inspektion (und erste in Afrika) fällig, das müsste in Nairobi sein.
Wir hoffen, dort eine geeignete Werkstatt zu finden, die auch das gute Longlife Öl hat, so dass wir wieder 30.000 km ohne Ölwechsel vor uns haben.
Aber wenn nicht, ist das auch kein Beinbruch, dann wechseln wir eben in kürzeren Intervallen.
So, heute war es viel Text, aber wie gesagt, irgendwann wird eine geballte Bilderflut über euch hereinbrechen!
Bis dahin liebe Grüße, Kerstin

RichyG am 27 Nov 2017 08:54:40

Hallo Kerstin,
Vielen Dank für Deinen ausführlichen und schönen Bericht! Bei Deinen Berichten kann ich tatsächlich die afrikanische Luft einatmen und riechen. Genießt diesen Traum weiterhin und habt eine glückliche Weiterreise.
Sawubona aus einem novembrigen Deutschland!

JackSchmidt am 27 Nov 2017 09:23:55

,Hallo Kerstin,

toller Beitrag! Danke und ein Plus von mir ;-)

Solofahrer am 27 Nov 2017 15:39:20

Hakuna Matata weiterhin und ja, ich beneide Euch ein bisschen, es ziemlich großes bisschen. ;D

Alter Hans am 27 Nov 2017 17:38:36

Bleibt gesund und reist unbeschwert weiter!
Freue mich über Eure Berichte. Danke dafür.

Keddi am 28 Nov 2017 21:20:56

So, und hier kommt nun - relativ kommentarlos - die angekündigte Bilderflut.
Viel Spass dabei!

So nah kommt man den Riesen bei einer Bootstour durch das Delta..




und so entspannt...


ein Kraal in Botswana, das läuft hier unter "Kleinstadt"!


von Maun weiter nach Kasane, erstmal eine Bootstour auf dem Chobe-River


Dieser Leguan hat sich einen Krebs an Land gezogen, Guten Appetit!


Auf den Inseln im Chobe-River weiden in der Trockenzeit riesige Büffelherde, in der Regenzeit wäre das schwierig.


Der Chobe-River fließt durch den NP, das freut natürlich auch die Elefanten.

Und uns freut es, die Tiere von der Wasserseite aus zu sehen.

Der Anthrax-Bazillus sorgt im ChobeNP immer wieder für Todesfälle, hier musste ein Elefantenbaby dran glauben.


Und mit diesem Bild hat sich der Chobe-River von uns verabschiedet..


Jetzt geht es weiter nach Sambia!
Wenn Ihr mal in die Gegend von Lusaka kommt, geht auch den CP Eureka, vor den Toren der Stadt.
Dort hat Johnny eine Riesengelände gekauft, mitten rein einen CP gepflanzt und neun Zebras, fünf Giraffen, Wasserböcke und eine Herde Impalas reingesetzt.
Und dann entstehen solche Bilder...

Hier zu frühstücken ist einfach nur idyllisch!

Erster Anlaufpunkt in Sambia waren die Vic-Falls.
Wir haben uns ganz bewusst für die Trockenzeit entschieden, in der Regenzeit sieht man vor lauter Gischtnebel die Fälle gar nicht.
So war es vielleicht nicht ganz so spektakulär, aber dafür konnten wir oben an der Abbruchkante entlang laufen und in den Sambesi schauen.
das war schon seeehr cool!


Ja, da oben sind wir entlanggelaufen, toll oder?

Nur am Hauptfall, auf der Zimbabwe-Seite fällt in der Trockenzeit noch Wasser...


Und dann kam der Lower Sambesi NP...
ein ganz unscheinbarer Eingang, kein Vergleich zu den pompösen Gates in Südafrika oder dem Etosha...

und keine Zäune!!

Ihn hier haben wir am Vormittag entdeckt...

und am Nachmittag lag er immer noch dort!


Ja, und dann kam es, unser Sambia-Highlight:

eine Leo-Dame, zunächst noch ganz relaxt unter einem Baum, aber dann knurrte wohl der Magen und los ging's...

Zunächst erstmal zum Wasserloch...

und dann ab in die Büsche!


Und weiter nach Malawi....r
hier sind die Hütten nicht aus Lehm, sondern aus Ziegeln, aber meist immer noch mit Reetdach und sowas ....

.... läuft auch hier unter "Kleinstadt"

Das Fahrrad ist hier das Hauptbeförderungsmittel, aber könntet Ihr Euch das Bild in Deutschland vorstellen?


Auf kurzem Weg zum traumhaften Lake Malawi...

warmes, klares Wasser....
und keine Angst vor Billharziose, Tabletten kosten hier nur ca. 2.50 pro Person, in Deutschland bezahlt man dafür 115,- Euro.

Es gibt nicht viele Strasse in Malawi, die meisten sind geteert, aber zwischendurch kommt - in der Regel vollkommen unerwartet - eben auch sowas...

In solchen Momenten war ich immer seeehr dankbar für unseren 4-Tonnen-Kasten!!

Es gibt überall am 580 km langen See superschöne und günstige CPs, wir waren unter anderen hier...

Die Mangos gibt es hier gratis frisch vom Baum, man muss sie nur pflücken, aber selbst dabei hilft einem ein netter CP-Angestellter!

So, das war's für heute, ich hoffe, es hat Euch ein bisschen gefallen und die Sehnsucht auf Afrika geweckt.
Sollte von Euch vielleicht jemand gerade eine Reise hierher planen..... wir beantworten gerne alle Fragen!

Demnächst mehr aus Tansania!

Afrika ist sooooo schön!!!

RichyG am 28 Nov 2017 21:25:24

Klasse!
Vielen Dank für diese Impressionen :daumen2:

Canadier am 29 Nov 2017 00:19:15

Einfach nur traumhaft. :ton: :daumen2:
Vor allem die tollen Tiersichtungen!
Was hattet ihr für ein Tele?

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