Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Die Hybrid-Batterie Blei und LiFePO4 parallel 1, 2, 3


null550 am 02 Aug 2017 14:42:06

Es gibt auch eine Lösung dazwischen, eben eine Kombination der beiden Batteriewelten.
Ich habe 2 Banner AGM Running Bull a 95 Ah mit 2 LiFePO4-Modulen a 25,6 Ah erweitert und damit die Entnahmekapazität einer 3. AGM realisiert, für die ich keinen Platz hätte.

Das System funktioniert so, dass zunächst die AGM-Batterien geladen werden und dann erst die LiFePO4. Die Entnahme funktioniert gerade andersherum; zuerst wird aus der LiFePO4 entnommen und dann erst aus den AGM-Batterien. Also quasi eine on-top-Kapazität.
Im Verbund mit Solar wird dann die LiFePO4 zur Hauptversorgungsquelle und die Bleibatterien wirken wie Backup-Speicher, was deren Lebensdauer verlängert.

Dazu wurden die LiFePO4-Module direkt an die Bleibatterien angeschlossen - ansonsten keine weiteren Änderungen. Sämtliche Ladetechnik (Schaudt EBL99 plus LAS1218-2 und das Anzeigedisplay bleiben unverändert, also eine plug & play-Lösung mit 2 Kabeln.

Meine AGMs sind 6 Jahre alt, die LiFePO4 gut 1 Jahr. Eine Lösung , die Platz und Gewicht (hier 20 kg) spart. Der doppelte Preis pro gewonnener Ah dürfte sich über die Lebensdauer auch rechnen.


Hier meine Installation der 2 Module.

flo16v am 02 Aug 2017 15:48:38

Hi,

erstmal eine interessante Konstellation aber erst schreibst du das die Batterien getrennt voneinander ge- und entladen werden und 2 Zeilen tiefer steht das die Batterien einfach Parallel angeschlossen hast?!

Was von beiden ist denn jetzt richtig.

Lifepo4 einfach mit AGM Batterien parallel verschalten wird wohl nicht lange gut gehen. Die haben einen völlig unterschiedlichen Innenwiederstand und Spannungsniveu / Kapazität

Gruß Flo

null550 am 02 Aug 2017 17:09:47

Die Batterien sind parallel miteinander verbunden und werden alle über den vorhandenen Schaudt EBL99 geladen.
Gerade wegen den unterschiedlichen Innenwiderständen und Spannungslagen erfolgt die Ladung und Lastverteilung eher nacheinander. Natürlich gehört dazu auch noch etwas Elektronik, die ist in den Modulen mit verbaut.

Gut geht das im Photovoltaikbereich für Inselanlagen schon lange. Die Lösung wird nun erstmals auf dem CSD als Sonderausstattung für Wohnmobile angeboten werden.

Die von mir verbauten Teile sind noch Prototypen, die Serienteile haben Bleibatterie-Rastermaße und lassen sich zusammenstecken.
Anstelle 1 x AGM 92 Ah passen dann 6 x LiFePO4.

Hier das Anschluss-Schema

ducato666 am 02 Aug 2017 18:50:01

null550 hat geschrieben:Die Lösung wird nun erstmals auf dem CSD


Ist das der für die vom anderen Ufer oder was ist gemeint?

null550 am 02 Aug 2017 19:08:54

CSD = Caravan Salon Düsseldorf; dachte, dass die Abkürzung so kurz davor gängig wäre

flo16v am 02 Aug 2017 20:40:54

Hi,

also ist doch ein Controller im Spiel der das ganze überwacht / regelt?

Dann mag das natürlich funktionieren. Interessant

Gruß Flo

biauwe am 02 Aug 2017 21:13:08

null550 hat geschrieben:Dazu wurden die LiFePO4-Module direkt an die Bleibatterien angeschlossen - ansonsten keine weiteren Änderungen. Sämtliche Ladetechnik (Schaudt EBL99 plus LAS1218-2 und das Anzeigedisplay bleiben unverändert, also eine plug & play-Lösung mit 2 Kabeln.


Seit über 3 Jahren mache ich das so und wenn das Womo unbenutz ist, werden über den Massschalter die LIFe(Y)PO4 vom Sytem getrennt :)

null550 am 03 Aug 2017 08:25:11

biauwe hat geschrieben:Seit über 3 Jahren mache ich das so und wenn das Womo unbenutz ist, werden über den Massschalter die LIFe(Y)PO4 vom Sytem getrennt :)


Danke für die Meldung und Bestätigung, dass es geht.
Ist es eine Eigenentwicklung und wurde es schon mal vorgestellt?
Warum die Trennung bei Nichtbenutzung? Werden die LiP ganz voll geladen und sollen so nicht verbleiben?

biauwe am 03 Aug 2017 08:28:16

Habe ich selber zusammengestellt und verbaut.
Alles auf ein Minimum reduziert.

Alle Einzellheiten stehen auf meine Webseite.

lisunenergy am 03 Aug 2017 08:58:14

Es funktioniert auf alle Fälle , da die schlechteste Zelle das Tempo vorgibt. Will man aber die Bleibatterie vernünftig laden müsste man ja das Ladeprogramm auf AGM stellen. Dies wiederum hält die Spannung am Lifeypo4 sehr lange hoch . Diese Variante ist als Opferakku schon vorgestellt worden . Wichtig ist eine Absicherung , das bei Plattenschluss des Bleiakku kein Kurzschluss am Lifepo4 entsteht. Was ist denn da noch für Elektronik verbaut ?

biauwe am 03 Aug 2017 09:21:52

ich hab keine AGM, da ist die Spannung für LiFe(Y)PO4 viel zu hoch. :wink:

gordan am 03 Aug 2017 10:04:08

lisunenergy hat geschrieben:?....... Was ist denn da noch für Elektronik verbaut ?


Das interessiert mich auch!?

Grüße Gordan

biauwe am 03 Aug 2017 10:30:17

biauwe hat geschrieben:Alle Einzellheiten stehen auf meine Webseite.


Hier noch mal :)

michell am 03 Aug 2017 10:44:08

Hallo
ICH HABE 2 90 AH Halbtractionbatterieen ; Hymer Schaudt ELB 99 + solarmodul + 90 A Solarpannel; 5 Jahre alt
fangen an zu veralteren.
Ist es klug eine 90 AH Halbtraction zu lassen und eine zu tauschen mit eine Lipo 90 ah?

null550 am 03 Aug 2017 12:39:48

lisunenergy hat geschrieben:Will man aber die Bleibatterie vernünftig laden müsste man ja das Ladeprogramm auf AGM stellen. Dies wiederum hält die Spannung am Lifeypo4 sehr lange hoch . Wichtig ist eine Absicherung , das bei Plattenschluss des Bleiakku kein Kurzschluss am Lifepo4 entsteht. Was ist denn da noch für Elektronik verbaut ?

Musste das Zitat etwas kürzen, da nur 360 Zeichen möglich.

Mein verbauter EBL99 hat noch kein AGM-Programm. Geladen wird bis 14,2 Volt. Absicherung ist klar. Elektronik = Balancer, Heizung und Lade-/Lastregler; alles sehr klein.

lisunenergy am 03 Aug 2017 14:05:48

--> Link

Diese Firma habe ich vor 4 Jahren auf der Intersolar gesehen. Dort hat man solche Ideen schon vorgeführt . Dort war man aber auch der Meinung , das der Lifepo4 separat geregelt werden muss. Für mich würde es bedeuten, das bei erreichen der Parameter der Lifepo4 Akku vom Bleiakku getrennt werden muss, wenn der Bleiakku seine Ausgleichsladungen und Temperaturkompensation erhält.

null550 am 03 Aug 2017 14:14:39

Treffer!!
Wobei ich zwar thematisch vorbelastet bin aber mit der Firma nichts zu tun habe.

lisunenergy am 03 Aug 2017 14:20:47

Was kostet denn so ein System ? Welche Lade und Lastströme sind dort erlaubt ?

Inselmann am 03 Aug 2017 14:42:03

Finde das sehr interessant! Gerade die Moeglichkeit Module parallel anzuhaengen. Aber mit 40A (mit 4 Modulen) max Strom ist es wohl fuer die Kaffeekocher zu schwach?

null550 am 03 Aug 2017 14:43:50

michell hat geschrieben:Hallo
ICH HABE 2 90 AH Halbtractionbatterieen ; Hymer Schaudt ELB 99 + solarmodul + 90 A Solarpannel; 5 Jahre alt
fangen an zu veralteren.
Ist es klug eine 90 AH Halbtraction zu lassen und eine zu tauschen mit eine Lipo 90 ah?

Kann ich so nicht beantworten. Meine Motivation war eine Erweiterung der Batteriekapazität bei zu wenig Platz für eine weitere AGM-Batterie. Aber die Frage stellt sich mir auch, wenn meine AGMs mal verbraucht sind, ob ich dann nur 1 x AGM ersetze und dafür LIthium aufstocke. Bis dahin habe ich aber noch Zeit um mehr Erfahrungen mit dem Mix zu sammeln.

null550 am 03 Aug 2017 14:45:56

Inselmann hat geschrieben:Finde das sehr interessant! Gerade die Moeglichkeit Module parallel anzuhaengen. Aber mit 40A (mit 4 Modulen) max Strom ist es wohl fuer die Kaffeekocher zu schwach?

Die Module können je 12,5 A, bei 4 davon ergibt das 50 A. Aber es reichen auch schon 2, da in diesem Fall der zusätzliche Strom aus den Bleibatterien kommt.

Inselmann am 03 Aug 2017 14:47:41

null550 hat geschrieben:Die Module können je 12,5 A, bei 4 davon ergibt das 50 A. Aber es reichen auch schon 2, da in diesem Fall der zusätzliche Strom aus den Bleibatterien kommt.


Die 40A habe ich in dem Datenblatt gelesen. Aber wenn der Rest aus der Blei kommt, dann isses ja ok.

null550 am 03 Aug 2017 14:48:24

lisunenergy hat geschrieben:Was kostet denn so ein System ? Welche Lade und Lastströme sind dort erlaubt ?

Den Preis weiss ich nicht, für den Womobereich wird das von einem großen oberschwäbischen Hersteller vertrieben werden.
Die Ströme sind 12,5 a pro Modul.

lisunenergy am 03 Aug 2017 15:48:31

Der ultimative Test ,wäre eine Senseo Kaffeemaschine und 6Tassen Kaffe und der Fön mit 1200Watt für 10Minuten. Wenn das klappt dann wäre es gut.

null550 am 03 Aug 2017 16:47:18

lisunenergy hat geschrieben:Der ultimative Test ,wäre eine Senseo Kaffeemaschine und 6Tassen Kaffe und der Fön mit 1200Watt für 10Minuten. Wenn das klappt dann wäre es gut.

Den Test kann ich nicht machen. Ich habe ganz bewußt keinen Wechselrichter (und auch nur 4 Tassen). Unser Fön hat auch nur 1000 Watt.

Spaß beiseite: Ich habe nur die üblichen Verbraucher: Licht, Wasserpumpe, TV, Heizung. Kühlschrank betreibe ich mit Gas. Ich stehe öfters allein 4 bis 5 Tage ohne Strom und da bin ich mit meinen 2 x 95 Ah Blei je nach Witterung und Solar an der Grenze. Deswegen habe ich mich für die Batterie-Erweiterung entschieden.

Aber bei Freunden geht das wohl:

lisunenergy am 03 Aug 2017 19:33:11

Bei Optima Yellow Top sollte es auch bei Blei funktionieren , da es sich ja um Traktionsakkus handelt.
Was mir noch nicht ganz klar ist , ist doch die Tatsache des enormen Innenwiederstand des Bleiakku. Dieser verhindert ja ,das der Solarstrom sehr effizient bis zu 99 % aufgenommen wird.Das heißt ja ich muss sehr viel Energie einsetzen , damit der Akku voll wird. Erst wenn wirklich Überschuss herrscht bekommt der Lifepo4 seine Ladung. Andersrum ist es natürlich für den Bleiakku besser , weil der Lifepo4 diesen stützt.
Bin gespannt wie sich diese Sache entwickelt!

biauwe am 03 Aug 2017 19:54:45

lisunenergy hat geschrieben:Erst wenn wirklich Überschuss herrscht bekommt der Lifepo4 seine Ladung.


Völlig falsch.
Erst wenn der Bleiakku unter 12,8 V Ruhespannung geht, dann wird er auch geladen.
Erhaltung bei 13,7 V, aber was kann ein Bleiakku da noch aufnehmen, wenn er nichts abgeben mußte.
Und unter Last bricht die Spannung selten ein, das Kapazität eis dem Bleiakku entnommen wird :)

PS.: alles ohne Fön und Senseo, nur mit Toaster und Staubsauger :D

lisunenergy am 03 Aug 2017 23:27:59

Wenn der Bleiakku nichts abgeben muss, da stellt sich die Frage warum dieses Gewicht mit rumschleppen ? Die 2 Sache ist die Ladekennlinie für Bleiakkus. Damit füllt man ganze Foren. Hier in diesem Fall wahrscheinlich nicht mehr wichtig !?

biauwe am 04 Aug 2017 07:44:45

Li-Akkus werden von jetz auf gleich alle, siehe Kennline.

Der Bleiakku ist mein UVP-Schutz :)

lisunenergy am 04 Aug 2017 09:00:52

Hallo Uwe,

Die Lifepo4 Akkus geben ja den vollen benötigten Strom sofort ab. Der Bleiakku könnte noch mit puffern wenn der Lifepo4 stark beansprucht wird , so das die Spannung auf 11,6-11,8 Volt einbricht bei hoher Last. Werden von der Kapazität her beide Akkus sehr leer gezogen bestimmt doch der Bleiakku die Stromaufnahme. Habe ich da einen Denkfehler? Wann bekommt der Bleiakku seine Ausgleichsladung ?

gordan am 04 Aug 2017 09:10:43

Parallel kann man Blei und LiFeYPO4 schalten und es funktioniert, nur, Ich kann keine besondere Vorteile da erkennen!?
Wenn's um OVP bzw. UVP handelt, das habe ich bei LiFeYPO4 und das ganze wiegt keine 500 Gramm. Warum dann Blei mitschleppen? Ich glaube nicht dass einer der LiFeYPO4 schon hat, sich zusätzlich noch Blei dazu einbaut!? Wozu auch? Deswegen meine Skepsis! Wenn ich was falsch verstanden habe, bitte klärt mich auf.

Grüße Gordan

biauwe am 04 Aug 2017 09:21:29

lisunenergy hat geschrieben:stark beansprucht wird , so das die Spannung auf 11,6-11,8 Volt einbricht bei hoher Last.


Noch mal, die Spannung bricht nie unter 12,0 V ein. Ab 12,x V muß geladen werden.
Der Spannungseinbruch unter Last, Toaster/Staubsauger liegt bei ca. 12,6 V.

Ich fahre die Akkus nie an ihre Grenzen.

Wir machen Winterurlaub und bei -23°C ohne Strom in der Nacht :(

Deshalb auch der Gelakku, als Notstrom und UVP.

xbmcg am 04 Aug 2017 09:51:01

Ein Hybrid-Sytem kann schon zur Absicherung Sinn machen, nur glaube ich,
dass wenn der Fall eintritt, die Blei Seite eventuell ebenfalls defekt sein wird
durch Alterung.

OVP und UVP treten ja als Ereignisse nicht nur ein, wenn die Akkuspannug
bestimmte Werte erreicht, sondern auch wenn die Zellspannung einer
einzelnen Zelle aus dem Ruder läuft (z.B. bei defekt im Balanceroder
bei einem Zelldefekt im LiFeYPO4). Bei den Pedelec Akkus habe ich festgestellt,
dass oft die Elektronic aussteigt, obwohl die Zellen in Ordnung sind und
der Akku dann nicht mehr funktioniert (Schutzbeschaltung). Das kann beim
LiFeYPO4 auch passieren. Wenn man nur eine LiFeYPO4 Batterie mit großer
Kapazität hat und die Schutzbeschaltung anspringt, sitzt man im dunkeln.

Ein Stand-By Akku (BK / GEL), der dann überbrückt, bis man den Fehler behoben
hat, kann sehr hilfreich sein. Man muss nur dafür sorgen, dass er bei Laune gehalten
wird (Erhaltungsladung) Für den Zweck würde ich sogar eher auf die BK setzen, weil
sie eine deutlich höhere Lebensdauer im Stand-By Betrieb haben als GEL Akkus,
sie wurden ja ursprünglich für USV Anlagen entwickelt, die nie anspringen, aber
Jahrzehnte ohne Austausch ihren Dienst versehen sollen.

Die Umschaltung auf die Notversorgung würde ich über die LiFeYPO4 Steuerung
machen, sobald der Lithium abgeworfen wird, sollte der BK / GEL einspringen
(Umschaltrelais). Einen Parallelbetrieb würde ich dagegen nicht machen, denn
dann würden die Bleiakkus durch die Belastung und den Ladezyklen schneller altern
und ich müsste sie häufiger wechseln.

Vor allem im Bootsbereich, wo eine zuverlässige Stromversorgung lebenswichtig ist
(Navigation, Lichterführung, Seefunk, Autopilot...) würde ich ein Hybridsystem einer
reinen LiFeYPO4 Lösung vorziehen.

Im WoMo kann man das natürlich auch umsezen, indem man die LiFeYPO4 als Verbraucherbatterie
verwendet und die Zyklen darüber fährt und eine kleinere GEL / BK als Notstrom auf
Standby hällt, es muss ja keine 100Ah Batterie sein, 50Ah bei BK würden reichen.

Ich würde sie immer mit erhaltungsladen über 1-2 Trenn-Dioden zur Spannungsabsenkung
und Trennung vom normalen Bordnetz, so dass sie bis 13.6..13.8V bei Laune gehalten werden.

Sollten die Lithium Batterien sich mal verabschieden, hätte man eine Reserve für 1-2 Tage
für Licht und Heizung.

flo16v am 04 Aug 2017 10:12:40

Hi,

das geht jetzt aber eher in den Bereich Redundanz.

Am Anfang hörte es sich so an das man die Vorteile beider Technologien miteinander Verbinden könne ohne großen Aufwand. Das scheint nicht der Fall zu sein wenn ich hier von Entladeströmen im Bereich 12-50 Ampere, je nach Li Zellen Anzahl, lese.

Das und noch mehr macht meine BK auch ohne zu murren.

Aber da es ja einige schon über längere Zeit so praktizieren, kann es ja nicht völlig unnütz sein.

Bis vor ein paar Tagen hätte ich nie dran gedacht LiFePO4 und Blei zu mischen sondern habe mich für eine Technologie entschieden.

Jetzt bin ich wieder verwirrt. Danke :lach:

Gruß Flo

xbmcg am 04 Aug 2017 10:28:06

Lithium ist halt leicht, zyklenfest und liefert sehr hohe Ströme, und zwar
beim Laden und Entladen. Also eigentlich das Beste im Moment erhältliche,
nur eben auch empfindlich und braucht deshalb viel Elektronic drum herum.

Wenn die LiFeYPO4 so billig wie Blei wäre, dann könnte man die Zellen auch
auf Verschleiß fahren und defekte austauschen. Man hätte dann keine 5000+
Zyklen, sondern vielleicht 2...3000, damit könnte man aber dann sicher leben.

Irgendwann wird die Schutzbeschaltung bestimmt in die Zelle selbst vom Hersteller
verbaut werden, dann könnte man die Zellen ohne externe Beschaltung
zusammenklemmen. Wäre eine gute Sache die Temperaturüberwachung,
Ladezustand und Balancierung / Ladestromüberwachung beim Laden der Zelle
selbst zu überlassen.

Für die Ausfallsicherheit wäre die BK, wie gesagt, ideal. Solange sie nicht zyklisch
belastet ist, hällt sie 10-15 Jahre bei Erhaltungsladung. Damit hätte man das Beste
aus beiden Welten vereint.

lisunenergy am 04 Aug 2017 10:36:13

Die Idee der Hybridbatterie haben ja auch schon die großen Energieversorger getestet. Ohne Elektronik ist man da aber auch nicht weiter gekommen. Mich würde mal ernsthaft interessieren wie viel Kapazität aus so einer Mischvariante entnommen werden kann. Das ganze bei 1c und c20 . Die 2. Frage dazu : wie stellt man da den Peukert des Battmonitor ein ?

xbmcg am 04 Aug 2017 10:41:09

Ohne Elektronik hängt das nur vom Verhältnis der Kapazitäteten und dem Innenwiederstand ab.
Die Lithium wird bei gleicher Kapazität sicher 10 mal stärker geladen / entladen. Je nach dem,
wie ich die jeweiligen Kapazitäten wähle, kann ich die eine oder die andere Seite bevorzugen
und den Energiemix einstellen - so die Theorie.

Das funktioniert ja auch bei Bleibatterien mit unterschiedlicher Technologie und / oder Kapazität
bei Parallelschaltung.

Sunti am 04 Aug 2017 11:30:23

flo16v hat geschrieben:Jetzt bin ich wieder verwirrt. Danke :lach:

Gruß Flo


Ich auch Greetz SunTi :eek:

null550 am 04 Aug 2017 12:00:15

flo16v hat geschrieben:Jetzt bin ich wieder verwirrt. Danke :lach:

Gruß Flo



Ist doch kein Problem, es muss keiner machen. Einfach noch 2 oder 5 Jahre zuwarten und dann die Erfahrungen der unbedarften Kunden abgreifen, die sich ab dem Caravan Salon ihr neues Wohnmobil damit ausrüsten lassen.

gordan am 04 Aug 2017 12:12:49

biauwe hat geschrieben:........Ich fahre die Akkus nie an ihre Grenzen. Wir machen Winterurlaub und bei -23°C ohne Strom in der Nacht :( Deshalb auch der Gelakku, als Notstrom und UVP.


Unsere Anlage läuft ganzes Jahr ununterbrochen ohne etwas abzuschalten. Wir machen weit über 200 Übernachtungen im Jahr, teilweise auch bei extreme Kälte und sind noch nie ohne Strom geblieben. Selbst falls es bei hoher Belastung zu Abschaltung kommen sollte, (was außer beim testen bei uns noch nie vorgekommen ist) reicht schon "Großverbraucher" abzuschalten und Spannung steigt sofort an, so dass man selbst dann nicht "ohne Licht" da steht! Muß ich nur dazu sagen dass Wiedereinschaltung automatisch stattfindet. Statt in Gel oder AGM, ich werde immer lieber in Kapazität des LiFeYPO4 investieren. Aber jedem das seine. Es ist meine Meinung.

Grüße Gordan

biauwe am 04 Aug 2017 13:01:17

Mehr Akkukapazität bedeutet aber nicht gleich, dass die Akkus nicht doch leer werden können.
Nachladen finde ich wichtiger.

lisunenergy am 04 Aug 2017 13:17:42

Der einzigste Vorteil den ich erkenne, ist mit einem sehr kleinen Lifepo4 der wie die A123 Zellen enorm überlastfähig ist einen Kaffeautomaten an einer vorhanden Bleibatterie zu betreiben.
Da unser Uwe ja das System so schon 3 Jahre hat , wäre es schön dies mal mit Werten zu belegen. Den Bmv stelle ich kostenlos zur Verfügung incl. Bluetooth für die Zeit des Tests.

biauwe am 04 Aug 2017 13:27:43

Ja, gerne.

null550 am 04 Aug 2017 14:43:41

lisunenergy hat geschrieben:Der einzigste Vorteil den ich erkenne, ist mit einem sehr kleinen Lifepo4 der wie die A123 Zellen enorm überlastfähig ist einen Kaffeautomaten an einer vorhanden Bleibatterie zu betreiben.

Mein Kriterium war ein anderes; einfach mehr Batteriekapazität. Dabei habe ich weder Platz für eine weitere Bleibatterie noch möchte ich das komplette System Batterie und Ladetechnik umrüsten. Für mein Nutzungsverhalten und der maximalen Nutzungsdauer von 15 Jahren (dann bin ich 80 und werde vermutlich das Womo nicht mehr fahren), rechnet sich die Totalumstellung auf Lithium nicht. Die vorgestellte kleine Lösung reicht mir; wie lange muss sich erst noch zeigen. Es geht um Platz (und Gewicht) für zusätzliche Ah bei kleinen Kosten.

Aber ich finde die (wieder) angestossene Diskussusion interessant und möglicherweise führt das zu einer guten Lösung.

Nögel am 04 Aug 2017 15:32:09

Mein Kombi AGM 80Ah plus Lifeypo4 (LYP) 90Ah mit BMS hat sich schon über 3 Jahre bewährt.

Es ist ein Bus-System immer mit E-Block verbunden, Akkus und Wechselrichter (WR) sind einzeln abgesichert und abschaltbar.
Geladen werden die Akkus mit 14,4V beim fahren und Landstrom (noch nie gebraucht) sonst mit Solar bei 14,2 Volt.

Die Entladung ergibt sich aus der Akku-Spannung:
1.) LYP = 13,4V voll bei 12,8V zu 60% entladen, tiefer kann der Akku nur im Winter kommen.
2.) unter 12,8V, Parallel Entladung
2.) AGM voll bei 12,8V, 12,55V, 12,3V 75% entladen, 12,0V leer, LYP bei 12V zu 90% entladen.
3.) AGM wird durch die LYP immer auf Erhaltungsspannung gehalten, brauchen deshalb nicht geladen werden.
4.) Eine Alterung konnte bei AGM nicht feststellen, sind immer noch gut belastbar (Test WR).
5.) AGM sichert die Notabschaltung Heizung bei 10,3V.

Welcher Akku beim laden wie viel Amper auf nimmt konnte ich nicht messen, so tief wurden die Akkus noch nie entladen, am Ende sind beide wieder voll.
Batteriemonitor ist nur an der Lifeypo4 angeschlossen.

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