womocharly am 16 Aug 2017 18:54:44

Es hat schon ein paar Monate gedauert, meine bessere Hälfte dazu zu bringen, diese Idee auch gut zu finden. Aber dazu sind ja die Wintermonate da!
Wir beschlossen also mit einer „Ja“ Stimme und einer Enthaltung im Mai 2017 mit unserem 22 Jahre alten Hobby 600/600 in den südl. Kaukasus zu fahren.

Die Vorbereitung

Wer schon ein wenig recherchiert hat weiß, dass es in Georgien (so gut wie) keine Infrastruktur für Wohnmobilisten gibt. Man muß sich also die notwendigen Informationen mühsam aus diversen Reiseberichten zusammensuchen. Auch der ADAC verweigert jegliches Tourset und Kartenmaterial für Georgien. Unser Haftpflicht- Versicherer, die HUK schließt natürlich Georgien aus dem Versicherungsschutz aus und lehnt auch eine zeitlich begrenzte Erweiterung ab. An dieser Stelle hätte man genügend Gründe, die ganze Sache zu begraben.
Haben wir aber nicht, es waren ja schon welche dort, sogar Thüringer:
(--> Link)!!

Reiseplan:
Wir beschlossen schon sehr früh, eine maximal mögliche Strecke mit dem Schiff über das Schwarze Meer zu fahren. Das wäre von Burgas/Bulgarien nach Batumi/Georgien mit der „Black Sea Ferry Service“. Mit der Fähre spart man hin- und zurück ca. 3200 km Autofahrt und kommt nach etwa 50 Std. Überfahrt ausgeruht in Batumi an.
Hinzu kommt, dass uns der dortige Operator Drago Drajew bei Voraus- Buchung der Hin- und Rückfahrt einen guten Rabatt anbot:

Hello!

The freight and tickets back Batum-Burgas are the same

For prepaid on departure from Burgas round trip we can offer you 1150 euro/lumsum including
- Freight for the motorhome
- 2 beds cabin with window
- Meal on board

Remain on your disposal
Best Regards
Drago Drajev
Ferry Service Burgas
Cell +359 887937013
--> Link
GPS Location
N 42.4864999
E 27.4526750

Das haben wir angenommen!
Da die Fähre nur einmal pro Woche fährt ergab sich folgender Zeitplan:
Abfahrt in Thüringen: 07.05.2017
Abfahrt Fähre von Burgas: 12.05.2017
Ankunft Fähre in Batumi: 15.05.2017
Abfahrt Fähre von Batumi: 29.05.2017
Ankunft zu Hause: 06.06.2017

Reiseroute:
Aus den vorgenannten Fixpunkten ergab sich die folgende Reiseroute für die An- und Abfahrt:


Am Ende aber kam alles ganz anders!
Wenige Tage vor der Abreise erhielten wir folgende Mail von Drago:

Good Day, Karl!

The last sailing of the ferry is on 05 May – your last chance for May

After that ( end of May) may be will be a chartered vessel – but still not clear

Best Regards

Drago Drajev
Ferry Service Burgas
Cell +359 887937013
--> Link
GPS Location
N 42.4864999
E 27.4526750

Das einzige Schiff der Bulgaren für diese Route musste kurzfristig in die Werft. Ersatz gab es keinen. Also alles zurück auf Anfang!
Fähre ab Varna/Bulgarien: Fehlanzeige
Fähre ab Constanta/Rumänien: Fehlanzeige
Fähre ab Odessa/Ukraine: Treffer!!
Jetzt passte wieder alles. Die „Kaunas“ von UKR Ferry fährt (auch) am 12.Mai von Chernomorsk/Ukraine nach Batumi. Also neue Route geplant. Statt Balkan jetzt Polen- Ukraine:

Der einzige Wermutstropfen der neuen Überfahrt war der Preis: 800,- Euro für die einfache Fahrt und keinen Rabatt für Hin- und Rückfahrt. Was solls, wir haben reserviert.
Doch wieder kam später alles ganz anders!

Die Reiseroute innerhalb Georgiens ergab sich eigentlich relativ einfach aus der Aneinandereihung der zu besuchenden Ziele:

Reisepartner:
Gern wären wir aus mehreren Gründen mit einem zweiten Paar gefahren:
Das Sicherheitsgefühl verbessert sich enorm.
Bei Fahrzeugproblemen kann man sich gegenseitig helfen.
Der georgische Wein schmeckt zu viert besser.
Es hat sich aber lange niemand gefunden, bis wir auf die Internetseite von Brigitte und Manfred(--> Link) gestoßen sind. Sie fahren etwa eine Woche vor uns los und wollen über Georgien nach Armenien und dann über Georgien weiter nach Rußland . Mit den Beiden haben wir vereinbart: Wir treffen uns am 15 Mai am Spätnachmittag dort, wo die Straße von Batumi nach Zugdidi den Fluß Jumi überquert.


Reiseführer, Karten:
Sehr gute Dienste hat uns der Reiseführer GEORGIEN von Marlies Kriegenherdt(Verlag Reise Know-How) und vom gleichen Verlag die Georgien-Karte 1:350 000 geleistet. Noch wichtiger waren aber die vielen Hinweise aus diversen Foren bzw. Homepages.

Fahrzeug:
Unser Hobby wurde gründlich gewartet und zum ersten Mal sogar das Ersatzrad zum Üben aus der Halterung geholt!!
Das Womo wurde noch mit einer Dash-Cam und 3 x 64 GB Speicherkarten aufgerüstet(Ausdom A261 mit Ambarella-Chip, und GPS).

Kommunikation:
Wir haben sofort nach der Ankunft in Batumi bei GEOCELL eine Daten-SIM-Karte mit 6 GB gekauft und im Geschäft aktivieren lassen. Damit funktionierten WhtsApp, Skype usw. tadellos.

Navigation:
Kein Problem war es, beim IGO PRIMO mit Win CE die Georgien-Karte zu laden. Bei den Zieleingaben haben wir uns fast ausschließlich auf die Eingabe von Koordinaten umgestellt. Die unterschiedlichen Schreibweisen der georgischen Orte und Straßen führt unweigerlich zu Problemen.

Sprache und Schrift:
Verbale Verständigung geht meist in Russisch oder Englisch ganz gut. Die georgische Schrift ist für uns auch trotz einiger Stunden Übung nicht lesbar.
Die 33 Buchstaben ähneln weder der kyrillischen noch der griechichen Schrift.
Nur wenige Straßenschilder sind parallel auch in Englisch beschriftet.





Tag 1 7.Mai 2017 Türingen – Opole/Polen 677 km

Abfahrt 07.15 Uhr Richtung Dresden, Görlitz über die Grenze, Mittagessen für 6,00 Euro an einer Raststätte. Da wir noch sehr gut in der Zeit liegen, fahren wir weiter nach Opole. Dort können wir bei einer freundlichen deutschstämmigen Familie im Garten über Nacht stehen. Stromanschluß, Frischwasser, Abwasser.


Tag 2 8.Mai 2017 Opole/Polen – Lwiw/Ukraine 493 km

Gut geschlafen, nach kurzem Gepräch mit Vermieter(Jahrgang 1934 und voller Dankbarkeit für Kohl und Merkel!) 08.45 Uhr Abfahrt Richtung Grenze Ukraine.
Grenzabfertigung ist eine Katastrophe. Ungeordnet und sehr bürokratisch dauert es über zweieinhalb Stunden.
Wir fahren auf noch ordentlichen Straßen bis Lwiw. Hier soll es auf dem Gelände der Pferderennbahn einen Stellplatz für Womos geben. Und es gibt ihn!
Die Rennbahn arbeitet nicht mehr, das Restaurant ist geschlossen aber es gibt einen Wächter, freies WLAN, Stromanschluß und Frischwasser.


Tag 3 9.Mai 2017 Lwiw/Ukraine – Vinnitsia/Ukraine 377 km

Sehr kalt heute, aber sonnig. Wasser aufgefüllt, WLAN genutzt und los geht’s.
Wir machen einen großen Fehler und fahren nicht über Kiew sonder „kürzen ab“
und fahren direkt Richtung Uman. Die Straße über Chmelnytzkyi, Vinnitzia nach Uman ist eine einzige Katastrophe. Zitat aus dem Tagesbericht:
Die heutige Etappe wird zum „Höllentrip“, die Straße ist so schlecht- Loch an Loch, man kann nicht ausweichen, man wird rechts überholt, die fahren hier wie die Henker. Für 377 km haben wir netto über 8 Stunden gebraucht. Gegen 18.00Uhr haben wir endlich das Hotel „VERSAL“ in Vinnitzia gefunden, bei dem man auf dem Hotelparkplatz sicher übernachten konnte.


Tag 4 10.Mai 2017 Vinnitzia – Varnyanka(bei Odessa) 435 km

Eigentlich wollen wir heute nach Uman, das wären mal nur 150 km. Aber gegen 11 Uhr erhalten wir eine SMS vom Büro der Fährgesellschaft:
„ Dear Mr. Karl…, see pls now E-Mail from me about the Ferry-schedule….”
GegenMittag hatten wir an einer Raststätte WLAN und konnten die Nachricht checken:

DEAR MR.KARL

INFORMATION FROM THE HEAD OF OPERATIONAL DEPARTMENT OF SHIPPING COMPANY AT THIS MOMENT:

VOYAGE 12.05.2017 "KAUNAS SEAWAYS", CHORNOMORSK - BATUMI - CANCEL.

VOYAGE 11.05.2017 "M/V "GREIFSWALD" CHORNOMORK - BATUMI (IF THIS - I WAIT YOU TODAY 15:00 IN OFFICE FOR TICKETS PAYMENT).

VOYAGE 14.05.2017 M/V "VILNIUS SEAWAYS" CHORNOMORSK - POTI.

WHAT DATE YOU WANT?

BRGDS,
MR.TARASENKO VLADLEN
HEAD OF THE PASSENGER DEPARTMENT
OF "UKRFERRY-TOUR" COMPANY
UKRAINE,ODESSA
SABANSKYY LANE STR.4 A

WORK TIME: MONDAY - FRIDAY: 08:30 - 17:30.
LUNCH: 12:30 - 13:30

Also, entweder 2 Tage später(Dann wäre unser Treffen mit Brigitte und Manfred gecancelt) oder morgen Vormittag, das wird aber zeitlich sehr sehr eng! Wir entscheiden uns für morgen, streichen die Übernachtung in Uman. Natürlich war es unmöglich bis 15:00 im Fährbüro einzutreffen, deshalb verabredeten wir uns mit Herrn Tarasenko für morgen 9:00 in Odessa.
Wir fahren durch bis Varnyanka, einem Badestrand bei Odessa. Wir sind am Schwarzen Meer!
Nach passieren einer Schranke und 1 Euro Gebühr können wir hier übernacht stehen. Die etwas verwahrlosten sanitären Einrichtungen sind geschlossen.


Tag 5 11.Mai 2017 Varnyanka – Odessa – Chernomorsk 70 km

Der aufregendste Tag der ganzen Reise begann mit Weckerklingeln 7 Uhr.
Wir mussten zuerst ins Fährbüro in der Innenstadt. Der enorme morgendliche Verkehr und einige Straßenbaustellen haben dazu geführt, dass wir völlig genervt mit einer Stunde Verspätung bei Herrn Tarasenko ankommen. Bedingt dadurch und durch die äußerst umständliche und bürokratische Abfertigung war die Boardingzeit 11:00 nicht mehr einzuhalten. Herr Tarasenko klärte in einem Telefonat mit dem Kapitän dass „die Deutschen mit dem Wohnmobil“ 1 Stunde später kommen können. Zitat aus dem Tagesbericht:
7 Uhr Wecker, 8 Uhr Abfahrt, für 25 km brauchen wir 2 Stunden, starker Verkehr, wir müssen mehrmals fragen, da keine Straßenschilder. Endlich eine Parkmöglichkeit gefunden, sofort zu Fährbüro, nobles altes Gebäude, Herr Tarasenko erwartet uns, viele Erklärungen. Karl muß vom PC mehrere Bilder fotografieren, um den Weg zum Fährhafen danach zu finden. Dann zur Bank ins Nebengebäude, 800 Euro Bargeld in Hrivna tauschen, (weder VISA noch Master oder EC wird akzeptert), wieder zurück zu Tarasenko, bezahlen der Fähre nur für die Menschen, für WOMO im 20 km entfernten Hafen. Navi spinnt, in den Koordinaten war ein Zahlendreher, wir fahren nach den Fotos vom PC, im Hochhaus Frachtkosten WOMO bezahlt, Hafeneinfahrt schlecht gefunden. In dem gigantischen Hafengelände fährt ein Pilotfahrzeug vor uns her und lotst uns zu Zoll, Grenzpolizei usw… Ein Drogenhund kontrollierte das WOMO, die Medikamente werden einzeln durchgesehen und wir müssen erklären wofür sie sind, dann zum x-ten Mal Passkontrolle, Fahrzeug wird noch komplett gescannt und tatsächlich gegen 12 Uhr können wir als letzte auf die Fähre. Die etwa 100 LKW-Fahrer aus Georgien, Armenien, Kasachstan usw., die wegen uns warten mussten, schauen uns finster an…..



Tag 6 12.Mai 2017 Fährüberfahrt nach Batumi

Das Schiff ist die „MS Greifswald“, gebaut in der DDR und offensichtlich generalüberholt. Kabine geräumig, Stockbetten, Dusche/WC, Fenster nach außen.
Die Mahlzeiten sind dem Klientel angepasst:
Frühstück Würstchen, Rührei, Haferbrei, Butter, Brot, Tee
Mittag Suppe, Hauptgericht, Nachtisch
Abendessen Salat, warmes Essen, Nachtisch
Alles in recht großen Portionen.





Tag 7 13.Mai 2017 Fährüberfahrt nach Batumi 25 km

Nach dem Mittagessen kommt bei schönstem Sonnenschein die beeindruckende Skyline von Batumi in Sicht. Es dauert aber noch 2 Stunden bis die Zoll- und Grenzabfertiger in der Messe ihre Laptops verkabeln und mit der Einreisekontrolle beginnen. Unser Kapitän sorgt persönlich dafür, daß „die Deutschen“ als erste drankommen. Es geht ganz schnell und kurz darauf verlassen wir ohne weitere Kontrollen das Schiff und das Hafengelände (War wieder ein Fehler, weil wir die Einfuhr des WOMO nicht registrieren ließen!). Wir fahren entspannt in die City von Batumi, ziehen Geld aus dem Automaten und fahren schließlich nach einem Tipp aus einem Forum in den Botanischen Garten. Hier kann man für 30 Lari innerhalb des Geländes gut geschützt und mit WLAN übernachten.
Frischwasser und Toiletten sind in der Nähe.



Tag 8 14.Mai 2017 Batumi 30 km

Zeitumstellung: hier ist es schon 2 Stunden später als zu Hause, absolute Ruhe im riesigen Botan. Garten, freies WLAN genutzt, dann nach Batumi um zwei wichtige Dinge zu erledigen:
Eine Daten-SIM-Karte besorgen
Die fehlende Haftpflichtversicherung für das Womo abschließen.
Beides klappt nicht, da Sonntag die betreffenden Istitutionen geschlossen sind.
Mit der Seilbahn auf die Aussichtsplattform gefahren(15 Lari p.P). Superaussicht genossen. Wegen den zwei offenen Problemen nochmals im Bot. Garten übernachten.

Tag 9 15.Mai 2017 Batumi – Zugdidi 170 km

Punkt 10:00 stehen wir in der City vor dem GEOCELL-Laden, der georg. Telecom. Nummer ziehen, warten, aufgerufen werden, Pass vorlegen SIM-Karte aussuchen, ein paar Lari bazahlen, aktivieren lassen, testen, funktioniert.
Dann in die TBC-Bank wegen Haftpflichtversicherung. Nach sehr schwierigen Verhandlungen 24 Lari bezahlt und einen Versicherungsschein in georgischer Schrift bekommen.

Dann sofort auf die Piste, denn heute wollen wir uns ja mit Brigitte und Manfred treffen. Dank SIM-Karte über WhatsApp perfekte Kommunikation. Die beiden sind schon seit gestern am Treffpunkt und erwarten uns am Jumi. Wir wollen dann zusammen in den Kaukasus nach Mestia fahren und vielleicht noch ein paar Tage zusammen bleiben.
Gegen 15:00 treffen wir an der verabredeten, idyllisch gelegenen Stelle am Jumi ein. Herzliche Begrüßung mit Prosecco, und sofortiges sympathisch finden!
Da die einzige Straße nach Mestia an diesem Tag wegen Erdrutsch gesperrt war(Es regnete seit Tagen!), beschlossen wir gemeinsam bis morgen hier zu bleiben. Aber auch diesmal kam alles ganz anders:
Ein Pickup der Polizei mit Blaulicht kommt auf „unseren“ schönen Platz am Fluß. Verständigung schwierig, aber klar wird: wir sollen hier nicht bleiben, da „very dangerous“. Sie bringen uns an einen „safe place“. Blöde Situation: Wir sind hier nur etwa 20 km von der Grenze zur abtrünnigen Republik Abchasien enfernt. Der Fluß ist angeschwollen, Vielleicht deshalb? Manfred spricht am Funkgerät mit dem Polizeichef. Es hilft alles nichts. Wir machen uns fahrbereit und folgen dem Pickup mit Blaulicht in die Dunkelheit.
Es geht nach Zugdidi, es geht durch Zugdidi, es wird immer unheimlicher.
Wir werden direkt zum Polizeipavillion an der Straße nach Mestia eskortiert und verbringen bei bester Bewachung, incl. Schäferhund die Nacht.




Tag 10 16.Mai 2017 Zugdidi – Mestia 120 km

Heute fahren wir wieder bei Regen los und haben große Bedenken, das die Straße gesperrt wird. Die Polizei beruhigt: Alles o.k. Wenn Georgier eine Straße als o.k. bezeichnen heißt das übersetzt, man kann sie gerade noch fahren!
Später kommt die Sonne raus und es wird eine sehr schöne Fahrt in den hohen Kaukasus.


Die Straße ist schmal und hat einige „ausgesetzte“ Stellen ist aber trotzdem gut befahrbar. Man muß einfach damit rechnen, dass hinter der nächsten Kurve ein Felsbrocken oder ein paar widerkäuende Kühe mitten auf der Fahrbahn liegen.
In Mestia sofort zur Tourist-Information: Wir können bei „Swanland B and B“ im Garten mit den Wohnmobilen stehen. Nachdem wir die sehr enge Einfahrt gemeistert haben finden wir alles vor, was den Wohnmobilisten freut: Stromanschluß, Frischwasser, Dusche und WC in einem Container.

Nach der persönlichen Renovierung erster Besuch im Cafe LAILA, dem noch weitere folgen werden. Hier gibt es sehr gutes georgisches Essen und jede Menge Informationen, hier treffen sich Alle: Backpacker, Offroader, Tramper, Reisebustouristen und auch 4 Womo-Fahrer.



Tag 11 17.Mai 2017 Mestia 0 km

Heute ist absolutes Top-Wetter!
10:00 werden wir vom Vermieter zum Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Gletscher Chalaati gefahren. Der Hausberg von Mestia, der Ushba(4.700 m) scheint greifbar nahe, der höchte Berg des Kaukasus, der Elbrus(5.642 m) ist nicht weit entfernt, aber auf der russischen Seite.
Die Wanderung beginnt an einer abenteuerlichen Hängebrücke und geht ziemlich steil zum Gletschermund. Wir treffen einige wenige Wanderer, alles junge Leute. Drei Hunde aus Mestia begleiten uns bis zum Umkehrpunkt und warten geduldig auf einen Happen vom Mitgebrachten.



Wieder in Mestia geht es nach der persönlichen Renovierung ins………
natürlich Cafe LAILA . Wir essen georgische Spezialitäten:
Kartoffelbrei mit Käse, Schweinefleisch mit Zwiebeln, Knoblauch und Paprika im Tontopf, Chinkali (mit Hack gefüllte Teigtaschen) dazu georgischen Rotwein. Einfach köstlich!

Tag 12 18.Mai 2017 Mestia 0 km

Wir bummeln durch Mestia und besuchen u.a. das sehr sehenswerte „Familienmuseum“. Es handelt sich um eine Matschubi: ein Wohnhaus für die Großfamilie, eigentlich nur ein Raum, in dem auch das Vieh untergebracht war.
Dazu gehört immer ein Wehrturm.

Anschließen gings zu………..natürlich LAILA: Schaschlyk im Brotteig, Rindfleisch im Tontopf , gefüllte Auberginen.
Abends beginnt es zu regnen und es regnet die ganze Nacht hindurch und wir stehen auf einer abschüssigenWiese!


q2v am 16 Aug 2017 22:14:09

Schöner Reisebericht. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

VG
Ralf

AngeloMichel am 16 Aug 2017 23:20:17

Das finde ich auch! Mal erfrischend anders, etwas abenteuerlich, unterhaltsam und informativ.
Guter Spannungsbogen beim Erzählen - freue mich auf die Fortsetzung.
Danke dafür!
Meint AngeloMichel

TiborF am 17 Aug 2017 12:45:10

Wow - das klingt alles nach einem großen Abenteuer - sehr mutig von Euch, dorthinzureisen, wo man aber auch so gar nichts lesen kann aufgrund der komischen Buchstaben.

Vielen Dank für den herrlichen 1. Teil des Reiseberichtes.

Micha1958 am 17 Aug 2017 12:51:50

Wunderschöne Reise...sehr schön zu lesen....tolle Bilder...
Bitte mehr davon, ihr könnt das prima !

Gruß Micha

anne-liese am 17 Aug 2017 20:36:08

Respekt für die abenteuerliche Tour und natürlich vor euch!
Ich glaube nicht, dass ich mich das trauen würde.

Cu Anne-Liese

HeikoausBaden am 18 Aug 2017 09:39:43

Klasse!!!!!
Wie sieht es denn dort mit den Preisen aus?! Zum Beispiel diese herrrrrliche aussehende Gulasch-Suppe. :D :D

frankjasper8 am 18 Aug 2017 10:01:13

Hoppla, da gibt´s ja was zum Lesen! :)

Ein schöner, informativer und so "locker" geschriebener Reisebericht in eine "ferne Galaxie".
Uiuiui, die Straße da am Berg wäre ich allerdings wohl nicht gefahren, aber mit Polizei-Escorte zum Übernachtungsplatz das hat was.
Stellplätze am Polizeirevier, vielleicht hier zu Hause ´ne Marktlücke! :D

Ich bin gespannt, wie Euer Abenteuer weitergeht!
Vielen Dank für diesen Bericht über ein fremdes Land, wo ich niemals hinkommen werde. :)

womocharly am 18 Aug 2017 16:46:09

Hallo Heiko,
zu den Preisen in Georgien: Währungskurs grob für 1 Euro knapp 3 Lari (GEL).
Einfaches Essen im Restaurant wie auf Foto, bestehend aus
Chatschapuri(im noch heißen Brotteig ein aufgeschlagenes Ei), 1 Getränk
5 Stk. Chinkali(Eine Art Riesenmaultasche mit Gehacktes und Brühe gefüllt), 1 Bier
Alles zusammen 21 GEL (7 Euro).
Der im Bericht abgebildete Rindfleischtopf mi frischem Brot etwa 15 GEL.



Frisches Fladenbrot: 1 GEL (manchmal auch für 0,80).
Verkehrsmittel, auch Taxi extrem günstig!
Grüße
womocharly

HeikeD am 19 Aug 2017 19:34:20

Toller Bericht, ich les jetzt die Fortsetzung :D

womocharly am 25 Okt 2017 14:49:38

Hallo an alle Georgien-Interessierte,
habe eben festgestellt, daß meine einkopierten Routenpläne verschwunden sind. Hier nochmal neu:
1. Geplante Anreise über Burgas/ Bulgarien
22994
2. Tatsächliche Anreise über Odessa/ Ukraine
22995
3. Rundfahrt in Georgien
22996
4. Treffpunkt unter der Brücke am Jumi-Fluß
22997
5. Gesamtroute
22998
Viele Grüße

pipo am 27 Okt 2017 08:59:15

Schöner Reisebricht.. :ja:

FastFood44 am 27 Okt 2017 10:21:41

Toller Bericht!
Das macht Reiselust!
Und vor allem habt ihr an die wichtigen Infos gedacht: Essensbilder!
Ich muss Urlaub immer mit allen Sinnen erleben, sprich auch das Essen und kann es nie verstehen wenn manche sooo viel deutsches Essen mitnehmen.

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Nordafrika mit dem Wohnmobil?
Hakuna matata - unterwegs in Afrika
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2017 AGB - Kontakt