Nach Dauerregen in der Nacht 09:00 Abfahrt von Mestia. Wir kommen gut raus mit unseren 3.2 to, aber Manfred mit dem schweren Womo fährt sich auf dem durchweichten Rasen fest. Mit vereinten Kräften klappt es dann. An zwei Stellen ist die Straße wieder abgerutscht, Bagger und Kipper versuchen einen schmalen Steifen befahrbar zu machen, es geht gerade so.
Mittag in Zugdidi Chinkali gegessen und dann weiter bis Kutaisi.

Wir übernachten am Stadtrand von Kutaisi bei einem Wohnhochhaus.

Zwei Bewohner des Hauses wollen mal ins Womo schauen und bedanken sich eine Stunde später mit ein paar Liter Rotwein, die sie mit uns im Mobil trinken wollten. Sie ließen sich aber abwimmeln.
Tag 14 20.Mai 2017 Kutaisi – Tiblisi 240 km
In der Nacht Gewitter, bei Dauerregen geht die Fahrt nach Tiblisi, unterwegs Wein, Wasser und Brot gekauft. An einer Raststätte Mittagessen: Bratkatoffeln und Klops. Zügig auf guter Autobahn nach Tiblisi, der Hauptstadt Georgiens gekommen. Manfred hat Tipp bekommen; Womo-Stellplatz im Zoogelände. Alles klappt und wir stehen wieder sicher, haben Stromanschluß und Frischwasser.
Dann kurzer Rundgang im relativ kleinen Zoo, wir sehen Elefanten, Tiger, Löwen, Affen, Lamas usw.,
Abends bei Brigitte und Manfred eingeladen, die haben Hochzeitstag!!




Tag 15 21.Mai 2017 Tiblisi 0 km
09:30 auf in die Hauptstadt mit dem Taxi. Leider regnet es immer wieder. Stradtrundfahrt mit dem Doppelstockbus mit je 50 Lari sehr teuer. Dann mit der Seilbahn hoch zur Narikala Festung. Auf dem Berg steht die 20 m hohe „Mutter Georgiens“ aus Aluminium.
Dann der Höhepunkt: Wir tauchen ein in die unterirdischen Schwefelbäder! Wir vier nehmen das Zarenbad und splitterfasernackt geht es in das ca. 40 Grad warme Schwefelwasser. Hier hat schon Alexander Puschkin Gesundheit getankt. Wir haben das volle Programm: Ein Masseur für die Männer, eine Masseuse für die Frauen seifen den ganzen Körper ein, dann werden ein paar Eimer warmes Schwefelwasser darüber gekippt und zum Schluß kommt die „Massage“ mit dem Rosshaar-handschuh(Badappartement für 4 Pers. 40 Lari, Massage 20 Lari p.P).
Einhellige Aussage aller Beteiligten: Das tat gut!


Tag 16 22.Mai 2017 Tiblisi – Dawit Garedscha - Signaghi 210 km
Heute sehr warm.
Abschied von Brigitte und Manfred. Wir fahren zum Kloster Dawit Garedscha. Dieses Kloster wurde im 6. Jahrhundert gegründet und ist noch in Betrieb. Es liegt direkt an der Grenze zu Aserbaischan.


Sehr interessant, aber die fürchterlichste Straße unserer gesamten Fahrt.
In Udabno kurzer Stopp am urigen „Club Oasis“. Guter Käsekuchen!


Weiterfahrt Richtung Osten in die Weinregion Georgiens.
Schönen Stellplatz an der Stadtmauer von Signaghi neben dem kleinen Hotel „Galavnis Kari“ gefunden. Dessen Besitzer Josip lädt uns abends noch zu einer zünftigen Weinverkostung in seinen Keller ein.

Tag 17 23.Mai 2017 Signaghi 0 km
Heute ein Ruhetag in Signaghi. Genau zum Frühstück erscheint ein Bäckerauto mit frischem Brot. Dann Stadtrundgang, Stadtmauer, Türme, Altstadt. Mittagessen im „Nikala“. Traditionelles georgisches Essen(z.B. Chachapuri, heißes Brot und in der Mitte ein Ei).
Dann mit Taxi zum Frauenkloster Bodbe, sehenswert.


Tag 18 24.Mai 2017 Signaghi – Ninotsminda 280 km
Dauerregen und tiefliegende Wolken, also weg von dem schönen Platz an der Stadtmauer vor Josip’s Hotel. Einkäufe in der kleinen Markthalle und dann ab in Richtung Tiblisi. Aus Zeitgründen strechen wir die Fahrt auf der georgischen Heerstraße nach Stepandminda(Kasbeghi) und übernachten auf dem Weg nach der Höhlenstadt Wardzia in Ninotsminda am Medizinischen Zentrum. Auch hier sehr freundliche Menschen. Wir bekommen aus einem Fenster Stromanschluß und später bringen uns zwei Wachleute noch Eis.


Tag 19 25.Mai 2017 Ninotsminda - Wardzia – Achalziche 130 km
In der Nacht sehr kalt(5° C auf fast 2000 m Höhe). Wir fahren auf guter Straße nach Wardzia und besichtigen das imposante Höhlenkloster. Hier lebten in der Hochzeit 800 Mönche und gleichzeitig konnten bi zu 50 000 Menschen aus der Umgebung Zuflucht finden.

Weiterfahrt bis Achalziche. Hier finden wir einen schönen Platz an der riesigen Festung . Der Polizeichef kommt vorbei um uns zu begrüßen.

Tag 20 26.Mai 2017 Achalziche 0 km
Heute ist großer Festtag in Georgien, Tag der Unabhängigkeit 1918, Gründung der ersten Georg. Republik. In der Festung findet ein gigantisches Fest statt. Das Fernsehen ist auch da. Wir genießen das Alles und verbringen dann noch 2 Stunden im Wellnessbereich des Burghotels „Gino’s“. Zum Abschluß ein großes Feuerwerk.



Tag 21 27.Mai 2017 Achalziche – Batumi 320 km
Wir verlassen die Festungsanlage und fahren nach Batumi. Die Entscheidung, nicht wieder die unzuverlässige Fähre zu nehmen, war schon vor Tagen getroffen. Damit blieb uns nur der „Landweg“ durch die ganze Türkei.
Wir übernachten ein letztes Mal im Botan. Garten von Batumi.
Tag 22 28.Mai 2017 Batumi – Piraziz/Türkei 375 km
An der Grenze bei der Ausreise großes Problem beim Zoll: Wir haben, da wir mit der Fähre gekommen sind, keinen Einfuhrnachweis für das Womo!!
Konnte erst ein Officer klären, dann gings schnell.
Die hervorragenden türkischen Straßen waren ein Genuß für uns.

Da es in der Osttürkei keine Camping- bzw. Stellplätze gab, haben wir viel Zeit mit der Suche nach einem hallwegs sicheren Übernachtungsplatz verbraucht.
Heute stehen wir auf dem Parkplatz eines neuen Hotels in Piraziz. Wir werden sogar mit Kaffee und Leckereien vom Hotelkoch verwöhnt.
Tag 23 29.Mai 2017 Piraziz – Samsun 190 km
Abfahrt 8:45 Richtung Westen. Wir laufen einen eingetragenen Campingplatz westlich von Samsun direkt am Meer an. Platz ist zwar geöffnet, aber eine mittlere Katastrophe.
Verwahrlost, schmutzig, nicht zu empfehlen. Es kostet viel Überwindung hier zu duschen, aber wir haben keine Wahl.

Tag 24 30.Mai 2017 Samsun – Düzce 522 km
Heute ist Fahrtag, es flutscht gut. Mittagessen: Köfte gegessen Sehr gut.
Wir gehen auf die mautpflichtige Autobahn mit der „HGS“-Kennzeichnung.
Wir können aber nirgends bezahlen, also Geld gespart.
Wir übernachten in Düzce in einer trostlosen Vorstadt-Seitenstraße.

Tag 25 31.Mai 2017 Düzce – Edirne 513 km
Schon 7:45 Abfahrt in Richtung Istanbul, Unterwegs mehrere Staus.
Lange nach dem Campingplatz Edirne gesucht. Wird von einer Frau allein bewirtschaftet, aber sie schafft das nicht! Schöne Duschen, Pool usw.
Tag 26 1.Juni 2017 Edirne/Türkei – Sofia/Bulgarien 345 km
Gegen 9:00 Abfahrt vom CP Richtung bulgar. Grenze. Wir müssen bei der Grenzabfertigung hinter einem Pilot-Car herfahren in eine Halle. Hier wird das Womo geröntgt(?) und desinfiziert.
Bulgarische Abfertigung geht ruckzuck und wir fahren durch bis Sofia auf den Stellplatz bei Ivan.

Tag 27 2.Juni 2017 Sofia/Bulgarien – Pirot/Serbien 271 km
Wir fahren mit der U-Bahn ins Zentrum von Sofia und bummeln durch die sehr schöne Fußgängerzone und erleben zufällig die große Wachablösung am Präsidentenpalast.

Zurück bei Ivan beschließen wir doch noch weiter zu fahren und brausen bis Pirot in Serbien. Schönen Stellplatz im Vatan-Park(Der Platz mit den 15 Pfauen!). Duschen, Strom, WLAN, alles da.


Tag 28 3.Juni 2017 Pirot/Serbien – Belgrad/Serbien 326 km
Wir steuern den CP „Camp Dunav“ an. Wenig Belegung und sehr heiß.
Auffallend schöne und moderne Sanitärräume!
Tag 29 04.Juni 2017 Belgrad/Serbien – Kecskemet/Ungarn 291 km
Sehr flotte Abfertigung an der Grenze nach Ungarn. Mittagessen uns Stadtbummel im schönen Städtchen Kecskemet, dann zum Reiterhof „Somody Tanya“. 3 km sandiger Weg, aber es lohnt sich! Eine typische ungarische Tanya mit vielen Tieren, guter freundlicher Köchin und hervorragendem Essen.


Tag 30 5.Juni 2017 Kecskemet – Ardagger Markt/Österreich 476 km
Frühstück in der Tanya, dann die 3 km Sandpiste zurück zur Straße. Mittagessen in einer Csarda mit sehr wohlschmeckenden Riesenportionen. Grenze zu Österreich problemlos.
Stellplatz Ardagger Markt ziemlich voll.
Tag 31 6.Juni 2017 Ardagger Markt – Thüringen 590 km
Nach rund 7.500 km kommen wir am Spätnachmittag wieder zuhause an.

