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Zulassung Wohnmobil im EU Ausland


binsofrei am 18 Aug 2017 15:28:46

Guten Tag...
ich bin ein 62jähriger pensonierter Beamter, der sich nunmehr aufmacht, seine WoMo Träume zu verwirklichen.
Auch ich habe bemerkt, dass es in D für Menschen, die vorhaben dauerhaft im WoMo zu leben, nicht ganz einfach ist, Ärger mit den Behörden zu vermeiden!
Ich kenne WoMo Leben lediglich aus sechs USA Aufenthalten, die mich immer wieder durch den Südwesten der USA geführt haben und bin seither faszinert von der Idee zu leben wie viele US Amerikaner, die nur in einem RV (Recreation Vehicle) leben und kreuz und quer das Land erkunden!
Hauptproblem ist für mich tatsächlich der Fakt, dass ich mir beides (WoMo und unnützen Wohnsitz) der Kosten wegen nicht leisten kann!
Zur Zeit bin ich dabei mein Eigentum zu verscherbeln und meine Eigentumswohnung zu verkaufen!
Es ist durchaus so, dass ich beabsichtige eventuell in D wieder einen Wohnsitz zu nehmen, wenn ich erkranken sollte oder das Alter das WoMo Leben irgendwann unmöglich macht!
Habe mir entsprechende Beiträge in diesem Forum natürlich durchgelesen.
Die Wohnsitz-/Meldefrage könnte meine Pläne durchkreuzen. Die Steuer für das WoMo krallt sich der Staat ja durch Zwangsabbuchungen sowieso. In D scheint es schon soweit zu sein, dass man nicht nur ohne Wohnsitz kein Fahrzeug zugelassen bekommt, nein man muss auch noch zwangsweise ein Konto unterhalten und dieses dem Staat zur Verfügung stellen!
Eine Kontaktadresse könnte ich für Kommunkationszwecke mit Steuer- oder Bussgeldbehörden zur Verfügung stellen! Ich denke nach aktueller Gesetzeslage mach ich mich eventuell auch strafbar, wenn ich die Aufgabe des Wohnsitzes nicht anzeige!
Und für den Staat wäre ich auch bei vorhandener Wohnanschrift nicht greifbar, da ich ja im EU Ausland lebe..
Wirklich eine Krux..

Ich bin daher auf die Idee gekommen, ein WoMo eventuell in Frankreich, Spanien oder Italien zu kaufen und auch dort zuzulassen, in der Hoffnung, dass die Bedingungen für WoMo Fans dort eventuell etwas moderater sind!
Daher meine Frage: kennt eventuell jemand Bedingungen in den genannten EU Ländern für Kauf und Zulassung.
Wäre für jeden Hinweis dankbar!

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dieter2 am 18 Aug 2017 17:14:17

Da wirst Du wohl um einen Wohnsitz im gewählten Ausland nicht drum rum kommen.

Was ja in der EU kein Problem darstellen sollte.
Ein Zimmer mieten und da den Wohnsitz anmelden.

Gruss Dieter

jorgito am 18 Aug 2017 17:39:58

ich sehe das auch nicht als grosses problem an.....einfach angehörige oder bekannte oder freunde fragen, ob man sich auf deren adresse mit anmelden kann....was sollte dagegen sprechen.....post kann dir nachgesendet werden, der rest läuft eh über das internet !

rtiker am 18 Aug 2017 18:00:52

In F kannst du ohne festen Wohnsitz und Meldeadresse ebenfalls kein Fahrzeug anmelden. --> Link
Wer die französische Bürokratie kennt wünscht sich die deutsche zurück.

bubaloo am 18 Aug 2017 18:22:57

so ist es leider auch in Italien,

thomas56 am 18 Aug 2017 18:52:55

wieso leider? Also ich wäre froh, wenn ich denjenigen über eine Adresse greifen kann...der mir ins Auto gefahren ist!

bubaloo am 18 Aug 2017 19:11:19

mein leider bezieht sich nicht auf das Anmelden, sondern die buerokratische Kompliziertheit fuer jede Art von Bescheinigung

Solofahrer am 18 Aug 2017 21:34:33

Zuerst einmal willkommen hier im Forum, "binsofrei".

Leider kann ich Dir nicht sagen, ob und ggf. wie Deine Frage im Europäischen Umland beantwortet werden kann, aber ohne einen offiziellen Wohnsitz mit einer postalisch "ladungsfähigen" Anschrift wirst Du auch dort kein Fahrzeug zulassen können. Ebenso wirst Du kaum eine Versicherung finden, die dann eine Police für Dein Fahrzeug ausstellt.

Aber was würde passieren, wenn Du das Fahrzeug noch zulässt, bevor Du Deine Wohnung aufgibst? Ein Konto wirst Du ja trotzdem behalten müssen.

Spannende Sache!

andwein am 19 Aug 2017 10:44:03

Ich glaube hier gilt der Satz "man kann nicht alles haben" Ich persönlich verstehe nicht, warum der TE in Deutschland nicht einfach ein Zimmer mietet. Wenn er eh dort nicht wohnt kann es eine Sparversion sein. Absprachen mit dem Vermieter über Nutzung/Postnachschicken/Ladungsadresse sind Privatsache. Wer sich keine 100 € für ein Zimmer leisten kann hat sehr knapp kalkuliert mit seinem Ausstieg in die "freie Lebensweise". Aber das ist halt meine Meinung.
Gruß Andreas

Regmula am 19 Aug 2017 11:58:06

Man kann auch proforma bei Verwandten oder Freunden einziehen. Die stellen die Adresse und alle Post geht dorthin. Ist natürlich Vertrauenssache. Kann aber gut funktionieren, wurde bei "Gisela on Tour" im WDR vorgestellt. --> Link

bubaloo am 19 Aug 2017 17:33:15

Dazu gibt es im Internet" die Fünf tipps zum neuen Meldegesetz" , das seit Nov. 15 verändert wurde- es geht nicht nur um die Frist der Anmeldung, sondern auch um die Scheinanmeldung, und um die Strafen, ääääääätzend.
Wir suchen auch schon länger nach Lösungen wollen aber niemanden aus unserem Freundeskreis in Schwierigkeiten bringen- das Thema wurde hier auch schon mehrfach erörtert.
:wink:

wolfherm am 19 Aug 2017 19:42:03

Was ist denn daran so ätzend? Scheinanmeldungen sind in der heutigen Zeit ein Nogo. Das Melderecht gibt uns auch ein Stück Sicherheit. Und nur, weil ein paar Verwegene etwas Geld für einen echten Wohnsitz sparen wollen, ist das doch noch lange nicht ätzend.

binsofrei am 19 Aug 2017 20:36:31

Danke für die zahlreichen Antworten.

Solofahrer hat geschrieben:Aber was würde passieren, wenn Du das Fahrzeug noch zulässt, bevor Du Deine Wohnung aufgibst? Ein Konto wirst Du ja trotzdem behalten müssen.

Ja.. das ist so ein Gedanke, mit dem ich auch spiele. Richtig ist, dass ich meine Kontoverbindung behalte, von welchem ja auch zwangsweise meine Kfz Steuern ja jetzt auch eingezogen werden! Mein Versorgungsleister und meine Krankenkasse beispielsweise haben ja auch bereits eine Kontaktadresse akzeptiert.

Ich könnte na klar irgendwo ein Alibi Zimmerchen mieten. Kann aber trotzdem nicht nachvollziehen, wieso der Staat sich als besser gestellt sieht, wenn er eine Adresse hat, an der ich trotzdem nicht erreichbar bin. Ich meine, dass ich sogar vermutlich gegen das Meldegesetz verstosse, wenn ich mich nicht(!) abmelde. Meldort ist dort, wo der überwiegende Mittelpunkt des persönlichen Lebens ist.
Banken müssen Obdachlosen neuerdings ja auch ein Konto ohne feste Wohnanschrift einräumen.

Meine Angelegenheiten sind soweit geregelt, dass ich auch keine aufwändige Postüberwachung installieren muss. Steuern Knöllchen könnte sich der Staat im Zweifelsfall vom Konto abgreifen, Anspruchsteller aus Unfällen wenden sich eh an meine deutsche Versicherung!

Ich denke mal, dass es eine Menge Gründe mehr gegen einen festen Wohnsitz für EU-/Weltenbummler als dafür.
Wie dem auch sei, ich werde weiterhin Erkundigungen über Möglichkeiten für Zulassungen im EU Ausland einholen und demnächst gerne hier berichten.

Solofahrer am 19 Aug 2017 21:59:50

Nun ja, um alle 5 oder 10 Jahre seine Personalpapiere verlängern lassen zu können, wollen die natürlich auch eine Adresse haben.
Und das Finanzamt möchte vielleicht auch eine Steuererklärung haben?

Eine Bekannte von mir hat - weil sie sich viele Monate im Jahr in Südamerika aufhält - ihren ersten Wohnsitz nach Paraguay verlegt und hier in Deutschland nur noch eine Postadresse. Sie hat trotzdem noch ihren Deutschen Pass. Aber da sie sich weniger als 180 Tage im Jahr in Deutschland aufhält, ist sie hier auch nicht mehr steuerpflichtig. — Soweit mein laienhaftes Verstehen ihrer Aussage ...

teuchmc am 19 Aug 2017 23:54:16

Is schon geil zu lesen, wie ein Ex-Beamter mit sicheren und relativ guten Bezügen auf Lebenszeit den über Jahrzehnte mit unterhaltenen Apparat versucht jetzt zu umgehen. Wenn das der Nicht-Ex-Beamte machen würde, wäre wohl die Hölle los bei den Noch-Beamten.
Ick schreib mal weiter nix...... bin da beim Andwein.
Sonnigen weiterhin. Uwe

dieter2 am 20 Aug 2017 10:35:45

teuchmc hat geschrieben:Ick schreib mal weiter nix......


....hättest Du schon vor diesen Post machen sollen :roll:

Gruss Dieter

andwein am 20 Aug 2017 10:48:27

binsofrei hat geschrieben:...Ich könnte na klar irgendwo ein Alibi Zimmerchen mieten. Kann aber trotzdem nicht nachvollziehen, wieso der Staat sich als besser gestellt sieht, wenn er eine Adresse hat, an der ich trotzdem nicht erreichbar bin.

Mit dieser Melde/Zustellungsadresse bist du rechtlich erreichbar. Du bekommst Post, hast eine Frist, wenn du dich nicht meldest, dein Problem. Der Steuer/Bussgeldbescheid ist mit Fristablauf gültig. Das ist das was Vater Staat will. Ob du deine Post abholst ist dein Problem. Wie du deine privaten Verträge mit Bank, Rente, KV formulierst ist Privatsache. Das ist alles eigentlich sehr einfach zu verstehen wenn man mal privat (KV, Bank) und staatlich/rechtlich (Strafzettel, gerichtlich, Steuer) auseinander hält.
Ist aber nur mein Verständnis, Gruß Andreas

teuchmc am 20 Aug 2017 13:51:05

dieter2 hat geschrieben:
....hättest Du schon vor diesen Post machen sollen :roll:

Gruss Dieter

Warum?
Sonnigen weiterhin. Uwe

dieter2 am 20 Aug 2017 15:26:32

dieter2 hat geschrieben:
....hättest Du schon vor diesen Post machen sollen :roll:

Gruss Dieter

teuchmc hat geschrieben:Warum?
Sonnigen weiterhin. Uwe


Weil Du Dich aufregst wie Leute ihre erworbenen Altersbezüge ausgeben wollen.
Soll jeder machen wie er es möchte,ob Ex-Beamter,E-Angestellter oder E-Arbeiter.

Gruss Dieter

teuchmc am 21 Aug 2017 02:22:51

Naja, Dieter, der Unterschied ist eben EX-BEAMTER und wie er halt hier ins Thema gestartet ist.
Meine bescheidene Meinung.
Sonnigen weiterhin. Uwe

nulpe am 21 Aug 2017 09:41:29

binsofrei hat geschrieben:Ich bin daher auf die Idee gekommen, ein WoMo eventuell in Frankreich, Spanien oder Italien zu kaufen und auch dort zuzulassen, in der Hoffnung, dass die Bedingungen für WoMo Fans dort eventuell etwas moderater sind!

Aber....:
Wenn Du ein KFZ im Ausland zulässt, aber weiterhin deine deutschen Papiere (PA) hast, die zeigen, dass du deinen Lebensmittelpunkt in D hast, müsstest du als Deutscher mit einem im Ausland zugelassenen KFZ bei jedem Aufenthalt in D hier zusätzlich KFZ-Steuern zahlen (zusätzlich zu den Steuern im Land der Zulassung).
Wir (Hauptwohnsitz in D) haben z.B. noch einen PKW in Spanien stehen (dort zugelassen und versteuert). Wenn ich mit dem nach D fahren würde, müsste ich hier für jeden Tag 0,51 € KFZ-Steuern zusätzlich zahlen.

Solofahrer am 21 Aug 2017 12:34:24

nulpe hat geschrieben:...
Wir (Hauptwohnsitz in D) haben z.B. noch einen PKW in Spanien stehen (dort zugelassen und versteuert). Wenn ich mit dem nach D fahren würde, müsste ich hier für jeden Tag 0,51 € KFZ-Steuern zusätzlich zahlen.

Das ist ja interessant!

Bekannte von mir haben zwei Oldtimer in Frankreich an ihrem Ferienwohnsitz zugelassen und fahren damit auch hier herum. Gibt es da nicht eine Kulanzzeit von vielleicht 3 Monaten, in der man die Ummeldung noch nicht machen muss? Und wenn hier in D eine Steuerpflicht entsteht, wie verträgt sich dieses mit dem "Doppelsteuerabkommen", was ja verhindern soll, für ein und die selbe Sache doppelt Steuern zahlen zu müssen. Wird einem dann die Steuer - in Eurem Fall die in Spanien gezahlte - rückerstattet?

binsofrei am 21 Aug 2017 13:53:03

teuchmc hat geschrieben:Naja, Dieter, der Unterschied ist eben EX-BEAMTER und wie er halt hier ins Thema gestartet ist.
Meine bescheidene Meinung.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Worin der Unterschied zwischen Ex-Beamter und Ex Arbeiter oder Ex Angestellter oder Ex Manager liegt, erschließt sich bei dem von mir vorgetragenem Thema nicht so richtig..
Es geht mir ausschließlich um Informationen, ob ich im EU Ausland ohne amtlichen Wohnsitz ein Fahrzeug zulassen kann oder nicht!
Und der Anspruch des Staates auf Steuern und Bussgelder bliebe auch mit einer Kontaktadresse gesichert.

Nulpe
Ich bleibe Deutscher und zahle auch, oh Wunder auch als Ex-Beamter.. :oops: , in Deutschland und Private Krankenversicherung! Mein Reisepass (Personalausweis benötige ich nicht..) ist neu und 10 Jahre gültig und mein EU-Führerschein auch neu und 15 Jahre gültig! Beide Papiere bekomme ich unabhängig von einem festen amtlich notierten Wohnsitz. Den Reisepass sogar in deutschen Vertretungen rund um die Welt.

Es geht auch nicht so sehr darum Steuern oder Bussgelder zu 'sparen', sondern darum, dass ich mit einem WoMo EU Weit für einige Jahre unterwegs sein möchte. Mit deutschem Kennzeichen und in Deutschland bezahlter Versicherung etc. Und wenn das ordnungsrechtlich nicht darstellbar sein sollte, dann eben mit einer Zulassung in der EU.

Das von DIr angesprochene Problem mit der Kfz Steuer ist mir neu! Ich weiss, dass es vor sehr langer Zeit ein zollrechtliches Problem in Deutschland gab, wenn man als Deutscher ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen geführt hat! Aber auch das galt nur, wenn man eine Meldeanschrift in D hatte(!), was bei mir ja eben nicht der Fall sein soll! Und ich denke mal, im Zeitalter der EU, der Freizügigkeit und des gemeinsamen Marktes sollte ein solche Steuer überflüssig sein..
Ich denke mal dass es in diesem Fall auf die Anwesenheitsdauer in D ankommt. Wer sich weniger als 180 Tage in Deutschland aufhält, ist auch hier dann nur beschränkt steuerpflichtig!

Solofahrer
Ich habe mir vor einiger Zeit mal das spanisch-deutsche Doppelbesteuerungsabkommen (sind nur ca 80 Seiten.. :mrgreen: ) durchgelesen, dieses behandelt meiner Erinnerung nach nur die Besteuerung von EInkünften, wieder fein säuberlich unterteilt nach gesetzlicher Versorgung und anderen Kassen wie der für Pensionäre :lach: .
Steuern für Kfz und ähnliches spielen darin keine Rolle.
Für Spanien habe ich ermittelt, dass man auch dort einen Wohnsitz haben muss, um ein Fahrzeug zuzulassen. Inwieweit das kontrolliert wird, weiss ich nicht. Jedenfalls kenne ich etliche Deutsche, die da mit allerlei Gefährt und deutschem Kennzeichen schon seit einigen Jahren durchs Land fahren. Teilweise ohne Meldung in D, teilweise mit und wieder teilweise mit Tarn und Fakeadressen bei Kumpels oder sonstwo.

Wenn wir jetzt etwas OffTopic geraten sind, bitte ich dies zu entschuldigen!

nanniruffo am 21 Aug 2017 14:15:03

Solofahrer hat geschrieben:Das ist ja interessant!

Bekannte von mir haben zwei Oldtimer in Frankreich an ihrem Ferienwohnsitz zugelassen und fahren damit auch hier herum. Gibt es da nicht eine Kulanzzeit von vielleicht 3 Monaten, in der man die Ummeldung noch nicht machen muss?


Ganz andere Baustelle ! Im Beispiel von Nulpe ging es um ein in Spanien zugelassenes Fahrzeug und nicht um ein deutsches Fahrzeug, das ich ggf. 3 Monate im Ausland benutzen darf.

Tom

nanniruffo am 21 Aug 2017 14:23:49

binsofrei hat geschrieben:
Mein Reisepass (Personalausweis benötige ich nicht..) ist neu und 10 Jahre gültig und mein EU-Führerschein auch neu und 15 Jahre gültig! Beide Papiere bekomme ich unabhängig von einem festen amtlich notierten Wohnsitz. Den Reisepass sogar in deutschen Vertretungen rund um die Welt.



Das glaube ich aber nicht, ohne irgendeinen amtlich notierten Wohnsitz gibt´s diese Papiere nicht. Wahrscheinlich ist hier gemeint, ohne einen Wohnsitz in D, das mag stimmen, aber irgendwo, in irgendeinem Land muss der amtl. Standortmeldung schon erfolgt sein, sonst gibt´s bei keiner Botschaft einen Pass oder Führerschein. Ich kann eben nicht sagen, Adresse: Weltkugel!

Tom

Solofahrer am 21 Aug 2017 14:43:25

Solofahrer hat geschrieben:Bekannte von mir haben zwei Oldtimer in Frankreich an ihrem Ferienwohnsitz zugelassen und fahren damit auch hier herum. Gibt es da nicht eine Kulanzzeit von vielleicht 3 Monaten, in der man die Ummeldung noch nicht machen muss?

nanniruffo hat geschrieben:Ganz andere Baustelle ! Im Beispiel von Nulpe ging es um ein in Spanien zugelassenes Fahrzeug und nicht um ein deutsches Fahrzeug, das ich ggf. 3 Monate im Ausland benutzen darf.

Nee, Tom, keine andere Baustelle, nur anderes Europäisches Land. Haste wohl nicht ganz richtig gelesen. Macht aber nix. :wink:

Solofahrer am 21 Aug 2017 14:57:09

binsofrei hat geschrieben:Für Spanien habe ich ermittelt, dass man auch dort einen Wohnsitz haben muss, um ein Fahrzeug zuzulassen. Jedenfalls kenne ich etliche Deutsche, die da mit allerlei Gefährt und deutschem Kennzeichen schon seit einigen Jahren durchs Land fahren. Teilweise ohne Meldung in D, teilweise mit Tarn und Fakeadressen bei Kumpels oder sonstwo.

... und teilweise sogar ohne aktuellen TÜV - aber das ist wirklich eine andere Baustelle.

Aber dann hast Du ja schon mal eine Grundlage. Die o.g. Möglichkeit hättest Du also auch.
Wird es denn irgend ein Land geben, in dem Du Dich mehr als 180 Tage im Jahr aufhalten wirst? Und hast Du mal recherchiert, in welchem Land die Kfz-Steuer am niedrigsten sind?
Und wie sieht das mit der Kfz-Versicherung aus? Wird eine Deutsche Versicherung zu gleichen Konditionen weiterbestehen (was ich nicht glaube) oder müsstest Du in dem Zulassungsland oder gar eine Internationale Versicherung (teuer!) abschließen?

Inselmann am 21 Aug 2017 15:40:59

Ich hatte das Versicherungproblem mit deutscher Zulassung und Fahrzeug im Ausland. (Hatte noch einen Wohnsitz in D damals).
Mit deutscher Zulassung muss die Versicherung nur 90Tage fuers Ausland geben, alles andere kostet mehr und wird teilweise gar nicht angeboten. Also bin ich damals schoen munter (aus Unwissenheit) UNVERSICHERT mit meinem deutschen Kennzeichen in England rumgefahren.

Also selbst wenn du einen Wohnsitz in D hast und das Fzg auch in D zugelassen, versichert und versteuert wird, musst du dich mit deiner Versicherung einigen ob du 365Tage im Ausland versichert bist. Und da auch aufpassen weils manchmal nur Haftplicht gibt und keine Vollkasko. Sicherlich wird das alles angeboten bei entsprechender Versicherungspraemie.

Inselmann am 21 Aug 2017 15:53:36

noch was vergessen zum Thema Versicherung. Das Gras ist nicht immer gruener auf der anderen Seite des Gartenzauns :lach:

Jedes Jahr habe ich das gleiche Theater mit der Versicherung des Wohnmobils weil ich einen EU Fuehrerschein habe. Mindestens die haelfte der Versicherung lehnt mich ab wegen "des erhoehten Risikos" als "Auslaender". Selbst die Versicherung die problemlos meine PKW versichert!!! Ich habe seit 18 Jahren meinen Hauptwohnsitz in England.

Obwohl ich mit meinem EU Fuehrerschein problemlos in England fahren darf (solange es nicht zum Brexit kommt) werde ich demnaechst meinen Fuehrerschein in ein UK Exemplar umtauschen. Den deutschen Fuehrerschein haette ich gerne behalten weil mit dem UK Schein muss man ab 70 die Verlaengerung beantragen und bei ueber 3.5t muss man auch noch ein aerztliches Attest haben.

Und was glaubst du wenn du als "Neuling" in einem anderen EU Land dein Kfz versichern willst, passiert mit deinem Schadensfreiheitsrabatt?

Ich wuerde mir das genau ueberlegen wo ich mein Fzg anmelde.

Inselmann am 21 Aug 2017 16:04:07

nanniruffo hat geschrieben:
Das glaube ich aber nicht, ohne irgendeinen amtlich notierten Wohnsitz gibt´s diese Papiere nicht. Wahrscheinlich ist hier gemeint, ohne einen Wohnsitz in D, das mag stimmen, aber irgendwo, in irgendeinem Land muss der amtl. Standortmeldung schon erfolgt sein, sonst gibt´s bei keiner Botschaft einen Pass oder Führerschein.
Tom


In England gibts KEINE Meldepflicht. Wenn mein Reisepass abgelaufen ist fahre ich nach London zur deutschen Botschaft und verlaengere ihn.
Man kann seine Adresse (In UK) angeben, muss man aber nicht.

nanniruffo am 21 Aug 2017 17:08:28

Solofahrer hat geschrieben:Nee, Tom, keine andere Baustelle, nur anderes Europäisches Land. Haste wohl nicht ganz richtig gelesen. Macht aber nix. :wink:


Sorry, mea culpa, hab´mich wirklich verlesen. Ist wirklich die gleiche Baustelle........nur andere Bauarbeiter....

Tom

nulpe am 21 Aug 2017 18:16:36

Es ist ja keineswegs verboten, als Deutscher mit Wohnort hier mit einem im Ausland zugelassenen KFZ zu fahren.
Nur: Die generelle Steuerbefreiung (für ein Jahr) die für Ausländer gilt, die hier in D mit ihrem im Ausland versteuerten KFZ fahren ENTFÄLLT, wenn der Fahrer seinen Hauptwohnsitz in D hat:
§3 KraftStG spricht:

"Von der Steuer befreit ist das Halten von [...]

13. ausländischen Personenkraftfahrzeugen und ihren Anhängern, die zum vorübergehenden Aufenthalt in das Inland gelangen, für die Dauer bis zu einem Jahr.
Die Steuerbefreiung entfällt, wenn die Fahrzeuge der entgeltlichen Beförderung von Personen oder Gütern dienen oder von Personen benutzt werden, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben;"

Und auch andersrum: Mein in Spanien als Resident gemeldeter Schwager darf nicht mit meinem KFZ dort fahren, wenn ich ihn besuche.
Dopppelbesteuerungsabkommen im Bereich der KFZ-Steuer gibt es imho nicht. Da es sozusagen eine Art Straßenbenutzungssteuer ist, ist sie gewöhlich in dem Land zu entrichten, in dem das KFZ bewegt wird. - Mit einer Ausnahme eben für Ausländer, die zu Besuch sind.
Und für unser oben erwähntes spanisches KFZ wurde mir (im Falle einer Fahrt zu meinem Wohnort in Berlin der Sachverhalt von unserem Finanzamt bestätigt.

Der einzige Lichtblick: Da zumindest die Bayern (angeblich auch Schleswig-Holstein) eingesehen hat, dass diese Steuerhinterziehungen (NICHT FAHRVERBOTE!) den Aufwand der Verfolgung nicht wert sind, haben sie interne Regelungen erlassen, solche Anzeigen nicht weiter zu verfolgen.

Aber ein polnischer Bekannter, der seit Jahren hier arbeitet und wohnt (2. Wohnsitz in Polen) glaubte auch, dass er in Polen billiger ein KFZ zulassen kann, mit dem er dann hier fährt: Es wurde etwas teuer....

nulpe am 21 Aug 2017 18:25:54

Ergänzung:
Von der versicherungstechnischen Seite habe ich keine Ahnung. Das sollte aber weniger schwerwiegend sein. Zumindest steht in unserem KFZ-Vers-Vertrag für das "spanische" Auto nichts davon - aber ich glaube: Nach Albanien darf ich nicht. Hat aber wohl keine steuerlichen Gründe.

Und vom Meldegesetz habe ich auch keine Ahnung: Dass man "nirgendswo" gemeldet sein kann oder seinen Lebensmittelpunkt "überall" haben kann/darf, glaube ich nicht.

nulpe am 21 Aug 2017 18:42:23

Noch´n Nachtrag:
Definition des steuerlichen Wohnsitzes (Art. 2) - Gilt eigentlich für Grenzgänger, aber natürlich auch für Deutsche.

Eine Person ist in einem Vertragsstaat ansässig, wenn sie nach dem Recht des Staates dort auf Grund ihres Wohnsitzes, ihres Aufenthaltes, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist.
Ist nach dieser Definition eine Person in beiden Staaten ansässig, gilt sie als in dem Vertragsstaat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt.
Verfügt sie in beiden Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Vertragsstaat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Lebensmittelpunkt).
Kann danach nicht bestimmt werden, in welchem Vertragsstaat die Person ihren Lebensmittelpunkt hat, oder verfügt sie in keinem der Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in dem Vertragsstaat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden oder in keinem der Vertragsstaaten, so gilt sie als in dem Vertragsstaat ansässig, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt.
Gehört die Person beiden oder keinem der Vertragsstaaten an, so werden die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage im beiderseitigen Einvernehmen regeln.

Und da bei einem Ex-Beamten die Steuern GLEICH von der Pension abgezogen werden, bist du in D steuerpflichtig.
Es sei denn, du übersiedelst offiziell.

villadsen am 21 Aug 2017 19:12:50

Diese Leute kannst dich vermutlich helfen: --> Link Damit kann ich ohne Wohnsitz in Deutschland einen Deutsch-registrierten und versicherten Wohnmobil fahren.
MfG
Thomas V.

nulpe am 21 Aug 2017 20:03:00

villadsen hat geschrieben:Diese Leute kannst dich vermutlich helfen: --> Link Damit kann ich ohne Wohnsitz in Deutschland einen Deutsch-registrierten und versicherten Wohnmobil fahren.
MfG
Thomas V.

Sicher, ist ja nicht verboten. Ich habe ja auch einen PKW in Spanien gemeldet (irgendeine span. Adresse, spanisches Konto und sog. NIE-Nummer erforderlich). Aber für eine Person mit Wohnsitz in D* wären das für einen PKW z.B. (während des Aufenthaltes von max. 1 Jahr) in diesem Zeitraum 0,51 €/d Steuern.
Minimum: 1 Monat, danach tageweise Abrechnung, überbezahltes Geld gibt es nicht zurück.

* und dass ein Deutscher, der hier Einkommensteuer zahlt, seinen Wohnsitz nicht in D hat, muss er noch beweisen.
Ist möglich - aber mit einem nachweisbaren Lebensmittelpunkt anderswo.

inzman am 22 Aug 2017 11:28:48

Kauf und Zulassung sind in F nur möglich mit einer Meldeadresse. Dafür muss man aber in F keine Kfz-Steuer bezahlen. Es wurde schon angeführt, steuerpflichtig ist man da wo man mehr als 180 Tage im Jahr wohnt. Ohne Berufstätigkeit kommt da aber von Seiten der Behörde über lange Zeit nichts. Eine Frage die es auch noch zu klären gibt: Wo ist man krankenversichert.

Gruss inzman

duniel3000 am 28 Feb 2018 16:00:15

Ich halte es für vorstellbar, daß der Ex-Beamte sozusagen "unschuldig" an seinen Status kam, zb weil er seine Berufung im Lehramt sah, aber eigentlich immer gegen "das System" oponiert hat. Dann fände ich das Bestreben sich auszuklinken legitim.

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