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Reisebericht Deutschland, Dänemark, Norwegen 1, 2, 3


Julia10 am 19 Aug 2017 17:50:19

Zeit haben, um mehr und länger zu reisen, habe ich mir schon immer gewünscht. In diesem Jahr ist es soweit.
Norwegen ist mein Ziel!
Geplant ist, Zeit zu haben und die Reise zu genießen.


Wer mitfahren möchte, ist herzlich eingeladen!

Hier kurz die Reiseroute:
Hirtshals
Kristiansand
Links ab an der Küste entlang bis kurz vor Stavanger
Irgendwie durch die Berge
Drei Tage Oslo
Quer durch die Berge
Über Schweden wieder nach Deutschland

Das ist sicher keine exakt beschriebene Reiseroute, aber so sollte es auch sein.

Also, es geht los und wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne anschließen :!:

Auf die A2 Richtung Hamburg. Das Wetter ist gut die Autobahn frei und für meine erste Übernachtung suche ich mnir einen ruhigen Stellplatz aus.







Ein kleiner See mit einem Badestrand, den man in kurzer Zeit umrunden kann, liegt direkt am Stellplatz.






Abends kommt ein junger Mann vorbeit, der die Stellplatzgebühr kassiert, ich meine, es waren 6 Euro.




Nach einer ruhigen Nacht gehts am nächsten Morgen weiter





Schleswig. Ich erwische den letzten freien Stellplatz im Stadthafen :D


--> Link










Der Friedhof darf nur von Bewohnern des Holms betreten und genutzt werden und liegt mitten in der Fischersiedlung.

--> Link)














Niedrige Fischerhäuser, hübsch restauriert und von Blumen, meist Stockrosen umrankt.




Schmale Durchgänge zwischen den Häuser :!:







Ein Fischer, der mit Sorge auf die stets wachsende Population von Kormaoranen schaut.




Überigens, der Holm und die Innenstadt von Schleswig sind vom Stellplatz aus gut zu Fuß zu erreichen.

Der Dom hat noch geöffnet und Ihr müßt jetzt leider mit, denn es regnet in Strömen :?












Das Licht wirft die Schatten der Fenster an die Wand.






Der Regen wird stärker und entwickelt sich zum Starkregen :? Es prasselt aufs Womodach, das nicht einmal das Radio es schafft, die Geräusche zu übertönen.


Die restlichen Regentropfen halten sich noch auf dem Schilf.







Fortsetzung folgt :!:

Julia

Julia10 am 19 Aug 2017 18:29:47

Das Wetter ist super, also rauf aufs Fahrrad und die nähere Gegend erkunden.


--> Link

Schloss Gottorf liegt auf einer Insel.




















Das Globushaus im Barockgarten zieht viele Besucher an.

--> Link






Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 19 Aug 2017 19:28:51



Bei strahlendem Sonnenschein radle ich nach




Muss mich mit den Lebensgewohnheiten der Wickinger vertraut machen, wenn ich schon weiter nach Norden reise. Vielleicht treffe ich dort ja einen Nachfahren :D







Eine kleine Siedlung, wie sie wohl hier mal gestanden hatben könnte, wurde hier nachgebaut und man kann zuschauen, wie die Menschen hier lebten.



















Die Bewohner trieben Handel und es wurde erforderlich, einen Steg zu bauen um die Ladung leichter an Land, bzw. aufs Boot zu bringen.





Schwalben finden hier im sumpfigen Gebiet reichlich Nahrung.





Achtung, Schwalbe im Anflug :!:




Zurück am Stellplatz fahren gerade die



ein und postieren sich im Hafenbereich :!:





Frisch poliert warten Fahrzeuge (und Besitzer/Innen :D ) darauf, begutachtet zu werden :!:






Viele Besucher fühlen sich in Ihre Kindheit oder Jugend zurückversetzt. Das erst Auto, die erste Liebe :?:





Ein DKW schon mit goßer Heckscheibe, das war unser erstes Auto. Ich mußte als Kind immer hinten sitzen und mir war immer :ooo:







Fortsetzung folgt :!:

Julia

leoline am 20 Aug 2017 06:47:38

Hallo Julia,
ich fahre gerne wieder mit dir mit! ein schöner Auftakt war das ja schon. :lol:

RichyG am 20 Aug 2017 07:04:12

Klasse Julia,
schöne Bilder und Texte! :daumen2:
Danke für die Mühe, die diese Berichte immer machen, und ich freu mich schon auf die Weiterreise!

soletti1 am 20 Aug 2017 09:11:22

Julia tolle Bilder und ein informativer Bericht werde weiter dabei sein, Danke für die Mühe und das Einstellen :ja: :wink: .

Weiterhin viel Spass und gute Gesundheit beim Langzeiturlaub ;D

frankjasper8 am 20 Aug 2017 09:20:01

Hallo Julia,

ich habe mir auch wieder ein Plätzchen zum Mitfahren gesichert. :)
Ist auch mal schön, wenn man nicht selbst fahren muß und trotzdem in ganz viele fremde Orte kommt.
Schleswig und auch das Wickinger-Dorf Haithabu kenne ich von eigener Reise; bin schon ganz aufgeregt, wo Du mich nun als Nächstes hinbringst. :)

Danke für den schönen Bericht und die Bilder! :)

herbstfrau am 20 Aug 2017 13:13:11

Oh! Wie schön! Da freue ich mich schon auf die Fortsetzung,

Nach Haithabu wollte ich auch schon immer, aber es ist eines von den wenigen Freilichtmuseen, in denen Hunde nicht erlaubt sind und daher ist's von der Liste geflohen. Jetzt war ich mit Dir kurz dort..

Bei den Autos wäre ich in pures Verzücken gefallen...Quietschalarm quasi.

Julia10 am 20 Aug 2017 13:15:53

Das ist ja super, das ich nicht alleine fahren muss, so habe ich ein wenig Unterhaltung auf der Reise :D


Alkoholische Getränke müßt Ihr allerdings selbst mitnehmen, sind schrecklich teuer im hohen Norden :wein: :bia: Rauchwaren übrigens auch :bandit: :D



Also wir bleiben noch ein wenig in Schleswig :!:






Die Altstadt ist überschaubar, mit gemütlichen kleinen Winkeln.





Gegenüber des St. Johannis-Kloster findet Ihr einen kleinen





























--> Link

Das St.-Johannis-Kloster vor Schleswig gilt als besterhaltene Klosteranlage Schleswig-Holsteins. Bereits zwischen 1200 und 1230 wurde auf dem Holm ein Benediktinerinnenkonvent gegründet. Nach der Reformation wurde das Kloster zum adeligen Damenstift. Nonnen und Konventualinnen prägten im Laufe der Zeit dieses einzigartige Ensemble, das als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz steht.









Direkt am Kloster liegt ein alter Friedhof auf dem der Komponist



des Hoststeinliedes beerdigt ist. Ihr kennt das Lied sicherlich alle und es ist die "Nationalhymne von Schleswig Holstein.

Heißt, falls Ihr Euch das Lied anhört, bitte aufstehen!


Hab Euch mal zu einer moderneren und einer klassischen Version verlinkt :)

modern
--> Link

klassisch
--> Link

Am nächsten Morgen gehs weiter in Richtung Dänemark.

Forsetzung folgt

Julia

Julia10 am 20 Aug 2017 14:14:51

Da ich Zeit habe, werde ich vorrangig Landstraßen fahren.

Ich übernachte in Aabernaa, ttwa 30 km von Flensburg entfernt auf einem Stellplatz im Hafen.

--> Link


Gebührenpflichtiger Stellplatz für 48 Mobile in Aabenraa. Der Stellplatz liegt am Wasser. Überwiegend ebener Platz. Untergrund aus Sand. Service am Platz: Imbiss/Restaurant, Stellplatz ist beleuchtet. Freizeitmöglichkeiten im Umkreis: Strand, Hafen/Marina, Segeln/Surfen. Preis pro Nacht: 125 Dänische Kronen. Entsorgung Chemie-WC: 70 Dänische Kronen.










Ein Platz in der ersten (sehr windigen) Reihe. Die Wohnmobiltür zu öffnen bedürfte einiger Kraft.


Ihr sehr, das Wetter ist nicht das Beste. Der Stellplatz liegt an einem Badestrand, bei schönem Wetter sicher eine gute Möglichkeit, sich zu enspannen und schwimmen zu gehen.







Das kleine, sehr alte Städtchen mit seinen zum Teil engen Gassen in der Altstadt lohnt sich anzusehen. zu Fuß sind es ca. 10 Minuten dorthin.





Auf einem Vordach haben sich diese Pflanzen eingenistet.




Liebevoll restauriert Häuser und Haustüren unterschiedlichster Art lassen auf den ehemaligen Bewohner schließen. Eine Stadt, die von der Seefahrt und dem Handel gut leben konnte.





Stockrosen scheinen dieses feuchte und manchmal rauhe Klima sehr zu mögen. Sie wachsen hier wie Wildkräuter.






Eines der ältesten Hauser der Stadt von 1713.






Ein Schloss mit Schlossgarten, Mühle und Kunstakademie gibts auch :!:









Eine Allee führt zum Schloss :!:









Der Nistkasten für die "adeligen" Schlossparkvögel" ist natürlich auch standesgemäß.













Skupturen verschiedenster Künstler stehen im hinteren Teil des Schlossgartens.




Na, welche Vorstellungen erweckt diese Skulptur bei Euch :idea: :?:


Übrigens, Kunst und Kultur wird in Skandinaviene groß geschrieben. Viele Museen, Galerien usw. stellen zeitgenössische Kunst aus. Aber auch Kunst im öffentlichen Raum hat hier viel Platz.

Architekten haben hier viel kreatives Potential das sich in Neubauten wiederfindet. Eine Leichtigkeit und Offenheit zeigt sich darin. Im Gegensatz zu unseren Neubauten, die meist schwer, wenn nicht sogar schwerfällig wirken.


Noch ein Rundgang durch die Geschäftsstraße der Stadt. Lohnt sich übrigens. Schicke Kleidung, Schmuck und andere Besonderheiten finden man in den Geschäften. Kreditkarte nicht vergessen :idea:










Weshalb Tiere Gummistiefen benötigen, erfahre ich sehr schnell :!:




Das Rathaus der Stadt mit schiefer Treppe :!:




Muss noch mal G... was diese Truppe macht.




Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 20 Aug 2017 15:25:31

Bargeld in Skandinavien :?: :?:

Braucht man eingentlich kaum :!: Selbst die morgentlichen Brötchen oder das Eis auf der Hand wird mit "Karte" bezahlt. Eine Kreditkarte oder Bankkarte nur mit mit Pin reicht fast aus. Stellplätze, Parkplätze, Fähren usw. kann man oft nur per Karte zahlen. Zum Tanken benötigt man fast immer Kreditkarten, es gibt kaum Tankstellen, an denen man bar zahlen kann.

Meinen Stadtrundgang kürze ich ab, eine dicken Regenwolke läßt nichts gutes erahnen. Einen Regenschirm habe ich nicht dabei :?




Platschnass komme ich am Wohnmobil an :? :? :? Es ist nicht das letzte Mal, das mich Regenschauer überraschen. Aber, es ist noch immer recht warm :!:


Am nächsten Tag gehts weiter über Landstraßen Richtung Skive.




Die Regenwolken hängen fest, und über mehrere Stunden lassen sie Ihre nasse Fracht abgregnen.





Ich dachte, schlimmer gehts nicht :roll: Geht aber :?

Ich hatte vor, mir einige Städte anzuschauen, evt. in Dänemark zu übernachten, aber bei diesem Wetter :?:







Also fahre ich weiter.

Der Regen läßt etwas nach, also nur noch "normaler" Regen. Die Landschaft um mich herum wird sichtbar.







Ich entschließe mich, bis Hirtshals durchzufahren und je weitern gen Norden, um so besser das Wetter.











Die großen Fähren laufen von hier aus verschiedene Häfen an.

Ich hatte geplant, von hier aus nach Kristiansand zu fahren, bin aber sehr unschlüssig, was das Wetter anbetrifft. Eine Fähre habe ich noch nicht gebucht :!:









Von Möwen begleitet verläßt die Colorline den Hafen.





Viele Angler chartern hier Boote, um rauszufahren und ihr Glück beim Angeln zu versuchen.




Mit dem Fahrrad radle ich, bei strahlendem Sonnenschein, durch den Hafen.












Eine riesige Fläche ist in Vorbereitung für den Ausbau und die Erweiterung der Hafenanlagen.
















Viele Fischer leben hier vom Fischfang und den Touristen, die ihre Boote mieten.






Der Katamaran läuft ein!









So ganz haben die Längenberechnungen der Fahrzeuge wohl nicht gepaßt.

Der Fahrradträgers des Wohnmobils hängt über, so das die Heckklappen nicht geschlossen werden können.



Ob das gespannte Netz Sicherheit gewährleistet? Einem Wassereinbruch hält es eher nicht stand.


Die Wettervorhersage für Südnorwegen läßt hoffen und so verscuhe ich am Abend, eine Fähre für den nächsten Tag zu buchen. Es ist Dienstag und für Mittewoch sollte doch etwas möglich sein.
Finline ist die nächsten 5 Tage ausgebucht, eine Warteliste scheint es nicht zu geben.
Bei Colorline bricht ständig die Internetverbindung zusammen. Super :!:

Ich fahre morgen zum Terminal und schaue, ob noch etwas geht.

Fortsetzung folgt :!:

Julia

frankjasper8 am 20 Aug 2017 18:34:24

Boah, watt´n Schietwetter da in Dänemark :!:

Da wird man ja vom Zuschauen schon pitschnass... :D
Gut, daß Du gleich weitergefahren bist,
aber hoffentlich bemerken die beim Fährhafen nicht, daß Du so viele "Blinde Passagiere" an Bord hast! :eek:

:arrow: Leute, duckt Euch, wenn Julia auf die Fähre fährt, sonst ist die Reise schneller beendet, wie wir alle möchten! :D

... und hier ein Link zu der Yun-Familie, die mit dem Caravan-Gespann von Korea durch die ganze Welt tourt --> Link , hier bei einem Stop in Österreich.

So, ich vermute, es geht bald weiter... ich mache es mir wieder gemütlich!

Julia10 am 20 Aug 2017 18:50:03

Wohne ein Paar Tage auf diesem Campingplatz.

--> Link

Der Ort hat, neben dem Fährhafen einiges zu bieten. War vor ein paar Jahren schon mal hier und im Dänemarkreisebericht findet Ihr einige Infos über Hirtshals

Reisebericht Dänemark
--> Link

Am Color Terminal buche ich mit einem Aufpreis das Ticket nach Kristianssand. Es ist nur noch etwas für den nächsten Tag auf der 20.00 Uhr Fähre möglich.

Somit hab ich noch Zeit, mich im Ort umzuschauen.



Auf einem Anleger haben es sich große Gruppen von Möwen gemütlich gemacht. Es ist klar, wer hier das Sagen hat. PKW sind es nicht, sie müssen um die Möwen herumfahren :)













Zeitweise sitzen, fliegen oder zanken sich hundette Möwen hier. Komme mir ein wenig wie im Hitchcock Film „Die Vögel“ vor.


Die zum Trocknen ausgelegte Netzte bergen leicht zu erhaschende Leckerbissen.










Direkt am Kai finden sich regelmäßig Angler ein, die auf einen guten Fang hoffen.




Direkt unterm Leuchtturm liegt der Campingplatz.








Und wer keine Sonnenuntergänge sehen mag, scrollt jetzt bitte einfach weiter. :)











Von Minute zu Minute verändern sich die Farben.









































So, nun genug vom Sonnenuntergang, Fortsetzung folgt :!:

Julia

Julia10 am 20 Aug 2017 19:19:07

Das Fahrzeug möchte ich Euch nicht vorenthalten. Stand am Strand und trug ein Kennzeichen aus der Schweiz. Die "Insassen" hörten sich eher wie Thüringer an.




Ein letzter Blick auf die Anlegestelle.













So, nun gehts problemlos und zügig auf die Fähre und nach Kristianssand!


















Und los gehts, direkt auf die untergehende Sonne zu.









Leichte Beute für die Möwen. Durch das aufgewirbelte Wasser werden Fische nach oben getrieben und die Möwen brauchen sie nur noch einzusammeln.





















Die Überfahrt dauert ca. 4 Stunden, Ankunft in Kristiansund laut Fahrplan 24 Uhr 12. Muß ein wenig schmunzeln, ist wie bei der Bahn. Aber es stimmt, wir laufen pünktlich ein. Das Schiff ist schnell entladen, aber die Ausfahrt aus dem engen Terminal dauert. Polizei und Zoll winken Fahrzeuge raus, um sie zu kontrollieren, der Rückstau wird längen, ein Gedränge und Geschiebe.

Dann bin ich endlich draußen und auch schon auf der Autobahn, auf die ich nicht wollte. Ich will jetzt einfach nur Übernachten und fahre nach Kristiansund zurück. Mist, mein Navi gibt seinen Geist komplett auf und das wird auch so bleiben.

Mit Mühe finde ich in einem Wohngebiet einen größeren Parkplatz zum Übernachten.

Fortsetzung folgt!

Julia

VS1400 am 21 Aug 2017 09:31:44

Hallo Julia,

vielen Dank für deinen tollen Bericht mit tollen Fotos.

Der, der immer in den Süden fährt...

Viele Grüße aus OWL

Volker

Julia10 am 21 Aug 2017 16:22:14

So, nun befinden wir uns in Norwegen und ich fahre zunächst an der Südküste Richtung Stavanger entlang.






Das wird mir nicht passieren, denn mein Navi streikt und läßt sich nicht erweichen, auch nur eine Information herauszugeben, auch nach sehr gutem Zureden :? nicht.


Das ist hervorragend :!: Ich bin alleine unterwegs und Karten lesen und fahren ist nicht so witzig. Aber was solls, es gab auch schon Zeiten, in denen ich gut ohne Navi klar kam.


Gute Planung ist alles und eine Herausforderung in einem fremden Land ist es allemal.


`


Um die Kirchen herum liegen auch heute noch in vielen Orten Norwegens die Friedhöfe. Wie halt früher bei uns auch.

Die Friedhöfe sind immer sehr gepflegt.











Briefkastenkonstruktionen sind hier sehr besonders, mal wild durcheinandergesetzt, mal ordentlich aufgereiht.














Die Straße führt an kleineren Fjorden mit vielen Ferienhäusern an den Ufern vorbei.





Familienausflug an einem sonnigen Tag.





Richtige Richtung aber eine der sehr engen Straßen genommen. Ohne Gegenverkehr kein Problem :!:

Einige Stellen sind so eng, das bei einem entgegen kommenden Pkw, der Platz seeehr knapp wird.
Bei größeren Fahrzeugen heißt es Nerven behalten, Spiegel einklappen und hoffen, das alles gut geht.











voraus :!:



Ca. 45 Autominuten von Kristiansand entfernt, kommt man zur südlichsten Stadt von Norwegen.
Der Hafen von Mandal und die umliegenden alten Häuser wurden sehr von den Holländern geprägt. Die Holländer waren um 1500 die führende Seefahrernation. Vor 200 Jahren dominierten die Holländer den Holzhandel. Auch holländischen Flößer und Heringsfänger siedelten sich an der gesamten Küste von Sørland an. Sie kamen auch nach Mandal und kauften dort Lachs und Hummer im Austausch mit anderen Waren. Durch diesen Handel mit den Holländern heuerten viele Norweger zu diesem Zeitpunkt auf den großen holländischen Handelsschiffen an. Man zählte zu der Zeit rund 7.000 Seeleute aus Norwegen auf holländischen Schiffen. Viele dieser Seeleute kamen aus dem Mandalbezirk. In Mandal wurden durch die Holländer Rundhölzer für die Masten der Segelschiffe hergestellt. Ebenso blühte der Schiffsbau in Mandal auf.

Mandal liegt an der Mündung des Flusses Mandalselva. Die Stadt hat ca. 13.500 Einwohner. Das Stadtzentrum ist geprägt von einer geschützten Holzhausbebauung mit engen Gassen.












Im Zentrum findet man mehr als 650 denkmalgeschützte Holzhäuser. Man sollte sich einen Spaziergang durch das alte Stadtviertel nicht entgehen lassen.

Ein kleiner Platz in der Fußgängerzone läd zum verweilen ein. Restaurants, Cafes, alles was das Herz begeht.






Mandal ist für die Norweger und auch für alle anderen Touristen ein sehr beliebter Ferienort. Parken sollte man unbedingt im Parkhaus Uranienborg.





Dieses Parkhaus besteht aus Tunneln in einem Berg. Im Sommer ist das Auto dort sehr kühl aufgehoben. Zu niedrig für Wohnmobile :?





Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 21 Aug 2017 16:45:53








Die größte Holzkirche Norwegens mit 1300 Sitzplätzen.





--> Link









Riesige Kanonenöfen sorgen im Winter für angenehme Temperaturen.









Auch die Friedhofskapelle ist aus weißem Holz gebaut.





Das moderne Mandal zeigt ein ganz andere Gesicht.




Alte Hafenanlagen wurden zurückgebaut um Platz für neuen Wohnraum zu schaffen, Bootsanlegeplatz und Badestrand direkt am Haus inslusiv.









Ein Wohnmobilstellplatz direkt am Strand.





Durch den vorbeifließenden Golfstrom sind die Wassertemperaturen angenehm, gerade richtig für einen warmen Sommertag um sich abzukühlen. So genieße ich einen herrlichen Strandtag.




Gewagte Konstruktionen, die zum Fischfang dienen.



Julia10 am 22 Aug 2017 09:41:21



Anbei Ausschnitt des ersten Teilabschnitts der gefahrenen Route.

Weiter gehts auf schmalen, gut ausgebauten Straßen mit genügend "Ausweichpotential" :)

Am Ende eines Fjords ein kleiner Rastplatz. Übrigens, auf vielen Park- und Rastplätzen sind in diesem Bereich Übernachtungen verboten.










Lindesnes, der südlichste Punkt Norwegens ist mein nächstes Ziel. Ich liebe Leuchtfeuer :)

Ein Tip zu Südnorwegen.

Auf diesen Seiten findet Ihr zu diesem Bereich und den Orten Beschreibungen und kleine, sehr gut gemachte Filme (Rundgänge durch den Ort, Besonderheiten usw.)

--> Link

Der Film über den Leuchtturm finde ich besonders schön.


Auf dem Weg dorthin beginnt es zu regnen, dann schüttet es die ganze Nacht über. Der Parkplatz unterhalb des Leuchtfeuers ist teilweise überflutet.




Am nächsten Morgen schiebt der aufkommende Wind die Regenwolken landeinwärts.


Ein riesiges Felsmassiv schützt die Küste ist für vorbeifahrende Schiffe sehr gefährlich.














Aufstieg zum kleinen Leuchtturm über eine steile Treppe.













Die Aussicht von hier oben ist spektakulär.
















Verteidigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg sind gut erkennbar.










Mühsam und auf schmalen, in den Fels gehauenen Wegen mußten früher alle Materialien wie Feuerholz usw. zum Leuchtturm gebracht werden.





Die Wege sind heute einfacher zu begehen.









Das alte Leuchtfeuer steht noch immer auf seinem Platz.

Der Feuerkorb stand auf dem Gebäude.









So sah es früher aus, wie im kleinen Museum dargestellt.








Ein kleines Segelboot kämpft sich durch die Wellen, weit genug entfernt von den rauhen Klippen.








Auf dem Parkplatz unterhalb des Leuchtturms stehen viele Mobile auch über Nacht.




n der kleinen, sehr informativen Ausstellung wird über die Entstehung und Entwicklung, die schwere Arbeit der Leuchtturmwärter sowie über manchen Schiffbruch berichtet.










Wer mag, nimmt sich ein wenig Zeit, um sich die Gedichte und die über mehrere Monitore laufenden Bilder anzusehen. Auch ohne Kenntnisse der norwegischen Sprache vermitteln sie ein Gefühl von der Landschaft, dem Leben und Tod an diesem Küstenabschnitt.








Auf der geschützen Seite der Felsen krallen sich Pflanzen in die magere Erde.








Ein letzter Blick auf die tosenden Wellen





den Leuchtturm,




weiter gehts.

Fortsetzung folgt :!:

Julia

TiborF am 22 Aug 2017 09:47:44

Was für ein schöner Reisebericht - da kriegt man solche Lust, gleich loszufahren.

Freue mich schon auf die Fortsetzung und möchte mal zwischendurch DANKE SCHÖN sagen.

haroba am 22 Aug 2017 11:38:31

Moin Julia!

Ich reise auch mit!
Da werden tatsächlich Erinnerungen wach.
Und schön ist es, dass andere Menschen eben anderes sehen.

Gute Weiterfahrt!

Munterholln!
Hartmut

bonjourelfie am 22 Aug 2017 12:58:08

Hallo Julia,

ich reise auch von Anfang an begeistert mit, bin ich doch selbst erst vor einigen Wochen in Norge gewesen. Mein Reisebericht ist übrigens fast fertig, siehe website. Norwegen ist sooo toll! VIELEN DANK!

LGElfie

Julia10 am 22 Aug 2017 13:15:57

Danke Euch für Eure Beiträge, die Reisegruppe wird ja langsam größer :!:

Hartmut, ich finde es auch spannend Reiseberichte aus Gegenden zu lesen, die man selbst schon mal befahren hat. Die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen von Usern zu sehen, ist sehr interessant.


Nach immer wiederkehrenden heftigsten Regenschauen eine sonnige Periode. Auf kleinen Straßen, auf denen ich mich gefühlt stundenlang alleine bewege, nähere ich mich meinem nächsten Ziel.










So viel Wasser, Fjorde, Seen, Meer und vom Himmel Regen :? , sah ich bislang in keinem Urlaub




Tunnel und Bäume übrigens auch nicht. Hier einer der eher kurzen Tunnel.



Übrigens, es gab unterwegs viele interessante Orte, die ich mir gerne angeschaut hätte, aber es hat immer wieder in Strömen gegossen.

Wir kommen nach





Hier ein kleines Filmchen über den Ort.

--> Link































Auch hier liegt der Friedhof um die Kirche herum.







Wir kommen in flachere Lanschaften. Hier schauts ein wenig so aus wie bei uns an der Nordsee. Bewirtschaftete Felder, Vieh auf den Weiden und viiiiiel Meer.










Und noch ein Leuchtturm :)

--> Link

















Es ist so ruhig und entspannt hier. Die Sonne scheint, einfach Erholung pur.


Übrigens, die Norweger wirken ohnehin sehr entspannt. Beim Autofahren genauso wie im Alltag und beim Autofahren. In den größeren Städten geht es etwas hektischer zu, aber lange nicht so aufgeregt und teilweise aggressiv wie bei uns.








Ich setzte mich auf eine Bank. 1 m neben mit liegt ein großer Stein, auf den sich ein Vogel und für meine Kamera posiert :)





Oder lieber meine Schokoladenseite :?:














Ein kleiner Rasenmäher zieht gemütlich seine Runden.


Übrigens, im kleinen Hafen von Lista stehen 5 Wohnmobil Stellplätze (mit Strom, Duschen usw.) zur Verfügung. Ein Sandstrand zu Baden ist auch in der Nähe.






Von hier führt eine, zum Teil sehr enge Schotterstraße in eins der vielen Naturreservate. Ich traue mich nicht, diese Straße zu benutzen, weil erhebliche Steigungen zu erwarten sind.














Ich genieße die Aussicht und überlege, ob ich auf dieser Straße weiterfahren soll, zumal meine Karte und das Schild hier eine sehr enge Straße vermuten lassen.


Wärend ich noch darüber nachdenke, kommt hält ein Ehepaar aus Deutschland an und wir kommen ins Plaudern. Sie haben diese Straße gerade hinter sich und berichten, das es zwar eine sehr schöne Strecke sei, allerdings eine Schotterstraße mit vielen Schlaglöchern gespickt und oft nur für die Breite eines Fahrzeugs ausgelgegt.

Hat sich für mich schon erledigt und ich fahre zurück.


Viele Häuser sind hier nur mit dem Boot zu erreichen.





Fortsetzung folgt.
Julia

Julia10 am 22 Aug 2017 17:03:54

Viele Straßen mit Aussicht führen direkt an den Fjorden entlag :)




So hatte ich mir Norwegen unter Anderem vorgestellt.



Es ist recht warm, so um die 22 Grad und nach dem Dauerregen diesig.




Wasserfälle stürzen in die Tiefe und speisen kleine Seen.








Bin auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz und siehe da, am Ende einer Fjords liegt ein kleiner Campingplatz,





mit Badestrand und Aussicht :)





Zwei Tage später gehts, wie soll es anders sein, bei Regenwetter weiter.




Über Brücken :roll:



















Nach Flekkelfjord :!:

Auch zu diesem Ort ist hier ein interssanter Kurzfilm eingestellt.

--> Link

Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 22 Aug 2017 18:43:44

Am Hafen ist ein riesiges Zelt aufgebaut, das für Veranstaltungen genutzt und auch im Winter bespielbar gemacht werden kann.






Wie viele Orte an der Küste wurde auch diese Stadt von Holländern gebaut.





Die immer frisch gestrichenen Gebäude sowie die Blumen an Türen sowie in Eingängen machen Hollenderbyen zu einem malerischen Ort, der immer einen Besuch wert ist.

In der Altstadt stehen kleine Holzhäuser eng beieinander.




Kleine Geschäfte die den gesamten täglichen Bedarf befriedigen, findet man in der Altstadt.















Der Name Hollenderbyen stammt aus der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts, als Flekkefjord aktive Handelsbeziehungen zu Holland (Niederlande) pflegte. Zu den wichtigsten Exportgütern gehörten damals Holz und Fischprodukte.


Es heißt, dass ein Teil der Stadt Amsterdam aus Holz gebaut wurde, das aus Flekkefjord stammt. Auch Steine aus Flekkefjord sollen beim Bau des internationalen Flughafens Amsterdam-Schiphol verwendet worden sein.



Grand Hotel




Die spezielle Grand Hotel Flekkefjord befindet sich dort, wo Hollenderbyen beginnt. Das Hotel wurde im Jahre 1897 im klassischen Schweizer Stil mit achteckigen Türmen gebaut.



Wer Zeit hat, sollte unbedingt einen Blick in die wunderschöne Kirche werfen.






Sie ist wie ein Schiff allerdings Kiel oben gebaut.



















Farbig ausgemalte Sitzreihen.










Viele Kirchen sind Norwegen sind eher schlicht und elegant ausgestattet. Das ist hier nicht der Fall. Selbst die Wände sind bemalt.









Auch heute wieder ein sehr regnerischer Tag mit wenig trockenen, Stunden.



Daher sind die Fotos leider nicht so schön geworden.


Die Regenwolken hängen fest in den Bergen und der Wettergott läßt keine Hoffnung auf Besserung zu.

Daher ändere ich meine Reisepläne und fahre Richtung Kristiansand zurück nach Lillesand in der Hoffnung auf besseres Wetter.

Ich nehme die E 39 und der Regen bleibt mein treuer Begleiter.

Riesige Wasserfälle stürzen sich über die Felsen ins Tal.
















Das Wetter ist schon ein Phänomen. Es gibt anscheinend kleine Bereiche, die völlig trocken bleiben, während es ringsherum seit Tagen regnet.









Vor mit ein riesiger Regenbogen, über mir eine dunkle Wolke, aus der heraus es schüttet und hinter mit die Sonne.





Fortsetzung folgt :!:

Julia

volkermuenster am 22 Aug 2017 21:12:00

Hallo Julia,

vielen lieben Dank für den tollen Bericht und die vielen Fotos.
Ich fahre nun auch mit!!! :lol:

Ja manche Sachen erinnert mich an unsere Norwegenfahrten, manche Sachen haben wir doch glatt übersehen.
Dies ist das interessante an solchen Berichten.

Freue mich auf den weiteren Reiseverlauf.

Beste Grüße

Volker

bambiball am 23 Aug 2017 09:02:29

Hallo Julia, ich fahre auch begeistert mit dir.
Eine ähnliche Strecke sind wir Ende Mai in 4 Wochen abgefahren.
Vieles haben wir mangels Zeit nicht gesehen.
Schön das du es uns zeigst.
Allerdings hatten wir in 4 Wochen nur 2 Regentage. Glück gehabt.
Danke für deinen Bericht.

Julia10 am 23 Aug 2017 10:19:21

Einen Gruß an alle Zugestiegenen :) Freut mich, das Euch der Bericht gefgällt!

Wir befinden und nun östlich von Kristiansand in Lillesand

--> Link

Ein Hafenfest mit besonderen Belustigungen z.B. möglichst spektakuläre Sprünge von einem aufgebauten Turm lassen viele, besonders junge Leute (per Boot oder PKW) anreisen. Ob vom vom Wasser oder von Land aus, es scheint etwas besonderes zu sein.








Passend zum Ende der Veranstaltung beginnt es zu



Im Hafen stehen Wohnmobilstellplätze zur Verfügung und am Stadtrand ein großer Campingplatz mit allerdings recht aufgeweichtem Untergrund.

Mist, einer der Hinterreifen am WOMO verliert Luft. Ich kann so nicht weiterfahren. Fülle erst mal an der Tankstelle Luft auf, mal schauen wie es morgen aussieht.

Am nächsten Morgen ist es klar, der Reifen hat eine undichte Stelle. Im Ort finde ich eine Werkstatt, die mir den Reifen wechselt. Gut, das ich einen Ersatzreifen mitführe :) .




Ein Rundgang durch das hübsche kleine Örtchen mit seinen alten Holzhäusern ist lohnenswert, zuma hier auch der Baustiel variiert.

Überall an den Häusern und markanten Punkten sind kleine Fotografien aus längst vergangener Zeit angebracht die zeigen, das sich nich soooo viel verädert hat.









Das Hotel des Ortes zeugt von lebhaftem Handel und der Notwendigkeit, schon früh Menschen eine Unterkunft anbieten zu können.







Hier ein Blick auf den Stellplatz von Lillesand.




Eine Feuerqualle schwebt am Ufer antlang.










Eine Schönheit, der man nicht zu nahe kommen sollte.













Die Häuser sind eng aneinandergebaut und haben oft, wenn überhaupt, nur kleine Freiflächen.





Fortsetzung folgt.

Julia

Julia10 am 23 Aug 2017 11:30:13

Ein kleiner Abstecher anch Grimstad :!:


Im heutigen Zentrum von Grimstad wurden zahlreiche Zeugnisse aus der Zeit der Völkerwanderung und der Wikinger gefunden. Grimstad entstand als Fischerdorf im Mittelalter und wurde erstmals 1528 auf holländischen Karten erwähnt.





Die Kirche ist leider geschlossen :(



















Bild[/url



[url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild



Fortsetzung folgt,

Julia

janoschpaul am 23 Aug 2017 12:10:28

Ich hoffe Du hast noch Platz Julia. :D
Trotz dem vielen Regen wunderbare Bilder eines für uns noch völlig unbekannten Landes.
Jetzt wünsch ich Dir Sonne ohne Ende und uns weiterhin einen solch erfrischend und informativ geschrieben Bericht. Vielen Dank und weiterhin eine tolle Reise.

sirbigkmi am 23 Aug 2017 12:41:50

Bin auch zugestiegen. Danke für deine tollen Berichte. Da kommt bei mir echtes Fernweh auf.

Gruß und gute Fahrt
Klaus

knutschkugel am 23 Aug 2017 13:06:22

Super Reisebericht

CCHT am 23 Aug 2017 13:49:53

Hallo Julia,

danke für den spannenden Bericht, bin gerade zugestiegen und habe die letzten Tage aufgeholt.
Der Stellplatz in Aabenraa mit 70 DKK - also fast 10 € - für die WC-Entsorgung (!) ist ja nicht von schlechten Eltern, oder war das ein Schreibfehler?!
Ansonsten kenne ich Norwegen meist auch nur bei Regen. Wir sind dann meistens nach Schweden rüber - da war's dann oft viel besser :D .

Gruß
Christoph

Maxima am 23 Aug 2017 13:52:57

Julia, es macht sehr großen Spaß mit Dir zu reisen.

Nie im Leben würde ich mir so eine Reise alleine zutrauen. :eek:

Julia10 am 23 Aug 2017 13:55:22

CCHT hat geschrieben:Hallo Julia,

danke für den spannenden Bericht, bin gerade zugestiegen und habe die letzten Tage aufgeholt.
Der Stellplatz in Aabenraa mit 70 DKK - also fast 10 € - für die WC-Entsorgung (!) ist ja nicht von schlechten Eltern, oder war das ein Schreibfehler?!



10 Euro (icls. Strom, Ver- und Entsorgung und Duschen) für einen stadtnahen Stellplatz finde ich akzeptabel.

In Norwegen wird teurer :?

Julia

ToMTuR.de am 23 Aug 2017 14:11:40

Mal schauen, ob sich noch ein Mitreiseplätzchen findet...

Ich liebe Deine Reiseberichte, vor allem hast Du einen schönen Blick für Fotomotive. :bindafür:

VG Harriet

Julia10 am 23 Aug 2017 15:43:21

Da haben wir ja eine interessante Reisegruppe :)

Schön, daß Ihr auch weiterhin dabei bzw. neu dazugestoßen seit.


Ich hoffe mal, Ihr habt noch Lust, weiterhin kleine Orte mit weißen Häusern und viel Meer anzuschauen, denn wir kommen jetzt nach







Die Kommune Risør verdankt ihre Entstehung dem großen Holzexportboom nach den Niederlanden um 1500. Den Namen hat die Stadt von der Insel "Risøya" vor der Küste. "Ris" bedeutet Gesträuch und øy Insel. Die Kleinstadt ist eine von Europas besterhaltenen Holzhaussiedlungen aus dem 19. Jahrhundert.


Wie kann es auch anders sein, es regnet schon seit Stunden, als ich endlich ankomme. Der Ort besitzt einen Stellplatz, abgetrennt von einem größere Parkplatz mit Strom und Ver- und Entsorgung.


Trotz Regenwetter, bewaffnet mit Regenkleidung und Schirm, schaue ich mir das Örtchen an.





Die vorgelagerten Schäreninseln schützen den Ort nicht vor Wind und Sturm, wie an den Bäumen zu erkennen ist .


























Übrigens, die Städte in Norwegen sind sauber und kaum ein Papierfetztelchen bzw. Hundkot sind zu finden.

Die Häuser fast immer gepflegt und Blumen wachsen in Kästen oder direkt an den Häusern.






Manche Türen sind nur für seeeeehr schlanke Menschen gedacht :)

Am nächsten Morgen; strahlender Sonnenschein, wie unschwer zu erkennen.


Jede Familie hatte hier einen eigenen Eingang. Schwere Eichentüren lassen betuchte Bewohner vermuten.






Ich vermute, das es in Norwegen mindestens so viele Boote wie PKW`s gibt.




Risør ist eine gut erhaltene, historische Holzstadt mit einer vorgelagerten Inselgruppe, einer langen Holzboot-Tradition und vielen Festivals. Die Stadt Risør liegt an der Ostküste Südnorwegens und ist bekannt für Kulturfestivals, Schären, die Holzbootproduktion und die traditionellen, weiß lackierten Holzhäuser. Die Stadt wurde vor 150 Jahren im Schweizer Stil gebaut. Die örtliche Barockkirche stammt aus dem Jahre 1647.



Kunstvoll geschmiedete Balkongeländer zieren viele der alten Häuser.



Ehemalige Lagerhäuser dienen heute als Wohnungen.











An diesen Konstruktionen werden Körbe befestigt, in die sich vielleich Hummer :?: :?: verirren?







Die Bewohner dieses Hauses sind nur mit dem Boot zu erreichen.









Ein Gästehaus von 1745.




Fortsetzung folgt :!:

Julia

frankjasper8 am 23 Aug 2017 21:17:18

Uiuiui, jetzt wird´s aber voll! :D
Julia, Du brauchst ´n größeres Auto! :)
Mann oh Mann, Du machst sogar aus miesem Regenwetter und starkem Wellengang noch superschöne Fotos, hast echt ein gutes Auge für so etwas! :ja:

Ich bleibe noch ein Weilchen dabei. :ja:
Das mit dem Reifenschaden ist natürlich nicht so schön, hoffentlich war es bei Deinem Mobil leichter, den Reifen zu wechseln, als bei meinem Reifen-Neukauf. Da mußten die Monteure ganz schön schuften und nur mit Verkanten und Luft ablassen und Auto und Achse extra aufbocken war es nachher möglich die neuen Räder aufzustecken.
Und das Navi - na, ich hoffe, Du findest auch ohne wieder zurück nach Hause! :D ... aber wir sind ja bei Dir! :eek:

Paulinchen am 23 Aug 2017 23:23:56

Hallo Julia, haste noch 'n Plätzchen frei :?: Möchte auch noch mitfahren. Bin erst jetzt dazu gestoßen. Macht richtig Spaß Deinen Reisebericht zu lesen. :ja:

Bin gespannt, wie's weiter geht.

Jonah am 24 Aug 2017 00:39:06

So, bin gerade an der Ecke noch schnell zugestiegen, bitte alle mal ein Stück zur Seite rücken. Fahre ab jetzt nur zu gerne mit, habe auch gerade alles nachgelesen, sehr schöne Tour, spannend und super erzählt.

Julia10 am 24 Aug 2017 09:42:25

Tja, jetzt müssen wir wirklich etwas mehr zusammenrücken :D

Hoffentlich paßt es dann noch gewichtsmäßig, aber Ihr seit ja alle schlank und rank :roll:

Frank, der Reifen konnte ohne Probleme gewechselt werden. War nichts festgerostet oder verkantet.


So, dann mache ich mal weiter :)

Ich begebe mich hoch zur "Batterie" und werde mit einer immer schöner werdenen Aussicht belohnt.






Langsam geht ich zum Stellplatz zurück.














Der Risørflekken ist einer der ältesten Navigationshilfen in Südnorwegen. Es waren zuerst holländische Seeleute die diesen Felsen im 16 Jahrhundert weiß kalkten.
Man konnte dieses Seezeichen 12 nautische Meilen vom Land sehen.
Der damalige Grundbesitzer bekam 1641 vom König den Befehl auferlegt, den Risørflekken mit weißer Farbe in Stand zu halten. Dafür konnte er die Gebühr von den Booten die in den Risør Hafen anlegten einkassieren.
Heute noch nutzen Seeleute und Fischer den Risørflekken als Navigationshilfe. Die Aussicht vom Risørflekken ist ausgezeichnet, mit Blick auf die Holzhausstadt Tangen, den Gästehafen, Stangholmen Leuchtturm und den Risør Schärengarten.

Hier seht Ihr am unteren Bildrand einen Teil des "weißen Fleckens" .






Ein exponierter Punkt für die Verteidigung der Stadt und des Küstenabschnitts.








Eine kleine Stadt unzähligen Gängen und Bunkern sowei ein See für die Trinkwasserversorgung der Soldaten mußte angelegt werden.






Ich genieße den Sonnenschein und die herrliche Aussicht.








Feuerquallen leben auch hier im Hafenbecken.



Übrigens, in vielen Orten sind Gemeinden unterschiedlichster Glaubensrichtungen zu finden. Methodisten, Protestanten usw. Die Kirchen stehen oft in unmittelbarer Nähe beieinander und sind heute leider geschlossen :?




Bausünden findet Ihr auch in Norwegen

Riesige Ferienanlagen drängen sich an die Felsen.



Ist schon anstrengend, nach den ruhigen Tagen.

Ich suche mir ein ruhigen Plätzchen für eine Pause.






Spatzen wiegen sich in hohen Gräsern und bedienen sich an dem reichhaltigen Samenangebot.





Landeanflug geglückt :)





Irgendwo unterwegs die







Ihr habt Glück, sie ist geschlossen :roll:

Ich fahre in Richtung Skien, wollte eigenlich noch ein paar Orte besuchen, aber es beginnt wieder heftig zur Regnen. Nach dem Regen ein riesiger Stau (10 km wegen einer Großbaustelle) rund um Skien, so das ich weiterfahre.




Übrigen, der erste Stau in Norwegen :? .

Erstmals sehe ich wieder weite Felder.






Training für die kommende Skisaison auch bei Regenwetter.









Eine der Schleusen des Telemarkkanals.

--> Link







Fortsetzung folgt :!:

Julia

Julia10 am 24 Aug 2017 12:17:21

Ok, das Wetter wird nicht besser :?




Am frühen Abend finde ich einen Stellplatz




Bobilcamp :) :) :)


Der Platz selbst ist nicht ansprechend (eine alte Hafenanlage), dafür die Aussicht um so schöner.













Mal schaffen es die Wolken bis zum Stellplatz, oder lösen sich vorher auf.





Der Platz wird für ein Fest vorbereitet und daher gibs reichlich Steckdosen.





Ein versenktes Boot blockiert den Anleger.





In den Ort fahre ich nicht mehr, es ist spät und immer wieder regnet es.




Dafür bieten die Wolken und die untergehende Sonne eine schöne Abwechslung :!:




Eine neue Regenfront baut sich auf :!:






Die Front bleibt über den Bergen hängen und löst sich langsam auf.











Das Naturschauspiel kann jedes Fernsehprogramm toppen.



Am nächsten Tag gehts nach Kongsberg :!:

Fortsetzung folgt :!:

Julia

janoschpaul am 24 Aug 2017 14:39:07

Jetzt drückt doch nicht so... :mrgreen:

Ist echt eng hier und das zu Recht !
Du hast die Sonne im Herzen, so erfrischend und informativ geschrieben :!:
Freu mich schon auf die Fortsetzung.

Julia10 am 24 Aug 2017 15:57:19

Wie versprochen sind wir heute in Kongsberg

--> Link

Eine ehemalige Bergbaustadt, in der es ausbeutbare Silberminen gab.

--> Link








Auch hier stehen noch viele alte Holzhäuser, die sich allerdings mehrere Familien teilten und teilweise auf engstem Raum zusammenlebten.












Schauen wir uns später an, ist noch geschlossen :?










Einige der alten Häuser stehen unter Denkmalschutz und werden derzeit restauriert.















Der längste Fluss Norwegens fließt durch Kongsberg

Numedalslågen Fluss
--> Link)





Am Geländer der Flussbrücke zeugen Münzen von der Vergangenheit des Ortes und der viele Gewerke, die erforderlich waren, Silber zu schürfen und zu verarbeiten.















Kongsberg Kirke von 1761, die größte und am Besten erhaltene norwegische Barock-Kirche mit einer Gloger-Orgel von 1765.

--> Link





Aufwendige Malerein schmücken die Kirche.



















Geschützt vor den Blicken des Volkes konnten die hohen Herrschaften dem Gottesdienst folgen.





Breite Treppen für die Würdenträger, schmale Treppen fürs Volk.


Die Kirche bot Platz für 2400 Menschen.






Weiter gehts auf unser nächstes Ziel zu: Oslo :!:

















Am frühen Nachmittag komme ich in Oslo an und fahre den großen Stellplatz im Hafen an.

--> Link

Eine riesige betonierte Fläche in einem kleinen Jachthafen.

Der Preis ist schon recht heftig, (300 NK, Strom, Ver- und Entsorgung und Sanitäranlagen inbegriffen). Die Sanitäranlagen befinden sich in Containern und sind "gewöhnungsbedürftig".

Die Lage des Platzes ist optimal für eine Großstadt. Mit dem Fahrrad (gut ausgebauter Radwerg) dauert es ca. 15 Min bis zur Innenstadt, Busverbindungen direkt ab Stellplatz.

Fortsetzung folgt :)

Julia

achim49 am 25 Aug 2017 09:06:50

Hallo Julia,
ein toller Bericht mit wirklich schönen Bildern.
Da meine Frau und ich fast die gleiche Reise vom 24. Mai bis 20.Juni hinter uns haben ist das eine tolle Auffrischung der wirklich sehr schönen Erinnerungen.
Vielen Dank dafür.
Mit dem Regen hatten wir es etwas besser. Und als er dann kam, haben wir die Vorteile unseres Womo`s ausgespielt. Wir haben nach Betrachtung der Wetterkarte unsere Reiseroute geändert und sind etwas früher Richtung Flam ausgewichen. Oslo haben wir uns erspart,da wir die unvergleichliche Norwegische Natur geniesen wollten.
In Mandal waren wir am ersten Tag nach unserer Ankunft und die letzten 3 Tage vor der Heimreise auf dem Stellplatz FERIENANLAGE SJØSANDEN! Dort hatte es uns so gut gefallen, mit eigenem Strand und 10 Minuten Fußweg nach Mandal.
Die Stellplätze in Norwegen haben wir als ganz toll (ein Mal sogar Fußbodenheizung in der Dusche) kennengelernt. Suchen über eine Stellplatz App war hilfreich. Auch haben wir in einem Ort 2 Stell/Campingplätze gefunden, ca 50 Meter Abstand Preis 300 und 100 NOK.
An alle die bei Julia mitlesen. Lasst euch begeistern. Norwegen ist "in echt" noch VIEL schöner.
Ich will mal sehen, ob ich meine Frau (für Bilder zuständig) dazu bringe welche ein zu stellen. Wenn wir herausgefunden haben wie das geht.

Nochmals Dank an Julia für deine Arbeit.

Julia10 am 25 Aug 2017 13:19:54

Danke Dich Achim, schöner hätte ich es auch nicht formulieren können.


So, also wie versprochen, machen wir in den nächsten 2 Tagen Oslo unsicher.

Am frühen Abend angekommen, radle ich mal kurz in die Stadt um mich schon mal etwas zu orientieren.

Der Radweg führt direkt am Oslofjord und am königlichen Jachtclub vorbei.




Oscarshall tront über der Stadt, schauen wir uns später noch mal genauer an.




Das Parlamentsgebäude von Oslo :!:









Die nächsten Regenwolken scheinen sich auf Richtung Innenstadt zu bewegen.

Ein schneller Einkauf im Supermarkt und dann gehts zurück zum Stellplatz.

Übrigens, die Supermärkte in Norwegens größenen Städten fand ich sehenswert. Allein das Warenangebot und die Aufmachung, gan zu zu schweigen vom Frischeangebot und von der Sauberkeit ist ein oder mehrere Bummel wert. In Oslo bieten auch einige riesige Delikatessengeschäfte,. die feinsten und ausgesuchtesten Lebenmittel an.

Wer ein gut gefülltes Konto hat, findet in Oslo ausgesucht schöne Kleidung, Schuhe, Schmuck usw.

Ihr habs sicher schon gemerkt, mich interessiert auch die geschichtliche Seite von Norwegen und daher besuche ich am nöchsten Morgen zunächst das norwegisches Freilichtmuseum.

--> Link

Es ist mit dem Fahrrad in ca 30 Minuten zu erreichen und liegt am Oslofjord.




Im Museum sind Holzhäuser aus ganz Norwegen zusammengetragen und wieder aufgebaut worden.
Besonders interessiert mich die alte Stabholzkirche, die wohl, wenn ich es richtig gelesen haben, bereits hier gestanden hat.













Holzschnitzereien zieren den Eingangsbereich.











Der Innenraum ist im unteres Teil komplett ausgemalt.






Aus Rundhölzern, übrigens ähnlich wie die weißen Holzhäuser, wurde diese Kirche erbaut.












Es gibt viel zu sehen auf dem Gelände und man kann schon mindestens einen halben Tag einplanen, um sich möglichst viel anzusehen.

Ein Überblick der Wohnkultur, dem oft kargen Leben und und harter Arbeit wird hier dargestellt.

Bild

Dicke Bohnen,Kartoffeln, Korn und verschiedene andere Gemüsesorten, sowie das Futter fürs Vieh im Winter wird auch heute noch zwischen den Häusern angebaut.

Alte Speicher finden sich hier ebenso wie Wohngebäude.


[url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild



Im Hintergrund sieht man eine Reihe Männer am Tisch sitzen, die sich unterhalten und miteinander speisen. Den Ton müßt Ihr Euch leider denken :?





Großbürgerliche, moderne Einrichtungen und Häuser, sind in einem seperaten Teil untergebracht.




Schweine dürfen sich hier noch richtig im Schlamm suhlen.




Das "Plumpskloh" befand ich außerhalb des Hauses, auf dem Hof.




Die Wohnhäuser sind oft zu klein für große Familien. Zusammenrücken ist angesagt.



Wie kann es anders sein, der nächste Platzregen kommt herunter.

Eine kleine Stärkung im Museumsrestaurant und anschließen ein Rundgang durchs Museum, in dem die Geschichte Norwegens dargestellt wird.




In der Schmuckwerkstatt des Museumsdorfs stellt man Ketten und Armbänder nach alten Vorlagen her. Zuschauen ist erwünscht.




Babykleidung mal eben im Geschäft erwerben, ging nicht. Sie wurde im eigenen Haushalt hergestellt.





Der Regenschauer ist vorbei :) Durch eine riesige Parkanlage radle ich zu Oskashall :!:



Fortsetzung folgt.

Julia

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