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Impressionen unserer Sommerreise nach Frankreich


Rulamann am 31 Aug 2017 19:14:27

Hallo zusammen,

ich möchte Euch mitnehmen auf unsere Sommerreise nach Frankreich. Im Frühjahr hatten wir schon Italien bereist (--> Link), jetzt sollte es nach Frankreich gehen. Wir starten am 8. August und obwohl wir nur 10 Tage Zeit haben möchten wir sowohl die Auvergne als auch das Mittelmeer sehen. Doch das Wetter scheint uns zunächst einen Strich durch die Rechnung zu machen. Am Abfahrttag ist die Wetterprognose düster: Starkregen und niedrige Temperaturen. Wir verwerfen also kurzerhand den ursprünglichen Plan, zunächst die Auvergne anzusteuern, sondern machen uns auf den Weg nach Süden. Vom Bodensee geht es durch die Schweiz Richtung Genf, wo dann tatsächlich der angekündigte Starkregen beginnt. Das als Zwischenziel angedachte Annecy lassen wir im Regen liegen. Immerhin können wir in Chambery eine kurze Regenpause für den ersten Großeinkauf nutzen. In Grenoble verlassen wir die Autobahn und wechseln auf die Route Napoleon. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, aber es regnet noch immer heftig und man sieht leider nicht viel. Wir beschließen daher, auch das zweite Zwischenziel, den Lac de Serre-Poncon, ausfallen zu lassen. Aber nach gut 600 gefahrenen Kilometern ist eine Pause mit Übernachtung fällig. Wir übernachten freistehend in Gap-Tallard beim dortigen Flugplatz. Immerhin hat es jetzt aufgehört zu regnen und am folgenden Tag ist es wieder sonnig und warm. Nun soll es doch vollends ans Meer gehen. Auf dem Weg dorthin liegt Sisteron.

Das Wahrzeichen von Sisteron wird nicht nur als Fotomotiv, sondern auch als Kletterfelsen genutzt.



Der kleine Ort (etwa 7000 Einwohner) ist sehr malerisch. Wikipedia: "Sisteron liegt am Ufer der Durance kurz hinter den Zuflüssen des Buëch und der Sasse, 135 Kilometer von Marseille und Grenoble entfernt und 180 Kilometer von Nizza. Der Ort mit dem Beinamen „Porte de la Provence“ (‚Tor zur Provence‘) liegt an der Grenze der Dauphiné zwischen zwei Gebirgszügen, Baume/Gache und den Montagnes de Lure/Moulard. Sisteron zieht durch sein Klima (300 Sonnentage im Jahr), seine artenreiche Landschaft, seine Gewässer und seinen Flughafen zahlreiche Touristen an."









Der Ort mit seinen rund 7000 Einwohnern muss freilich mit einer Autoflut ohnegleichen leben. Die autofreie Innenstadt ist klein. Befremdlich fanden wir dort die allgegenwertige Lautsprecherbeschallung. Aber das ist halt wohl Tourismusgeschäft in der Hochsaison.



So, jetzt fahren wir endgültig an Meer. Ich hoffe, Ihr bleibt weiter dabei.


Best,
Rulamann

Wir waren natürlich zu Fuß unterwegs, nachdem wir das WOMO weit außerhalb der Stadt geparkt haben.


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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

mk9 am 31 Aug 2017 19:55:07

Na klar, bleiben wir dabei.

Hier mal ein Bild von Sisteron aus dem Jahre 1982.



Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

Rulamann am 31 Aug 2017 20:12:42

Von Sisteron zum Meer sind es etwa 150 km. Wir erreichen Martigues-Carro am frühen Nachmittag und richten uns auf dem dortigen Stellplatz ein. Der Stellplatz liegt direkt am Meer. Es ist sehr warm und sehr windig. Die Surfer sind in ihrem Element.





Der Ort ist überschaubar und ruhig. Die Einwohner leben von Fischfang und vom Tourismus.



Direkt an den Strand grenzt ein großer Kiefernwald, der fast gänzlich Opfer der kürzlichen Waldbrände geworden ist. Der Brandgeruch war noch deutlich zu vernehmen.















So, jetzt solltet ihr wieder einsteigen und euch anschnallen. Wir fahren nämlich weiter nach Sete.


Best,
Rulamann

Rulamann am 31 Aug 2017 21:08:50

Unser nächstes Etappenziel ist der Stellplatz bei Sete. Von dort kann sowohl die Stadt Sete als auch Marseillan fußläufig erkunden.









Selfie in der Glasfassade (damit ich auch 'mal zu sehen bin):



Während Sete zu meinen absoluten Lieblingsdestinationen am Mittelmeer gehört, ist Marseillan Plage... na ja, Rüdiger Hoffmann würde wahrscheinlich sagen:" Ja, hallo erstmal, ich weiß gar nicht ob sie es wussten, aber Marseillan Plage kann man angucken, muss man aber nicht".



Ich hockte einige Zeit vor diesem Strandschild und habe darüber philosophiert, was man denn hier noch tun darf. Immerhin habe ich an der nahe gelegenen Strandbar ein Pastis bekommen.



Habt ihr Bier und Wein kalt gestellt und seid weiterhin angeschnallt? Wir fahren weiter nach Gruissan.

Best,
Rulamann

cbra am 31 Aug 2017 21:20:12

Rulamann hat geschrieben:...

Habt ihr Bier und Wein kalt gestellt und seid weiterhin angeschnallt? Wir fahren weiter nach Gruissan.

Best,
Rulamann


da wären wir jetzt auch gerne, für samstag ist ja super wind angesagt - eine unserer liebsten ecken da

Rulamann am 06 Sep 2017 19:07:59

In Gruissan wählten wir den Stellplatz am Hafen. Der Stellplatz ist riesig und bietet Platz für etwa 120 Wohnmobile. Auch in der Hochsaison ist es kein Problem, dort einen Platz zu finden. Es herrscht freilich ein ständiges Kommen und Gehen bzw. Fahren. Vom Stellplatz sind Hafen und Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Wikipedia sagt folgendes:" Gruissan ist eine Gemeinde und Hafenstadt mit 4873 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Süden Frankreichs im Département Aude. Sie liegt im Schatten von Narbonne, direkt am Mittelmeer. Sie bietet Urlaubern in der Region Okzitanien eine Reihe von Sehenswürdigkeiten.

Der Ort besteht im Wesentlichen aus vier Teilen: Gruissan-Village, Gruissan-Port, Gruissan-Plage und Gruissan-Les Ayguades.

Gruissan-Village ist der historische Stadtkern, dessen Häuser sich kreisförmig um die alte Burganlage winden. Die Burganlage hat im 14. Jahrhundert die Hafenanlage von Narbonne geschützt. Vom Hafen ist nichts mehr übrig, und auch von der Burg steht nur noch die Ruine des Tour Barberousse.

Gruissan-Plage entstand im 19. Jahrhundert als Ort der Sommerfrische für die Narbonnaiser Bevölkerung. Besonders sehenswert sind die für diese Küstenregion einmaligen Pfahlbauten (pilotis). Diese Stelzenbauten liegen meist direkt in Strandnähe auf den noch immer wachsenden Schwemmsandflächen. Sie wirken derzeit ziemlich ungepflegt, teilweise haben aber Renovierungsarbeiten begonnen. Die Pfahlbauten, die heute überwiegend als Ferienhäuser fungieren, dienten als Kulisse für den Film Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen (Regisseur Jean-Jacques Beineix, Hauptrolle Béatrice Dalle, 1986).

Gruissan-Port ist der neueste Teil Gruissans. Der moderne Yachthafen entstand in den 1970er Jahren. Er bietet alles, was der Tourismus benötigt und fügt sich trotzdem recht harmonisch in den alten Ort.

Gruissan-Les Ayguades liegt etwas außerhalb vom eigentlichen Zentrum am Étang de Mateille, eine der Lagunen rund um Gruissan. Hier befinden sich neben einem kleinen Einkaufszentrum zahlreiche Ferienhausanlagen - meist mit eigenem Pool. Eine Reihe von Franzosen und Deutschen haben diese Ferienhäuser zu ihrem Hauptwohnsitz gemacht, viele Objekte werden aber auch an Feriengäste vermietet.

Zusammen mit den Nachbarorten Narbonne-Plage und Saint-Pierre-la-Mer bildet Gruissan ein für Urlauber als Einheit empfundenes Feriengebiet entlang dieses Mittelmeerabschnitts am Golfe du Lion. Die für Gäste relevante Infrastruktur ist in Gruissan am deutlichsten ausgeprägt. Im Frühjahr 2010 erhielt der Ort ein weiteres großes Einkaufszentrum am Ortsrand neben dem Vergnügungspark Pirat' Parc.

Einen Hauch von Berühmtheit erhält Gruissan dadurch, dass der Schauspieler Pierre Richard hier sein Weingut unterhält. Es steht Besuchern ganzjährig offen. Die Rebflächen der Gemeinde sind Teil der Herkunftsbezeichnung Corbières."









Der Altstadtbereich ist klein und überschaubar. Ganz anders der Hafen. Ob er sich tatsächlich in das Stadtbild einfügt, dürft ihr selbst entscheiden.







Strand und (eine) Strandbar:




Rulamann am 06 Sep 2017 21:00:06

Nach einer Woche Mittelmeer sollte es noch für ein paar Tage in die Auvergne gehen. Ein sehr lohnendes Zwischenziel dorthin ist Millau, immerhin UNESCO-Weltkulturerbe. Wir befahren die mautfreie und sehr aussichtsreiche A 75 übrigens zum ersten, aber mit Sicherheit nicht zu letzten Mal. Diese Autobahn ist eine gute und schnelle Alternative, um Frankreich mautfrei zu bereisen.

Der Stellplatz liegt zentrumsnah und ist nur durch eine Straße von der schönen Flußlandschaft getrennt.



Bildurl]

[url=https://www.wohnmobilforum.de]Bild












Die gewaltige Brücke ist natürlich allgegenwärtig in Millau. Wikipedia: „Der Viaduc de Millau, über den die Autoroute A75 führt, überquert den Tarn etwa 5 km westlich der Stadt und verbindet Clermont-Ferrand mit Béziers. Er ist mit 2460 Meter die längste Schrägseilbrücke der Welt; der höchste Pfeiler ist vom Talgrund bis zur Fahrbahn 245 m hoch. Die Stützweiten betragen 204 Meter, 6 mal 342 Meter und nochmals 204 Meter. Die Fahrbahn befindet sich in einer Höhe von höchstens 270 Meter über dem Tarn.“



Der Berg im Hintergrund wird übrigens in der Nacht angestrahlt. Das sieht sehr schön aus.



Die Altstadt von Millau ist sehr sehenswert.












Rulamann am 06 Sep 2017 21:54:32

Ich habe noch nicht fertig. Wir werden weiterfahren über Le Malzieu-Ville, Saugues und Moulins. Ich hoffe, ihr bleibt dabei.

Best,
Rulamann

FastFood44 am 07 Sep 2017 11:31:49

Rulamann hat geschrieben: Ich hoffe, ihr bleibt dabei.


Ich bin an Board, bis zum Ende ;D

19grisu63 am 07 Sep 2017 11:58:04

Da uns unser Weg bald wieder in diese Region verschlägt, bin ich auch mal zugestiegen und fahre ein wenig mit :top:

iwoi am 07 Sep 2017 12:28:35

kurzweiliger Reisebericht mit tollen Bildern! Ich bin auch dabei und freu mich auf die Fortsetzung.

edume am 07 Sep 2017 13:07:15

Super Reisebericht!
Bin gerne mitgefahren!

Gruß
edume

Rulamann am 07 Sep 2017 20:20:22

Ich danke Euch für die netten Kommentare. Schön, dass ihr noch dabei seid.

Auf den Weg in die Auvergne streiften wir das beschauliche Le Malzieu-Ville.













La Bete ist auch hier präsent (und blond).




Rulamann am 07 Sep 2017 20:33:57

In Saugues war das Wetter dann etwas durchwachsen.Immer wieder Regenschauer und deutlich kühler. Wir wundern uns zunächst, dass die Stadt - bis auf eine Handvoll Pilger - menschenleer zu sein scheint, bis wir herausfinden, dass heute Feiertag ist. Über Nacht stehen wir frei am Ortsrand neben dem Campingplatz und ich muss unter der Markise grillen, da es immer wieder regnet.




mk9 am 10 Sep 2017 14:34:36

Ich bin auch noch dabei, verfolge auch noch die weiteren Berichte.

Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

Rulamann am 13 Sep 2017 21:34:57

Inzwischen befinden wir uns bereits auf dem Heimweg. Der Stellplatz in Moulins hat uns besonders gut gefallen.









Wie unschwer zu erkennen ist, sind die Stellplätze riesig und bieten ausreichend Platz, um sich auszubreiten. Der Stellplatz liegt idyllisch am Fluss Allier in fussläufiger Entfernung zur Innenstadt und zum Supermarkt.
























Rulamann am 13 Sep 2017 22:04:17

Von Moulins ging es über Macon bis in die Nähe von Genf. In Macon entstanden die letzten Bilder unserer Reise.





Der Zwischenstopp in Macon gestaltet sich nur kurz, denn es ist mörderisch heiß und der Wind hat auch gänzlich nachgelassen. Wir schlendern also kurz durch die Stadt, nehmen noch eine Drink und fahren weiter Richtung Schweizer Grenze. Kurz vor Genf übernachten wir frei auf einem Wanderparkplatz im Wald. Am nächsten Tag geht es dann flott über die Autobahn Richtung Bodensee.
Die Vorfreude auf die Ankunft "zuhause" hält sich in Grenzen, aber: "nach der Reise ist immer vor der nächsten Reise". Im Oktober/November geht es voraussichtlich nach Kroatien. Ich werde wieder berichten.

Schön, dass ihr uns begleitet habt.

Best,
Rulamann

mk9 am 19 Sep 2017 19:47:14

Schöner Reisebericht, hat mir sehr gut gefallen.
DANKE.

Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

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