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Teilweise unleserlicher Strafzettel - Vorgehen ?


rkopka am 04 Okt 2017 11:06:52

Das soll jetzt kein krampfhafter Versuch sein, eine Zahlung zu vermeiden, sondern eine grundsätzliche Frage.

Ich habe einen Parkstrafzettel in Schweden bekommen. Daß es naturgemäß in Schwedisch ist und so nur schwer zu entziffern, liegt wohl in der Natur der Sache und muß wohl akzeptiert werden.
Das Problem ist aber, daß der Drucker nicht gut gearbeitet hat und so vorne ein schmaler Streifen nicht gedruckt wurde. Damit kann man zwar noch das Kennzeichen erkennen, aber bei der Vorgangsnummer und der Kto Nummer (wo man wohl zahlen soll) fehlen einige Zeichen. Vermutlich muß ich jetzt irgendwie bei der Stadt anfragen (Adresse ? Englisch dürfte dort wohl kein Problem sein) wegen der fehlenden Daten ?

Aber wie sieht das juristisch aus ? In ihrem System steht ja wohl alles korrekt. Nur mir wurde es unvollständig kommuniziert.

RK

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Gast am 04 Okt 2017 11:18:54

Naja, unahängig wie das juristisch aussieht, wie wär´s einfach mal bei der nächsten Polizeidienststelle vorbeifahren und fragen ?

Gruß Micha

Solofahrer am 04 Okt 2017 11:29:46

Micha1958 hat geschrieben:Naja, unahängig wie das juristisch aussieht, wie wär´s einfach mal bei der nächsten Polizeidienststelle vorbeifahren und fragen ?

Gruß Micha

Hmm, wie soll Dir denn eine Österreichische Polizeidienststelle bei einem unleserlichen Schwedischen Bon weiterhelfen? :roll:

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Gast am 04 Okt 2017 11:35:01

Hallo Axel,
ich ging davon aus daß der Zettel an der Scheibe hing.

Falls nicht dann wäre es sicher ein zu weiter Weg :)

Gruß Micha

rkopka am 04 Okt 2017 11:51:36

Micha1958 hat geschrieben:ich ging davon aus daß der Zettel an der Scheibe hing.

Ja, aber im Urlaub. Ich war damals eher sauer (auf mich) und habe den Wisch nicht groß angeschaut. Jetzt bin ich am Aufarbeiten.

Generell sind die Strafzettel nicht schlecht gemacht. Ein bedruckter Plastikstreifen, der um den Scheibenwischer herumgeklebt wird. Nur leider hat derjenige nicht darauf geachtet, daß sein Druckwerk nicht gescheit funktioniert.

RK

Gast am 04 Okt 2017 12:07:26

Ich persönlich würde mir den Spaß machen und den Zettel an die zuständige schwedische Behörde schicken mit der Bitte, die unleserlichen Zeilen zu ergänzen bzw. Dir die Informationen zu geben, damit Du die Überweisung vornehmen kannst.

Dann hast Du auch ein reines Gewissen, solltest Du nichts mehr davon hören/lesen.

Gruß

Frank

korikorakorinthe am 04 Okt 2017 12:10:22

Das Ganze läuft so ab:

wenn der Strafzettel für ein ausländisches Kfz. nicht gleich in Schweden (gilt auch für fast alle anderen EU Länder incl. Norwegen; Ausnahme Österreich !) bezahlt wird, verkauft der Aussteller des Strafzettels (z.B. die Stadt Stockholm oder auch der schwedische Staat) seine Forderung an ein privates Inkasso-Unternehmen (z.B. Euro-Parking-Collection) für einen Bruchteil des Nennbetrages.

Damit ist für den Aussteller des Strafzettels der Fall abgeschlossen !!!

Man muss deshalb auch bei einer späteren Polizeikontrolle keine Unannehmlichkeiten befürchten !

Das o.g. private Inkasso-Unternehmen versucht nun auf eigene Rechnung aber unter dem Anschein einer öffentlich-rechtlichen Forderung den Nennbetrag (plus bei Nichtzahlung auch noch erhebliche Mahngebühren) zu kassieren.
Dies geschieht bei Nichtzahlung nach dem ersten Schreiben mit vielen weiteren Mahnschreiben.

Diese Forderungen sind jedoch in dem Heimatland des Halters rechtsgrundlos und deshalb gerichtlich nicht einklagbar, deshalb bleibt es auch bei den Mahnschreiben.

So nach ca. 5-10 Mahnschreiben gibt es das Inkasso-Unternehmen dann auch auf.

Also wer die Mahnschreiben immer schön gleich in den Papierkorb wirft, macht keinen Fehler.

Nachdem aber immer wieder auch mal jemand zahlt (oder sogar die meisten ??) geht das Geschäftsmodell der Inkassofirmen auf.

Ich kenne das ganze Procedere von der Maut in Norwegen, einem Parkverstoß in Norwegen (85 EUR wg. 3 min. Parkzeitüberschreitung), und einem Parkverstoß in Schweden (ca. 40 EUR).

Es kommen wie gesagt viele Briefe. Die Altpapiertonne wird halt schneller voll.

Erst wenn man mal (in Deutschland) Post vom Bundesamt für Justiz bekommen sollte, sollte man den Inhalt auch unbedingt beachten. Das wird jedoch nur bei sehr schweren Verkehrsverstößen im Ausland (z.B. schwere Verkehrsgefährdungen durch überfahren einer roten Ampel etc.) passieren, wenn überhaupt.
Denn das Bussgeld kassiert immer das Heimatland und wird NICHT ins Ausland weitergeleitet. Da hält sich das Interesse an der Strafverfolgung in Grenzen und man verkauft deshalb lieber seine Forderung an ein Inkasso-Unternehmen.

Gruß
Stefan

Gast am 04 Okt 2017 12:26:00

Hallo RK,

ist der Strafzettel von ParkTradeEurope AB? Die treiben ja auch die Maut ein. So 2 Wochen nach der Rückkehr aus S hatte ich 2 Rechnungen von denen im Briefkasten. Die 0,94€ und 1,64€ habe ich heute überwiesen.. :wink: Die Rechnungen waren übrigens in deutscher Sprache.

Briefkopf EPASS24, Adresse in Stockholm, als Zahlungsempfänger eben die ParkTradeEurope AB

Wie lange ist der Parkverstoss schon her? Vielleicht bekommst Du ja auch noch eine Rechnung nach Hause..

Ich würde das nicht aussitzen.. Vielleicht mal bei der Schwedischen Botschaft in Berlin anrufen. --> Link Oder in Wien --> Link Die dürften ja deutsch oder vllt. wienerisch sprechen.. :) Evtl. Foto vom Strafzettel knipsen und per mail dorthin schicken mit bitte um Entzifferung.

Gruss Thomas

VS1400 am 04 Okt 2017 12:36:11

korikorakorinthe hat geschrieben:
..............
Nachdem aber immer wieder auch mal jemand zahlt (oder sogar die meisten ??) geht das Geschäftsmodell der Inkassofirmen auf.
................

Gruß
Stefan


Ja,

das sehe ich auch so. Nicht dass hier generell eine Strafe nicht bezahlt werden soll, aber das Modell mit den Inkassofirmen halte ich auch für fragwürdig.
Ich habe diese Erfahrung in Italien gemacht (angeblicher Geschwindigkeitsverstoß). Habe nach 2-3 Jahren Post von Kölner Inkassounternehmen bekommen.
Bei denen habe ich um auswertbare Beweise für meine Temposünde gebeten. Gab leider nur ein Foto meines PKW ohne Messdaten der (angeblichen) Übertretung.
Auf Nachfrage dazu meinerseits bekam ich als Antwort dass ich die Sache als erledigt betrachten solle.

Seit dem nie wieder etwas gehört, obwohl ich jedes Jahr wieder in der Kommune in Italien Urlaub mache, habe ich dort nie Probleme bekommen.

Bitte nicht falsch verstehen, mir geht es ausschließlich um die Inkassoabzoxxe 8)

VG
Volker

rkopka am 04 Okt 2017 12:39:29

SchwarzerKrauser hat geschrieben:ist der Strafzettel von ParkTradeEurope AB? Die treiben ja auch die Maut ein.

Nein. Q-Park, dürfte ein lokaler Kontrolldienst oder Parkplatzbetreiber sein.

RK




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