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Ayers Rock - Aufbaubatterie defekt ?


shreddingsurgeon am 08 Okt 2017 12:35:06

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum, und habe im Vorfeld an diesen Thread auch die Suchfunktion benutzt und einige Beiträge gelesen, um mich einigermaßen zu informieren. Ich hoffe, dass ich dennoch hier zusätzliche Antworten / Meinungen erhalte.

Zur Sache;
ich habe im September diesen Jahres einen Hymercar "Ayers Rock" gekauft, Neufahrzeug. Die Fahrzeugübergabe war für mich als Anfänger hinsichtlich eines Wohnmobils relativ dürftig, aber dazu vielleicht später. Jedenfalls sagte man mir, dass das Fahrzeug die gesamte Zeit über während Aufbereitung etc. am externen Strom hing. Verbaut ist meines Wissens nach eine Blei-Säure-Batterie als Starterbatterie, und eine 90 Ah AGM für den Aufbau.
Ich bin von Erlangen nach Düsseldorf gefahren, ohne Kühlschrank, Licht oder sonst irgendwelche Verbraucher angeschaltet zu haben (vom Radio und Scheibenwischer mal abgesehen). Als ich ankam schaltete ich den Kühlschrank ein und fuhr weiter nach Köln um dort zu übernachten. Die Aufbaubatterie zeigte eine Spannung im Kontrollpanel von 12,2 V an. Nach einer Nacht nach dem Heimweg dann nur noch 12,0 V. Fand ich jetzt persönlich für eine neuwertige Batterie einen recht sportlichen Verlust. Wie auch immer.
Ich hängte den Karren an den ext. Strom. Sowohl dabei, als auch bei der Fahrt zeigen beide Batterien an, dass sie Ladung aufnehmen. Zumindest zeigt die Anzeige für beide Batterien 13,5 V an, was sowiet ich das verstanden habe davon zeugt, dass da Saft ankommt.
Nach zwei Tagen unter externer Stromversorgung zeigte die Aufbaubatterie erneut 12,0 V an, nachdem lediglich kurz das Licht an war. Um sicher zu gehen, ließ ich bei Hymer eine Batterietestung durchführen, da man mir nicht sagen konnte wie lange das Fahrzeug beim Händler auf dem Hof gestanden habe.
Der Werkstattmeister erklärte mir, wie die Anzeige für Aufbau- und Starterbatterie abzulesen sei, und dass die Batterien soweit in Ordnung wären, und keine Fehler anzeigen würden.
Nun sind wir nach Hintertux an den Gletscher gefahren, und haben zum ersten Mal also Heizung, Licht und Kühlschrank laufen lassen. Nach nicht ganz 24 Std. ist die Aufbaubatterie bei 11,5 V, und somit nur noch eine LED vom letzten Punkt entfernt (11,0 V).
Da wir ein bißchen Panik hatten, dass bei einer weiteren Nacht uns der Saft ausgeht, haben wir von extern Strom nehmen müssen.

Jetzt die Frage an Euch Experten :roll:
Muss ich da einfach entspannter sein hinsichtlich der Frage der Tiefenentladung ?
Wann muss ich wieder aufladen ? Wenn nix mehr geht, oder ist es dann quasi zu spät ?
In wiefern kann ich bei mutmaßlich fachgerechter Prüfung der Batterie nochmals testen, ob nicht doch irgendwo ein Fehler ist ?
Oder reichen einfach 90 Ah nicht aus um 2 Tage autark irgendwo zu stehen ?
Man sagte mir, wenn man eine zweite Batterie für den Aufbau einbauen wolle (was wohl prinzipiell kein Problem darstellt), müssten immer beide getauscht werden, also sprich die alte raus, und zwei neue rein. Stimmt das ? Was wäre dann die Empfehlung ? Wieviel Ah sind gut ? Ein Solarpanel auf das Aufbaudach wollte ich eigentlich nicht.
Das Fahrzeug soll im Winter und im Sommer genutzt werden, allerdings im Winter natürlich allenfalls für 2 oder 3 Tage autark. Dann würden wir schon immer einen Platz mit Strom präferieren.

Tut mir leid, wenn ich das zu umständlich erklärt haben sollte. Ich hoffe trotzdem, dass mir vielleicht jemand weiterhelfen kann .. :?

Liebe Grüße,
Sandro

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taps am 08 Okt 2017 12:49:45

Hallo Sandro,
mit 100Wp Solarpaneel und 2x90Ah Speicher kam ich Sommer recht lange, im Winter 2-3 Tage aus.
Allerdings mit sparsamem Verbrauch, also Heizung, Licht, Handys laden.
Mit der Originalkonfiguration im Winter kommst Du nur mit Landstrom zurecht.

Ich habe in zwei Fahrzeugen die 2. Wohnraum-Batterie nachgerüstet. Einmal nach einem Jahr, einmal nach 4 Monaten.
Bei baugleichen Batterien hat das in beiden Fällen 8 Jahre funktioniert.

Tipp: lass Dir einen Batteriecomputer einbauen, die verbauten Schätzinstrumente nutzen Dir nur etwas, solange alles i.o. ist.
Beispiel: mein altes Amperemeter hat bei Laden über Solar nie mehr als 2 A angezeigt. Trotzdem war die Batterie viel schneller wieder voll, als das mit 2A möglich gewesen wäre.

Tiefentladung:
die meisten Verbraucher in modernen Womos schalten ab, bevor die Batterie tiefentladen ist.
Gruß
Andreas

Gast am 08 Okt 2017 13:38:11

Hallo,
ich bin k e i n Experte. Allerdings habe ich mich stundenlang beschäftigt mit :
Standard Stromverbrauch, Gerätelaufzeit pro Tag, Batterie Betriebszeit und Kalkulationsbeispielen.
Ist der Kühlschrank ein Absorber oder ein Kompressor. Kann er mit Gas betrieben werden?
Ein gefundenes Beispiel:
220 Ah Aufbaubatterien, Verbraucher eine Kühlbox mit einer Leistung von 150 Watt.
150 Watt/12 Volt= 12,5 Ampere
Batteriekapazität:
80 % (Vermeidung von Tiefentladung) von 220 Ah sind 175 Ah, die tatsächlich verbraucht werden können, je nach Batterietyp auch weniger (50 % bei Bleisäure nur noch 110 Ah).
D.h., die Kühlbox kann im Idealfall ca. 14 Stunden ohne Unterbrechung laufen, wenn kein Thermostat vorhanden ist.

Also für sich ausrechnen, welche Verbraucher vorhanden sind und welche Zeit diese Verbraucher pro Tag betrieben werden.
Kühlschrank, Heizungsgebläse, Fernseher, Radio, Beleuchtung...........

Recht schnell wird deutlich, dass eine 90 Ah Aufbaubatterie mit tatsächlichen 70 Ah nicht ausreichend ist, um sich in die
Gruppe der "Freisteher" einreihen zu dürfen.

Von daher ist für mich auch nicht nachvollziehbar, weshalb moderne Wohnmobile mit einer "Mickymausbatterie" und Kühlschränken, die nur mit Landstrom oder 12V funktionieren, ausgeliefert werden. Dies ist auch ärgerlich, weil bei einer Erweiterung beide neuen Batterien gleiche Leistungsmerkmale und im Idealfall die gleiche Chargennummer aufweisen sollten.

Stehe ich sowieso nur auf Campingplätzen oder Stellplätzen mit 230Volt Anschluss, dann benötigt das Fahrzeug keine
große Aufbaubatterie und keine Solarplatten. Anderenfalls sind diese Schritte oder andere Energiekonzepte (Brennstoffzelle) unumgänglich.
Deshalb rechnen und sich realistisch mit dem eigenen Nutzungsverhalten auseinandersetzen.
Wenn das Klo voll und der Wassertank leer ist, dann ist ohnehin Ende mit Freistehen!
Einfach ausprobieren, wann im Sommer oder Winter Ende mit "Ayers Rock" ist.
Trotzdem eine schöne Zeit mit dem tollen Fahrzeug.
Gruß Holger

gespeert am 08 Okt 2017 13:43:33

Wie lautet deine Energiebilanz?
Was ist genau verbaut und zieht was?

Wie sieht deine Ladetechnik aus?
Was ist verbaut?

Batterieueberwachung
Was davon ist verbaut?

brainless am 08 Okt 2017 14:35:44

Hallo Sandro,

zuerst einige Dinge zum besseren Verständnis.
1) AGM Batterien (wie auch Gel- und Blei-Säure Batterien) lassen sich bis etwa zur Hälfte der Kapazität nutzen, ohne größeren Schaden zu nehmen, also bei 90 Ah sind maximal 45 Ah zu entnehmen. Je geringer die Entnahmemenge, desto länger die Standzeit der Batterie.
2) Die vorgenannten drei Typen benötigen unterschiedliche Spannungen, um voll geladen werden zu können. (AGM brauchen 14,4 bzw. 14,7 V Ladeschlußspannung.)
Kann das Ladegrät in deinem Mobil die richtige Spannung bereitstellen?
3) Betrieb des Kühlschranks, falls er mit Gas (Absorber) zu betreiben ist, benötigt keine elektrische Energie, nur der Kompressor-Kühlschrank muß Strom bekommen. Die Gasheizung ebenfalls für's (elektrische) Gebläse.

Ich bezweifle, daß die Hymer-Werkstatt so ausgerüstet ist, den Zustand der Batterie einwandfrei beurteilen zu können.
Geh zu einem Fachbetrieb für Batterien,


Volker

shreddingsurgeon am 08 Okt 2017 14:36:21

Hey,

super und vielen Dank schonmal bis hierher :top:

Ich habe mir schon fast gedacht, dass 90 Ah da recht dürftig sind, aber da dieses Schreckgespenst Tiefenentladung immer rumgeistert, wenn es um Batterien geht, wollte ich natürlich dahingehend Sicherheit haben, dass dies nicht der Fall ist. Und wie gesagt, bei relativ wenig Verbrauchern in meinen Augen ging die Ladung recht schnell in die Knie.

>> Andreas
Ich nehme an, dass ein Einbau einer weiteren Batterie am besten vom Fachmann erfolgen sollte ? Zumindest im Ayers Rock muss man den Beifahrersitz abmontieren inkl. der Verkabelung für den Airbag glaube ich. So einen Batteriecomputer baut dann beispiesweise der freundliche Hymer-Händler auch ein ? Oder macht der findige Womo-Besitzer das selbst ? Wenn alle Vebraucher automatisch abschalten, wie entlädt sich denn dann die Batterie ?

>> Holger
Ich bin mir recht sicher, dass der Kompressorkühlschrank nicht mit Gas betrieben werden kann. Manchmal kann man das ja umschalten, aber im Rahmen der Übergabe wurde mir das zumindest nicht erläutert. Und wie gesagt, bis auf Kühlschrank und Gebläse der Heizung lief jetzt aktuell nichts. Kein Radio, kein Ferneseher, keine Ladeabnehmer wie Handy oder Tablet. Licht ist ja vielleicht irgendwas um 2 Ah wenn überall LEDs verbaut sind, oder ? Also nicht nix, aber auch nicht viel. Und demnach stimmt es also, dass ich in naher Zukunft besser die eine Aufbaubatterie rausnehme, und mir 2 neue einbaue ? Ist ja auch ne ordentliche Investition, oder (wenn man jetzt bei 2x AGM 90 Ah bleibt inkl. Einbau) ?

>> gespeert
Eine genaue Bilanz habe ich ja noch nicht, da quasi ja Jungfernfahrt war :wink:
Kühlschrank 65 Liter Kompressor, Aufbaubatterie 90 Ah AGM. Was jetzt für ein Ladegerät verbaut ist, oder sonst irgendwelche Details ... bin ich leider überfragt, ist aber auch nicht so einfach herauszufinden, selbst via dieses Internets von dem alle reden ...


Gilt denn generell "viel hilft viel" ? Sprich wenn es platztechnisch möglich ist, dann eine möglichst große Batterie einbauen ? Warum zwei kleine Batterien, und nicht ein große ?

Freue mich auf weitere Antworten , ... ich stöber mal weiter ... sehr schönes Forum :ja:

shreddingsurgeon am 08 Okt 2017 14:43:08

brainless hat geschrieben:...
Ich bezweifle, daß die Hymer-Werkstatt so ausgerüstet ist, den Zustand der Batterie einwandfrei beurteilen zu können.
Geh zu einem Fachbetrieb für Batterien ...


Angesichts der Tatsache, dass wir uns zeitlich etwa 3 Wochen nach Kauf eines Neuwagens bewegen, dachte ich es wäre sinnvoll auch einen Hymer-Händler aufzusuchen, um eventuelle Gewährleistungsansprüche geltend machen zu können. Ich hab' mir ja durchaus vorstellen können, dass der Händler vielleicht das Fahrzeug 2 oder 3 Monate auf dem Hof hat, und man u.U. vielleicht auch versehentlich die Aufbaubatterie tiefenentladen hat.
Das scheint ja, wenn man der Testung Glauben schenken darf, nicht der Fall zu sein.
Wie findet man denn so einen Fachbetrieb für Batterien ? Wenn dieser Betrieb auch zeitnah einen Austauch von Batterien vornehmen kann, wäre das natürlich phantastisch, denn diese Hymer-Werkstätten haben so Termine Anfang Januar / Februar ...
:gruebel:

Und wie gesagt, welche Spannung mein Ladegerät weitergibt kann ich nicht genau sagen. Wie sehe ich das , teste ich das ?

archie01 am 08 Okt 2017 14:54:22

Hallo
Wenn du wirklich einen Kompressorkühlschrank eingebaut hast , bringt auch die Aufrüstung mit einer zweiten 90 AH Batterie nichts. Jedenalls kannst du dann noch immer nicht längere Zeit freistehen, da muß einiges mehr her. Meiner Meinung nach solltest du mindestens das Doppelte einbauen , über eine Nachrüstung von Solarzellen solltest du vielleicht auch nachdenken.

Gruß
Archie

Gast am 08 Okt 2017 15:34:13

Hallo Sandro,

Kompressorkühlschrank an so kleiner Batterie ist jedenfalls Grenzwertig.

Mein Tip:

Minimal 100 Wp Solar und ca. 160 Ah Batterie,
Besser: 200 W Solar, und ca. 230 Ah Batterie.

Grüße, Alf

taps am 08 Okt 2017 16:04:00

Hallo Sandro,
Fachbetrieb für Batterien:
Jede Autowerkstatt hat ein Gerät um Batterien unter Last messen zu können.
Batteriecomputer einbauen:
Das macht z.Bsp. Peter mit dem mobilen Wohnmobilservice hier aus dem Forum.
Warum nicht eine große statt zwei kleiner:
Eine kleine hast Du schon, siehe auch meine Erfahrungen aus zwei Fahrzeugen, die ich weiter oben beschrieben habe.
Und das hängt von den Einbaumöglichkeiten ab. Zwei kleine passen evtl. unter die Sitze.
Oder Du verbaust LiFePO4, da wiegt eine mit doppelter Kapazität und weniger Platzbedarf auch gleich 6kg weniger.
Standardausbau von Womo':
da wirst Du mit frei stehen wenig Erfolg haben, noch dazu mit einem Kompressorkühli. Der benötigt für Autark stehen wenigstens 150Wp Solar.
Aussage eines Werksmitarbeiters bei EURA: "Wozu mit zwei Gasflaschen fahren, man steht doch eh immer auf CP am Landstrom."
So sind die Autos standardmäßig konzipiert. Um Nachrüstungen, welcher Art auch immer, wirst Du nicht herumkommen.

Gruß
Andreas

berny2 am 08 Okt 2017 17:39:44

Halllo Sandro,
hat das Fahrzeug ein funktionierendes korrekt angeschlossenes Trennrelais?
Wie alt sind die Batterien?
Wie verhalten sich die Spannungen nach Abschalten des Motors und sonstiger evtl. Verbraucher?

shreddingsurgeon am 08 Okt 2017 18:35:32

... okay, also ich fasse mal für mich zusammen:

Mit meiner ab Werk eingebauten 90 Ah Aufbaubatterie kann ich mit laufender Heizung und laufendem Kompressorkühlschrank allenfalls 24 Std., im besten Fall komplette zwei Tage stehen, ohne an den Landstrom zu müssen.
Ergo: perspektivisch Aufrüsten der Stromkapazität.
Am besten via Solarpanel und jeweils 2x neuen Aufbaubatterien, welche jeweils eine Kapazität min. von über 100 Ah haben sollten.

Möglich wäre aber auch eine weitere Batterie desselben Fabrikats und derselben Kapazität einzubauen ? Nur rein vom Verständnis her. Der Meister der Hymer-Werkstatt meinte, dass es platztechnisch unter dem Sitz kein Problem wäre, dort eine zweite Batterie zu platzieren.
"LiFePO4" habe ich hier schon mehrfach gelesen, bin ich aber absolut ahnungslos, was das ist und wo das im Vergleich zu anderen Batterien Vorteile oder Nachteile mit sich bringt. Bin aber gerne bereit mich diesbezüglich zu belesen :top:
So ein Solarpanel würde dann aber auch nur gut funktionieren, wenn entsprechende Sonneneinstrahlung vorhanden ist, oder ? Das war zumindest das, was man uns im Vorfeld immer zu bedenken gab.

Ziel wäre ja eben über ein verlängertes Wochenende beruhigt sowohl im Sommer, als auch im Winter irgendwo stehen zu können und autark zu sein. Ich glaube jetzt weniger, dass ich zwei Wochen lang durch die Tundra gondel ... aber who knows :mrgreen:

>> berny2

Ein funktionierendes Trennrelais ? ... öhm ... ja bestimmt ... :nixweiss:
Die Batterien sind neuwertig. Das nach Aussage des Händlers und dem Hymer-Meister, der die Batterien getestet hat. Das Fahrzeug ist gegen Ende 2016 glaube ich ausgeliefert worden. Demnach sind die Batterien etwas über 6 Monate alt nehme ich an. Die Spannung kann ich ja bislang nur am Bedienfeld ablesen; diese Skala geht von 11.0 V bis 13.5 V ( in 0.5er Schritten ). Unter laufendem Motor und / oder externem Strom zeigen die LED für beide Batterien 13.5 V an. Nehme ich den Strom ab, fällt die Aufbaubatterie nach sagen wir mal 24-stündiger Ladung ab auf 12.5 V, was ja soweit ich das verstehe normal ist.
Sind keine Verbraucher angeschaltet fällt die Spannung nach ca. 2 - 3 Tagen um 0.5 V ab.
Aktuell nach eine Fahrt von 700 km und zuvor nicht gänzlich entladener Aufbaubatterie, gehe ich davon aus, dass dies ausreicht um eine relativ voll geladene Aufbaubatterie zu haben. Dann Heizung an, Kühlschrank an, Innenbeleuchtung an, sowie dann im Verlauf weiter laufende Heizung tagsüber auf ca. 15° C (auf niedrigster Stufe) mit dem Ergebnis, dass die LED mir sagt: noch ein Licht'lein dann ist Ende im Gelände :wink:

gespeert am 08 Okt 2017 21:13:18

Liest Du auch die Beitraege?
Bitte die Fragen beantworten! Auch die weiter oben!

Wie wurde die Batterie getestet?
Mit welchem Tester?
Was sagt der Logausdruck?
So einen Ausdruck ueberhaupt bekommen?

miata97 am 09 Okt 2017 11:10:38

shreddingsurgeon hat geschrieben:... okay, also ich fasse mal für mich zusammen:
Mit meiner ab Werk eingebauten 90 Ah Aufbaubatterie kann ich mit laufender Heizung und laufendem Kompressorkühlschrank allenfalls 24 Std., im besten Fall komplette zwei Tage stehen, ohne an den Landstrom zu müssen.


Ich denke, da hast Du das Ergebnis der Antworten, die Du hier erhalten hast, ganz gut zusammengefasst. Wenn man davon ausgeht, dass der Kühlschrank mindestens 30Ah in 24h zieht, bleibt Dir von der nutzbaren Kapazität von 45-50 Ah nach einem Tag nicht mehr viel über.

Wir kommen mit 2x90Ah AGM und 100Wp Solar (in D oder NL) trotz Kompressorkühlschrank und Dieselheizung 2 Tage/Nächte klar. Bei uns ist aber der sonstige Verbrauch extrem niedrig (Kein TV, wenig Licht...). Danach fahren wir wieder weiter oder suchen eine Steckdose. Im Winter (ohne großen Solarertrag und mit viel Heizung) würde aber selbst das wohl nicht klappen.

Manch einer stellt fest, dass er am Ende doch häufig auf Campingplätzen oder gut ausgestatteten Stellplätzen landet. Der braucht dann nicht viel in Autarkie zu investieren. Ein Anderer wird zum konsequenten "Freisteher", der muss dann mehr oder weniger intensiv nachrüsten.

Unser Händler hätte uns mit 1x90Ah und ohne Solar nicht vom Hof fahren lassen...

Gruß,
Thomas

kintzi am 09 Okt 2017 18:54:18

Also"Saftmangel allenthalben" ist wohl klar. Angefangen:
1)die 90 Ah Kapazität gilt nur für neue Batt.! Und wenn Du eine Neue (überspitzt ausgedrückt) nicht von der frisch gelieferten Palette kaufst, ist die Kontrollmöglichkeit schon eingeschränkt. Bei den Profis wird das Einbaudatum auf d. Batt. notiert, meist nicht fälschungssicher. Und auch bei Untersitzbatt , Sitzausbau notwendig, ist trotz dieser Erschwernis ein Batt-Wechsel-Klau-Austausch durch schlecht bezahltes eigenes Personal nicht ausgeschlossen, wovon dann der Verkäufer/Chef nichts weiß.
Ich kaufe meine Ersatz-Batts persönlich beim großen Batt-Händler wegen des höheren Durchsatzes und der mir mit einem elektronischen Meßgerät die Kapazität u. den inneren Widerstand vormißt, letzteren schon, weil die Batts.
meist parallel geschaltet, schon ähnliche Widerstandswerte haben sollten /gleichwertig sein sollen. Wie bei allem gibt es auch hier erhebl. Streuung. Bei Womo/CampingHändler kaufe ich nie.
2) Da man zur Batt-Schonung kaum über 50% (Gel 70%) entl.sollte, sind es bei 90 Ah also 45 Ah. Die Ventilatoren der Truma Hzg. brauchen auf voller Leistung (um 6 kW) ungefähr 5 A, also in 9h fertig. Im Winter bei Minusgraden brauche ich mit einigen Stunden TV u. dem üblichen sporadischen Verbrauch 80-120 Ah , im Sommer reichen mir 50 Ah pro Nacht. Meine 50l Kompressor Tiefkühltruhe in der Garage braucht pro 24h bei -16°C innen 45 Ah.
3) Die Untersitz-Batt.-Unterbringung ist der größte Sch..., zumal Sitzausbau u. Höhenbeschränkung der Batt auf 19cm.Kurzer Freiraum zu Batt-Polen. Peinlichster fester Einbau mit stringentester Pluspolisolierung. Da trotzdem ein Schluß zur Sitzfederung (wie der Teufel will) mit Brandgefahr zu 100% nicht ausgeschlossen ist, empfehle ich eine zusätzliche Minusabsicherung mit 50-100A im gemeinsamen Minuskabel . Bei massivem Kurzem zum Pluspol (vor der Plussicherung)verschweißt das Sitzmetall mit dem Polmetall im Augenblick, auch die Sitzentlastung bringt dann kein zurückfedern, so daß der Kurze bestehen bleibt. Es fließen dann hohe Ströme (einige 100A), welche ohne Minus-Si. die 25/35 mm²Kabel schnell zum Glühen bringen. Bei Hochstrom-Sicherungen minusseitig unterbrechen diese in Sekundenschnelle u. nix passiert außer 12V-Netzausfall im Aufbau.
4) Die Aufladung der Aufbaubatt. durch die Lima kann man bei der viel zu dünnen Werksverdrahtung vergessen. 14,4 oder 14,7V werden nie erreicht, max. 13,5V. Deshalb B2B-Lader o.ä.
5) Ladekapazität der Werkslader mit 18 A meist unterdimensioniert, da meist nur eine Differenz zum augenblicklichen Verbrauch zur Verfügung steht, heißt 18 A Leistung minus Verbraucher , z.B. 8A, = 10 A zur Batt-Ladung zur Verfügung steht. Und bei 2x 90Ah Batt-Kapaz. wird es zur Vollladung über Nacht knapp 12-16h)
Ich habe bei 240 Ah Batt-Kapaz.eine zuschaltbare Ladekapazität von insgesamt 115 A,10% = Minimumladung 24A,
schalte meist 20% ~ 50A IUoU Anfangsladung bei den Gels. Gr. Richi

shreddingsurgeon am 09 Okt 2017 20:32:54

Danke >>kintzi für die ausführliche Darstellung (wenngleich da einige böhmische Dörfer für mich dabei sind, insbesondere bei Punkt 3, aber hey ... )
Ja und auch, dass die Lima in der Tat gerade bei den neueren Fahrzeugen wohl sehr genau entscheidet, welche Verbaucher sie zuerst abdeckt, wurde mir zugetragen. Was meinen ab Werk installierten Lader angeht, dazu kann ich derzeit leider wenig sagen.

Was mich aber wiederrum zu >> gespeert bringt;
Ich lese sehr wohl die Beiträge aufmerksam durch, bat aber eingangs bereits um Nachsicht als Anfänger. Auch habe ich mich bemüht dezidiert zu antworten, wenn das nicht zu Deiner Zufriedenheit war, tut mir das leid. Ich versuche es nochmal:
gespeert hat geschrieben:... Wie lautet deine Energiebilanz? Was ist genau verbaut und zieht was? Wie sieht deine Ladetechnik aus? Was ist verbaut?
Batterieueberwachung, Was davon ist verbaut?


Ich werde diesbezüglich mich so bald als möglich schlau machen, damit auch andere Besitzer des Ayers Rock es vielleicht einfacher haben Antworten zu finden. Zum augenblicklichen Zeitpunkt aber, wie ich erwähnte, weiß ich nicht ob es eine spezielle Batterieüberwachung gibt, und auch nicht welche Ladetechnik verbaut ist. Ich sehe das Kontrollpanel welches mir mittels einer LED-Anzeige den Ladezustand zu vermitteln gesucht. Und ich weiß, dass der Hersteller eine 95 Ah AGM Batterie verbaut hat. Was für Verbraucher aktuelle in meinem konkreten Fall liefen, versuchte ich auch zu umschreiben (Heizung, bzw. Lüfter, Kompressorkühlschrank, LED-Leuchten). Demzufolge ist mir auch nicht bekannt, ob mein Ladegerät die entsprechende Spannung bereit hält.
Das Protokoll der Batterietestung besagt "Batterie GUT".

Offensichtlich getestet mit GRX-3400 Hymer Diagnostic Battery Station:

Nach dem Laden:
Spannung 12,77 V
Messwert 826 EN
Amperestd. 1,8 Ah
Ladezeit 00:05:28

Max. Aufladen
Spannung 13,0 V
Messwert 837 EN
Amperestd. 0,0 Ah
Ladezeit 00:01:00

Garantie: Nein
Batterietyp AGM
Nennwert: 850 EN
Nennwert Ah 95

Die Batterie wurde in allen Modi geprüft.

miata97 hat geschrieben:...
Manch einer stellt fest, dass er am Ende doch häufig auf Campingplätzen oder gut ausgestatteten Stellplätzen landet ...
Unser Händler hätte uns mit 1x 90Ah und ohne Solar nicht vom Hof fahren lassen
...


Ja das stimmt Thomas, und so ist es denke ich bei uns auch. Für zwei oder maximal drei Tage würde ich vermutlich frei stehen wollen, für alle längeren Zeiträume steuere ich den Campingplatz an. Somit denke ich aber, das ich doch zumindest eine 2. Batterie in Kürze nachrüsten wollen würde. Ich hatte den Händler auch gefragt, ob denn die Kapazität ausreichen würde, woraufhin die lapidare Antwort kam "Ja zwei Wochen können sie da jetzt nicht mit fahren ohne an den Strom zu müssen" ...

Wenn ich doch noch auf eine Frage eine Antwort schuldig geblieben bin, deren Antwort von Relevanz ist, bitte ich um dezenten Hinweis. 8)

Gruß,
Sandro

kintzi am 10 Okt 2017 05:17:53

Zu 3) Platzproblem unter dem Sitz , die Batt-Höhe betreffend = wenig Abstand zwischen Plus-Polen u. Sitz, dessen Metall zur Masse gehört, also negativ ist. Kommt das Sitzmetall mit dem Minus-Pol der Batt in Berührung, ist das wurscht, da beide gleichartig sind. Aber bei Kontakt mit dem Pluspol der Batt massiver Kurzschluss mit Glühen der Leitungen. Die Plussicherung nützt nichts, da sie hinter dem Pluspol kommt.
Aber wenn Minus im Kurzschlußfall durch Sicherung unterbrochen --> keine Katastrophe, da Stromkreis durch durchgebrannte Minussicherung unterbrochen. Wenn Sitz allerdings beide Pole berührt, ist sein Glühen nicht zu verhindern.
Naßbatts (flüssiger E-lyte) verbieten sich bei Untersitz, denn die notwendige Kontrollen des Flüssigkeitsstandes heißt jedesmal Sitz ausbauen,deshalb nur Batt mit fixiertem Elektrolyt (AGM oder Gel) einbauen , die man weder kontrollieren noch nachfüllen muß.
Was Dein Problem löst, ist neuer Akku, möglichst 2x 95Ah parallel unter den Sitz gequetscht. DAnn der Einbau eines Batt.-Computer mit Einweisung in die Grundbegriffe der Elektrizitätslehre. Weiter eine Solaranlage sowie einen B2B-Ladebooster 45Amp. Damit könnten günstig die E-Probleme behoben sein, teuer aber Super wäre natürlich der Ausbau auf LiFePo.
Bzgl.neuere Lima-Ladekonzepte : nur bei EURO 6 bei Sprinter u.mittlerweile anderen. Hier kommt man nicht um einen Booster rum. Fiat hat glaube ich bis jetzt eine herkömmliche Ladeelektrik (bis auf Ladekontrolle) oder irre ich? Gr. Richi

murksmax am 10 Okt 2017 15:09:52

shreddingsurgeon hat geschrieben:Jedenfalls sagte man mir, dass das Fahrzeug die gesamte Zeit über während Aufbereitung etc. am externen Strom hing. Verbaut ist meines Wissens nach eine Blei-Säure-Batterie als Starterbatterie, und eine 90 Ah AGM für den Aufbau.


Moin Sandro,

das ist ja schon einmal eine Ansage - 90 Ah AGM dürfen, ohne dass man sie tiefentlädt, max. zu 70 %, besser nur zu 50 % entladen werden :? Gehen wir also mal davon aus, dass wir auf der sicheren Seite bleiben wollen und entnehmen max. 45 Ah.

shreddingsurgeon hat geschrieben:von Erlangen nach Düsseldorf gefahren, ohne Kühlschrank, Licht oder sonst irgendwelche Verbraucher angeschaltet zu haben (vom Radio und Scheibenwischer mal abgesehen).


Wo ist denn das Radio angeschlossen - an der Starterbatterie oder am Aufbau-Kreislauf? Nur das Radio, oder hängt da auch noch ein Verstärker, Subwoofer, etc. mit dran? Mein Lehrer auf dem Maschinistenlehrgang hat in den 90er Jahren mal die Energiebilanz eines Golf 1 oder 2 mit entsprechend eingebauter Kofferraumanlage (ein sog. "Springgolf" :lach: ) mit uns aufgemacht. Dabei mussten wir feststellen, dass der Golf mit der damals verbauten Lichtmaschine nicht genug Strom produzierte, um alle Verbraucher (Zündung, Lüftung, Licht, heizb. Heckscheibe, Stereoanlage usw.) mit Spannung zu versorgen und die Batterie dann noch zu laden ...

Also sollte man bei der Aussage "Radio" immer vorsichtig sein. Das normale Autoradio hat dann bei zwei angeschlossenen Boxen vielleicht eine Stromaufnahme bei ~3-5 A, wenn keine übermäßige Lautstärke und kein CD-Betrieb gefordert wird. Bei Kombigeräten (Doppel-DIN mit Navi, großem Display etc. wird das wohl noch etwas mehr sein, aber das kann die LiMa wuppen. Nur dran denken, wenn das Radio im Stand weiterläuft :eek:

shreddingsurgeon hat geschrieben:Als ich ankam schaltete ich den Kühlschrank ein und fuhr weiter nach Köln um dort zu übernachten. Die Aufbaubatterie zeigte eine Spannung im Kontrollpanel von 12,2 V an. Nach einer Nacht nach dem Heimweg dann nur noch 12,0 V.


Gehen wir mal davon aus, dass Du mit einem nicht vollständig geladenen Akku losgefahren bist. Bei laufendem Motor sollte am Panel auf alle Fälle eine Spannung > 12,2 V angezeigt werden. Nach geschätzten vier Stunden Fahrt von Erlangen nach DüDo müsste dort bei laufendem Motor eigentlich ein Wert von ca. 13,7 V stehen, insbesondere wenn das Fahrzeug vorher nur am Landanschluss gehangen hat!

Das Fahren unter Motor ohne jedgliche Verbraucher ist bei Deinem Fahrzeugtyp durchaus möglich, muss jedoch nicht unbedingt sein. Auch wenn der Ducato mit einem Busgesteuerten Ladesystem ausgestattet ist, sollte er bei angeschalteten Kühlschrank noch genug Spannung übrig haben, um die Aufbaubatterie zu laden. Es ist aber immer zu bedenken, dass es leichter ist, eine Bleibatterie zu entladen, als sie vieler aufzuladen. Aufgrund der Bauweise und der pysikal./chem. Eigenschaften nimmt die Ladungsakzeptanz der Batterie mit zunehmendem "Füllstand" ab, so dass man die letzten 10 % nur mit Mühe noch reinquetschen kann ...

Der verbaute Kompressorkühlschrank (vermutlich ein Dometic MDC 65) hat nach Angaben des Vertreibers folgende elektrische Anschlusswerte:

Code: --> Link
Elektrik
Nenneingangsleistung (DC) 45 W
Eingangsspannung (DC) 12/24 V


Bei der Nennspannung von 12,0 V entspricht das einer Stromaufnahme von ungefähr 4 A bei 100 % Einschaltdauer (ED). Die 100 % ED wirst Du vermutlich nur dann haben, wenn der Kühlschrank nicht runtergekühlt ist oder mit warmem Kühlgut gefüllt wurde. Andernfalls wird sich das vermutlich bei ca. 25-30 % ED einpendeln. Damit wäre ein Stromverbrauch von ca. 1 Ah realistisch.
Pro Nacht käme man dann durch den Kühli auf einen Energieverbrauch von etwa 10 Ah.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Ich hängte den Karren an den ext. Strom. Sowohl dabei, als auch bei der Fahrt zeigen beide Batterien an, dass sie Ladung aufnehmen. Zumindest zeigt die Anzeige für beide Batterien 13,5 V an, was sowiet ich das verstanden habe davon zeugt, dass da Saft ankommt.


Das ist ein Zeichen dafür, dass die Batterien durch ein Trennrelais zusammengeschaltet wurden, deshalb an beiden Akkus die annähernd gleiche Spannung. Wann wurde denn der Wert von 13,5 V angezeigt - während des Anschlusses am Landanschluss oder während der Fahrt? Eigentlich ist das nicht ausreichend, die AGM benötigen eine Ladeschlussspannung von 14,4 bzw. 14,7 V. Die werden auch erst nach einer geraumen Zeit am Ladegerät bzw. während der Fahrt erreicht (Bulk-Phase). Nachdem die Ladeschlussspannung erreicht wurde, muss sie für eine geweisse Zeit gehalten werden, bis die Batterie nur noch wenig Strom aufnehmen kann (Absorbtionsphase)
Wenn die Batterie dann nicht mehr viel Strom aufnimmt, geht ein (vernünftiger) Laderegler in die sog. Float-Phase. Da wird mit ~13,7 V weitergeladen, bis die Batterie keinen weiteren Strom mehr aufnehmen kann und voll ist. Dann wird der Ladeprozess unterbrochen, oftmals wird eine Erhaltungsladung von ca. 12,8 V zur Verfügung gestellt und bei einem Absinken der Batteriespannung unter einen Schwellwert (i. d. R. durch Energieentnahme von Verbrauchern) wieder neu begonnen.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Nach zwei Tagen unter externer Stromversorgung zeigte die Aufbaubatterie erneut 12,0 V an, nachdem lediglich kurz das Licht an war.


Was wurde denn angezeigt, bevor das Licht an war? Und was für Licht war an - Innenbeleuchtung mit LED oder fünf, sechs oder mehr Halogenbirnchen zu je 10 W? Und was heißt "kurz" - zwei Minuten? Eine Stunde? ... Die Angabe "kurz" ist leider relativ :wink:

shreddingsurgeon hat geschrieben:...ließ ich bei Hymer eine Batterietestung durchführen, da man mir nicht sagen konnte wie lange das Fahrzeug beim Händler auf dem Hof gestanden habe.
Der Werkstattmeister erklärte mir, wie die Anzeige für Aufbau- und Starterbatterie abzulesen sei, und dass die Batterien soweit in Ordnung wären,...


Hm, da möchte ich eigentlich nix zu sagen, einer meiner Vorschreiber hat sich schon entsprechend ausgelassen. Auch ich meine, dass mit diesen Spannungsanzeigen in den Mobilen nur grob geschätzt werden kann. Einen vernünftigen Batterietest kann mein bei einem Fahrzeugelektriker oder bei einem B...-Dienst durchführen lassen. Da erhält man dann schon ein paar Angaben zu der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Akkus.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Nun sind wir nach Hintertux an den Gletscher gefahren, und haben zum ersten Mal also Heizung, Licht und Kühlschrank laufen lassen. Nach nicht ganz 24 Std. ist die Aufbaubatterie bei 11,5 V, und somit nur noch eine LED vom letzten Punkt entfernt (11,0 V).


OK, versuchen wir uns mal an einer "Remote-Energiebilanz" ;D

Code: --> Link
 1,0  Ah Kühlschrank (s. o.),
 3,0  Ah Heizung  (6 Ah, aber nur 50 % ED),
 0,3  Ah Licht (30 Watt Birnen, 3 Std./Tag),
 0,1  Ah 2 Handies laden (je 5 W, je zwei Stunden),
 0,25 Ah Radio (abends/morgens je eine Stunde).
----------------------------------------
 4,65 Ah Gesamtverbrauch pro Stunde


Das ganze aber nur als Wert für eine Stunde. Wenn man 24 Stunden steht, hat man ungefähr folgenden Verbrauch:
111,6 Ah

Du siehst, die Schätzung ist nicht ganz so einfach, aber anhand Deiner Feststellung, dass nach 24 Stunden der Akku nahezu vollständig entladen war (es waren ja nur noch 11,2 V Restspannung da) kann man sehen, dass für das Freistehen bei den von mir angesetzten Werten ein 90 Ah Akku nicht ausreichend ist. Um hier zu reellen Werten zu kommen, müsste man mal eine Aufstellung mit den Werten machen, die für den Mobil zutreffend sind.

Wenn Du solche Ausflüge wie an den Gletscher öfter machen willst, solltest Du Dich mit dem Thema "Solaranlage" und "zweite Aufbaubatterie" dringend noch etwas näher auseinander setzen :ja: Auch wenn alle nur Dein Bestes wollen ... Wie haben die Mädels aus Schweden das schon gesungen: Money money money, always funny, is the rich man's world :lol:

kintzi am 10 Okt 2017 21:56:53

Tolle Fleißarbeit !Dafür einen Guten! So habe ich einen Link, den ich bei Nachfragen zu meinem Winterverbrauch bis 120Ah pro Tag (s.o.) angeben kann. :razz: Gr. Richi

shreddingsurgeon am 10 Okt 2017 23:20:05

Mega der Max :eek:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Um auch hier jetzt meinerseits die Antwort überschaubar zu halten;
Radio war an, und ja mutmaßlich natürlich auch auf die hinteren Boxen verteilt. Das habe ich so natürlich nicht ganz so bedacht. Mea Culpa. Wann welche Spannung anlag, also während laufendem Motor und im Stand bei angehängtem Strom, da wollte ich Bilder hochladen, das ging aber irgendwie nicht.
Aufbaubatt. nach 2 Tagen Hausstrom 12.5 V, Starterbatt. 13.0 V. Unter laufendem Motor zeigt das Kontrollpanel für beide 13,5 V an (mehr geht nicht). Da ich den Stand nach 2 Tagen am Abend ablas machte ich das Licht an (Innenbeleuchtung LEDSpots) und drückte auf den Kontrollknopf - also nicht erst zwei Stunden später.
Und klar, am Hausstrom hängend zeigten auch beide vollen Ausschlag. Ich weiß, dass die AGM eine höhere Ladeschlußspannung benötigt, aber das kann ich ja nicht ablesen, wenn die Anzeige nur bis 13,5 V geht, oder ?

>> kintzi
Danke für das Ausführen Deines Posts. Ich werde mich mal belesen, was es mit LiFePo so auf sich hat. Da habe ich noch überhaupt keinen Plan. Auch bzgl. der Ladetechnik muss ich mich glaube ich nochmal schlau machen, weil das ja mit dazu gehört, und man alleine von der Kapazität der Batterie keine genauen Rückschlüsse auf den im Womo zur Verfügung stehenden Saft hat.


Fazit für mich ist jedenfalls, dass ich da nachbessern muss, oder vielleicht besser ausgedrückt "optimieren" sollte.
Wenn ich jetzt natürlich überlege in naher Zukunft was am Energiekonzept des Ayers Rock zu ändern, mache ich mir ja nicht in zwei Jahren erneut Gedanken. Ich wäre da eher für eine relativ finale & gute Lösung zu haben.

Wie ein altes chin. Sprichwort nämlich sagt:

Wer billisch kooft, kooft zwee Moool. :lol:


Grüßen,
Sandro

murksmax am 11 Okt 2017 11:55:28

Moin zusammen,

shreddingsurgeon hat geschrieben:Radio war an, und ja mutmaßlich natürlich auch auf die hinteren Boxen verteilt. Das habe ich so natürlich nicht ganz so bedacht. Mea Culpa.


das ist nicht so wild. Wie ich schon geschrieben hatte "Remote-Energiebilanz". Das war nur nach folgender Vorgehensweise gemacht:
Man balle die rechte Hand zur Faust,
winkle von der Faus den Daumen rechtwinklig ab,
hebe die Faust am ausgestreckten Arm über Augenhöhe
und visiere einen imaginären Punkt im Weltall an.

Übersetzung: Grob über den Daumen gepeilt :lol:

shreddingsurgeon hat geschrieben:...
Aufbaubatt. nach 2 Tagen Hausstrom 12.5 V, Starterbatt. 13.0 V. Unter laufendem Motor zeigt das Kontrollpanel für beide 13,5 V an (mehr geht nicht).

und weiter
shreddingsurgeon hat geschrieben:Da ich den Stand nach 2 Tagen am Abend ablas machte ich das Licht an (Innenbeleuchtung LEDSpots) und drückte auf den Kontrollknopf - also nicht erst zwei Stunden später.


Wenn man den Ladezustand der Batterien prüfen will und dabei als Referenz auf die Leerlaufspannung angewiesen ist, sollte man dies nicht direkt nach dem Laden bzw. dem Abschalten des Ladegerätes tun. Der Akku muss sich erst etwas "setzen" können, also zwei, drei Stunden warten - besser noch: Alle Verbraucher abschalten und über nacht abwarten, dann am Morgen ablesen. So erhält man "bessere" Werte.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Und klar, am Hausstrom hängend zeigten auch beide vollen Ausschlag. Ich weiß, dass die AGM eine höhere Ladeschlußspannung benötigt, aber das kann ich ja nicht ablesen, wenn die Anzeige nur bis 13,5 V geht, oder ?


Ah ja ... Das konnte man vorher nicht erkennen. Dann würde ich auf die von mir gestern gemachte Liste noch einen vernünftigen Batteriecomputer setzen (Votronic, Büttner, Victron, Philippi, NASA, ...) mit auf die Liste setzen. Zum einen haben die ein digit. Voltmeter mit drin, das direkt am Akkuk misst, andererseits messen die den Strom, der in den Akku und auch wieder rausgeht, auf 1/10 oder 1/00 genau und helfen bei korrekter Einstellung, den "Füllstand" des Akkus und den akt. Verbrauch zu erkennen. So ist es dann einfacher, das Ende abzusehen :ja: Auch ist die Anzeige bis 13,5 V nicht ausreichen, da man das akt. Ladeverhalten nicht sehen kann.

shreddingsurgeon hat geschrieben:>> kintzi
Danke für das Ausführen Deines Posts. Ich werde mich mal belesen, was es mit LiFePo so auf sich hat. Da habe ich noch überhaupt keinen Plan.


Ob Du wirklich auf LiFePo umstellen willst, dass soll Dir überlassen bleiben. Da musst Du wirklich lesen und dann Dein Nutzungsverhalten und die Ziele in Relation zum Preis setzen. In meinen Augen ist für den Standard-Nutzer im Moment das neue Akkusystem noch nicht erforderlich, der kommt noch mit AGM oder einfachen Gel aus.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Auch bzgl. der Ladetechnik muss ich mich glaube ich nochmal schlau machen, weil das ja mit dazu gehört, und man alleine von der Kapazität der Batterie keine genauen Rückschlüsse auf den im Womo zur Verfügung stehenden Saft hat.


Dazu wie schon oben gesagt eine vernünftige Überwachung. Und dann ist das in meinen Augen aktuell die bessere Lösung. Schauen, was das verbaute Ladegerät kann, ggf. einen Booster verbauen, damit die Akkus bei der Fahrt sinnvoll bis OK UK geladen werden. Und für das Freistehen (sofern gewünscht) eine oder zwei Tafeln auf das Dach. Die jeweilige Regelelektronik so auswählen, dass sie aufwärtskompatibel zu neuen Akkuksystemen ist.

shreddingsurgeon hat geschrieben:Fazit für mich ist jedenfalls, dass ich da nachbessern muss, oder vielleicht besser ausgedrückt "optimieren" sollte.
Wie ein altes chin. Sprichwort nämlich sagt:
...

Gast am 11 Okt 2017 12:33:44

Hallo Sandro,

Nach Lesen der zwischenzeitlichen Posts empfehle ich dir folgendes:

KudlWackerl hat geschrieben:...

Mein Tip:

Minimal 100 Wp Solar und ca. 160 Ah Batterie,
Besser: 200 W Solar, und ca. 230 Ah Batterie.
...


Grüße, Alf

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