Schaunmerma hat geschrieben: kann man ja mal drüber schlafen und wenn es dann weg sein sollte, haben wir halt Pech gehabt und müssen weiter suchen...
Das ist auf alle Fälle immer besser, als sein Geld in den Sand zu setzen, auch wenn es manchmal schwer fällt die erste Euphorie zu bremsen. :)
Wie haben alle irgendwann mal angefangen, und sicher haben dabei auch viele Lehrgeld bezahlt,
ist ja nicht nur beim Womokauf so.
Mich zB. hat es später mal so richtig beim Bootskauf erwischt. :oops:
Mein erster, auch ein Dete, Preisklasse <10T€ habe ich blind ersteigert, beim Abholen 700km entfernt,
habe ich mir den Verkäufer (Namensvetter und auch KFZ Meister) deutlich genauer angesehen wie das Womo,
habe nicht mal ne Probefahrt gemacht.
Habe ihn dann aber bei Seite genommen und gesagt, er möge mir alle wichtigen Macken Nennen der er weiß,
und nicht in der Ebay Anzeige und oder Telefon genannt hat.
Noch gäbe es die Möglichkeit das ich es als Ausflug betrachte und wieder nach Hause fahre.
Verschweigt er mir
größere Probleme die er hätte wissen müssen, komme ich wieder, unangemeldet.
Ich habe den dann 7Jahre gefahren, und außer normale Kleinigkeiten, gab es nichts aber auch gar nichts an dem Teil auszusetzen.
Vier Jahre von den sieben mit den Dete haben wir dann unser nächsten gesucht, zig tausende km zu privaten
Verkäufern und auch Händlern runter gerissen.
In den 4 Jahren in der Preisklasse von Anfangs 25T€ bis zum Schluß 55T€ erhöht, und leider nichts halbwegs gescheites mit Wandlerautomatik was Bedingung war gefunden.
Die schlimmste Ruinen standen auch Damals schon bei den Händlern.
Dann bei Ebay wieder einen gefunden im 40T€ Bereich (wieder knapp 700km) der fast allen unseren Wünschen entsprach,
3h vor Auktionsende vor Ort aufgeschlagen, Fahrzeug ausgiebig begutachtet, dann gewartet und 20s vor Ultimo meinen Preis gesetzt.
Habe ihn für 8T€ unter meinem höchst Gebot bekommen, Schlüssel/Papiere gegen bunte Scheine getauscht,
und die erste Nacht darin verbracht.
Nach dem Frühstück vom VK die Heimreise angetreten, und bis Heute (6Jahre später) glücklich.
Niemand ist Hellseher, auch Fachleute haben keinen Röntgenblick oder Glaskugeln.
Aber je mehr Erfahrung/Kenntnisse man sich erwirbt, desto geringer erscheint einem das Risiko ins Klo zu greifen. :mrgreen:
Meine Meinung.
Ich würde, außer wenn Geld absolut keine Rolle mehr spielt, nur gebraucht kaufen.
Man verbrennt einfach deutlich weniger Kohle.
Nie auf Pump, und immer mit einem gewissen Polster im Budget, für unvorhergesehene Probleme.
Es ist nun mal ein Hobby (wenn auch ein schönes) und sollte einem nicht in den Ruin treiben.
Ich lege beim Gebrauchtkauf auch absolut keinen Wert auf Garantien, gekauft ist gekauft,
dem bin ich mir als gebr. Käufer halt bewußt.
Es haben ja hier schon andere darauf hingewiesen,
wer selber keinen kennt, vor größeren Malheur in Sachen Fahrzeug ist der Hunni vor Kauf bei einer Prüforganisation bestens angelegt, mit dem Aufbau wird es schon schwieriger,
aber da können die Foren oft helfen, eine entsprechende Firma in der Nähe des Fahrzeugs zu finden.
Trotzdem bleibt immer ein gewisses Restrisiko, das sollte man nie vergessen,
gerade nicht in der Euphorie/Begeisterung eines "Luxuskaufs".
Schnelle Schnäppchen findet man auf Nummer sicher nur selten, die sind heutzutage dann eh meist schon weg. :wink:
Also viel Glück bei der Suche.